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E_1930_Zeitung_Nr.068

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° Lernen Sie Autofahren bei den Eisriesen imBemer-Oberland DIe Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners ^*a • •.• e v—JII fit «__j. _I.IIE_I .»« A£X: _l »*f I .. J%..*.MAK.>» «1««. ^P F\ C Besucher den einzigartigen Grössere, langjähr. Fachfirma erteilt an bessere Damen und Herren gründlichen 8340 Unterricht im Fahren und Motorkenntnissen. Garantie für Bestehen der amtlichen Prüfung. n Anmeldung an Postfach 15, Zürich 20. Station der Lörschberqbahn Plac U\f*'mnr\ H^rßarnän.Alnan A. e. s. Bestbekanntes Passanten-, Familien- und Jahres-Hotel. Grosses Restaurant. Direkt an der Durchgangsstrasse b. Hauptbahnhof. Bester Auto- Standplatz. Alle Zimmer mit messendem Waaser. Garage. Boxe. Telephon Nr. 105. Unter gleicher Leitung: Restaurant Harder-Kulm. A. BEUGGER Besitzer. Delegierter des T.C.S. Wald-Hotel Unspunnen, lnterlaken Per Auto in 1 Minute vom Bahnhof Himwehf luh erreichbar. Idealer, ruhiger Ferienaufenthalt Pensionsarrangement v. 2 Tagen an (Week- End). Gr. gedeckte Rest-Terrasse m. unvergHliundsicht a.d.Jungfraugruppe. Menüs v 4—6 Fr. Arth. RlnglSf. Beliebtes Ausflugsziel. Sehenswerte Forellenzucht. Grosser schattiger Auto-Park. Auto-Garage. BLAUiEE, Telephon 12 Für Ferien - Aufenthalt verlangen Sie Prospekt. Hotel Beau-Site Herrliche Aussicht. Garten. Zimmer mit fliessendem Wasser. Massige Preise. Garage. B. WIDMER. Bes. Erstes Haus am Platze, direkt an der Autostrasse. Vorzügliche Küche und Keller. Grosser schattiger Kestaurations-Garten. Garage. Benzintank. Telephon Nr. 2. E. Schmid-Amstuz. Küchenchot ßrienz Hotel mimSüm Bären Prächtige Lage am See. Grosse, schattige Restaurations-Terrasse. Auto-Garage. — Telephon Nr. 6. Farn. Werren, Bes. €}I£SSBACH-* AL.JLJ3 (Brienzersee) G-rEuxcaL Hotel TXXXCL IK.ULirll£LTJLS bchönste Lage am Brienzersee mit prachtiger Aussicht. Grosse Kestaurations-Terrassen gegenüber den berühmten Wasserfällen. Neues Strandbad. Neue Automobilstrasse von Brienz bis zu ien Hotels. Garage mit Boxen (1928 erbaut). Sämtliche Zimmer öiessendes Wasser. Pensionsnreise von Fr. 12.— bis Fr 16.—. Zimmer ah Pr !.5O. Prospekt rtnrcn die Direktion W. Milllet. onnn ob Spiez: HOT£L HIRSCHEN Gutbürg. Haus. Pension Fr. 7.50 bis 8.50. Spezialität: Prima Zvieri, Bauernschinken und Wurst. Prachtvolle Aussicht auf See und Alpen. Dar gen am Thunersee bei lnterlaken Hotel u. Pension Schärz Ideal schSn am See gelegenes Haus. See- u. Sonnenbäder, grosser, schattiger Garten. Lohnender flusilugsort. Pension von Fr. 7.— an. Vor- und Schöne 'Aassicht auf See und Alpen. Nachsaison Ermässigung. — fluto- Auto-Garage, gute Bedienung. Park, Telephon 51.04. Prospekt durch FHM. SCHÄRZ. Es empfiehlt sich Frau m. ffiuhiemann aanenmöser»« 1 «!« 1 ", 15 na H.C. S. und T.CS. bekannt durch seine gute Küche u. Keller. Spezialität: Forellen. — Autogarage. Kulminationspunkt an der Strasse Interlaken-Genfersee Telephon 23. R. WEHREN, Besitzer. J0UÖD3D WMipßS UUUII|JUIJ I511mü/M.T.G& Bestbekanntes Hans mit vorzügl. Küche und Keller. — Zimmer mit kaltem u. warmem Wasser. Forellen, ßauernschmken. Garage. Oel u. Benzin. Tel. 42. JTb.Wittwer. Werben Sie um die 60,000 schweizer. Automobilisten Palace - Hotel rhunerhof u. A.C.S. HotelsBellevue u. Park T.CS. Rendez-Vous der Automobilisten. Gediegene Restaurationsterrasse. — Exquisite Küche. Weekend • Arrangements — Orchester — Autoboxen. Direktion: W. BRÄNDLIN. Bestbekanntes Haus. Schöner Garten. 19IIIUli Ausgezeichnete Bestbekanntes Haus. Verpflegung. Schöner Pensionspreis Ausgezeichnete von Fr. 7.— Verpflegung. an. — Stets Pensions- frische Garten ||lUdl Forellen — Bauernschinken — Garage — Reparaturwerkstätte ^P ••••#•• — Oel — Benzin. nrpi« von Tel. Fr. 1. L. 7 Rieder-Hirschi, an

N° 68 — 1930 AUTOMOBIL -REVUE Nächsten Montag beginnt die II- St. Moritzer Automobilwoche 18. bis 24. August Schönheitskonkurrenz. (IT.) Dem mondänen St. Moritz darf während seiner Automobilwoche natürlich auch das mondäne Ereignis nicht fehlen. Und die Schönheitskonkurrenz, die auf Samstag, den 23. August, festgesetzt ist, wird sich —darauf tippen wir heute schon — zu einer ge- tal erreicht. Zwar verstreicht bis zu den Nennungsschlüssen immer noch eine Woche, aber heute schon dokumentieren die für den Grossen Preis von St. Moritz eingelaufenen Meldungen das Interesse, welches das Engadiner Turnier im In- und Auslande erweckt. Fest steht auf jeden Fall, dass St. Moritz « Spitzenleistung » im Rah- auch -dieses "Jahr wieder eine internationale sellschaftlichen men des St. Moritzer Meetings gestalten. Parade der Eleganz, Korso der höchsten Kultur und des letzten Raffinements in den Belangen modernen Automobilbaus. Was der Geschmack von St. Moritz als chick erklärt, das muss den Stempel der Gediegenheit an sich tragen. Der Wertung bei diesem Wettbewerb wurde das gleiche System zugrunde gelegt, mit welchem die Jury letztes Jahr operierte und das in der massgebenden Presse eine sehr wohlwollende Kritik fand. Schauplatz dieser Konkurrenz bildet abermals der Kurhausplatz. Die Anfahrt der Wagen zum Parken erfolgt 'auf der Kurhausstrasse bis zum Kurhaus- Westflügel. Hier haben sich die Fahrzeuge einer Kontrolle zu unterziehen und die Startnummern entgegenzunehmen; gleichzeitig werden ihnen auch die Parkplätze zugeteilt. Jedem Wagenführer wird eine weisse Schleife abgegeben, die zugleich als Ausweis für den Aufenthalt im Parkplatz dient. Für die Bewertung ist die Punktzahl rnassgebend, die sich auf der Addition von fünf einzelnen Wertungsresultaten aufbaut. Das Maximum für jede einzelne Wertung beträgt zehn Punkte. Es erhalten demnach: Wagen mit 49—50 Punkten: goldene,Plakette mit Auszeichnung; Wagen mit 45—48 Punkten: goldene Plakette; Wagen mit 40—44 Pkt.: silberne Plakette; Wagen mit 35—39 Pkt.: bronzene Plakette. Der schönste Wagen aller Klassen wird ausserdem mit dem «Blauen Band » der II. Internationalen St. Moritzer Autorriobilwoche prämiiert. Für die Vorbewertung haben sich die Wagen morgens zwischen 10 und 12 Uhr der Jury zur Verfügung zu halten. Nachmittags erfolgt die Bewertung jedes einzelnen Wagens vor den Tribünen. Eine rationelle Organisation sorgt für steten Fluss im Vorbeifahren der Wagen. Selbstredend werden auch dieses Jahr wieder die Resultate fortlaufend durch den Lautsprecher bekanntgegeben, doch handelt es sich dabei noch nicht um die offiziellen Ergebnisse. Zwei Worte über die Zusammensetzung der Jury: sie besteht entsprechend den fünf vorzunehmenden Wertungen aus je fünf Gruppen zu drei Richtern, die vom Organisationskomitee bestimmt werden. Elite am Start sehen, dass das Meeting ein sportliches Event von Klasse und Format sein wird. Für den Grossen Preis hielten die Organisatoren bis vergangenen Freitag folgende Einschreibungen in den Händen: Schweiz: Freuler (Steyr); Italien: Lurani (Alfa Romeo), Cortese (Alfa Romeo), Conte Castelbarco (0. M.); Deutschland: Steinweg (Amilcar), Kürten (Bugatti); Oesterreich: Graf Arco Zinneberg (Amilcar und Mercedes-Benz SSK). Selbstverständlich wird sich diese Auslese noch um ein Erkleckliches erweitern, sintemalen, wie die Erfahrung lehrt, die Meldungen sich rush-artig auf die letzten Tage vor- dem Ablauf der Meldetermine konzentrieren. Erfreulich gestalten sich die Perspektiven auch für die Schönheitskonkurrenz, für welche sich bis zur Stunde als Fabriken Mercedes-Benz, Wanderer und Renault gemeldet haben. Fiat und Alfa Romeo sind mit Sicherheit zu erwarten. Vergnügungsprogramm. 18.—24. August 1930. (Ir.) Neben dem Sport soll auch das gesellschaftliche Moment während der St. Moritzer Automobilwoche zur Geltung kommen, in stärkerem Mass noch wie im Vorjahre. St. Moritz empfängt die Teilnehmer und Besucher seiner Automobilwoche mit einem bunten Wirbel froher gesellschaftlicher Anlässe. Jeder Tag bringt irgendwo eine Zusammenkunft zu löblichem Tun, und der eigens ernannte Unterhaltungsminister, Herr Dir. Martin vom Grand Hotel, aus dessen bewährter Küche das Programm stammt, wird für Betrieb besorgt sein. Montag, den 18. August: Zusammenkunft in der Bar des Hotel Victoria, St. Moritz Bad. " * L Dienstag, den 19. August: 9.30 abends Preisverteilung der Sternfahrt im Hole» Du Lac, St. Moritz Bad. Mittwoch, den 20. August: 9.30 abends Zusammenkunft und gemütlicher Abend im Suvretta-Haus." Donnerstag, den 21., August: ab 9.30 Uhr abends Tanz und gemütliche Zusammenkunft in der Bar des Hotel Stahlbad St. Moritz Bad. Freitag, den 22. August: Nach dem Diner Ausflug nach Maloja und Zusammenkunft im Hotel Schweizerhaus (durch Silvaplana langsam fahren). Samstag, den 23. August: Um 10 Uhr abds.: Preisverteilung der Schönheitskonkurrenz und gemütlicher Abend im Kurhaus St. Moritz Bad. Sonntag, den 24. August: 9.30 Uhr abends: Grosser Ball, verbunden mit Preisverteilung für Geschicklichkeits-Prüfung, Kilometerlance und Bernina-Bergrennen, im Grand Hotel St. Moritz. Die Teilnehmer aller Konkurrenzen haben freien Zutritt und sind gebeten, ihre Tische im voraus zu reservieren. SB> Tatra-Bergrennen. Das Tatra-Bergrennen auf der 7,5 km langen Rennstrecke zwischen Zakopane und Morskie Oko, in den Karpathen, das der Krakauer Automobilclub, ein Unterclub des A. C. von Polen, organisiert, wird dieses Jahr am 24. August ausgetragen. Es gilt zugleich als 7. Lauf der europäischen Bergmeisterschaft; indessen wird bekanntlich am gleichen Tag in Frankreich das Mont Ventoirx-Rennen ausgetragen, das ebenfalls für die Europa- Bergmeisterschaft gilt. Die mittlere Steigung der Strecke des Tatra-Rennens ist 4,2%, die maximale Steigung 6%. Die Prüfungsfahrt ist demnach nicht sehr steil, auch ist die Strasse auf lange Strecken hin ziemlich gerade, mit Ausnahme einiger sehr kritischer Kurven. Das Rennen ist für Renn- und Sportwagen international offen; als geschlossene nationale Veranstaltung wird noch ein Rennen der Tourenwagen durchgeführt. Ein besonders wertvoller Ehrenpreis des Präsidenten der polnischen Republik — eine prachtvolle Vase aus dem 18. Jahrhundert — wird dem Fahrer der schnellsten Zeit des Tages überreicht. Der erste Preis für Rennwagen sind 6000 Zloty, für Sportwagen 5000 idty. Als zweiter Preis für Rennwagen sind Programm: Samstag, den 23. August 1930. Vormittags 8—9K Uhr: Anfahrt der gemeldeten Wagen zu den Parkplätzen. Später einfahrende Wagen haben keinen Anspruch auf Annahme; das Nenngeld verfällt in diesem Falle zugunsten der Veranstalter. 9 Uhr: Besammlung der Jury in der Kurhausbar. 10—11 Uhr: Vorbewertung durch die Jury, . Park I. 11—;12. Uhr: Vorbewertung durch die Jury, Park II. 12 Uhr; Schliessung der Parkplätze unter Bewachung. Nachmittags 13.15 Uhr: Oeffnen der Kassen und Parkplätze. 14.15 Uhr: Räumung der Parkplätze von Publikum. 14.30 Uhr: Beginn der Bewertung durch die Jury vor den Tribünen. Ca. 16 Uhr: Korso aller Wagen mit Insassen vor den Tribünen und Uebergabe des «Blauen Bandes» an den schönsten Wagen. Nachher ist eine freie Zusammenkunft der Teilnehmer zum Tee in der Halle des Hotels "Victoria geplant» Abends Preisverteilung der Schönheitskonkurrenz im Hotel Kurhaus in St. Moritz- Bad. * Als höchste Trophäe, welche die St. Mofitzer Automobilwoche verleiht, muss der «Grosse Preis von St. Moritz» angesprochen werden, eine zusammenfassende Bewertung der Einzelresultate von Kilometerrennen, Qeschicklichkeitsprüfung u. Bernina-Bergrennen, wie das Reglement sich ausdrückt. Daraus ergibt sich als Konsequenz, dass der Fahrer, der im Grossen Preis von St. Moritz mitkonkurriert, jede dieser drei Veranstaltungen erledigt haben muss. Jede der drei Kategorien, also Rennwagen sowohl wie auch Sportund Tpurenfahrzeuge, verfügt über ihren eigenen, besonderen « Grossen Preis ». Nach einer besonderen Formel wird die Punktzahl ausgeknobelt, wobei als Sieger derjenige Fahrer erklärt wird, der das höchste Punkt-To- Auto- ZÜRICH • BADENERSTRASSE • STADTGRENZE ausgeschrieben 2,500 Zloty, für Sportwagen 2000 Zloty. Dritter Preis für Rennwagen 1000 Zloty, Sportwagen 800 Zloty. Als Spezialpreis für die beste Tageszeit kommen zudem noch 1000 Zloty zur Verteilung; der Betrag wird nochmals um 1000 Zloty erhöht, sofern die Zeit einen neuen Rekord darstellt. Die alte Rekordzeit wird dieses Jahr ziemlich sicher überholt werden. Sie wird von dem Polen Jan Ripper auf Bugatti gehalten, der die Strecke in 5 Min. 47,4 Sek. mit einem Durchschnittstempo von 77,7 km erledigte. Die Anmeldungen zur Teilnahme werden von dem Sekretariat des «Krakowski Club Automobilowy» bis am 14. August entgegengenommen. Nachmeldungsschluss ist am 17. August. bo. Alkohol als Unfallursache. Aus dem Bundesgericht. In Aarburg fuhr am 19. März 1929 ein Motorradfahrer, sein 9^jähriges Mädchen mit sich führend, nach Einbruch der Dunkelheit mit vorschriftgemässer Beleuchtung und in vorsichtigem Tempo von einem Seitenweg her quer über die Hauptstrasse, da er durch einen andern Seitenweg nach seiner Wohnung gelangen wollte. Er wurde unversehens von einem Auto angerannt, dessen Führer nach dem Besuche von acht Wirtschaften betrunken war, mit einer Geschwindigkeit von 50—70 km dicht dem linken Trottoirrand entlang durch das Städtchen raste, keine Signale abgab und auch nicht für richtiges Funktionierenseiner Bremse und seiner Beleuchtung gesorgt hatte. Bei dem Zusammenstoss wurde der Motorradfahrer sofort getötet, sein Kind verletzt. Das Bezirksgericht Zofingen verurteilte den Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu 3 Monaten Gefängnis und lebenslänglichem Entzug der Fahrbewilligung. Ferner hiess es die adhäsionsweise von der Schweiz. Unfallversicherungsanstalt und den Hinterbliebenen eingeklagten zivilrechtlichen Entschädigungsforderungen gut; die Suval forderte den kapitalisierten Betrag der von ihr an die Hinterbliebenen zu entrichtenden jährr liehen Rente (30 200 Fr.), die Witwe und die Kinder ausser den unmittelbar durch den Todesfall verursachten Auslagen von 1280 Fr. eine Genugtuungssumme von 6000 Fr und 10 000 Fr." Schadenersatz für den Verlust des Versorgers. Das aurgauische Obergericht milderte das Strafurteil insofern, als der Entzug der Fahrbewilligung auf 5 Jahre beschränkt wurde. Den Hinterlassenen sprach es 6830 Fr. zu und wies sie für die Mehrforderung, die zu wenig abgeklärt erschien, an die Zivilgerichte. Im übrigen bestätigte es das be-~ zirksgerichtliche Urteil. Das Bundesgericht hatte den zivilrechtlichen Teil dieses Urteils in letzter Instanz! zu überprüfen. Der Autofahrer bestritt, zwar seine eigene Fahrlässigkeit nicht, 1 machte aber ein Mitverschulden des Verunglückten geltend, der selber vorher im- Wirtshaus gewesen sei und ausser zwei Flaschen Bier einen Kaffee getrunken habe. ! (Die Untersuchung nach dem Unfall hatte bei dem Getöteten eine geringe Alkoholkonzentration ergeben.) Die Einrede des Mitverschuldens wurde jedoch abgelehnt. Dem vorangegangenenWirtshausbesuch des Verunglückten kann schon deshalb keine Bedeutung an der Herbeiführung des Unfalles beigemessen werden, weil er ihn nicht hinderte, vorschriftsgemäss zu fahren, denn nachgewiesenermassen hatte der Verunglückte die Heimfahrt bei guter Beleuchtung seines Motorrades in massigem Tempo und unter Einhaltung aller Fahrvorschriften angetreten. Es lässt sich auch nich behaupten, dass der Verunglückte bei richtiger Aufmerksamkeit den Autofahrer wahrgenommen und den Unfall vermieden hätte; das unsinnige Tempo und die mangelhafte Beleuchtung des Wagens verunmöglichten ein Vermeiden des Zusammenstosses. Auch konnte der Motorradfahrer nicht ahnen, dass der Wagen, entgegen den elementarsten Fahrregeln, auf der äussersten linken Strassenseite herankommen werde. Ursachen des Unfalles sind einzig die Betrunkenheit des Beklagten, sein vorschriftswidriges Fahren und der mangelhafte Zustand seines Wagens, so dass von einem Abzug am Schadenersatz nicht die Rede sein kann. Das Urteil des Obergerichts wurde einstimmig bestätigt. Ueber die Mehrforderungen der Familie, die an die Zivilgerichte gewiesen worden sind, ist damit noch nicht entschieden (Urteil vom 16. Juli 1930). W. Schweizer Sportkalender. 18.—24. August: II. St. Moritzer Automobilwoche. 14. September: Kilometer Lance bei Oiubiasco.