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E_1930_Zeitung_Nr.068

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8 REVUE AUTOMOBILE 19?0

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No 68 - 1930 gebietend, ja sogar verblüffend. Der Berliner Simons, der eine D.K.W-Maschine lenkte, die allerdings mit einem kleinen Kompressor ausgerüstet war, erreichte mit 22:24,6 eine Zeit, die noch manch höherer Klasse sehr gut anstehen würde. Die Wagen bis zn 1100 ccm Inhalt waren in der grossen Mehrzahl von lästigem Pech verfolgt. So erwartete man vor allem einen schneidigen Gang von Lepicard, einem sympathischen, französischen Klausenfreunde, der seit Jahren die Marke Donnet an unserem Bergpreis vertritt. Er ist mit seinem gepflegten roten Kranzbarte immer noch die nämliche pastorale Erscheinung, die immer zu einer liebenswürdigen Konversation bereit ist. Man wurde hinter dieser friedfertigen Figur kaum einen sehr zähen und forschen Rennfahrer suchen. Diesem alten Routinier passierte nun das schwerwiegende Missgeschick, denn Brennstoffhahn nicht aufzudrehen und als der Motor zu speien begann, suchte Lepicard während der Fahrt, die anfänglich in sauberem Stil und Tempo ging, nach der Ursache der Störung, dachte dabei natürlich zuletzt an das Naheliegendste und verlor damit kostbare Zeit. Er musste sich mit einem ehrenvollen Zweiten trösten. Sein Landsmann Marret, der erstmals am Klausen fährt und in seinem konsequent schwarzen Tenue einer Unterweltsfigur glich, holte aus einer Salmson ein vorzügliches Tempo heraus und sicherte sich den umstrittenen Ersten. Friederich, dessen Amilcar schon im Training nicht ganz den Erwartungen ßeines Meister zu entsprechen schien, musste beim Jägerbalm sogar anhalten, um sämtliche Kerzen zu wechseln. Unnötig hervorzuheben, dass mit dieser Manipulation beträchtliche Zeit ungenützt blieb. Die Klasse der 1500er hatte nicht weniger als drei Forfaits zu verzeichnen. Dass Strazzari, der Bologneser Alfa Romeofahrer, nicht an einen Start denken konnte, war bereits in den Vortagen bekannt geworden. Pedrazzini war nicht in der Lage, am Start zu erscheinen, indem ihn am Vorabend ein Defekt zur Aufgabe zwang, welcher nicht mehjso rasch behoben werden konnte. Leider fiel hier auch eine der drei überhaupt für das Rennen gemeldeten Damen aus. So hatte der junge P Kessler kaum Gelegenheit, seinen Alfa Romeo gegen einen gleichwertigen Gegner ins Feld zu führen. Dessenungeachtet Hess er alle Minen spielen und schaffte es in 20.47,8. P Kessler, der in seinem erfahrenen Bruder «Sepp» natürlich einen kompetenten Lehrer und Berater hat, dürfte in kommenden Rennen in seiner Klasse jeweilen ein gewichtiges Wort mitsprechen. Bugatti und Alfa Romeo haben noch nie so oft und so verbissen die Klinge gekreuzt wie in der diesjährigen Saison. Man war deshalb auf das Duell, das die nächste Klasse bringen sollte, sehr gespannt. Nuvolari und Dr. Karrer waren die beiden Kämpen. Nuvolari ist uns als Rennfahrer nichts , weniger als unbekannt. Seine zahlreichen sensationellen Siege diesen Sommer haben seinen Namen in aller Mund gebracht. Andererseits ist er als draufgängerischer Motorradrennfahrer auch in der Schweiz schon gefeiert, wo er im letzten Jahre den GTand Prix d'Europe in Genf fuhr und trotz einem Schaden den dritten Rang belegte. Er hatte ursprünglich in der Rennwagenklasse gemeldet und wäre dort wahrscheinlich noch viel mehr in den Vordergrund getreten, als dies nun der Fall war. Die dafür bestimmte Maschine war aber im Circuit Burggaller auf Bugatti verbesserte den von Graf Kainein auf Bugatti aufgestellten Klassenrekord um 4 Sekunden. 3e Montenero, der vor 8 Tagen zum Austrag gelangte, engagiert und bedurfte nachher einer gründlichen Revision, die nicht innert nützlicher Frist hätte komplettiert werden können. So mussten er und seine Freunde sich auf seine Anmeldung in der Sportwagenklasse beschränken. Seine Trainingszeiten waren von Anbeginn an erstaunlich, und schon beim zweiten Versuch hatte er die Zeit unter 18 Minuten gedrückt. Er wies sich auch diesmal als ein gewiegter Rennfahrer aus, der sich auch in der Bergtechnik sehr gut auskennt, und belegte mit einer äusserst kurzen Zeit von 17.39,6 den Siegerplatz. Die Klassenbestzeit ist damit um 55 Sekunden verbessert worden. Sein Opponent, Dr. Karrer, war leider nicht ganz in Form. Seine zahlreichen Verpflichtungen, den verschiedenen Bugattifahrern hilfreich an die Hand zu gehen, hatte» ihm weder ein ausgiebiges Training noch genügend Vorbereitung und Ruhe gestattet. Etwas übermüdet und zudem mit ungenügenden Bremsen wurde gestartet und kommen diese Umstände auch beim Resultat, das sich ja immer noch sehr gut sehen lassen darf, zum Ausdruck. Altmeister J. Kessler blieb nur um wenige Sekunden zurück, hat aber seine Zeit vom Vorabend ganz wesentlich verbessert. Canavesi und Cortese, beides gleichfalls Alfa Romeo-Leute, hätten nur zu gern den Klausen bestritten. Die Fabrik konnte ihnen aber nicht mit den benötigten Maschinen an Hand gehen, und so mussten sich die beiden, von denen übrigens Canavesi für wenige Stunden in Altdorf gewesen war, mit Bedauern entschliessen, dem Bergpreis fernzubleiben. AUTOMOBIL-REVUE Die Klasse mit 3000 ccm bleibt eine ausschliessliche Bugatti-Angelegenheit. Burggaller entscheidet sie in rasanter Fahrt zu seinen Gunsten und stellt gleichzeitig eine neue, um vier Sekunden bessere Klassenzeit auf. Dr. Fuchs aus Nürnberg, der sich erst spät zum Training gemeldet hatte, folgt in gemessenem Abstand als Zweiter. Frl. Münz hat sich von den beteiligten Damenfahrerinnen weitaus am tapfersten gehalten und machte auch im Training immer sehr gute Figur. Sie hat den für Damen vorgesehenen Speziaipreis, der übrigens vom Damen-Auto-Club gestiftet worden war, wohl verdient. Freuler hat in der nächsthöheren Klasse seine Scharte vom Samstag gründlich ausgewetzt. Freilich liess ihn dannzumal der Wagen gehörig im Stich, denn am technischen Können fehlt es diesem vieljährigen Sportmann keineswegs. Mit einem erst kürzlich übernommenen neuen Steyr heimste er den Klassensieg ein, ohne dabei freilich an die vor drei Jahren von seinem illustren Markenkollegen Delmar aufgestellte Bestzeit heranzukommen. Zwimpfer klassierte sich mit seinem Chrysler an zweiter Stelle. Auch er ist mit seiner am Sonntag gefahrenen Zeit um 39 Sekunden besser als am Samstag und hat damit, seinem Wagen entsprechend, ein wirklich, schönes Resultat erzielt. Dublin, dessen Rennkarriere noch sehr jungen Datums sein muss, vermochte seinen Wagen nicht über den Jägerbalm hinaufzubringen. Auch der Pariser Pesato, den wir bereits am Vortage kennen gelernt hatten, erwies sich als ausgesprochener Pechvogel. Am Samstag klagte er bitter über Kerzendefekte, schien aber von denselben am folgenden Tag nicht verschont ge- blieben zu sein und musste dieses Mal sogar aufgeben. Leider meldete sich Pedrazzini mit seinem Cord-Vorderradantrieb nicht am Start, da er im Auslande zurückgehalten wurde. Man hätte gern einmal die Wirkung und Leistungsfähigkeit dieser technischen Umwälzung auf die «Klausen-Probe» gestellt. Den Abschluss und den Schlusseffekt der Kategorie besorgte Caracciola, und zwar gründlich. Ihn schien das miese Trainingswetter wenig angefochten zu haben. In diesen Tagen rückte er nur dann aus, wenn die Witterung auch gar nicht allzu garstig war, liess sich aber auch dann nicht aus seiner stoischen Ruhe bringen, wenn er sich um einen anderweitigen Zeitvertreib umsehen musste. Von ihm stammen bekanntlich zwei Kategorienrekorde, und so fragte man sich allgemein, ob er seinem Klausenkonto ein neues Blatt beifügen werde. Darüber Hess sich zwar leider bei ihm selbst nichts Näheres in Erfahrung bringen, denn er scheint den Presseleuten und deren Interviews nicht gerade hold zu sein. Wer ihn aber aus seinen Taten kennt, der wusste ohne weiteres, dass Caracciola etwas im Schilde führte und sich keineswegs auf früheren Lorbeeren auszuruhen gedachte. Der Widerhall seines Mercedes-Kompressors füllte das Tal und liess all die Tausende von Zuschauern in eine richtige Rennstimmung kommen. Mit mathematischer Sicherheit steuerte er den langen Wagen selbst um die kürzesten Haarnadelkurven herum und offenbarte es von neuem, dass er ein Mann besonderer Klasse ist. Um volle 30,8 Sekunden verkürzte er die im Jahre 1927 von ihm selbst kreierte Kategorie- Bestzeit und stellte mit 17.04,6 einen neuen Rekord auf, der es wohl ihm selbst nächstes Jahr äusserst schwer machen wird. Mit dieser Apotheose schloss der Reigen der Sportwagen, und die geschaffene Rekordatmosphäre bildete gerade die richtige Ueber- , leitung zum Kampfe Die Konkurrenz der Rennwagen Diese Kategorie, welche für jede Veranstaltung die sportliche Krönung bedeutet, wies eine bisher noch nie erreichte Zahl von Nennungen auf, die allerdings wiederum durch einige Forfaits entsprechend reduziert wurde. So vermisste man vor allem die beiden gemeldeten Maserati-Kanonen, Fagioli und Sartorio. Gerade an dieser Stelle noch ein Wort über den fühlbaren und hauptsächlich die italienischen Nennungen betreffenden Ausfall. Mit Ausnahme zweier Alfa-. Romeo-Fahrer, die aus technischen Gründen (siehe Bericht der Sportwagen) und zu ihrem eigenen grössten Bedauern dem Rennen fernbleiben mussten, haben sich die Italiener zum Teil herzlich wenig an ihr Engagement gehalten. Wir mussten sogar erfahren, dass zwei der am Klausen Gemeldeten schon des-; halb nicht erscheinen konnten, weil sie sich: in der Zwischenzeit entschlossen hatten, eine einheimische Veranstaltung am gleichen Tage # zu bestreiten. Vorkommnisse in andern" Fortsetzung Seite 11 Int. Klausenrennen 1930 Hans von Stuck schlägt mit seinem kompressoriosen Sechszylinder den alten Klausenrekord um 14,4 Sekunden und erzielt die zweitbeste Zeit des Tages Freuler auf siegt in der Sportwagenklasse 5000 ccm Vertriebsaktiengesellschaft der Austro Daimler-Puchwerke A.-G. und Steyr-Werke A.-G. ZÜRICH Ausstellungsräume: Falkenstrasse 4, Tel. 42.312 Albisriedenplatz 3, m 56 596 Reparaturwerkstätte: Albisriedenplatz 3, ABENTEUER auf der Landstrasse Auch dem besten Fahrer kann es passieren, dass er einmal aufsitzt. Dann kommt es darauf an, ob er über seinen Motor Bescheid weiss, oder ob er neben Schaden und yerdriesslichkeiten noch den Spott einzuheimsen hat. Jeder, auch der autoklügste Fahrer, tut deshalb gut daran, durch gelegentliche Lektüre unserer autotechnischen Bibliothek sein Wissen über das Eingeweide des Wagens und seiner Organe aufzufrischen. Autotechn. Bibliothek der Automobil-Revue Das ABC des Automobilfahrers Dieser handliche Band führt den Neuling von A bis Z in leichtverständlicher Form in die technischen Grundlagen der Motorfahrzeuge ein. 600 Seiten interessanten Textes, ergänzt durch mehr als 450 erläuternde Abbildungen, vermitteln auch dem Nichtteohniker eine gründliche Kenntnis über Konstruktion von Motor, Chassis, Einzelteile und deren Funktion. — Preis, in schönem Einband mit einem 6000 Nummern starken Stichwortregister, Fr. 10.—. Taschenbuch für Automobilfahrer Eine Beschreibung des Automobils und seiner Bestandteile. Die textlichen Ausführungen werden mit 130 instruktiven Zeichnungen des Verfassers (L. Bazaud, Automobilexperte in Lyon) ergänzt. Preis kart. Fr. 4.—, in biegsamem Leinen Fr. 5.—. 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