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E_1930_Zeitung_Nr.066

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16 XtJTOMÖBIt-REVUE

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Bern, Dienstag 5. August 1930 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 66 Fliegerpech sondern auch die ganze Zeit angekreidet, die er ausserhalb des Etappenortes auf der Sommermorgen Strecke zugebracht hatte. Wurde im Ziel Kaum hat ein Goldstrahl in den Wald gezrUten, sozusagen noch ausgeschaltet. Oder Aichele. Unoffizielles vom Europa-Rundflug. Machte erst eine Notlandung bei Braunschweig. Reparierte und flog dann brav Der Rundflug ist in allen Zeitungen der sehnsuchtsvoll der Dämmerung sich entwand, schon so und so viel mal erwähnt worden. bis Posen herunter, beschädigte hier seinen Auch unser Blatt hat sich voll Interesse Rumpf, liess sich auch dadurch nicht klein da wirft der Tag aas Riesenwolkenschiffen diesem grössten europäischen Flugereignis kriegen und blieb dann noch einmal bei die ersten roten Rosen auf das Land. zugewandt. Die länderverbindende Eigenschaft des Flugzeuges — Raumbeherr- Schievelbein wegen Propellerbeschädigung Nun atmen Wies' und Feld in neuer Liebe „Vogen. Und Dinort? Er wurde einmal gerammt und rammte seinerseits einmal. Bei- und wispern Bäume tausend Zärtlichkeiten. schung — internationale Bedeutung — Nun mengen Töne aus dem Weltgetriebe Schlagworte in diesen Tagen! des unglückliche Zufälle, die ihn aber aus sich mit der Flüsse Singsangseligkeiten. dem Rennen warfen. Jetzt steigt ein leises, sässes Glockenbeten, Heute sind die Namen der mutmasslichen Sieger in aller Munde. Namen wie So wird es Zeit, dem Tag sich hinzugeben das hängt im Spiel sich an ein Windesweh'n. Ganz von der Gunst der Götter verlassen war v. Waldau. In Heston bei London Poss, Broad, Garberry, Morzik werden uns und voll Vertrauen in sein Aug' zu sehn. wollte er gerade starten, als es plötzlich in zum Morgenessen schon serviert. Aber seinem Flugzeuge einen ungewohnten und Emil Hügli. während man sich mit den Siegern freut, starken Ruck gab, und wie er sich umsieht, vergisst man völlig die armen Kerle, die sitzt in seinem Höhensteuer eine englische sich tapfer auf den Weg gemacht haben Aber ihre Leistungen, genau so schon, Lady, die mit ihrem Hunde gespielt hatte und nun eine riesengrosse Enttäuschung genau so gross wie die der anderen, sind und einfach in sein Flugzeug hineingelaufen war. Resultat — Reparatur, Straf- mit nach Hause nehmen müssen. Fehlgeschlagen — nach riesigen monatelangen punkte und ein Herumärgern mit der vergessen und werden nie belohnt. Anstrengungen, vergessen von der Menge, Sportleitung wegen Annullierung der Minuspunkte. Er, sie und ein Telephon unbelohnt mühen sie sich mit ihrer Enttäuschung ab und fliegen dennoch über Von Irena Kopankiewiczowa. Der Engländer Andrews und der Deutsche Stein schienen es mit den Gewittern Es war zwei Uhr nachts. Wilski schlief bereit* ganz Europa nach Berlin zurück. Aus Deutsch von Leo Koszella. diesem Grunde ist es zu begrüssen, dass in zu haben. Zweimal kamen sie kurz vor den Schlaf des rechtschaffen abgerackerten Menschen, als plötzlich das Telephon klingelte. Es diesem Momente die «B. Z.» daran denkt dem nächsten Landungsplatz in schwere und an jene erinnert, denen das Glück, wie klingelte mit dem leisen, ängstlichen, asthmatisch Unwetter, die sie umfliegen mussten und man so sagt, nicht hold gesinnt war... abgerissenen Klange, wie es gewöhnliche Telephone die ihnen soviel Zeit raubten, dass sie immer drei Minuten nach Kontrollschluss an- Wilski war höherer Beamter, der in seinem mit der Bitte um leises Gehör tun. Deshalb also mit Schiller: «Wenn des Liedes Töne schweigen von dem überwundenen Mann, dann will ich für Hektor zeuwertet wurden und wegen Ausbleibens auf Telephongespräche abnahm, und wachte auf der langten und nun für die ganze Nacht ge- Bureau ebenso häufig wie mechanisch die amtlichen Stelle auf. Er nahm an, dass es sich um einen gen ...» Es ist tatsächlich wahr, da sind Strecke bestraft werden mussten. Irrtum handelte und stand nicht auf. Aber es so die armen Deibels auch recht und brav Und die Darmstädter Studenten? Ist das verflossen kaum einige Sekunden, und das Telephon über die Strecke gegangen, haben manchmal vielleicht noch viel mehr auszuhalten Fluchend wie ein Pferdeknecht nahm er den kein Fliegerpech über dem Golf von Lyon läutete wieder, diesmal bereits energischer. («Bitf schön, wo liegt denn der Golf von Hörer ab. gehabt als die gestern und vorgestern (ganz Lyon?» wörtlich so fragte die Wiener Telegraphenagentur in Berlin bei der Sport- Stimme. «Ich wollte fragen, wovon Sie träum- « Hallo, sind Sie's?... > zwitscherte eine süsse mit Recht) gefeierten Spitzenreiter, aber niemand hat so richtig ihre Taten gefeiert; leitung an), wo ihnen unvermutet ein Zylinder platzte und sie aufs Wasser her- Ohne zu überlegen, wem er die Antwort raten ...» oder, wenn sie z. B. mit vorne lagen und schreiben könnte, legte Wilski den Hörer wütend dann ganz plötzlich streichen mussten, ihr unter mussten und ihre Maschine absackte, wieder auf. Missgeschick erklärt. die sie aus ihrem kargen Taschengelde erbauten und für deren Start sie ihre Win- Telephongespräch am nächsten Tage um die gleiche Wie gross war aber seine Wut, als sich das Nehmen wir z. B. ruhig auch noch einmal die Lady Bailey. Sie lag in Pau, wollte termäntel versetzen mussten. Flug aus, Stunde wiederholte. Das war nicht auszuhalten, durchaus weiter, kümmerte sich nicht um ^Maschine verloren, Geld weg. Ist das nicht und er fluchte, wobei er den ganzen reichen Wortschatz seiner Heimat auf diesem Gebiete benutzte. das schlechte Wetter über den Pyrenäen, \ < r _ - - : • •.-;•< •• imehr als Pech? • -••"-•* Die Dame am. Telephon lachte und hängte den das sie bezwingen wollte. Sie flog tapfer Und der alte Hauptmann Krüger, schon Hörer ab. mit ihrer Motte drauf los. Und der Erfolg? Fallschinnabsprung ans dem brennenden Fesselballonkriegszeiten, flog so stur und zielbewusst, im Telephon zwitscherte: ein erfolgreicher Flieger in seligen Vor- Zwei Nächte schlief Wilski ruhig, bis «m dritten Tage, während der Burealizeit, dieselbe Stimme Strafpunkte für Schneid und Drang nach vorwärts. Denn als sie an die Berge kam, dass er immer die beste Zeit, herausholte « Sind Sie's?... Ich wollt© wissen, was Sie jetzt war gar keine Möglichkeit mehr, drüber rade in die letzte Etappe steigen, da landet und die meisten Punkte, und dann zwang machen...» hinweg oder zwischendurch zu fliegen, sie er auf dem Flugplatz Posen auf einer kleinen weichen, leider nicht besonders kennt- er verlor so viel bei der Reparatur, dass keine Zeit,> warf er scharf hin und hing den ein Tankschaden ihn zur Notlandung, und « Ich arbeite und habe für solche Dummheiten musste umkehren, und nun wurde ihr nicht Hörer um so rascher an, als sich am Horizonte nur der kurze Zwei-Stunden-Flug gerechnet, sondern dazu noch die ganze Nacht seinem Apparat Kopf. Propellerbruch. auf 140 km herunterrutschte und dazu noch Abteilung einer Bank) die Gestalt des Direktors lich gemachten Stelle und stellt sich mit er von dem Durchschnitt von 155 Km.-Std. des Saales (Wilski war Beamter in der Diskontound die nächsten Tage, ehe sie endlich den Noch toller ging es dem Polen Bajan. Er 15 Strafpunkte einstreichen musste. Und blicken Hess. Sprung nach Spanien hinein ausführen kommt glatt bis nach Rummelsburg. Hat er sitzt doch nur in' dem Flugzeug und Die Dame am Telephon gehörte allem Anschein konnte. Währenddessen lagen die anderen plötzlich Veitilfederbruch, musste 10 Minuten vom Ziel entfernt notlanden, eine Fliegerpech, Fliegerlos! Und Off ermann «Hallo, sind Sie's?... Ich wollte wissen,..». nicht in dem Material des Benzinbehälters. nach zu den eigensinnigen, denn sie störte noch am gleichen Tage sein Nachmittagsschläfchen,.. neutralisiert und sparten kostbare Zeit. • Oder ihr Landsmann Butler. Führte den Reparatur ausführen, die ihn bis zum und sein Begleiter? Eine simple Hochspannungsleitung und doch so grauen- er los, « ob Sie nichts Besseres zu tun haben, als « Und auch ich möchte endlich erfahren, » sehr je ganzen Europaflug an, lag immer an der nächsten Tage aufhielt und bekam nicht Spitze, flog wie ein Wilder und wollte ge- nur die vorschriftsmässigen Strafpunkte, haft ... anderen Leuten den Kopf zu verdrehen. ^ Sie lächelte nur. F E U I L L E T O N Die blaue Wand Von Richard Washburn Chüd. Autorisierte Uebersetenaj» ans dem Amerikanischen van JAse Landau. (Engelhorns Romanbibliothek.) (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) «Reden Sie», brüllte ich sie an. «Sie kennen diese schreckliche, geheimnisvolle Geschichte ! Zum Teufel auch, so reden Sie "doch!» Ihr Ausdruck wechselte. Ihre Ueberraschung verwandelte sich in Verschlagenheit, Angst und Misstrauen. Und ich sah in ihren Augen jenen Hass aufglimmen, der, glaube ich, seit jenem unüberlegten Augenblick, nie mehr von ihr gewichen ist. «Lassen Sie mich lieber los, Mr. Estabrook», sagte Sie ruhig. «Sie würden so was nicht getan haben, wenn der Herr Richter »och lebte und dabei gewesen war', oder seine Tochter!» Dieser Vorwurf genügte, das können Sie sich wohl denken! «Entschuldigen Sie», sagte ich. Die Alte blickte jedoch mit gerungenen Händen zur Zimmerdecke hinauf, als wollte sie mir andeuten, jetzt käme nichts anderes in Betracht als die Tatsache, dass Julianna im Besitz des vom Richter hinterlassenen Schriftstückes sei. «Soll sje es Ihnen sagen, wenn sie mag», rief die alte Frau. Dann stolperte sie, das Gesicht in den dicken Händen verbergend, als graute ihr vor einem entsetzlichen Bilde, aus dem Bibliothekzimmer hinaus. Ich habe mich seitdem oft, so wie auch heute, wo jene Tatsachen wieder lebendig geworden sind, gefragt, was die alte Dienerin sich gedacht haben mochte. In jener Stunde beschäftigte mich aber nur der eine Gedanke: ich hatte volles Vertrauen zu Julianna, und meine eigenen Sorgen kamen mir nicht in den Sinn, während ich da in dem Zimmer die Nachtwache hielt. Mich quälte die Vorstellung, dass ich ihr, die versprochen hatte, meine Frau zu werden, nicht den tiefen Kum-, mer erleichtern konnte, den sie jetzt, indem Zimmer droben, so ganz allein empfinden musste. Ich glaube, es geschah zum erstenmal in meinem Leben, das bisher immer nur den Interessen des Namens Estabrook und meiner eigenen Person gewidmet war, dass mich jetzt innig danach verlangte, ein Werkzeug der guten Mächte zu sein, und diesmal j nicht um meinetwillen, sondern für andere. Meine Augen füllten sich mit Tränen, die aber weniger dem Kummer als dem tiefsten Mitempfinden entsprangen, weniger auch der Schwäche, als einem Gefühl der andachtvollen Gottvertrauens. Ich rief eine unbekannte Macht an, die ich mir nahe und die ich als meine Helferin fühlte. Der alte Hund hob, als hätte er alles verstanden, den Kopf und leckte mir die Hand. Ich bemerkte jetzt, dass der Wind nachgelassen hatte, und hinausblickend gewahrte ich, dass Balkon und Garten vom matten Licht des verblassenden Mondes erhellt waren, dass die Sterne wieder klar durch die still gewordene Luft schimmerten und dass der Duft der Blüten, die unter dem Fenster hingen, in das Arbeitszimmer des Richters drang. Die Pfeife, deren .-sehe auf dem Tisch verstreut war, lag noch da, wo er sie niedergelegt hatte. (Fortsetzung folgt.) %wnx ist mehr als hundert Jahre alt und besonders in unserer Zeit sehr stark geworden. Dazu hat der Kaffee Hag tnit seiner Coffeinfreiheit viel beigetragen. Es braucht jetzt ja niernand mehr den Kaffeegenuss we* gerr der lästigen Coffeinwirkungen einzuschränken oder gänzlich dar« auf zu verzichten. Keine Schlafstörung, keine Nerven- und Nieren?- reizung, kein Herzklopfen, wenn Sie Kaffee Hag trinken,denn dieserechte, feinste Bohnenkaffee ist coffein» frei und garantiert unschädlich.