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E_1930_Zeitung_Nr.066

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8 ÄUTOMOBIt-REVUB

8 ÄUTOMOBIt-REVUB 1930 - N» «6 Betrachtungen eines Automobilisten. (Schluss *) Ueber das Thema des unnötigen Strossenlärms durch die Automobile ist von berufener Seite schon so viel Tinte verbraucht worden. Eins möchte ich aber vor allem hier erwähnen und das ist das Problem des Signalgebens zur Nachtzeit. Ich selbst habe mich seit Jahren bemüht, zur Nachtzeit nach Möglichkeit jegliches akustisches Signal zu vermeiden und nur optische Warnungssignale zu geben. Was aber, wenn nun irgend ein Fussgänger, Fuhrwerk, oder ein anderer Automobilist diese Warnung durch das kurze Aufleuchten des Scheinwerfers missachtet, oder es einem Hüter des Gesetzes einfällt, mich wegen der kurzen Benützung des Scheinwerfers in Städten oder Ortschaften als den Konkordatsvorschriften widerhandelnd, zu bestrafen ? Oder auch, wer schützt mich, wenn ich nachts kein akustisches, sondern lediglich optisches Signal gebe und trotzdem ein Unglück passiert ? Wollen alle jene Besserwissenden (die sich einbilden, vom Automobilfahren etwas zu verstehen), welche seit längerer Zeit in den Tageszeitungen wegen gestörter Nachtruhe durch unnötigen Lärm der Automobile ein Klagelied angestimmt haben, für mich die Haftung übernehmen ? In bezug auf den Vortritt bei Strassenkreuzungen und die erlaubten Geschwindigkeiten sind die Vorschriften jedes Kantons ja oft jeder Gemeinde so verschieden, dass der Automobilist unmöglich in jedem einzelnen Falle wissen kann, wie er sich zu verhalten hat. Man schaffe deshalb endlich einmal diesbezügl. gleiche Vorschriften für die ganze Schweiz, damit der Automobilist nicht an einem andern Ort für ein Verhalten gestraft werden kann, das an einem andern gerichtlich geschützt würde. Nachdruck darauf hinzuarbeiten, dass Automobilunglücke ehestens nur noch durch Richter abgeurteilt werden, die selbst im Besitze des Führerscheines sind, damit nicht wegen Unkenntnis der Richter Autofahrer ungerechtfertigterweise entweder bestraft oder freigesprochen werden. Warum hat man Spezial-, wie z. B. Handelsgerichte? Eben deshalb, weil zur Beurteilung von Handelsprozessen auch Fachleute und nicht lediglich Richter nötig sind. Unglücke verursacht durch Trunkenheit sollen mit aller Strenge des Gesetzes bestraft werden; sind •) siehe No. 5, 10, 29. Die einzig rationellen Werkzeuge für jede nur vorkommende Innengewinde- oder Ausbohrarbeü Eduard Jianger. prazisionsiverKzeuge. usfer Wer einen Wagen sucht oder einen solchen anzubieten hat, konsultiert in erster Linie die „Automobil-Revue" Ihren Wagen verkaufen oder sich einen Occasionswagen anschaffen wollen. dann fallen Sie nachstehenden Coupon aus and senden ihn uns ein. 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Ebensogut wie jener Auch ist mitlung Schreiber, der keine Ahnung vom Automobilfahren hat, vom Autofahrer verlangte, vor jedem unbewachten Bahnübergang vor dem Passieren seinen Wagen anzuhalten (warum nicht gleich aussteigen), könnten die Autofahrer von den Bahnverwaltungen verlangen, die Züge müssten vor jedem unbewachten Strassenübergang halten und dürften erst weiterfahren, wenn weit und breit kein Automobil zu sehen ist. Aus dem Umstand, dass die Bahnen vor dem Automobil bestanden, kann keine Bahn für sich ein besonderes Recht auf die Strasse ableiten, abgesehen davon, dass sie zum Bau und Unterhalt der Strassen nichts beiträgt, wohl aber der Automobilist. Wirkl. Occasion! Umständehalber ist sofort zu verkaufen feines erstklassiges 8-Zylinder- Amerikaner- 4türig, geschlossen, 5-PL, 15,86 PS, garantiert nur 8500 km gefahren, Modell 1930. Preis bei sofortiger Wegnahme Fr. 8500, Katalogpreis Fr. 16 500. — Würde ev. guterhaltenen 6-Plätzer, 4- od. 6-Zyl., an Zahlung nehmen. 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Kanton jährlich an übersetztem Auto-Einfuhrzoll, gesetzwidrig ebenfalls stark übersetztem Benzin-Einfuhrzoll, Fahr- und Verkehrsbewilligungen und Gebühren enorme Beträge, die, wenn sie lediglich ihrem Zwecke entsprechend, für den Bau und Unterhalt der Strassen benützt, jährlich wohl einen ansehnlichen Ueberschuss ergeben würden. Dabei hat er die kleinsten Rechte auf der Strasse und anderswo. Muss dem immer so sein ? Wenn die Automobilisten es nicht selbst wollen. Nein und tausendmal Nein ! Automobilisten wählt in Zukunft in die massgebenden Behörden nur noch Automobilisten, oder wenigstens dem Auto nicht feindlich gesinnte Vertreter und ihr werdet zu euern Rechten kommen und nicht mehr als Freiwild betrachtet werden ! E- O., Z. AUTO - GARAGEN in Eternit doppelwandig, heizbar, demontabel, seit 15 Jahren bewährte Bauart Länge cm Breite cm Höhe cm Preis u'c. 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Aber das Auge des Gesetzes wacht über ihn, bewaffnet mit einer Stoppuhr (!) und findet, dass er mit einer Geschwindigkeit von 40 km durch die Ortschaft gefahren sei. Dass kein Mensch weit und breit zu sehen war, wird nicht als mildernder Umstand betrachtet, der Buchstab© des Gesetzes sieht nun einmal in jedem Ueberschreiten der 18 km-Grenze a priori eine Gefährdung der Mitmenschen — auch wenn diese sich vor dem Regen unter Dach und Fach flüchteten. f. Die « Automobil-Revue » vom nächsten Freitag wird als erste Klausen-Sondernummer erscheinen. Sie enthält als solche unter anderm einen entwicklungsgeschichtlichen Rückblick über die bisherigen Klausen- Rennen, orientiert über die bisherigen Resultate, zeigt anhand grosser ReHefbilder und Tabellen alles, was man als Besucher von .der Strecke wissen muss und wird auch manches von dem zu erwartenden Rennen — dem grössten des Kontinentes — zu verraten wissen. mithydraulischi Fabrikneu, ähriger Bekannte, vorneh: „üt mittelstarke» Bahnpostfach B. 15477, Zürich. ückter Saison ^ssere Anzahl reparieren prompt . Wir. Giesürecht * Co.. Bern Kirchenfeld Helvetlastrasse 17 Telephon Bollwerk 18.97

No 66 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE » Ein Beispiel echter Hilfsbereitschaft Begegnete da ein in St. Louis (Elsass) bei Basel wohnender Schweizer, mit seinem besetzten Personenauto von Interlaken herkommend, in der N'ähe von Luzern, bei Rothenburg, einem havarierten Auto. Das havarierte Auto stammte aus Mülhausen (Elsass). Da keine Möglichkeit bestand, den Defekt an Ort und Stelle zu beheben, anerbot sich der Besitzer des Autos aus St. Louis, den beschädigten Wa^eji ins Schlepptau zu nehmen. Er hat dann den Wagen samt Insassen sage und schreibe bis St. Louis im Schlepptau nachgezogen. Wenn man bedenkt, dass beide Autos gut besetzt waren, bedeutete das für den Zugwagen, ganz abgesehen vom stärkeren Benzinverbrauch, gewiss eine ganz respektable Beanspruchung. Dieses glänzende Beispiel echter Kameradschaft verdient deshalb an dieser Stelle erwähnt zu werden, da es bei der Bescheidenheit des hilfsbereiten Fahrers doch unbekannt geblieben wäre. ef. Uiuweckmässiger Unterhalt der Strasse zum Güterbahnhof in Baden. Man schreibt uns: Es berührt sonderbar, dass die Strasse zum Güterbahnhof Baden auch von denjenigen befahren werden darf, die nichts mit dem Bahnhof zu tun haben. Diese Strasse ist in einem sehr schlechten Zustande, trotzdem dieselbe sozusagen mitten im Zentrum der Stadt liegt. Jedenfalls haben die S.B.B, die Strasse den Autos zu liebe mit mehr arls faustgrossem Schlagkies belegt, eo dass den Autobesitzern schwerer Schaden an den Pneus entsteht. Wohl ist nun die Strasse einigermassen eingefahren, dafür ist bei trockenem Wetter eine dicke Staubdecke vorhanden, oder bei Regenwetter ein Schmutz, dass man darin fast ertrinkt. Um hier Abhilfe zu schaffen, wäre es notwendig, dass die S.B.B, und die Stadt Baden die Slrasse miteinander zum mindestens staubfrei machen würden, oder dann ist die Strasse nur für die Zufuhr zum Güterbahnhof offen und dann sollen die S.B.B, die Strasse allein instand stellen. Der Zustand wie er jetzt ist. darf nicht bestehen bleiben. An alle Automobilisten möchte ich inzwischen die Bitte richten, durch diese Strasse etwas rücksichtsvoller zu fahren als es bis jetzt geschehen ist, und wer nicht zur Bahn muss. dem stehen wirklich staubfreie Strassen zur Verfügung. J. B. in B. Werden In Emmenbiiicke Zivilisten zu Polizeikontrolldiensten angestellt? Man schreibt uns aus Basel. «Ich erlaube mir, Ihnen folgenden Fall zur Kenntnis zu bringen, der mir sehr wenig geeignet scheint, Fremde in die Schweiz anzulocken. Ich fuhr gestern Abend von Luzern mit deutschen Freunden in ihrem Auto nach Basel zurück. Auf der Steigung, kurz hinter Emmenbrücke, wurde der Wagen von einem Schutzmann angehalten und die Papiere einer Prüfung unterzogen. Kurz darauf erschien ein Mann in Zivilkleidung ohne Kragen und verlangte 20 Franken, da der Wagen zu schnell gefahren sein sollte. Um den Wagen auf der langen geraden Steigung auf Touren halten zu können, ist es ohne weiteres möglich gewesen, dass •wir eine zu hohe Geschwindigkeit gefahren sind. Ich schreibe diese Zeilen auch nicht, um mich über das Vergehen selbst auszulassen, sondern um die Art und Weise des Vorgehens einer äusserlich nicht als Polizist kenntlichen Person zu kritisieren, Autos abzustoppen, ihnen dann eine sofortige Busse von 20 Franken abzuverlangen, widrigenfalls sie den Wagen zurückhalten würden; und als Quittung für diesen Betrag einen kleinen Fetzen Papier zu geben ohne irgend welchen Stempel oder Aufdruck einer Behörde. Dieses formlose Vorgehen musste meinen deutschen Freunden doch sehr erstaunen und es ist gar nicht zu verstehen, wie eine Kontrolle über derartige willkürlich verlangte Strafen überhaupt möglich ist.» S. B. F. Nachsatz der Redaktion: Uns erscheint unter diesen Vorwürfen eine Nachprüfung der Kontrolltätigkeit in Emmenbrücken durch die kantonalen Polizeiinstanzen als dringlich. Immer wieder der Niveauübergang. Ein Leser aus Aarau schreibt uns: Als Mitglied des A. C. S. und Abonnent der Automobil-Revue erlaube ich mir, Ihnen den Fall, wie er in der beiliegenden Briefkopie vom 12. Juli 1930 illustriert ist und wie er durch die S.B.B, in ihrem Schreiben vom 23. Juli 1930 abgetan wird, als Kuriosum zu unterbreiten. Ich ermächtige Sie, ihn ohne Namenangaben zu verwenden. Denn nach meiner Ansicht hilft hier kein anderer Weg als die Flucht in die Oeffentlichkeit, da ich befürchte, die Oberinstanz würde die Unterinstanz schützen und dem automobilfahrenden Publikum wäre nicht geholfen. Tausende von Automobilisten kennen jene Passafge an der Hauptverkehrsstrasse Bern—Zürich zwischen Lenzburg und Othmarsingen. Für Automobilisten, die aus der Richtung Lenzburg kommen, ist es rein unmöglich, den Zug zu sehen oder irgendwie wahrzunehmen, bevor ej auf die Strasse hinaustritt. Er tritt hinter einer gemauerten Bö- Kleinigkeit beschleunigtes Tempo gehabt, so -wäre ein Zusammenstoss unvermeidlich gewesen. Ich hörte allerdings aus dem geschlossenen Wagen undeutlich ein Pfeifensignal, schenkte diesem jedoch keine Beachtung als ich sah. dass die Barriere nicht heruntergelassen war. Die Vermutung lag ja nahe, dass es sich um einen Zue auf dem obern-Geleise handelte, der das Pfeifensignal gab. Im Wagen befanden sich ausser einem unverheirateten Mann drei verheiratete Männer mit Familienangehörigen. Der Vorfall hat uns so beschäftigt und die Situation war wirklich so kritisch, dass nur ein reiner Glücksfall uns vor der Garambolage rettete. Ich bringe diesen Fall im Interesse meiner Fahrgäste und meiner autofahrenden Kollegen zum Rapport und hoffe, dass die Sache gründlich untersucht werde. — Als Fahrgäste hatte ich bei mir: (folgen drei Namen). Die Antwort der Bundesbahnen. Aarau, den 23. Juli 1930. Ihre Beschwerde vom 12. crt. betr. Gefährdung infolge unbewachtem Bahnübergang an der Kantonsstrasse Lenzburg—Othmsrsingen am 11. Juli a. c, ist uns zur Behandlung überwiesen worden. Wir haben die Angelegenheit untersuchen lassen und stellt sich der Fall wie folgt: Am 11. Juli verkehrte von Hendschiken bis Brugg die ausserordentliche Lokomotivfahrt Nr. 291, mit Abgang 10 Uhr 18 ab Hendschiken. Der diensttuende Stationsbeamte in Hendschiken verständigte den Lok.-Führer, dass der Barrierewärterposten an fraglichem Uebergang zufolge Dienstpause der Wärterin nicht bedient sei, damit er vorsichtig die Stelle passiere, oder, wenn nötig, daselbst anhalte, indem zufolge der Unübersichtlichkeit des Ueberganges grösste Aufmerksamkeit des Führers bekannt und Ihre Befürchtung und Beschwerde somit begreiflich. Wie Sie aber aus obigen Ausführungen ersehen, war die Gefahr des Ueberfahrenwerdens bei gegenseitiger Vorsicht doch nicht so gross, wie Sie in Unkenntnis der Sachlage anzunehmen berechtigt waren. Wir schätzen Sie in dieser Angelegenheit nun hinreichend orientiert und beruhigt. Spezial-Lastautomobile, Bd. II (Kraftomnibusse). Von Dr. ing. L. Betz. Lexikon, 8°, VII. 5A9 Seiten mit 590 Abbildungen im Text. In blauem Ganzleinen gebunden RM 30.—, Berlin 1930. Richard Carl Schmidt & Co., Verlag, Berlin W. 62, Lutherstr. 14. In diesen Tagen erschien der lange erwartete Band 2 des Werkes Speziallastautomobile, «Kraft- Lenzburg und Othmarsingen, unmittelbar vor der omnibusse», dessen 1. Band eine gute Verbreitung Bahnkreuzung Hendschiken—Othmarsingen, als gefunden hat. Der Verfasser, der sich in wenigen einige Sekunden, bevor ich die Kreuzung traversierte, ein Zug Richtung Hendschiken—Othmar- über Nutz- und Lastwagenbau erworben hat, fand Jahren einen guten Namen als Fachschriftsteller singen bei offener Barriere traversierte. Glücklicherweise fuhr ich, weil die Strasse etwas nass und ausländischen Automobilfabriken von Rang. So die weitgehendste Unterstützung aller deutschen war, sehr vorsichtig. Hätte ich nur ein um eine stellt der neue Band bei einem Umfang von rund Briefkästen am Autobus. In London sind neuerdings zahlreiche Autobusse mit Briefkästen versehen worden, deren Inhalt jeweils an der Endstation von Postbeamten entleert wird. Diese Neue- schung hervor, wie wenn er aus einem Tunnel käme. Wenn also beide Vehikel nur mit einem Tempo von 5 km daher kommen, eo kann es zugeboten war. einer Kollision führen. Aus diesem Grunde kann Der in Frage stehende Lokomotivführer seinerseits bestätigt vorstehenden Sachverhalt und be- auch hier dankbar begrüsst werden. rung hat grossen Anklang gefunden und dürfte ich mich mit der Art der Erledigung des Falles durch die S.B.B niemals als befriedigt erklären. merkt dazu, dass er nach Abgabe eines kräftigen Ich habe den «Fall» auch meinen Fahrgästen unterbreitet Sie waren erstaunt ob der Erledigung. schwindigkeit befahren habe, die einen sofortigen Pfeifensignals die fragliche Stelle mit einer Ge- Auch Bekannten aus der Gegend, die die Verhältnisse genau kennen, ist die Art der Erledigung ganz Es war Ihnen natürlich dieser Sachverhalt Halt ermöglicht hätte. nicht unverständlich. Man erachtet die von der S.B.B bei Durchlassen einer Manöverlokomotive getroffenen Vorsichtsmassnahmen als vollkommen ungenügend, ja sogar als gemeingefährlich und rät mir, die Sache nicht ruhen zu laes-en. Es stehen sich hier wirklich zwei Auffassungen über die Gewährung der Verkehrssicherheit gegenüber, die dringend einer Abklärung bedürfen. Auf keinen Fall ist es angängig, den Fall in ein so harmloses Mäntelchen kleiden zu wollen, wie es die S.B.B, versucht. Der Sachverhalt. An den Betriebschef des Kreises II der S. B. B.. Zürich Ich bringe anmit folgenden Vorfall zum Rapport: Am 11. Juli, vormittags 10 Uhr 25, fuhr ich per Auto mit noch weitern drei Personen Richtung Zürich und befand mich auf der Strecke zwischen 550 Seiten und 600 Abbildungen eine Zusammenfassung des Omnibusbaus dar, wie sie kein anderes Land in ähnlicher umfassender Darstellung aufzuweisen hat. Alles, was irgendwie mit den Konstruktionen der Motoromnibusse sowie mit dem Bau von Karosserien im Zusammenhang steht, alle bedeutenden Fabriken der in- und ausländischen Automobilindustrie haben Berücksichtigung gefunden. Ob vom benzinelektrischen Betrieb, dem Diesel (Rohöl)-Betrieb, dem Gasogenbetrieb, dem Dampfbetrieb, dem Trolleybus-Betrieb, dem Eisenbahn-Motorwagen, den Fahrgestellen, den Aufbauten, dem Omnibüsbetrieb im Winter, dem Omnibusverkehr, die Rede ist, nichts hat de? Verfasser unberücksichtigt gelassen. Hinzu kommt die Fülle von neuem, meist unbekanntem Bildmaterial, so dass die Anschaffung dieses an sich durchaus preiswerten Bandes allen Interessenten angelegentlichst empfohlen werden katan. Mit O. R. Wagners Schwarzwaldkarte reist der Autler sicher und mit offenen Augen durch die prächtigen Gaue unserer Nachbarschaft jenseits des Rheins bis hinunter nach Heidelberg. Preis Fr. 3.20. Verlag der « Automobil-Revue », Bern. HEG. TRADE MAEK MOTOR Oll. REG. 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