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E_1930_Zeitung_Nr.064

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° 64 Eisenbahnsignale, die der Automobilist kennen sollte. Bis die Eisenbahnen alle ihre Niveauübergänge abgeschafft haben, können noch Jahrzehnte vergehen. Bis dahin ist der Automobilist ganz auf eigene grösste Vorsicht angewiesen. Qrösste Vorsicht ist, wie die Erfahrung immer wieder lehrt, auch dort — oder gerade dort — notwendig, wo die Bahnlinie beim Herannahen eines Zuges durch Barrieren gesperrt wird, denn bekanntlich kommt es immer wieder vor, dass Barrieren versehentlich offen bleiben und so das Strassenfahrzeug geradezu ins Verderben hineinlocken. Als Autolenker sollte man sich jedenfalls nicht mehr auf nur eine Sicherheit verlassen. Die Barriere kann schon deshalb nicht als zuverlässige Warnung gelten, weil ihre Funktion (leider) mit der des Zuges in gar keinem zwangsläufigen Zusammenhang steht, Den Lokomotivführer kümmert es sehr wenig, wenn so eine Sperre bei seiner Vorbeifahrt versehentlich offen bleibt. Selbst im Fall, dass er es dürfte, vermöchte er in den allermeisten Fällen seinen Zug nicht mehr vor der gefährdeten Kreuzung anzuhalten. Damit dem Strassenverkehr die primitive Sicherung geboten wird, wie ein Schlagbaum sie bieten kann, sind vier von der Zugsbewegung unabhängige Vorbedingungen notwendig, nämlich: dass überhaupt ein Wärter vorhanden ist; dass der Wärter das Glockenzeichen, das ihm den herannahenden Zug anzeigt, bemerkt und befolgt; dass die Glocke, die dieses Signa] abgeben soll, wirklich funktioniert; dass der Beamte, der den Zug auf der vorhergehenden Station abgefertigt hat, auch das seine veranlasst, um die Glocken auf der Strecke rechtzeitig zum Ertönen zu bringen. Keine dieser Vorbedingungen ist «selbstverständlich vorhandene Die Unfallpraxis kennt vielmehr Beispiele für das Ausbleiben einer jeden von ihnen. Wie kann man sich nun grössere Sicherheit verschaffen ? Einmal durch das berühmte amerikanische Schlagwort «stop, look, listen) (Halte an, sieh dich um, achte, ob du nichts hörst). Es bedeutet in unseren Zeiten durchaus nicht Aengstlichkeit, wenn man einer offenen Barriere prinzipiell nicht traut und sich lieber vorher persönlich davon überzeugt, dass kein Zug naht. Eine weitere wichtige Sicherung bietet aber etwelche Kenntnis von den Eisenbahnsignalen. Die Signale, die dabei hauptsächlich in Frage kommen, sind der sog. Semaphor und das Vorsignal. Ein Semaphor (Hauptsignal) besteht meist aus einem hohen Mast mit gelenkig an seiner obern Hälfte befestigtem Arm. Je nachdem, ob dieser Arm wagrecht steht oder in einem Winkel von 45 Grad schräg nach aufwärts gerichtet ist, ist die Fahrt auf dem betreffenden Geleise gesperrt oder frei. Das Signal hat aber nur für eine Fahrtrichtung Bedeutung, und zwar für die, in welcher man den Arm des Semaphors nach rechts weisen sieht. Zur besseren Kenntlichmachung ist die Fläche des Arms auf dieser Seite auch auffällig rot-weiss gestrichen. Trägt ein Mast mehrere solcher Arme übereinander angeordnet, so haben diese entweder Bedeutung für verschiedene Geleise oder zeigen dem Lokomotivführer an, dass zum Beispiel bei der Einfahrt in Bahnhöfe eine Ablenkung auf ein anderes Geleise zu erwarten und deshalb die Fahrt zu verlangsamen ist. In allen Fällen aber, in denen irgendein Arm schräg aufwärts weist, kann man annehmen, dass die Strecke in kurzer Zeit befahren wird oder vor kurzem befahren worden ist. Die Vorsignale bestehen aus einer runden Blechtafel, die derart etwa in Lokomotivhöhe auf einem Mast gelagert ist, dass ihre Fläche entweder senkrecht zur Fahrtrichtung gestellt oder um 90 Grad umgeklappt werden kann. Im ersten Fall ist die Scheibe gut sichtbar und zeigt einen grünen Kreis mit schrägem, weissem Balken, im zweiten Fall wird die Scheibe mehr oder weniger unsichtbar. Das Vorsignal ist meist mit einem Hauptsignal festgekup- Autler schon ziemlich gut, über den zu erwartenden oder nicht zu erwartenden Verkehr auf einer Bahnlinie orientieren. Wenn die Signale auch selten gerade neben einem Niveauübergang stehen, so wird man sie doch manchmal zunutze ziehen können. Sehr oft läuft ja die Strasse, bevor sie die Bahnlinie überschreitet, eine kürzere oder längere Strecke neben dieser her. Anderseits sind gerade die hohen Semaphoren in ebenem Gelände noch auf weite Distanz zu erkennen. In jedem Fall, in dem man ein «offenes» Signal gesehen hat, kann man dann einen fälligen Zug erwarten und bei einer eventuellen Niveaukreuzung doppelt vorsichtig sein. Nachts ist die Orientierung anhand der Signallaternen allerdings etwas schwieriger. Nur die « geschlossenen » Signale sind dann leicht an ihrem roten Licht zu erkennen. Bei « Fahrt frei » tragen die Semaphoren ein grünes und die Vorsignale zwei weisse Lichter, die aus dem übrigen Lichterwald oft sehr schwer herauszufinden sind. Bei einiger Uebung und unter günstigen Umständen lässt sich aber auch hier -noch manches Wissenswerte herauslesen. at. cl«»B1* (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Im Ausland vernünftigere Geschwindigkeitskontrollen als in unsern Kantonen. In letzter Zeit häufen sich die veröffentlichten Berichte über Autofallen an allen Orten; einige Kantone machen sich damit gewiss einen schönen Gewinn für den Staatssäckel, aber sie erlangen auch damit eine besondere pelt. Steht der Arm des Semaphors auf Berühmtheit. In jeden Kantönli haben wir « Fahrt gesperrt», dann bietet das Vorsignal gewöhnlich wieder andere Vorschriften, obwohl gewiss das Gebiet der ganzen Schweiz dem Lokomotivführer seine volle Kreisfläche dar. Dieser entnimmt daraus, dass ein ge-, nicht so gross wäre, als dass nicht allgemeine Vorschriften für das ganze Land erlas- schlossenes Hauptsignal zu erwarten ist und kann seinen Zug frühzeitig genug zum Halten bringen. nötig. Einzelne Kantone gestatten Ortstemsen werden könnten, und das wäre sehr wohl Auf der Strecke trifft man gelegentlich noch pos von 30 km, andere nur 15, und nicht nur auf eine dritte Signalsorte, eine Vorrichtung das: es gibt in Kantonen sogar noch Unterschiede, dass die einen Dörfchen 18 km ge- in der Gestalt der Vorsignale, jedoch mit roter Signaltafel und weissem schrägen Streifen auf der Tafel. Steht die Scheibe senk- 15 km. statten und direkt daneben liegende nur recht zur Fahrtrichtung, so hat der Lokomotivführer genau so anzuhalten, wie vor einem gär kein Automobilist eine Ortschaft in die- Selbstverständlich wird kein, aber auch «geschlossenen» Semaphor. Damit er T das sem Tempo passieren, und auch alle Autos trotz des notwendigen Bremsweges kann, gibt der Eidgenossenschaft, Militär und Post, die man auch einem solchen Signal ein Vorsignal bei. '~ ''';- ': Stadtverwaltungen^ '• sogar selbst die Motor- Wagen der verschiedenen Kantons- und Mit diesen Kenntnissen kann sich nün'%W fahrzeuge der Polizei halten sich nie an'die vorgeschriebenen Tempos. Haben aber diese mehr Recht als der gewöhnliche Bürger, so müssen sich eben die Automobilisten selbst dagegen schützen^ wie ich es mache, und wie ich es noch weiter unten detailliere. Es heisst wohl, vor dem Gesetz sind alle gleich, aber scheint's gibt es noch zweierlei Recht; es ist dasselbe, wie wenn ein Privatmann ein Schelm ist, der wird bestraft, und möglichst hoch, würde aber das gleiche von Seiten der Polizei geschehen, so ist es gesetzlich sanktioniert, im Gegenteil erhält vielleicht die Polizei dann noch eine Prämie. Aber jeder Einspruch in den Zeitungen gegen diese « moderne Strassenräuberei » nützt wenig oder macht sich erst allmählich geltend. Am besten wäre es, jeder Automobilist machte es so wie ich; auch ich habe auf dem Gebiet der Autokontrollen und Polizeibussen reichlich genug. Schützen kann man sich dagegen nicht, aber ich meide diese Kantone, wo ich eine Busse bekam, gänzlich und fahre nur noch so weit, als es einfach nicht zu umgehen ist, wenn ich auch dabei grösste Umwege machen muss. Will ich mal nach Zürich, so fahre ich durch Baden, über Schaffhausen, oder an den Genfersee, so gehe ich durch Frankreich über Genf; so vermeide ich die lästigen Kontrollen und Bussen. Im Ausland hatte ich ebenfalls schon diverse Autokontrollen, aber in einer Weise, das es eine Freude war. Die Beamten dort sahen sich einfach die herankommenden Wagen an; war das Tempo ein anständiges, fuhr der Lenker korrekt und sicher, war das Aussehen des Wagens so, dass dessen Betriebssicherheit ohne weiteres erwartet werden konnte, so brauchte bei der Kontrolle nicht einmal angehalten zu werden, und nur solche Fahrzeuge mussten stoppen, bei denen sofort zu ersehen war, dass irgend etwas nicht in Ordnung war. So musste ich trotz Zehntausenden von gefahrenen Kilometern im Ausland nur ein einziges Mal eine Autokontrolle über mich ergehen lassen, und das nur, weil meine Beleuchtung nicht in Ordnung war (Lichtkabelbruch). Im Kanton Bern bin ich früher aber nie auch nur 100 km weit gefahren, ohne dass ich eine Autokontrolle hatte. Es soll daher einfach allen Automobilisten empfohlen sein, solange Touren etc. in Gebiete mit vernünftigem Kontrollsystem zu verlegen, bis die verschiedenen Polizeidepartement© zu einer besseren Einsicht gelangen. So würde diesem Uebel gewiss schnell gesteuert werden, aber dafür braucht es eben Zusammenhalten. C. H. in B. D i e S c h w e i z , d a s U n d d e r A t i l o - I o o r e a NEUENBURG. ColfögTate. Kamen Neuenburg. Durch- seinen Weinbau und •eine UtlrenlndusTrle iChaux-de-Fonds) berühmter Kanton der Westschweiz. Sehenswert dTe Hauptstadi am Neuerrburge rs#e mit Schloss, Universität, Collegiale •»w. Fahrten In den Neuenborger Jura |nadiChaux-de-FomJs,lnsVal deTraverSl an den MurfenseetmddemNeuenburger- (ee entlang nach Grandson und Vverdoo Zuverlässig wie Schweizer* Produkte nun einmal sind,, ist auch der einzige Pneu einheimischer Fabrikation. Dadurch erklärt sich auch seine stetig und rasch zunehmende Verbreitung. Wo PALLAS-CORD von Wiederverkäufern nicht geführt wird, wenden Sie sich für jede Auskunft an die Fabrikanten: Aktien-Gesellschaft R. & E. HUBER Schweiz. Gummiwerke PFÄFFIKON-Zch. 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N° U - 1930 AUTOMOBIL-REVUE 11 Bunte Chronik aus aller Welt Neue Strasse im Vorarlberg. Anfangs Juli ist di© landschaftlich sehr schöne Strasse Bludenz-Brand (am Fusse der Scesaplana) dem Verkehr übergeben worden, welche gewiss von Automobilisten bald sehr besucht sein wird. Strenge Vorschriften für Velofahrer. In Kalifornien wird verlangt, dass Velos mit Scheinwerfern ausgerüstet seien, deren Lichtkegel 90 Meter weit reicht, sowie mit einem Reflektor, der schon auf ein© Distanz von 80 Metern aufleuchtet. Amerikanische Touristen nehmen ihr Auto mit. Die Zahl der Amerikaner, die mit ihrem Auto nach Europa reisen, nimmt beständig zu und übertrifft die vorjährigen Zahlen um ein weites. Die Verschiffungsmöglichkeiten sind viel grösser, indem jetzt die grossen Schiffahrtsgesellschaften grosse Garagen in ihren Dampfern einrichten. Die Automobilisten fahren in New York mit ihren Wagen bis an den Quai. Dort wird das Benzin entleert und die Wagen werden unverpackt in das Schiff hinuntergelassen. Bei der Ankunft im europäischen Hafen kann di© Autofahrt wiederum gleich vom Quai aus beginnen, es braucht nur neues Benzin eingefüllt zu werden, was durch besonders zu diesem Zwecke eingerichtete Tankstellen besorgt wird, -o- Ländstrassen in Europa. Der Ausschuss für Ueberlandtransport der Internationalen Handelskammer in Paris hat über die Strassenverhältnisse in den Verschiedenen Ländern Erhebungen gemacht. Danach gibt es gegenwärtig auf der Erde im ganzen 10 622 937 km Landstrassen. Nach diesen Erhebungen bestehen in den hauptsächlichsten Staaten Europas folgende Landstrassen: Frankreich 628 000 km Deutschland 348 700 » Grossbritannien 287 588 » Italien 195 776 » Polen 94 471 » Spanien 87 089 » Schweden 71273 » Tschechoslowakei 58 573 » Belgien 44 288 » Norwegen 36 412 » Oesterreich 32 000 » Ungarn 27 396 > Niederlande 25 470 > Schweiz 13 935 > UM Die grösste Taxametergarage der Welt. Di© grösst© Taxametergarag© der Welt ist in Chicago in Betrieb gesetzt worden. Der gewaltige Bau — ein dreistöckiges Gebäude mit 14,600 Quadratmeter Fläche — fasst total 600 Wagen, di© alle durch besondere Einrichtung innerhalb 24 Stunden gereinigt werden können. ' mb. Der Kampf gegen die alten Wagen. Ford lässt durch seine Händler all© ihm erreichbaren alten Wagen irgendwelcher Marke zu 20 Dollar aufkaufen. Diese wandern dann in ein© besondere Abteilung der River-Rouge- Werke, kommen hier auf ein laufendes Band, besser ein « rückwärtslaufendes > Band, und werden nach allen Regeln der Kunst in kürzester Zeit vernichtet. at. Der « Sowjet-Ford •». In Nischni-Nowgorod wurde eine Automobilfabrik gebaut, di© nun ihre ersten Produkte auf den Markt wirft. Die Montierung eines solchen «Sowjet- Ford» — wie man dies© Wagen durch die Anlehnung der Produktionsmethode an das berühmte Muster in Amerika nennt — soll drei bis vier Stunden in Anspruch nehmen. Die Direktion der Automobilfabrik erklärt, dass diese Wagen sich in keiner Weise von den wirklichen Ford unterscheiden werden. Der Betrieb wurde in erstaunlich kurzer Zeit eingerichtet. Mit dem Bau wurde letzten August begonnen, und seit Februar 1930 werden nun Wagen hergestellt. Im Laufe des ersten Versuches, die Wagen lancieren zu können, sollen 6000 bis 7000 Automobile fabriziert werden. Im Monat Mai wurde in Nischni Nowgorod mit dem Bau einer noch grössern Automobilfabrik begonnen, die ihre Arbeit 1931 aufnehmen und Lastwagen und Personenautomobile serienweise herstellen will, unter Benutzung ausschliesslich sowjetistischer Zubehörs. mb. Die Jahrestätigkeit der englischen Automobile Association spiegelt sich deutlich im Jahresbericht dieses grössten europäischen Landesverbandes wieder, der anlässlich der 25; Generalversammlung dieser Tage bekanntgegeben wurde. Im Verlaufe des vergangenen Jahres hat sich die Mitgliederzahl, nach Berücksichtigung der Austritte um 25,250 Personen erhöht. Heute zählt diese Organisation 430,800 Mitglieder! Ein© neue Mitgliederkategorie, die sogenannte Familienmitgliedschaft, welch© eingeführt worden ist, hat sehr grossen Anklang gefunden. Dies© bietet den nächsten Verwandten eines bereits eingeschriebenen Automobilisten zahlreiche Vorteil© bei ihrer Aufnahme in den Verband indem die Aufnahrne- und ander© Gebühren in Wegfall kommen. Allein im vergangenen Jahre konnten 4478 Personen durch diese Familienmitgliedschaft gewonnen werden. Bekannt und vorbildlich ist der Strassenhilfsdienst, den die A. A. seit Jahren durch zuverlässige und hochqualifiziert© Autopatrouillen ausführen lässt. Insgesamt haben diese Patrouillen im letzten Jahr© über 26 Millionen Strassenmeilen zurückgelegt. Das Touristikbureau und der Auskunftsdienst werden derart in Anspruch genommen, dass pro Tag durchschnittlich wenigstens 2000 Tourenvorschläge und Itineraires zur Ausgabe kommen. Im Laufe des Jahres wurde auch das millionste Wagenabzeichen abgegeben, das der Gemahlin des Vizepräsidenten, der Herzogin von Donoughmore, zufiel. Welch gewaltigen Umfang die Geschäfte des Verbandes angenommen haben, ist auch aus dem Rechnungsabschluss ersichtlich. Für die Leistungen an die Mitglieder, in Form der Patrouillen, Auskunftsdienst, Rechtshilfe u. s. w. wurden in einem Jahre 15,7 Millionen Fr. ausgegeben. Trotz den beträchtlichen Leistungen weist der Jahresabschlusss doch einen Nettoüberschuss von 275,000 Fr. aus. Di© Generalversammlung hart© auch das Vergnügen, dem • Generalsekretär, Mr. Stenson Cooke, zu seinem 25jährigen Jubiläum als Funktionär des Verbandes, zu gratulieren. Di© enormen Verdienste, welche er sich um das Gedeihen der Organisation erworben hatte, wurden bei dieser Gelegenheit ins rechte Licht gesetzt. Die Popularität des Generalsekretärs geht am besten auch aus der Tatsache hervor, dass sich u. a. 50 Journalisten von automobilistischen Fachblättern zusammengeschlossen hatten, um den Jubilar mit einem wertvollen Gemälde zu überraschen und grösstenteils am Feste selbst teilnahmen, um persönlich gratulieren zu können ! bi. Fortschritte des europäischen Automobilismus. Die Anzahl der in Europa zirkulierenden Automobile hat im abgelaufenen Jahre, auf Grund der Ergebnisse einer amerikanischerseits gemachten Zählung, eine Zunahme um über eine halbe Million Einheiten erfahren. Zu Beginn des laufenden Jahres befanden -eich-in allen europäischen Staaten insgesamt 4,649,793 Wagen in Betrieb, im Vergleich mit 4,138,016 Automobilen in demselben Zeitpunkt des verflossenen Jahres, was einer Steigerung um 12,4 Prozent entspricht. Im abgelaufenen Jahre hat der europäische Autornobilmarkt ganz allgemein im Zeichen einer sehr regen Haltung gestanden, indem, zuverlässigen Schätzungen zufolge, angenommen werden kann, dass die Gesamtumsatztätigkeit auf sämtlichen europäischen Märkten 831,000 Motorwagen betragen hat, wovon 603,000 Touren- und 228,000 Lastwagen und Omnibusse. Die Neuanschaffungen an Stelle gebrauchter Wagen innerhalb des vergangenen Jahres können auf rund 320,000 Einheiten veranschlagt werden, während diese Ankäufe im vorhergehenden Jahre nicht mehr als 225,000 Einheiten umfasst haben. Somit bildet sich, ähnlich wie in Nordamerika und einigen anderen Zentren des Weltautomobilismus, auch in Europa aus den Neuanschaffungen an Stelle gebrauchter Automobile eine Stammkundschaft heraus, die mit der Zeit als absatzfördernder Faktor für die Automobilindustrie immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Zum Vergleich sei bemerkt, dass die Gesamtverkäufe an Automobilen aller Art auf dem europäischen Markt sich im Jahre 1928 auf 722,000 Einheiten belaufen haben, wovon 559,000 Tourenwagen und 163,000 Lastwagen und Omnibusse sind. Mit ziemlicher Sicherheit kann gesagt werden, dass das europäische Automobilwesen im abgelaufenen Jahre durch die Inbetriebnahme von insgesamt 475,250 neuen Automobilen durch Privatpersonen oder Unternehmungen, die bis dahin noch ohne Motorwagen ausgekommen sind, bereichert worden ist, und zwar um 350,876 Tourenwagen, 117,679 Lastwagen und 6695 Omnibusse. Nicht uninteressant dürfte schliesslich die nachstehende Rangliste der zwölf ausgeprägtesten Automobilländer Europas sein, wobei als Stichtag der 1. Januar 1930 gilt: Tomen- Last- Omnibusse Insgesamt wagen wagen Grossbrifanaien 951355 318 256 100 500 1370 711 Frankreich 904 253 361588 — 1265 841 Deutschland 458 060 150970 — 609 030 Italien 173 242 49 339 1928 230 059 Spanien 129 668 48058 — 178 176 Schweden 104 368 40151 — 144 519 Belgien 78 950 40444 934 140 328 Dänemark 79126 23 003 1120 103 249 Holland «51928 36 500 — 98 428 Schweiz 57 700 12 950 — 70 650 Tschechoslowakei 49 500 14500 1600 65 600 Norwegen 26 000 13000 1650 40 650 Dr. E. P Maschinen! Auto! Motorrad! Hochdruckfettpresse Dfip Sißa in der Hochdruckschmiertechnik DDsenrohr Diese Hochdruckfettpresse „DURCH" ist das Produkt langjähriger praktischer Erfahrungen. Die Presse zeichnet sich aus durch: 1. Einfache und leichte Handhabung (mit einer Hand). 2. Zeitersparnis, die Presse leistet mehr als das Doppelte als jede andere. 3. Das lästige Schrauben fällt weg. Verdrehen der Schläuche unmöglich. 4. Einmalige Anschaffung, da unbegrenzte Lebensdauer. 5. 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