Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.064

E_1930_Zeitung_Nr.064

m AUTOMUBIL-KEVUE

m AUTOMUBIL-KEVUE 1930 — N°64 durchzuhalten. Noch war ich nicht zwei Gassen weit gelangt und ich fühlte mich bereits bis auf die Haut durchnässt. Und auch bei. ihm, meinem Gegner, war es offenbar nicht anders. Nun ist das grosse schöne Wien an braven Polizisten gewiss nicht arm, der böse Zufall aber wollte es, dass gerade diesmal keiner zur Stelle war. Immer dringender riefen wir beide nach dem Erlöser, es war umsonst. Unser Rufen sEekam, im Masse, als wir immer nasser wurden, etwas zunehmend Flehendes, den Himmel Anklagendes, doch war es umsonst. Es war kein Polizist weit und breit und auch kein sonstiger Passant zu sehen. Es schien sich alles vor dem höllischen Unwetter verkrochen zu haben. Ein vereinzeltes Auto nur stand an der Ecke. Ob es etwa frei war? Da erhellte mich em rettender Gedanke. - «Wissen Sie was?> rief ich meinem Mann zu: «Hol' Sie der .Teufel! ,Ich 'steige hier ein und fahr' auf den Hafnerlingplate!» "' Und da ereignete sich nun das Eigentliche, das durchaus Einmalige — mein Chauffeur trat ganz nahe an mich heran — schon glaubte ich einen tätlichen Angriff abwehren zu müssen, er neigte sich mir zu und flötete im weichsten Wiener Jargon: «Aber, gnä' Herr, was brauchen S' denn an anders Auto, fahren S' doch mit mir!» Die verblüffende Logik dieses so grundgemütlich yorgebrachten Angebotes betraf mich derart unerwartet, dass mir zunächst,, ich glaubte es deutlich zu fühlen, der Verstand stillstand. «So», erwiderte ich endlich, nach.Fassung ringend, «Sie meinen also, ich möge mit Ihnen fahren? Nun gut», setzte ich nach einiger Ueberleguhg hinzu, «so unrecht haben Sie eigentlich nicht. So fahren wir halt mitsammen!» Und nun traten wir, Schulter an Schulter sozusagen, um nicht zu sagen Hand in Hand, den Rückweg zu unserem Wagen an. Es schüttete erbärmlich, wie Himmelstränen rann mir der Regen bei den Schuhen heraus, im Gemüte aber fühlte ich es wie eine sanfte Befriedigung. Unser Wagen stand gottlob noch an der gleichen Stelle. Und -wieder lehnte ich mich in die Polster zurück, mein Chauffeur kurbelte an: «Also Hamerlingplatz 7, gleich ums Eck!» sagte «r geschäftig, und schon ging es im raschesten Tempo und diesmal wirklich nach Hause. Das Rattern des Motors aber spottete, so schien es mir; es spottete unaufhörlich: «Wozu sind wir nun nass geworden, wozu sind wir nun nass geworden, wozu ....?» Wir schieden im besten Einvernehmen, mein 1 Chauffeur und ich. Ich bezahlte die ganze Fahrt, wie es sich gehörte, und ein schönes Trinkgeld bekam er auch noch. Er aber sagte: «Küss die Hand!» worüber ich nicht wenig gerührt war. Damit ist aber die Geschichte noch nicht ganz zu Ende! Nach einem halben. Jahr etwa wollte es nämlich der Zufall, dass wir uns wieder begegneter;, mein Chauffeur und ich. Ich kam mit meiner Frau am späten Abend von einem Besuche heim und hielt ein leeres Auto auf, das eben vorbeifuhr. Ich wusste es vorerst nicht, dass es mein Mann war, der da vorn chauffierte. Hnifismchnrn (a.BodGnsee.t SEEHOTEL nUIIlallMIUlII SCHWEIZERHAUS Herrliche Lage direkt am See; grosse Terrassen mit Blick auf See und Gebirge, in unmittelbarer Näht von Bahnhof nnd Schiff. Vorzügliche Küche und Keller bei bescheidenen Preisen. Zimmer mit fliessendem Wasser. Grosse Garage. Telephon 6. Das ganze Jahr offen. H. Oberlaender Route Wildhaus-Buchs Kurhaus Grabserberg (6t. Galler-Oberland) Herrlicher Ausblick a. Rheintal—Alpsteingebirge. Butterküche, Qualitätsweine. Zivile Preise. Tel. Gama 84. P. GA NT ENBEIN. Küsnacht am Zürichsee 1000 m tt,/M. Hotel Sonne Rendez-votfs der Automobilisten. Butterküche. Stets lebende Fische. Qualitätsweine. Gesellschaftssaal. Oarage (Einzelboxen). Schattiger Garten direkt am See. Zimmer mit f Hessen dem Wasser. E. Guggenbiihl-Heer Telephon 4. Ich hatte aber, wie seltsam spielt oft der Zufall mit, den Freunden, bei denen ich eben zu Gast war, die Geschichte erzählt, worauf ein Literaturbeflissener zu mir sagte: «Aus dem Menschen sollten Sie ein Feuilleton machen! »• Und nun, da wir wieder Hamerlingplatz 7 hielten, der Chauffeur abstieg und mich erkannte, sagte er nicht ohne Freundlichkeit: «So «an ja der "Herr, mit dem i damals di -G'schicht g'habt hab'!» «Freilich!» rief ich erstaunt und wandte mich zu meiner Frau: «Denk dir, das ist ja mein Feuilleton!» Das aber hätte ich nicht sagen sollen, denn die klare Stirn meines Freundes umwölkte sich bedenklich: «Was bin i? A Fih — je — taun? Wollen S' mi scho wieder beleidigen?» Die Tierstimme in der Kunstmusik Der Gesang der Vögel, das Brüllen und Heulen der Bestien, das Geschrei des Esels, das Blöken der Schafe, das Summen der Bienen und viele andere Laute von Tieren erklingen auch in den Kompositionen der Grossmeister der Musik. Nicht alle Tonsetzer von Rang haben Tiere oder die Stimmen und Bewegungen von Tieren als thematisches Material in ihren Arbeiten verwertet. Die drei «grossen B», Bach, Beethoven und Brahms, machen wenigstens eine Ausnahme. Beethoven hat allerdings zweimal die Regel durchbrochen, einmal in dem «Lied der Lerche», dann in dem berühmten Programmbeispiel der «Pastoralsymphonie», wo in der Szene am Bach die Worte «Nachtigall», «Wachtel» und «Kukkuck» der Flöte, Oboe und Klarinette, die die Vogeltöne geben, ausdrücklich beigeschrieben sind. Beethoven war ja ein leidenschaftlicher Naturfreund und wenn ihm Bach Und Brahms in dieser Beziehung auch nicht nachstanden, so haben sie es doch vermieden, in ihren Werken dieser Neigung künstlerischen Ausdruck zu geben. - Im Gegensatz zu Bach» und Brahms war Saint-Saens ein wahres Wunder mit Bezug auf die Vielseitigkeit der musikalischen Behandlung der ganzen Tierwelt. In seinem «Karneval der Tiefe» kommt beispielsweise nicht weniger als ein Dutzend aller möglichen Tiergattungen in charakteristischer Weise zu Wort. Vögel werden übrigens besonders gern und oft zur musikalischen Illustrierung herangezogen, wenn es sich um die Ausmalung der Lenzesstimmung handelt. Es sei hier nur an Debussys «Beim Hören des ersten Kukkucks im .Frühling», anVivaldis «Lenz»>ufjd an Mac Dowells «Woodlands Sketches»,«erinnert. Von anderen berühmten Stücken, die Vogelmotive enthalten, seien neben dem Waldweben aus Wagners «Siegfried» ,;die «Pinien Roms» von Respighi und Franz Lffzts «Nachtigall» genannt. Wohl das anziehendste „Stück, in,dem Vogelstimmen eine hervorragende Rolle spielen, hat aber Cesar Fratick in seinem «Heiligen Franz von Assisi» gesehrieben. Nächst den Vögeln sind in lebhafter Bewegung befindliche Pferde ein beliebtes Thema der instrumentalen Behandlung, wenn sie auch nur selten einzeln, sondern zumeist paarweise oder als galoppierende Herde erscheinen, wofür Wagners «Walkürenritt» das bekannteste Beispiel ist. Aehnlich behandelt die Pferde auch Berlioz in seinem «Ritt zur Hölle», während das «Ja» ih, : Men-, delssohns «Sommerriachtstraum-Musik» den verachteten Verwandten des Pferdes, den Esel, tonmalerisch kennzeichnet. Reizend in ihrer leichtbeschwingten Art sind vor allem auch die Skizzen, in denen Musiker ihre Feinhörigkeit für die Klangerzeugung der In-; sekten bekunden. Zwei dieser reizvollen musikalischen Bilder' «Bombola» von Ha'dley und Rimsky Kofsakows «Der Flug der Hummel» sind dem Bienenvolk gewidmet; das Weekend- Fahrt ms Schwarz (Verzweiflung): «Unser Guthaben bei Ihnen ist schon langst fällig...» Rot (Wut): «Wir sind mehr als erstaunt...» Orange (Glück): «Wir haben Ihren Check er- halten...» Blau (Kummer): «Wir bedauern ausserordentlich...» letzte Stück besonders kennzeichnet sich als eine Virtuosenleistung, die an gewinnender Intimität des Ausdrucks in der Literatur nicht ihresgleichen haben dürfte. Ein liebenswürdiges Stück ist 'auch die «Libelle» von Josef Strauss. Und Liadow hat durch die Einfügung der Stimme einer hochgestimmten Violine seinem «Tanz der Mücken» einen ebenso humoristischere wie eindrucksvollen Charakterton gegeben. In diese Kategorie gehört sehliesslich, wenn auch nicht orchestreal im strengen Sinne des Wortes, Chopins «Papillon», der der phantastischen Vorstellung eines musikalischen Schmetterlings so nahe kommt, wie es überhaupt denkbar ist. Sollen Damen vor Gericht Hüte tragen? Ein Londoner Richter hatte eine Zeugin gerügt, weil sie ohne,Hut vor Gericht antrat. Sie hatte ihn aber bloss abgenommen und holte ihn auf das Verlangen des Richters von ihrem Stuhl. Nun hat tags vorher bei demselben Gericht ein anderer Richter einer Zeugin, die.darum bat, ihren Hut abnehmen zu dürfen, damit sie besser höre, dies nicht nur erlaubt, sondern gesagt, er wünsche, dass alle, Damen, die auf den Zeugentstand treten, ihren, Hut abnähmen. Dieser Widerspruch wird in .Lokalpremieren festgenagelt, und « Daily Telegraph » hält ihn für ein Zeichen der Zeit; alle Tradition werde täglich über den Haufen geworfen. Wir haben Ge- Angenehme Kuraufenthalte und Aasflugsziele Baar (Höllgrotten)-2ug-Zugerberg-Aegerltal-Menzlngen-Walchwll-Rl8ch-Buona8 Gutgeführte Hotels, Pensionen and Kinderheime. Auskünfte nnd Prospekte durch das kant. Verkehrsborean Zag. U m 11 M n n 4"t A M RAAB« Schönste Tropfsteinhöhlen d. Schweiz. nOIigrillienDaar Naturwunder I. Ranges. Menzing A M Zug-Nidfurren-Edlibach-Menxingen. CII Rout6S Bapperswil-Schindellegi-Hütten-Meiizliigeil-Edlibach- Knreebiet nnd AusflutizieL Zug oder Sihlbragg-Zürich. Guggital ob Zug Unterägeri Hotel Aegerihof Oberägeri Hotel Löwen Edlibacfl Gasthof z. Post Die Sprache des Farbbandes Ein Leitfaden für temperamentvolle Stenotypistinnen. Herrlicher Ausblick auf Zngersee. Grosse Gartenterrasse. Lebende Forellen. Tel. 20. Bes.: F. Moser. Lebende Forellen. Butterküche Qualitätsweine. Garage. Telephon Nr. 8. Sig. Heinrich, Mitgl. T C. S. Lebende Forellen. Butterküche. Qualitätsweine. Telephon 128. Ede. Nassbaumer. Gutbürsrerliches Hans Wer einkehrt, kommt wieder! Telephon 62. J. Zürcher. Purpur (Würde): «Wir sind nicht länger willt...» Grün (Zufriedenheit): «Wir konstatieren mit Vergnügen...» setze, meint das Blatt, die von Richtern gemacht sind; werden jetzt die Richter auch noch die Moden machen ? Die grösste Zeitung des Orients. Wie die « Zeitungswissenschaft» mitteilt* feiert die älteste Zeitung Japans, die « Osaka Asahi», in diesem Jahr das Fest ihres 5Ojährigen Bestehens. Das Blatt hat eine tägliche Auflage von 3 Millionen Exemplaren und muss als grösste Zeitung des Orients* angesprochen werden. « Osaka Asahi > steht in jeder Hinsicht auf der Höhe der führenden westlichen Blatter, namentlich auch in ihrem technischen Apparat und ihrem Informationsdienst. Höhensonne am laufenden Band. Eine amerikanische Bergwerksgesellschaft in Kellog (Idaho) verabreicht den Bergleuten zur Einschränkung der Invaliditätsziffer Höhensonne am laufenden Band. Der Bestrahlungsraum ist ein enges Kabinett mit automatischem, sich vorwärts bewegendem Fussbodenband. An beiden Seiten des laufenden Fussbodens befinden sich Quarzlampen. Nach Abbrausen und Abtrocknen in den Ankleideräumen tritt der Arbeiter auf den bewegten Fussboden und wird so automatisch an allen Lampen vorbeigeführt. Ein Bestrahlungsraum schafft in der Stunde ausreichende Bestrahlung für 400 Mann. Spezialität: il Restaurant REBSTOCK Hors d'cenvres, ff. Bachforellen n. Qualitäts-Weine. Zirile Preise. Tel. 1.01. K. SCHNEEBELI. Autotouren und Wochenendfahrten bringen frohe Erlebnisse. Halten Sie diese frohen Stunden im Bilde fest. Vertrauen Sie uns Ihre Photo-Aufnahmen an. Wir bedienen Sie flott und zu Ihrer Zufriedenheit. Besuchen Sie uns, wenn Sie einen Photo- od. Kino-Apparat benötigen. Unsere Erfahrung steht zu Ihrer Verfügung. K. SCHREMBS u. E.MONNIER, ZÜRICH I, Sihlporteplatz. Tel. 56.480.

N° 64 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Während der letztverflossenen Jahre spielte für jede Frau der sonnverbrannte Teint eine Riesenrolle. Es war beinahe eine Forderung des guten Tons, stark abgebrannt oder zumindest genügend abgebrannt zu sein. Es wurden ganze Spalten von Modezeitschriften mit Artikeln gefüllt, die von den Tugenden und Vorzügen des dunklen Teints zu schreiben wussten, und ganze Waggonladungen kosmetischer Präparate wurden verkauft, mit denen der Effekt, natürlichen Sonnenbrandes erhöht werden sollte. Aber die Wankelmütigkeit der Frauen wendet sich, wie man in der «Prager Presse» liest, wieder ab von dieser Mode, und sie beginnen zu predigen: heuer muss der Teint hell bleiben, den höchsten Chic stellt ein gleichmässig kremfarbiger Ton dar. Sieh da, sieh da! Und nun fängt der umgekehrte Zirkus an. Soviel Mühe früher daran gewendet wurde, möglichst bronzefarbene Töne zu erreichen, soviel Mühe wird heute darauf abzielen, den Teint in möglichster Reinheit und Helligkeit zu erhalten. Was allerdings schwer genug sein wird. Sicher aber ist es, dass zarter Teint geschont werden sollte und dass man mit einem solchen nicht grausam experimentie- soll. Unselige Mädchen, die sich ge- wird. Sehr schwer sogar, weil es derren Kampf gegen die natürlichen Wirkungen waltsam abbrennen lassen und statt eines des Sommers sein wird. gleichmässigen Bronzetons eine scheckige Wir können den Menschen nicht den Geschmack imputieren und einfach diktieren: viel verschiedene Teintnuancen, als es Men- und rissige Haut davontragen. Es gibt so dunkler Teint ist schöner als lichter. Solange die Welt besteht, ist es wahrscheinsein Vorteil praktiziert werden kann, mag schen gibt, und was bei den einen mit groslich, dass die dunkle Hautfarbe aus Gründen, die unerfindlich sind, hinter der blon- Frauen, die durch gewaltsames Abbrennen bei anderen katastrophal wirken. Es gibt den Haut rangieren wird; es gibt Rassen, im Sommer so entsetzlich ihre Haut ruinieren, dass man ob ihrer unvorteilhaften Rassen von hoher Kultur, deren Hautfarbe dunkel ist, denen wird die Kultur zwar zugestanden, die dunkle Haut aber nicht ver- Es ist natürlich, dass die verschiedene Verwandlung nur staunen kann. ziehen. Hautfarbö verschiedene Farbtöne der Kleidung erheischt. Wer daran denkt, seine Die Mode hat sich der hellen Modefarbe in weitestem Umfang angepasst. Man läuft Sommertoiletten zu bestellen, sollte erfahren und vernünftig genug sein, auch in be- nicht mehr im blossen Trikot auf den grossen Plagen herum. Es wurden tausend zug auf Farben Vorsorge zu treffen, denn und ein Kostüm für das Strandbad erfunden, deren Mehrzahl lange Beinkleider und steht, wird die braune von morgen nicht was der weissen Haut heute vorteilhaft Jacken oder Mäntel mit Aermeln aufwei- mehr kleiden. Womit ich mit dem Rate sen. Als Kopfbedeckung werden breite Hüte getragen, auf dass ja kein Sonnenstrahl die zarte Haut der Wangen erreiche. Die Crems und Salben, die in unzähligen Neu renoviert. 50 Zimmer mit fliessendem Wasser. 75 Betten. Appartements mit Bad und W. C. beim Löwendenkmal u. Gletschergarten! Tollständig innen and nussen renoviert! Abteilbarer Saal für 1000 Personen! Automobilisten - Diners! Grosser, freier Autopark HD B BE - S (E B IT (E Brünettendämmerung HOTEL HOFER I am Haupiualintiol * Nach Luxern? Bevorzugtes Absteigequartier in Luzern: Hotel Restaurant Löwengarten J-.-Ek clx clx EPyflftlLJ Tiegeln und Dosen bereitstanden, um die Prozedur des Abbrennens zu beschleunigen, werden heute boykottiert: statt ihrer werden ungezählte Präparate auftauchen, welche jegliches Durchdringen der das Pigment verfärbenden Spektren verhindern. Ich weiss nicht, wem dadurch gedient sein wird. Ein schön gleichmässig sonnverbrannter Teint kleidet meistens grossartig, und er war sogar imstande, auch aus einer Zierpuppe für eine kurze Zeitspanne ein vollblütiges Geschöpf zu machen. Zum Glück für die breiten Massen der Frauen wird all dies nicht gar so tragisch genommen. Die Neuheit betrifft ja mehr weniger die müden Obern Zehntausend. Es gibt wieder einen Moment lang etwas, wofür man lebt, womit man sich befassen, worüber man sprechen kann. Der dunkle Sommerteint ist eine Gabe der Demokratie, und alle die neuen Trikots mit dem tiefen Rückenausschnitt, die in allen einschlägigen Geschäften auftauchen, sprechen dafür, dass der Bronzeton • immer populärer die Sie im Sommer durch viel Bewegung und systematische Gelenksübungen am ehesten veredeln können... Die Frau als Kameradin des Mannes Unsere Einladung an die Frauen unseres Leserkreises ist von schönem Erfolge begleitet. Bereits mehren sich die Stimmen, die der Zeitung ihre Meinung anvertrauen möchten, wir stellen-sie selbstverständlich gerne, zur Diskussion. Frau S. B. in R. schreibt uns : Wir Frauen sind berufen, unsere Männer glücklich zu machen, ihr Leben schön zu gestalten. Männer sollen ihre Ruhestunden nicht altein verbringen müssen, sondern eine liebe Frauenhand soll die Sorgenfalten fortstreichen. «Sind Sie glücklich, gnädige Frau?> fragte auf einem Ball ein Herr eine Dame. Sie war schön, im wahrsten Sinne des Wortes, und sah sehr gepflegt aus. Lächelnd antwortete sie: «Ich stelle mir jeden Morgen die Frage, wie mache ich heute meinem Manne eine Freude. Und das macht mich selbst glücklich, und das erspart mir Schminke und alle sonstigen kosmetischen Schönheitsmittel.» Und fragen wir uns einmal selbst, bereiten wü' dem Mann Freude, wenn er abends nach Hause kommt? Madame hat schon gespeist, ist schon im Gesellschaftskleid und vor allen Dingen höchst auf- ,geregt und nervös. Nun muss sich ihr Gatte beeilen, er muss schnell essen, sich in' den Smoking stürzen,, denn es ist höchste Zeit, sie sind ja eingeladen! Und nun, fragen wir uns Frauen einmal im' stillen, würde das uns gefallen, nach Hause ! zu kommen, müde, und dann einen aufgeregten Gatten anzutreffen, und ohne sein Willkomm ? Gewiss nicht! Nehmen wir uns zusammen, wenn «er» nach ^Hause kommt, begegnen wir ihm mit Liebe, das 'tut unserer Schönheit keinen Abbruch, im Gegenteil, die Freude über das überraschte Gesicht des Die Wissenschaft bezeichnet Helen Keller, die seit der Geburt blinde und taubstumme Deutsch-Amerikanerin, als ein Phänomen. Helen Keller hat ei mit ihrer Energie zu einer Gelehrten gebracht. Si» hart unter der Führung einer Freundin das Gymnasium, die Universität besucht und dann ihren Dr< phil. gemacht. Sie beherrscht 5 Sprachen, konstruierte eine Blindenschreibmaschine, auf der sie ihre Bücher schrieb. Heute ist sie Inspektorin sämtlicher Blinden- und Taubstummenanstalten Amerikas. Unser Bild zeigt den demokratischen Präsidentschaf ts-Kaaididaten AI Smith und Helen Keller, ihr anlässlich ihres kürzlich erfolgten 50. Geburtstages eine in Blindenschrift gesetzte Biographie verehrend. lieb sein mit dem Kind, wenn es sein muss mit Strenge, aber immer soll die Liebe die Oberhand haben. So wird der Blick des Kindes strahlend und frei, und es wird über das Schwere, da(s im Leben an es herantritt, viel leichter hinwegkom- Mannes wird auf uns selbst einen verklärenden Schein werfen. Probieren wir es einmal. Wie war denn das vor der Ehe, da hart man die Bohnen noch Böhnchen geheissen. warum heute nicht ;i mehr? Auch gibt es Fxauen, die ihrem Mann, wegen jeder Kleinigkeit tagelang böse sind. Ach Gott, wieviel mehr hat doch der Mann zu sorgen, als wir Frauen, die wir von ihm unser Monatsgeld beziehen, welches er vielleicht nicht eo leicht verdient hat. Und noch ein paar Worte über das Monatsgeld. Gibt es der Mann gerne? Um wieviel lieber men. Eine glückliche Jugendzeit hinter sich, wird! wird er es geben, wenn wir es auch jedesmal neu das Kind auch kein Mauerblümchen werden, sondern beliebt sein durch freundliches Wesen, das zu schätzen wissen und ihm dafür ehrlich dankbar sind. Und steht es um das Verhältnis der Eltern eine gute Kinderstube verrät. nicht gut, weT leidet da noch mit? Das Kind! Es Und nun die junge Fiau, sie soll dem Manne kann sich in diesen bedrückenden Verhältnissen jeden Tag Freude machen, ihm, ein lieber Kataexad fürs Leben sein. seelisch nicht entwickeln, es wird sehen, verstockt, eSjJernt lügen aus Angst. Ich sah schon alte Damen, die durch ihre Und was wird aus dem Kinde später? Das Schönheit auffielen, und denen die Güte aus den ileine übervolle Herz weiss nicht wohin, daher Augen strahlte. Und meist durch eine glückliche schliesse: Denken Sie nicht allzuviel an die me' : vielen altklugen Kinder, welche manchmal in Ehe behielten sie ihre Schönheit. Und seien wir Farbe Ihres Teints» machen Sie eher zum ftirer Kludheit hässlich sind. Bewahren wir unsere ehrlich, wir wollen doch alle mehr oder weniger Zentrum Ihrer sommerlichen Metamorphose Ihre oftmals allzu kompakten Linien, vor. meinen Eltern. Gut, verständigend, vor allem und verstehende Gefährtin 1 'Kinder vor solchem Leid, helfen wir ihm, schön sein, und tinsern Männern gefallen, und dass es 1 weiss, ich brauche keine Angst zu haben das soll unser oberstes Gesetz sein, ihm eine gute seinl Ä|9g»enzellei'lancl HER1SAÜ Gasthof drei Könige Fisch-Butterküche. Qualitätsweine. Gesellschaftssaal. Garage. Tel. 245. Massige Preise. Car- Alpins-Haltestelle. A. Voney-Koch. Weissbad Bekannt für reelle, gute Bedienung an» Küche und Keller. — Schöne Gesellschaftsräume. Garase. Telephon 65. E. SEEMANN. Hotel-Pension Frohe Aussicht Altbekannt gutbürgerüches Haus. Herrliche Aassicht auf Bodensee. Neue Terrasse. Saal für 200 Personen. Telephon Nr. 81. J. Kanzler. Selbstgeführte Butterkfiche. la. Qualitätsweine. Leb. Bachforellen. Der neue Inhaber: G. BÄCHiNOER-FISCHER. 820 ü. M. Telephon 21. 120 Betten Bekanntes Familienhotel. Ausflugs- Appenzellerland. Alpines Schwimm- und Strandbad, 5000 rh a . Parkanlagen? Tennis. Rendez-voüs der Herren Automobillisten. Gr. Gartenterrasse. Pension von Fr. 10.— an. Spez. Bachforellen. Zimmer mit fl. Kalt- u. Wartnwasser. Zentralheizung. Tank u. Garage im Hotel. Jahresbetrieb. Dir. H. GRUNEWALD-SIMON. Herisau Hotel Storchen Waldstatt (Dppenzelieriand) Rendez - vons der Automobilisten. Renommierte Küche u. Hote sehen Keller. Spez. Forellen. Garage. Tanks. H.DUBACHER MAYEll. KURHAUS Linie: Appenzell-Umäsch-St.Gallen Walzenhausen Kurte Spei Herisau Schöner, schattiger Garten. Starkton-Grammophon. 1 ..,?. His Masters Voice. Appenzeli-A.-Rh. 93U m ii. Ai. Bahnhof- Büffet Cafe-Conditorei Kürsteiner. Hote! zur Krone Gut bürgerliches Haus. Selbstgeführte Küche, Qualitätsweine. - Bachforellen. - Automobilisten bestens empfohlen. Grosse Autogarage. - Mit 'UKIIIAIIM. !^«Yk**{nlili1«fV Pia« Vtna k QTT'PL*T> Wassersuen (APPENZELL) Balinbofbutfet E. A1ANSKK-DOKIG. Ia. Butterkflche. Spez.: Lebende Bachforellen. Ia. Krügli-Wein. Neuer Pachter. Gut soignierte Küche und Keiler. Spezialität: Bachforellen. Gartenwirtschaft. Autogarage. AKOBSBAD Tel. 3, Gonten BEIDEN er Bes. JOH. ELSER-DÖRJG. Week-End und Ferien Gasthaus Frohburg Besitzerin: Frau Gaisbachgrabner Telephon 215. Früher: Zürich 3 (Rest. Mohren). 884 Meter über Meer. Linie: 8t. Gallen-Appenzell Inmitten herrlicher Parkanlagen. — Waldungen. — Bestbekannte Heil- Quelle iradioaktives Eisenwasser für Trink- u. Badekuren). — Sehenswerter GesellschaftsaaaL — Bachforellen. — Butterküche. — Qualltäts- Weine. — Zentralheizung. — Geöffnet das ganze Jahr. — Zivile Preise. Telephon 2 Gonten. - Mitglied des T.C.S. - Neuer Besitzer: J. SCHMIDIGER-GSCHWEND. Frau und Wissenschaft gehört „MATTA", das ärztl. empfohlene, alkoholfreie Tafelgetränk aus der heilsamen südamerikanischen Matg-Tee« pflanze. Halbinsel Bächan am Zürichsee Beliebtes Ausflugsziel rar Automobilisten BAUERN-SPEZIALITATEN Vorxügl. Koche und Keller. Mitglied A.O.S. Gange. Zifilt Preise. Tel. Bioh 10. Mit hflfl. Empfehlung 0. Gusmann-Müller. Verlangen Sie ( nicht «1 Flasche Neuenburger»,sondern ausdrücklich «1 Flasche CHATENAY