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E_1930_Zeitung_Nr.064

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26 AUTOMOBIL-REVUE

26 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N° 64 Internationales Klausenrennen Der kantonale Verkehrsverein Uri und der Verkehrsverein Altdorf-Klausen haben sich gemeinsam zur Aufgabe gemacht, den auswärtigen Besuchern-des Klausenrennens für Unterkunft in den Hotels an der Klausenroute Urnerseite zu sorgen. Zu diesem Zweck wird vom 7. August ab eine spezielle Auskunftsstelle im Verkehrsbureau in Altdorf errichtet, wo die Bestellungen entgegengenommen werden (Tel. Nr. 109). Bis dahin nimmt das kantonale Verkehrsbuyeau Flüelen Bestellungen entgegen (Tel. Nr. 10). Ringsherum im schönen Seh weizerland Es gibt Orte, v da brauchen wir bloss den Namen zu hören, dann sind wir schon im Bild. Auch wenn wir noch nie dort gewesen sind, wir kennen doch den Namen, der Ort ist «bekannt». Und wenn wir dann eine Tour, eine Ferienreise unternehmen, suchen wir wieder bekannte Orte auf —• wie wir Menschen halt nun einmal sind, wir haben Angst'vor dem 'Unbekannten. Wir suchen einen Ort auf, der uns von Bekannten — wieder von «Bekannten » — empfohlen wurde und von dem offiziell bekannt ist, dass er schön gelegen sei, dass die Verpflegung dort gut sei, dass er unterhaltsam sei usw.... Tourismus Kurz, wir sind ein wenig unselbständig geworden, wir haben keinen Unternehmungsgeist für Entdeckungsfahrten mehr, wir sind eher für das Sichere, « Bekannte» zu haben, sind — wenn's auch unangenehm klingen mag — ein klein wenig Philister geworden. Wir, das heisst natürlich nicht alle. Immer wieder gibt es Menschen, denen das Suchen nach Neuem, Unentdecktem Freude macht und die finden oft Perlen unseres Schweizerländchens, von denen wir gar keine Ahnung haben. Hunderte von reizvollen Flecken gibt es da, die wohl ebenso verdienten, bekannt zu sein, wie die « offiziell anerkannten ». Natürlich hat jeder dieser Orte auch seine kleinere oder grössere Schar von Anhängern, die ihm Treue halten, doch warum sollte nicht ein immer grösser werdender Kreis auch diese Erdenfleckchen kennenlernen, um immer mehr zu staunen über unsere herrliche Schweiz ? Im Bernerland hat es gar viele solcher Orte. Um ein paar herauszugreifen: wie wenige Automobilisten kennen doch noch das reizende Schwarzenburg, Schwarzenegg oder Guggisberg am Fusse des Guggershörnli. «It's a long, long way to Tipperary »,Ssihgen die Engländer und die Berner verdeutschen das: « S'isch e länge, länge Wäg zum Guggershörnli». So weit ist es nun aber nicht, besonders wenn man das Auto benützt. — Welch prächtige Strasse führt doch zum Gurnigel, wie hübsch ist Thörishaus gelegen. Oder, um ganz an die Bundesstadt heranzu- nen Besuch so gut verdienen wie die weltbegehen, haben Sie sich schon mal die Zeit rühmten Kurorte. Auch hier ist es schon genommen, sich in Kehrsatz, in Muri oder im schwierig, eine Grenze zwischen bekannt und Vorort Bümpliz umzusehen. Die Berner la- fast unbekannt zu ziehen. Da sind einmal chen -^ ich bin überzeugt, dass kaum einer zwei Orte im Oberhalbstein, an der Ju.lierdie drei Orte wirklich kennt; die meistenken- route, Savognin und Mühlen, die einen Benen gerade das, was rechts und links der such gewiss verdienen. Dann ist da Andeer, Hauptstrasse liegt, mehr nicht. — Die Aus- an der romantischen Viamala, dem Aufgang wähl solcher Berner Dörfer ist im ganzen zum Splügen, gelegen. Auch es sollte nicht Kanton riesig gross, doch wollen wir es bei achtlos durchfahren werden. An der Südseite diesen paar Musterehen bewenden lassen. der Berainastrasse, dort, wo diese gegen das Im Baselland ist auch nicht Mangel an Ort- Veltlin ausläuft, liegt am wunderbaren Lago Schäften, die sich gar wohl sehen lassen dür- di Poschiavo das liebliche Le Prese. Zuletzt fen. Da liegt auf der Höhe gegen das Solo- sei noch Vals im Lugnetz erwähnt, das einen thurnische zu Langenbruck, und wenn wir prachtvollen Endpunkt der vom Valserrhein die von hier abwärtsführende Strasse verfol- begleiteten Strasse darstellt, gen, taucht plötzlich vor unseren Blicken das Wir sehen, es gibt noch viel Neues ringsreizende Waidenburg auf und noch weiter herum im Schweizerland und unsere Tourenunten finden wir, links von der Strasse, Bu- ziele sind noch lange nicht erschöpft. Wir bendorf und dabei, am Bord der Strasse ge- müssen nur ausziehen mit dem Willen, Neues legen, Bad Bubendorf, ein mächtiges, mitten zu sehen und wir werden finden — wie weiim Grünen liegendes Gebäude. Näher der l an d Columbus Amerika fand, wenn er auch Stadt Basel zu liegen Muttenz und Flüeh. Indien suchte. — Wenn wir auch nicht die Im Gebiete des Vierwalästättersees finden Ersten sind, für uns ist es Neuland, und Neuwir ein paar Orte, die schon fast zu den « be- entdecken ist immer ein glückhaftes Iand zu kannten» gehören, die wir aber hier doch Erlebnis. Drum, Glückauf und frohe Entdeknennen wollen. Namen wie Hergiswil, Füri- kungsfahrt ! eb. gen, Horw-Winkel, Kastanienbaum haben Ragaz. Ein alter, vornehmer Name von gutem schon einen guten Klang, doch ist das auch Klang: Ragaz. Tausende und Abertausende strömen im weitgehenden Masse verüient und jeder ^f^eSe^dt hSndT Set ^.utomobihst sollte diese herrlichen Eckchen um si c h Zu erholen vom nervenzerreissenden Grossmal aufsuchen. Hier wollen Wir auch noch stadtbetrieb. Und wahrlich, sie haben den Ort gut zwei Orte an der Brünigroute erwähnen, gewählt. Dieses herrliche subalpine Klima, diese das prächtige Pfarrdorf Sachsein, und Sar- ne Luft ' schon sie allein müssen J a s esund ma " nen, mit dem nahen, freundlichen Wilerbad. C 'wenn man mit dem Auto im Ort einfährt, so Auch Oraublinden zählt viele Orte, die ei- umgibt einen sofort die Atmosphäre des mondänen IIierwaldstätter - See und Umgebung Das ist die neue, stOSSsiehere HELVETIA Armuhr für jeden, der siefr frei bewegen will, vor allem also für Arbeit Sport Militär Besuchen Sie bei Ihren Ausflügen daa Strand - Hotel in Ueberlingen, beim Ostbahnhof, direkt am See. Sie finden dort den schönsten Wirtsohaftsgarten am ganzen Bodensee. Badegelegenheit. Jeden .Sonntag Konzert Der. Besitzer: L. Kees, Tel. 302. 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- 1930 AUTOMOBIL-REVUE 2 Kurortes. Allerdinge, der Bahnreisende wird erst etwas erstaunt sein, wenn er in Ragaz eintrifft; genau wie ich auch erstaunt war, als ich zum erstenmal in Ragaz dem Zug entstieg. Ein einfacher Bahnhof, dahinter eine schnurgerade Strasse, mit Bäumen gesäumt und von einigen Villen flankiert. Rechts vom Bahnhof ein Hotel. Sonst nichts! Man ist verblüfft, sieht sich suchend um. Wo ist denn da Ragaz, der weltberühmte Kurort? Gemach, gemach! Wenn man nämlich die schnurgerade Strasse entlang wandert, dann steht man plötzlich mitten drin im weltberühmten Kurort. Grad vorhin habe ich noch eine verträumte Burgruine betrachtet, die rechts von der Strasse in die klare Luft ragt, und üun stehe ich mitten in den Hotelpalästen; die Xlfcge der Kurkapelle tönen leise herüber, und der Strom der Gäste aus aller Herren Länder flutet unter den Bäumen hin. Unwillkürlich blitzt ein Gedanke auf: Interlaken! Wenigstens ich bin von diesem Vergleich nicht mehr losgekommen. Wenn auch die Lage der beiden Orte grundverschieden ist, wenn auch Ragaz seine Schönheiten und Interlaken seine ganz andern Schönheiten besitzt, irgendwie sind sie doch wesensverwandt. Nicht nur, weil sie beide grosse Kurorte sind, sondern aus einem tieferen, unerklärlichen Grund. Nun, bei dieser Verwandtschaft braucht sich keines des andern zu schämen, und Ragaz bleibt trotzdem Ragaz, das herrliche Tor zum Bündnerland. br. Spazierfahrt am Sonntag. Vorschlag für solche, die aus Versehen noch nicht in die Ferien gegangen sind. Es ist wahr, das Wetter ist etwas unbeständig und da wa?t man sich nicht gerne allzuweit fort. Wie leicht gerät man auf offener Landstrasse in einen nicht endenwollenden Platzregen — und das Wagenwaschen besorgt man doch lieber selber ! Also, ja nicht zu weit! Gut, ich sehe, Sie haben da zwei prächtige Ankerbilder in Ihrem Zimmer hängen. Wie wär's, wenn wir mal dem Seeland ei- -nen kleinen Besuch abstatten würden? Leicht werden wir da und dort einen jener kernigen Anker - 2. INTERNATIONALE ST. MORITZER AUTOMOBILWOCHE 18.-24. AUGUST 1930 PROSPEKTE UND AUSKUNFT: OFFI2. VERKEHRS-BUREAU, ST. MORITZ Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners OH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. O. S. RAPPERSWIL die Bosenstadt idealerund schönster Ausflugs- sowie Aufenthaltsort amZürlchsee; im Zentrum der bedeutenden Durchgangsrouten von der West- und Zentralschweiz nach der Ostschweiz. Bestrenommierte Hotels. Offizielles Verkehrsbureau. Rendez-vons der Automobilisten. — Garage. Tel. 43. A. KAELIN, Mitglied des T. C. S. zum Hirschen Hochzeiten. HeimeligesJIgerstübli. Butterkücke Keelle Weine. Bauem-Spezlalitäten. Gesellschaft«, säle. Telephon 15. A. Bader. STEIN a Eh. Hofel Rheinfels Anerkannt gute Küche und Keller Spezialität: Fischküche. Telephon 24 K. Vctterli-CSrar. Hotet-ßestaurant Werben Sie um die 60,000 schweizer. Automobilisten OLEUM BASILEUM typen leibhaftig antreffen, und auch sonst ist viel Schönes zu sehen. Zuerst fahren wir mal gegen Aarberg zu. Das Strässchen über Herrenschwanden, Meikirch und Seedorf ist zwar die reine Bergund Talbahn, doch ist es landschaftlich sehr reizvoll. In steiler Abfahrt erreichen wir das Städtchen — das gar nicht etwa nur aus einer Zuckerfabrik besteht — und landen auf dem traulichen Marktplatz. Hier, am eigentlichen Eingangstor zum Seeland, lohnt es sich schon, einen Augenblick zu rasten. Die Aarberger sind übrigens auch humoristisch veranlagt: Wir zerbrechen uns den Kopf, was wohl das Wetter trolle, »da entdecken wir das Aarberger Barometer. Hängt da ein Karton-Eselchen mit einem prächtig langen Schwanz aus Schnur (Bemerkung dabei: im Freien aufzuhängen) und darunter steht, sehr sachlich und nüchtern: Wenn der Schwanz des Esels trocken ist, dann ist das Wetter schön, bewegt er sich, dann ist es luftig, ist er nass, dann regnet es und wenn er gefroren ist, dann ist es kalt .. Durch die gedeckte Holzbrücke, die die alte Aare überquert, verlassen wir das Städtchen. Ueber Bühl und Hermrigen geht's nach Nidau. Auch hier möchte man gerne bleiben, zugleich aber lockt es uns, dem altvertrauten Biel noch schnell einen Besuch, abzustatten. Doch dann wenden wir den Wagen wieder und von Nidau folgen sich nun all die freundlichen Seeländerdörfer, wie Ipsach, Sutzu.Lattrigen, beide etwas abseits der Strasse gelegen, Mörigen, Gerolfingen; von hier aus machen wir einen Abstecher nach Walperswil, kehren zurück nach ' Täuffelen und gelangen über Hagneck, Lüscherz und vorbei «an Vinelz nach dem lieblich gelegenen Städtchen Erlach. Und weiter geht's auf unserer Entdeckungs- und Spazierfahrt, nach Ins, dem Geburtsort Ankers. Wie schön ist es doch, durch dassommerliche Land zu fahren, bald zwischen habli-: •"heil, sauberen Bauernhäusern, bald durch weite Felder mit reifender Saat. Von Ins steuern wir den Wagen über Müntschemier, Treuen, Finsterhennen, Fräschels, Kallnach, Bargen, vorbei an Aarberg über Kappelen nach dem einladenden Worbenbad. Hier dürfen wir uns eine kurze Rast gönnen, bevor wir über Lyss und Münchenbuehsee wieder heimwärts steuern. Sicher wird uns von der Seeländerfahrt eine stille, frohe Erinnerung zurückbleiben an fruchtbare Felder, an liebliche Dörfer und lachende Städtchen, an freundliche Menschen. eb. Rapperswil. Vor nicht allzu langer Zeit ist im «Berliner Tageblatt» ein humorvolles Gedicht erschienen, in dem der als Kritiker berühmte Alfred Kerr die Gefühle eines Berliners, der mit seiner Gattin die Schweiz bereist, ausdrückte. Da hiess es unter anderem: «Was meiner Ollen sehr jefiel, war Zürich, Bern und Rapperschwil.> Also neben Zürich und Bern ausgerechnet Rapperswil, da muss doch schon was dran sein! Ach so, Sie glauben, er habe nur des Reimes wegen gerade Rapperswil ge^ nommen,, weil ihm das so passte? Auch möglich, obwohl ich es nicht glaube, und wenn es auch noch so wäre: Ist denn Rapperswil nicht wirklich eine»' der reizendsten alten Schweizerstädtchen? Malerisches, farbiges Mittelalter, von neuem, kr&ftigern • Leben durchhaucht, ein freundlich lächelnder See,' Rosen an allen Mauern und in allen Gärten, fröhliche Bewohner, das alles zusammengenommen gibtj ein- herrliches Ganzes, ergibt die einzigartige Rosen-'t .Stadt Rapperswil.^Qb^Abeicht dabei-war oder nicht) auf jeden Fall hat Kerr damit: ins SchwaTze getroffen:.«Was meiner Ollen sehr jefiel, war:Zürich, Bern und Rapperschwil.» Jawohl, und uns gefällt gerade dieses Rapperswil auch sehr gut. Nächstens fahren wir wieder mal hin! .—ch— Strandbad Interlaken.' (K.J.) Wassersport ist Trumpf. Ueberall entstehen neue Badeanlagen, die den Bedürfnissen unserer Tage Rechnung tragen sollen. So hat sich denn auch Interlaken entschlossen, eine eigene « Plage» zu schaffen, um sich eine neue und gewiss zugkräftige Attraktion zu sichern. Gleich hinterhalb des Kursaals bie^t vom Höheweg eine neue Strasse ab, die über-eine eigens errichtete Betonbrücke (nur für Fussgänger) über die Aare zu der sog.' GoWey am Hang des Härders 9 Gasthof Krone Terrasse am Rhein/— Fischküche. — Butterküche — Qualitätsweine. — Telephon 4. Ernst Schmied. STEIN a. Rhein Hasthaus zur „Obern Stube" (Zunfthaua z. Rose) Big. Metzgerei. VorzügL Küche, la, Steinen Weine (eig. Gewächs). Grosse Lokalitäten lüry eieine. Schulen u. Hochzeiten. Schöne Gartenwirtschaft; Bes. ERNST SCHNEWLIN, Tel. 55. Mote. Wtidenmann Rendez-uous der fluiomoDiiuten Das prächtig gelegene Ausflugsziel am rechten Zürichseenfer, wo Sie zu massigen Preisen erstklassig bedient verden. Jeden Sonntag-Nachmittag KONZERT. — Telephon 5 — GARAGEN durch die Automobil-Revue BASLER- OEL hinführt. Hier wurde in natürlich geschützter Lage das neue Strandbad errichtet und am letzten Sonntag festlich eingeweiht. Das Schwimmbassin, 25 m breit und 78 m lang, ist in drei Teile geteilt, die Sehwimmern (und Nichtschwimmern), sowie Springern zugedacht shtd. Ringsherum ist eine Rinne angebracht, die das schmutzig gewordene Wasser den K.an*lisationsanlagen Interlakens zuführt. Im Hintergrund erhebt sich langgestreckt der zweistöckige Kabinenbaa. Der Mittelbau enhält das schön eingerichtete Restaurant mit Terrasse sowie den Wasserturm. Rings um das Schwimmbassin herum «ind eine Meng« rom Plätzen anjebracht, die teils den Kindern, teils den Erwachsenen • zu alerhand Spiel- und Sportmöglichkeiten ««gedacht wurden. Ganz besonders ins Auge fällt die ausgezeichnete Sprunganlage, die sehr praktisch eingerichtet ist und auf verschiedenen Etagen Sprunghöhen von 4—5, 5—7 und 5—10 Metern Höhe zeigt. Die Installation des Bassins stiess des Grundwassers wegen auf grosse techniche Schwierigkeiten. Man hat deshalb der Bodenkonstruktion eine Dicke von 3,2 m gegeben. Die Regenerationsanlage des Bades ist geradezu vorbildlich. In grossen Filterbassins wird das Wasser mechanisch und chemisch gereinigt. Die gesamte Anlage stellte sich auf ca. 700,000 Franken. Das Bad ist herrlich gelegen. Der Blick fällt auf die ganze Bergkette vom Niesen bis zum Faulhorn, als Krönung darin das Jungfraumassiv. T. A. 515. Venedig-Trlest. Ich empfehle Ihnen, die Tour nach nachstehender Route und Einteilung auszuführen: 1: Tag: Thun, Interlaken, Meirineen, Grimsal, Gletsch, Furka, Hospenthal. Gotthard, Airolo, Faido, Biasca, Bellinzona. Monte Ceneri, Lugano, 233 km. 2. Tag: Lugano, Como, Mailand, Treviglio,' Rovato, Brescia, Desenzano, Verona, 236 km. S. Tag: Verona, Vicenza, Eadua\ Mestre (Wagen hier zurücklassen), Venedig, Treviso, Oderzo, Portogruaro, Cervignanp, 238 km. 4. Tag: Gervignauo, Ronchi, Triest. Sesana, Prevallo, Postumia, Planina, Vrbnika (Ob. Laibach), Ljubljana (Laibaeh), Kranj (Krainburg), Loibl-Pass, Klagenfurt, 233 km. 5. Tag: Klagenfurt, Velden, Villach. Paternion, Spittal, Gmünd, Katsehberghöhe, Mauterndorf, Tauernhähe, Radstadt. Kreuzberg, Lend, Zeil a. See, 238 km. 6. Tag: Zeil, Mittersill, Pass Thurn. Kitzbühel, St. Johann i. Tirol, Wörgl, Jenbach, Hall, Innsbruck, Telfs, Nassereith, 214 km. 7. Tag: Nassereith, Fern-Pass Lermooa, Reutte,' Königsschlösser, Weissbach. Kempten, Isny, Lindau, Bregens, Heiden, Teufen,- St. Peterzeil, Lichtensteig, 230 km. 8. IWg: Lichtensteig, Ricken, Rapperswil, iZürieh, Kreuzstrasse-Atrberg, Bern. Thun, 214 km. Die Tour ist ausseist imteressant und abwechslungsreich, die Strassen meistens gut. 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Tag: Narbonne, Sigean, Salaes, Penngnan, L» Boulou, ha JuniTuera, Fijjueras. Blacara, Gerona, Tordera, 187 k«i. 7. Tag: Tordera, Calella, M»Uro, Btdaloma, Barcelona. 68 km. 8. Tag: Aufenthalt in Barcelona. 9. Tag: Barcelona, Mollet, Grandios. Vieh, Saa Quirico di Besora, RipoU, Ribas, Tosas, Puigcerda, 171. km. * 10. Tag: Puigcerda, Col d« PuTOtorens, Ax-Je«- fhermes, Tarascom, Foix, Pamiers, Auterive, Toulouse, 180 km. 11. Tag: Toulouse, Grisolles, Montauban, Gautsade, Gahers, L» Mothe-Caisel, Payrae, Souillae, Brive, 212 tan. 12. Tag: Brive, Tülle, Egletons, Ussel Beurg-Ltitic, Rochefort, Clermont-Ferrand, Lezoux, Thiers, 223 km. 13. Tag: Thiers, Noiretable, Böen, Feurs. Ste. F»y, Lyon, Meximieui, Pont d'Ain. Nantua, 225 km. 14. Tag< Nantua, Chätillon-de-M.. Coflenges, Genf, 223 km. Die Etappen sind absichtlich so gewählt, dass die Tour dann wirklich eine Ferienfahrt und nicht eine Hetzfahrt wird. 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Wi« »oll ich die Tour einteilen, welche Touren sind von Samaden aus zu empfehlen, und welch« Hin- Und Rückfahrtiroute eoll ich wählen? J. L. in R. T. F. 519. Neuenstafft—Elsenach. Welche Routs empfehlen Sio mir für die Fahrt wm Neuenstadt nach Eisenach und wieder zurück. Ich nöehte auf der Hinfahrt Schaffhausen und auf der Rückfahrt eventuell Strassburg berühren. 'Wieviele Tage brauche ich für die Hinfahrt umd wieviele für die Rückfahrt? E- V. in N. T.F. 520. ••**—Bordeaux. Kann mir jemand angeben,- wie ich auf möglichst guten StrWssen von ; Bern nach Bordeaux gelange? Genügen 4 Tage, um die Strecke ohne zu hasten zurückzulegen. Üeber 250 km im Tag. möchte ich nicht fahren? W. B. in L. Das unbelehrbare Alter. Nicht die Kinder, sondern die altern Leute sind die unvorsichtigsten Fussgänger. Nach einer Berechnung des deutschen statistischen • Amtes kommt bei der Jugend im Schulalter nur. ein Bruchteil der Unfälle vor, die ältere Leute treffen. Auf 100,000 Sdiüler im Alter von 5—15 Jahren entfallen etwa 20 tödliche Unfälle, auf die gleiche Anzahl alter Leute von 60 und mehr Jahren aber volle 160! '- H. ECKENER sehreibt über den LE IC A-Aufnahmeapparat: , «Die prachtvolle Kamera mit Ihrer > , geradezu raffiniert ausgeklügelten Vollendung In allen Teilen, die Präzision und Scharfe der Aufnahmen verbürgen, wird mir ein treuer ,. . Begleiter auf allen Fahrten sein.» Diese Kamera wird auch Sie befriedigen. Haben Sie dafür Interesse, so lassen Sie sich dieselbe unverblndl.vorfDhren bei F. LDTHY. Optiker. ZÜRICH Storchengasse , Telephon 39.360 Anerkannt Sorgfalt. Ausfuhrung von Photo-Arbeiten. Barn« Troai Daten- Leuchter PochonSilber handbetrieben In eigenem Atelier nach alten REHFUSS-Muttarn u. Original - Zeichnungen Gebr. 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