Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.064

E_1930_Zeitung_Nr.064

fälle einzig in der

fälle einzig in der schlechten Beschaffenheit von Strassen ihren Grund hatten. "Keiner der betreffenden Fahrer hatte es an der nötigen Vorsicht fehlen lassen. Und solch ein Prozentsatz in einem Lande, das so -viele wundervolle Strassen besitzt, das wir in der Schweiz gelb vor Neid werden könnten! Wie würde erst der Prozentsatz bei unsern Verhältnissen lauten ? Mf. Grenzformalitäten. Wir stecken bereits mitten in der Saison eines sich stets steigernden Autotourismus. Die Grenzpfähle sind gefallen, weit gesteckte Ziele werden vom Auto mit Leichtigkeit erreicht. Um die Reise angenehm zu machen, bedarf es jedoch geordneter Papiere. Da zeigt es sich immer wieder, dass nur zu oft der Automobilist sich mit der Regelung seiner Zollpapiere zu wenig abgibt oder darüber zu wenig auf dem Laufenden ist. Es kann deshalb nicht schaden, wenn wir wieder einmal auf die Wichtigkeit der Regelung der Äuto-Zollpapiere hinweisen. Es handelt sich hier vor allem um einen Verpflichtungsakt. Mit dem Ausstellen des Triptyks übernimmt der das Triptyk ausstellende Club die Garantie, dass der in ein Land einfahrende Wagen innerhalb der Gültigkeitsfrist das betreffende Land wieder verlässt, oder dass, wenn aus irgendeinem Grunde die Ausreise sich verspätet oder überhaupt nicht mehr stattfindet, die fälligen Zollbeträge dem betreffenden Zollamt vom Aussteller-Club entrichtet werden. Es ist deshalb ohne weiteres klar, dass die Triptykstellen der verschiedenen Automobilclubs mit ihrem sich stets steigernden Stabe eine grosse Kontrolltätigkeit zu entfalten haben, die ihnen von den Automobilisten sehr gut erleichtert werden könnte. Die Clubs haben allen Grund, der definitiven Löschung der Zollpapiere alle Aufmerksamkeit zu schenken, wollen sie nicht schweren finanziellen nehmen. Schaden auf sich Besonders sei darauf hingewiesen, dass alle Eintragungen in das sogenannte Grenzpassierscheinheft lückenlos sein müssen. Sowohl Einreise als die entsprechende Ausreise müssen darin notifiziert sein. Fehlt irgendeine Eintragung, so kann es vorkommen, dass das Einreise-Zollamt des neuen Staates die Eintragung der Einfahrt verweigert. Die Praxis hat gezeigt, dass durch irgendwelche Unterlassungssünde im Visum sehr unangenehme Komplikationen, Schreibereien und Kosten die Folgen sein können. Besonders möchten wir darauf aufmerksam machen, dass bei Grenzpassierscheinheften alle benützten Souchen des Heftes genau ausgefüllt und visiert sein müssen. Währenddem früher die schweizerische Zollbehörde sich mit dem Grenzpassierscheinheft behalf, zwangen verschiedene vorgekommene Tatsachen die Behörde, wiederum davon abzukommen und von jedem Fahrer einen Freipass zu verlangen, der vom schweizerischen Zollamt auf Grund der Einfuhrzoll-Quittung abgegeben wird. Für die Aus- und Einreise in die Schweiz ist dieser Freipass notwendig. Auch hier brachte die Uebergangszeit gewisse Missstände, indem die Zollbeamten sich auf den Freipass beschränkten und von denjenigen Motorfahrzeugbesitzern, die ein auch für die Schweiz gültiges Grenzpassierscheinheft besitzen, im letzteren keine Eintragung mehr vollzogen. Bei den Triptyks fehlen sehr oft die provisorischen Eintragungen der Zollbeamten. Ist das Triptyk abgelaufen und sollte die Löschung erfolgen, so erheischt diese Unterlassungssünde wiederum zeitraubende und sehr kostspielige Recherchen. Die Komplikationen steigern sich, wenn es sich dabei noch um Staaten handelt, die von den Auslands-Automobilisten Autosteuern für die Tage ihres Aufenthaltes fordern. Es sei deshalb oberster Grundsatz eines jeden Automobilisten, die Grenze nicht zu überfahren, ohne sich seine Ein- und Ausreise im Triptyk bestätigen zu lassen, sei es provisorisch, sofern es sich nicht um die letzte Ausreise handelt, oder definitiv, wenn man das betreffende Land innerhalb der Gütigkeitsdauer des Triptyks nicht mehr zu bereisen in der Lage ist. Bei einer provisorischen Löschung kann die definitive später beim ausstellenden Club erreicht werden. Leider kommt es nur zu häufig vor, dass Automobilisten ihr Triptyk verlieren; Dies •hat zur Folge, dass beim Nichtwiederauffinden des Papiers der Automobilist beim betreffenden Konsulat in der Schweiz vorstellig werden muss, um eine Bestätigung zu erhalten, wonach der betreffende Wagen sich wiederum in der Schweiz befindet. Für gewisse Länder genügt allerdings auch eine Bescheinigung der betreffenden kantonalen Motorfahrzeugkontrolle. Wer einmal in die Lage kam, ein französisches Triptyk zu verlieren, weiss, dass die Gebühren ausserordentlich hohe sind. Es wäre vielleicht nicht verfrüht, wenn sich sowohl die schweizerischen als auch die grossen internationalen Automobilistenverbände für die Beseitigung dieser konsularischen Bescheinigung einsetzen würden. Das Visum einer kantonalen Motorfahrzeugkontrolle sollte genügen. Der Verlust von Zollpapieren kann selbstverständlich ebenfalls zu einer sehr kostspieligen Angelegenheit werden. Besondern Wert möchten die Automobilisten auf die Einfuhrzollquittung legen. Nur gegen Vorweisung dieses Papiers stellen die schweizerischen Zollämter Freipässe aus, welche zur zollfreien Wiedereinreise in die Schweiz berechtigen. Es ist für jeden Automobilisten empfehlenswert, sich ein Duplikat der Zollquittung ausfertigen zu lassen, um auf alle Fälle gedeckt zu sein und langwierigen Nachforschungen zuvorzukommen. Der ins Ausland fahrende Automobilist denke also an sein Grenzpassierscheinheft, an die nötigen lückenlosen Eintragungen, bei Benützung seines Triptyks an das provisorische oder definitive Visum und schenke sämtlichen Papieren, heissen sie nun Grenzpassierscheinheft, Triptyk, Freipass und Einfuhrzoll-Quittung, die grösste Aufmerksamkeit. Nun sind in den letzten Jahren noch einige Erleichterungen geschaffen worden. An Stelle von Triptyk und Grenzpassierscheinheft haben Oesterreich, Italien und Frankreich für kurzbefristete und aus rein touristischen Gründen erfolgende Einreise provisorische Eintrittskarten eingeführt. Dies bedeutet gegenüber dem immerhin noch reichlich komplizierten •Triptykwesen eine ganz bedeutende Erleichterung für den Autotouristen, ist somit in hervorragendem Masse geeignet, den automobilistischen Reiseverkehr zu fördern. So wird in Oesterreich dem einreisenden Automobilisten ein sogenannter Zehntagevormerkschein abgegeben für den Betrag von Fr. 5.—. Um diesen Schein zu erhalten, wird als Ausweis nur der internationale Fahrausweis- verlangt. Der Schein wird nur in ganz ausnahmsweisen Fällen über 10 Tage hinaus noch verlängert, r Auch Italien hat schon vor-zwei Jahren eine provisorische Einreisekarte geschaffen.' Die Verwendung dieser Karte wirkte sich aber praktisch nicht aus, da noch zu viele Formalitäten zu erfüllen waren, um ; ihn-^u bekommen. Mit diesem Frühjahr ist aber eine Neuregelung eingetreten, die nu$ die Beschaffung solcher provisorischer Eintrittskarten ausserordentlich erleiphteifor Diese Karte mit fünftägiger Gültigkeit .be-,, rechtigt zu einmaliger Ein- und Ausreise an beliebigen italienischen Zollämtern, und zwar kann auch die Ausreise an einem x-beliebigen Zollamt vor sich gehen. Die Verkehrsbewilligung muss nicht mehr wie früher beim Eintrittszollamt deponiert werden. Die Karte berechtigt, sich in einem Umkreise von 1000 km vom Einreisezollamt zu bewegen, ihre Abgabegebühr beträgt 20 Lire. Das Office francais du Tourisme in Genf liefert für vorübergehende Einreise nach Frankreich eine Spezialbewilligung, gültig für acht Tage, zum Preise von Fr. 2.—. Die Karte erlaubt deniAutomobilisten die Fahis ten im Departement Ain, Jura, Hochsayoyen. Aus- und Einreise nach Frankreich haben über folgende französische Grenzorte zu erfolgen: St. Julien, Moillesulaz, Veigy-röute, Chens-le Pont la Cure, Crassier, Ferney, Voltaires. St. Genis, Pougny, St. Gingolph, Vallorcine. Von unsern Nachbarstaaten ist. also Deutschland der einzige, der eine solche touristische Erleichterung noch nicht, ge-" währt. Die enorme Entwicklung des. Automobiltourismus wird aber auch hier gehie" terisch mit der Zeit einer Erleichterung, und Vereinfachung rufen, die ja sicherlich in jedermanns Interesse nur von Vorteil sein kann. r~] Freiheitsstrafen für betrunkene Autofahrer. Eine betrunkene Person gehört nicht als Fussgänger auf die verkehrsbelebte Strasse, viel weniger aber ein alkoholisierter Autofahrer ans Lenkrad seines Automobils. Der angeheiterte Fussgänger bringt wohl in den meisten Fällen nur sich selber in Gefahr, der, •benebelte Fahrer hingegen setzt sich, seine' Mitfahrer und all© Strassenbenützer, denen er begegnet, der Lebensgefahr aus. Es ist absolut unverantwortlich,einen Fahrer, der seiner AU TUMOBlL-KXVUb selbst nicht mehr Herr ist, fahren zu lassen. Die Pflicht 1 der Verhinderung zum Fahren ruht nicht nur auf der Polizei, sondern auf jedem Insassen. Von der Polizei verlangen wir ein entschlossenes Eingreifen gegen betrunkene Fahrer schon im Interesse der Verkehrssicherheit, dann aber auch im Interesse des Automobilismus überhaupt. Das Bezirksgericht am See (Kanton St. Gallen) behandelte jüngst einen solchen Fall, bei dem ein angetrunkener Reisender bei Goldingen in einer Linkskurve, die in bedeutendem Gefälle liegt, geradewegs über das Strassenbord hinausfuhr. Das Auto überschlug sich und begrub einen Teil der vierköpfigen Reisegesellschaft unter sich, wobei einer der Mitfahrenden schwer verletzt wurde. Am Auto selber waren starke Beschädigungen festzustellen. Die Anklage lautete nun auf Bestrafung wegen fahrlässiger Körperverletzung und stark übersetzter Fahrgeschwindigkeit. Die Benebelung des Fahrers habe bewirkt, dass derselbe im entscheidenden Moment vor der Kurve, statt auf die Fussbremse auf das Gaspedal gedrückt habe. Das Bezirksgericht am See verurteilte den Beklagten in erster Instanz zu 14 Tagen Gefängnis und •300 Franken Geldbusse. Die Appelationsinstanz, die st. gallische Strafkammer, bestätigte das erstinstanzliche Urteil auf ganzer Linie und gab dabei die Auffassung kund, dass man gegen einen betrunkenen Fahrer, der seine Mitmenschen auf leichtsinnige Weise in Gefahr bringt, keine der üblichen Rücksichten walten lassen solle. Eine Freiheitsstrafe als Denkzettel für die Zukunft dieses Fahrers ist ohne Zweifel, auch vom Standpunkt des Automobilisten aus, gerechtfertigt. Interessant wäre aber noch zu vernehmen, ob dem Fahrer nicht "für eine Zeitlang die Führerbewilligung g0> entzogen wurde. : T. C. S. und Bussenpraxis. Die Sektionen Aargau, Basel, Bern, Schaffhausen, Seeland, Solothurn, Waldstätte und Zürich des Touring-Club der Schweiz nahmen auf Einladung der Sektion Basel in einer Präsidialkonferenz vom 23. Juli 1930 im Stadtkasino in Basel Stellung zu den Missständen, die in den Kantonen Aargau und ßasellandschaft mit Bezug auf die Automobilkontrolle und die richterliche Spruchpraxis bei Polizeiübertretungen im Motorfahrzeugverkehr gerügt werden. Nach einlässlicher Diskussion wurde beschlossen, vorderhand von weitergehenden Massnahmen abzusehen und. sich darauf zu beschränken, den betr. kantonalen Behörden in begründeten Ein- -gaben die desiderata der Motorfahrzeugfahrer zur Kenntnis zu bringen und um mündliche Aussprache nachzusuchen. -;•• Die Wünsche dieser Präsidialkonferenz erstrecken sich namentlich auf folgende Punkte:. • i. Automobilkontrolle. ,a , a) Die Kontrollen sollen mit der Stopp- • ;• i „. „uhr vorgenommen werden von zwei •t J ~LlPolizisten unter Zuzug eines Sach- "* . ,,1 verständigen für den Automobilver- • " "kehr" (kantonale Aütomobilexperten. \> etc.). , ; b) Allfällig fehlbare Automobilisten sol- 3 ; len angehalten und zum Tatbestand r; -' gehört werden unter Bekanntgabe der Vorhalte und mit dem Hinweis auf die zu erfolgende Verzeigung. 2. Bussenpraxis. Die Höhe der Bussen soll nicht, wie dies auf Grund einer Vereinbarung der aargauischen Bezirksgerichtspräsidenten ge- •schieht, lediglich nach der effektiven Geschwindigkeit abgestuft werden, sondern in Berücksichtigung der erfolgten Gefährdung des Verkehrs und einer angemessenen Toleranz. 3. Verkehrstafeln. Die Strecken innerorts und ausserorts sollen durch gut sichtbare Verkehrstafeln genau abgegrenzt werden. Die Motorfahrzeugfahrer werden gebeten, sachdienliches Material (Bussenverfügungen etc.) womöglich mit genauer Tatbestandsangabe dem Sekretariat der Automobilsektion Basel des T. C. S. möglichst umgehend einzusenden. Das kantonal-zürcherische Strassenwesen erfährt eine eingehende Behandlung im soeben erschienenen Jahresbericht der Direktion für öffentliche Bauten. Insgesamt verfügt der Kanton über ein Netz von 2248,7 km Strassen. Davon entfallen 313,8 km auf Hauptverkehrsrouten, 1198 km auf Strassen 1. Klasse und 736,6 km auf Strassen 2. Klasse. Ergänzend sei noch erwähnt, dass die beiden Hauptstädte Zürich und Winterthur 111,5 km, resp. 86,3 km, an Strassen 1. und 2. Klasse aufweisen, für deren Unterhalt diese Gemeinden Staatsbeiträge beziehen. Während des Bericht] ahres sind vom Regierungsrat 52 Bauprojekte für Strassen und: 11 Vorschläge für Neubau oder Verstärkung von Brücken genehmigt worden. Als die beiden wichtigsten Bauten, welche 1929 zum grössten Teil fertiggestellt worden sind, müssen der Um-, bzw. Neubau der Rheinbrücke •zwischen Flaach und Rüdlingen sowie die Verlegung der Seestrasse von der Gasfabrik im Herner bis zum Niveauübergang in Hor- ; gen bezeichnet werden. Letztere Anlage ist für den Strassenverkehr schon deshalb bedeutend, als dadurch der stark frequentierte Niveauübergang behoben wird. Zur Bestreitung des ordentlichen Unterhaltes für das Staatsstrassennetz stund ein Kredit von 3,3 Millionen Franken zur Verfügung. Der Unterhalt der Hauptstrassenzüge, der gesondert aufgeführt wird, benötigte rund eine halbe Million Franken, was einem durchschnittlichen Kilometerbetrag von 1748 Franken entspricht. An wichtigsten Strassenarbeiten wurden u. a. folgende durchgeführt : Teerung oder Bitumierung Oberflächenbehandlung Kleinsteinpflästerung Walzasphalt Total 1930 — N< 6 t Strassen Hauptver- 1.U.2.K1. kehrsstrassen 11.3 km 12,4 km 7,5 km — 2,8 km 2,3 km 4,8 km — 27,6 km 14,5 km Von den in den letzten zehn Jahren ausgeführten Verbesserungen an Hauptstrassen entfallen 244 km oder 89,9% auf Oberflächenund Innenteerung und 23,8 km oder 8,8% auf Kleinsteinpflästerung. Zur hauptsächlichsten Finanzierung der Verbesserungen an Hauptverkehrsstrassen ist ein Fonds angelegt worden, der ausschliessüch aus den Einnahmen aus der Motoriahrzeugsteuer und den Fahrradgebühren, dem Benzinzollanteil sowie event. Baueinnahmen gespiesen wird. Dieser Fonds zeigt folgenden Stand auf Ende 1929 : in Tausend Fr. Soldo von 1928: 696.— .. Benzinzollanteil 1925/28 2.226.— Ertrag der Motorfahrzeuggebühren und Velosteuer 1029- 3.599.— 1928: 3.116.— 'Baueinnahmen 539.—« Zinsen 121.—' Total 10.798.— Für die Bauausgaben pro 1929 wurden dem Fonds 4,1 Millionen Fr. entnommen, so dass 6,6 Millionen Franken Vermögen verbleiben. Man erkennt schon aus diesen wenigen Zahlen, in welch beträchtlichem Masse die Automobilisten und Motorradfahrer durch die Sonderbesteuerung zur Finanzierung^ des kantonalen Strassenwesens herangezogen werden. Noch ein Wort bezüglich der Strassenwärter. Das Netz ist in 537 Wärterbezirke eingeteilt, welche zum Teil in Regie und anderseits von 393 festangestellten, aber nicht vollbeschäftigten Wärtern besorgt werden. Auf einen Wärterbezirk fallen durchschnittlich 4,3 km Strassen. z. Aus «len K«in€«»nen Kein© Verkehrs-Beschränkungen auf der Strasse Grafenort—Engelberg. Der Regierungsrat von Obwalden hat die seit letztem Jahre bestehenden Verkehrsbeschränkungen auf der Strasse Grafenort—Engelberg, die grosse Gesellschaftswagen mit mehr als 23 Plätzen von der Benutzung der Strasse ausschlössen, wieder aufgehoben. Es können also nunmehr auch die grossen Wagentypen, sofern die Wagenbreite nicht 2,20 m überschreitet, auf der ganzen Strecke Luzern- Stansstad-Engelberg ungehindert verkehren. Eine neue Aarebrücke in Aarau ? Es geht einen kleinen Schritt vorwärts mit der zweiten Aarebrücke in Aarau. Der Stadtrat dieser Stadt hat unlängst einen Wettbewerb unter den in den Kantonen Aargau, Zürich, Zug, Luzern, Schwyz, Bern und Solothurn seit dem 1. Januar 1929 niedergelassenen Fachleuten ausgeschrieben. Schweizerische Alpenposten. In der Woche vom 14. bis 20. Juli machte sich die schlechte und kalte Witterung (auf den höchsten Pässen fiel sogar Schnee) im Betriebsergebnis sehr fühlbar, indem nur 26,105 Personen (gegen 30,226 in der entsprechenden Periode des Vorjahres) befördert wurden, wobei noch zu berücksichtigen ist, dass dieses Jahr vier Routen neu in der Zusammenstellung figurieren. Die Grimsel allein weist gegenüber dem Vorjahre eine Einbusse von 1448 und die Furka von 548 Reisenden auf; die Frequenz hat auf diesen Routen in der vergangenen Woche nur etwas über 50 Prozent der entsprechenden Zahlen des Vorjahres erreicht. -f. Eine unverständliche Strassensperre. Gerade auf die Reisesaison hin hat die schwyzerische Bauverwaltung die landschaftlich sehr schöne Strasse Meggen-Küssnacht (die kürzeste Strassenverbindung zwischen Luzern und Brunnen) wegen Bauarbeiten sperren lassen. Und nicht nur das: die Umleitungen (die bis weit in den Kanton Zug hineinführen) sind so schlecht markiert, dass Ortsfremde schon mehrmals die richtige Route erst nach mehrmaligen Irrfahrten gefunden haben. Das Offizielle Verkehrsbureau Luzern hat sich nun jüngst mit den lokalen Sektionen des A.C.S. und T. C..S. in Verbindung- gesetzt, um gemeinsam mit dem Verkehrsverein Zentralschweiz bei der Baudirektion Schwyz zu beantragen, es möchte die Strasse wenigstens für Tourenwagen bis 8 Plätze geöffnet werden. Die Strassenarbeiten könnten auf der einen Strassenhälfte vor sich gehen, während die andere dem Verkehr dienen würde. Durch Umleitung der Gesellschaftswagen und der Lastwagen würde die Strasse genügend entlastet, um eine halbseitige Sperre zu gestatten. Eine Antwort auf diese Eingabe ist bis jetzt noch nicht erfolgt; die Strasse Meggen-Küssnacht bleibt also vorderhand ganz gesperrt. -L

N°64 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Im Zeichen des Sportes Das Neueste vom Klausen. (9. und 10. August.) Noch nie haben die Organisatoren dieses bedeutendsten und bestdotierten Bergrennens den Rennbesuchern eine solch qualitativ hochwertige Nennliste bieten können, wie dieses Jahr. Täglich gehen neue Anmeldungen prominenter Motorrad- und Automobilfahrer ein. Eine wahre Elite von Fahrern bester Klasse wird sich am 9. und 10. August am schönen Klausenpass einfinden. Der Pariser Pesato hat sich auf De Soto- Touren- und Sportwagen gemeldet, der Deutsche Graf Arco Zinneberg auf Amilcar-Rennwagen, der Berliner Simons auf D. K. W.- Touren- und .Sportwagen, der Schweizer H. Kessler auf Amilcar-Rennwagen, die Deutschen Wetterau auf B. M. W.-Sportwagen und Kurz auf Bugatti-Touren- und Sportwagen. Und dann die « ganz Grossen > ! Ausser dem französischen Meisterfahrer Chiron wird nun die Fabrik Bugatti noch den bekannten Rennfahrer Bouriat entsenden, der sich am Grossen Preis von Europa vom 20. Juli 1930 als Zweiter klassiert hatte. Und Italien wird in der Rennwagenkategorie ausser Nuvolari auf Alfa Romeo noch durch den ausgezeichneten Rennfahrer Luigi Fagioli auf Maserati-2,5-Liter-Rennwagen, neuestes Modell, vertreten sein. Fagioli hat kürzlich am Bergrennen Cuneo-S. Maddalena die zweitbeste Tageszeit erzielt und sich am Circuito Principe di Piemonte sogar als Erster klassiert. So sind heute allein für die Rennwagenkategorie bereits zirka 15 Fahrer gemeldet und so wird diese Wagenkategorie mit grossartigem Sport aufwarten können. Unter den Ehrengästen darf heute schon die Anwesenheit von Herrn Cav. Gianferrari, dem Verwaltungsdelegierten der Alfa Romeo-Fabrik, Mailand, gemeldet werden. Die Durchführung des Rennens ist nun so angeordnet, dass am 9. August alle Tourenwagen und Sidecars und die Motorräder bis und mit 350 ccm starten, derweilen am 10. August die restierenden Motorräder und die Sport- und Rennwagen das Rennen bestreiten. Die Renninstallationen werden durch die Aufstellung von Kilometertafeln, die den Fahrer stets über die zurückgelegten Kilometer orientieren, ergänzt. Der Sanitätsdienst wird dieses Jahr von den Rotkreuzkolonnen von Zürich, Horgen, Glarus und dem Samariterverein Uri besorgt. Eine Urner Stimme zum Klausenrennen. Der Präsident des Verkehrsvereins Altdorf- Klausen ersacht uns, um Aufnahme folgender Einsendung: Das 8. Klausenrennen steht vor der Tür. Die bekannten unangenehmen Differenzen zwischen den urnerischen Staats- und Korporationsbehörden und Veranstaltern konnten noch einmal behoben werden. Um aber das hauptsächlich propagandistisch* für die Gegend wertvolle Rennen auch in Zukunft zu erhalten, bedarf es allseitig viel guten Willen. Es ist der Sache nicht gedient, wenn die Forderungen der Korporation einfach als unverschämt taxiert •werden, man muss wissen, dass die Aelpler und ihr Vieh während den Trainings- und Renntagen durch die Strassensperre sehr gehindert und geschädigt sind. Anno 1927 konnte ich mich persönlich überzeugen, wie das Vieh in den Oberstaffeln den ganzen Tag im kniehohen Schnee stehen musste und vor Hunger brüllte, unten brüllten die Motoren der grossen Rennkanonen und rasten den Berg hinauf. Die Aelpler sagten mir auf Kuhdeutsch ungefähr folgendes: «So Herr Korporationsrat! müsst ihr nicht selber sagen, die Welt ist verrückt. Hier geht das Vieh zu Grunde und unten rennen die Menschen.... Wenn wir endlich am Abend zu Putter und Wärme fahren können, finden -wir das Gras zerstampft von 20 000 und mehr Zuschauern, der weiche Boden von tausenden Autos teilweise zurfurcht, die Weide voll Glasscherben, Konservenbüchsen und allen möglichen Abfällen, die Hütten von Nachtlager suchenden aufgerissen, dies oder jenes fehlt oder ist beschädigt... Es hat keinen Zweck, diese Schattenseiten zu verheimlichen, im Gegenteil, sollten die RennbesucheT aufmerksam gemacht werden, damit die gewiss nicht auf Rosen gebettete Bergbevölkerung nicht mehr als nötig geschädigt wird. Dies zum Verhältnis mit der Korporation. Für den Staat hat sich die Sache insoweit verschlechtert, dass mit dem Jahre 1929 die kantonalen Durchgangsgebühren gefallen sind, welche bisher die gesetzliche Vergnügungs- und Reklamesteuer koniDensierten. Diese Steuer wurde als Folge des Bankkraches 1915 von der Landesgemeinde beschlossen und wird bei allen Veranstaltungen gehandhabt, sogar bei den Vaterländischen Tellspielen, trotzdem dieselben seit der Erbauung des neuen Teilspielhauses noch ein grosses Loch zu decken haben. Man müsse also auch hier dem Gesetze einigermassen nachleben. Besonders da die Klausenrennen wirtschaftlich direkten Erfolg immer weniger bringen, da an diesen Tagen das Publikum grösstenteils Verpflegung und Decke mitnimmt oder solche bei den auswärtigen Proviant-Autos auf der Rennstrecke kaufen. Wir wissen nicht, ob diese Zustände dem zuzuschreiben sind, dass die Leute glauben, sie kriegen nichts, oder es sei alles überfüllt, oder sie werden überfordert. Tatsache ist, dass letztes Jahr die Frequenz in den Gasthöfen von Urigen angefangen bis nach Sisikon sehr schlecht war, weshalb wir dieses Jahr in den Verkehrsbureaux Altdorf- Klausen und in Flüelen Quartierbureaux einrichten, wo man .Auskunft über Logis und Verpflegung erhält. Wir bitten um gefl. Anfragen und Aufträge zur Weiterleitung. Das urnerische Gastwirtgewerbe versichert Sie guter Bedienung und massiger Preise. Der Gemeinderat Altdorf hat in grosszügiger Weise dieses Jahr die strittigen 1000 Fr. Vergnügungssteuer übernommen, hoffen wir, dass diese Sympathiekundgebung für die Veranstalter gewürdigt und unterstützt werde von der grossen Automobilgemeinde und den Rennbesuchern und dieselben durch ihr Verhalten für die Zukunft wieder einen günstigem Boden schaffen, damit dies einzigartige Sportereignis erhalten bleibt. III. Internationale Schonheitskonkurrenz für Automobile in Luzern. Für die am kommenden Samstag den 2. August stattfindende, von der Sektion Luzern des Automobilklubs der Schweiz veranstaltete dritte internationale Schönheitskonkurrenz für Automobil© hat der erste Nennungsschluss bereits eine sehr erfreuliche Anzahl von Meldungen gebracht, so dass schon jetzt volle Gewähr für eine schöne und interessante Durchführung des Anlasses besteht. Nach der durchgeführten Schönheitskonkurrenz findet am Samstag abend 10 Uhr im den prächtigen Räumen des Hotels Schweizerhof die Preisverteilung mit darauffolgendem Ball statt. Wir möchten nochmals auf die gediegenen Preise hinweisen, die für die prämiierten Wagen ausgesetzt sind : für den schönsten Wagen aller Kategorien eine künstlerisch ausgeführt© handgetriebene goldene Plakette, für die ersten Preise silbervergoldete, für die zweiten Preis© silberne und für di© dritten Preise bronzen© Plaketten. Ausserdem gelangen verschiedene wertvolle Speziaipreise (Kunstgegenstände) für die bestbeurteilten Wagen zur Verteilung. Man sieht in Äutomobilistenkreisen der Schönheitskonkurrenz vom nächsten Samstag mit Spannung entgegen. Eine Sternfahrt zum Grossen Bergpreis von Deutschland. Auch dieses Jahr veranstaltet der Allgemein© Deutsche Automobilclub wieder ein© Sternfahrt nach Freiburg, die am Vortage des Grossen Bergpreises vom Schauinsland stattfinden wird. Di© Veranstaltung ist offen für Automobile und Motorräder; zur Teilnahme sind Fahrer aller Nationen zugelassen. Die Fahrt erfolgt mit und ohne Spitzenwertung. Ehrenpreis© erhalten jen© Fahrer, welche di© grössten Luftlinienentfernungen zwischen Startort und Zielort zurückgelegt haben. Ausserdem erhält jeder Teilnehmer an der Fahrt die sehr hübsch ausgeführte Sternfahrtplakette. St. Moritzer Automobilwoche. 18.—-24. August. (lr.) Die vorbereitenden Massnahmen für die Durchführung der II. Internationalen St. Moritzer Automobilwoche lagen bisher in den Händen eines Dreierausschusses. Noch aber steht die Hauptarbeit erst bevor, weshalb nun das grosse Organisationskomitee bestellt worden ist, das sich in folgender Zusammensetzung präsentiert: Ausschuss: Präsident: Herr Oberst Bon, St. Moritz; Vizepräsident: Herr Dr. W. Suter, St. Moritz; Aktuar: Herr P. Conrad, St. Moritz; Kassier: Herr C. Troeger, St. Moritz. Exekutivkomitee: Präsident: Hr. Oberst H. Bon; Mitglieder: die Herren P. Conrad und C. Troeger; Sekretär Herr H. Brück, St. Moritz. Administrative Komitees: Empfangskomitee: Präsident: Herr Ph. Mark, St. Moritz; Quartierkomitee: Präsident: Herr C. Jilli, Hotelier, St. Moritz; Garagekomitee: Präsident: Herr G. Mathis, St. Moritz; Unterhaltungskomitee: Präsident: Herr Dir. Martin, Grand Hotel, St. Moritz. Pressekomitee: Nachrichtendienst: Präsident: Herr Dr. Amstutz, St. Moritz; Propaganda: Präsident: Herr Dr. Locher, St. Moritz. Rennleitung: Rennleiter: Herr A. Töndury, Zürich; Rennsekretär: Herr Dr. Schmidlin, Zürich. Sportkommissionen; Sternfahrt: Chef: Herr P. Conrad, St. Moritz; Kilometerrennen: Chef: Herr Ing. Fontana,. Samaden; Geschicklichkeitsprüfung: Chef: Herr O. Lüscher, St. Moritz; Schönheitskonkurrenz: Chef: Herr P. Lareida, St. Moritz; Bernina-Bergrennen: Chef: Herr C. Troeger, St. Moritz Ṫechnischer Dienst: Abnahmekommission: Chef: Herr Ing. Brüderlin, Zürich; Trainingskommission: Chef: Herr G. Mascioni, La R5sa; Startkommission: Chef: Herr W. Badertscher, Zürich; Zielkommission: Chef: Herr F. Frey, Zürich; Zeitmesskommission: Chef: Herr Th. Beyer, Zürich. Polizei-, Sanitäts- und Hilfsdienst: Polizeidienst: Chef: Herr A. Willy, St. Moritz; Sanitätsdienst: Chef: Herr Dr. E. Ruppanner, Samaden; Hilfsdienst: Chef: Herr Dir. Zimmermann, Poschiavo. Bau-, Strecken-, Telephon- und Meldedienst: Telephondienst: Chef: Herr J. Bargetzi, Telephonchef, St. Moritz; Melde- und Lautsprecherdienst: Chef: Herr Dir. Th. Rofler, St. Moritz; Bau- und Streckendienst: Chef: Herr Ing. Fontana, Samaden. Tag für Tag langen beim Organisationskomitee neue Anfragen ein, zeugend von dem mächtigen Widerhall, den das St. Moritzer Meeting auch dieses Jahr gefunden hat, in der Schweiz wie im Ausland. So beabsichtigt der Zürcher Freuler abermals zu starten und auch Buchwald, ein Bekannter vom letzten Jahr, hofft wieder mittun zu können, diesmal auf einem BMW-Sport. Definitiv gemeldet hat der bekannte deutsche Rennfahrer Graf Arco Zinneberg, der Kilometer, Geschicklichkeitsprüfung und Bernina-Bergrennen auf einem Amilcar Rennwagen bestreitet. Für die Schönheitskonkurrenz hat er einen Mercedes Benz SSK eingeschrieben. (lr.) Unter die sechs Konkurrenzen, welche das Programm der diesjährigen St. Moritzer Automobilwoche beschert, finden sich als sportliche Höhepunkte zwei rein rennmässige Veranstaltungen eingestreut: das Kilometerund Bernina - Bergrennen. Als «Qrosser Preis von Pontresina» ist der Kilometer- Lance' auf der Shellstrasse Samaden-Punt Muraigl ausgeschrieben worden, der Mittwoch den 20. August über die Bühne geht. Was die Sache für die Fahrer vor allem lockend macht, das sind die hohen Barpreise, die den Siegern winken. Der absolute Sieger des Tages — voriges Jahr war es Rosenberger auf einem Mercedes schon hinlänglich bestandenen Alters — steckt glatt seine 3000 Franken ein — immerhin kein Pappenstiel. Obendrein findet man's im Reglement, dass auf je drei Fahrzeuge einer Klasse ein Barpreis entfällt. Seine besondere Bedeutung erhält der Kilometer-Lance dadurch, dass er, zusammen mit der Geschicklichkeitsprüfung und dem Bernina-Bergrennen die Basis für die Rangordnung im Grossen Preis von St. Moritz abgibt. Diese Trophäe wird für die beste Gesamtbewertung in den erwähnten drei Konkurrenzen zuerkannt, und zwar als Grosser Preis sowohl der Renn-, als auch der Sportund Tourenwagen. < Für den Kilometer steht in der Shellstrasse Samaden-Punt Muraigl eine Piste zur Verfügung, die sowohl hinsichtlich ihrer Eignung für eine solche Konkurrenz, als auch was den landschaftlichen Rahmen anbelangt, ihresgleichen sucht. Von Samaden schiesst der Parcours bekanntlich in pfeilgerader Linie quer über die breite Talsohle nach Punt Muraigl, wo er in weit geschwungenem Bogen eine Kurve von 900 Meter Radius beschreibt. Die Tatsache, dass beim letztjährigen Rennen auf der Shellstrasse Geschwindigkeiten von annähernd 200 Std./km erreicht wurden, erhellt mit aller Deutlichkeit die hervorragende Eignung der Piste für eine derartige Konkurrenz. — Das Taining für den Kilometer ist auf Dienstag, den 19. August festgesetzt. Schluss des Nenntermins 16. August, 18 Uhr. Das Projekt einer Internationalen Clubwertungsfahrt scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Dank der Initiative des Herrn Prahl kann heute schon mit der Beteiligung des Automobilclubs von Baden- Baden gerechnet werden. Und der Besuch des Präsidenten des Münchener Automobilclubs, Herrn Odendahl, in St. Moritz zeugt davon, dass man sich auch in München lebhaft für die Sache interessiert. Mit italienischen Automobilclubs sind Verhandlungen im Gange, die man zu einem günstigen Ende führen zu können hofft. Ausland Das Meeting von Dieppe. Die grossen automobilsportlichen Veranstaltungen in Dieppe nahmen ihren Anfang mit einer Sternfahrt nach der französischen Hafenstadt, an der zahlreich© Automobilisten aus allen Teilen Frankreichs teilnahmen. Am Tage nach der Ankunft fanden sodann Start- und Bremsprüfungen der Konkurrenten statt, und auf der Renn-Rundstrecke von Diepp© schloss eine Regelmässigkeitsfahrt die Sternfahrt ab. Der folgende Tag war ausgefüllt durch eine grosszügig arrangierte Schönheitskonkurrenz. Das Hauptinterresse konzentriert© sich indessen auf den letzten Tag des Meetings, an dem die Rennen um den « Grand Prix du Matin > und den « Grand Prix de Diepp© » stattfanden. Der Preis der französischen Tageszeitung war vorgesehen für Wagen bis zu 1100 ccm Inhalt. 16 Teilnehmer fuhren die 25 Runden der Rundstrecke. Scaron auf Amilcar behauptete sich das ganz© Rennen hindurch in glänzendem StM und Hess keinen Konkurrenten an sich vorbei. Di© letzte Rund© fuhr er mit neuer Rekordgesohwindigkeit. Der Grosse Preis der veranstaltenden Stadt Dieppe. für Wagen mit grössern Inhalten sah ebenfalls 16 Konkurrenten am Start, di© all© auf Bugatti fuhren. Ein einsetzender Regen erschwerte den Fahrern das Rennen, das 36 Runden zählte. Lehoux lieferte ein ausserordentlich scharfes Rennen; er schlug schon nach wenigen Runden den bestehenden Rekord seiner Klasse und verbesserte im Laufe des Rennens aufs Neue seine eigenen Rekordzeiten. Seine höchsterreichte Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 125 km. Dreyfus hatte Schwierigkeiten mit den Kerzen und fiel zurück. mb.' Resultate («Grand Prix du Matin»): 1100 ccm: 1. Scaron (Amilcar), 1 Std. 54' 20%" (105 km 734). Neuer Rekord. — 2. Vernet (Caban), 2 Std. 13' 25". 750 ccm: 1. Desbois (Rosengart), 2 Std 25' 46" (69 km 666). Grand Prix de la Ville de Dieppe: 1. Lehoux (Bugatti), 2 Std. 25' -42" (119 km 485), neuer Rekord). 2. Max Fourny (Bugatti), 2 Std. 28' 12". Die Berichte über die Berner Grossflugtage und den Europarundflug über die Schweiz siehe Seiten 5 und 7.