Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.064

E_1930_Zeitung_Nr.064

AUTQMOBIL-REVlh;

AUTQMOBIL-REVlh; 1930 — N°6f UTZIGffASÜlSTlUSf ,££1MÄU 8961 Ausschleifen und Ausbüchsen von Motorzylindern. Einbau von Leichtmetall - Kolben in jeden Motor. Ventilkegel aus rostfreien hochlegierten * Chrom- und Silchromstählen Zu verkaufen 6 Zyl., Limousine beige, mit allem Komfort, Koffer, Stossstangen etc., wie neu, zu äusserst günstigem Preise abzugeben. Vorführung jederzeit unverbindlich. 46175 Garage Hans Fauser, Solothurn. Tel. 12.94. Grosser Verkauf in neuen Pneus in allen Marken und Grossen, teilweise origiriälverpackt, infolge Aenderung der Profile billig abzugeben. Montage gratis. ,. •« Stock in neugummierten Occasiöns-Reifen. Pneugummierung und Handels-A.-G.* .Zürich. 8, Seefeldstrasse 305, beim Bahnhol Tiefenbru'nneii Telephon Limmat 9387. '8070 • Rundschleifen v. Kurbelwellen auf Spezialmaschinen. Ausgiessen von Pleuel- u. Lagerschalen. Gepresste Weissmetall-Lager nach patentiertem Walzverfahren von unerreichter Lebensdauer. Auto-Kokosmatten Führer- und Hintersitz: für jede "Wagenmarke und Modell genau abgepasst lieferbar. — Verlangen Sie Offerte unter Angabe Ihrer Wagenmarke, PS, Modell, Zylinderzahl. PAUL SCHILLER, FRAUENFELD Tapezierer-Artikel en gros. 8692 Zu verkaufen wegen Nichtgebrauch 6plätziges CADILLAC-Lanclaulet Modell 59 D, in bestem Zustand, geeignet für Mietfahrten. Preis Fr. 5000. — Ferner 6plätz. geschloss. Geissberger-Karossserie Fr. 500,-s 6plätz. offene Cadillac-Karosserie Fr. 500.—. Lieferungswagen, Marke FIAT, 13 PS, Tragkraft 1 Tonne. Preis Fr. 1250.—. 48080 Seb. Haseneder, Müblebachstr. 22, Zürich 8. Telephon Hott. 1004: 46080 Sah weizter Automobilist, kennst du deine Heimat? t©ilvi.xxgr Touristische u. geschäftl. Interessen können auf Automobilreisen durch die Erweiterung des Wissens über Land und Leute, über Handel u. Wandel vertieft werden. Grössere Aulomobilfahrt'en sollten nie ohne Vorbereitung angetreten werden. O. R. Wagners Baedeker für Automobil-Reisen in der Schweiz ist eine unerschöpfliche Fundgrube für immer neue Konbinationen. LLWAC Touring BERN Löwenstrasse Nr. 51 Breitenrainstrasse 97 GENF 12, rue de la Croix d'or Verlag, Administration, Druck und Clicherie: HALLWAG A.-6. Hallersche Buchdruckern und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

N°64 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE - Berner Grossflugtage •i'•[ (Fortsetzung von Seite 5) Den ganzen Tag hindurch surrten zudem über der Stadt die Passagierflugzeuge, die Hochbetrieb hatten und gegen 600 Besuchern den ersten Flugeindruck vermittelten. Nach 6 Uhr zog auch die Presse noch durch die Lüfte los, auf einem Abstecher nach Bern und Thün. Nach dem offiziellen Schluss des Flugmeetings — die Volksmassen hatten sich grösstenteils verzogen, der Lautsprecher war verstummt, Dämmerung schlich sich herein und es begann idyllisch zu werden, man war auf dem Land, in der Wildnis, in einem Indianerlager und inmitten potenzierter Zivilisation zugleich — zog plötzlich das sonderbare Benehmen eines A. C. 4 wieder aller Aufmerksamkeit auf sich. Dieses behäbige Verkehrsflugzeug flog Figuren, die einer Jagdrriaschine wohlangestanden hätten, schwang sich in Sekunden von 2 auf 50 Meter Höhe, machte Steilkurven, Glissaden, raste in Mannshöhe über den Platz hin, alles mit vollendeter Eleganz und Sicherheit. Kein Wunder, wurde es doch von seinem Schöpfer, Alfred Comte, persönlich geflogen. Unddass der A. C. 4 zu verschiedenem fähig, dass er sogar in mancher Hinsicht ganz einzigartig ist, dürfte nun nachgerade kein Geheimnis mehr sein. Die Organisation des ganzen Flugmeetings und des Europafluges klappte bis in alle Einzelheiten. Den riesigen Andrang der Besucher vermochte die berittene Stadtpolizei auf die entsprechenden Plätze richtig zu verteilen. In allererster Linie gebührt den Herren Hauptmann Künzili, Präsident des Aero-Clubs, und Oblt. Steinemann, Präsident der Ortsgruppe Bern der «Avia», die Anerkennung für ihre tadellose organisatorische Arbeit. Wenn es im Zusammenhang mit dem Meeting etwas zu kritisieren gibt, so ist es das schäbige Benehmen Tausender von Bernern, die sich auf den den Flugplatz umliegenden Höhen wohnlich niedergelassen hatten und von den Darbietungen profitierten, ohne einen Rappen selbst dazu beizusteuern. Dass sich darunter auch Dutzende von Automobilisten befanden, dass selbst Besitzer von Pakkards, Cadillacs und Mercedes sich nicht genierten, auf der Strasse nach Belp in langer Kolonne zu parken, zu picknicken und so den ganzen Tag Zaungast zu spielen, hätten wir niemals für mögleih gehalten. mb. Europa-Rundflug. Sonntag nachmittag vier Uhr sind die ersten der 60 Europaflieger wieder in Beflin- Tempelhof eingetroffen, nachdem sie 7500 km in sieben Tagen zurückgelegt haben. Alle Tage tausend Kilometer zurückzulegen, das ist selbst für einen Flieger eine Bravourleistung. Bewundernswert wird aber diese Leistung noch erst recht dadurch, dass die benützten Maschinen ja ausgesprochene Kleinflugzeuge waren. Und zu alledem war das Wetter bekanntlich auf dem grössten Teil der Strecke denkbar schlecht» 'Wohl waren die meisten Maschinen mit Kabinenaufsätzen versehen oder als Kabinenflugzeuge gebaut, so dass die Piloten wenigstens vor Regen und Wind einigermassen Schutz hatten. Regen und Wind fürchtet aber der Flieger weniger als die Ungewissheit, die bei schlechter Sicht und oft fast vollkommen fehlender Orientierungsmöglichkeit entsteht. Wer von den in Berlin eingetroffenen Konkurrenten Sieger ist, steht natürlich noch nicht fest. Der Europa-Rundflug krönt ja nicht den Erstankommenden; Zuverlässigkeit; und Sicherheit, die Maschine und Flieger auf der Strecke bewiesen haben, die spezifischen- Flugeigenschaften und die Ausrüstung der Maschine, die an der noch abzulegenden «Technischen Prüfung» gewertet werden, fallen ebenfalls- in Betracht. Die technische? Prüfung wird erst Ende dieser Woche abgeschlossen sein. Immerhin kann man erwarten, das die Spitzengruppe, die während des ganzen Wettbewerbes wahrhaft glänzend gearbeitet hat, auch den Sieger stellen wird. Den Spitzenfliegern Butler, Broad, Thorn, Polte, Morzik, Poss, Dr. Pasewaldt, Finat und v. Habsburg-Bourbon wurde allerdings vielfach vorgeworfen, dass sie den Zuverlässigkeitsflug entgegen dem Sinne der Aus-' Schreibung zu einem Rennen gestaltet hätten. Heute muss man ihrer Taktik trotzdem recht geben. Das Prinzip, «auf der Strecke, die hinter mir liegt, kann mir nichts mehr passieren», hat sich gerade bei ihnen ausgezeichnet bewährt. Die Spitzenflieger waren bei ihrem Rückflug aus Spanien über Frankreich, die Schweiz, Gestenreich und die Tschechoslowakei fast dauernd von starkem Rückenwind begünstigt und machten so trotz des schlechten Wetters sehr gute Fahrt, während gerade durch dasselbe Wetter der Grossteil der Konkurrenten an den Pyrenäen zurückgehalten wurden. Freilich wurde der durch Startverbot in Pau erzwungene Aufenthalt neutralisiert, und, der Schlusstermin für die Ankunft in Berlin entsprechend verschoben. Der Rückflug von Spanien her musste dann aber teilweise fast ohne Rückenwind zurückgelegt werden und ging so be-' deutend langsamer vor sich. Bei ihrer Ankunft in Bern legten die Spitzenflieger übrigens eine bewundernswert präzise Flugtechnik an den Tag. Broad und Butler, die knapp hinterein- Thorn, der in Bern als Dritter zwischenlandete, im Gespräch mit dem Chef des Empfangskomitees, Hrn. v. Mühlenen, der letztes Jahr als Passagier Markus Burkharts ebenfalls den Rundflug bestritt. Im Hintergrund wird unter dem Schutz von Regenschirmen getankt. ander als erste erschienen, kamen trotz Regen, Wind und Nebelschwaden mit einer Genauigkeit über den Längenberg auf den Flugplatz zugeflogen, dass man hätte meinen können, sie führten hier täglich Landungen aus. Auf dem kürzesten Weg, mit einem einzigen, durch eine scharfe Glissade, verkürzten Eindrehen gegen den Wind landeten sie fast direkt vor dem Kontrollhäuschen. Hut ab vor solchem Kartenlesen, vor solcher Auffassungsgabe und so meisterhafter Beherrschung der Maschine. Wenige Minuten später schoss auch Thorn ins Feld hinein, wie ein Geschoss ins Schwarze trifft. Trotzdem sich dann das Wetter so verschlimmerte, dass von Bern aus der Start in Lausanne verboten werden musste, schwangen sich die drei Flieger doch schon wieder nach einer halben Stunde in die Luft und verschwanden in schnurgerader Linie, knapp über die Hügel hinweg, Richtung München, von wo Broad schon 1% Stunden (!) später als angekommen gemeldet wurde. Von den schweizerischen Equipen gelangte S 2, geführt von Kolp, am Sonntag bis Bern, während es Pierroz vorzog, infolge notwendiger Reparaturen — wie gemeldet wurde — in Lausanne zu bleiben, wo er zu Hause ist. Schade, die Berner hatten sich auch auf einen würdigen Empfang der S 1 vorbereitet. Letzte Sammelmeldung der Zentralsportleitung Berlin. Stand des Rundfluges Sonntags 22.30 Uhr. In Berlin landeten nach Beendigung der Europastrecke Broad (16.33 Uhr), Morzik. Passewaldt, Thorn, Andrews, Butler, Finat, Erzherzog Bourbon* In Danzig übernachteten Polte, Carrbery. In Königsberg übernachtete Arrachaxt. In Warschau übernachtete Dinort. In Posen übernachteten Osterkamp, Notz, Peschke, Aichele, Bajan, Plonczynski, Lady Bailey, Miss Spooner. In Breslau übernachteten Lusser, Röder, Risistics, Massenbach, In Wien übernachteten Koppen, Siebel, Krüger, King. In München übernachteten Stein, Freyberg, Waldau, Spengler, Böhning, Benz, Gedgowd undi Wieckowski. In Bern übernachteten Gothe, Babinski. Lenowieski, Kolp. In Lausanne übernachtete Pierrot. In Nimes übernachtete Budzinski. Auf dem Weg von Madrid nach Sevilla wurde gemeldet: Gravenreuth. Folgende Flugzeuge blieben noch auf spanischen Flughäfen wegen Beschädigungen fest: Notz in Sevilla, Orlinski in Madrid, Maus in Madrid, Cornez in Madrid, Mac Mahon in Saragossa und Zwirko in Saragossa. Von Muslewski, der am 26. in Paris gestartet, aber nicht auf der ersten Etappe Poitiers gelandet war, liegt auch heute keine Nachricht vor. Er ist also mit aller Wahrscheinlichkeit aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Endgültig ausgeschieden sind: Stutz, Offermann, v. Oertzen und Neininger, der im Golf von Lyon auf dem Meer notlandete. Die Besatzung wurde aus.; dem sinkenden Flugzeug durch einen französischen Dampfer gerettet. Ausgeschieden sind ferner: Rutkowski, Karpinski, Fauvel, Navarro und Estremera: Es sind also, nachdem neun Flugzeuge bereits in Berlin gelandet und neun Flugzeug© endgültig ausgeschieden sind, noch 42 Teilnehmer auf der Eüropa-Rundflugstrecke. der Metropole Englands, befinden sich die grossen Werke Firestone's, die modernsten Europas. Tausende von Autoreifen werden täglich darin hergestellt, um den stets zunehmenden Bedarf auf dem europäischen Markte zu decken. Verwenden Sie Firestone, Europas besten Reifen, der alle Rekorde für Sicherheit, Dauerhaftigkeit und Leistung hält ERHÄLTLICH BEI ALLEN GUTEN GARAGEN.