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E_1930_Zeitung_Nr.063

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Iß AUTOMOBIL-REVUE

Iß AUTOMOBIL-REVUE 1930 — JJO 63 Statistik der Verkehrsbewilligungen. 11,354 neue Bewilligungen im I. Semester 1930. Soeben ist die Statistik des Eidg. Statistischen Amtes über die Zunahme der Verkehrsbewilligungen im ersten Semester 1930 erschienen. Nach dieser Aufstellung verteilen sich auf die einzelnen sechs Monate die erteilten Bewilligungen wie folgt: Monat Auto3 Laatw. Motorrad. Total Januar 1060 196 506 1762 Februar 740 152 632 1524 März 750 163 849 1762 April 1234 152 1204 2590 Mai 901 186 1023 2110 Juni 741 136 729 1606 Januar-Juni 5427 985 4943 11.354 Die Zahl der im Monat Juni in Verkehr gebrachten Motorfahrzeuge ist im Verhältnis zu den andern Monaten klein — ausgenommen im Februar. Die Gründe zu diesem Rückgang liegen darin, dass verschiedene Kantone ihre Motorfahrzeugsteuer per Semester erheben. Im Vergleich zu dem Monat Mai ist in der Zunahme der Personenautomobile im Juni eine Verminderung von 17,8 Prozent, bei den Lastwagen eine solche von 26,9 Prozent und bei den Motorrädern von 28,8 Prozent zu konstatieren. Die Verteilung der Verkehrsbewilligungen für Motorfahrzeuge im Juni und von Januar bis Juni ergibt folgendes Bild: Juni 1930 Januar-Juni 1930 Kantone Autos Lastw. Total Autos Lastw. Total Zürich 61 15 76 942 187 1129 Born 146 23 169 823 128 951 Luzern 23 3 26 185 43 228 Uri 3 — 3 6 5 11 Schwyz 4 2 6 27 19 46 Obwalden 3 — 3 6 3 9 Nid walden 1 — 1 1 — 1 Glarus 6 1 7 36 8 44 Zug 3 1 4 39 9 48 Freiburg 13 4 17 67 12 79 Solothurn 31 4 35 180 27 207 Basel-Stadt 56 10 66 332 64 396 Basel-Land 27 5 32 105 23 128 Schaffhausen 8 3 11 54 14 68 Apponzell A.-Rh. 3 — 3 27 2 29 Appenzell I.-Rh. — — — 3 1 4 St. Gallen 29 5 34 221 36 257 Graubündem 13 1 14 73 5 78 Aargau 21 11 32 242 51 293 Thurgau 3 1 4 135 28 163 Tessin 31 3 34 199 56 255 Waadt 95 15 110 502 93 595 Wallis 11 8 19 83 49 132 N'euenburg 27 9 36 253 45 298 Genf 123 12 135 885 77 962 Schweiz 741 136 877 5426 985 6411 In der Grosse der Zunahme führt Zürich durchgehend. Während indessen bis Ende Mai die Zunahme der Verkehrsbewilligungen verglichen mit dem Total der erteilten Verkehrsbewilligungen 19 Prozent beträgt, geht die relative Zunahme vom Januar bis Ende Juni auf 17,6 Prozent zurück. Für Genf ist die Zunahme verhältnismässig günstiger. Hier ist die Zunahme bis Ende Mai im Gesamtverhältnis 14,9 Prozent, während bis Ende Juni die Vermehrung 15 Prozent ausmacht. Bei Bern ändert sich das Verhältnis nicht; jedesmal ist der verhältnismässige Anteil an der Gesamtzunahme 14,8 Prozent. Im Kanton Waadt st.ellt sich das Ergebnis prozentual sehr gut, bis Ende Juni 9,2 Prozent, bis Ende Mai 8,7 Proz. Auch bei Basel ist die Gesamtzunahme bis Ende Juni mit 6,1 Prozent stärker als bis Ende Mai mit 5,9 Prozent. Die zwei weiteren Kantone unter den sieben Kantonen mit den meisten Zunahmen, Aargau und Neuenburg, weisen im Gegenteil sodann bis Ende Mai relativ grössere Zunahmen auf als bis Ende Juni. mb. Die Hauptstrasse Zürlch-Winterthur wieder durchgehend geöffnet! Nach fünfwöchigem Verkelirsunterbruch wird die zweieinhalb Kilometer lange Strecke der Strasse Zürich- Winterthur zwischen Kemptthal und Tageis wangen heute Freitag, den 25. Juli a. e. wieder geöffnet. Dieses Teilstück der sehr wichtigen und ausserordentlich verkehrsreichen Strasse Zürich-Winterthur wurde nach, modernen Prinzipien des Strassenbaues korrigiert und ausgebaut. Die Dreiteilung des Verkehrs ist hier wohl zum ersten Male in der Schweiz durchgeführt : 9 Meter breite Fahrbahn, je ein von der Fahrbahn baulich getrennter Radfahrerstreifen und ein Gehweg zu beiden Seiten mit 1,4 Meter Breite. Gehweg und Eadfahrerstreifen werden geteert, sobald die Erdschüttungen sich genügend gesetzt haben, die Fahrbahn ist bereits gepflastert. Kurvenhalbmesser sind nicht unter 10 Meter gewählt. Die Kreisbogen werden durch TJebergangsbogen an die Geraden angeschlossen und die Fahrbahn hat in den Kurven ein einseitiges, überhöhtes Profil. Die bekannte und gefürchtete Haarnadel oberhalb Kemptthal ist durch eine Kurve mit einem Radius von 135 Meter ersetzt. Dazu musste aber eine über 11 Meter hohe Dammschüttung erstellt werden, auf der die Fahrbahn noch, lange Zeit nicht gepflastert werden kann, weil grössere Setzungen zu erwarten sind. Die Kosten des Strassenausbaues werden rund 1,3 Millionen Franken betragen. Ueber die Weiterführung der Korrektion der Strasse Zürich-Winterthur sind eingehende Studien im Gange, die im Laufe dieses Jahres zum Abschluss gelangen werden, so dass aller Wahrscheinlichkeit nach im nächsten Jahre die Arbeit weitergeführt werden kann. Die Statistik der Strassenverkehrsunfälle auf dem Gebiet der Stadt Zürich weist in ihrer neuesten Uebersicht für das erste Quartal 1930 nicht gerade sehr ermutigende Ziffern auf. Durchwegs muss leider gegenüber dem Vorjahre eine erhöhte Unfallziffer konstatiert werden, die zum Teil recht unerfreuliche Proportionen angenommen hat. Es muss freilich berücksichtigt werden, dass zufolge des milden Winters der Verkehr in der Stadt weit lebhafter war, als dies sonst für diese Monate üblich ist, aber selbst wenn dieses Plus in Rechnung gestellt wird, so bleibt doch ein bedauerliches Fazit. Die Kollisionen mit Sachschaden haben um 69 auf 385 Fälle, und diejenigen mit Personenverletzungen um 74 auf 228 Ereignisse zugenommen. Glücklicherweise sind die leichten Verletzungen mit 146 gegenüber 96 schwereren körperlichen Beschädigungen vorherrschend. Leider haben vier Unfälle wieder mit dem Tode einer Person geendet. Der verursachte Sachschaden ist um 20,000 Fr. auf 148,000 Fr. angestiegen. Von den 248 verletzten Personen sind 108 Fussgänger. Es betrifft also mehr als die Hälfte von Unfällen die Fahrzeugführer oder deren Passagier©. Wie sehr die Unfallkurve mit der Verkehrsfrequenz zusammenhängt, zeigen die Resultate für die einzelnen Monate. Während für Januar und Februar die Unfälle mit Personenverletzung mit 59 resp. 55 Ereignissen fast konstant blieben, schnellt die Zahl im März bei stärker werdendem Strassenverkehr auf 114 hinauf. Was die Beteiligung der einzelnen Kategorien von Strassenbenützern an den Unfällen anbetrifft, so ist einzig diejenige der Strassenbahnen und der nicht motorisierten Fahrzeuge zurückgegangen. Sonst begegnen wir einer ausnahmslosen Zunahme, die besonders stark bei den Velofahrern ins Gewicht fällt und fast doppelt so hoch ist als im nämlichen Zeitraum des letzten Jahres. Die Beteiligung der Fussgänger hat sich ebenfalls von 83 auf 115 gesteigert. Die letzten Zahlen besagen freilich nichts punkto der Schuldfrage, doch weist die ganze Statistik daraufhin, dass es eben vielerorts noch an dem notwendigen Verständnis für den Strassenverkehr und an der unumgänglichen Vorsicht mangelt. Verbände und Behörden haben deshalb allen Grund, um durch weitere geeignete Massnahmen diese Unfallflut einzudämmen, deren Ansteigen mit der ständigen Zunahme von Motorfahrzeugen zwar kaum ganz verhindert, aber auf al'e Fälle doch merklich verlangsamt werden könnte. z. A. C. S. A. C. S. SEKTION ST. GALLEN-APPENZEU- Die Zusammenkunft auf dem Arlberg am -vergangenen Sonntag bot den zahlreichen Teilnehmern unter heiterem Himmel einige genussreiche Stunden inmitten schönster Bergeswelt. Prachtvolle Alpenrosen bleiben noch einige Zeit Zeugen der erlebten Freuden auf dieser an Alpenflora reichen Passhöhe. Die Morgenfrühe des Sonntags machte den Beauftragten die Entscheidung nicht leicht, doch gab der volle Tag den Optimisten recht, und auf trockenen Matten hielt die versammelte Clubgemeinde reichlich vier Stunden Siesta. Das bot Gelegenheit. Betrachtungen über die Schönheit der Alpen ringsum, wie auch über die interessante Zufahrt anzustellen. Die Strasse ist heute in einem tadellosen Zustand. Die wenigen Serpentinen oberhalb der Ortschaft Stuben sind derart ausgebaut, dass sie gut befahren werden können. Die Steigung erreicht in einem kurzen Stück 17 Prozent; in dem ab Bludenz hinaufführenden Klostertal sind sie geringfügig. Weiter oben bei Danöfen erblickt man das Spullerseework, das vor -venigen Jahren zur Speisung des elektrischen Betriebes der Arlbergbahn eröffnet worden ist. Es ist mit den grossen Werken Oesterreichs und. Deutschlands, insbesondere mit dem Achenseewerk und mit dem Ruetz-Werk, gekuppelt. Die Sammelschiene dieser Werke soll bis nach Mittel- und Norddeutschland Strom liefern. Zu beiden Seiten des Passes sieht man noch Reste der alten Strasse. Dia jetzige Passstrasse stammt aus den Jahren 1822 bis 1825, während die Erbauung des früheren Arlbergpasses in die Zeit der Römer zurückreicht. Beidseitig ziehen W>isser ins Tal, fernen Ländern zu. Hier oben ist die Wasserscheide zum Schwarzen Meer und zur Nordsee. Wer Lust T.VL einem erfrischenden Bade empfindet, hat Gelegenheit, etwa 20 Minuten nordwärts in einem etwas höher gelegenen Seelein mit warmen Quellen Badefreuden zu erleben. Nur ungern verliess man diesen Flecken Erde, und das prächtige Wetter lud ein zu längerem Verweilen. Die Fahrt fand dann schliesslich bei Musik und Tanz im Bad Balgach ihren schönen Ausklans. B. Auf nassen, schmierigen Strossen ist jedes starke Betätigen der Bremsen gefährlich. An der grossen europäischen Prüfungsfahrt für Tourenwagen- RALLYE SHELL Nizza-Lüttich Ausstellung, über die Alpen gehend. 2250 km, hat der sich as Die vier 11 cv. F. N. haben diese Prüfungsfahrt mit einer mittleren Stundengeschwindigkeit von 50 km gewonnen. Durch diese Spitzenleistung beweist F. 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63 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE St. Galllsch-Appenzelllsche Strassenverkehrsliga. (Korr.) In der letzten Delegiertenversammlung der unlängst gegründeten Strassenverkehrsliga, umfassend die Automobil-, Lastwagen-, Motorrad- und Fahrrad-Verbände sowie weitere Kategorien von Strassenbenützern, wie Trambahn, Fuhrwerke etc., wurden die Statuten genehmigt. Der Vorsitzende, Herr Erwin Bucher, legte alsdann ein ausführliches und interessantes Arbeitsprogramm vor, das als Arbeitsgrundlage beschlossen wurde. Das Programm enthält Abschnitte über Aufklärungsarbeit. bauliche Wünsche, verkehrspolizeiliche Fragen, Gesetzesvorschriften, richterliche Praktiken und allgemeine Verkehrsfragen. Zum Abschnitt Aufklärungsarbeit gehören Versammlungen mit den Mitgliederverbänden und einer weiteren Oeffentlichkeit mit Referaten und Filmen über zeitgemässe Fragen des Strassenverkehrs, Autosektion St. Gallen -Appenzoll. Beratungen innerhalb der Verbände zum besseren Ausgleich divergierender Anschauungen über Beanspruchung der Strasse und Disziplin bei den Als die Sektion St. Gallen-Appenzell vor vier Tausend M iWieder ! verschiedenen Gattungen von Strassenbenützern. Jahren gegründet wurde, haben die damaligen Bei den baulichen Wünschen wird die Zusammenarbeit mit den Behörden bei der Aufstellung Initianten wohl die feste Absicht gehegt, den Olub in der Ostmark vorwärts zu bringen. Ihre Ambitionen werden aher kaum so weit gegangen sein, von Bauprogrammen für die Strassenneubauten und Verbesserungen erwünscht. Es soll die möglichste Berücksichtigung von Radfahrerwegen bei der jungen Sektion in vier Jahren einen Mitgliederbestand von 1000 Mann zu prophezeien! Und Strassenbauten, Verweisung des Fussgängerverkohrs auf besonders geeignete Wege, grösstmöglichste Uebersichtlichkeit der Fahrbahn durch Zurückschneiden von Lebhägen und Beseitigung ähnlicher Hindernisse angestrebt werden. Ferner die Verbesserung des Sijnälwesens unter den Fahrzeugführern bei Begegnungen und Uoberholungen und Ausbau des Verständigungsdienstes mit der Verkehrspolizei. Mitarbeit bei der Beratung der Einbahnprobleme. Unter verkehrspolizeilichen Aufgaben finden wir die Bestrebungen zur Erreichung einer allseitigen, modernen Verkehrsauffassung nicht allein in Städten, sondern auch auf dem Lande, die Abschaffung der Geschwindigkeitskontrollen in bisheriger Form (vor allem der versteckten Kontrollen), Einführung eines freiwilligen Kontrolldienstes durch Verbandsmitglieder für gefährliche Stellen, wo die Aufsicht fehlt, und andere Massnahmen zur Verminderung der Unfallstatistik, Bekämpfung der Einflüsse des Alkohols, Einführung von Verkehrswochen unter Mitwirkung der Polizeiorgane, der Schulen, Fahrzeugbesitzer und Fussgänger. Die gesetzlichen Vorschriften werden vor allem durch die Schaffung eines eidgenössischen Verkehrsgesetzes eine zweckdienliche Erneuerung erfahren müssen, und die Anstrengungen gehen in der Richtung, dass ein wirkliches Verkehrsgesetz und nicht ein Automobilgesetz mit einseitig verteilten Pflichten und Rechten entsteht. Die Einfuhrung der hundertprozentigen Haftpflichtversicherung und die Beseitigung des Selbstbehaltes von zehn Prozent, wie beispielsweise im Kanton Zürich, gehört auch hieher. Bei dem Abschnitt richterliche Angelegenheiten wird in erster Linie auf vernunftmässige Handhabung des längst veralteten Konkordates tendiert. Dem Bussensystem, wie es noch heute da und dort besteht, wird der Kampf angesagt und die Beurteilung einer Verschuldensfrage nach den tatsächlichen Bedürfnissen und Gebräuchen des Verkehrs angestrebt. Unter diesem Abschnitte finden wir auch die Forderung nach schärferer Bestrafung von Automobilstrolchen, dann die Ernennung von Fachrichtern, analog der Institution beim Handelsgericht, die Vereinfachung des Strafverfahrens bei geringfügigen Uebertretungen der Konkordatsvorschriften und raschere Verjährung derartiger Vergehen. Unter allgemeinen Verkehrsfragen sind u. a. angeführt, die Erleichterungen im Grenzverkehr durch Vereinfachung der Grenzformalitäten, die Beseitigung der Brückenzölle und der österreichischen ausserordentlichen Gebühren, der Ausbau der Niveauübergänge, die Mitwirkung bei der Placierung von Strassensignalisierungstafeln. Fz. T. C. S. doch kann heute diese wichtige Etappe in der Geschichte des Clubs registriert werden. Stetig und sicher hat der Verband unter zielbewusster Leitung seinen Weg vorwärts gemacht, Jahr für Jahr hat sich sein Aktionsradius und seine Gefolgschaft erweitert. Eine kürzlich in die Wege geleitete Werbeaktion hatte einen erfreulichen Erfolg, so dass das erste Tausend an Mitgliedern, zu dem noch halbes Hundert Automobilisten fehlte, nunmehr voll gemacht werden konnte. Es trifft sich, dass die 999. und die 1000. Mitgliedschaft auf prominente Vertreter der St. Galler- Behörde entfallen, indem die entsprechenden Anmeldungen von den Herren G. Baur. kantonaler Automobil-Experte und C. Kappeier. Polizeiinspektor, St. Gallen, stammen. Die Sektion wird diese beiden Neumitglieder, welche gleichzeitig ein Jubiläum des Clubs personifizieren, mit grosser Freude und Genugtuung in ihrer Mitte begrüssen. Möge ihre Zugehörigkeit zum Club ein günstiges Omen für die kommende Zusammenarbeit und das künftige gute Einvernehmen mit den städtischen und kantonalen Behörden des Sektionsgebietes sein! In Interesse einer weitern Entwicklung und Eretarkung unserer Sektion führen wir in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September 1930 einen Mitglieder-Anwerbungs-Wettbewerb durch. Für diesen Wettbewerb sind als Preise vorgesehen für unserer Sektion während obigem Zeitraum zugeführte: 1—10 Neumitglieder ein Preis im Werte von Fr. 2.— pro Mitglied: 11—15 Neumitglieder ein goldenes Clubabzeichen; 16—20 Neumitglieder eine Ehrenkanne; über 20 Neumitglieder ein PTeis nach Wunsch im Werte von Fr. 2.— per Mitglied. Die Anw'erbeprämie kann auch in bar ausbezahlt werden, wenn dies ausdrücklich gewünscht wird. T.C.'S.-EinzelmitgHeder, die zum Eintritt in die Sektion bewegt werden können, zählen beim Wettbewerb ebenfalls mit. Als spezielle Vorteile, welche die Mitglieder unserer Sektion gemessen, erwähnen wir: Teilnahme a-n den Sektionsveranstaltungen geselliger und sportlicher Natur, Benützung unserer unentgeltlichen Rechtsauskunftsstellen im Sektionsgebiet und Giatisabonnement der wöchentlich zweimal -erscheinenden «Automobil-Revue> Bern. Hierzu kommen noch die Vorteile, die der T.G.S. im allgemeinen seinen Mitgliedern bietet, wie z. B. reduzierte Prämien bei Versicherungsabsehlüssen, Triptykausgabe zu massigen Gebühren, kostenlose Reiseoläne etc. Wir appellieren an unsere sämtlichen Sektionsmitglieder und landen sie ein, durch tatkräftige Mitwirkung beim Wettbewerb am Aufstieg unserer Sektion mitzuhelfen. Anmeldeformulare und Werbezirkulare können auf dem T.C.S.-Office, Bankgesellschaft St. Gallen, oder beim Sektionssekretariat, Waisenhausstr. 15, St. Ga-llen, an welche beide Stellen die ausgefüllten Anmeldescheine eingesandt werden können, bezögen weiden. Es ist selbstverständlich, dass Anmeldungen von Personen, welche dem T.C.S. noch nicht als Einzelmitglied angehören, beim Wettbewerb des T.C.S. der Schweiz ebenfalls mitgerechnet werden, so dass also die eifrigen Werber vom Generalsekretariat in Genf und von der Sektion Preise erhalten können. Mit Clubgruss Der Präsident: Emil Lutz. Der Sekretär: Otto Fierz. AUTOSEKTION ZÜRICH DES T.C.S. Der Empfang der Frankfurter Automobilisten. Man freut sich immer wieder, alte Bekannte, zu treffen, besonders wenn auf diese Weise Geleaenheit geboten wird, früher erwiesene liebenswürdige Gastfreundschaft zu erwidern. Den Teilnehmern an der vor wenigen Jahren von der Sektion Zürich des T. C. ,S. durchgeführten Rheinlandreise, ist der herzliche Willkomm, der ihnen überall in deutschen Sportkreisen bereitet wurde', noch in dankbarer Erinnerung. So Messen es sich die Zürcher nicht nehmen, eine stattliche Gruppe reiselustiger A.D.A.C.-Kameraden auf ihrer Tour durch die Schweiz in der Limmatmetropole zu begrüssen. Der Gau Hessen des V.D.A.C.. mit Sitz in Frankfurt a. M., unternahm zwischen dem 19. und 23. Juli eine ötägige Schweizerreise, an welcher sich rund 40 Wagen mit gegen 150 Fahrern samt Angehörigen beteiligten. Der vierte Reisetag führte sie von Interlaken über Grimsel und Brünier nach Zürich, wo Quartier bezogen wurde. Der folgende und letzte Tag war zur Rückkehr nach Frankfurt bestimmt, doch haben sich eine Anzahl Teilnehmer entschlossen, ihre Ferien in der Schweiz zu verbringen und die Rückfahrt um eine Woche oder mehr hinauszuschieben. Am Dienstag abend vereinigte also ein gemeinsames Nachtessen die Fahrtteilnehmor, sowie die Vertreter des T. C. S.-Vorstandes, dem noch einige Mitglieder der Sektion Succürs leisteten, in der Tonhalle. Zweifellos hat die Ferienzeit manchen Zürcher verhindert, an der zwanglosen Zusammenkunft, am der ein herzliches Einvernehmen tonangebend war, .teilzunehmen. Herr Präsident Fehr hatte es unternommen, die Gäste zu begrüssen und ihnen zu sagen, wie sehr sich die Sektion Zürich freute, engere Fühlung mit den Frankfurter Sportko'.legen zu nehmen. Er erinnert an die an Eindrücken überreiche Rheinlandfahrt der Sektion und spricht die Hoffnung i^-dass auch die Gäste gleicherweise von ihrer Schweizerreise befriedigt sind. In einem trefflichen Bild schildert Herr Fehr den jungen, unbändigen Rhein, wie er sich in unserem Lande, präsentiert, als ein eigentliches Wahrzeichen dec Freiheit und Unabhängigkeit und gibt im Zusammenhang damit, seiner Befriedigung über die neuerstandene Freiheit des Rheinlandes Ausdruck. Mi^ Genugtuung kann der Vorsitzende auch feststellen, dass prominente Mitglieder der hiesigen deutschen. Kolonie, so Herr Generalkonsul Heilbronn und Dr. N'apoldsky, Syndicus der deutschen Handelskammer, zu dem Abend erschienen sind. Er versichert die Gäste schlussendlich, dass es bei der angeborenen Zurückhaltung der Schweizer nicht auf die, Länge einer Rede oder Begrüssung ankommt, da unser einfaches «Grüezi» und ein fester Händedruck viel besser Unsere Freude und Herzlichkeit vermitteln, als dies die vollendetste oratorische Lei-, stung zu tun vermöchte. Unter dem kräftigen Bei-, fall der Anwesenden überreicht er dem Gauvor-, siztenden, Herrn Kleinböhl, eine echte Zürcher Zinnkanne. Dieser verdankt den Willkomm und das Andenken in beredten Worten und ladet die Zürcher ein, sich bald in Frankfurt einzustellen, um die Kanne mit perlendem Rheinwein kredenzen zu können. Der Redner zollt der Schweiz, sowie, der Sektion Zürich des T. C. .S. seine Anerkennung und übergibt Herrn Fehr die goldene Gaunadel des A. D. A. C. Herr Ingenieur Heinemann, als Fahrtleiter., feierte in seinen Worten die Schönheiten der schweizerischen Alpenwelt und zollte auch ihrem, Strassennetz lobende Anerkennung. Wenn ex meinte, an den kantonsweise geregelten Farhrvorr Schriften, an den reklamebehafteten Stra-ssen- un4 Orientierungstafeln Kritik üben zu sollen, so kön-: nen wir ihn versichern, dass uns Schweizer Automobilisten die Uebelstände, welche zum Teil als, letzte Ueberbleibsel aus der Anfangsperiode unseres Automobilismus gewertet werden können, wohl bekannt sind. Wir haben es auch keineswegs an. Selbstkritik und Bemühungen bei den Behörden fehlen lassen. Fachpresse und Verbände gehen hier gemeinsam und unermüdlich vor und wir haben die Genugtuung, dass manches, wenn auch, nur ganz allmählich, besser wird. (So wird bis zum nächsten Besuch der Frankfurter hoffentlich das, sich in Vorbereitung befindliche eidgenössische Verkehrsgesetz unter Dach sein, das die vorab; bemängelte Buntscheckigkeit der kantonalen Be-s Stimmungen endgültig aufheben wird). Herr Generalkonsul Heilbronn weist besonders; auf die wertvollen wirtschaftlichen und kulturellen, Beziehungen hin, welche die beiden Städte Zürich und Frankfurt miteinander verbinden und freut sieb^ dass durch ^ derartige Auslandsfahrten das gegenseitige Verständnis und die reziproke Wert-. Schätzung bedeutend gehoben und gefestigt wird, Endlich erinnert der Vorsitzende der Ortsgruppe Frankfurt noch an die völkerversöhnende Rolle, welche die Schweiz während den Kriegsjahren durch ihre zahlreichen Werke der Wohltätigkeit ge^ spielt hat deren wohltuender Einfluss auch vielen Tausend Deutschen zugute kam. Künstlerische Darbietungen, sowie, eine flotte^ Tanzmusik sorgten, für Stimmung und'Unterhaltung und später als -vorgesehen, trennte man sich mit den besten Wünschen für einen angenehmen Ab-, schluss der Reise und der Hoffnung eines gelegenU liehen Wiedersehens. * b t* 1V+L * * Peinture emäil nitrocellulosique au pinceau. 24 couleurs sechant en 2 heures. D'une application parfaite, brillante, surtousobjets. „VIT-LAK" est la meilleure iaque pour l'auto. nie neiignisruiü der abgelaufenen C. J. 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