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E_1930_Zeitung_Nr.063

E_1930_Zeitung_Nr.063

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ter und verlangt, dass neben dem, der noch keine Prüfung gemacht hat, ein ausdrücklich zum Fahrunterricht Berechtigter sitzen muss. Die verlangte Anwesenheit eines genügend Ausgewiesenen soll eine Gewähr dafür sein, dass keine Gefährdung des Verkehrs durch die Unerfahrenheit und Unkenntnis des am Lenkrad Sitzenden eintrete. Damit ist aber ganz klar und deutlich diesem zur Aufsicht und Belehrung Mitfahrenden die Verantwortung Überbunden. Man muss nur auf anderen Gebieten Umschau halten, um zu einer reinlichen Ausscheidung von Verantwortlichkeitsbegriffen zu gelangen. » Bei jedem Bauunfall wird der Bauleiter verantwortlich gemacht, es sei denn, dass er sich ziemlich weitgehend exkulpieren kann. Die zivilrechtliche Haftung geht weiter als die strafrechtliche, und dennoch wird bei Schäden, die der Angestellte einer Firma in Ausübung seiner Tätigkeit anrichtet, in erster Linie der Arbeitgeber verantwortlich gemacht, sofern er nicht ausdrücklich nachweisen kann, dass er bei der Anstellung des Betreffenden jede Sorgfalt angewendet hat. Dem in Frage stehenden Falle nähern wir uns mehr, wenn wir das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler ins Auge fassen. Wenn ein Schüler auf Geheiss seines Lehrers handelt, so kann unmöglich die Verantwortung den Schüler treffen, der gar nicht in der Lage ist, die möglichen Folgen zu übersehen oder vorauszusehen. Einer, der das Autofahren lernt, ist nicht anders zu bewerten als ein Schüler, auch wenn er ein Erwachsener ist. Wir wissen alle aus der Zeit unserer Lernfahrten, welche Unsicherheit erst überwunden werden muss, wie lange es gedauert hat, bis wir gewisse Handlungen, die sehr rasch und geistesgegenwärtig erfolgen müssen, mit der nötigen Selbstverständlichkeit, fast automatisch ausführen konnten. Eben deshalb genügt es auch für einen erwachsenen Menschen nicht, etwa in einer Stunde sich über die Handgriffe unterweisen zu lassen : theoretisch kann ein halbwegs Vernünftiger schon nach einer Stunde durch den grössten Verkehr fahren. Aber erst die wiederholte und immer wiederholte Uebung bringt das, was wir «in Fleisch und Blut übergehen» nennen. Die Konsequenzen des obergerichtlichen Urteils müssen auch bedacht werden. Im vorliegenden Falle hat Frau B. erklärt, sie habe die herannahende Frau, allerdings ohnehin zu spät, gesehen, sei aber der Meinung gewesen, diese könne noch vor dem Auto vorbeikommen. Das ist ein Irrtum im Abschätzen der gegenseitigen Geschwindigkeiten, für den man einen, der darin erst Erfahrung sammeln muss, auf keinen Fall sollte strafrechtlich haftbar machen wollen (mit dfer zivilrechtlichen Seite steht es, wie schon ausgeführt, anders). Sehr wahrscheinlich hat im vorliegenden Falle die Fahrschülerin auch die Distanz in der Kurve nicht richtig eingeschätzt. Der Fahrlehrer ist dazu da, auf solche Fehler aufmerksam zu machen; er als Leiter aller Fahrmanöver muss allein verantwortlich sein — selbstverständlich nur solange nicht der Fahrschüler direkt seinen Weisungen zuwiderhandelt oder sonst ganz grobe Verstösse begeht. Gerade bei uns, wo die Ausübung des gelegentlichen oder dauernden Berufes eines Fahrlehrers von keiner staatlichen Konzession abhängig gemacht wird, muss das Verantwortungsgefühl, dieser Lehrer besonders geschärft werden. Wenn ihm zum Voraus bekannt ist, dass er bei eintretendem Unfall einen Teil der Schuld auf den Schüler abwälzen kann, so wird es vielfach an der dringend notwendigen Sorgfalt und Aufmerksamkeit fehlen. Auf alle Fälle ist die Frage, wie die Verantwortlichkeit hier zu beurteilen ist, eines weiteren gründlichen Studiums wohl wert. Es würde uns auch interessieren, die Meinung von Juristen oder Praktikern aus dem Fach noch zu erfahren. Die Durchgangsstrasse St. Gallert—Wil, durch das Fürstenland, welche gemäss dem vom Grossen Rat genehmigten Bauprogramm erstellt werden soll, beginnt langsam sich bemerkbar .zu machen. Wenigstens wird dieser Tage das Trasse für diese kommende Auto-Heeresstrasse abgesteckt. Der erste Spatenstich wird aber doch noch einige Zeit auf sich warten lassen, da es vorerst gilt, eine Reihe zeitraubender Expropriationsverfahren zu erledigen. z. Eine neue Autoverbindung. Im Thurgau wird am 6. Juli eine neue Autoverbindung eröffnet, die Arbon über Neukirch mit Amriswil verbindet. Die Automobilkurse haben jrnte Zugsverbindtmgen. -H- Starker Rückgang der Einfuhr. — Im II. Quartal 1930 wurden für 5 Millionen weniger eingeführt als im II. Quartal des Vorjahres (23 Millionen gegen 28 Millionen). — Befriedigende Entwicklung der Ausfuhr. — Sie stieg im letzten Quartal auf rund 6 Millionen gegen 4,8 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bevor wir die Ergebnisse des II. Quartals 1930 besprechen, wollen wir noch ein Wort über diejenigen des Monats Juni sagen. Im Juni 1930 belief sich die Einfuhr auf 6 485 510 Fr., gegen 8115109 Fr. im gleichen Monat des Vorjahres, während die Ausfuhr 1206290 Fr., gegen 1447 754 Fr., ausmachte. Die Ein- und Ausfuhr von Motorfahrzeugen ist also im letzten Monat ziemlich stark zurückgegangen, eine Tatsache, die auch auf andern Gebieten konstatiert wird. Wie aus der schweizerischen Handelsstatistik hervorgeht, ist die Gesamteinfuhr der meisten üblichen Handelswaren im Monat Juni sehr gering ausgefallen, und auch die Ausfuhr ist seit Januar 1927 noch nie so schwach gewesen. Der neue amerikanische Zolltarif, die Baisse an der New Yorker Börse und die allgemein schlechte Lage auf dem Weltmarkt haben stark auf unsere Handelsbilanz gedrückt. Doch kehren wir zu den Motorfahrzeugen zurück. Hier ist in erster Linie ein starker Rückgang der amerikanischen Einfuhr festzustellen. Im Juni 1928 bezogen wir aus den Vereinigten Staaten 58,1 % unserer Gesamteinfuhr von Automobilen und im Juni 1929 waren es 58,4 %. Im Juni 1930 dagegen hat sich der Anteil Nordamerikas auf 44,3 % verringert. Die Abnahme der Einfuhr im Juni 1930 betrifft vor allem die Automobile und Chassis von 1200—1600 kg, während die Abnahme der Ausfuhr hauptsächlich auf Kosten der Motorräder und der Automobile und Chassis von mehr als 1600 Kilogramm geht. Auffallend ist der starke Rückgang der Ankäufe Deutschlands, dessen Kontingent seit langen Jahren nicht mehr so klein war. Während sonst Deutschland als unser bester Abnehmer zählte, hat es'im letzten Monat diesen Platz der Tschechoslowakei überlassen. Grosse Schwankungen weist die Ausfuhr nach Russland auf. Dieses Land war im Januar und im Mai einer unserer besten Abnehmer gewesen und hatte in diesen Monaten Motorfahrzeuge im Betrage von 471116 bzw. 783191 Fr. aus der* Schweiz bezogen. Im Juni ist nun Russlarid erst an siebzehnter Stelle, mit einem Betrag von nur 9107 Franken! Gehen wir jetzt zu dem Automobil- Aussenhandel im It Quartal 1930 über. Der Gesamtumsatz ist um 3780934 Fr. niedriger als in der gleichen Perlode des Vorjahres. Auf der Seite der Einfuhr buchen wir 23 289 316, auf der Seite der Ausfuhr dagegen 6126 563 Fr. Zum ersten Male, seit die Oberzolldirektion eine monatliche Statistik des Aussenhandels veröffentlicht, also seit i925, ist der Gesamtumsatz im II. Quartal geringer als in den ersten drei Monaten des Jahres. Die offizielle' Statistik weist bekanntlich die folgenden neun Kategorien auf: a) Motorzvyei» und -dreiräder ohne Lederüberzug; b) andere (also solche mit Lederüberzug); c) Automobile und Chassis im Stückgewicht von "weniger als 800 kg-; d) Automobile und Chassis im Stüekgewicht von 800 bis. und mit 1200 kg; e) Automobile Und Chassis im Stückgewicht von 1200 bis und mit 1600 kg; f) Automobile'und Chassis im Stückgewicht von mehr als 16Q0 kg; g) Karosserien aller Art für Automobile:, h). Elektrokarren; i) Traktoren ohne Karosserie. ' Folgendes ist nun, nach den offiziellen Quellen zusammengestellt, unsere Einfuhr im II. Quartal 1930, nach Ländern und Kategorien geordnet: Oesterreich Frankreich Stück q kg Wert in Fr. Total a 221 339.51 376.290 b 3 13.30 10.348 o 26 187.64 115.117 d 53 654.66- 346.350 efghi 70 978.20 610.282 59 1823.93 1.575.719 39 148.84 76.170 7.72 3.116.376 a 70 ef 103 a 122 b 3 c 46 d 289 e 207 f 22 g h i 1 a 14 b c 14 d 305 e 195 f 24 S 53 76.82 139.18 61.67 193.35 7.01 263.33 84 31.27 23.33 1.43 113.98 5.125 975 55.945 105.640 62.904 148.562 6.055 163.146 3119.36 1.392.555 2990.28 1.638.070 757.37 559.293 4.829 275 12.055 24.803 895 121.859 2921.48 1.046.060 2691.89 1.'118.36O 727.74 516.196 15 U5 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — WO fiä Automobil-AussenhandeI im II. Quartal 1930 Deutschland Italien 224.489 3.924.840 2.827.288 f 71.20 117.634 g 57 330 207.708 Niederlande abc 27 43.14 23.840 12 355 12 233 f 151.15 93.975 38 800 119.203 Grossbritannien 94 551 1.15 1.996 Belgien a 137 200.44 156.168 618.31 b 650 f 499.155 80 17 c 6.170 g 140 1 7.99 501.842 Spanien d 81.540 a 25.94 24.231 16 189.03 20 45.500 o 1.41 1.343 52 75.07 99.830 f 395.32 255.713 87.61 281.287 Portugal t" 350 a 9.30 6.619 72 500 fafaofaofa 3.00 3.892 1.38 10.511 390.888 Niederlande 156 Dänemark 10.97 8.232 22 1.810 19.81 18.793 f 1.89 27.025 1.966 . 1.60 1.025 Grossbritannien a 674 1173.47 1.029.039 Norwegen 3 53 b 2 42.87 26.387 8.97 11.193 0 10 46.61 28.784 26.76 26.250 12.271 d 11.80 25.000 Schweden 5.65 5.120 e 5 77.61 60.000 41.40 59.988 f 5 120.83 265.858 3 100 91.358 g 1.11 1.560 Finnland f 5.68 6.083 1 1 5.11 3.000 1.439.628 6.183 Irischer Freistaat Lettland, Estland f 1.00 215 i 20.63 8.831 8.831 Litauen a Dänemark 16 25.61 18.525 f 8 80 80 18.526 Polen a Schweden 32 50.05 38.844 f 1 10 10 68 600 Polen fffa bof 17 170 170 1.27 1.629 Tschechoslovakei 47 649 649 Ungarn 1 36.48 36.302 50 365 365 77.375 Ver. Staaten Tscheohoslovakei a 34 53.60 39,674 64 125.50 94.950 cf 320.81 271.812 b 2 21.18 8.200 293.57 351.425 c 44 367.38 127.421 662.911 Ungarn a 16.39 dll91 13816.34 4.940.302 11 19 e 459 6675.12 3.529.474 415 16.45 f 183 4196.87 2.572.549 f 17.391 28.771 ao 11.76 g 5 57.44 21.476 Jugoslawien 7.740 39 i 11 512 161.09 59.359 11.353.911 f 3.75 1.883 Zentralamerika 26.68 10.135 f 38 105 105 Griechenland a 21.645 27 21.545 H. Quartal 1930 a 1302 2132.73 1.885.913 Bulgarien a 45 b 10 86.59 52.535 cf 117 e 141 986.93 562.497 13 431 d 1855 20712.67 7.831.807 a 5.85 Rumänien 3.910 e 951 13627.35 7.107.326 c 8 126 i 298 7779.52 5.654.438 f 41.07 36.364 40.400 g 44 217.25 104.500 Russland.Ukraine o 142.90 261.550 h 1 8.56 5.400 f 184.51 811.517 1.073.067 i 13 220.01 84.900 23.289.316 Algerien, Tunis, a 7.18 9.265 4615 45771.61 : Libyen f 98 2.626 11.891 II. Quartal 1929 a 1837 2694.98 2.411.727 Marokko a 12 17.20 11.329 b 18 117.21 82.452 f 3.21 6.414 16.743 e 204 1522.27 631.238 Südafrika a .10.05 11.436 11.436 d 2114 24239.55 9.795.240 Westafrika o 6 90 e 1301 18579.21 9.864.840 1.12 6.837 6.927 f 307 7678.49 5.373.076 Ostafrik* a 18 322 322 g 47.90 28.526 Syrien f 1.52 240 240 h 4 40.35 22.882 Britisch Indien f 86 2.120 2.120 i 16 275.39 110.544 28.320.525 Niederl. Indien a 9.19 6.761 45.47 5801 24.118 56195.35 Abnahme der Einfuhr 6.08 5.031.209 g 6.000 36.879 PMuppinen 1 39 39 Japan a 5.68 4.100 c 16 243 f 96.50 70.046 74.388 Ver. Staaten bf 1 20 45.64 40.642 40.662 Mexiko f 2 65 65 Columbien 122.48 64.594 64.594 Venez., Guyana f 1.60 1.995 1.995 Brasilien o 83 976 f 80.92 62.183 63.159 Argentinien cff 1.49 1.280 274.95 180.754 182.034 Chile 12, 220 220 Peru 5.30 4.522 215 33 20 4.575 Bolivien 96 96 Austral. Bund 2.73 5.588 5.583 Neuseeland und 121 68 Südseeinseln 54 122 Canada 40 40 II. Quartal 1930 Die Vereinigten Staaten sind wie gewohnt an der Spitze unserer Lieferanten, aber sie decken nur noch 48,7 % unserer Ankäufe, während ihr Anteil in der gleichen Periode des Vorjahres 60,6 % ausmachte. Es ist übrigens interessant, die Entwicklung der amerikanischen Ein- "jfatifw[erte seit 1925 zu studieren, wobei wir immer das zweite Quartal zugrundelegen wollen. Im Jahre 1925 war der amerikanische. Anteil ,32,1 %, im folgenden Jahre schon' 39,1 %, ein Jahr später 41,1, und in den beiden letzten Jahren stieg er auf 59,2 und .60,9 %, um nun, wie gesagt, atif 48,7 %• zurückzufallen. Der 1 Einfuhrwert amerikanischer Motorfahrzeuge hat im zweiten Quartal 1930 gegenüber der entsprechenden Zeit des Vorjahres um 4480 070 Fr. abgenommen. Die Vereinigten Staaten sind übrigens nicht die einzigen, deren Lieferungen zurückgegangen sind. Alle unsere Hauptlieferanten, mit der einzigen Ausnahme Deutschlands, haben eine Verminderung ihrer Einfuhrmengen zu verzeichnen, obwohl ihr Anteil in Prozenten zugenommen hat. Seit dem zweiten Quartal 1929. hat das französische Kontingent von '14,4% auf 16,7 % zugenommen und das italienische von 11 auf 12,1 '%.. '" Es ist ferner nicht uninteressant, den Anteil der verschiedenen Häüptkategorien an unserer Einfuhr zu beobachten. Im vergangenen Quartal verteilten sieh diese Kategorien wie folgt (die Angaben in Klammern beziehen sich auf die gleiche Periode des Vorjahres):. Motorräder: 8,3 % (8,8), Automobile und Chassis von 800 bis 1200 kg: 33,6 % (34,5), Automobile von 1200 bis 1600 kg: 30,5 %, (34,8), Automobile über .1600 kg: 24,2 %' (18,8), während die restlichen 3,4 % (3,9) auf die andern Kategorien entfallen. Man sieht aus dieser Aufstellung, dass einzig die Automobile und Chassis über 1600 kg eine Zunahme der Einfuhr aufweisen. Wie im zweiten Quartal 1929, wurden auch dieses Jahr 44 Länder durch unsere Ausfuhr im II. Quartal 1930 erreicht Die Einzelheiten gehen aus folgender Zusammenstellung hervor: Deutschland Oesterreich Frankreich Italien Belgien a b of g a 1 c f ä b c f a cf g a Stück q kg Wert in Fr, Total 34 1292.17 1.233.514 2.28 4.005 77 1.334 1287.29 450.936 13 47 36 57.50 42.917 1.27 2.551 156.08 136.270 59 218.30 172.085 10 1.16 3.160 27.85 21.294 143.01 156.037 •17.77 15.738- 67 1.364 170.67 172.281 10 96 19.04 17.939 76.59 71.895 1.689.836 181.738 352.576 189.479 II. Quartal 1929 227 Zunahme der Ausfuhr a 353 1968.201.762.024 b 4.25 8.140 o 682.80 646.074 f 35 4337.06 3.702.912 j ; 6.45 7.413 6.126.563 388 190 2015.60 1.874.056 21 5.78 5.959 6898.76 12.00 11.000 34 3833.60 2.954.557 49.98 29.336 1.42 1.380 5918.38 4.876.288 1.250.275 Deutschland steht noch im ersten Eang, aber nur . dank seiner.. grossen Ankäufe von Motorrädern. Russland steht an zweiter Stelle. Hier sind besonders die Lieferungen von Fahrzeugen über 1600 kg bedeutend. Deutschland und Russland sind die einzigen Länder, denen wir für mehr als eine Million Franken lieferten, diese beiden Staaten erhielten zusammen fast genau die Hälfte (44,9 %) unserer. Gesamtausfuhr von Motorfahrzeugen und Zubehör. Die Tschechoslowakei, Grossbritannien, Frankreich, Spanien, Belgien, Italien, Argentinien, Oesterreich und Holland folgen in der Rangliste mit Beträgen, die 100 000 Fr. übersteigen. Diese Länder haben besonders Automobile über 1600 kg aus der Schweiz eingeführt. Zum Schlüsse geben wir noch die Zähen für das I. Halbjahr 1930, denen wir die entsprechenden Angaben des Vorjahres gegenüberstellen: Einfuhr im Ausfuhr im i: Halbjahr 1930 II. Halbjahr 1929 Wert in Fr. Wert in Fr. a 3.913.390 4.448.048 b 98.835 134.623 c 940.113 1.104.184 d 14.299.440 16.383.003 e 13.638.334 15.017.784 f 10.243.184 8.696.279 g 206.403 61.164 h 14.841 27.018 - i 245.284 308.049 : 43.599.824 46.180.152 Abnahme der Einfuhr SV. Z58OJ329. (Schluss siehe S, 3 unten.)

Die eingehenden definitiven Anmeldungen lassen ersehen, dass das Klausenrennen „vom 9./10. August als grösstes und weitaus bestdotiertes Bergrennen Europas mit einer qualitativ grossartigen Nennliste wird aufwarten können. Bereits liegen feste Anmeldungen von Fahrern aus sieben verschiedenen Ländern vor, und zwar von Fahrern von bestem Ruf und Klasse. Bei den Automobilen dürfen an neu eingegangenen Meldungen verzeichnet werden diejenigen des Italieners Strazzari auf Alfa Romeo, der Schweizer Escher auf Bugatti, Markiewicz auf Rosengart, Obi auf Bugatti, Schnyder auf Martini, Wittwer auf Bugatti, Steinbuck auf Fischer und Dublin auf Auburn, der Deutschen Spandel auf Mercedes-Benz SS und Klein auf Bugatti und des Oesterreichers Ackerl auf Steyr SS. Für das Motorradrennenn haben ihre Anmeldung eingereicht der Belgier Renier auf Velocette, der Schweizer Hard auf Scott und der Deutsche Gschwilm auf Rudge-Whiteworth. Motosacoche hat eine Nennung für den Fahrer Oilter abgegeben und die deutsche Marke Standard vier Nennungen, worunter die bekannten Fahrer Gall und Dom. Die nächsten 10 Tage werden nun noch die grosse Flut der Anmeldungen bringen. Es seien, alle Interessenten darauf aufmerksam gemacht, dass der erste Nennungsschluss am 29. Juli, der zweite Nennungsschluss am 2. August abläuft. Die Nachfrage für die Zuschauerkarten ist im Vorverkauf bereits eine so rege, dass beispielsweise für die Parkplätze Vorfrutt und Sauboden nur noch ganz wenige Parkkarten erhältlich sind. Am 26. Juli wird von der Radiostation Höngg aus zwischen 19.16 und 19.30 Uhr ein orientierendes Referat über die Organisation und Beschickung des Klausenrennens radiophonisch verbreitet, das allen* Interessenten und speziell den Besuchern des Rennens interessante Angaben vermitteln dürfte. Es sei noch speziell darauf aufmerksam gemacht, dass auch für die beste Zeit der Tourenwagenkategorie ein Barpreis in der Höhe von Fr. 1000.—, sowie ein Ehrenpreis im Werte von zirka Fr. 500.— ausgesetzt sind und dass die Firma Benzin u. Petroleum A. Q., Zürich, die Stiftung des Ehrenpreises für die beste Zeit der Motorräder im Werte von zirka Fr. 1000.— übernommen hat, zu dem sich bekanntlich noch der ausgesetzte Barpreis von Fr. 1500.— gesellt. Das Klausenrennen 63 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Internat. Klausenrennen 1930. 1930 verzeichnet Barpreise in einer Höhe, wie sie kein anderes Bergrennen zu bieten vermag. IM. Internationale Schonheitskonkurrenz für Automobile in Luzern. Für die am Samstag den 2. August stattfindende, von der Sektion Luzern des Automobil-Club der Schweiz veranstaltete dritte Automobil-Schönheits-.Konkurrenz in Luzern, laufen jetzt schon täglich Meldungen ein. Die Veranstaltung verspricht sehr interessant zu werden. Di© Wagen, die zur Schau gelangen, werden teilweise das Neueste bringen. Die Ciel-ouvert-Verdecke werden dieses Jahr im Programm von Luzern zum erstenmal zur Konkurrenz gelangen. Schliesslich sei nochmals darauf hingewiesen, dass der erste Meldeschluss nächsten Freitag den 25. Juli, 18 Uhr, und der Nachnennungsschluss Dienstag den 29. Juli, mittags 12 Uhr, stattfindet. $P Nochmals zum Uniall am Jaunpassrennen. Wie in unserer Berichterstattung über das Jaunpassrennen, sowie in einer ergänzenden Notiz in letzter Nummer mitgeteilt wurde, konnte der Zürcher Hans Kessler (Feldeggstrasse), das Rennen leider nicht beenden, indem sein Wagen durch das Schleudern aus der Bahn geriet. Zahlreiche Leser waren nun der Meinung, es handle sich hier um den populären Alfa-Romeo-Fahrer Kessler, in Firma Kessler & Jäger, der ebenfalls in Zürich ansässig ist. Obwohl dieser überhaupt nicht gestartet war, sind bei ihm auf Grund der Pressemeldungen aus seinem grossen Bekannten- und Anhängerkreis eine Reihe An- Automobil-Aussenhatrdel (Sohluss von Seite 2). Ausfuhr im I. Halbjahr 1930 Ausfuhr im I.Halbjahr 1929 Wert in Fr. a 3.465.884 Wert in Fr. 3.310.019 b c 10.223 1.250.653 7.999 —.— d 25.500 f 7.726.918 5.528.226