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E_1930_Zeitung_Nr.069

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l»»«»i«t *«§•«* Auffrischen von Kunstleder-Karosserien. Manche Kunstleder-Karosserien verlieren nach einiger 2eit ihren Glanz, so dass dann auch der frisch gereinigte Wagen « staubig » aussieht. Das ursprüngliche Aussehen kann aber sehr einfach wieder zurückerlangt werden. Man braucht den Kunstlederbezug nur überall mit einer reichlichen Schicht rohen Leinöls zu benetzen und diese Schicht etwa 3 Stunden wirken zu lassen. Nachher wird abgewischt und trocken gerieben. at. Wagentürenzuschlagen unnötig. Warum es so ist, ist teilweise unbekannt oder erfordert so lange Erklärungen, wie wir sie hier unmöglich bringen können. Aber es ist so : Je stärker Sie an Ihrem Wagen die Türen zuschmettern müssen, damit sie einhängen, umso grösser wird der Appetit der Türen, nochmals stärker zugeschmettert zu werden. Da Sie aber ohnehin dieses neckische Spiel nicht so lange weiterführen können, wie es der Türe passt, da sich z. B. erfahrungsgemäss sonst früher oder später die Scheiben, die Türfüllungen 'imd das Schloss in Wohlgefallen auflösen, ist es viel vernünftiger, von vorneherein nicht darauf einzugehen. Wenn eine Autotüre sich nicht anständig schliessen lassen will, liegt das ja gewöhnlich nur an einer Kleinigkeit. Oft genügt ein Tropfen Oel auf die Falle (fälschlicherweise oft < Riegel» des Schlosses genannt) oder deren Eintrittskante, manchmal sind auch nur einige Tropfen Oel auf die Scharniere der Türe notwendig, um Wunder zu wirken. Oder die Gummipuffer, das Schloss oder der Haken, in dem die Falle einhängt, müssen um einige Millimeter versetzt werden, was man sehr oft selbst besorgen kann. Jedenfalls ist kein Fall hoffnungslos und zu ärgern braucht man sich erst recht nicht. m. Kurzschluss! Es dürfte sich lohnen, bei einer Geschicklichkeitskonkurrenz auch einmal zu prüfen, wie lange es geht, bis ein Fahrer an seinem Wagen die Sicherung der elektrischen Anlage ersetzt hat. Manchen Fahrern könnte man damit eine hübsche Üeberraschung bereiten, denn die wenigsten wissen überhaupt, wo sich diese Sicherung befindet, wie sie ersetzt werden rnuss und woher, die Reserve zu nehmen ist. Winke T m Und doch gehört diese Kenntnis eigentlich zum allerersten, was man vom Wagen wissen sollte. Bei einem Kurzschluss nachts unterwegs hat man wohl bestimmt nicht das Glück, in der Nähe eines hilfreichen Geistes stecken zu bleiben. Was aber, wenn das Licht plötzlich mitten auf weitem Feld oder gar in finsterem Wald ausgeht ? Die paar Zündhölzer, die man zuerst zum Aufsuchen der Sicherung benutzt, sind bald verbrannt. Wenn man dabei dann noch nicht den ganzen Wagen angezündet hat, bleibt nichts übrig, als aufs Geratewohl herumzutasten, wobei aber selten etwas Gescheites herausschaut. Sie tun also gut, heute noch die nötigen Rekognoszierungen vorzunehmen. Vergessen Sie nicht, auch den Aufenthalt der Ersatzsicherung zu eruieren, wenn eine solche überhaupt vorhanden ist. Allerdings darf beim Durchbrennen der ersten die Reservesicherung erst dann eingesetzt werden, wenn man die Kurzschlussursache erkannt und behoben hat. Andernfalls ist es in kürzester Zeit auch um die Reserve geschehen. m. radel u. Imd Die beste Sicherung gegen Verkehrsunfälle ist immer noch die vollständige Ausrüstung des Motorwagens mit neuesten Signalgeräten. Die Index-Zubehörgeräte stellen in ihrer Gesamtheit eine organische Reihe dar, mit dem End&weck, Menschenleben und Materialwerte auch im dichtesten Verkehr zu sichern. Die Index-Winker sind bemerkenswert durch die zweckmässige, klare Lösung des elektrischen Antriebs und die dadurch bedingte zuverlässige Arbeit auch bei geschwächter Batterie und schiefer Wagenstellung. Ein im Innern des Arms befindlicher Blendschutz sichert dem Fahrer die klare Sicht; diese Anordnung ist zweckvoller als ein an der Aussenseite befestigtes Lichtgitter, in dem sich Staub, und Schmutz so leicht festsetzen und dadurch dem Winker das elegante Aussehen rauben. Index-Rückleuchten, Ueberhol-Zeichen, Stoppzeichen mit Richtungsanzeiger, besonders wertvoll für Omnibusse und Lastwagen, vervollständigen die Reihe der optischen Geräte. Ergänzend fügen sich an die akustischen Geräte vor allem das Membrane-Horn mit reinem, wohlklingenden Ton. Unempfindlich gegen Wasser und Staub, kann es niemals versagen. Datei weiss jeder, der schon die Serpentinen der Alpenpässe gefahren' ist, dass die hellen, mit Obertönen reich gesättigten Klänge einer guten Membranehupe weit sicherer über felsenbeharigene Kurven hinweg gehört werden a.ls die unreinen Töne des elektrischen Horns, dessen ungleiche Tonwellen sich in relativ kurzer Entfernung gegenseitig selbst aufhoben. AL H !li L 1930 — ech s.» Frage 7701. Teerflecken. Ich möchte wissen, mit was man am besten Teerflecken von der Karosserie entfernt, wenn man keines der Spezialreinigungsmittel zur Hand hat. Es handelt sich um Straseenteer, welcher beim Befahren frisch geteerter Strassen an die Karosserie spritzt; diese Spritzer sollten entfernt werden können, ohne jedoch den Lack der Karosserie zu beschädigen. E. S. in B. Antwort: Zur Entfernung von Teerflecken verwendet man, sofern der Lack dabei nicht beschädigt werden soll, am besten Butter. Man reibt die Flecken vorsichtig mit Butter ein. lässt diese darauf bis der Teer vollständig gelöst ist und reibt hernach die betreffenden Stellen mit Watte ab. Sollte dabei der Lack etwas matt geworden sein, so kann man ihn mit Fleckenpolitur wieder aufpolieren. Benzol löst Teerspritzer allerdings rascher, aber in den meisten Fällen tut es das auch mit der Wagenlackierung. st Frage 7702. Lebensdauer. Wie viele Jahre ,beträgt die «Lebensdauer» eines richtig unterhaltenen Akkumulators, der einen elektrischen Anlasser und die Lampen speist und einem Wagen für ärztliche Stadtpraxis dient? Dr. B. in L. C. F. \ Antwort: Die Lebensdauer einer Bleibatterie beträgt ungefähr vier Jahre, wenn diese stark in Anspruch genommen, wird wie das. z. B. bei der ärztlichen Stadtpraxis der Fall ist, wo das Auto sehr häufig elektrisch angelassen wird. Können Sie sich dagegen entschliessen, letzteres, wo iminier möglich, von Hand auszuführen, so dürften Sie damit die Lebensdauer Ihrer Batterie tim ein weiteres Jahr verlängern. Das Anlassen nimmt die Batterie also am meisten mit. ferner das Fahren auf schlechten Strassen und das Stehenlassen der Batterie ohne die notwendige Spannung von 2,2 bis 2,4 Volt pro Zelle. Natürlich ist damit die Batterie nicht ganz wertlos geworden, denn die Minusplatten halten stets noch einmal so lang aus als die Plusplatten. So ist es empfehlenswert, die Plusplatten etwa alle zwei Jahre zu erneuern, womit die Lebensdauer der Batterie fast unbegrenzt ist. Jedenfalls verlängert die richtige Behandlung einer Akkumulatorenbatterie deren Lebensdauer ganz ausserordentlich. Frage 7703. Verstellen der Batteriezündung. Mein Wagen amerikanischer Provenienz hat Batteriezündung, wobei der Zündzeitpunkt durch einen automatischen Regler im Verteilerkopf eingestellt wird. Da nun aber der Motor schon etwas verfusst ist, neigt der Motor trotzdem bei Langsamlauf mit Vollgas zum Zündungsklopfen. Wenn ich ihm mehr Nachzündung gäbe, würde dieses Klopfen wohl verschwinden und ich könnte so mit dem Entrussen noch etwas abwarten, was mir ohnehin viel lieber wäre. Wie müsste man nun diese Zündung verstellen? Glauben Sie. dass eine solche Verstellung schädliche Folgen haben könnte? G. I. in T. Antwort: Zuviel Nachzündung könnte sich nur dadurch auswirken, dass der Motor übermässig Benzin verbraucht, nicht mehr so gut zieht und mehr Neigung zum Heisslaufen zeigt. Ein unmittelbarer anderer Schaden ist jedoch nicht zu be- »fü rohten. Die Zündung -wird verstellt, indem man den Verteilerkopf, in dem ja auch der Unterbrecher eingebaut ist, entsprechend dreht und zwar im Drehsinn seiner Antriebswelle, wenn der Zündzeitpunkt verspätet werden soll. Um den Verteilerkopf drehen zu können, müssen Sie zuerst die unten an seinem Hals befindliche, in unseier Skizze durch einen Pfeil bezeichnete Schraube oder Mutter lösen. Die Verstellung selbst darf nur ganz wenig betragen, in Ihrem Fall wird es genügen, wenn der Verteiler um soviel gedreht wird, daes sein Umfang eich um zirka 2 mm verschiebt, xn. Frage 7704. Neue Kolben, Obennissiger Benzinverbrauch. Habe einen Fiatwagen, Modell 503 (1926), der mit zirka 60000 km neue Kolben erhalten hatte. Nach zirka 10 000 km Fahrt muea sich ein Kolbenbolzen gelöst haben, was ein Ersetzen des betreffenden Kolbens benötigte. In der betreffenden Garage empfahl man mir alle Kolben auszuwechseln, da, wenn ein Kolben einmal herausgenommen worden müsse, er nicht mehr richtig eingepasst werden könne. Wir befolgten den Rat des Garagisten und Messen neue Kolben einsetzen und gleichzeitig die Ventile erneuern. Der Wagen hat auch einen neuen Zenith-Vergaser mit Luftzug erhalten. Das Resultat dieser ganzen Reparatur ist nun, dass ich mit diesem Wagen enorm viel Benzin brauche, 17—18 Liter auf grösseren Touren. Wie kann diesem Uebel abgeholfen werden? Kleinere Düsen lassen sich nicht mehr verwenden. W. S. in T. Antwort: Aus Diren Angaben können wir keinen bestimmten Grund für die Zunahme de» Brennstoffverbrauches entnehmen. Es ist aber anzunehmen, dass der Verbrauch nicht mit der Vergasereinstellung zusammenhängt, da der Motor, wie Sie festgestellt haben, kleinere Düsen nicht verträgt. Bleiben folgende Hypothesen: Die neuen Kolben sind weniger hoch als die alten, die Kompression ist deshalb kleiner und der Wirkungsgrad des Motors entsprechend niedriger. Um auf die gleiche Leistung zu kommen wie früher, müssen Sie beständig mehr Gas geben, daher der grössere Brennstoffverbrauch. Oder: Man hat bei der Revision des Motors versehentlich oder absichtlich die Zündung zurückgestellt, so dass der Motor jetzt beständig mit zu viel Nachzündung läuft. Schliesslich könnte der übermässige Verbrauch auch durch eine falsch eingestellte Ventilsteuerung verursacht sein. at. 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Verhängnisvolle Versäumnisse. Warum der Bahnübergang nicht geschlossen war, wird wohl erst die Untersuchung zeigen. Der Barrierenwärter will das Abfahrtssignal von Prsftteln her nicht gehört haben, weil eben ein Güterzug in umgekehrter Richtung den Uebergang passierte. Dieser sehr verkehrsreiche Uebergang, welcher für Motorfahrzeuge die kürzeste Verbindung zwischen Pratteln und Liestal darstellt, ist schon lange von Fachleuten als gefährlich bezeichnet worden. Bereits seit Jahren liegt das Projekt einer Unterführung an jener Stelle vor den Behörden, aber wie es so geht, die Jahre! vergehen und es geschieht nichts, wenn, nicht ein Anstoss von aussen her kommt. Schon beim Unglück von St. Leonard ha- No69 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE 11 ben wir darauf hingewiesen, dass ein Die elektrische Guillotine Niveauübergang unter Umständen teurer zu stehen kommt, als der Bau einer Unterführung. Man verlege sich doch nicht darauf, die Schuld einzig den Barrieren- Die Bundesbahnen haben eine schlaflose Samstagnacht verlebt. Und kein Wunder: durch das Verschulden zweier ihrer Angestellten haben innerhalb neun Stunden auf einer Bahnstrecke von rund 600 Metern drei Menschen den Tod unter den Bädern der Lokomotive gefunden, während zwei andere wie durch ein Wunder, wenn auch nicht mit heiler Haut, so doch mit dem Leben davonkamen. Eine schauerliche Bilanz, die eindringlich nach einschneidenden Massnahmen ruft! » Wie im Blitzlicht erscheinen bei den entsetzlichen Unfällen von Pratteln wieder einmal mehr die Gefahren der Niveauübergänge, an denen grinsend der Tod hockt. Empört fragt man sich, wann das frivole Spiel mit Menschenleben endlich aufhören soll, wann endlich alles hervorgekehrt wird, um die Verkehrsgefährdung nicht so sehr der Eisenbahn als durch die Eisenbahn aufs menschenmöglichste herabzumindern. Zwei gefährliche Uebergänge. Gerade die Uebergänge von Pratteln gehören zu den Kreuzungspunkten von Strasse und Schiene, die geradezu zu solchen Vorkommnissen prädestiniert sind. Der sehr rege Bahnverkehr (Doppelgeleise!), der auch in der Nacht nicht aufhört, die unübersichtliche Anlage der Strasse, die häufigen Verkehrsstockungen vor der geschlossenen Barriere, die natürlicherweise Ungeduld und Nervosität bei den Strassenbenützern wie dem Bahnpersonal erzeugen müssen, haben schon lange den Buf nach Beseitigung der beiden verhängnisvollen Uebergänge laut werden lassen. Auch an Warnungen hat es nicht gefehlt. Beim Buholzübergang wurde einmal ein Mann vom Zuge überfahren und getötet. In den letzten Jahren waren einige Zusammenstösse zwischen Bahn und Fahrzeug gerade noch im letzten Augenblick vermieden worden und Einheimische erklären, dass es manchmal ein Wunder war, dass die Sache so glimpflich abgelaufen sei. Dieser Uebergang ist den Motorfahrzeugen verschlossen, wird aber sehr gern von Fuhrwerken benützt, da er die kürzeste Verbindung zwischen Pratteln und Liestal darstellt. Die Bahn beschreibt an jener Stelle eine Kurve, die Strasse läuft in einem spitzen Winkel darauf zu und macht ausgerechnet auf dem Uebergang eine Wendung. Da noch ein Stückchen Wald die letzte Uebersicht raubt, ist es unmöglich, das Nahen eines Zuges irgendwie zu beobachten. Ohne diesen vollständigen Mangel an Uebersichtlichkeit wäre das Unglück nicht passiert, denn dann hätte sich der bedauernswerte Ernst Roth nicht auf das Geleise gewagt. Aber auch die Barrierenwärterin, welche seit 17 Jahren ihren Dienst untadelig versah, verdient unser Mitleid. Es scheint (die Meldungen widersprechen sich in diesem Punkte), dass sie für einen Velofahrer die Barriere zur Durchfahrt halb hob, worauf Roth glaubte, ebenfalls für sein Fuhrwerk freie Bahn zu haben. Als er den Zug sich nähern hörte, sprang er hinunter und wollte das Pferd zurückreissen, aber es war zu spät. Der Schnellzug schleppte Mann und Ross noch etwa hundert Meter weit, bevor er zum Stehen kam. Einen halben Kilometer weiter weg, beim «Krummen Eich», ist ein anderer Niveauübergang. Das Schicksal wollte, dass noch am gleichen Tage auch hier eine > offene Barriere ein grässliches Unglück verschuldete. Wir haben bereits in letzter Nummer darüber berichtet, wollen hier aber noch nachtragen, dass der Zug trotz der offenen Barriere nicht gepfiffen hat und dass der Lokomotivführer scheinbar den Zusammenstoss nicht sogleich bemerkte. wärtern aufzuladen! Gewiss, sie haben gefehlt, aber solange Menschen Menschen sind, wird man sich immer auf solche Fehler gefasst machen müssen. Der Strassenbenützer hat ein Recht darauf, dass seine Sicherheit nicht solchen menschlichen Fehlern ausgeliefert ist. Die Niveauübergänge, wie sie heute noch bestehen, sind wahre Todesfallen und werden es bleiben, solange nicht für doppelte Sicherheit gesorgt wird. Die moderne Technik gibt es an die Hand, uns von Fehlern und Versehen der Menschen in weitem Masse unabhängig zu machen, und es muss als Fahrlässigkeit bezeichnet werden, wenn man sich mit einfacher Sicherung begnügt, wo die doppelte und dreifache gerade noch gut genug wäre. Die Niveauübergänge — ein Anachronismus. Die Niveauübergänge sind schon längst zum schreienden Anachronismus geworden. Während man sonst auf allen Gebieten des Verkehrswesens die Sicherungseinrichtungen unablässig vervollkommnet, sind die Niveauübergänge mit Einrichtungen ausgerüstet, die noch aus Grossvaters Zeiten stammen. Wir erinnern nur an die komischen Stellräder der traurig-berühmten Barriere von Saint Leonard, an das Läutwerk von Rüschlikon, das alle paar Stunden von Hand aufgezogen werden muss, an die Sßhwarzwälderuhr ebendort, deren Kuckucksruf bald zu früh bald zu spät (wenn überhaupt) erschallte... bis es zu dem Unglück kam, über dessen gerichtliche Sühne wir in Nr. 37 und 42 berichteten. Die Beseitigung der Niveauübergänge ist ein dringendes Gebot der Zeit. Die Geldfrage kann keine ausschlaggebende Rolle spielen, wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen. Wo aber eine sofortige Ersetzung eines Ueberganges durch eine kollisionsfreie Kreuzung nicht in Frage kommt, hat der Strassenbenützer wenigstens das Recht, doppelte Sicherheit zu verlangen. Ueberall im Bahnbetrieb, wo es gilt, das Leben der Reisenden zu schützen, sind doppelte Sicherungen eingeführt worden. Die moderne Technik gibt es an die Hand, unabhängig von menschlichen Irrtümern den Bahnbetrieb sicher zu gestalten. Die Stellwerkverriegelung, die es dem Beamten unmöglich macht, ein Signal zu öffnen, wenn die betreffenden Weichen falsch stehen, bildet eine solche Sicherung, die dem Beamten, der schliesslich auch ein Mensch ist, automatisch in den Arm fällt, sobald dieser einen Fehler macht. Wo diese doppelte Sicherung fehlt (sie fehlte z. B. beim Bahnhofumbau von Bellinzona), da ist, wie die Erfahrung eindrücklich lehrt, Unfällen Tür und Tor geöffnet. Doppelte Sicherheit auch beim Niveauiibergang. Einzig bei der Einrichtung von Niveauübergängen lässt man es heute noch bei einfacher Sicherung bewenden. Anstatt den herannahenden Zug durch eine Alarmvorrichtung automatisch (also unabhängig von menschlichen Versehen) optisch und akustisch zu signalisieren und so dem Strassenbenützer doppelte Garantie zu bieten, lässt man es darauf ankommen, ob der Wärter oder die Wärterin die Signale hört oder nicht. Die Wärterin bei Buholz-Pratteln hat über 100 000 mal die Barriere richtig bedient, bevor sie sich einmal vergass. Wer möchte behaupten, dass einem andern Menschen nicht auch ein Irrtum in 100 000 Fällen passiere? Es gibt bald keinen Niveauübergang mehr in der Schweiz, der nicht schon durch Zusammenstoss von Bahn und Strassenfahrzeug eine traurige Berühmtheit erlangt hätte. Und tagtäglich geht die schwarze Serie weiter. Drei' Uebergänge — dre! Unfälle. Am 1. November 1929 wurde beim untern Bahnübergang in Pratteln ein Lastautomobil von einem Schnellzug überfahren, weil der diensttuende Barrierenwärter, ein Hilfsablöser, eingeschlafen war. Und nun die zwei neuesten Unfälle bei den zwei andern Uebergängen! Kein Wunder, dass die Basler energisch die Beseitigung dieser Todesfallen verlangen. Der Unterstützung des schweizerischen Automobilismus können sie sicher sein. Heute, drei Tage nach den schrecklichen Vorfällen in Pratteln, lesen wir bereits vom nächsten Unglück. Bei La Chaux-de-Fonds wurde ein Automobil bei einem unbewachten Bahnübergang vom Zuge umgeworfen. Die Insassen sollen DIE MARKE DER WELTREKORDE KLAUSENRENNEN REN NWAGEN: ^m STUBER AUF BUGATTI 1 NEUER KATEGORIEREKORD I BOURIAT AUF BUGATTI KAT. 1,5 U KAT. 2-3 L, TOURENWAGEN: I ZWIMPFER AUF CHRYSLER KAT. 3-5 L. STUCK VON VILLIEZ AUF AUSTRO DAIMLER ZWEITBESTE TAGESZEIT GRAND PRIX D'EUROPE 596 KM. 1.2.3. u. 5. CHIRON, BOURIAT, D1VO UND ZEHENDER DIE GROSSTE ZUVERLÄSSIGKEITSPRÜFUNG 23 TAGE IN DER LUFT GEBR. HUNTER — „CITY OF CHICAGO« AUF BUGATTI UND IMPERIA Eilversand von allen Bestandteilen binnen 24 Stunden. Amilcar Latil Berliet Liberty CitroSn Mathis De Dion Peugeot Donnet Renault Deiags Talbot Fiat Urne Hotchkiss Voisin GST Konkurrenztose Preise. ""gä Am Morsen eiaian.ende Bestellungen weiden am Abend spediert. G. 0. 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