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E_1930_Zeitung_Nr.069

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N°69 in der Schweiz Planlose Fahrten in unbekanntes Gelände mögen wohl erlebnisreich verlaufen, wirkliche Entdeckerfreuden, nachhaltigen Reisegenuss bietet aber nur das selbst organisierte Reisen. - 70 R. 67. Altdorf-Col da Klausen-Glaris- AKflorf-Klausen-Glarus (-Ziegelbruck) (77 km) c. 10, ti. Q«n*ra/I»s: La route, (arge de 4,8 m. a ete comtroite de 1893 a 1899. Sa pente maximum est de 12%. Les paysages fes plus remarquables ie rencontrent en montant de Spiringen. Au Fruttberg vue dans la vallee de la Llntb. La route Lanthal—sommet du GoJ est la piste .de cöte elanique en Suisse pour les eourses. (-Ziegelbrücke) C 10. U. Allgemeines: i.Hm breiteStrasse, 1893-1899 erbaut. Maximalsteiaung 12'/^ Landschaftlich am schönsten von Spinngen aufwärts. Auch am Fruttber» prächtige Aussicht ins Unthtal und auJ die Glarner Berge. Die Strasse Linthal—Passhöhe ist die klassische Bergrci strecke der Schweiz. 8.5 :2.B ffl- 16 33.6 Ü.5 «51 560 aas 64.51002 1280 L953 ifeX 88-51313 85.61032 ALTDORF «63 n. A la bilurcation des routes, vers 1'arsenaL, rester ä gauche et continuer a l'E. Burglen 1929 h. Double virage dans le vlllage, ensuite route sinueuse jusqu'ä Burglen-Loretto. PresdeBrugg (651m) traverser te Schächenbach, Trudellngsn (698 m). De grands lacet*. Spiringen 100 h. Selourd'ete; Monter(3km)}u»

II. Blatt BERN, 15. August 1930 N°69 II. Blatt BERN, 15. August 1Q30 Technisch Leistungserhöhung des Motors durch Hochverdichtung. Die Brennstoffe vertragen nicht jede belie- Verdichtung. Eine nur beschränkte Kom- Die motorische Verbrennung hat denbige Zweck, die in dem Brennstoif gebundene pressionsfestigkeit hat z. B. Benzin. Höhere chemische Druckenergie in mechanische, also Kompressionsfestigkeit halten Benzol, Spiritus und Naphtalin aus. Benzin verträgt prak- Arbeit leistende, umzuwandeln. Je höher die Verdichtung des Brennstofigemisches ist, tisch allgemein 4,5—5fache, Benzol- und Spirituskraftstoiffe hingegen meist jede innerhalb umso grösser die Arbeitsausbeute, die in geringerem Brennstoffverbrauch und höherer der motorischen Grenzen anwendbare Verdichtung. Diese Brennstoffe nennt man des- motorischer Leistung zum Ausdruck kommt. Der höhere Arbeitseffekt ergibt sich mit anwachsender Verdichtung aus drei Gründen: halb auch kompressionsfest. Wir wollen nunmehr auf die Massnahmen 1. Je mehr die angesaugte Ladung beim eingehen, die zur Leistungserhöhung eines Verdichtungshub zusammengedrückt wird, um Motors durch Hochverdichtung anzuwenden so mehr werden auch die Verbrennungsgase beim Arbeitshub ausgedehnt. Wenn die Ladung auf ein Fünftel zusammengepresst wird, so muss man die Verbrennungsgase, da jeder Hub des Motors gleich lang ist, auf das Fünffache ausdehnen. Verdichtung bedeutet aber Dru-cksteigerung, Ausdehnung dagegen Druökverminderung. Wächst der Druck beim Verdichtungshub, so fällt er beim Arbeitshub. Fällt z. B. bei geringerer Verdichtung der Verbrennüngsdruck von 25 auf 4 Atmosphären, so sinkt er bei höherer Verdichtung von 30 auf 3 Atm., in einem Falle werden 21 Atm. in Arbeitsenergie verwandelt, 4 wandern unbenutzt in den Auspuff, im zweiten Falle werden 27 ausgenutzt und 3 gehen verloren. 2. In dem kleineren Verbrennungsraum bleiben nach der Verbrennung weniger Abgase zurück, welche' die frische Ladung weniger stark verdünnen. 3. Auch die Temperaturen wachsen mit der Verdichtung. Die höheren Drücke und Temperaturen bewirken bessere Verdampfung, rascheTe und vollständigere Verbrennung; denn das Gemisch verdampft grösstenteils erst vollständig durch die Verdichtungswärme, und die Verbrennung wird rascher und vollständiger, je kleiner die Verbrennungswege sind. Nun sind allerdings der Hoehverdichtung gewisse Grenzen gesetzt, die es nicht zulassen, den Verdichtungsgrad beliebig zu erhöhen. Zunächst sind es die rein motorischen Grenzen, die es nicht zulassen, das Triebwerk und die hin- und hergehenden Massen immer schwerer, massiger und damit teurer zu machen. In zweiter Linie sind in dem Brennstoff selbst Grenzen der Verdichtung begründet. sind. Man kann, ohne die Maschine und ihre Einzelteile übermässig zu beanspruchen, eine etwa 5,5—6,5fache Verdichtung anwenden. Mit dieser Verdichtung sind folgende sehr beachtenswerte wirtschaftliche Vorteile verbunden : 1. Eine Brennstoffersparnis von 10—25 %. Mit weniger Brennstoff wird die gleiche Arbeit vom Motor geleistet. 2. Eine Vergrösserung der Leistung von 10—25%. Um die Hochverdichtung praktisch auszuführen, empfehlen sich folgende Massnahmen: Bei einem neuen Fahrzeug sehe man auf erhöhte Leichtmetallkolben. Bei einem alten Fahrzeug lässt man, wenn es geht, den Zylinderblock um einige Millimeter niedriger machen. Falls Gusseisenkolben vorhanden sind, sind diese gegen Leichtmetallkolben aus Aluminium oder Elektron auszutauschen, wobei der Boden gleich einige Millimeter erhöht wird. Bei diesen Massnahmen sind einige Erwägungen angebracht. So dürfen Langsamläufer, also Lastwagenmotore, weniger stark verdichtet werden als Schnelläufer (Personenwagenmotoren), da sie grössere Füllungen als die Schnelläufer aufweisen. Auch grosse Zylinder vertragen weniger Verdichtung als kleinere, da ihre Kühlflächen kleiner sind. Schlecht gekühlte Zylinder, heisslaufende Ventile und mangelhafte Zündkerzen 5 sind ebenfalls für eine höhere Verdichtung nicht gegeignet. Zylinder mit stehenden Ven- Verfahren besteht in der Verwendung orgatilen vertragen weniger Verdichtung als sol- nischer Jodverbindungen. Es genügt ein Jodehe mit hängenden Ventilen, da ihre Ver- zusatz von 1/500, um eine gute Wirkung zu brennungsräume über dem Kolben leicht zu erzielen. schmal and für die Verbrennung ungünstig ; Ethyl-Gasoline. In Amerika hat der Verwerden. Dünne, ungünstig gelagerte Kurbel- brauch von Ethyl-Gasoline, dieses durch Zuweilen vertragen weniger als kräftige, gut satz von Tetra-Aethyl-Blei klopffest gemachgelagerte, ten Benzins von 400 Millionen Gallonen im Wenn man ausrechnen will, um wieviel Jahr 1927 auf 2000 Millionen Gallonen im Millimeter der Kolben erhöht ist, bezw. der Jahr 1929 zugenommen. at. Zylinder erniedrigt werden muss, um den Dämpfung des Ansaug-Geräusches. Nachgewünschten Verdichtungsgrad zu erhalten, dem man mit vieler Mühe den Automobilmoist folgende Grundformel anzuwenden: tor so weit gebracht hat, dass weder Ventil- Verdichtunzserad _ Hubraum + Verbrennungsranm= geklapper, noch Auspuffgeräusch, noch Zahn- Verbrennungsraum radgesumm oder Kettengerassel mehr hör- ' D 2 v bar sind, will man nun auch dem Zischen des - . s + Vo Vergasers zuleibe gehen. Wenn es sich bei | , y diesem Geräusch auch nur um einen « Schön- !_, „ jtru°-jui *T-» heitsfehler» handelt, und wenn man es Bohrung D und Hub s sind bekannt. Den schIiesslich atlch nur egen aussen abdämp. Verbrennungsraum Vc erhalt man am be- f aber an sich kaum mm verschwinden quemsten durch Aushtern, b ei oben stehen- bringen kann> SQ muss ^ sagen sich dJe den Kolben, mit dünnem Oel. Konstrukteure - in dieser Sache doch etwas *. Um auch die Vorteile einer durchgefuhr- getan werden> schon nur> um dem Iieben ten höhern Verdichtung deutlich zu machen. Konkurrenten zuvorzukommen. mag ein praktisches Beispiel wiedergegeben _ werden: , ^l^»-_^**jv 1. Ein 10/40 PS Personenwagen braucht /r* 10 *'* 1 * 1 *^*^ unter normalen Verhältnissen 12 Liter jf ^Sofc&nzzzBQ Brennstoff pro 100 km. Wenn man mit ei- H fi ^-*- ner Verdichtungssteigerung von nur 15 % | ^^_ rechnet, so sinkt dadurch der Brennstoffver- \ h'/^z=====gj brauch auf 10,2 1 pro 100 km. Es werden \^y^TE5MT also pro 100 km durchschnittlich 2 1 Brenn- feSS^^ stoff erspart. Hat man sich zur Anwendung von Hoch- Q uerscI uiiU durch den patentierten Fiat-Ansaug- Verdichtung entschlossen, so ist darauf zu ^^^J^f^^Z^I^T^ sehen, dass auch die verwendeten Kerzen kompressionsfest sind. Sie dürfen keine . Fiat z - B - hat sie« den oben im Quer- schnitt .Glühzündungn verursachen. Die Vergaser- dargestellten Ansaugrohr-Dämpfer düsen sind meist etwas kleiner zu wählen. Patentieren lassen, der zur Hauptsache aus Die Ausnutzung der durch die Hochvereinem tnchterartigen Ansatz mit darin aufdichtung gewonnenen Kraftreserve ist neben gehängter Hohlkugel besteht. Anstatt dass die der Brennstoffersparnis oder Leistungserhö- angesaugte Luft dem Vergaser frei zuhung des Kraftfahrzeuges auch in höherer dessen kann, muss sie die Kugel umfliessen. Elastizität des Motors zweckdienlich auszu- Bei den einzelnen Saugimpulsen soll dabei ini nutzen. A.N. I nnern Jod als Mittel gegen das Klopfen des Mo- der Unterdruck entstehen, dass Luftvibratiotors. Das neue französische Patent Nr. nen ausserhalb des Trichters vollkommen 670,726 bezieht sich auf den Zusatz einer fehlen. Ein Teil des Zischgeräusches wird 'Jodmischung zum Brennstoff in der Absicht, sicher auch direkt durch die im Wege'lie- *jtäas Klopfen des Motors zu .vermindern. Das I gende Hohlkugel zurückgehalten. m. EUIi&livw ausen ennen 9.—10. August 1930 Beste Zeit aller Sportwagen und neuer Rekord CARACCIOLA auf MERCEDES mit Zweitbeste Tageszeit aller Wagenklassen und Unterbietung des bisherigen Streckenrekords um 14,4 Sekunden STUCK auf AUSTRO-DAIMLER Beste Zeit aller Seitenwagen und neuer Rekord LANG auf STANDARD SPORTWAGEN Klasse D: Klasse B: RENNWAGEN Klasse J: Klasse B: Sieger Burggaller auf Bugatti Zweiter Dr. Fuchs auf Bugatti Sieger Caracciola auf Mercedes-Benz Zweiter Spandel auf Mercedes-Benz Sieger Oesterreicher auf D.K.W. Sieger Rosenstein auf Mercedes-Benz sämtlich auf fnnfiniarif ol f o nii f /»Virfciif.f^rv A -fl. ZÜRICH, Schanzenhof, Talstrasse 15 GENF, Boulevard James Fazy 8—10 T 'erkaufsniederlagen: ST. GALLEN, Jlgenstrasse 23a LUZERN, Moosstrasse 4