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E_1930_Zeitung_Nr.076

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10 AUTOMOBIL-REVUE

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Die Lederpolsterung reinigt man durch Abwaschen des Leders mit einem in Sattel- Seifenwasser getränkten Schwamm und durch nachheriges gutes Abwaschen mit reinem Wasser. Nach dem Abwaschen reinigt man das Leder mit einem in Knochenöl getränkten Lappen und reibt mit einem reinen Lappen nach. Sorgfältig und vorsichtig sind Polsterstoffe zu behandeln. Das Reinigen solcher Stoffe darf nur durch Bürsten erfolgen, und zwar dürfen keine zu harten Bürsten verwendet werden. Von Zeit zu Zeit empfählt es sich, einen Staubsauger zur Entfernung der eingedrungenen Staubteilchen zu benutzen, wobei man aber das Metall- Mundstück flach aufsetzen muss. Flecken in den Polsterstoffen und Teppichen reibt man mit einem Lappen von gleicher Farbe wie vermittelst Spektrol aus, wobei man darauf zu achten hat, dass sich keine Fleckenränder bilden. Um dies zu erreichen, nehme man stets nur geringe Mengen von Spektrol und reibe nur in der Richtung des Gewebes. Zur Vermeidung der Einnistung von Motten in der Karosserie müssen die Stoff- und Teppichbezüge öfters vorsichtig geklopft werden. Soll ein Wagen längere Zeit unbenutzt stehen bleiben, so empfiehlt sich auch die Verwendung von Mottenpulver. Der Dachbezug bedarf ebenso der üblichen Reinigung, wie der ganze Wagen. Die Reinigung des Daches erfolgt unter Vermeidung von säurehaltigen Flüssigkeiten oder scharfer Bürsten, lediglich mit reinem Wasser. Nach dem Waschen darf das Dach keiner starken Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Von Zeit zu Zeit kann nach dem Waschen das getrocknete Dach mit Wasser und säurefreiem Oel abgerieben werden. Periodische Instandhaltungsarbeiten. Ist es nicht zu umgehen, dass ein Wagen immer wieder längere Zeit in intensiver Sonnenbestrahlung stehen muss, so werden sich unter dem Dachbezug in der äusseren Schicht des Bezugstoffes leicht kleine Risse bilden. Bei nicht rechtzeitiger Behandlung vergrössern sich diese Risse und führen letzten Endes zur Undichtigkeit des Daches. Wo sich solche' Risse zeigen, schreite man zu einer sofortigen Konservierung des Daches. Man säubere das Dach zunächst mit Terpentin, auf. keinen Fall mit Benzin, Benzol, Spiritus, Petroleum oder sonstigen scharfen Mitteln und lässt es dann völlig trocknen. Hierauf wird das Konservierungsmittel zweimal nicht zu dick aufgestrichen, wobei darauf zu achten ist, dass der zweite Anstrich erst dann erfolgt, wenn der erste vollständig getrocknet ist. Es genügt in den meisten Fällen, wenn eine derartige Konservierung des Daches in Abständen von je sechs Monaten vorgenommen wird. Der richtige Zeitpunkt ergibt sich natürlich aus der genauen Beobachtung des Dachbezuges. Zur Pflege der Türen beachte man folgendes: Der Schliessbolzen und der Schnapper an den Türen sind von Zeit zu Zeit zu ölen; die Schwalbenschwanztürenteile reibe man ab und zu mit einem mit Oel befeuchteten Tuch ab; den Scharnieren gebe man immer wieder einige Tropfen Oel und öffne und schliesse dabei die Türen einigemal. Etwa überflüssiges Oel ist dabei mit einem Tuch wieder abzureiben; das Sicherheitsschloss endlich öle man ebenfalls alle paar Monate, indem man auf den Sicherheitsschlüssel einige Tropfen Oel gibt, dann den Schlüssel in das Zylinderschloss einführt und einige Male hin und her schliesst. Wer diese Anweisungen für die Karosseriepflege befolgt, dessen Wagen wird stets ein tadelloses Aussehen zeigen. A.T.K. Neue Windschutzscheiben-Anordnung. Zu den zahlreichen bisher auf der Bildfläche erschienenen Windschutzscheiben-Anordnungen ist eine neue hinzugekommen, die zugleich für den Fahrer bessere Sicht gewährleisten und das Problem der zugluftfreien Ventilation des Wageninnern lösen soll. Unsere Skizze zeigt die Anordnung im Querschnitt. Die gewöhnliche, über dem Instrumentenbrett sich erhebende Scheibe reicht mit ihrer Oberkante nur bis etwas unter die normale Augenhöhe des Lenkers. Vom Dach herab hängen jedoch, in einer ganz bestimmten Schräglage, zwei weitere Scheiben, vo*- ' - [A 70091 Die neue Windschutzscheiben-Anordnung im Querschnitt. nen die vordere als Blendschutz gefärbt ist. Zwischen den obern und der untern, in der Höhe um einige Zentimeter verstellbaren Scheibe wird normalerweise ein Spalt von 6—8 cm offen gelassen, durch den hindurch der Lenker nun absolut freie Sicht hat, und zwar — hierauf ist es dem Erfinder angekommen — auch im Winter, wenn sich die Scheiben beschlagen, oder bei stark staubigen Strassen. Infolge der besondern Anordnung der obern Scheiben, die den Fahrtwind über das Dach hinweg ableiten, dringt jedoch kein Luftzug durch den Spalt in das Wageninnere hinein, im Gegenteil, es wird sogar Luft aus dem Wageninnern durch den Spalt hinaus abgesaugt. m. T«ecS»n. Spvedisaal Antwort 7689. Solex-Vergaser. Aus meinen Ferien zurückgekehrt, finde ich in Nr. 66 der Automobil-Revue Ihre Frage und möchte Ihnen, etwas verspätet, meine Erfahrungen mitteilen. Ich besitze ebenfalls ein Fiat 501, Jahrgang 1925, mit dem ich immeT noch sehr zufrieden bin, -wobei ich. allerdings beifüge, dass ich stes auf guten Unterhalt bedacht bin. Schon im ersten Jahre machte ich die Erfahrung, dass ich etwas viel Benzin brauchte, und ich Hess daher auf Anraten eines Freundes den Vergaser durch einen Solex ersetzen, mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Ich rechnete damals aus, dass ich bei einem normalen Verbrauch von ca. 10 Liter die Anschaffungskosten bald herausgeschlagen haben •würde, was tatsächlich auch der Fall war. Letztes Jahr haiie ich durchschnittlich 9,6 Liter per 100 km gebraucht. während anfänglich je nach Tour und Höhendifferenz bis 14 Liter nötig waren. Abgesehen davon, kann ich meinen Bedarf quasi ohne Kontrolle, nar auf die Kilometerzahl hin, eindecken, ohne in Verlegenheit zu kommen, während ich beim ursprünglichen Vergaser ohne vorherige Kontrolle nicht ausfahren konnte. Ich komme soeben von einer Autotour zurück, wo ich mehrere Bergpässe ohnedie geringsten Anstände passierte, was sicher auch meinem Vergaser mitzuverdanken ist, und ich glaube. Ihnen also die Anschaffung eines Solex- Vergasers empfehlen zu können, wie es vor Jahren mein Freund mir gegenüber tat. J. K. in B. Frage 7027. Demontage der Kolbenbolzen. Ich sollte bei einem Motor die Kolben von den Pleuelstangen abnehmen. Mit dem üblichen Vorgehen gelange ich aber nicht ans Ziel. Die Kolbenbolzen sind so stark in die Kolben hineingepresst, dass man sie auch mittels Hammer und Durchschlag nicht herausbekommen kann. Die Sicherung, die den Bolzen normalerweise festhält, habe ich hinausgenommen. Können Sie mir ein Verfahren angeben, das unschädlich ist, aber trotzdem eine Demontage der Bolzen ermöglicht? J. D. in N. Antwort: Durch starkes Klopfen auf den Kolbenbolzen ofler überhaupt irgendwelchen hohen Druck auf diesen, kann sich der Kolben verziehen. Sie haben deshalb sehr gut getan, vor weiteren Versuchen in dieser Hinsicht Abstand zu nehmen. Richtig ist es, den Kolben zuerst zu erwärmen, damit sich die Kolbenbolzenaugen etwas ausdehnen, und erst danach mit den Austreib-Versuchen zu beginnen. Die Erwärmung soll aber wennmöglich nicht mit einer Flamme vorgenommen werden, da hierbei örtliche Ueberhitzungen schwer zu vermeiden sind. Man bringt den Kolben am besten in ein Bad siedenden Wassers oder erhitzten Oels. Der Kolbenbolzen soll dabei aber möglichst kühl bleiben, ist also nicht auch einzutauchen. at. Frage 7028. Alkohol als Motorbrennstoff. Man spricht oft von der Verwendung von Alkohol für Verbrennungsmotoren. Ist es möglich, statt Benzin Alkohol zu verwenden, und muss man dabei den. Vergaser ändern? Läuft der Motor überhaupt in dieser Weise an? In welchem Verhältnis kann man Alkohol mit Benzin gemischt verwenden? Bietet überhaupt eine solche Mischung Vorteile in bezug auf Leistung des Motors? Kann man auch Benzol-Alkoholgemische verwenden und bietet es einen Vorteil bei hochkomprimierenden Motoren? H. D. in B. Antwort: >- Unvermischter Alkohol kommt für den Fahrzeugmotor-Betrieb kaum in Frage, wenn man nicht, z. B. durch absolutes Fehlen anderer Brennstoffe, dazu gezwungen ist. Bei reinem Alkoholbetrieb würden die Motoren in kaltem Zustand nur schwer anspringen, bei Winterkälte überhaupt nicht. Man wäre also mindestens gezwungen, cAnlassbrennstoffe» zu verwenden. Der Verbrauch an Alkohol wäre sehr gross und — da der in Betracht kommende Alkohol teurer ist als die üblichen Brennstoffe — prohibitiv teuer. Zudem besteht die Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung des Alkohols auf den Motor. Als Streckmittel — mit andern Brennstoffen vermischt — ist Alkohol dagegen durchaus brauchbar. Direkt erwünscht und schon jetzt 'in beträchtlichem Umfang angewandt wird er dort. wo man dem Brennstoff eine besonders hohe Kompressionsfestigkeit verleihen will. z. B. bei Rennbrennstoffen. Allerdings ist auch dann der Betrieb noch teurer als mit Benzin oder Benzol, selbst wenn man die durch die höhere Kompression bedingte bessere Brennstoffausnützung in Anrechnung bringt. Bei diesen Rennbrennstoffen ist aber der Hauptzweck nicht Wirtschaftlichkeit, sondern Höchstleistung des Motors, und diese lässt sich mit alkoholhaltigen Gemischen tatsächlich erzielen. Sollte unser Benzinvorrat einmal knapp werden, so wird man ihn sofort mit Alkohol zu strecken suchen. Die diesbezüglichen Versuche sind vollkommen abgeschlossen. Eine Mischung" von Benzin mit Alkohol ist möglich, sofern der A&ohol genügend entwässert ist. Bei zu grossem ^Ikoholanteil und Verwendung zu wenig entwässerten Äi'.k

N° 76 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE 11 hols (z. B. des «Inidustriesprits») ist jedoch die steht aber nicht nur mit dem Signal in Zusammenhang, sondern .es ist auch eine Verbindung mit den Mischung unstabil, der Alkohol sucht sich vom Benzin zu trennen. Schon viel stabiler und weniger Bremsen, der Schaltung, den Türen, der Motorhaube hergestellt, so dass jede fremde "•asserempfindlich sind Benzol-Alkohol-Gemische. Betätigung Allerdings sind sie auch teurer. Rennbrennstoffe bestehen vielfach aus Benzol-Alkoholgemischen. Da Alkohol pro Liter weniger Wärmeeinheiten enthält und weniger Sauerstoff zur Verbrennung benötigt, müssen jeweils bei der Umstellung eines Motors auf Alkoholgemischbetrieb die Düsen grösser gewählt oder der Lufttrichter entsprechend kleiner gemacht werden. Unter Umständen ist auch eine stärkere Vorwärmung des Ansaugrohres notwendig.' Grössere Abänderungen sind jedoch nicht notwendig, m. Frage 7029. Einfluss von Zusatzluft. Der Scheibenwischer an meinem Fiat 503 wird vom Vergaser aus betätigt. Wenn ich nun den Verbindungsschlauch vom Vergaser wegnehme, so macht der Motor sofort eine viel grösser Tourenzahl. Ich brauche weniger Gas zu geben, um die gleiche Schnelligkeit zu haben, und auch bei einer Steigung fällt die Leietung nicht ab. Ist die Einwirkung auf den Motor durch diese Luftzufuhr schädlich? G. H. in Z. Antwort: Der beobachtete bessere Lauf des Motors beim Abnehmen des Verbindungsschlauches zeigt, dass Ihr Vergaser gewöhnlich ein zu benzinreiches Gemisch liefert. Durch die Zusatzluft, die dann aber der Motor von der Scheibenwischer- Zweigleitung her erhält, wird die Gemischbildung korrekt. Dabei kann es sich noch nicht um einen Ueberschuss an Luft handeln, sonst würde der Motor wohl im Leerlauf rascher drehen, aber an den Steigungen eher schlechter ziehen. Natürlich brauchen Sie jetzt dem Motor die erwünschte Luft nicht immer von der Scheibenreinigerleitung her zuzuführen und so auf den Scheibenreiniger selbst zu verzichten. Schliessen Sie im Gegenteil die Leitung wieder an und korrigieren Sie das Gemisch durch Einsetzen kleinerer Düsen in den Vergaser. Ein organischer Schaden für den Motor kann dadurch, dass Sie das Gemisch luftreicher gestalten, auf keinen Fall entstehen. Höchstens wird bei einem Ueberschuss an Luft das Anlassen des MotoTS schwerer und sein Beschleunigungs- und «Durchzieh>-Vermögen etwas geringer. Anderseits wird aber bei luftreicher Vergasereinstellung der Brennstoffverbrauch kleiner und die Verrussung der Zylinder geringer, während bis zu einem gewissen Grad von Luftanreicherung die Maximaltourenzahl des Motors sogar noch steigen kann. Anstatt oder gleichzeitig mit ein«r Verkleinerung 'der Düsen ist vielleicht auch das Einsetzen eines grössereh Lufttrichters im Vergaser am Platz. Zu weit darf aber der Lufttrichter auch nicht gewählt werden, weil sonst das «Durchziehen» des Motors bei niedriger Tourenzahl schlechter wird. Die günstigste Vergasereinstellung kann deshalb nur durch Versuche ermittelt werden. m. Frage 7030. Anlassschwierigkeiten. Habe einen Vderzyäinderwagen, der eohoa bei ganz geringer Kälte nur mit der grössten Mühe in Gang zu bringen ist, entweder durch Anstossen oder durch halbstundenJanges zu schliessen, das andere an den umlaufenden Teil des Verteilers. Zwischen dem umlaufenden Teil des Verteilers und der Sekundärwicklung des Magneten müsste aber vorher die Verbindung gelöst werden (etwa durch Wegnehmen der Schleifkohle, die den Magnetsekundärstrom vom Ankerschleifring abnimmt), weil sonst wahrscheinlich die beiden Sekundärströme einander stören würden. Wir glauben jedoch nicht, dass dieses abgeänderte System wesentlich bessere Resultate ergäbe, als Sie jetzt erzielen. Ihre Beobachtung, dass der Motor in warmem Zustand leicht anspringt und nur in kaltem Zustand Anlaufschwierigkeiten macht, last nämlich vermuten, dass eher die Vergasereinstellung schlecht ist. Machen Sie vor allem einen Versuch mit benzinreicherer Einstellung des Leerlaufgemisches. Wenn das nichts hilft, wäre es immer noch sehr zu empfehlen, vor Abänderung des Zündsystems einmal den Motor mit einem andern Magneten auszuprobieren. Wenn dieser Magnet zuverlässig ist, weiss man dann am Verhalten des Motors wenigstens mit Sicherheit, ob die Anlaufschwierigkeiteai wirklich mit der Zündung zusammenhängen oder nicht. m Bosch - Zündung am Klausenrennen. Der 16- Zylinder Bugatti-Wa-gen, mit dem Chiron am Klausen die beste Tageszeit und den neuen Klausenrekord aufstellte, war mit Bosch-Zündung ausgerüstet. Ferner gewann Bullus den absoluten Klaueenrekord und neuen Kategorierekord auf einem ebenfalls mit «Bosch» gerüsteten Motorrad. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sämtliche 31 gestarteten und mit Bosch-Zündung ausgerüsteten Wagen, sowie 25 von 27 mit Bosch-Zündung gestarteten Motorräder das Ziel erreichten. Von den 7 Rennwagenklassen wurden 5, von den 7 Sportwagenklassen 6 und von den 6 Tourenwagenklassen 4 erste Plätze belegt. Alle diese Wagen hatten Bosch-Zündung! Und schliesslich •wurden von den 7 neu aufgestellten Wagen — bzw. von den 7 Motorräder-Rekorden 5 bzw 6 erste Plätze mit Bosch-Zündung gewonnen. Autodiebstahl-Sicherungen müssen in unseren Tagen, da der Autodiebstahl als unerfreuliche Zeiterscheiming in allen Städten grassiert, bald zur obligaten Standardausrüstung des Wagens gerechnet werden. Es hat zwar an Vorschlägen und Experimenten für solche Apparate bis dato nicht gefehlt, aber wenige haben bisher allen Anforderungen zu entsprechen vermocht. Eine zweifellos interessante Proposition stellen die Sicherungen «Hadie» dar, welche kürzlich in Zürich den kompetenten Polizeiinstanzen vorgeführt worden ist Das Prinzip dieses Schutzapparates beruht auf der Benützung des Signalhornes oder Klaxons als permanentes Alarmins-trument, solange sich jemand am Wagen zu schaffen macht, der dazu in keiner Weise berechtigt ist. Die Sicherungsvorrichtung dieser Wagenteile und Betriebsorgane unfehlbar das ominöse Signal auslöst. Der Apparat wird so eingebaut, dass dies für einen unbeteiligten Dritten gar nicht äusserlich erkennbar und ersichtlich wäre, womit auch eine Ueberlastung des Spritzbrettes oder des Wageninnern mit Apparaturen aller Art vermieden wird. Die zur Vorführung eingeladenen Fachleute haben sich sehr anerkennend, über diese Neuerung ausgesprochen. ph. SB» Anfrage 927. Anhängen von Fahrzeugen an Motorräder. Ich bin am 17. Mai mit meinem Motorrad, ein anderes Motorrad ohne Kontroll9child nachziehend, durch thurgauisches Gebiet gefahren. Ich bin, weil, ich keine Bewilligung zum Anhängen von Fahrzeugen besitze, vom Bezirksamt Frauenfeld mit einer Busse von Fr. 10.— gebüsst worden. Die Bestimmungen der Kantone sind aber in bezug auf das Anhängen von Fahrzeugen verschieden. Bin ich an die Bestimmungen des Kantons Thurgau gebunden und sind diese nach dem Konkordat über die Motorfahrzeuge überhaupt zulässig? H. G. in Z. Antwort: Sind Anhänger an Motorfahrzeuge im Kanton Thnrgau ohne Bewilligung gestattet? § 13, Abs. 1 der Vollziehungsverordnung des Regierungsrates des Kantons Thurgau zum Konkordat über eine einheitliche Verordnung betr. den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern vom 13. November 1928 bestimmt ausdrücklich: Ohne Bewilligung der kantonalen Autokontrolle dürfen an Motorfahrzeuge und Fahrräder keinerlei Fahr- ;euge angehängt werden. Nach dem Inhalte des -uns von Ihnen übersandten Bussenerkenntnisses haben Sie zweifellos dieser Vorschrift nicht genügt. Wenn Sie antönen, dass die Bestimmungen über das Anhängen von Fahrzeugen an Motorfahrzeuge in den einzelnen Kantonen verschieden sind, so pflichten wir Ihnen bei, müssen aber erwähnen, dass dies nicht konkordatswidrig ist, da das Konkordat über das Mitführen von Anhängern keine Bestimmungen enthält. Jeder Kanton kann diese Materie, wie das Bundesgericht bei der Behandlung des gegen das bernische Autodekret vom 24. Nov. 1927 eingereichten staatsrechtlichen Rekurses entschied, ordnen wie er will. Die zitierte thurgauische Verordnung verstösst deshalb nicht gegen das Konkordat über die Motorfahrzeuge. Art. 44 des Motorfahrzeugkonkordates kommt in Ihrem Fall nicht zur Anwendung, da es sich offenbar nicht um das Abschleppen eines in Panne befindlichen Fahrzeuges handelt, denn dann hätte das angehängte Motorrad einen Nummernschild getragen, sondern wahrscheinlich um den Transport eines neuen oder zu verkaufenden Fahrzeuges. Unter diesen Umständen muss aber das transportierte Fahrzeug als Anhänger gewertet werden, weshalb wir Ihnen empfehlen müssen, die Busse anzunehmen. Anfrage 928. Formalitäten für ein Gesellschaftsauto für die Frankreich-Reise. Innert, kurzer Zeit sind wir in der Lage, mit unsern neuen Gesellschaftswagen eine Reise nach Paris-Le Havre zu machen. Was müssen- hierzu für Formalitäten erfüllt werden. W. L. in K. Antwort: Alle Teilnehmer müssen einen gültigen Pass besitzen. Bei ausländischen Teilnehmern ist noch die Frage zu prüfen, ob sie auf dem zuständigen französischen Konsulate nicht noch ein Visum einholen müssen. 2. Der Führer muss den internationalen Fahrausweis besitzen, welcher ihm das Recht zum Befahren aller denjenigen Staaten gibt, die der internationalen Uebereinkunft vom 11. Oktober 1909 beigetreten sind. Er entbindet den Fahrer von jeder weitem Fahrprüfung in den andern Staaten. Dieses Dokument wird von der Behörde ausgestellt, die die Fahrbewilligung und die Verkehrsbewilligung für das Fahrzeug erteilt. Neben einer Beschreibung des Wagens enthält er eine Photographie des oder der Fahrer. Dieser Fahrausweis ist von den Zollbehörden des Ein- und Ausreise-Staates zu visieren. Der Wagen muss ausser der Polizeikontrollnummer mit einem seine Nationalität anzeigenden Kontrollschild versehen sein, der die Buchstaben des Herkunftslandes trägt. 3. Zollpapiere für den wagen: a) Freipass: Der Automobilist muss, bevor er sein Land verlässt, sich mit einem Freipass versehen. Dieses Dokument dient zur Identifizierung des Wagens auf der Rückreise und berechtigt zur zollfreien Einreise. Der Freipass kann von einer Kreiszollbehörde oder von der Direktion der Zollverwaltung auf Verlangen ausgestellt werden. Der Wagen ist hierbei vorzuführen. Wenn das Automobil ausländischer Herkunft ist, wird der Freipass erst nach Vorweisung der Quittung für die bezahlten Zollgebühren ausgestellt. Bei jeder Ausreise und bei jeder Rückreise ist der Freipass von der Zollbehörde visieren zu lassen. b) Triptyk: Das Triptyk gestattet das Passieren der Grenzen ohne Entrichtung der Zollgebühren. Es kann nur für touristische Zwecke verwendet und nur auf den Namen des einzelnen Fahrers ausgestellt werden. Ob eine Reise, mit einem Gesellschaftsauto noch unter den .Begriff der touristischen Zwecke fällt, wird von den Reisebedingungen abhängen. Sie wenden sich deshalb am besten so schnell als möglich an die regionale Sektion des Automobil-Clubs oder Touring-Clubs und lassen sich von diesen beraten. BUdietfisck Kraftomnibusse und Kraftomnihusverkehr. Von Rudolf Haller. (Autotechnische Bibliothek Band 94). 172 Seiten mit 85 Abbildungen und Tabellen Berlin 1930. Richard Carl Schmidt & Co.. Berlin W 62. Ganzleinen Rm. 4.— Mit vorliegendem Band wird unter Vermeidung der Weitschweifiekeit eines orrossen Werkes eine Zusammenstellung aller jener Fragen gegeben, die für jeden, der sich mit Autoomnibussen zu beschäftigen hat, von Bedeutung sind. Dabei sind Kenntnisse des konstruktiven Aufbaues der Fahrzeuge im allgemeinen und ihrer Aggregate als "selbstverständlich vorausgesetzt. Auf diese Weise wurde eine Uebersicht über den heutigen Stand des Kraftomnibus-Baus und -Verkehrs gegeben, wie sie von vielen Seiten benötigt und freudig begrfisst •wird. Cosfes und Bellonte mit dem „Fragezeichen" (Hispano-Suiza Motoren) haben den Ozean bezwungen Sie haben die Fahrt Paris-New in einem einzigen Etappenf I ug in 37 Stunden, 18 Minuten Erstmals ist ein Osf-Wesfflug wirklich einwandfrei zu Ende geführt worden, erstmals haben Ost-Westflieger das gesteckte Ziel erreicht Fliegende Kilometer-220,995 km p. Stunde mit CASTROL Fliegende Meile -218,627 km p. Stunde mit CASTROL Europäer- Marken eignen sich sehr gut für Lieferungswagen, weil sehr stark gebaut. Die Wagen sind in sehr gutem Zustand u. werden zu Spottpreisen verkauft. Unverbindl. Besichtig, u. Vorführung b. Kessler & Jaeger, Zürich-Enge, Generalvertr. f. ALFA ROMEO, Seestr. fOO. 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