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E_1930_Zeitung_Nr.076

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Autokurse ersetzen

Autokurse ersetzen unwirtschaftliche Eisenbahnlinien Notwendigkit ergeben, das Problem aufzugreifen vom gemeinsamen Standpunkt der Bahn und der Strasse. Da ist es dann sehr •wohl möglich, dass ein Automobilbetrieb an Stelle des Strassenbahnbetriebes für die betreffenden Strassen direkt eine Entlastung bedeuten und, von höherer Warte aus betrachtet,, sich ohne weiteres als die wirtschaftlichere Einrichtung erweisen würde. Digse Tage ist die Meldung durch die Presse gegangen, dass vom 16.—18. Juni der Strassenbahnbetrieb auf der Strecke Zollikofen-Bern eingestellt und probeweise durch einen Omnibusbetrieb ersetzt werde. Dieser Versuch soll insbesondere zur Abklärung der Frage dienen, ob der Automobilbetrieb imstande sei, die Leistungen des Eisenbahnbetriebes namentlich auch mit Rücksicht auf den Stossverkehr auf der genannten Strecke zu übernehmen. Der Grund zur Umstellung liege in dem Umstand, dass die Bern-Zollikofen-Bahn das gesamte Schienenmaterial mit einem Aufwand von ungefähr K Million Franken erneuern müsste, damit annehmbare Strassenverhältnisse auf der verkehrsreichen Strecke geschaffen werden könnten. Im Oktober des vergangenen Jahres hat der Stadtrat von Luzern dem Grossen Stadtrat die Erstellung einer Autobuslinie Lido- Halde-Bahnhof-Steghof beantragt. Es sollen sieben grosse Omnibusse mit einem Kostenaufwand von Fr. 448,000 angeschafft werden. Anläss zu dieser Umstellung von der Strassenbahn zum Autobus gab in erster Linie die sehr notwendige Korrektion der Haldenstrasse. Beim Studium dieses Korrektionsprojektes hat es sich nun ergeben, dass (Schluss von Seite 2) eine doppelspurige Strassenbahnlinie ohne schwere und unzulässige Behinderung des übrigen Verkehrs in der Haldenstrasse nicht möglich ist. Durch die Haldenstrasse geht während der ganzen Sommerzeit der sehr grosse Automobilverkehr Luzern-Brunnen- Gotthard und umgekehrt. Dazu kommt noch der starke Verkehr, der jeweilen durch den bekannten «Concours hippique» veranlasst wird. Nun bietet nur die äussere Haldenstrasse Verbreiterungsmöglichkeiten und das auch nur in begrenzter Weise; die innere Haldenstrasse nicht. Der Stadtrat ist daher zum Antrage gekommen, es sei die bisherige Strassenbahnlinie zu entfernen und vom Steghof durch die Stadt bis zur äussern Halde und im Sommer bis zum Lido eine Autobuslinie einzurichten. Die bisher mit dem Autobusbetrieb gemachten Erfahrungen sind gut. Durch die neue Linie werden auch gewisse Teile der Stadt dem Motorwagenverkehr erschlossen, die ohne Strassenbahnverbindung gewesen sind. Der Antrag ist genehmigt und der Autobusbetrieb inzwischen eingeführt worden. Auch in der Umgebung Zürichs stellen sich ähnliche Probleme. Nr. 1225 vom 21. Juni 1930 der «Neuen Zürcher Zeitung» enthält folgende Meldung: «Im Zusammenhang mit der Betriebsübernahme der Oerlikoner- und Limmattal- Strassenbahn gedenkt die Stadt, einige weniger rentable Tramlinien durch den Automobilbetrieb zu ersetzen und im Zusammenwirken mit den Aussengemeinden neue Autobusverbindungen herzustellen. Beabsichtigt ist die Aufhebung der Tramlinien Oerlikon- Schwamendingen, Seebach-Glattbrugg und Schlieren-Weiningen, während die bereits früher abgebrochene Strecke Schlieren-Dietikon nicht wieder hergestellt werden soll.» Vor die gleichen oder ähnlichen Fragen werden früher oder später sich noch andere Strassenbahn-Unternehmen gestellt sehen. Es wird sehr aufschlussreich sein, die Ergebnisse dieser Versuche und deren Auswirkungen zu erfahren. Der Stein kommt' ins Rollen. Es scheint gegenwärtig noch ausgeschlossen, schärfer abgegrenzte Richtlinien zu umschreiben, welche für den Ersatz bestehender unwirtschaftlicher Bahnlinien durch Automobilbetrieb als massgebend zu betrachten sind. In jedem einzelnen Falle sind vielmehr die besonderen Eigentümlichkeiten des Verkehrs und der einschlägigen Verhältnisse zu prüfen und zu berücksichtigen. In den Vergleichsberechnungen für den Automobilbetrieb ist den Verkehrsbedingungen, welche durch den in Frage stehenden Bahnbetrieb geschaffen worden sind, genauest Rechnung zu tragen. Betrachten wir zum Schlüsse das Problem vom allgemeinen volkswirtschaftlichen Standpunkte aus, so drängen sich ungefähr folgende Tatsachen auf: In der kurzen Zeitspanne seiner, immer steiler ansteigenden Entwicklung aus bescheidenen Anfängen bis zur heutigen imponierend AUTOMOBIL.REVUE 19S0 - N° 76 den Machtstellung hat der motorisierte Strassentransport umwälzend gewirkt auf dem Gebiete des Ueberlandverkehrs. Die Eisenbahnen sind zwar immer noch die mächtigeren Träger des heutigen Transportwesens auf dem Lande, auch bei ihnen machen Technik und Organisation ständig weitere Fortschritte. Es ist auch bei den Eisenbahnen noch nicht das letzte Wort gesprochen! Immer mehr wird sich aber die Erkenntnis aufdrängen, dass die Dispositionen bezüglich des einen oder anderen Verkehrsmittels so getroffen werden müssen, dass aus den insgesamt im Ueberlandverkehrswesen zur Bewältigung der vorhandenen Verkehrsaufgaben investierten Kapitalien das Maximum an Nutzen gezogen werden kann. Gebieterischer denn je liegt auf unserem Zeitalter der Zwang zu wirtschaftlich höchst entwickelter Arbeitsweise. Dieser wird auch bestimmend wirken auf die Lösungen des Problems des Ersatzes unwirtschaftlicher Eisenbahnlinien durch Motorwagenbetriebe. A. C.S. SEKTION ZÜRICH. Am nächsten Mittwoch, den 10. September 1930, werden die ca. 35 Autos, welche an der Herbstfahrt der Zürcher Sektion des A. C. S. an die Donau teilnehmen, ihre Reise antreten. Die stattliche Kolonne, die über 120 Teilnehmer zählen wird, steht unter der I^eitung von Herrn A. Töndury, Zürich. War anfänglich vorgesehen, Wien als Endziel festzulegen, so haben sich nun alle Pahitteilnehmer, auf die erlassene Einladung hin, für die Einbeziehung von Budapest in die Reiseroute erklärt. Damit wurde die Fahrtdauer um zwei Tage verlängert. Von jeder Kolonnenfahrt wird abgesehen, dagegen sind in den grössern Städten und an die sonstigen Sehenswürdigkeiten gemeinsame Führungen vorgesehen. Die österreichischen und ungarischen Automobil-Clubs lassen es sich zudem nicht nehmen, ihren Schweizer Freunden einen besonders freudigen Empfang zu bereiten und ihnen so ihre Reise möglichst angenehm und interessant zu gestalten. Damit die Fahrtteilnehmer auch sonst von allem Unangenehmen verschont bleiben, wird ein Reparaturwagen die Kolonne auf der ganzen Fahrt begleiten und so bei allen Pannen zur Verfügung der Wagenführer stehen. Für Hotels und Garagen ist überall vorgesorgt, fÜT die Abrechnung werden die sich wiederholt bewährten Hotelcoupons-Hefte des Sektionssekretariates verwendet. Ein vom Sekretariat ausgearbeiteter Itineraire, der nicht nur über die Reiseroute, sondern auch über alle Sehenswürdigkeiten, empfehlenswerten Hotels, Restaurants, Theater, Reparaturwerkstätten etc. orientiert, wird den Fahrtteilnehmern nützliche Dienste leisten. Am 10. September wird die Reisegesellschaft von Zürich über Konstanz, Meersburg, Lindau, Kempten, Buchloe nach München fahren, um am Abend den befreundeten Bayrischen Automobil-Club zu begrüssen. Am 11. September wird über Lands- .hut die alte Donaustadt Passau erreicht, wo Mittagsrast gehalten wird. Nach Besichtigung der Stadt Weiterfahrt nach Linz, wo die Kolonne vom Oberösterreichischen Automobil-Club empfangen und zu Gast geladen wird. Der 12. September ist der Tag der eigentlichen Donaufahrt. Von Linz geht's, stets der Donau entlang, durch den Strudengau nach Emmersdorf, wo die Autos parkiert werden, um nach Passieren der Donau mit der Fähre dem prächtigen Stift Melk einen kurzen Besuch abzustatten. Dann zurück über die Donau und per Auto durch die'lachende Wachau, vorüber an all den malerischen alten Orten wie Spitz, Dürnstein, Stein und wie sie alle heissen. Abends Ankunft in Wien, wo der Oesterreichisehe Automobil-Club die Zürcher Clubfreunde willkommen heissen wird. Der 13. und 14. September sind der Besichtigung von Wien gewidmet, wobei auch Gelegenheit besteht, dem am 14. September stattfindenden Semmeringbergrennen oder der Automobilfabrik Austro- Daimler in Wiener Neustadt einen Besuch abzustatten. Für den 14. September ist zudem ein Empfang durch den Oesterreichiscben Automobil-Club vorgesehen, und auch ein Abstecher nach Grienzing oder Nussdorf zum cHeurigen» wird nicht fehlen. So wird man am 15. September nicht so leichten Herzens von dem schönen Wien scheiden, um über Heimburg, Gyöx und dann auf der kürzlich vollendeten prächtigen Zementstrasse Györ-Budapest die ungarische Metropole zu erreichen. Der lfi. und 17. SeptembeT sind alsdann dem Aufenthalt in dem schönen Budapest gewidmet, wo der Ungarische Automobil-Club für einen angenehmen Empfang und Aufenthalt besorgt sein wird. Für den 18. September ist ein gehöriges Fahrtpensum vorgesehen, nämlich von Budapest via Balatonsee, Könnend, nach Graz, der steierischen Hauptstadt. Dann am 19. September Weiterfahrt durch landchaftlich prächtige Gegenden, über Leoben, Liezen, Bad Aussee, Bad Ischl nsreh dem schönen Salzburg, wo wiederum eine Begrüssung durch den Salzburger Automobil-Club vorgesehen ist. Am 20. September erfolgt, sofern nicht noch in Salzburg ein Ruhetag zur Besichtigung der Stadt und Ausflug nach Berchtesgaden und dem Königsee eingeschoben wird, die Weiterfahrt über Reichenhall, Lofer, Wörgl. nach Innsbruck, wo der befreundete Tiroler Automobil-Club die Zürcher Clubfreunde zu einem geselligen Abend eingeladen hat, um ihnen die 1929 in Zürich empfangene Gastfreundschaft zu erwidern. Dann am 21. September Rückfahrt über den Arlbere nach Zürich. Gymkhana in Bülach. Die Sektion Zürich des A. C. S. wird Sonntag, den 5. Oktober 1930, wiederum ihre traditionelle Gymkhana im Kasernenhof in Bülach abhalten. Da die Veranstaltung als geschlossener Wettbewerb unter Ausschluss der Oeffentlichkeit ausgefahren wird, wird allen Clubmitgliedern beste Gelegenheit geboten, ihre Fahreigenschaften einer interessanten Uebung zu unterziehen. Die Gesehicklichkeitsprüfung wird so angelegt, dass die zu bewältigenden Aufgaben zu einem grossen Teil dem täglichen Verkehr entnommen werden, wobei auch der humoristische Einschlag nicht fehlen wird. Im Gegensatz zum letzten Jahr sollen aber diesmal die zu absolvierenden Aufgaben vorher nicht bekannt gegeben werden. Die Kantinenwirtschaft wird für die nötigen Speisen und Getränke sorgen und die Musikgesellschaft Bülach wird mit ihren Weisen den Anlass verschönern helfen. RUSSISCHES BENZIN Automobilisten!!! Für Ihre Sicherheit verwenden Sie ausschliesslich Brems- und Kupplungs-Beläge KRAFTVOLL SPARSAM NOBA S. A . Verkauf von Petroleumprodukten . russischer Herkunft für die Schweiz: Automobilistes!!! Pour votre söcuritö n'employez que les Garnitures de Freins et d'Embrayage 5, Quai du Mont-Blanc Telephon 23.575 Prompte Lieferung in Zisternenwagen FRANKO SÄMTLICHE SCHWEIZERSTATIONEN ZU BILLIGSTEN PREISEN FÜR GARAGISTEN UND HÄNDLER Etablissements Ch. Rubie Geneve: 19, Rue Ph. 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N° 76 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE T. C. S. Auto-Sektion Waldstätte. Munchener-Fahrt. Zur Münchener-Fahrt haben •ich bereits ein Dutzend Wagen angemeldet. Es scheint aber, aus zahlreichen Anfragen arus Mitfliederkreisen zu schliessen, noch sehr viel Unsicherheit zu herrschen. Wir hatten daher unsere Mitglieder, sich rasch zu entschliessen und sich umgehend anzumelden. Von einzelnen Mitgliedern ist gewünscht worden, dass mit der Münchener- Fahrt auch ein Besuch der Obörammergauer Passionsspiele kombiniert werde. Allen Wünschen Rechnung tragend, hat der Vorstand nun zwei Varianten ausgearbeitet, und gibt sie nachfolgend bekannt: Variante 1: Abfahrt Samstag, den 20. September 1930, morgens 6 Uhr. Fahrt über Zürich, Winterthur, Wil, St. Gallen nach Bregenz, daselbst Mittagessen. Nachmittags Weiterfahrt na«h Oberammergau; Ankunft zirka 19 Uhr. Fahrleistune: 324 km. Sonntag, den 21. September: Passionsspiel von 8—IS Uhr und 14—17.30 Uhr. Preise: Klasse Ia: Fr. 93.—, Ib: Fr. 88.—; Klasse II: Fr. 75.—; Klasse III: Fr. 60.—. Darin sind inbegriffen; Eintrittskarte, Quartier und Verpflegung von Samstag abend bis Montag morgen, 10% Servicegebühr und die offizielle Einschieibegebühr — Montag morgen Weiterfahrt nach München, Besichtigung des Starnbergersees, Mittagessen und Quartierbezue in München. Fahrleistung zirka 90 km. Montag abend: offizieller Abend in München. Dienstag: Besichtigung der Stadt, Museen, usw. Mittwoch: Rückfahrt über Memmingen, Meeresburg (Autofähre), Konstanz Zürich, Luzern. Fahrleistung zirka 360 km. Variante 2: Wie Variante 1, jedoch Samstag abends Ankunft in München, und Abreise: Dienstag, den 23. September. — Erfordernisse: für den Wagen: internationaler Fahrausweis, österreichisches und deutsches Triptyk, CH.^Sch'ild, Freipass; für die Insassen: Pass ohne Visum. Kosten: pro Person und pro Tag zirka 20 Fr., unter entsprechender Berücksichtigung beim Besuch in Oberammergau. Wie bei frühern Auslandsfahrten, wird die Sektionskasse pro Wagen einen Beitrag leisten. Da die Nachfrage nach den Plätzen für die Passionsspiele stets eine sehr rege ist, müssen wir uns für dieselben so rasch wie möglich anmelden. Wer ich bis zum 14. September nicht angemeldet hat, reist auf eigene Gefahr. Teilnehmer und Interessenten sind in ihrem eigenen Interesse ersucht, sich raschestene zu entgchliessen und sich unverzüglich, womöglich schriftlich, anzumelden beim Aktuar. Dr. B, Z. S. O. A. C. SCHWEIZ. DAMEN-AUTOMOBIL-CLUB, Sektion Basel. Es wurde in der letzten Donnerstags- Zusammenkunft beschlossen, am nächsten Mittwoch, den 10. September, eine Nachmittags-Ausfahrt nach Badenweiler zu machen. Wir laden alle Mitglieder, sowie auch Damen, die sich für unsern Club interessieren, hiermit herzlich ein, an dieser Fahrt teilzunehmen. Die gemeinsame Abfahrt findet pm 14 Uhr vom deutschen Zollamt Otterbach (Freiburgerstrasse) aus statt oder direkter Treffpunkt um 15 Uhr vor dem Hotel Römerbad (Parkplatz) in Badenweiler. Bade-Utensilien nicht vergessen! Rückkehr ca. 19 Uhr. Aufomobilwivfsihaft Kollokationsplan: Hofer Hans, Automechaniker, Münsingen. Sommer Willy, Autohändler, Münsingen, beide Kollektivgesellschafter der Firma Hofer und iSommer, Autogarage und Reparaturwerkstätte Münsingen: Summarisch geführter Konkurs. Kollokationsplan liegt den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt zur Einsicht auf. Einstellung des Konkursverfahrens: Kölliker Otto, Autotransportgeschäft Schaffhauserstrasse 93, Zürich, Datum der Einstellungsverfügung: 9. August 1930. Statutenänderung und Reduzierung des Kapitals: Airtoga rage, Charles Ramuz A.-G.. Lausanne, hat in der Generalversammlung vom 21. Juli 1930 seine Statuten geändert und das Gesellschaftskapital von 700 000 Franken in Inhaberaktien zu 1000 durch Annullation von 200 Apportaktien auf 500 000 Franken reduziert. Löschungen: Etablissements Charles Ramuz S.A., Lausanne, Filiale Montreux-Planches. Auf Grund eines Beschlusses der ausserordentlichen Generalversammlung der Aktiengesellschaft vom 20. August 1930 aus dem Handelsregister von Vevey gestrichen worden. Otto Köhliker, Autotransporte, Zürich 6, infolge Konkurses. Grand Garage des Remparts S. A., Yverdtm, infolge Konkurses. Hans Sulgaj, Zürich 4, infolge Aufgabe des Geschäftes. TOURISTIK Gründung: Mahler & Cie., Kommanditgesellschaft, Willisau- Stadt. Beginn: 1. September. Unbeschränkt haftender Gesellschafter: Otto Mahler, von Vordemwald (Kt. Aargau). Kommanditär mit dem Betrage von Fr. 20000.—: Luigi Macchi, italien. Staatsangehöriger, wohnhaft in Willisau- Wallis : Einbahn-Bergstrassen. Duron Verfügung des Regierungsrates des Kantons Wallis wird der Verkehr auf folgenden Strassen nach dem Einbahnstrasse-System (Aufwärts- und Abwärtsfahrt nur zu bestimmten Zeiten) geregelt : Vallette, Champex, Lourtier, Fionnay, Vex, Mayens de Sion, Vex, Heremence. Deutsches Zollaasschlussgebtet Jestetten- Lottstetten : Internationaler Fahrauswels Hir Fahrer mit nationalem Fahrausweis in deutscher Sprache nicht mehr notwendig. Für die Durchfahrt durch das deutsche Zollausschlussgebiet Jestetten-Lottstetten auf der Strasse Zürich, Eglisau, Rafz, Schaffhausen ist nun der internationale Fahrausweis nicht mehr nötig, sofern der betreffende Motorfahrzeuglenker im Besitze eines in deutscher Sprache ausgestellten nationalen Fahrausweises ist. Für Fahrer mit einem in anderer Sprache ausgefertigten Fahrausweis ist der internationale Fahrausweis jedoch immer noch notwendig. Touristik-Bulletin des A.C.S. vom 5. September 1930. I. Strassensperren. 1. Arbon-Romanshorn, Umleitung über Neukirch, resp. Amriswil. 2. St. Gallerstrasse in Arbon, lokale Umleitung über die Bleiche bei Arbon. 3. Kaltbrunn-Uznach, im Strassenzug Rapperswil-Chur, Umleitung in beiden Richtungen über Gommiswald bis ca. 13. September. 4. Rickenstrasse in Eschenbach vom «Adler» bis zum «Kreuz» und vom «Sternen» bis zur Obergasse bis zirka Mitte September. Umleitung des Durchgangsverkehrs über Ricken-Uznach-Jona und umgekehrt. 5. Richterswil-Bäch ab 8.. September bis voraussichtlich 18. November. Umleitung über Richterswil-Wylen-Freienbach. Die Strassen Freienbach bis Bach und Wollerau bis Bach sind für den Verkehr offen. 6. Lachen-Galgenen-Siebnen offiziell ab Montag, den 8. September. Die Strassenbau-Unternehmer empfehlen heute schon Benützung der Umleitung Lachen-Wangen-Siebnen, da die vorausgesagte Strassensperxe bereits aufgerissen ist. — Galgenen kann bis auf weiteres von Siebnen her erreicht werden. 7. Riseh-Küssnacht in Oberrisch. Umleitung über Meierskappel-Rothkreuz resp. Stockeri für Fahrzeuge in Richtung Bisch. Die Zufahrt Holzhäusern- Buonas-Risch ist durchgehend offen. 8. Luzernerstrasse bei Zofingen (Route Luzern- Basel) bis ca. 20. September. Verkehrsumleitung über Altachen-Brittnau. 9. Gotthardstrasse «wischen Altdorf nnd Erstfeld. Lokale Umleitung. 10. Solothurn-Riedholz. Umleitung des West- Ost-Verkehrs über Attisholz, in umgekehrter Richtung über Wangen a. A. II. Steuern. Die deutschen Zollbehörden geben bekannt, dass die bis anhin auf den direkten schweizerisch-deutschen Kraftverkehr beschränkte Steuerbefreiung schweizerischer Fahrzeuge bis 14 Tage, vom 1. Oktober d. J. ab, auch beim Eintritt nach Deutschland über andere Grenzen gewährt wird. Diese Erleichterung bedeutet, dass beispielsweise ein schweizerisches Fahrzeug, das über Oesterreich nach Deutschland einreist, ebenfalls eine vierzehntägige Steuerfreiheit geniesst. Die Bestimmung dass bei Ausdehnung des temporären Aufenthaltes über 14 Tage die ganze Zeit zur Besteuerung lierangezogen wird, bleibt bestehen. KLEINE CHRONIK Geheimnis um ein Automobil. Am 6. Februar dieses Jahres wurde bekanntlich einem Luzerner in Brunnen sein Automobil gestohlen. Man vermutete in einem in der Gegend sich herumtreibenden Autostrolch den Dieb. Zu ihrem grossen Entsetzen machten dann Passanten bei Sisifcon die Feststellung, dass Räderspuren deutlich gegen den See hinausführten, und wie nachher konstatiert wurde, handelte es sich dabei ohne Zweifel um das geraubte Automobil. Der See ist an jener Stelle sehr tief, so dass die Bergungsarbeiten, über die wir berichtet haben, sehr langsam vor sich gingen. Die erfolglosen Nachforschungsarbeiten wurden nun kürzlich eingestellt. Mit dem Abschluss der Bergungsversuche bleibt das Rätsel um das verschwundene Automobil nun bestehen, und niemand wird je die grauenhafte Tragödie, die einen Schuldigen schwer strafte, enthüllen können. ho. Grieben - Reiseführer Paris 1930. Auch vom Reiseführer fordert unsere Zeit eine tiefgreifende Umgestaltung, sie fordert die zeitgemässe Antwort auf die Frage: was interessiert den modernen Reisenden wirklich? Es kommt uns heute •weniger auf vieles Einzehvissen als vielmehr auf echtes Verständnis des Wesens einer Sache an. Wenn, wir in eine fremde Stadt kommen, suchen wir durch, die äusseren, sichtbaren Gegebenheiten hindurch za jenem ideelen Punkt vorzudringen, von dem aus sich das zufällige Nebeneinander zu einem gesetzmässigem Zusammenhang ordnet. Im neuen Parisführer ist diese Aufgabe bis zu einem gewissen Grade gelöst. Die Bearbeitung wurde einem Autor übergeben; der neben gediegenem Wissen vor allem eine künstlerische Fähigkeit des Anschauen« und Darstellens besitzt. So ist in der neuen Fassung an die Stell© des üblichen, etwas trockenen. Reiseführerstils ein anreg-ender, eleganter Vortrag getreten. Da der Fremde mit der Stadt Paris bekannt gemacht werden, soll, durfte man sich nicht auf das steinerne Paris beschränken. Wenn irgendwo in einer historischen: Stadt der Geist noch lebt, aus dem die grossen Baudenkmäler geschaffen wurden, dann ist es Paris. So "wurde ia Verfolg 1 der Bemühungen um den neuen Reiseführer, statt der üblichen schematisohen Aufzählung von Theatern, Kabaretts, Restaurants, Kunstausstellungen usw., ausführliche und sachkundige Schilderungen gewidmet, die diesen Teil des Buches gleichberechtigt neben die Führung durch die Stadt stellen. Zusammenlassend ist zu sagen, dass der neu© Reiseführer sa einem Buch umgestaltet worden ist, das allen praktischen: Anforderungen auf der Reise genügt und! sich, doch angenehm liest. 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