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E_1930_Zeitung_Nr.077

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AUTOMOBIL-REVUE

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7t - 1930 Sportnachrichten Monza-Nachlese. Monza bot am letzten Sonntag seinen Besuchern hochstehenden Sport. Der Grosse Preis von Monza wurde in Wirklichkeit in sechs Rennen ausgefahren, von denen jedes naturgemäss einen Kampf brachte, der immer wieder hinreissen musste, denn immer ging es um schwerwiegende Entscheidungen, die höchsten Einsatz verlangten. Schon der zweite Vorlauf bewies dies in sehr drastischer Weise. Der Alfa-Romeofahrer Nuvolari, der sich zweifellos nicht über mangelnde auszeichnet Der Taumel um ihn zwang ihm ein leises fröhliches Lächeln ab. Die Enttäuschung von Monza blieb der Ausfall von Alfa Romeo. Die mit als Favoriten ins Rennen gegangene Alfa Romeo- Equipe stand beim Schlusskampf ziemlich deprimert bei den Boxen. Nuvolari hatte Tränen in den Augen, Campari sang schon lange nicht mehr, sondern starrte finster vor sich hin und Borzacchini sprühte vor Wut. Als Varzi siegreich die Boxen betrat, war weit und breit kein Nuvolari mehr zu AUTOMOBIL-REVUE 3© m Le formidable succes remporte par les modeles 1930 de la NASH-MOTORS est encore present ä l'esprit de toute personne s'interessant au progres de 1'automobile, succes plus que justifie" puisque confiant en la valeur de NASH, l'acheteur s'est vu röcompense" de son choix judicieux par la satisfaction journaliere que lui procure sa voiture. Fini mecanique, säcurite, aisance, confort, gräce de la ligne, s'allient admirablement et en fönt un tout absolument parfait. La science de l'inge'nieur et l'art du carrossier reunis laissent-ils esperer mieux encore?... Oui, et Blick auf die Tribünen und die Bahn von Monza während des Rennens. Sympathien in Monza zu beklagen brauchte, war wegen seines Pneus gezwungen, bei den Boxen einen Moment lang anzulegen. Durch diesen Zeitverlust fiel er zurück, und bei dem Duell Varzi-Nuvolari, das sich gegen das Ende dieses Laufes hin entspann, kam Nuvolari an fünfte Stelle zu liegen. Es durften aber nur die- ersten Vier am Schlusskampf teilnehmen. Allgemeine Verzweiflung! Der Held der Rennbahn schon im Vorlauf eliminiert. Nur der eingeschobene Hoffnungslauf ermöglichte es « Tazio», seine Schlappe wieder wettzumachen und sich die Teilnahme am Schlusslauf zu sichern. Jeder der Läufe brachte verzweifeltes Ringen. Da lagen gleich zu Anfang der Deutsche v. Morgen und der Franzose Etancelin einander in den Haaren, beim zweiten Vorlauf behauptete sich mit zäher Verbissenheit Arcangeli an der Spitze, hinter ihm her das Duell Varzi-Nuvolari, dann beim dritten Vorlauf die vergeblichen Anstrengungen Stapps und Caracciolas, Maserati mit seinem schnellen Wagen zu erreichen, nachher bei den Kleinwagen gerieten Premoli und Scaron hart aneinander und fuhren wie wilde Teufel miteinander dem Sieg entgegen — das Publikum nahm jubelnd, pfeifend, schreiend, Hände werfend an dem Kampfe teil, der in rasenden Geschwindigkeiten immer wieder vorbeiführte, vorüberpfiff, um die nächste Kurve bog und mit neuem Brüllen sich wieder ververkündete. Die Entscheidung um den Grossen Preis von Monza lag in den Händen des Maseratifahrers Arcangeli und seines Stallgefährten Varzi. Das Volk jedoch ist immer parteiisch, wenn es von Vorurteil befangen ist, es anerkennt selbst da nicht wirkliche Leistungen, wo sie ausserordentlich sinnfällig zu Tage treten. Und doch musste die Fahrt von Arcangeli als ein prachtvoller Sieg über seine Hemmungen betrachtet werden. Der Italiener, ein guter Fahrer, aber vieilleicht kein überragender Fahrer, der immer nachliess, sobald er sich an der Spitze fand, vollbrachte eine bewunderswerte Leistung. Er lag einsam wie ein Gott vorne, immer vorne.. Aber das Volk schrie nach Varzi, dem Liebling, dem grossen Fahrer der Mille Miglia, auch wenn er hinten lag und mit mittleren Fahrern sich noch herumbalgte. Aber er arbeitete sich zäh und grossartig nach vorne, und Arcangeli entdeckte im Augenwinkel hinter sich plötzlich einen Schatten. Varzi hatte den Spitzenführer erreicht, der alle Runden als Erster hinter sich gebracht hatte und nun zur Schlussrunde einbog. Bei einer der kritischen Kurven musste sich der Sieg entscheiden, denn Rad an Rad über diese Kehre würde Unheil bedeuten. Und Varzi schob seinen Wagen in pfeifender Schnelligkeit als Erster durch und landete als Sieger. Der grosse Tag von Arcangeli brachte ihm zugleich eine blutige Enttäuschung. Er verliess sogleich die Rennbahn und begab sich nach den Boxen. «Seine Zähne knirschten vor Schmerz, der in ihm wühlte, die Hände krampften sich zusammen... Und dann ging er zu Varzi und streckte ihm die Hand hin. » So berichtet man von ihm. Varzi aber wurde bestürmt und bejubelt — ein blendender Könner ! Aber selbst nach seinem Sieg verharrte er in seiner königlichen Ruhe, die ihn stets sehen... Den Alfa Romeowagen, die bereits unzählige Siege eingeheimst haben, wurden die Pneus zum Verhängnis. Sie waren von einer durch ihre Qualitätsarbeit bekannten Firma bezogen, die sich aber vor einiger Zeit von der Rennbahn zurückzog. Sie verlor dadurch sofort den Kontakt, der Effekt dieses Verzichtes wurde in Monza offenbar. Die siegreiche Maserati-Equipe erhielt ihre Pneus von einer Firma, die ständig auf der Rennbahn mitmacht. Die Vorzüglichkeit der Rennen als stärkste Belastungsproben auch für Pneus ist damit ohne weiteres wieder bewiesen. Die Organisation. ,des ganzen Anlasses funktionierte tadellös. Der Sizilianer Vincenzo Florio bewies neu seine Fähigkeiten als Inszenator gross aufgezogener autosportlicher Anlässe. Grössere Vorsicht wäre noch in Zukunft bei der Regelung des Verkehrs auf der Rennbahn angezeigt. Bei der Ankunft der Sieger Varzi und Arcangeli strömte die italienische Begeisterung einfach auf die Rennbahn über, und es war nur einem Zufall zu verdanken, dass die nachfolgenden Wagen noch rechtzeitig zum Abstoppen gezwungen werden konnten. Befremdend wirkte auch die mangelhafte Pressebedienung von Monza aus. Auf unsere Anfragen hin antwortete man uns einfach durchgehend mit Stillschweigen, nur dank der Liebenswürdigkeit eines langjährigen Mitarbeiters war es uns möglich, unsere Leser ständig zu orientieren. Im Zusammenhang mit dieser unsicheren Pressebedienung scheinen auch die Nachrichten der grössten deutschen Sportzeitungen zu stehen, die immer wieder in Wort und Bild darauf hinwiesen, Chiron und die englischen Bentley- Fahrer würden in Monza als voraussichtliche Sieger teilnehmen. (!) Der Grund des Ausbleibens soll übrigens, wie man uns aus sicherer Quelle mitteilt, darin zu suchen sein, dass die Art der Preisdotierung in Wirklichkeit in Monza zu wünschen übrig Hess. bo. Eine Frauen-Sternfahrt nach La Baute. In La Baule trafen am letzten Samstag die Teilnehmerinnen der Frauen-Sternfahrt nach La Baule ein. Die ganze Fahrt war organisiert von der französischen Sportzeitung