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E_1930_Zeitung_Nr.078

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22 AUTOMOBIL-REVUE

22 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N» 78 ZÜRICH STADTHOF- POSTHOTtL Bestbekanntes Passanten-, Familien- und Jahres-HoteL Grosses Restaurant. Direkt an der Durchgangsstrasse b. Hauptbahnhof. Bester Auto- Standplatz. Alle Zimmer mit fliessendem Wasser. Garage. Boxe. Telephon Nr. 105. Unter gleicher Leitung: Restaurant Härder-Kulm. A. BEUGGER Besitzer. Delegierter des T.C.S. Bestbekanntes Haus an der Durchgangsstrasse nach Lauterbrunnen- Grindelwald, Schattiger Garten. Erstkl. Küche und Weine. Massige Preise. Garage. Neuer Besitzer: E. RUSSENBBRGER. vis-ä-vis Hauptbahnhof. Haus II.Ranges, renoviert 1927. 140 Betten. Fliessendes Wasser, Lifts, Zentralheizung. Amtstelephon, Lichtsignal. Grosses Cafe-Restaurant im Hotel. — Telephon: Hotel . . . Selnau 97.90 pt i TT„„.«1 Restaurant Selnau 97.92 LreDr. V OgeL Dl e Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners A. C S. Interlaken Hotel Alpina Faulensee Hotel-Pension Strandweg Sehenswerte Forellenzucht. Grosser, schattiger Auto-Park. Auto-Garage. BLAU SEE, Telephon 12 Für Ferien - Auf enthalt verlangen Sie Prospekt direkt an der Durchgangsstrasse. Li ut geführt es Haus mit massigen Preisen. Restauration zu jeder l'ageszeit. — Uarage. Benzintank. B. .Hit!ler-Sträub. vorm. Hotel Bufienherg, Bern. An der schönen Autostrasse Spiez-Interlaken. Balkonzimmer. Neue Prächtige Lage am See. Grosse, Veranda mit aussichtsreicher Seeterrasse. Spezialitäten: Lebende schattige Restaurations-Terrasse. Forellen, Frische Seefische. Bauernschinken. Autogarage. Benzin- u. Auto-Garage. — ielephon Nr. 6. Oeltank. Inhaber des A.C S.-Schildes. TeL 138. A.C. STETTLBR, Bes. Farn. Herren, lies. Wimmis Hondriüi Ob »z: HOTH, HIRSCHEN Gutbürgerliches Haus, direkt uu Gutbürg. Haus. Pension Fr. 7.5Q bis der Strasse. Schattiger Garten. 8.50. Spezialität: Prima Zvieri, Bauernschinken und Wurst. Prachtvolle Aussicht auf See und Alpen. Anerkannt gute Küche u. Keller. Forellen. Garage. Telephon Nr. 5. R. AST: Bes. Renoviert. Garage. Neuer Besitzer: H. EGGIMANN. Tel.vl9 Oberhofen THUNERSEE Am Kreuzpunkt der Strassen Adelboden-Blausee-Kaadersteg. Selbstgeführte Küche. Spezialität: Lebende Forellen. Bauernschinken. Erstklassig geführtes, heimeliges Familien-Hotel, auch für Passanten. Erhühte, ruhige, staubfreie Lage mit unvergleichlichem Alpenpanorama. Pensionspreis von Kr. 7.— an. Höflichst empfiehlt sich Ch. Immer-Stetner. Tel. Nr. 4. K BKTTSCHEN. Bes. JflUnDflll HoteldesAlpes SigriSWil ob uo HOTEL BflREN UUUII|IUM I5ll m ü/M.T.&S. Bestbekanntes Haus mit vorzügl. Küche und Keller. — Zimmer mit Erstes Haus am Platze, direkt an der Autostrasse. Vorzügliche Kttftfce kaltem u. warmem Wasser. Forellen. Bauernschinken. Garage. Oel und Keller. Grosser schattiger Restaurations-Garten. Garage. Benzintank. Telephon Nr. 2. E. Schmld-Amstuz, KflchenchRf. u. Benzin. Tel. 4a Jb.Wittwer. Rriinin Pacc öRflND HOTEL & KURHAUS ill Illllll"! ll Al /ifternoon- Zimmer mit Bad. Boxen. — Alter 111 Illllll 1 Ullll Tea. — Dancing. — Restaurant. — Lunch von 4.50. — Pensionspreis von 12.— an. Grindelwald HOTEL T.u.ö. NATIONAL Absteigequartier des Automobilisten. Gut empfohlene Küche. Massige Preise. Garage. Telephon Nr. 14. G. GRUBER-THOENEN. Besitzer. Automobilisten sind gute Kunden! Gewinnen Sie dieselben durch den Autler-Feierabend Meiringen T. C. S. nterlOkeil Hotel Gotthard TOS Station der Lölschberg bahn har \I\a\r\f\A Hor«ßapnar«. A Inan Beliebtes Ausflugsziel. LEITUNG: J. Gfeller-Rindlisbacher Ä.-G. Hotel Beaurivage In jeder Beziehung erstkl. Haus. Restaurant. Prima Verpflegung. Garage u. Boxen. Tel. 747. Weekend- Arrangements. ALB. DOEPFNER, Bes. u. Leiter. UIIlll Vll 2V. x /s km von Interlaken. Restaurationsgarten am See. Strandbad. Weekenidarrangemems. Tel. 41.08. FK. ZÜRCHhR, Besitzer u. Leiter; Hotel Montana Gsteig Hotei zum Wildenmann Tourismus (SAUVAGE) mierlahen-Hotel Hetvelia Bären Berner Oberland Ruhige, staubfreie Lage, 7 Min. vom Trllmmelbach. Grossartiges Gebirgspanorama. Autogarage. Massige Preise. Prospekte durch den Besitzer JOH. QERTSCH. bei

NO 78 - 1930 Am sausenden Webstuhl der Zeit... Trotzdem es schon Spätsommer war, zog mein Freund Jakob unentwegt Samstag mittags 15 Uhr zum Weekend-Haus hinaus. Nun war allerdings sein Häuschen nicht mit denen zu vergleichen, die in den Witzblättern eine so bedeutsame Rolle spielen. Es war schon fast eine Villa, massiv gebaut, mit einem geradezu repräsentativen Schornstein auf dem Dach. Mit einem Hühnerstall mit Hühnern, mit'einem Kuhstall mit einer Kuh, mit einem W. C. mit einer Badewanne, und mit einer ganzen Menge wohl installierter Zimmer. Auch die Gegend war nicht ohne Wald und Wiesen, elektrisches Licht, Seen, Teiche, Müllabfuhr, Storchnest, Jasminlaube, Kanalisation, .kurzum: Mehr konnte man nicht verlangen. r Nur eins störte mich entschieden: Das Haus lag unmittelbar an der gerade fertiggewordenen Autostrasse Berlin—Florenz. Aber Jakob sagte: «Menschenskind, das ist doch gerade das Interessante. Ich lebe im* tiefsten Wald- und Wasserfrieden und spüre doch — und ohne das kann ich nicht leben — den sausenden Webstuhl der Zeit...» So sagte Jakob,, und er sprach noch lange und mit Begeisterung von diesem Webstuhl, von seinem Tempo und von der Hochachtung, die ihm diese der Textilindustrie entnommene Apparatur einflösste. Und danp am nächsten Samstag, 15 Uhr, war ich endlich da. Sah und staunte, trank Kaffee und stippte ländliche Kuchenarten hinein. Wir sassen auf der Veranda. Jakob hatte Pantoffeln an und rauchte Pfeife. Im Garten brüllte die Kuh, die Hühner gackerten, die Mücken spielten über dem See und sogar Hektor, der. Dobermann, wälzte sich vergnügt zu unseren Füssen. Kurzum, man fühlte sich versucht, an Eichendorff zu denken. «Jakob,» sagte ich leise, «es ist hier wirklich » Aber da hielt ich plötzlich den Atem an. Ein fernes Brausen ertönte, kam näher. Und bevor ich noch ein Wort sagen konnte, setzte ruckartig Trommelfeuer ein. Die Sonne war weg. Pechschwarz alles, was eben strahlende Helle. Ohren sausten, Krachen, Sausen, Pfeifen, Gellen. Und dann — wieder ein Ruck: Totenstille. Die Sonne schien wie vorher. Aber die Grillen zirpten, die Mücken tanzten nicht mehr. Auch der .Schornstein hatte das Rauchen.eingestellt und lag irgendwo zerschmettert im Grase. Die Windmühle hatte sich auf die Seite gelegt. Die Hühner streckten die Beine gen Himmel. Die Kuh lag fertig geschlachtet auf der Hobelbank und der Dobermann rauchte finster brütend Jakobs Pfeife. Jakob selbst aber sass in seiner Badewanne, die inzwischen inmitten des Georginen- Beetes etabliert war, und blickte sinnend ins Weite. «Um Gottes Willen,» keuchte ich, «was ist geschehen?» Langsam drehte Jakob den Kopf. Sein Gesicht leuchtete. «Ist das nicht der rasende Webstuhl der Zeit?» sagte er, und erhob sich. «Was denn? Wieso?» stammelte ich. «Was war denn das?» «Das war,» lächelte Jakob, «das war das fahrplanmässige Raketen-Auto Har bürg— Mailand.» («Münch. T. Z.») Dickens und der 156jährige Zaro Aga. Das grosse Aufheben, das man in Amerika mit dem angeblich 156 Jahre alten Türken Zaro Aga macht, erinnert an eine amüsante Stelle aus Dickens Memoiren. Der berühmte englische Schriftsteller erzählt, dass er als Knabe die Pflicht hatte, seiner blinden Grossmutter die Zeitung vorzulesen. Die alte Dame .hatte eine schreckliche Angst vor dem Tode, obwohl sie alt genug war, sich mit dem Gedanken daran vertraut zu machen. Dickens erzählt nun, wie er jeden Tag Hundertjährige erfand, um der alten Frau eine Freude zu bereiten. Er las ihr von einer Hundertjährigen vor, die noch ihre Wirtschaft allein führte und jeden Tag selbst auf den Markt ging, flink wie ein Wiesel. Seine Grossmutter war darüber so glücklich, dass sie mehr und mehr daran glaubte, auch das erste Lebensjahrhundert zu überschreiten. Um sie in diesem Glauben zu bestärken, erfand Dickens immer aussergewöhnlichere Fälle, Leute im Alter von 100, sogar 120 Jahren, so dass England danach nur von männlichen und weiblichen Methusalems bevölkert sein musste. Jedoch merkte die alte Dame nichts von diesen Vorspiegelungen und starb, ohne die Illusion verloren zu haben, diese Champipns der Langlebigkeit zu übertreffen. Ein Bach voll Alkohol. Ein Farmer, Johnson Moore, bei Somerville, New Jersey, berichtete Prohibitionsbeamten, dass drei seiner Kühe alle Anzeichen eines schweren Alkoholrausches aufwiesen und unter furchtbarem Brüllen durch die blumenbedeckten Felder tobten. Als die Beamten sich die- Kühe ansehen wollten, wälzten sich diese bereits röchelnd am Boden, um bald zu verenden. Die Prohibitionswächter stellten fest, dass auf einer benachbarten Farm eine heimliche Brennerei betrieben wurde, deren Maischbottich versehentlich umkippte, so dass der Branntwein in einen vorüberfliessenden Bach floss. in dem die drei Kühe ihren Durst stillten. Der Besitzer der Farm und sein Gehilfe wurden verhaftet. Der Schlaf wird gefilmt. Im Mellon-Institut in Pittsburg ist für die amerikanische Aerzte-Vereinigung ein Film hergestellt worden, der die einzelnen Bewegungen des menschlichen Körpers während des tiefsten Schlafes genauestens wiedergibt. Für diese Filmversuche, die sich auf mehrere Monate erstreckt haben, sind zahlrenche Versuchspersonen, Gesunde und Kranke, hinzugezogen worden. Als wichtigstes Ergebnis ist festgestellt worden, dass weder Körper noch Muskeln jemals völlig in Ruhe sind. Die Körperhaltung eines gesunden Menschen ist in ihrem ständigen Wechsel in die verschiedensten Stellungen völlig verschieden von dem Idealbild, wie sie der Mediziner auf Grund der Erfahrungsforschung vorschreiben würde. Shaw sagt : das Theater ist erledigt. Bernard Shaw hat sich endgültig zum Sprechfilm bekehrt und seinen ersteh Kontrakt mit einer englischen Filmgesellschaft abgeschlossen. Verfilmt wird sein Einakter : « Wie er ihren Mann belog. » Einern!Vertreter des «Daily Herald» erklärte Shaw, das arme « tote « Theater sei erledigt. Alle seine Stücke würden über kurz oder lang zu Sprechfilmen umgearbeitet werden. «Der rote Ball», die in der «Kölner Ztg.» erschienene Novelle von Tiny. Fierz, Jfleren eigenartige Handlung und Sprache unsere-Leser in letzter Nummer des «Autl«r-Feierabend> prüfen konnten, ist ein Muster einer gedanklich und stilistisch sauberen Arbeit. Wir registrieren dies hier als «titre de renseignements», nachdem , uns verschiedene Leser ihr grosses Interesse an der Erzählung ausgesprochen haben. Ich wollte mir bei diesem unmöglich ist. 3dj Bin ttämltd) öa§ fdjöttfte Sektion übet alles für ade in einem Sanb. SSon 21 bt§ 8 ift mir aHeä befannt, ber Steine fierber bin tdj genannt. TW Kleine Herder ist ein Lexikon in einem Bande: das vollkom. Sfnste und brauchbarste. Über 50000 Artikel. 4000 Bilder und Karten Gründlich. Praktisch. Handlich. Jedermann verständlich. 80 Ätok TdUhlungen. Prospekt umsonst in allen Buchhandlungen oder vom Herder Verlag in Freiburg im Breisgau. Ihnen nur rasch mitteilen, dass es abscheulichen Wetter natürlich ganz Ihnen heute den Besuch zu machen (Muskete Wien). AUTOMOBTT.-RrTVUE haben autotou Hallwag Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. 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