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E_1930_Zeitung_Nr.075

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ÄUTOMOBIL-REVUE

ÄUTOMOBIL-REVUE 1930 — N" 75 Qebnüdep Tuschen & Co. Zürich, Hardtürmstr. 201. Qualitätsarbeitenifür jeden Zweck, Reparaturen: eigene SattleneLWaanereLSDenalerei und Schmierte Aiiw*ttPP-rO*pn

N° 75 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Autokurse ersetzen unwirtschaftliche Eisenbahnlinien (Fortsetzung von Seite 2) 50,086 Reisende Im Jahre 1926: » » 1927: 107,722 » » » 1928: 331,292 » » » 1929: 372,032 J> Die Kurve zeigt weiterhin eine ansteigende Entwicklung: Während in den ersten vier Monaten des^ Jahres 1929 insgesamt 126,000 Reisende die* Postautomobilkurse benützten, stellt sich die Zahl der Reisenden in den entsprechenden Monaten dieses Jahres auf 139,514, was wiederum einer Vermehrung von 13,508 Reisenden oder 10,7 Prozent entspricht. Die Reisendenzahl im Jahre 1929 setzt sich zusammen wie folgt: Reisende der fahrplanmässigen Kurse 148,472 = 40% Arbeiter und Schüler 219,800 = 59 % Reisende auf Extrafahrten 3760 = 1 % Auf die Seitenlinien Surbtal—Baden und Surbtal—Siggenthal entfallen etwa 70 Prozent der Gesamteinnahmen aus dem Reisendenverkehr, auf die eigentliche Surbtalstrecke nur etwa 30 Prozent. Weitaus die grösste Zahl der Reisenden benützt somit die Postautomobile auf Strecken, die mit dem Bau der Surbtalbahn keine Bahnverbindung erhalten. Der Güterverkehr auf der 15,2 km langen Strecke Döttingen—Niederweningen ist verhältnismässig sehr gering, trotzdem auch bei diesem weitgehend die gleichen Vorteile geboten werden wie bei Bahnbetrieb. Im Jahre 1928 wurden im Güterverkehr Fr. 9873.35 eingenommen und im Jahre 1929 Fr. 9645.—. In diesen Beträgen sind inbegriffen die Gebühren für Lieferung ins Domizil, die bei Bahntransport nicht als Einnahmen für die Bahn gebucht werden könnten. Während in der Offerte, welche die Bundesbahnen mit dem erwähnten Schreiben vom 2. Juli 1926 den beiden Kantonen Aargau und Zürich unterbreitet hatten, die Generaldirektion davon ausgegangen war, dass die Surbtalbahn jährliche Einnahmen von Fr. 90,000 im Personenverkehr und von rechnung der Surbtalbahn würde daher mit einem wesentlich grösseren Defizit abschliessen, als die Bundesbahnverwaltung seinerzeit angenommen hatte. In einer Zuschrift an das «Aargauer Tagblatt» vom Januar 1930, der auch einige der schon erwähnten Angaben entnommen sind, macht die Generaldirektion der Bundesbahnen ausserdem folgende wichtige Feststellungen: «Im Jahre 1928 belief sich das Defizit des Automobilbetriebes (Personen und Güter), das die S. B. B. zu decken haben, auf Fr. 112,626, im Jahre 1929 wird es Fr. 118,000 Fr. 50,000 im Güterverkehr erwarten lasse ergab im Jahre 1929 der Personenverkehr auf der mit Automobilen bedienten Surbtal- Bahnstrecke Niederweningen—Döttingen nur eine Einnahme von Fr. 26,324 und der Güterverkehr eine solche von Fr. 9645, zusammen Fr. 35,969, statt Fr. 140,000. Die Betriebsdie Beförderung der Wagenladungsgüter in Frage kommt. Der Unternehmer wird auf Grund der für den Surbtal-Güterdienst ausgewiesenen Leistungen entschädigt. Im Jahre 1929 wurden im Personenverkehr insgesamt 154,340 km gefahren. Aus den bisherigen Darstellungen ist ersichtlich, dass es sich beim Surbtal-Automobilverkehr um eine Einrichtung handelt, für die ganz besondere Verhältnisse zutreffen.. Dieses Strassentransportunternehmen ist bezüglich Transportpflicht und Beförderungspreise weitgehend den gleichen Bedingungen unterstellt wie ein Normalbahnbetrieb auf einer Nebenlinie der Bundesbahnen. Dem Automobilverkehr werden nicht nur die normalen Betriebsausgaben und die betragen. Die neuen Omnibusse, die inzwischen angeschafft wurden, gestatten Anlagekapitals angerechnet, sondern er wird Ausgaben für Verzinsung und Tilgung des einen rationelleren Betrieb, so dass im Jahre noch in einem Umfange belastet mit einem 1930 das Defizit den Betrag von Fr. 100,000 Beitrag an die Strassenbau- und -Unterhaltskosten, wie dies bei keinem andern Automobil- nicht mehr überschreiten wird. Zu diesen Ausgaben kommen noch jährlich Fr. 70,000 betriebe unseres Landes zutrifft und wahrscheinlich auch nie zutreffen wird. als Beitrag an den Strassenunterhalt und Fr. 30,000 für die Verzinsung der Kosten der Trotzdem — und darin liegt das eine Verlegung der Station Niederweningen. Die wichtige Ergebnis der bei diesem interessanten Beispiel eines Bahnersatzbetriebes Bundesbahnen haben daher für das Surbtal jährlich Fr. 200,000 aufzubringen. Dieses gemachten Erfahrungen — schliesst der Defizit ist aber nur deshalb so gross, weil Automobilbetrieb mit einem jährlichen Defizit ab, welches nur etwa halb so gross ist die Bundesbahnen die Eisenbahntaxen, einschliesslich der Schüler- und Arbeiterabonnements, auch für die Verbindungslinien des der Strecke Döttingen—Klingnau—Nieder- wie dasjenige, welches bei Bahnbetrieb auf Surbtals mit Baden und Siggenthal, die weningen mit Sicherheit zu erwarten wäre. weitaus den grössten Verkehr aufweisen, zugestanden haben. Das Defizit des Automobil- dahin zusammenfassen, dass ein Automobil- Das andere wichtige Ergebnis lässt sich betriebes ist um Er. 200,000 kleiner als das betrieb, welcher bezüglich Transportpflicht Defizit des Bahnbaues und Bahnbetriebes und Beförderungspreisen sowohl im Personen- wie auch im Güterverkehr den glei- wäre.» Gegenwärtig erfordert der Surbtal-Automobilbetrieb folgende Anlagen: der Betrieb einer Normalbahn unter den heuchen Bedingungen unterworfen würde, wie tigen Verhältnissen in unserem Lande immer Betriebszuschüsse erfordern würde. Es darf auch mindestens für die nächste Zukunft — trotz allfälliger weiterer Ermässigung der Betriebskosten der Automobildienste zufolge 1 grosse Garage in Oberendingen mit Tankanlage und Werkstätte-Einrichtungen, entsprechend einer Kapitalanlage von zirka Fr. 100,000; 7 grosse Omnibusse, zu je 28 Sitz- und 12 Stehplätzen, im Werte von ca. Fr. 385.000. Das Kapital für diese Anlagen ist von der Postverwaltung aufgebracht worden. Der Unternehmer, welcher im. Auftrage der Sesa den Güterdienst durchführt, verwendet zu diesem Zwecke: technischer Vervollkommnung der Fahrzeuge und Verbesserung des Strassenustandes — als ausgeschlossen betrachtet werden, dass diese Betriebszuschüsse zum Verschwinden gebracht werden könnten. Um edoch keine Missverständnisse aufkommen :u lassen, sei nochmals ausdrücklich betont, 1 Stück 1J-H Schnell-Lastwagen für den ^dass diese wichtige Schlussfolgerung ohne Stückgüterdienst, täglich je ein Kurs in weiteres nur zutrifft für den Vergleich mit jeder Richtung, und bestehenden Normalbahnen, bei denen sich 1 Stück 5 t Lastwagen, der nach Bedarf für der Verkehr auf dem bahneigenen Trace ab- wickelt und deren Beförderungspreise sowohl im Personen- wie auch im Güterverkehr denen entsprechen, welche heute von den Bundesbahnen eingehalten werden. Zwischen den beiden Ergebnissen scheint ein Widerspruch zu bestehen, Dem ist aber nicht so. Es ist in diesem Zusammenhange zu beachten, dass die Schlussfolgerung bezüglich des geringeren Defizites beim Automobilbetrieb im Surbtal nur deshalb zutrifft, weil der im Surbtal festgestellte Verkehr für eine Normalbahn viel zu gering ist. Die Verkehrseinnahmen auf der Strecke Niederweningen—Döttingen, d. h. auf der eigentlichen Bahnstrecke, müssten schätzungsweise fünfmal grösser sein, bis der Bahnbetrieb sich ungefähr gleich teuer stellen würde wie der Automobilbetrieb gemäss den gegenwärtigen Bedingungen bezüglich der Betriebskosten. Davon sind wir aber noch weit entfernt. Ferner darf nicht übersehen werden, dass beim Bau neuer Bahnlinien mit den heutigen Herstellungskosten zu rechnen ist, während unsere Normalbahnen vor dem Kriege erstellt worden sind. Ihre Anlagekosten kamen deshalb bedeutend niedriger zu stehen als dies jetzt der Fall wäre. In unserem Lande werden wohl nicht mehr viel oder überhaupt keine bahnlosen Verkehrsrelationen vorhanden sein, auf denen der Verkehr so intensiv ist, dass sich der Bau einer Normalbahn unter den dargestellten Gesichtspunkten noch rentabel gestalten würde. Dagegen werden auf den noch vorhandenen bahnlosen Verkehrsstrecken die Automobile die geeigneten Transportmittel sein, wie dies heute schon mindestens beim Personenverkehr dieser Landesgegenden praktisch der Fall ist. (Fortsetzung folgt.) Autosalon — ein vorzügliches Propagandamittei. Anlässlich einer Diskussion über Ausgestaltung der Internationalen Automobiläusstellung in Berlin 1930 bemerkte ein hervorragender deutscher Industrieller, dass er, und mit ihm eine ganze Anzahl sehr vorsichtiger- Kaufleute, der Ansicht seien, dass trotz der erheblichen Depression im gesamten Wirtschaftsleben die Ausstellung unbedingt durchzuführen sei. Gerade bei der besonders stark rückläufigen Bewegung in der Automobilindustrie kann ein Salon hohen Propagandawert haben. Allerdings muss die Veranstaltung als wirkliche Verkaufsausstellung aufgezogen werden und der sonst gewohnte masslose Aufwand sowie alle überflüssigen Luxusallüren unterbleiben. I. BIIIIIIlIPeiUBIIlieiHIIlBflBIIli Nicht die vielen Ecken und Verzierungen des Profils sind für den Gleitschutz ausschlaggebend, sondern, je weicher ein Reifen gefahren werden kann, desto besser hält er am Boden. Durch die einzigartige Qualität benötigen die „General"-Reifen 10-20% weniger Luftdruck als die andern Fabrikate. Sie bieten deshalb erhöhten Gleitschutz. avec SOLEX Le telegraphe et la T. S. F. ont appris au monde entier l'heureux atterrissage en Ameriquede l'avion «?» de COSTES et BELLONTE apres un voyage triomphal de 37 heures. Ce raid, qui restera dans les annales de l'aviation mondiale, a emerveille tout le monde,'il avait ete, comme on le sait, prepare minutieusement depuis de longs mois. Ce que l'on salt moins et ce que les agences de presse n'ont pas dit . C'EST QUE Eile mit Weile Welcher Automobilist hat dies nicht auch schon erfahren ? Gerade wenn die Zeit drängt, tritt eine Panne ein. Reifen-Pannen werden nie zu 100% vermieden werden können, aber sie auf ein Minimum zu reduzieren, ist heute möglich. Die „General"-Reifen sind ein Produkt von höchster Qualität. Sie vereinigen Sicherheit mit Komfort und höchster Leistung. Verlangen Sie das nächste Mal diese Reifen. Sie werden damit zufrieden sein 1 Durch jeden guten Händler zu beziehen oder durch die Vertreter: Central-Garage, St. Moritz Gebr. Müller, Luzern Giov. Frank, Ing., Bellinzona J. Stöckli. Bern L. Meili, Lausanne R. Strobel, Birrwil E. Möschinger, Weinfelden W. Truninger, St. Gallen A. Zeitz, Zürich 8 PNQEI? participait activement au raid. On comprendra mieux maintenant la reussite de cette randonnee fantastique oü tant de braves avaient echoue. Les amis du carburateur SOLEX n'auront pas oublie qüe dejä en 1928 lors de son raid avec Le Brix, Costes avait baptise SOLEX: LE CARBURATEUR DU TOUR DU MONDE. Agencegeneralesuisse: H Blenne Bachmann Genaue 9, Hace des Eaux-Vives T&.x 25.641 HyyaHHBHSaBHBBEEinnnSS