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E_1930_Zeitung_Nr.074

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE Widerstandsfähig© Fahrer legen auch bei brütender Hitze Zeugnis vom Sieg der Technik über die Natur ab, wenn es gilt, die Ihrigen durch fruchtbeladen es Gelände, zu heroischer Gebirgslandschaft zu führen. Dazu gehört aber auch ein erstklassiges autotourisfisches Orientierungsmittel. Für grosse Fahrten in unbekanntes Gelände, für Aufenthalte in fremden Städten, zieht schon der Fusstourist Prospekte oder Reisehandbücher zu Rate. Auch der überlegen fahrende Automobilist braucht ein Hilfsmittel zur Strecken- Zusammensetzung der Reisevorschläge und zur Orientierung auf der Fahrt. Das klassische Land der Autotouristik, die Schweiz, das CH der internationalen Wagenregistrierung, besitzt in O. R. Wagners ein automobilistisches Reisehandbuch von Format, das in der Schweiz, auf dem europäischen Kontinent und in Amerika eine Yerbreiturig^on über. 100,000 Exemplaren erfahren hat und heute m seinem charakteristischen Rotleineneinband sowohl im In- als im Ausland als Pionier schweizerischer Autotouristik und Standardwerk für autotouristische Informierungsmittel bekannt ist. Von O. R. Wagner als gegebenem Kenner autotouristischer Orientierungsbedürfnisse angelegt, erfuhr das Werk in allen seit seinem 25 jährigen Bestehen vorgenommenen Neubearbeitungen unter Benützung der Fortschritte in den graphischen.Darstellungsmitteln und unter Berücksichtigung des fortschreitenden Ausbaues des schweizerischen Strassennetzes seine heutige unübertroffene Gestalt im Kartenund Textteil. Die soeben, erschienene 16. Ausgabe enthält: 24 autotouristische, buchmässig angeordnete Kartenblätter der Schweiz u. ihrer Grenzgebiete, im Massstab 1:250,000, mit Einzeichnung der Automobilstrassen und der Entfernungen, 72 Sonderkarten wichtiger Verkehrsgebiete, 33 fünffarbige Stadtpläne mit Angabe der Sehenswürdigkeiten, 123 Routenbeschreibungen aus dem schweizerischen Strassennetz mit Uebersichtsplänen und Kilometrierung, 1000 kurze Charakterisierungen von Städten, Ortschaften, Ausflugsgebieten und Pässen mit Angabe der Unterkunftsverhältnisse, Distanzenkärte, Panoraamkarten, Uebersichtskarten, Fahrreglemente. Offizielle Ausgabe des T. C. S. Preis nur Fr. 12.- Abonnenten erhalten 20°/ 0 Rabatt. BUCHERZETTEL (mit 5 Rp. frankiert in offenem Kuvert einzusenden) Senden Sie sofort per Nachnahme EX« CH TOIiriH9i neueste Ausgabe zum Abonnentenpreis von Fr. 9.60* zum regulären Preis von Fr. 12.—* Abteilung Touring Verlag den *) Das Nichtzutreffende streichen. Bei allen Buchhandlungen, Clubsekretariaten und Reisebureaus erhältlich. Verlag, Administration, Druck und Qlch6rie: HALLWAG A.-0 HaUerscbe Bachdrnckeret and Wazneriche VerUfaanstalt. Bern.

II. Blatt BERN, 2. September 1Q30 KR 74 II. Blatt BERN, 2. September 1930 Technisch» Notizen Wie verhindert man Verrussung des Motors? Nach mehr oder weniger langer Betriebsdauer muss jeder Explosionsmotor gereinigt, d. h., die im Verbrennugsraum befindliche Oelkohle entfernt werden. Durch diese Rückstände wird der Kompressionsraum verkleinert und damit die Vorkompression erhöht. Falls der Motor früher mit reinem Benzin ohne Anstände betrieben werden konnte, ist das jetzt nicht mehr möglich, denn ein klopfendes Geräusch im Innern des Zylinders wird mit der Zeit so stark, dass nur ein Fahrer ohne jedes Gefühl für seine Maschine darüber hinwegsehen kann. Die Leistung des Motors geht zurück, da es nahezu unmöglich wird, mit Vollgas und Frühzündung zu fahren. Ein häufiges Umschalten der Gänge macht sich notwendig und der Motor weist somit den Fahrer darauf hin, dass eine baldige Reinigung des Zylinderinnern dringend erwünscht ist oder wenigstens für die Zwischenzeit eine Verwendung klopffesten Brennstoffes erforderlich wird, um Schäden zu vermeiden. Während bei älteren Motorkonstruktionen alle paar tausend Kilometer die Oelkohle beseitigt werden musste, ist diese Arbeit bei den heutigen erst nach 10 bis 30 000 Kilometern nötig. Vorbedingung für eine derartig lange Laufzeit ist natürlich, dass stets die für den Motor passende Oelsorte verwendet wird, ferner das Vorhandensein eines guten Lauffilters, denn die vom Motor sonst angesaugten Staubteilchen verbinden sich gar zu gern mit den Oelrückständen. Auch der richtigen Einstellung der Oelpumpe ist genügendes Augenmerk zu schenken, da durch Ueberölung die Bildung von Oelkohle begünstigt wird. Bei Motoren mit Druckschmierung genügt es mitunter auch, die Feder des Oeldruckreduzierventils etwas zu entspannen, um die Schmierung auf das erforderliche Mass zu bringen. Diese Regulierung soll aber am besten einem Fachmann überlassen bleiben, damit nicht Oelmangel und somit Schäden auftreten. Bei älteren Motortypen mit Schleuderschmierung oder solchen, bei welchen das ganze Kurbelgehäuse als Oelbehälter dient, darf nicht zuviel Oel aufgefüllt werden, denn die Schmierung als solche wird dadurch nicht besser, sondern es gelangen nur unnötige Mengen Oel in den Kompressionsraum, wo sie teils unverbrannt als blauweisser Oeldampf durch den Auspuff entweichen", teils, und das ist das schlimmere Uebel, als Oelkohle sich an der Zylinderwandung und auf dem Kolbenboden festsetzen. Dass nun überhaupt eine mehr oder minder grosse Oelmenge in den Verbrennungsraum gelangt, kann verschiedene Ursachen haben. Abnutzungserscheinungen von Kolben, Kolbenringen und Zylinder spielen dabei eine grosse Rolle. Aber auch konstruktive Unvollkommenheiten, z. B. des Kolbens, können dazu beitragen, dass ein Motor zu übermässiger Oelkohlebildung Anlass gibt. Die Konstrukteure haben sich dieses Motorteiles, des Kolbens nämlich, besonders liebevoll angenommen, mit dem Erfolg, dass die modernen Konstruktionen den Durchgang des Oeles in den Verbrennungsraum nur in bescheidenstem Masse gestatten. Dass aber immer noch geringe Mengen Oel über den Kolbenboden gelangen, liegt erstens in der Kapillarität des Oeles und zweitens an der Pumpwirkung der Kolbenringe. Diese können niemals so knapp eingepasst werden, dass sie kein Oel in die Nuten dringen lassen, da sie sonst klemmen würden, statt federnd gegen die Zylinerwand zu drücken. Da auch mit der Zeit ein Ausschlagen der Kolbenringnuten erfolgt, so wird die Pumpwirkung und damit die in den Verbrennungsraum geforderte Oelmenge immer grösser. • Es war eine weitverbreitete Ansicht, dass der Unterdruck im Zylinder während des abwärts gehenden Kolbens Oel am Kolben vorbei in den Kompressionsraum sauge, da sich flüssiges Oel darin befinde, wenn der Motor längere Zeit gedrosselt läuft, wie das beim' Bergabfahren besonders der Fall f ist. Diese Annahme hat sich als absolut irrig erwiesen, denn nicht die Saugwirkung des im Kompressionsraum entstehenden Vakkums, sondern die Pumpenwirkung der Kolbenringe befördert das Oel in den Verbrennungsraum. Der Druckunterschied im Zylinder ist während des Ansaugtaktes so gering, dass er gegenüber dem durch die Kolbenringe auf das Oel ausgeübten Druck ohne Bedeutung ist. anzubringen, wieder verlassen, dafür grosse J hat man den Weg, einen vierten Kolbenring Um den Durchtritt von Oel in den Kompressionsraum auf ein Mindestmass zu be- Kolbenseiten vorgenommen. Aussparungen .an den beiden nichttragenden schränken, haben die Konstrukteure ausser Bei Motoren mit Schleuderölung hat sich den normalen Kolbenringen einen vierten, den zuweilen das Zwischenlegen eines geeigneten sogenannten Oelabstreifring, am untern Ende Bleches zwischen Zylinderblock und Kurbelgehäuse als äusserst zweckmässig erwiesen. des Kolbens angebracht. Dieser Ring dient jedoch nicht dazu, zur weiteren Abdichtung Die bei dem Blech notwendigen Aussparungen des Kolbens beizutragen, sondern lediglich müssen selbstverständlich so gross sein, dass dafür, das an der Zylinderwandung befindliche, überschüssige Oel nach unten abzu- Einfügung eines solchen Bleches verhindert sie die Pleuel in keiner Weise behindern. Die streifen. Vielfach hat diese Massnahme schon mit ziemlicher Sicherheit ein übermässiges genügenden Erfolg gehabt und einen Motor, Oelen der Kolbenlaufbahn und damit eine dessen Kolben mit einem solchen Abstreifring ausgerüstet wurden, von übermässiger nungsraum. rasche Entstehung der Oelkohle im Verbren- Oelkohlebildung befreit Um dem Oel einen Etwas Oel wird aber trotz aller Massnahmen doch über den Kolben gelangen und besseren Abfluss zu ermöglichen, versah man den Kolben hinter dem Abflussring mit mit der Zeit zu einer Oelkohlebildung führen, schräg nach unten gebohrten Löchern, ausserdem kehlte man den Kolben unterhalb der bodens und Zylinderkopfes nach längerer Be- so dass sich eine Reinigung des Kolben-» Kolbenbolzenaugen aus und versah diese Einschnürung mit einer Anzahl grösserer Bohwendung geeigneter Kolben, 5 richtige Einsteltriebsdauer nicht umgehen lässt. Durch Verrungen. Diese Konstruktion hat sich bis auf lung der Oelpumpe usw., wird es aber stets den heutigen Tag bewährt und die Bildung gelingen, die Oelkohlebildung auf ein geringes Mass zu halten. iK von Oelkohle auf ein Minimum beschränkt. Bei ganz modernen Kolbenkonstruktionen Ein neues, stutenloses Uebersetzungsgetriebe. Der englische Ingenieur R. Rutherford hat ein Uebersetzungsgetriebe entworfen, das nicht nur einen stufenlosen Uebergang zwischen Leerlauf und direkter Uebertragung ergibt, sondern die direkte Uebertragung auch noch zu verriegeln gestattet. Bei einem mit dem Ru'therfordgetriebe versehenen Automobil würde sich die Anwendung einer Kupplung vollständig 1 erübrigen. Um anzufahren, hätte der Wagenlenker nichts mehr ztt tun, als einen Hebel langsam aus? einer gewissen Leerlaufstellung heraus zu verschieben. Je mehr dann der Hebel verschoben würde, nm so mehr würde man sich dem direkten Gang nähern. Die Konstruktion ist allerdings heute noch nicht fertig durchgebildet. Da sie aber eine 4er aussichtsreichsten Lösungen eines seit vielen Jahren bearbeiteten Problems darstellt, sei doch etwas näher auf sie eingegangen. Die beistehende Skizze zeigt das Getriebe (A696CI ßchemafisclier Längs- imtf Querschnitt dnrcK Ba!s neue stufenlose Uebersetzungsgetriebe. Di e~ Schweiz« fla SCHlOSSHAltWll,KtAorgcro. / Industrie- end gewerbereidier' Kanton bn sdiweiz. Mitteüand. Viele Kurorte o. Sommerfrischen am Aarestrand, am Rhein und hn SeetaL ßheinfelden mit Salinen, Baden,Sdiinznadv Berühmt das Scbloss Hallwil (aus dem 1L Jahrhtmderr) am Üeblidien Hallwilecsee. Bekannt audi Bresfen- , bera in nächster Nähe von »o Die blaue Lampe in der blauen Packung! Wir wünschen genussreiche Auto-Touren der Schutz und die |£2i Kraft des Motor* in — STANDARD MOTOR OIL • £sso • STANDARD BENZIN Genau so deutlich wie bei Tag sind 5 bei Nachtfahrten die Gegenstände ? auf dem Weg zu erkennen, wem Ihre Scheinwerfer mit Philips Tages lichtlampen ausgerüstet sind. 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