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E_1930_Zeitung_Nr.081

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ß AUTOMOBIL-REVUE

ß AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° 81 luftf«ah»4 Fliegenlernen vor 20 Jahren. Heute berechnet man die erforderliche Schulzeit zur Erlangung des Sportfliegerbrevets mit etwa 8—20 Flugstunden. Wenn man aber liest, mit welcher Draufgängerei und Schnelligkeit sich einige alte « Fliegerkanonen » vor zwanzig Jahren und bis zum Beginn des Weltkrieges manchmal ausbildeten, könnte einem — wie der Berliner sagt — direkt « die Spucke wegbleiben >. Dazu besassen die damaligen Maschinen noch lange nicht die Sicherheit der unsern. Hören wir, was Leon Molon im < Auto» erzählt : « Im September 1909 übernahm ich einen Bleriot, Typ « Traversee de la Manche », mit 25 PS - Dreizylinder-Anzanimotor. Ich hatte vorher mehrmals fliegen gesehen, so beim Meeting von Reims, hauptsächlich aber in Issy-les-Moulineaux. Theoretisch war ich mir über das Funktionieren eines Aeroplans im klaren, aber drin gesessen hatte ich nie. Mein Bleriot wurde mir mittags übergeben. Ohne zu essen, Hess ich ihn nach Issyles-Moulineaux schleppen, setzte ihn zusammen und begann um halb 3 Uhr mit Rollübungen. Zuerst ging es etwas krumm, nach und nach aber bessert© es. Dann versuchte ich Sprünge und merkte dabei, dass man sehr schnei! rollen musste, um die Maschin© in die Luft zu bekommen. Um 4 Uhr konnte ich den Apparat zum erstenmal längere Zeit in der Luft halten. So überquerte ich dann mehrmals in Hangarhöh© den Platz über seine ganze Länge und landete jedesmal einwandfrei durch Wegnehmen von Gas. Am gleichen Abend noch war ich für das Meeting von Berlin verpflichtet... «Ich setzte mich also mit meinem abmontierten Apparat in den Zug nach Berlin und brachte dort am Meeting den ersten Viertelstundenflug und die ersten Kurven zustande. \lles ging ausgezeichnet, bis ich beim Versuch, Henri Farman zu überholen, in dessen Propellerwirbel geriet. Das kam mir neu und unverhofft und ich landet© urplötzlich in der Platzumzäunung, wobei meine Nase zerschnitten, ein Flügel und der Propeller zerbrochen und die Motorwelle gekrümmt wurde. Di© Nase Hess sich jedoch vom Platzchirurgen zurechtflicken und für meine Maschine lieh mir Bleriot einen neuen Flügel und einen neuen Propeller. So konnte ich, ivenn auch mit krummer Motorwelle, am nächsten Tag doch wieder mitmachen und gewann noch den fünften Preis.» (Leon Molon fliegt heute noch und hat schon über 15,000 Personen die Lufttaufe gegeben, ohne den geringsten Bruch dabei zu machen.) Die Flugausbildung Marcel Hanriot's ist wennmöglich noch sensationeller. Mit seinen 15 Jahren und 8 Monaten setzte sich dieser Junge einfach in das von seinem Vater zusammengebastelte Flugzeug, gibt Gas und Das Flugzeug vor 20 Jahren . . . Der Eindecker des Fliegers Train, eine der ersten französischen Flugmaschinen mit dem typischen freien Führersitz. verschwindet zu einem Flug von 8—10 km Länge. Dann macht er eine musterhafte Landung, lädt den zufällig anwesenden Etienne Grandjean als Passagier ein und fliegt eine weitere Runde von 12—15 km Länge in. 60 Meter Höhe. Dann kommen, am gleichen Nachmittag, zwei Passagiere dran und schliesslich startet Marcel zu einem vierten Flug, diesmal über die Stadt Reims. Unglaublich — finden Sie? Dennoch werden diese Berichte stimmen, haben doch die meisten Piloten bis zu Rriegsbeginn eine ähnliche « Ausbildung » genossen. -s. Warum fliegen Sie nicht? Von Dr. Hugo Mauerhoier. Ueberraschend viele Menschen haben die Welt noch nie aus der Flugzeugperspektive gesehen; überraschend deshalb, weil man doch heutzutage wirklich kein Krösus zu sein braucht, um sich einen kleinen Flug von % oder Yi Stunde Dauer zu verschaffen. Meist bekommt man als Antwort auf dieverwunderte Frage zu hören: «Das Fliegen ist mir noch zu teuer». Und zwar auch von Menschen, bei denen das Geld wirklich keine Rolle spielt! Einen solchen cachierten Einwand, mit dem ein Mensch vor sich selbst und andern die wirklichen Beweggründe seines Verhaltens — scheinbar — objektiv begründet, nennt man in der Psychologie ein «Deckmotiv », weil es die realen Ursachen versteckt und verdeckt. Die meisten Leute, die noch nicht geflogen sind, geben nun erfahrungsgemäss für ihre Flugangst solche Deckmotive an (« zu teuer, es wird mir schlecht, man gewinnt doch nicht viel Zeit etc.»). Man hat also das Recht, bei den allermeisten Menschen hinter diesen fadenscheinigen Ablehnungen tieferliegende, seelische Ursachen zu vermuten, die sie vom Fliegen abhalten; denn in eine Eisenbahn, in ein Automobil, in ein Rennboot steigen sie ohne Bedenken ein, obgleich dort die «Gefahr» mindestens so gross ist, wie beim Fliegen. Was steckt nun hinter den Deckmotiven? Erstens einmal die Angst vor neuen Erfahrungen: — das Fliegen ist ja für den Menschen — obschon es eine seiner ältesten,'in unzähligen Träumen bereits realisierte Sehnsucht ist —, immer noch eine unerhörte Neuheit. Die Verwirklichung der dritten Dimension, das neue Erlebnis der Höhe ohne den tragenden Grund, ängstigt sie. Deshalb trifft man die Flugangst mit Vorliebe bei konservativen, zurückhaltenden, vor allem Neuen skeptisch eingestellten Menschen. Sie wollen bei den gewohnten, erprobten Erfahrungen stehen bleiben, auch wenn sie an und für sich ebenso «gefährlich» sind, wie das Neue; es sind Menschen, die den Gefahrenbereich nicht zu erweitern wagen. — Zweitens, und seelisch schon komplizierter, ist der Fall bei den innerlich unsicheren Menschen; wir kennen in der Psychologie die Tatsache, dass ein innerer Zustand «nach aussen» projiziert wird. Nun ist ja wirklich das Fliegen insofern eine « unsichere Sache », als der vertraute Boden unter den Füssen fehlt; man hängt im Bodenlosen. Innerlich unsichere Menschen — also solche, die in Krisen, Entscheidungen, persönlichen Konfliktsituationen stehen — empfinden nun (unbewusst) das Fliegen als ein Gleichnis ihrer eigenen gefährdeten Lage und scheuen sich, die innerlich unsichere Position noch durch eine äusserliche Gefährdung zu vergrössern. Sie wollen die seelische Bedrohung von innen nicht noch durch eine Herausforderung nach aussen vermehren und handeln nach dem Grundsatz: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. — Drittens und nur andeutungsweise muss gesagt werden, dass im letzten Grunde alle Angst immer Todesangst ist. Flugangst ist also auch immer mit eigentlicher Angst vor dem Tode gemischt; sie findet sich deshalb bei Menschen, die aus irgendeinem Grunde zu viel an ihren Tod denken. .. . und heute Der Amerikaner Frank M. Hawks in seinem Renn-Eindecker, mit dem er den amerikanischen transkontinentalen Rekord in beiden Richtungen verbesserte und dabei über 400 Stundenkilometer Maximaigeschwindigkeit erreichte. DENN JE Die grossfe Ausstellung der Weif von Privatwagen, Karosserien, Bestandfeilen, Zubehör und Reifen. ABTEILUNGEN Motorboote Motore für die Marine Garage- Ausstaffung Historische Schau iliiiiiliilisiiiita

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