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E_1930_Zeitung_Nr.083

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — f^o 83 Ä. C. S. A. C. S. SEKTION ZÜRICH. Einladung zur Gymkhana vom 5. Oktober 1930 im Kasernenhof in Bülach. Der gute Verlauf und die rege Anteilnahme der Mitglieder an den Gymkhanas 1928 und 1929 haben den Vorstand veranlasst, auch für dieses Jahr wiederum eine solche sportliche Veranstaltung durchzuführen. Die Gymkhana findet Sonntag, den 5. Oktober 1930, auf dem Kasernenhof in Bülach statt, und möchten wir die Mitglieder zur regen Teilnahme an derselben einladen. Die Veranstaltung findet nicht öffentlich statt, sondern im Kreise der Sektionsmitglieder und können an derselben sowohl die Sektionsmitglieder, wie auch ihre Angehörigen teilnehmen. Die Veranstaltung wird nach folgendem Programm durchgeführt: 10 Uhr: Aufstellung der Wagen auf dem Kasernenplatz in Bülach. 10 Uhr 15- Beginn der Gymkhana. 12 Uhr 30 bis 13 Uhr 30- Picknick. Es stehen Speise und Trank im Büffet der Kantine zur Verfügung und verspricht der neue Inhaber der Kantine Herr Hierholzer. beste Bedienung. 13 Uhr 30: Fortsetzung der Gymkhana. 18 Uhr: Sch'uss der Gymkhana. Anschliesfend gemeinsames Nachtessen mit Preisverteilung und Tanzvergnügen in der Kantine der Kaserne Bülach. Für die Durchführung der Veranstaltung hat die Sportkommission das nachstehende Reglement ausgearbeitet: Reglement der Gymkhana der Sektion Zürich des A. C. S. vom 5. Oktober 1930 in Bülach. 1. Die Sektion Zürich des A. C. S. veranstaltet am 5. Oktober 1930. bei schlechter Witterung am 12. Oktober 1930. im Kasernenhof in Bülach eine Sauserbummel. Derselbe findet nun bei günstiger Witterung nächsten Sonntag, den 5. Oktober. nach Hailau ins Restaurant «Gemeindehaus» .natt. Es sind alle Vorbereitungen getroffen, um wirklich einige gemütliche Stunden mit unseren Sehaffhauser Kollegen verbringen zu können. Für das gemeinschaftliche Mittagessen haben wir eine vorzügliche Hailauer Platte bestellt (Preis Fr. 3.50), aber auch Liebhaber anderer Spezialitäten werden auf Ihre Rechnung kommen. Wir erwarten daher einen grossen Aufmarsch unserer Mitglieder. Da am gleichen Tag die Ballon-Fuchsjagd der Sek- Zürich mit Start in Winterthur stattfindet, (Geschicklichkeitsprüfung). An der-tion ist Gymkhana selben können alle Mitglieder der Sektion Zürich des A. C. S., sowie ihre Angehörige teilnehmen. 2. Zugelassen sind alle Personenautomobiltypen mit Verbrennungsmotor, welche den polizeilichen Vorschriften entsprechen. 3. Die offenen Wagen starten mit aufgeschlagenem Verdeck. 4. Die Nennungen für die Gymkhana sind dem Sekretariat der Sektion Zürich des A. G. S. auf dem offiziellen Anmeldeformular einzureichen. Das Nenngeld beträgt Fr. 15.—, es ist mit der Anmeldung einzubezahlen. 5. Die Fahrer haben die von der Sportkommission bestimmten Aufgaben zu erfüllen. Dieselben werden jedoch den Teilnehmern erst am 4. Oktober bekannt gegeben, indem sie an diesem Tag ab 14 Uhr im Clubzimmer der Sektion Zürich, Waisenhausstrasse 2, Zürich, aufliegen. Durch diese Massnahme soll verhindert werden, dass die Teilnehmer schon vorher auf die Veranstaltung hin trainieren. Die Aufgaben sind derart gestellt, dass sie mit jedem Wagentyp ohne Schwierigkeit bewältigt werden können und sind dieselben zu einem grossen Teü aus dem täglichen Strassenverkehr gewählt. 6. Die Bewertung erfolgt nach Punkten. Für die Fahrzeit wird pro Sekunde ein Punkt in Anrechnung gebracht. Ferner sind für die verschiedenen Aufgaben, resp. für deren Nichterfüllung, Strafpunkte ausgesetzt. Die Klassierung erfolgt nach der geringsten Punktzahl. 7. Die Sportkommission der Sektion Zürich des A. C. S. behält sich vor, dieses Reglement eventuell zu ändern. 8. Die Sektion Zürich des A. C. S. lehnt alle rechtlichen Ansprüche ab, welche gegenüber dem Eigentümer oder Lenker der Wagen geltend gemacht werden könnten, ganz unabhängig davon, in welcher Art und Weise sie an der Veranstaltung teilnehmen. Die Teilnahme jedes Fahrers an der Gymkhana 1930 erfolgt auf seine eigene Rechnung und Gefahr. ber. Wir erwarten Sie bestimmt im schönen Maienfeld. Die Kommission. Für die Sie;er sind zahlreiche hübsche Preise Gruppe Hinterland. Haben Sie den Samstag, ausgesetzt und dürfte die Gymkhana 1930 nicht 4. Oktober 1930, für den Herren-Abendbummel no- und auch reserviert? Abfahrt abends 4 Uhr nur den Teilnehmern, sondern auch den Zu-tierschauern viel Interessantes und Amüsantes bieten. vom Obstmarkt, Herisau, über Eggersriet. Grub. Bei ungünstiger Witterung wird die Veranstaltung auf den 12. Oktober 1930 verschoben. Auskunft ist am 5. Oktober 1930 ab 8 Uhr morgens beim Telephonbureau Zürich, Auskunft Nr. 11, erhältlich. T. C. $. Autosektion St. Gallen-Appenzell für Mitglieder, welche eine solche Veranstaltung noch nicht gesehen haben, Gelegenheit geboten, diese zu besuchen (Programm in Nr. 81 der «Automobil-Revue» ersichtlich) und sie können über Winterthur nach Hailau gelangen. Auf alle Fälle sol'ten aber auch diese Teilnehmer um 1 Uhr in Hallau sein. Um die Vorbereitungen für das Essen rechtzeitig treffen zu können und um Reklamationen vorzubeugen, möchten wir Sie nochmals dringend ersuchen, sich bis spätestens Samstag, den 4. Oktober, bei unserem Sportpräsidenten, Herrn H. Burk in St. Gallen, Unionplatz, anmelden zu wollen. sein, um mit Ihren Angehörigen, Freunden und Programm: Sonntag vormittags 9 Uhr: Gönnern des T. C. S. den Erfolg des Jubiläums zu Sammlung aller Teilnehmer beim Restaurant cN'eubrücke» in Wil (obere Bahnhofstrasse). Fahrt nach 18. Oktober! Alles weitere nächstens. einem Ganzen zu gestalten. Darum reserviert den Schaffhausen ins Hotel «Bellevue», oberhalb des Die Kommission. Rheinfalls, zu einem kurzen Frühschoppen mit den AUTOSEKTION ZÜRICH DES T. C. S. Münchnerfahrt. 121 Wagen mit 415 Insassen folgten dor dortigen Kollegen. Dann gemeinschaftliche Abfahrt nach Hallau. 1 Uhr- Mittagessen im Restaurant Einladung des Sektionsvorstandes und nahmen «Gemeindehaus». Anschliessend gemütliche Unterhaltungsche, württembergische und bayrische Landstrassen vergangenen Samstag schweizerische, österreichi- Bei zweifelhafter Witterung geben Telephon 422 unter die Pneus, um das berühmte Münchner St. Gallen, 227 Flawil und 481 Wil Auskunft. Bei schlechter Witterung wird der Anlass acht Tage später durchgeführt. Die Sportkommission. Untergruppe Appenzeller Vorderland und Rheintal. Auf Sonntag, den 5. Oktober, laden wir unsere Clubkollegen zum Sauserbummel nach Maienfeld ein. Treffpunkt in Altstätten, Hotel «Drei Könige», um 12 Uhr. Abfahrt V*\ Uhr über Buchs. Schaan, Balzers (Hotel «Post> kleiner Halt), Luziensteig, Maienfeld. Im reservierten Saale des Gasthauses zum «Ochsen» werden Sie Gelegenheit haben, einen vorzüglichen Maienfelder Traubensaft zu kosten, wobei auch die Tanzlustigen auf die Rechnung kommen werden. Im weitern wird Ihnen dieser Tag das Schloss Bandis verschiedene Sehenswürdigkeiten des Städtchens vor Augen führen. — Die Fahrt wird bei jeder Witterung durchgeführt. Clubfreunde, reservieren Sie sich den 5. Okto- Wienacht-Tobel (kurzer Halt im «Rebstock») nach dem «Ochsen», Thal. Wir erwarten Sie bei jedem Wetter. Bei gutem Rheintaler Sauser sollte es doch fidel werden, aber natürlich müssen Sie dabei sein, sonst geht es nicht! Der Sportpräsident, Hinterland. AUTOSEKTION BASEL DES T. C. S. Clubkameraden und -kameradinnen 1 Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so auch der kommende 18. Oktober. Seit zehn Jahren hat die Automobilsektion Basel des Touring-Clubs der Schweiz eine glänzende Entwicklung durchgemacht. Die Mitgliederzah) ist von 20 auf zirka 2000 gestiegen, sportliche und gesellschaftliche Anlässe von glänzenden Ausmassen sind durchgeführt worden. Die Automobilsektion Basel des T. G. S. ist heute zahlenmässig nicht nur automobilistisch, sondern auch gesellschaftlich an führender Stelle. •> Dies alles berechtigt uns, mit Stolz ihren zehnjährigen Geburtstag festlich zu begehen. Am Samstag, 18. Okt., nachmittags 5 Uhr, ist Sammlung zum turbeleuchtung geniessen konnten. Das Reisekomitee hatte es allen Fahrern so bequem als möglich gemacht; tags vorher waren die Organisatoren mit einem Auto, in dem 300 Shellpfeile und ein Riesenkleistertopf verstaut waren, vorausgefahren, um an allen Wegkreuzungen Ziel und Richtung anzugeben und den vier Zoliposten eindringlich ans Herz zu legen, mit den Zürcher Wagen freundlich und nett zu sein. So ging denn alles glatt und. da es die Tage zuvor gründlich geregnet hatte, staublos ab; unterwegs wurden da und dort fleissig die ersten Trunkproben vorgenommen, um Hals und Kehle an jene Flüssigkeit zu gewöhnen, der die bayrische Metropole einen Teil ihres Weltrufes verdankt. Kurz vor Pasing wartete ein freundliches Empfangskomitee auf die Zürcher; Herren vom deutschen Tuuringclub und seiner Münchner Sektion nahmen die Ankommenden in Empfang, spendeten den Damen Blumen und nette Notizbüchlein, den Herren einen wärmenden Likör und kurssichsre Lotsen, die die ganze Corona durch den Wirbel des Münchner Grossfestbetriebes zum Hauptquartier, dem erstklassigen Hotel « Bayrischer Hof >, im Zentrum der Altstadt, geleiteten, wo die Mehrzahl der zirka 400 Fremdenzimmer für die grosse "Zürcher Autofamilie für drei Tage mit Beschlag belegt woiden war. Hier trat der bayrische"Dialekt in den Hintergrund; Züridütsch herrschte vor. und selbst der amerikanische Automobilkönig Henry Ford, der zufällig im gleichen Haus wohnte, musste sich der Invasion beugen. Der Berichterstatter, fröhlich mit den Fröhlichen im Festtrubel schwimmend, möchte zum vornherein feststellen, dass sich die Zürcher Touringclübler ausserordentlich rasch in München und auf der Festwiese akklimatisierten; sie erfassten erfrischend rasch' die Stimmung und die Masskrüge, fanden im engsten Winkel der Riesenzelte «grossen Korso» mit Begrüssungstrunk, und diePlatz und Atzung, hie und da auch ein « Gspusi », Krönung des ganzen Jubiläums wird ein Festabend biederten sich nach allen Himmelsrichtungen bin mit Ball, Cabaret und Messe in sämtlichen Sälen an und genossen auf der Theresienwiese den Zauber eines Volksfestes, das in der ganzen Weit sei- des Stadtkasinos sein. Seit Monaten sind verschiedene Subkomitees mit nesgleichen nicht hat. Dem Münchner ist dieser den Vorbereitungen beschäftigt und deren Mitglieder sind sich der Grosse ihrer Aufgabe bewusst Zürcher das Sechseläuten; er murrt nicht, dass dor Rummel wahrhaft ans Herz gewachsen, wie dem und gewillt, ganze Arbeit zu leisten. Liter Bier in diesen teuren Zeiten eine ganze Wollen Sie bei diesem grössten Anlasse der Reichsmark kostet, schluckt mit dem Bräu den Automobilsektion Basel des Touring-Clubs der Schweiz fehlen? Wollen Sie durch Ihre Abwesenheit den Erfolg unseres Jubiläums schmälern? Wie wir Sie kennen, werden auch Sie in Front Oktoberfest einmal aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Der bayrische Wettergott meinte es gut mit ihnen; kaum hatten sie den Bodensee hinter sich, so begleitete sie freundlicher Sonnenschein auf der .Fahrt, so dass sie die herbstliche Pracht der zirka 300 km langen Strecke in schönster Na- Aerger hinunter, dass der hohe Magistrat aus wohlweislicher Vorsicht schon um 10 Uhr Schluss befiehlt, fügt sich, dass allerlei, einst gute Tradition Gewesenes, so die Preistierschauen, das Wcttschiessen und die Pferderennen einheimischer Gäule, leider verschwunden sind; ihm genügt es, dass das Fest als solches, heute 120 Jahre alt, wenigstens noch da ist. So lange die Frauenkirche noch steht und die Isar rauscht, wird der Münchner sein Oktoberfest haben und mit ihm alles, was dazu gehört: die Freude an der Gaudi, das vielerlei Ess- und Trinkbare und vor allen Dingen der Durst, verbunden mit der Liebe zum Masskrug, zur Salzbretzl, zum Stecklfisch, dem gebratenen Ochsen und der Bauernkapelle. So ist es immer gewesen und alt und jung bilden die Heerscharen, die als Geniessende anrücken, wenn das erste Fass angestochen wird. Schaubuden sind auch in Masse vorhanden, sie spielen aber für den echten Münchner eine weit unbedeutendere Rolle als die sechs je 5000 Menschen fassenden Bierzelte, erfüllt mit LE TOIT DECOUVRABLE AUTOMATIQUE (BREVETE) S'ADAPTE SUR TOUTES VO1TURES (3 MODELES) Das bestbekannte Schweizerfabrikat für alle Verwendungszwecke HiOlxrrrx vorm. Altorfer-Lehmann * Cle. CCUEL S& Ol©., Kesselund Apparatebau üZofinjcfexx St Gallen - Bern • Luzern COMPLETE LECONFORT D'UNE CONDUITE INTERIEURE ET SE POSE EN QUELQUES JOURS Demandez dtvls et renseignementsi CARROSSERIE ZÜRICH Ganglo COLNAR GENEVB BERNE -BREMSBELAG bester und unübertroffener Brems- und Kupplungsbelag für Lastwagen, Luxusautos, Kranen und Baggermasohinen. TH. E. WILD, Morgartenstrassse 9, ZÜRICH 4 Autobestandteile und Werkzeuge en gros. Telephon Uto 6623 u. 6624 Zahnräder Gebr. 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N° 83 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE 13 einem Dunst, in den man seinen Namen schreiben könnte; er schwebt das ganze übrige Jahr Über den Bierkellern und Wirtschaften und Jer Münchner braucht ihn. in diesem Fall auf alle Hygiene pfeifend, wie der Fisch im Wasser. Die Abwicklung des Programmes verlief in schönster Harmonie, dank der gewissenhaften Vorbereitung und der liebenswürdigen Hilfe der Münchner Clubkollegen, denen der starke Zürcher Einmarsch offensichtlich grosse Freude bereitete. So sei denn nur kurz gemeldet, dass der Samstagabend mit einem gemeinschaftlichen Nachtessen in Ratskeller abschloss, dass trotz der Polizeistunde alsdann durchaus noch nicht alle Zürcher, beiderlei Geschlechts, den direkten Heimweg fanden, dass am Sonntag vormittag per Autocars die Stadt gründlich bis nach Nymphenburg hinaus besichtigt wurde. Andere spazierten durch den wundervollen Waldfriedhof oder statteten dem deutschen Museum einen flüchtigen Besuch ab. Am Sonntagnachmitiag fuhren gegen 100 Zürcher Wagen hinaus an den Starnbergersee. der ihnen als Dank dafür einen prächtigen Sonnenuntergang bescherte und am Abend traf sich die grosse Gemeinde im Restaurant Platzl, dem bekanntesten Vergnügungslokal der Stadt, wo Münchens populärster Komiker seine zündenden Witze sofort auf die Schweizergäste einstellte. Der Montagvormittag ealt neuun Besichtigungen, im Hof bräuhaus wurde ein Stündchen giündlicher Anschauungsunterricht genossen und dabei dank der Spendefreuiigkeit der Shell- Firma, gratis und franko Bier « getankt », die sieben Herren der Zürcher Presse, die der Touringclub Zürich für die Fahrt eingeladen hatte, kutschierten in zwei Autos, die ihnen die « Standard > zur Verfügung gestellt hatte durch Münchens Gefilde und eine andere Gruppe besichtigte die. grosse und moderne « B. M. W »-Fabrikanlage der bayrischen Motorenwerke, wo ihnen freundliche Führer den Werdegang eines Autos, eines Motorrades und eines Flugzeugmotors im Geschwindschritt erklärte. Den eigentlichen offiziellen Anlass bildete das Bankett im Festsaal des bayrischen Hofes vom Sonntagnachmittag; mehr als 500 Personen nahmen daran teil, darunter eine grössere Zahl von Ehrengästen, unter denen die Spitzen des Touringclub München, der Oberbürgermeister der Stadt und der schweizerische Generalkonsul Zettner genannt seien. Alles ging wie am Schnürchen; in nicht viel mehr als zwei Stunden war der umfangreiche Akt erledigt, an dem vier offizielle Sprecher zum Wort kamen. Kommerzienrat Schröder hies die Zürcher im Namen des deutschen Tonringsclubs in urgemütlichem bayrischen Dialekt herzlich willkommen und überreichte ihnen eine wundervolle Keramikgruppe, ein Kunstwerk der Nymphenburger Porzellanmanufaktur. Münchens Oberbürgermeister, Dr. med. h. c. Scharnanl. ein Mann, der es dank seiner Tüchtigkeit vom Handwerksmeister zum ersten Beamten einer Grossstadt gebracht hat, feierte in tiefempfundener Rede die Freundschaft zwischen der Schweiz und Bayern; sie findet ihren Ursprung zweifelsohne in der Bergwelt, die beide Länder umgibt. Für die Zürcher sprach zuerst Präsident Hans Fehr, Empfang und Geschenk schwungvoll verdankend. Es machte tiefen Eindruck, als er, während die ganze Gesellschaft sich von ihren Plätzen erhob, an die schweren Zeiten erinnerte, die das deutsche und bayrische Volk hinter sich haben; möge es dieser arbeitsamen Nation vergönnt sein, recht bald schon den verdienten Widersufstieg zu gewinnen. Ais letzter Redner verband Dr. Bierbaum die Zürcher und die bayrische Fahne, beide blau-weiss, zu einem gemeinsamen Zeichen gleichgesinnter Volksstimmung; unter fröhlicher Zustimmung glossierte er dabei die Buchstaben HB, die eich auf jedem Masskrug des Hofbräuhauses finden; sie bedeuten in solcher festlichen Stunde aber keine Etikette, sondern « Helvetia-Bavaria». Ein« Reihe von Ehrengeschenken, die die Zürcher mitgebracht hatten, fanden ihre verdienten Empfänger' die grosse Zürcher Kanne, die der deutsche Touringclub erhielt, wird von ihm, in München stationiert, gewiss in Ehren gehalten werden, wenn sie auch mehr für Weine als für das Gebräu aus Hopfen und Malz besli'nroi ist. Nunmehr ist alles wieder glücklich zu Hanse. Leider war das Wetter auf der Heimfahrt übel; sahen wrr auf der Hinfahrt auf den meist vorzüglichen Strassen Gänse, Enten, promenierende Kühe, Rehe und Eichhörnchen, so mussten wir uns in umgekehrter Richtung mit Fröschsa auf dem Asphalt begnügen, von denen etliche durch einen Zürcher Wagen ihr Gehupfe mit einem allzufrühen Ted bezahler mussten. W. B. Autosektion Waldstätte Münchner-Fahrt. «Freut euch des Lebens .. .>, das war ungefähr die Erkenntnis aus dem Besuch des Münchner Oktoberfestes. Ein lebensfrohes Volk, voll Humor und Witz, lebenslustige, schaffensfrohe Menschen, kraftvoll und wuchtig gebaut, lernte man kennen, lernte man verstehen und lieben. Ursprünglich war die Auslandsfahrt als ein Ausflug nach Oberammergau geplant, zum Besuche der Passionsspiele, doch machte dieses Projekt eine kleine Metamorphose durch, indem •uns -von der Sektion Zürich eine Einladung zukam, sich ihr anzuschliessen beim Besuche des Oktoberfestes in München. Dieses Angebot war denn auch zu verlockend, als dass man ihm hätte widerstehen können, um so mehr, da man zu Hause eigentlich Ernstes genug hat, und eher nach Fröhlichkeit als nach Tränen Bedürfnis hat. So waren wir eigentlich auf der ganzen Fahrt bei den Zürchern zu Gast, und Hessen es uns dabei herrlich wohl sein. Da zeigte sich denn wieder einmal, was es heisst, einen Anlass für 500 Personen glanzvoll durchzuführen. Angefangen von den am Vortage dor Reise angebrachten Dutzenden von Richtungs- und Orientierungspfeilern, um den ortsfremden Fahrern von den Grenzpfählen des Schweizerlandes an den Weg zu dem fernen Ziele zu weisen, sodann der an der Stadtgrenze Münchens einsetzende Lotsendienst, welcher die unkundigen Fremden durch das Gewühl der Grossstadt hindurch zum sicheren Unterschlupf führte, ferner die Unterbringung von 125 Wagen mit 500 Personen bei dem Riesenbetrieb eines Oktoberfestes, die Sorge für Speise und Trank, für Magen und Herz, schliesslich all die hundert Kleinigkeiten, die sich nur dann unangenehm bemerkbar machen, wenn man nicht an sie gedacht hat, kurzum, die Münchnerfahrt war das Schulbeispiel, was eine ?rossartig angelegte und glanzvoll durchgeführte Organisation ist. Ueber die Einzelheiten der Fahrt noch zu berichten, Messe, Wasser in den Rhein tragen, nachdem grosse und kleine Tagesblätter (siehe auch Autosektion Zürich des T. G. S. in der heutigen Nummer. Die Red.) schon spaltenlange Artikel hierüber gebracht haben. Der Besuch des Festes war sicher sehr lohnen s- wert; es wird niemanden gereut haben, die 360 km lange Fahrt von Luzern nach München unternommen zu haben. Schon die Budenstadt allein, mit ihren Hunderten von Zelten und Schaubuden ist eine Sehenswürdigkeit einzig in ihrer Art. Sehr stimmungsvoll dominierte über dem Leben und Treiben in der Festwiese das Riesenstandbild der Germania, deren kraftvolle Gestalt im Widerschein unzähliger Lichter und Lampen sich wirkungsvoll vom dunkeln Nachthimmel abhob. Dabei herrschte ein Leben von Fröhlichkeit und Sorglosigkeit, dass einem eigentlich erst hier die unergründliche Tiefe des Dichterwortes zum vollen Bewusstsein kam: «Trink, trink, Brüderlein, trink, meide den Kummer, meide den Schmerz, dann ist das Leben ein Scherz!»... Hoffentlich wird dieses Lied auch in unserer Innerschweiz ein nachhaltiges praktisches Echo auslösen. Zu einem Besuche von München, als Sitz der Wissenschaft und Künste, reichte dieses Mal die Zeit nicht aus, er muss für ein andermal vorbehalten werden und PS blieb nun wenigstens bei einer kurzen Orientierung. In einer glänzenden uede am BanKett nat nedaktor Dr. Bierbaum treffend auf die aus den gleichen Wappenfarben von München und Zürich sich ergebenden Harmonien hingewiesen. In aller Bescheidenheit erlauben wir Luzerner uns ebenfalls als Freunde der alten Isarstadt auszuweisen, nicht nur aus den Wappenfarben allein, sondern auch aus den uralten Beziehungen, die München als Stätte der Kunst und Wissenschaft vielen Generationen von uns die Richtlinien gegeben hat. Auch wir Luzerner werden uns freuen, wenn wir in bescheidenem Rahmen etwas zum gegenseitigen Verstehen und zu einer Arbeit von Hand in Hand beitragen und so die alten Bande der Freundschaft festigen können. Wenn auch im Verhältnis zu Zürich an Zahl schwach vertreten, so haben die Mitglieder der Sektion Waldstätte deswegen an dieser Fahrt doch nicht weniger Freude empfunden, und werden München und seine Bewohner in bester Erinnerung behalten. Den Münchern aber rufen wir zu: «Auf Wiedersehen in der Schweiz!» Dr. R. Z. Industiie und Einzigartige Welterfolge. In Linas-Montlhery hat ein Zwölfzylinderwagen der Marke Voisin eine Dauerfahrt von 17 Tagen und 18 Nächten vollendet. Der Wagen fuhr während dieser Zeit mehr als 50 000 km und schlug nicht weniger als dreizehn Weltrekorde. Durch diese Rekordfahrt wurden Frankreichs Weltrekorde auf 49 hin aufgesetzt. Zur Schmierung verwendete Voisin das berühmte Motorenöl «Yacco». Zweifellos ist diese Marke zur Schmierung eines Schiebermotors während einer derartigen Monstreprüfungsfahrt ausserordentlich geeignet, so dass Voisin dieselbe durchwegs empfiehlt. Ueber die derzeitigen Verhältnisse auf dem Benzinmarkt, gehen uns von autogewerblicher Seite folgende Ausführungen zu • Der Automobilist kümmert sich gewöhnlich wenig darum zu wissen, aus welchen Gründen die Benzinpreise so auffallend sinken, er nimmt das Geschenk der billigen Preise an und hofft, es werde lange dauern. Die heutigen Preissenkungen haben aber Gründe, welche den Konsumenten nicht gleichgültig lassen können. Hier kurz eine Darstellung der Ereignisse, welche dem jetzigen Kampf vorangegangen sind. Der Verband der trustfreien Benzinimporteure, dessen Mitglieder über die ganze Schweiz zerstreut sind, haben es unter Mitwirkung des Verbandes Schweiz. Motorlastwagenbesitzer (ASPA1 verstanden, mit den grossen Trustfirmen ein Abkommen zu treffen, welches den trustfreien Firmen zusammen mit dar ASPA das Mitspracherecht bei der Preisfestsetzung einräumte. Die Trustgesellschaften konnten also die Preise nicht ohne die ASPA erhöhen. Zudem haben sich die Trusts in diesem Abkommen verpflichtet, die freien Pumpen von Wiederverkäufern und Konsumenten nicht zu binden oder aufzukaufen. Diese beiden Verpflichtungen haben die Trusts am 15. September gekündigt und angezeigt, dass sie in Zukunft ihre volle Freiheit wieder haben wollten Die von ihnen zugleich vorgesehene Bindung der freien Pumpen hat zum Zweck, den trustfreien Händlern die Kundschaft wegzunehmen, damit dann nur noch an die Trusts gebundene Pumpen da wären. Die trustfreien Händler wehren sich um ihre Unabhängigkeit; die ASPA hilft ihnen, weil sie die preisregulierende Rolle der freien Händler anerkennt und erhalten will. Als Kampfmittel haben nun die Trustgesellschaften sog. Gutscheinhefte zu billigerem als dem offiz. Pumpenpreis herausgegeben. Dagegen wehren sich die freien Händler und mit ihnen die Garagisten, die in diesen Gutscheinen eine Bedrohung ihrer Existenz sehen, indem sie gemeinsam die Pumpenpreise herabsetzen. In der Tat sind die Benzinpreise darauf zuerst in den Städten Bern, Zürich, Basel. St. Gallen, Genf auf 40 resp. 42 Cts. per Liter herabgesunken, und die Bewegung hat auch das offene Land ergriffen. Ueberall kann man Benzinpumpen mit diesen billigeren Verkaufspreisen antreffen. «Eine wertvolle und bleibende Erinnerung für alle Besucher und Teilnehmer der beiden grossen Sportereignisse» bezeichnet die führende Bündner Presse das neueste Heft der Illustrierten Monats-Ausgabe, das in Wort und zahlreichen Bildern dem Klausen und der St. Moritzer Automobilwoche gewidmet Ist. Lassen Sie sich diese Ausgabe ebenfalls kommen, sie wird Ihnen sicher Freude bereiten ! Preis ausser Abonnement: 1 Fr., für Abonnenten der Wochenausgabe : 50 Gts. Auto-Occasions A-G ZÜRICH - BADENERSTR. - STADTGRENZU TELEPHON UTO 6O.1O Jedermann seinen Typ! 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