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E_1930_Zeitung_Nr.085

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1930 - NO 85 Les qualites d'Economie de Confort de Sürete justifient la progression de vente de plus en plus forte des voiiures oo PUISSANTE ECONOMIQUE une Examinez et essayez Vente en Suisse des produits du pätrole de provenance russe la 4 cylindres 1931 GENEVE 5, Quai du Mont-Blanc Telephone 23.575 S. A. pour la Vente en Suisse des Automobiles Andre Citroen ZÜRICH GENEVE Fourniture aux meilleures conditions Les vehicules utilitaires 4 et 6 cyl, Oo GRAND PRIX der MARNE 1. DREYFUSS AUF BUGATTI GRAND PRIX von EUROPA 1. CHIRON AUF BUGATTI GRAND PRIX von COMMINGES 1. M. DORE AUF BUGATT GRAND PRIX von MONZA 1. VARZI AUF MASERATI GRAND PRIX des A. C. F. 1. PH. ETANCELIN AUF BUGATTI GRAND PRIX von S.SEBASTIAN 1. VARZI AUF MASERATI SCINTILLA DER SIEGER DER GRANDS PRIX 1930 pour Charge ufile de n'ont plus besoin de references, ils sont connus et apprecies partout« S. A. pour la Vente en Suisse des Automobiles Andre Citroen ZÜRICH OS GENEVE

N° 85 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE 5 Nash-Aohtzylindermotor, Type 70. Man beachte die Anordnung des Vergasers und den grossen vorgesohalteten Luftreiniger. Der neue 4,9-Liter-Bugatti mit Bugatti-Karosserie Brennabor bringt eindrucksvoll seinen immer wieder vertretenen Grundsatz der weitgehendsten betrieblichen Rationalisierung unter Berücksichtigung der deutschen Marktverhältnisse zum Ausdruck. Es werden als Schnittmodelle und als normale Wagen drei Typen gezeigt: der 1,65 Liter-30 PS- 4 Zylinder «Ideal»; der 2,5 Liter-45 PS- 6 Zylinder «Juwel 6»; der 3,5 Liter-65 PS- 8 Zylinder «Juwel 8». Man sieht diesen drei Typen sofort an, dass sie drei Brüder einer grossen Familie sind. Die Ersatzteile der drei Motoren sind zum grossen Teil gegenseitig auswechselbar. Alles zusammen ergibt natürlich Ersparnisse, die der Qualität des Fahrzeuges zugute gekommen sind. Die Kurbelwelle hat bei allen drei Motoren als Neuerung gehärtete Lagerstellen. Die Festigkeit ist durch das Doppel- Duro-Verfahren von 70/80 kg auf 220 kg gebracht worden. Eine Abnutzung der Kurbelwelle in ihren Lagerzapfen und ebenso eine Abnutzung der Weissmetalllager ist auf das kleinste Mass beschränkt. Die Zylinderköpfe sind so geteilt, dass jeweils 2 Zylinder durch einen Kopf abgedeckt sind. Diese Konstruktion garantiert das Dichthalten der Zylinder, denn die Dichtungen sind naturgemäss klein. Völlig neu sind die Bremsen.- Der Bremstrommeldurchmesser ist vergrössert. Die Nachstellung der Backen geschieht von aussen. Da ein Bremsausgleich nicht vorhanden ist, lässt sich jede für sich einstellen. Sämtliche Bremsschlüssel und -Wellen sind auf Eollen gelagert. Schmierung irgendwelcher Bremsstellen ist überflüssig. Die Federn sind durchweg in Silentblocks aufgehängt, so dass ein seitliches Verschieben nicht möglich ist. Die Karosserien, die beträchtlich breiter und länger geworden sind, zeigen die bekannte abgerundete Linienführung, die oft auf den Schönheitskonkurrenzen Anerkennung gefunden hat. Die schräg gestellte Windschutzscheibe fügt sich dieser gefälligen Linienführung organisch ein und verhindert eine Blendung des Fahrers. Sehr praktisch ist auch die Betätigung der Springrouleaux des Rückfensters vom Führersitz aus. Die Vordersitze haben sowohl eine Moment- als auch eine Dauerverstellung. Letztere reguliert den Abstand der Sitze vom Spritzbrett, während die sinnreiche Momentverstellung durch exzentrische Dreiecke die Schrägstellung der Rückenlehne verändert. Erstmalig wird am Salon die noch geräumigere dreifenstrige Innenlenker-Limousine gezeigt, die künftig als 6- und 8-Zylinder geliefert werden soll. Essex-Hudson. Es ist selbstverständlich, dass unter den erfolgreichsten Weltmarken des Pariser Salons Essex und Hudson nicht fehlen dürfen. Wenn auch die Modelle 1931 noch nicht herausgekommen sind — ob in Anbetracht der guten Bewährung der Modelle 1930 Aenderungen vorgenommen werden, steht überhaupt noch nicht fest — so bietet eine Besichtigung des Standes, auf dem diese beiden Wagen gemeinsam ausgestellt sind, trotzdem viel Sehenswertes Ḋen Vordergrund nimmt ein wuchtiger Hudson-Achtzylinder-Sportwagen ein, mit dem Morel seinen imposanten Sieg an der Tour de France errungen hat. Dank seiner eigenartigen patentierten Ventilanordnung und einer hohen Kompression entwickelt dieser Motor eine im Vergleich zu seinem Zylinderinhalt von 3516 ccm erstaunliche Rasse, arbeitet aber gleichzeitig hervorragend sparsam und weich. Als ungewöhnlich rassig sind auch die aus der gleichen Fabrik stammenden Essex- Wagen bekannt, die bei uns ja in Hunderten von Exemplaren zur allgemeinen Zufriedenheit ihrer Besitzer ihren Dienst versehen. Der Essex ist das rationelle Gebrauchsfahrzeug mittlerer Stärke par excellence. Sein Bergsteigvermögen, seine grosse Anfahrbeschleunigung, die gute Abfederung und seine guten Bremsen lassen ihn für schwieriges Gelände immer besonders geeignet erscheinen. Zieht man noch den erstaunlich niedrigen Verkaufspreis in Betracht, dann erkennt man im Essex unzweifelhaft immer noch eine der günstigsten Propositionen, die der Markt zu bieten hat. Lancia. Es gibt in der internationalen Automobilproduktion kaum einen Wagen, der in seiner Eigenart so sehr aus dem Durchschnitt herausfällt wie der Lancia, dabei aber gleichzeitig noch grosse Popularität geniesst. Der berühmte Typ Lambda ist heute rund 10 Jahre alt, steht seiner Leistungsfähigkeit und seinen allgemeinen glänzenden Fahreigenschaften nach aber noch immer an der Spitze des technischen Fortschrittes. Der Typ Dilambda, den wir vom Genfer Salon her kennen, besitzt die Qualitäten seines Vorbildes in noch gesteigertem Masse. Sein Achtzylindermotor von 3960 ccm Inhalt erlaubt die vollständige Ausnützung der fabelhaften Strassenhaltung, die Fahrgeschwindigkeit dieses Wagens ist praktisch fast nur noch durch die Rücksicht auf andere Strassenbenützer begrenzt. Die Pariser bekommen den Lancia- Dilambda am Salon zum erstenmal im Ausstellungstenue zu sehen. An den verschieden karossierten Wagen lassen sich die zahlreichen Konstruktionseigentümlichkeiten in aller Müsse verfolgen. Die unabhängige Abfederung der Vorderräder, wie sie Lancia sowohl beim Lambda wie beim neuen Typ Dilambda zur Anwendung bringt, gilt heute in der Fachwelt als vorbildlich. Durch ihre geringen unabgefederten Massen, die breite Federbasis und die Oelstossdämpfung im Innern der rohrförmigen Federelemente ergibt sie eine Strassenhaltung, wie sie in der ganzen Welt kein anderes Fahrzeug von gleichem Gewicht aufweisen kann. Der Chassisrahmen des Achtzylindertyps besteht bekanntlich aus einem sehr hochwandigen, doppelten Stahlblechträger, der grosse Festigkeit mit minimalem Gewicht verbindet. Allein dieser Rahmen stellt ein Meisterwerk moderner Materialbearbeitung dar. Jedes Gramm Stahl ist raffiniert ausgenützt, selbst der Brennstoffbehälter wird zur Erhöhung der Rahmenfestigkeit herangezogen. Das Problem der Oberschmierung ist gelöst Sie verlangt keine teuren Oelprodukte nach geheimnisvollen Rezepten. Die massgebenden Fachleute (siehe Fachzeitschriften) empfehlen durchwegs absolut reines Mineralöl ohne Phantasie-Zusätze nvra Darum verwenden Sie nur et unserer altbekannten Marke Trade Mark 1868 welche Ihnen bekanntlich alle Gewähr bietet für einwandfreie Bedienung und Preise. Kosten pro 100 Liter Benzin Fr. 1.25 2-Liter-Kanne mit Massbecher und Anweisung Fr. 10.— VALVOLINE OEL A.~G. ZÜRICH SONNENQUAI 3 BELLEYUE Reo. Grosses Aufsehen erwecken hier die neuen prächtigen «Royal»-Typen. Die Karosserien dieser Wagen gehören zum Schönsten und Modernsten, was Amerika jemals herausgebracht hat. Alle Linien sind aufeinander harmonisch abgestimmt. Dabei tritt deutlich die Tendenz zutage, den Luftwiderstand zu verringern, was natürlich auch bei einem Wagen von der Schnelligkeit des Reo von grosser Bedeutung ist. Der Kühler ist keilförmig und hebt so noch den Eindruck der Windschnittigkeit. Das Wagendach schliesst sich der schräggestellten Windschutzscheibe mit einer glatten Rundung an. Die Kotflügel sind sehr stark gewölbt und verlaufen vorn bis an das Vorderende der Federhände. Wie sehr beim Entwurf der Karosserie auf glatte Formen Rücksicht genommen wurde, geht weiter noch daraus hervor, dass man auch den oft unschön wirkenden Brennstoffbehälter hinten am Wagen verkleidet hat. Der maschinelle Teil verrät deutlich die grosse Erfahrung, auf denen die Reo- Werke, deren Gründung auf das Jahr 1904 zurückreicht, aufbauen. Der sehr saubere Achtzylindermotor-in-Linie hat seitlich stehende Ventile, Hochleistungszylinderkopf, mit Thermostat und Jalousien wirkende Regelung der Kühlwassertemperatur, Doppelvergaser und Delco-Remy-Zündung. Mit einem Zylinderinhalt von 5,9 Litern leistet er bei 3300 Touren 125 PS, also mehr als 21 PS pro Liter. Der Motoreinbau geschieht unter Anwendung geräuschisolierender Gummiplatten. Besondere Beachtung verdient das neue Getriebe, das zwei Zahnradpaare mit Pfeilverzahnung aufweist und deshalb auch im zweiten Gang vollkommen geräuschlos arbeitet. Da die Pfeil-Zahnräder beständig im Eingriff bleiben und die Schaltung nur durch Verschieben einer Klauenmuffe vorgenommen wird, sind zudem alle Schaltschwierigkeiten vermieden. Neben dem Reo «Royal», der eine wirkliche kleine Sensation darstellt, behält die Fabrik ihre bewährten Sechs- und Achtzylinder der «Flying Cloud»-Seri© bei. Alfa-Romeo. Die beiden während dieser Saison zu wahrer Berühmtheit gelangten 1750-ccm- Sechszylindertypen sind am Pariser Salon in der gleichen Form zu finden, in der sie schon in Genf zur Schau gebracht wurden. Der ausnehmend schöne Aufbau dieser Chassis, die trotz ihrer Kleinheit an Leistungsfähigkeit ruhig mit den grössten Kanonen in Konkurrenz treten können, zieht aber trotzdem wieder Bewunderer in Menge an. Sowohl beim Touren- wie beim Grand-Sport-Modell hat der Motor 65 mm Bohrung, 88 mm Hub und zwei obenliegende, die schräghängenden Ventile betätigende Nockenwellen. Im letzteren Fall wird er aber noch mit einem Kompressor ausgerüstet, der am vorderen Kurbelwellenende sitzt und das fertige Gasgemisch unter Druck in die Zylinder fördert. Beachtenswert ist dabei die starke Besetzung der Gasleitung mit Kühlrippen, die den Zweck haben, die Kompressionswärme der Gase abzuleiten und so eine Verminderung der Ladungsdichte hintanzuhalten. Das Gewicht des Chassis, das für die beiden Modelle wieder gleich ist, beträgt nur wenig über 700 kg. Das Getriebe ergibt vier Vorwärtsgänge. Die Maximalgeschwindigkeit des Sportwagens beträgt ca. 165 Stundenkilometer. Sehr deutlich sind die geschickte saubere Durchbildung aller Organe und die vorzügliche Materialausnützung an einem blanken Chassis zu verfolgen. J»