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E_1930_Zeitung_Nr.090

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fi AUTOMOBIL-REVUE

fi AUTOMOBIL-REVUE 1930 - 90 durchschnittliche Lärmstärke kaum ab, namentlich erreichen die « Lärmspitzen » dieselbe Höhe wie am Tage. Bei den Messungen konnte nur einmal vollkommene Stille festgestellt werden : das war um halb vier Uhr morgens. Um die Fabriken zur Herstellung leiserer Motorfahrzeuge anzuspornen, schlägt der Verfasser der erwähnten Abhandlung vor, die besonders starken Lärm verursachenden Fahrzeuge mit einer Steuer zu belegen. Im übrigen befürwortet er, elektrische Klingeln im Stadtgebiet ganz zu -verbieten, für die Hupen die Lautstärke zu begrenzen und für die Nachtstunden die Verwendung einer zweiten, noch leiseren Hupe vorzuschreiben. -I. Unser Motorfahrzeug-Aussenhandel (Schluss von Seite 4) Hinter Russland folgen mit Beträgen über 100 000 Fr. die nachstehenden Staaten in der Reihenfolge ihres Einfuhr betrages aus der Schweiz: Tschechoslowakei, Grossbritannien, Deutschland, Polen, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Argentinien und Oesterreich. Die ersten neun Monate 1930. In einer summarischen Zusammenstellung lassen wir die Ziffern der neun ersten Monate in Verbindung mit den Ziffern der entsprechenden Monate des Vorjahres folgen: Import Jan.-Sept. 1930 Import Jan.-Sept. 1929 Wort in Franken Wert in Franken a 4.778.373 a 5.419.092 b 134569 b 174.431 c 1.532167 c 1.679.958 d 18.626.880 d 22.349.747 e 18.012.356 e 20804.762 f 14.931.626 f 12.849.320 g 236.671 g 103.628 h 20.953 h 42.258 i 370.737 i 508.808 58.644.332 63.932.004 Minderwert: Fr. 5.287.672. Export Jan.-Sept. 1930 Export Jan.-Sept. 1929 Wert in Franken Wert in Franken a 3848.137 a 3.736.837 b 35.030 b 13.437 c 2.202.362 c d — d 25.500 f 11.028.076 f 9.387.243 S 13.441 s 55.176 h — h 96.242 i 100 i 6.939 17.127.146 13.321.374 Mehrwert: Fr. 3.805.772. Die Stückzahl der eingeführten Fahrzeuge verminderte sich während diesen neun Monaten im Vergleich zum Vorjahre um 1564. Bei der Ausfuhr hingegen erhöhte sich die Stückzahl um 179. Es wäre verfrüht, irgendwelche Schlussfolgerung aus den Ziffern dieser neun Monate zu ziehen, da wir mitten in weltumspannenden Krisenerscheinungen stehen, deren Ausgang, trotz verschiedenen Prognosen für das nächste Jahr, die auf günstigere Zeiten lauten, noch nicht zu übersehen ist. Ueberlassen wir der Statistik das Weitere und hoffen wir, bei den Erörterungen über das Jahresergebnis 1930 unsere Quintessenzen aus den statistischen Notierungen ziehen zu können. La. — R. Aus den Behörden Die Gandriastrasse vor dem Ständerat. Der Nationalrat hat (wie wir in Nummer 80 der «A.-R.» meldeten), während der Herbstsession seine Zustimmung" zur Erteilung einer Bundessubvention für den Bau der Gandriastrasse gegeben. In den letzten Tagen beschäftigte sich nun auch die ständerätliehe Kommission mit dem Antrage des Bundesrates. Die Kommission tagte in Lugano unter dem Vorsitze von Herrn Bosset und gab, nachdem sie die Situation an Ort und Stelle studiert hatte, einstimmig ihre Zustimmung. -I. Ins'tandstelluns der Strassen im Kanton Aargau. Der Qrosse Rat nahm die Abstimmungsvorlage über die Aufnahme von Anleihen zur Finanzierung der Strasseninstandstellung im Betrage von 10 Millionen Franken an. Die Anleihensschuld soll aus dem kantonalen Anteil am Benzinzollertrag des Bundes verzinst und amortisiert werden, -l. Verkehrsunterricht in den St. Galler Schulen. Das Erziehungsdepartement des Kantons St. Gallen hat die Lehrerschaft ersucht, die Schüler aller Klassen über das richtige Verhalten auf der Strasse zu unterrichten. Jedem Primär- und Sekundarschüler wird überdies eine kleine, reich illustrierte Broschüre (« St. Galler Verkehrsbüchlein », von Reallehrer Grüneisen) verabfolgt,, die die wichtigsten Verkehrsvorschriften anschaulich darstellt und erläutert und einiee eindrinzliche Warnungen enthält. -1. EBsi la n u E»«£*3&ei n^jt^ Der Niveauübergang meldet sich wieder ! Am letzten Dienstag wurde ein Niveauübergang in der Nähe von Aefligen bei Kirchberg einem Lastauto wieder zum Verhängnis. Der Zug erfasste den Wagen und zertrümmerte ihn vollständig, während der Chauffeur und ein Passagier des Zuges mit leichtern Verletzungen davonkamen, wiederum zwei — wenn auch noch glücklich davongekommene — Opfer des unheilvollen Niveauüberganges. bo. Stvassen Bodensee-Autostrassengürtel. Die Strassen dem deutschen Bodensee-Ufer entlang erfahren seit Jahren systematische Verbesserungen, um dem starken Autoverkehr, der besonders auch aus der Schweiz her grossen Zustrom bringt, zu genügen. Die badische Strecke von Konstanz über Radolfzell bis Friedrichshafen und die Fortsetzung auf württembergischem Gebiet von Friedrichshafen bis Eriskirch waren bereits vor zwei Jahren fertiggestellt, ebenso die Strecke von Bregenz über Lindau bis zur württembergischen Grenze bei Hemigkofen. Das Zwischenstück Hemigkofen-Eriskirch auf württembergischen Gebiete zeigte sich indessen als ein Verkehrshindernis, über das man auch in Kreisen schweizerischer Automobilisten oft Klagen hörte. Um diesem Zustand abzuhelfen, wurde kürzlich in Friedrichshafen anlässlich einer Beratung von den Behörden des Strassenbauamtes und den Vertretern der Gemeinden beschlossen, das mangelhafte Strassenstück sofort auszubauen. Die Strecke wird noch diesen Monat in Angriff genommen, so dass bis zur nächsten Saison auch der deutsche Teil der Bodenseestrassen sich in einwandfreiem Zustande befinden wird. Von diesem Zeitpunkte an kann von einem eigentlichen Bodensee-Autostrassengürtel gesprochen werden, denn die Bodensee-Strassen auf schweizerischem Gebiete lassen nichts mehr zu wünschen übrig. bo. ALPENPÄSSE NOCH GEÖFFNET Die Meldungen von den Bergstationen besagen : Auf Grimsel und Furka liegt Neuschnee. Sie sind nur noch mit Schneeketten passierbar. Simplon noch ohne Einschränkung fahrbar. Sämtliche andern Pässe sind ebenfalls noch geöffnet. Mitnehmen von Schneeketten vorsichtshalber zu empfehlen. LA VOITURE ENTIEREMENT NOUVELLE LA Wir erwarten den Aufmarsch aller Mitglieder. Für den T. C. S. Sektion Grabünden: Dr. H. Faller. AUTOSEKTION ZÜRICH DES T.C.S. Fuchsballonjagd. Das Interesse für die Winterthurer Fuchsballonjagd der Sektion Zürich des T. C. S. war in weiten Kreisen sehr gross. Die ostschweizerische Presse hat in grösseren Berichterstattungen ihre Leser vom Verlaufe der Jagd in der Luft und auf den Landstrassen unterrichtet. Im «Winterthurer Volksblatt» (Elgg) berichtete ein glücklicher Passagier des Fuchsballons, Stadtrat Büchi von Winterthur, in fesselnder Weise von der Fahrt im Ballon. Neue Klagen über lichtlose Velolahrer. Ein Autofahrer, der letzten Samstag, abends zwischen halb 7 und 8 Uhr, d. h. also zu einer Stunde, wo in dieser Jahreszeit die Dunkelheit schon völlig hereingebrochen ist, von Sursee üoer Kaltbach nach Ettiswil fuhr, begegnete auf dieser kurzen Strecke über dreissig Velofahrern, von denen bloss ein einziger sein Rad richtig beleuchtet hatte. Einzelne hatten als Notbehelf Taschenlampen, die natürlich bloss eine ganz unzureichende Leuchtkraft besitzen, und übrigens den Vorschriften der luzernischen Verkehrsordnung nicht entsprechen. Auch die ungezählten Milchkarren, die sozusagen nie mit einem Licht versehen sind, sollten auf den grossen Verkehrsstrassen nicht mehr geduldet werden. -1. l_e ravlssant profil du nouveau radiateur — Chrysler 8 — Les materiatix employis poux la constrootion de cette maehine sont. selectionnes et tous les facteurs possibles de eeouritä ont ete utilises. La tenue de route qui a 6b& un des principaux soucis du eonstruoteur, est vraiment merveillense; la voiture se cramponne dans lea virages, sana auoun balancement et donne une impression de complete stabilite encore inconnue i co jour. • Le moteur 8 oylindres en ugne est oonstrnit scientifiqnement, son silence et son rendement sont msurpassables; toutes les vibrationa sont supprimees. H est muni de tous les perfectionnements modernes et est livrö en deux modeles, 20 et 30 CV., deux longuenrs de chässis, 5 et 7 places, vitesse 130 et 140 kilom. ä l'heure. La boite de vitesse ä quatre vitesses dont deux prises direetes permet de ronler en cöte et en palier, sans jamais entendre le bruit des engrenages. La direotion speciale pour les grandes vitesses est ajnstable & la taille du conducteor, eile ne demande aucun effort, meme aux plus grandes allures. La ligne absolument nouvelle de cette voiture est des plus agreable ä l'oeil. 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Oktober 1930, 13.15 Uhr, im Hotel « Drei Könige » in Chur. Geschäfte: 1. Festsetzung der Präsenz und Bezeichnung der Stimmenzähler. 2. Entgegennahme und Genehmigung : a) des Protokolls. b) des Jahresberichtes. c) der Jahresrechnung und d) Entgegennahme des Revisorenberichtes. 3. Festsetzung des Jahresbeitrages. 4. Festsetzung des Budgets. 5. Beschlussfassung über Veröffentlichung und Anzeigemittel. VOiCI Chrysler präsente ögalement pour 1931 Une petite six cylindres ä partir de 9200 frs et la fameuse Plymouth ä partir de 6950 frs Kleine ITIMeilun^en Dont la Präsentation a captive l'Amerique ainsi que tous les visiteurs du SaJon de Paris Agents dans tous les Cäntons

N° 90 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE Das Auto-Karnickel Betrachtungen eines Gewitzigten! «Was dich nicht brennt, das blase nicht!» sag ich mir immer mit drohendem Zeigefinger. «Erstens geht es dich nichts an, zweitens interessiert deine Meinung niemand und drittens — zu was haben wir Auto-Clubs, mächtig an Zahl und Einiluss ?> Aber manchmal geht es einem doch etwas an. Zum Beispiel, wenn unsere Richter den Automobilisten recht scharf und gesalzen be- und verurteilen, in vielen Fällen, wo der «gesunde Menschenverstand » den Buchstaben des Gesetzes als Druckfehler erkennt. — Und anscheinend ist für uns doch nur der Buchstabe, nicht der Geist des Gesetzes entscheidend. «So was kann mir auch passieren», denkt man sich mit Schaudern, wenn man manches «Urteil» liest- Ich erinnere mich, dass einmal ein Radfahrer aus Unachtr samkeit an den Kühler meines Autos fuhr, wobei sein Rad beschädigt wurde. Kein Zeuge irgendwo. Aus Vorsicht Hess ich einen Wachmann kommen, um den Vorfall »an Ort und Stelle zu skizzieren und zu protokollieren. Und der Wachmann, der mich kannte, zog mich dann zur Seite und erklärte, dass ich ja doch zahlen müsse, «weil leider kein Zeuge da sei!!» Alles war richtig, meine Bremsspur und die ganze Situation ergab zweifellos, dass der Radfahrer — der übrigens, nach eigenem Zugeständnis, in der leeren Strasse Spurtproben machte — aus Selbstverschulden meinen Wagen angefahren hatte. Aber der Wachmann hatte recht, seine Prophezeiung ging in Erfüllung und nebenher erhielt ich noch eine hohe Busse, übrigens meine einzige seit etwa 100,000 km Fahrten, welche Kilometerzahl ohne Busse wohl beweisen mag, dass ich kein gar zu leichtsinniger Fahrer bin. Was nützt alle Vorsicht? Morgen finden vielleicht ein paar Radaubrüder Gefallen daran, aus Jux, trotz aller Signale, vor den Wagen zu springen, oder ein Radfahrer, halbbetäubt nach einer Zahnoperation, gondelt von rechts auf die linke Strassenseite, direkt in deinen Wagen — oder — na, man lese die möglichen Gerichtsentscheide und schüttle selbst den Kopf. Alles in allem: der Autofahrer ist das Karnickel in allen Fällen. Das Publikum hat sich an den modernen Strassenverkehr noch nicht gewöhnt, aber Gesetz, Polizei und Richter auch noch nicht! Ein Auto zu lenken erfordert weit mehr Anspannung aller Sinne als z. B. das Führen einer Schnellzugslokomotive, eines Tramzuges, sogar eines Flugzeuges in der Luft! Jeder, der autofährt, weiss unzählige Fälle, wo Geistesgegenwart allein nicht den Unfall verhinderte, sondern einzig Glück. Einmal, wenn der heilige Autoschutzengel versagt, ist die Katastrophe da, trotz — manchmal gerade wegen — aller tunlichen Vorsicht, und damit adieu, «Unbescholtenheit». Du wirst bestraft, weil du autofährst. Es ist aufgelegter Unsinn, bei Beurteilung eines solchen Unfalles dann Sachverständige zu hören. Es war eben doch Force majeure, nichts anderes. Aber der Herr Sachverständige hat es leicht, «festzustellen», dass bei «noch mehr» Vorsicht eben der Unfall nicht eingetreten wäre. Dem Herrn Sachverständigen wäre nämlich unter gleichen Umständen das Nämliche passiert. Mit dem Rezept: «Wärst net aufigstieg'n, wärst net abhig'fall'n» kann man wohl Automobilisten in solchen «Grenzfällen» verurteilen, weitere Unfälle genau gleicher Art aber nicht verhindern, wie erwiesen ist, weil eben Vorsicht und Rücksicht des einen nicht ausschliessen. dass der andere sie nicht hat- Alle Richter, die nicht selbst geschulte Autofahrer sind, sind voreingenommen, so objektiv sie auch sein wollen- Mancher Richter findet sich nimmer aus der guten alten Zeit, wo es noch keinen Unterschied zwischen Faftrstrasse und Gehweg gab; er findet sich nicht in den modernen Verkehr, der mit 50, 60, 80 Kilometer sich bewegt und hält das für überflüssig, was heute notwendig und selbstverständlich ist. Und das «Gesetz» von anno dazumal gibt ihm das Recht dazu. Schutzmann ausschliesslich und der Radfahrer kann jetzt fahren wo, wann und wie er will. Die Radfahrerunfälle sind deshalb nicht mehr geworden, relativ geschätzt. Das liebe Publikum mit und ohne Räder wird sich auch einmal an das Auto gewöhnen, ohne Polizei, weil es sich eben gewöhnen muss- Und die Verkehrsordnung? Die regeln zu wollen ist an schwachen Verkehrszentren meist überflüssig und an starken Verkehrspunkten ist der Wachmann allein nicht imstande, wenn nicht der ganze Verkehr automatisch durch Stop- und Go-Einrichtungen sich von selbst regeln lässt. In der Schweiz sind wir noch nicht so weit, trotz allem Bemühen, und von den Erfahrungen im Auslande scheint man nicht profitieren zu wollen. Ich kenne in der Schweiz, aus bisher eigener Beobachtung, auch nicht einen Wachmann, der imstande war, den Verkehr so zu regeln, dass Go und Stop reibungslos und — sagen wir — ohne «Schönheitsfehler» sich abwickelte. Kinder, Radfahrer etc. kreuzen die «freigegebene » Bahn dem Auto und zwingen zum plötzlichen Abbremsen, die Fahrzeuge werden zu früh oder zu spät gestoppt oder freigegeben usw. Eine Zeitlupenaufnahme würde das zuweilen recht drastisch erkennen lassen — aber auch beweisen, dass nicht der Fahrer, sondern der Verkehrsregler dann nervös ist, wenn Nervosität am wenigsten am Platze ist. Die Rücksicht aller Strassenbenützer auf einander tut mehr als alle Polizeimassnahmen. Und rücksichtsvolle Fahrer haben wir ganz gewiss in der Schweiz mehr als in anderen Ländern. Schon die dichtere Autobenützung und die Strassenverhältnisse zwingen uns, selbstverständliche Fahrregeln einzuhalten. Aber wir haben eine, wahrscheinlich nicht grosse Zahl rücksichtsloser Fahrer, die dafür um so skrupelloser sind. Diesen einmal nachzugehen und sie eventuell gänzlich unschädlich zu machen, sollte vornehmlich das Ziel aller anständigen Fahrer sein und man darf dabei ebenso rücksichtslos mit den Mitteln sein wie diese. Ich will hier nicht die zahllosen Fälle einzeln aufführen, die mir und Fahrkollegen gewiss bekannt sind. Da ist z- B. das Vorfahren und Kreuzen an gefährlichen Stellen, das rücksichtslose Schnellfahren auf staubigen, engen Strassen in Ortschaften und bei Begegnungen mit Fußgängern etc. * Es gäbe ein Mittel, solche rücksichtslose Führer «herauszukristallisieren». Die Club- Irnitglieder zuerst sollten sie nicht unter sich dulden. Einfach wäre, jedem Mitglied eines Clubs einige Postkarten mitzugeben, welche Als die ersten Radfahrer die Strasse «unsicher» machten, hatte man dieselbe Erfahrung wie heute mit dem Auto gemacht. Ich erinnere mich, dass ich in einer Stadt gebüsst wurde, weil ich näher als 30 cm am Strassenbord vorbeifuhr. Und gerade wie heutzutage der Wachmann den Autoverkehr regelt (Radfahrer, Handwagen, Kinderwagen, Fussgänger aber meist übersieht!), so wurde einst der Radfahrer «geregelt». Ein Radfahrer? Die ganze Einwohnerschaft und die Wache eines Städtchens wurde damals mobil, dieses gefährliche Vehikel auf Uebertretungen der Fahrvorschriften zu ertappen. Ich erinnere mich, dass wir jungen Leute bei Vereinsausflügen oft « Vorposten » in zu passierende Ortschaften voraussandten, die «Aufklärungen» über allenfalls neue Verkehrs verböte herbeizuschaffen hatten. Es waren so Viele Geschwindigkeiten wie heute. Das Auto von heute beschäftigt nun den Verkehrsbestimmte Vordrucke zum Ausfüllen enthalten.« Jeder Fahrer hat gegebene Fälle rücksichtslosen Fahrens, die er beobachtet, zu notieren, mit Angabe der Autonummer und der Begründung natürlich; diese Karten wären sofort an die Clubleitung zu senden. Diese Postkarten werden im Geheimarchiv des Clubs registriert. Es ist anzunehmen, dass ein rücksichtsloser Fahrer von mehreren Clubmitgliedern und auch an anderen Orten wiederholt beobachtet und gemeldet wird, so dass wohl auf einwandfreie, objektive Beweismittel abgestellt werden und der betreffende rücksichtslose Fahrer energisch verwarnt, aus dem Club ausgeschlossen, schliesslich der Behörde gemeldet werden kann. Sieht man gerichtliche Urteilsbegründungen, nach, so findet sich, dass Fahrlässigkeit und Rückfälligkeit gewisser Delikte immer solche Automobilisten betreffen, die man als rücksichtslos kannte. Ein einziger derselben schadet dem Ansehen der Autofahrer mehr, als alle anderen wieder gutmachen können. Diese Rowdies rechtzeitig unschädlich zu machen, das sollte jedem Club selbstverständliche Aufgabe sein. Rücksichten mancher Art verlangen die Spaziergänger. Wie z- B. jene Dame in einer früheren Nummer dieses Blattes, welche Vergleiche mit anderen Ländern in dieser Hinsicht zieht. Diese Dame beklagt sich, dass es in der Schweiz nicht üblich ist, unterwegs müde Touristen zur Mitfahrt einzuladen. Das ist nicht richtig. Man kann oft genug beobachten, dass unterwegs Autos wildfremde Touristen, z. B. bei Eintritt schlechten Wetters, aufnehmen, Kinder, die anscheinend einen weiten Weg haben, alte Leute besonders usw. Ich tue es immer gerne, wenn es nicht gerade «Wandervögel» sind, die es darauf augenscheinlich abgesehen haben. Man macht dabei auch Erfahrungen, die ärgerlich sind : fettige, schmutzige Stiefelspuren, oft unauslöschlich an den Polstern Brandstellen von Zigaretten usw. Das Mitnehmen von Personen unterwegs ist auch doppelt gefährlich, wenn etwa ein Unglück passieren sollte. Die Versicherung lehnt dann z. B. die Haftung ab- Ja, es kann sogar strafbar sein, wenn z. B. Kinder « ohne Einwilligung der Eltern» aufgenommen wurden. Und Damen ? — Ja, wenn sie jung und hübsch sind, dann erhöht sich die Gefahr. Aber wir, von Rechts wegen als verwegen verrufenen Automobilisten, wir riskieren's! (Aus einem Brief eines bejahrten Autofahrers.) 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