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E_1930_Zeitung_Nr.088

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° 88 LE TOIT DECOUVRABLE AUTOMAT IQUE (BREVETG) S'ADAPTE SUR TOUTES VOITURES (3 MODELES) COMPLETE LECONFORT D'UNE CONDUITE INTERIEURE ET 6E POSE EN QUELQUES JOURS ZÜRICH Demandez devli et renseicnementsi 6anglo COLMAB VERJÜNGEN SIE IHR AUTO DURCH IROBBIALAC Der vorzügliche Emaillelack Wenn sie einen Ollul •e-Uebenug vorziehen, ^ erlangen Sie Pinael- Robbialoid. Zu erhalten von allen Motor—und Fahrradhaendlern und Drogistin. Auskuenfte, bitti adressieren ROBB1A l.AC, Case Stand 624, Genf. AüpjM0glfelNi:0RMATION& Fournlsseura de garages, demandn nos oondltlons de renseignement«. GENEVE ne terminez pas sans demander Tont proprietalre de • U.A. Immeuble, Karate ic, a toutes chances de trouver par notre rubrlque • Immeuble» et proprie tes a vendre an acquereur interessant et bien «itae Las annon ces de ce (eure ont rem porte dans nos colonnes et ä plu8ienres reprist,», le meilleur succes. 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Die Strecke misst ab Bregenz zirka 350 km, wovon nur die letzten 25 km in schlechtem Zustande sind. G. D. in B. T. A. 583. Lyon—Marseille. Bei der guten Strassenverbindung, die zwischen Lyon und Marseille besteht (Route nationale No. 7 über Vienne, Valence, Montelimar, Orange und Avignon bis Aix-en-Provence und weiter auf Route nationale No. 8 nach Marseille), sollte es möglich sein, die 328 km lange Strecke in einem Tag zu bewältigen. Auch ermöglicht der gute Zustand der Strassen eine recht anständige Durchschnittsgeschwindigkeit. Eine Panne während dor Fahrt kann Sie allerdings leicht soviel Zeit kosten, dass Sie Marseille nicht mehr rechtzeitig erreichen. Da Sie grosson 5 tonnes, 4 roues sur gros Wert darauf zu legen scheinen, zur gegebenen bandages, pont de 4.30 XZeit sich in Marseille einzufinden, würde es eich 2 m, ä vendre. 47171 E. Guignard, Romainmoiier. ä vendre avec toutes garanties ä d'excellentes conditions. — S'adr.. Garage u la Cabriolet Falcon-Knignt E. Patthey. 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Etwa 100 km länger (671 km), aber dafür durchwegs in gutem Zustand, ist die Route Basel. Beifort, Lure, Vesoul Fayl-Billot. Langres, Chaumont. Bar-sur-Aube, Troyes. Vulaines, Sens. MontaTgis, Gien, Aubigny, Bourges. Issoudun. Chäteauroux. Der Umweg ist zwar beträchtlich, doch möchten wir ihn trotzdem empfehlen. Eventuell käme noch die fast gleich lange Strecke über Lausanne, Genf Nantua. Pont d'Ain, Bourg, Mäcon, Charolles, Digoin. Bourbon, Decize, Nevers, Bourges. Chäteauroux in Fraee. Sie ist "81 km lang und weist ebenfalls fast ausnahmslos ?ute Strassen auf. Zur Orientierung benützen Sie vorteilhaft die im Verlag der Automobil-Revue erschienene Autokarte von Frankreich. F. Seh. in F. Touren-Fpaqen: T. F. 585. Lugano. Ich gedenke nächste Woche von Aarau aus nach Lugano zu fahren. Ist es möglich, dass ich bei der Hinfahrt noch einen Pass offen finde? Für den Rückweg kommt wohl nur ein Verlad mit der Bahn in Frage. Ich habe für den Hin- und den Rückweg je 2 Tage zur Verfügung L. G in J. T. F. 586. Pilsen. Welche Route emofiehlt man mir für eine Fahrt von Winterthur nach Pilsen (Tschechoslowakei), die ich geschäftehalber unternehmen muss? Wieviel Kilometer? In wieviele und welche Tagesetappen soll ich die Tour einteilen? Wenn möglich, möchte ich Hin- und Rückfahrt nicht ganz auf derselben Route machen. Q. R. In W. T. F. 586. Spanien. Ich möchte auch noch eine Frage betr. Spanien stellen. Welche Route von Avignon durch Spanien nach Gibraltar ist landschaftlich am abwechslungsreichsten und interessantesten? Es ist nicht notwendig, dass sie stets den grossen Verkehrsadern folgt. N. J in A. •anrao varran largau Aargan Pour des retours depuls la Suisse romande, demandez a «Vinalsa», autos- Appeme' A.-Rh. Appenzell A.-B. transport, Case Stand, Geneve. 47200 Bein reibaig aiaru» Qlarui Uraubünden baieis • nwajden )bwalden Jbwalden eaueh.Qrenxge- Wohle» Hauwtienee. oesonaeniB Kiedortiaiiwll Rothrist Süriigfnrf Nuasbaumen bei Baden Bragg Windisch DorobtugMtnme Berteaa-W&ldstttt Speicher Hauten' WaJdenbare; Hexa-Iaan bei Stelftiba« Wengl (Kandertal) Lt moiOtei Mtlhlehora Netstal Lan,; märt, beim Qasthanj nun F ms Elorw-Hichtan? Lmeerc Herzuwu Otowll: von 8.B3^8tatlon bis OoUfeartesehUt raa trecke Seveien-Baen» -teewen: vom Baanhai bu> Baaaflb«rgu>c Ibacö-Brunnen Lower' Wangen MMMDOod welnteiden Bürglenj Onüy Paiiy Naten SempUhed Aathai-Hlnwü. Innerer- Kurve Oberaathal SIX m aDwirfa BrOtttNllM Sp Str*flk» Kilchberg-Horgen trennet («wischen Schopi tuiniroiie Streun Kontrolle. hohe MmKo. Versteckt« 8toppatu. kontrollen aai 800 m iju nnri AIISS6T> halb itf Dorfes. Kontrolle innerortf Btoppnhrkontrolie m Don. »orzua»weifi Woohenenoa. Kontrolle innerort« Innerorta venteckte Stoppuhr-Kontrolle auf aOOm. Versteckte Stoppuhrkonttolle aal 200 m Strenge Eontrolle Versteckt* üontrotlf Kontrolle durch «-& Kann Venteckte Eontrolle Kontrolle ani 300 m mitten Im Dorf. Versteckte Kontrolle Versteckte Kontrolle Kanuoiie Versteckt* Controiit Strenge Kontrolle Kontrolle Ueueune Santioü« mitten ,m Dörtobei Mceagt Kontrolle Kontroll« «nw Ort Kontrolle aussei Or> Innerer« versteckte Kontrolle Versteckte Kontrolle VerstecKtc Kouuoue awefofts« Kontroue Kontrolle Kontrolle Versteckte Stoppuhr- Kon trolle aat 200 m. Qeechwtndigkeit 25 km m^yinfftf Versteckte nnerorts Kontrolle •wppalirkontroUe, Versteckte Kontrollt Versteckte Kontroll« mit einei «toppahi aal 500 m Distanz. Versteckt« Kontrolle innerorts, Aal 400 m mi 1 8toppubf Versteckte Kontrolle aal d. ganz. Strecke jnTunt JIII Stoppuhren im (&n

88 - 1930 ÄUTOMOBTL-REVUh Automobilwirtschaft im Ausland Auf dem Weg zum deutschen Verkehrstaxen in Oesterreich. Wie uns mitgeteilt wird, können Besitzer von Autos, Automobiltrust. die aus Ländern herkommen, in welchen von Deutschlands Automobilindustrie befindet österreichischen Automobilisten keine Gebühren erhoben werden, sich als Gegenlei- sich zum Teil in einer ernsten Situation. Die vor kurzem veröffentlichten Abschlüsse stung die bezahlten Gebühren zurückerstatten lassen. Gesuche um Rückerstattung sind führender Automobilfabriken sprechen in dieser Beziehung eine deutliche Sprache. Die an das Oberösterreichische Landesgefällsatnt in Linz a. Donau einzureichen. Situation hat sich im ersten Semester 1930 Lr. infolge der gewaltigen Weltwirtschaftsdepression zugespitzt. Eine sich überall durchsetzende nationale Zollpolitik stellt auch dem Absatz deutscher Automobilerzeugnisse grosse, teilweise unüberwindliche Hindernisse entgegen. Man kann sich leicht vorstellen, wie sich diese Entwicklung auf die Rentabilität der deutschen Fabriken auswirken muss, die neben den Lasten übergrosser Rationalisierungsarbeiten noch sehr stark mit sozialen und steuerrrechtlichen Tributen belastet ist. Somit ist also naheliegend, zunächst eine Verständigung der deutschen Fabriken über die gegenseitigen Produktionsquoten herbeizuführen. An Versuchen hiezu hat es nicht gefehlt. Zunächst glaubte man in der Schaffung eines grossen Automobiltrusts eine Lösungsmöglichkeit des deutschen Automobil-. Problems gefunden zu haben; ein vom Leiter der Darmstädter- und Nationalbank eifrig propagierter Gedanke. Rivalitäten der einzelnen Unternehmungen, vor allem aber solche der dahinterstehenden Finanzwelt, haben ein solches Projekt zu Fall gebracht. Bei genauer Prüfung der Sachlage zeigt es sich, dass die technischen Voraussetzungen für einen Zusammenschluss im grossen noch keineswegs vorliegen. Die fabrizierten Typen überschneiden sich in einer derartigen Weise, dass das für die Rentabilität eines Autotrustes einschneidende Problem der Vereinheitlichung nicht zu lösen ist, und es ist gerade dieser Einwand, der die später einsetzenden Versuche eines Zusammenschlusses von drei massgebenden Produzenten missglücken Hess. Selbst eine Verständigung auf dem Gebiete über eine vertragliche Produktions- und Typenbeschränkung war undurchführbar, da die Gegensätzlichkeit der Interessen grösser ist als allgemein angenommen wurde. Wohl weiss jeder, dass eine Sanierung nur auf dem Wege des Zusammenschlusses zu erreichen ist, aber keiner der gegenwärtigen Führer bringt den Mut auf, die letzten Konsequenzen aus dieser Erkenntnis zu ziehen. Deshalb versucht man, wenigstens zu einer Teillösung zu gelangen. Darunter ist die Konzentration innerhalb der eigenen Interessensphäre zu verstehen. So kontrolliert beispielsweise die Deutsche Bank zwei der grossen Automobilunternehmungen, während auf der andern Seite die Darmstädter- und Nationalbank den hauptsächlichsten Einfluss bei drei anderen bedeutenden Fabriken ausübt. Vorläufig ist auf der einen Seite eine Verschmelzung der beiden Fabriken vorgesehen. Auf der andern Seite erwägt man die Bildung einer Dachgesellschaft, die eine gewisse Produktions- und Absatzvereinheitlichung der angeschlossenen Werke herbeiführen soll. Alle diese Versuche befinden sich wohlverstanden noch im Anfangsstadium. Ob sie zu einem praktischen Ergebnis führen, lässt sich heute noch nicht übersehen. Sicher ist, dass eine Konzentration von innen heraus dazu beitragen wird, die Schwierigkeiten der früher oder später doch notwendig werdenden Gesamtverständigung zu mildern. W. Verkehrsprobleme Oesterreichs. Mit der fortschreitenden Konsolidierung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der gesundenden Finanzen tritt Oesterreich nun auch an die durchgreifende Neuorganisierung seines Strassennetzes heran. Dieses Land besitzt 4000 Kilometer Bundesstrassen (das sind Ueberlandstrassen, die vom Bunde unterhalten werden), ferner 1700 km sogenannte Landesstrassen, deren Pflege den einzelnen «Ländern» obliegt, und schliesslich noch ein ganzes Netz (etwa 77 000 km) sogenannter Bezirks- und Gemeindestrassen. Lpkale Gesetzgebung regelt die Verhältnisse auf den Landes-, Bezirks- und Gemeindestrassen. Oft wird der Strassenbenützer durch lokale Abgaben zur Finanzierung dieser Strassen herbeigezogen. Diese lokalen Abgaben (die Brückengelder inbegriffen) sollen nun abgeschafft werden, was aber nur dann möglich sein wird, falls die Bundesregierung den Lokalbehörden dafür eine Entschädigung zu bieten vermag. Es wird geplant, eine Benzinsteuer und eine allgemeine Automobilabgabe in ganz Oesterreich einzuführen und den Ertrag ganz zum Ausbau des Strassennetzes und zur Ablösung der lokalen Strassengebühren zu verwenden. Auch dem Ausbau der A 1 nstrasseli und dem Neubau solcher soll nderes Augenmerk geschenkt werden. Mf. T. C. S. AUTOSEKTION ZÜRICH DES T.C.S. Ostschweizerische Fuchsballonjagd. Endlich konnte am Sonntag die von den Automobilisten des T.O.S wie auch von den Piloten sehnlichst erwartete Fuchsballonjagd vom Stapel gelassen werden. Die Organisatoren des Meetings, die für diesen Tag Winterthur als Startplatz auserwählt hatten, taten in dieser Richtung einen guten Griff, denn das Publikum weitester Kreise, es mochten etwa fünf- bis sechstausend gewesen sein, verfolgte die Füllung und das Wachsen der vier gelben Kolosse auf der Schützenwiese. Doch eine Ballonfüllung ist in Winterthur nichts Alltägliches; deshalb gab man der Veranstaltung auch von vornherein offiziellen Charakter und Hess während der Füllung, die an und für sich nicht eben kurzweilig war, die Stadtmusik in den ballonsonntäglichen Morgen hinaus ihre Weisen erklingen. Die meteorologische Zentralanstalt in Zürich gab nach längerem Bedenken die Fahrt frei. Da durch die Einholung der Wetterberichte ordentlich viel Zeit verstrichen war, war eine Verspätung des Startes a priori gegeben. Schliesslich konnte dem Fuchsballon «Victor de Beauclair» die knallrote Binde um den Leib gelegt werden, ein Zeichen dafür, dass sein Gasbauch in Bälde den richtigen Umfang besitze. Aber auch die übrigen Ballons nahmen kurz nach elf Uhr Form und Gestalt an, so dass der Präsident des Zürcher T. C. S., Hans Fehr, seine Getreuen um sich versammeln und die notwendigen Instruktionen erteilen konnte. Nach Ansicht der Wettersachverständigen kam der Wind aus Süd-Südwest. Das approximative Ziel wäre demnach im Bodenseegebiet gelegen, also hiess es für die Automobilisten, die Grenze passieren, was keine Schwierigkeiten bereiten sollte, da ja alle Vorkehrungen getroffen worden waren, ohne internationalen Fahrausweis und ohne Triptyks Deutschland einen kurzen Besuch abzustatten. Es hätte wenigstens so sein sollen — —. Doch es war anders. Kurz: der Start des ersten Ballons konnte um 12 Uhr 45 vor sich gehen. Oberstleutnant Walo Gerber, als Führer des Fuchsballons, grüsste mit seinen Passagieren die «Hinterbliebenen» aus schwindliger Höhe zum letzten Male, und seinem vielsagenden Lächeln war zu entnehmen, dass er sich nicht so rasch erwischen lassen werde. Dann stieg die von Oberleutnant Qertli geführte «Helvetia», gefolgt von dem durch Major Wohlgroth pilotierten «Uto» in die Höhe und schliesslich nahm als vierter und letzter Ballon die «Rigi» mit Oberleutnant Huber als Pilot Abschied vom Erdboden. Die Fahrt verlief rasch und sicher gegen das Wehntal hin; als die 60 Automobile nach bangen 15 Minuten Wartezeit davonratterten. hatten die Ballons schon eine erkleckliche Entfernung erreicht. Wir in unserem Packard-Pressewagen hielten auf Kloten zu; wie weit wir auch Umschau hielten, war doch plötzlich von den vier schwebenden Kugeln nichts mehr zu sehen. Nun ging's an ein Suchen über Feldwege, Staatsstrassen und durch Wälder. An der Strasse spielende Kinder teilten uns von Zeit zu Zeit ihre Beobachtungen mit und wehe — wenn nicht alle Zeichen trügten, so hatten die Ballons einen anderen Wind erwischt, und zwar einen, der sie unzweifelhaft über die badische Grenze hinaus führen musste. Unsere Losung war # Gas, Gas und noch einmal Gasl Und vor lauter Gas merkten wir nicht, dass wir bei Wil an der deutschschweizerischen Grenze angelangt waren. Die Schweizer Hessen uns passieren, dagegen forderte der deutsche Zöllner, da wir keinerlei internationale Grenzpassierscheine auf uns trugen, die Hinterlage von 2000 Reichsmark in bar. Auch Packardfahrer sind bisweilen keineswegs Leute, die Unsummen auf sich tragen. Kurz und gut: Der Zöllner erlaubte uns lediglich nach langem Hin und Her, nur insoweit deutsches Gebiet zu passieren, als wir unbedingt für die Wiedererlangung der schweizerischen Grenze benötigten. Doch schwache geographische Kenntnisse kommen auch bei Presseleuten bisweilen vor; wir steuerten über schlechte Straasen den Ballons, die wir seit Kloten nicht mehr gesichtet hatten, nach und fanden sie — nichtl Dafür durchkreuzten wir nach allen Regeln der Fahrtechnik deutsches Hoheitsgebiet; wohin wir kamen, wussten wir nicht. Endlich stoppten wir unseren Wagen, um uns nach der gegenwärtigen Position zu erkundigen. Das Erstaunen war nicht gering, als es hiess. dass wir uns ganz in der Nähe von Hallau befanden. Also wenn auch keine Ballons, so doch wieder Heimatland in Sicht. Und da inzwischen ein fürchterlicher Regen einsetzte und alles, was nicht unter Dach gebracht werden konnte, durchnässt wurde, beschlossen wir, Ballon Ballon sein zu lassen und wieder Winterthur zuzusteuern. Dort waren die übrigen Automobilisten auch schon zugegen; der grösste Teil hatte, nicht des schlechten Wetters, wohl aber der Grenzpassierschwierigkeiten wegen die Weiterverfolgung der Ballons aufgegeben. Wo hat's gefehlt? Hätte man klipp und klar gesagt, dass internationale Ausweispapiere nötig seien, um die Grenze passieren zu können, dann hätte eich diese jeder Automobilist mit Leichtigkeit beschaffen können. So aber war «nischt» zu machen. Inzwischen waren auch die Landungsberichte der Ballons mit Ausnahme des Fuchsballons eingetroffen. Der Ballon «Uto» ging 'nach 3 Uhr bei Mistelbrunn in der Nähe von Donaueschingen nieder; «Helvetia» landete bei Wald Mössingen im Schwarzwald, und der Ballon «Rigi» bei Königsfeld. Schon lange war das Bankett im Restaurant «Wartmann» vorüber, als auch die Landungsmeldung des Fuchsballons eintraf. Dieser schlaue Geselle soll in der Nähe von Rottweil niedergegangen sein, ohne dass ihm ein Automobilist etwas hätte anhaben können. Die durch Oberstleutnant Messmer, dem verdienten Präsidenten des schweizerischen Aero-Clubs, vorgenommene Preisverteilung ergab, dass der Wanderbecher wiederum dem O. V. L. zugefallen und dass auch die übrigen Ballons als Sieger aus diesem amüsanten Wettstreit zwischen Ballon und Automobil hervorgegangen sind, da es keinem Automobilisten gelungen ist, sich des preisverheissenden Ballonwimpels zu bemächtigen. Die fröhliche Gesellschaft hielt noch lange bei Tanz und sportlicher Geselligkeit aus. H. R. B \uto-Occasions A-G ZÜRIOH - BADENERSTR. - STADTQRENZE TELEPHON UTO 60.10 Jedermann AMILCAR AUBURIM AUSTRO-DAIMLER BENZ BERLIET BUICK CADILLAC CHAIMOLER CHEVROLET CHRYSLER CITROEN CITROEN-Lleferwaqen DELAGE DE SOTO DODGE ESSEX FIAT FIAT-Lieferwagen F. N. HORCH JEWETT JORDAN LA JÖLLE LANCIA IViAXWcLL-Lieferwagen MERCEDES-BENZ OLDSMOBILE OPEL OVERLAND PEUGEOT PIC-PIC RtlMAOLT STEYR STUDEBAKER TALBOT 1800 m 2 AUSSTELLUNGSRAUM. VOLLSTÄNDIG UNVERBINDLICHE, FREIE BESICHTIGUNG. Sind Sie seinen Typ! Liebhaber von gutem Essen und Trinken, so machen Sie Halt an der STADTGRENZE (Badenerstrasse) vor Zürich. Im neuen, heimeligen Restaurant AUTOMARKT finden Sie jederzeit selbstgeführte Küche, ff. Bier der Aktienbrauerei Basel, erstklassige Weine etc. Stets lebende Fische und sämtl.Saisonspezialitäten. Parkplatz. Tramverbindung. 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