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E_1930_Zeitung_Nr.092

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UrsachQn beim

UrsachQn beim Fahrzeuglenker ^Andere Ursachen —-Mangel an FahrpraM — Ohne Licht od nfct* »Dg«- — Betrunkenheit W««tel — Keine Signalabgabe Fahren auf der falschen Strassenseite Unvorsichtiges Ueberholen oder Kreuzen Zu schnelles Fahren Unachtsamkeit oder Kopflosigkeit Andere Fahrzeug* 0 10203040S060708090 I00 vom 22- Oktober 1930 fragt ein Korrespondent, wie weit die Studien des Baudepartementes des Kantons Wallis in dieser Frage gelangt seien. Der Artikel weist darauf hin, dass in Graubünden im Winter mehrere Pässe dem Autoverkehr offen seien und meint, dass dies auch beim Simplon der Fall sein sollte. Wie steht es in Graubünden ? Von den eigentlichen Hochpässen in Graubünden ist im Winter nur die Maloja dem durchgehenden Verkehr offen. Die täglich mehrmaligen Postautokurse, all die Schlitten und privaten Automobile zwischen St. Moritz und Maloja sorgen dafür, dass die Strasse nach Maloja hinauf immer offen ist. Im Verhältnis zum Simplon ist die Offenhaltung der Maloja sehr leicht, dort gibt es keine Gondoschlucht und keine Kaltwasserzone. Und am Simplon? Wesentlich anders liegen die Verhältnisse im Winter beim Simplon. Unserer Ansicht nach würde die Offenhaitang der Simplonstrasse im Winter auf grosse, ungeahnte Schwierigkeiten stossen. Nur wer oft skibewehrt auf den Höhen des Simplons stand, weiss, wie leicht ein Witterungswechsel eintritt. Glitzernde Wintersonne und Pulverschnee wechselt mit Lawinendonner und Föhnsturm. Wo am Vorabend ein Meter Neuschnee lag, ist dieser am Morgen vom wilden Bistenenwind weggefegt und liegt drei und vier Meter hoch als Wächte an einem andern Ort. Man träume sich hier, einen Autoverkehr in diese Landschaft! Nur ein ständiger, intensiver Verkehr, wie auf Maloja, kann da für eine'Offenhaltung Sicherheit bieten. Vor Jahren hat Frankreich versucht, einzelne seiner Hochpässe im Winter offen zu halten — es blieb ein Versuch — fast eine Million französierter Franken soll es verschlungen haben. Wie viel es kosten würde, den Simplon im Winter offen zu halten, diese Frage kann mit Bestimmtheit heute niemand beantworten, so wenig wir wissen, ob der kommende Winter ein strenger oder milder sein wird. Um volle Arbeit zu leisten, müssten wir mit 10 Mann im Rotwald, 15 Mann im Schallbett, 10 Mann im Hospiz und wieder 10 Mann in Simplondorf rechnen — ohne die Verstär- Prozent). An zweiter Stelle folgen mit 23% die Unglücksfälle, die von den Berichterstattern auf zu schnelles Fahren zurückgeführt wurden. Schon nach diesen Angaben beträgt diese Kategorie von Unglücksfällen nicht einmal ein Viertel aller, gemeldeten Unfälle- Die Zahlen geben aber gar keinen Anhaltspunkt, inwiefern wirklich übersetzte Geschwindigkeit die Ursache des Unfalles war, weil einfach das Uebertreten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vom rapportierenden PoJizeibeamten als zu schnelles Fahren bezeichnet worden ist. Es ist also nicht richtig, dass, wie immer wieder behauptet wird, die grossen Geschwindigkeiten die Hauptsache an der grossen Zahl von Unglücksfällen trifft. An dritter und vierter Stelle stehen mit ungefähr gleich grossen Zahlen das unvorsichtige Ueberholen oder Kreuzen, das.nicht Getötete Personen Vortrittlassen und das Fahren auf der falschen Strassenseite. Diese beiden Ursachen- Komplexe stellen 30 Prozent der beim Führer liegenden Unfallursachen daT. Aber auch hier gilt, dass die Angaben mit besonderer Vorsicht zu geniessen sind, weil sie einfach auf einen allgemeinen Eindruck des Rapportierenden hin als Ursachen angenommen wurden. Das Statistische Amt betont deshalb auch, dass es diese Angaben über die Unfallursachen nur mit aller Reserve wiedergebe. Die Zahlen können im höchsten Falle ein grobes Bild der Unfallursachen vermitteln. W. Winterverkehr über den Simplon? hörten unbedingt mit zur Organisation. Die Arbeitslöhne würden zwischen 40,000 und 50,000 Franken verschlingen, die Anschaffung von mechanischen Mitteln, Versicherungen usw. rund 60,000, so dass wir im ersten Winter mit über 100,000 Franken Kapital rechnen müssten, wenn wir eine ständige Oefmung^ auch nur einigermassen uns sichern wollten; Wer wird bezahlen ? Wer würde aber heute eine solche Verpflichtung eingehen und wer würde vor allem bezahlen? Wäre nun aber eine so hohe Ausgabe volkswirtschaftlich gerechtfertigt? Vergessen wir nicht, dass oft ganze Tage verstreichen würden, ohne dass ein Wagen den Pass passieren würde. Bei den kleinsten Schneewolken am Himmel würden die Automobilisten in Domodossola oder Brig gleich Bedenken haben, die Ueberfahrt zu wagen. Eine fliegende Hilfskolonne und eine ständige Wache müssten stets auf den Beinen sein. Wer trägt die Verantwortung? Und was dann, wenn eines Tages ein Auto samt seinen Insassen von einer Lawine erfasst würde, dann müsste ein solcher Schlag vernichtend wirken; wer würde dann die Verantwortung auf sich nehmen? Gewiss schon ein blosser Versuch der Offenhaltung hätte den Charakter der Sensation, der 1 grossen Reklame — wäre ein touristisches Husarenstück — der Preis aber über hunderttausend Franken. Wer zahlt es, wer wagt es? Ein gangbarer Weg. Wichtiger scheint uns, wenn wir weit gangbarere Wege betreten würden, mit einem finanziell realisierbareren Hintergrund. Hier schwebt uns in erster Linie die frühzeitige Oeffnung des Passes im Frühjahr vor. Nur wer in die Akten der Schneeräumung während mehreren Jahren Einblick hatte, weiss, wie schwerfällig der Apparat funktioniert, auf wie viel unerwartete Schwierigkeiten man stösst, wie ein plötzlich eintretender Schneefall die besten Absichten vom grünen Tische in Sitten zunichte macht. Wer all das kennt, dem wird die Offenhaltung des Passes heute als Utopie erscheinen. Von allen Seiten kam oft der Ruf nach früherer Oeffnung im Frühjahr, und immer war es tief im Mai, nun soll es den ganzen Winter hindurch gehen! Wahrlich ein Sprang, den der verwegenste Skiläufer nicht wagt. Was aber möglich ist, das ist ein beschleunigteres Oeffnen des Passes im Frühling; dies läge durchaus im Rahmen finanzieller Möglichkeit der Kantone Wallis und Waadt, auch Genf, die ja alle drei ein Interesse daran haben. Hinzu kämen noch die Verkehrsvereine von Brig, Sitten, Montreux und Lausanne; sicherlich ein Arbeitsfeld fruchtbringender Diskussion. Ein zweites wichtiges Moment ist das möglichst lange Offenbleiben des Simplons im Herbst. Die Ausdehnung des Postautokurses AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N° 92 wm kung bei ausserordentlichen Schneefällen und Lawinen. Ein Traktor oder eine Schneeschleudermaschine und ein Raupenauto gebis Ende Oktober würde unserer Ansicht nach die Kasse der Oberpostdirektion-in Bern nicht überlasten. Solange das Postauto fährt, kann der private Automobilist damit rechnen, dass er auch, durchkommt. Und wenn es auch hin und wieder mal ein paar Zentimeter Neuschnee gäbe, so käme man, immer noch durch. Für das ganze Simplongebiet aber würde die Ausdehnung des Postautodienstes, wenn auch nur mit einem kleinern Wagen, nur Gewinn bedeuten, Zeit- und Geldgewinn. Als dritter Weg im Rahmen finanziell möglicher Verwirklichung kommt die Ablösung der heutigen Winterpferdepost durch die Einführungdes Raupenautos in Frage. Wer Gelegenheit hatte, den Betrieb und das System der heutigen Pferdepost näher kennenzulernen, der muss heute ohne Bedenken dem Raupenäuto zustimmen. Ganze Wochen kam es vor, dass vom Schallbett nach dem Hospiz kein Schlitten fuhr, beim Raupenauto wird es nicht schlimmer sein; dafür geniesst der Fahrgast den Vorteil, dass er wenigstens bis dorthin rascher und bequemer käme. Ein lawinensicherer Weg von der Kaltwassergalerie zur Wintergalerie, und von dort aus könnte der Fahrgast dann den südlichen Raüpenpostkurs wieder benützen. Wie viel rascher und bequemer ginge es als heute. Wir hatten Gelegenheit, in den letzten Wintern Raupenautos kennen zu lernen, die ohne jede Mühe die Pässe Graubündens bezwangen. Sie können auch dorn Simplon leicht beikommen. Wer stellt Raupenautos ? Hier sollte die Eidg. Oberpostdirektion einmal aus ihrer, wir möchten sagen, «Reserviertheit» heraustreten und entweder den Betrieb versuchsweise selbst in die Hand nehmen oder aber einem Gesuchsteller die Sache für ein paar Jahre übertragen. Ein Garagist aus Brig hat schon mehrmals in dieser Sache angeklopft. Bekanntlich hat sich das Rosswald- und Rotwaldgebiet in den letzten Jahren zu einem bevorzugten Skieldorado entwickelt. Das Raupenauto ist das Fahrzeug, das sich der Skifreund und Alpinist wünschen kann; es bietet ihm die Raschheit und Bequemlichkeit, die ihm heute die veraltete Rösslipost noch versagt. Der Raupenautobetrieb von Brig bis zum Rotwald lässt sich ohne jede Schwierigkeit auch im strengsten Winter durchführen, er würde aber auch neben der Bedeutung für Brig eine Attraktion für die Wintergäste in Zermatt, Leukerbad, Montana und Kandersteg-bedeuten; ein lohnender Tagesausflug. jDie Einführung , des Raupenautobetriebes »bringt,-aber dem. privaten Automobilisten in- • sofern Vorteile, als überall dort, wo das Raupenauto verkehrt, die Strasse breit gespurt wird und im Frühling leichter zu öffnen ist, ... ,. Tunnelverkehr Brig-Iselle. Gerade die Einführung des Raupenautobetriebes würde zeigen, wie lange der private Automobilist mit Ketten noch durchkommt. Geht's dann nicht mehr, dann muss er seinen Wagen durch den Tunnel spedieren, und hier öffnet sich ein Arbeitsfeld. Der Simplon kämpft gegen den Gotthard einen ungleich schweren Kampf, einen nicht minder scharfen In der Statistik des Motorfahrzeug-Aussenhandels stellten wir ein weiteres Andauern der rückgängigen Bewegung unserer Einfuhr fest. Wenn wir nun der monatlichen Statistik über die Verkehrsbewilligungen, .herausgegeben vom Eidg. Statistischen Amt, Ziffern über die Bewegung der Verkehrsbewilligungen entnehmen,.,. so müssen sich zweifelsohne parallele Entwicklungslinien herausschälen lassen. Um das Ergebnis vorauszunehmen: Die rückgängige Bewegung der Verkehrsbewilligungen, die wir schon im Monat August konstatiert haben, hält auch im September noch an. Der Rückgang ist aber nicht mehr so scharf akzentuiert wie beispielsweise im September des Vorjahres. Wir geben nachstehend die Zahl der neuen Verkehrsbewilligungen während den ersten neun Monaten des Jahres 1930: Monat Autos Lastw. Motorrad. Total Januar 1060 196 506 1762 Februar 740 152 632 1524 Uärz 750 163 849 1762 A-prü ; 1234 152 1204 2590 . Mai 901 186 1023 2110 Juni 741 136 729 1606 Juli 1192 213 1151 2556 August 735 137 598 1470 September 508 121- • 441 1070 Januar Ms Sept. 7861 1456 7133 16.450 Zum Vergleiche veröffentlichen wir untenstehend noch eine weitere Tabelle, die Aufschluss erteilt über die Zahl der eingeführten Motorfahrzeuge in der gleichen statistischen Zeitperiode: Monat Pers.- und Motor- Total Lastwagen räder Januar 855 405 1260 Februar 794 434 1228 März 1123 603 1726 April 1262 521 1783 Simplon offen! Der andauernde Schneefall hat vorläufig alle wichtigen Alpenpässe unpassierbar gemacht. Offen ist momentan einzig der Simplon, der dank dem Entgegenkommen und der Initiative der Regierung des Kantons Wallis durch ein Detachement von Arbeitern freigehalten wird. Nachdem der Pass am letzten Dienstag trotz allen Bemühungen eingeschneit wurde, konnte er am Mittwoch wieder zur Durchfahrt freigegeben werden. Der Regierung des Kantons Wallis und ihrem Baudepartement gebührt dafür der Dank aller Automobilsten. hat er gegen den Mont Cenis zu bestehen. Beim Gotthard verladet der Automobilist rasch und billig, ohne grosse Formalitäten. Die Rampen sind günstig angelegt. Die Bahn hat dort die dem Automobilverkehr gebührende Einstellung gefunden. Ganz anders liegen die Verhältnisse beim Simplon. Eine ausgesprochen dem Automobil reservierte Rampe fehlt, Zoll und Bahnabfertigung bedingen Zeitverfügung und Lokalkenntnis; von Brig bis Domodossola muss der Automobilist mit der Bahn, obwohl von Iselle aus eine das ganze Jahr fahrbare tadellose Strasse führt. Eine Aus- und Einladerampe in Iselle, ein Tarif, der auch dem einfachen Wagenbeitzer die Fahrt gestattet und dann wird sich ein Automobilist nicht lange besinnen, welchen Weg er machen will. Die Internationale Simplondelegation, der auch Walliser und Waadtländer angehören, sollte nun endlich einen mutigen Schritt nach vorn machen. Mit dem Ausbau der Rampe in Iselle sind weder die militärischen Interessen Italiens in Iselle gefährdet, noch die der Geschäftswelt in Domodossola. Im Gegenteil, aus einem vermehrten Autoverkehr wird gerade Domodossola Gewinn ziehen. Zwischen dem Italienischen Automobilklub und den Speditionshäusern in Domodossola Hesse sich für Iselle eine beide Teile befriedigende Lösung finden. Die Quintessenz. Zusammenfassend können wir sagen, dass die ständige Oeffnung des Simplons für den privaten Autoverkehr im Winter technisch sehr schwierig, fast unmöglich ist und finanziell schwere Opfer mit sich bringt, deren volkswirtschaftliche Rechtfertigung heute noch nicht voll begründet erscheint. Dem gegenüber möchten wir auf drei, im Rahmen finanzieller- Möglichkeit liegende gangbare Wege hinweisen, die geeignet wären, den Auto- und Fremdenverkehr für eine ganze Region zu fördern: /. Längeres Offenhalten des Simplonpasses im Herbst durch Ausdehnung des Sommer postautokurses oder Erteilung der Konzession eines Raupenbetriebes. 2. Konzessionserteilung für einen Raupenautobetrieb den Winter hindurch. 3. Frühere Oeffnung des Simplonpasses für den durchgehenden Autoverkehr im Frühling. 4. Erstellung einer Autorampe in helle. Verbilligung und Vereinfachung der Spedition durch den Tunnel. E. 16,450 neue Verkehrsbewilligungen während den ersten neun Monaten des Jahres 1930. Mai 1081 492 1573 Juni 902 299 1201 Juli 847 258 1105 August 645 184 829 September 544 106 650 JaauaT-September 8053 3302 1.1.355 Es ergibt sich aus dem Vergleich der beiden Tabellen, dass eine Einfuhr von 11355 Motorfahrzeugen während neun Monaten einer Erteilung von 16450 neuen Verkehrsbewilligungen entspricht. Das Verhältnis änderte in den einzelnen Monaten sehr stark. So weist der Monat März die genau gleiche Zahl für eingeführte Motorfahrzeuge und erteilte Verkehrsbewilligungen auf. Während im Monat Juli 2556 Verkehrsbewilligungen ausgestellt worden sind, betrug gleichzeitig die Einfuhr nur 1105 Stück. Der Juli ist überhaupt für die Führerprüfungen und die daran anschliessende Erteilung der Verkehrsbewilligungen ein Wendemonat. Die Entwicklung der drei letzten Monate bietet besonderes Interesse. Wir lassen daher die Ergebnisse dieser Monate untenstehend folgen: Autos Lastw. Motorrad. Total Juli-September. 1930 2435 471 2190 5090 Juli 1929 1248 256 1305 2809 August 1929 840 192 711 1743 September 1929 556 134 422 1.112 Juli-September 1929 2644 582 2438 5664 Vergleichswelse notieren* wir auch die Zahl der importierten Einheiten: Pers.- und Motor- Total Lastwagen rSder Juli-September 2036 548 2584 Juli 1929 1087 339 1426 August 1929 815 188 1003 September 1929 585 109 694 Juli-September 1929 2487 636 3123

No 92 - 1930 Die Zahl der importierten Motorfahrzeuge begann schon im Monat Mai zu sinken und beträgt im Dezember nur noch drei Fünftel der früheren Beträge. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden 11355 Motorfahrzeuge eingeführt und gleichzeitig 12 498 neue Verkehrsbewilligungen für Motorfahrzeuge ausländischer Herkunft an die Besitzer abgegeben. Es entsteht so ein Verhältnis von elf Verkehrsbewilligungen für ausländische Fahrzeuge auf zehn in diesem Monat eingeführte ausländische Fahrzeuge. Wir versuchen, in den nachstehenden Ziffern auch einen Ueberblick der Verteilung der neuen Verkehrsbewilligungen auf die einzelnen Kantone zu geben, und zwar einerseits für den Monat September und anderseits für die ersten neun Monate: : September 1930 Januar-Sept. 1930 Personenautomobile Personenautomoblle und Lastwagen und Lastwagen Total 508 121 629 7861 1456 9317 In der Reihenfolge der Qrösse der Zunahmeziffera aus gesondert, ergibt sich das nachstehende Bild für die während den ersten neun Monaten in den Verkehr gegebenen Fahrzeugbewilligungen: Rang Personen- Lastwagen Total automobil« 1. Zürich Zürich Zürich 2. Genf Bern I Bern 3. Bern Waadt Genf 4. Waadt Genf Waadt 5. Baselstadt Baselstadt Baselstadt 6. Aargau Aargau Aargau 7. Neuenburg Tessin Neuenburg 8. St. Gallen Wallis St. Gallen 9. Luzern Neuenburg Luzern 10. Tessin Luzern - Tessin 11. Solothurn St. Gallen Solothurn 12. Thurgau Solothurn Thurgau 13. Baselland Thurgau. Baselland 14. Graubünden Baselland Wallis 15. Wallis Schwyz Graubünden 16. Freiburg Schaffhausen Freiburg 17. Schaffhausein Freiburg Schaffhausen 18. Zug Zug Zug 19. GlaruB Glarus Glarus 20. Appenz. A.-Rh. Graubünden Schwyz 21. Schwyz Uri Appenz. A.-Rh. 22. Obwalden Obwalden Uri 23. Uri Appenz. A.-Rh. Nidwaiden 24. Nidwaiden Appenz. I.-Rh. Nidwaiden 25. Appenz. I.-Rh. Obwalden Appenz. I.-Rh. Wenn in den ersten neun Monaten, vom [Januar bis zum September, 16450 Verkehrsbewilligungen ausgestellt wurden, so darf man bis Ende Dezember des Jahres mit der Ausstellung von rund 20000 Verkehrsbewilligungen rechnen. Zürich behauptet bei den Verkehrsbewilligungen für Last- und Personenwagen die Spitze. Der kleine Kanton Genf stellte mehr Verkehrsbewilligungen für Personenwagen aus als der grosse Kanton Bern. Immerhin steht Bern im Total von Lastwagen und Personenwagen vor Genf an zweiter Stelle. Den drei obgenannten Kantonen folgen in der Rangliste Waadt, Basel-Stadt und Aargau. La. - R. Drei neue Mitglieder der A. I. A. C. R. Anlässlich der Tagung der A. I. A. C. R. («Association internationale des Automobile Clubs reconnues») in Paris wurden, wie wir bereits ausführten, drei neue Mitglieder in die Vereinigung aufgenommen: der Nationale Automobilclub von Mexiko, der Königliche Automobilclub von Südafrika und der Automobil- und Touring-Club von Syrien und Libanon. Die A. I. A. C. R. besteht somit aus 37 Clubs, die sich auf die folgenden Länder verteilen: Deutschland, Argentinien, Oesterreich, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Kuba, Dänemark, Egypten, Spanien,, Estland, U. S. A., Finnland, Frankreich, Südafrika, Grossbritannien, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Monaco, Mexiko, Norwegen, Niederlande, Syrien, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei, Uruguay und Jugoslawien. Diese grosse internationale Zürich 115 24 139 1532 277 1809 Bern 72 19 91 1137 188 1325 Luzern 18 6 24 280 64 344 Vereinigung ist für jeden, der sich für den. Uri 1 — 1 10 8 18 Automobilismus interessiert, von grösster Schwyz 1 1 2 36 2ß 62 Wichtigkeit, und es sei an dieser Stelle wieder einmal an die drei Hauptziele der A. I. A. Obwalden 3 1 4 11 4 15 Nidwaiden 1 — 1 * 6 1 7 Glarus 4 — 4 55 13 68 C. R. erinnert: 1. Organisation und Reglementation des internationalen Zug 1 — 1 67 13 80 Autosportes; Freiburg 12 3 15 100 21 121 2. Hebung der Entwicklung des internationalen Tourismus (Tryptik, Signalisation etc.); Solothurn 20 6 26 247 45 292 Baselstadt 26 12 38 447 93 540 Baselland 5 2 7 157 38 195 3. Ueberwachung der materiellen un4 moralischen Interessen des internationalen Auto- Schaffhausen 7 4 11 83 24 107 Appenz. A.-R. 3 — 3 43 2 45 mobilismus. Appenz. I.-Rh." 1 — 1 4 1 5 Die drei neuen Mitglieder der A. I. A. weisen alle interessante Merkmale auf. Der St. Gallen 16 5 21 321 56 377 Graubünden 8 — 8 123 8 131 Aargau 24 5 29 389 80 469 Nationale Automobilclub von Mexiko ist dem Thurgau 3 4 7 200 41 241 Namen nach jungen Datums (24. März 1930); Tessin 10 1 11 265 67 332 als eine blosse Vereinigung von zahlreichen Waadt 63 8 71 735 147 882 Wallis 5 3 8 112 65 177 sportlich interessierten Automobilisten, die in Neuenburg 22 6 28 339 65 404 Mexiko automobiiistische Manifestationen Genf 67 11 78 1162 109 1271organisierten, besteht er in Wirklichkeit schon lange. Es wurden seit 1921 mehrere Automobilsalons und zahlreiche Rennveranstaltungen durchgeführt. Der Club zählt gegenwärtig 427 Mitglieder, unter denen unter anderen der Präsident der Republik und verschiedene Minister figurieren. Der Nationale Automobilclub spielt im gesellschaftlichen Leben von Mexiko eine führende Rolle. Der Königliche Automobilclub von Südafrika wurde 1901 gegründet. 10 Jahre später verlieh man ihm in Anerkennung seiner grossen Verdienste um das Verkehrswesen von Südafrika den Beititel «Königlich». Der Club, der 3822 Mitglieder zählt und als Ehrenpräsidenten den Prinz von Wales aufweist, organisiert jedes Jahr Rennveranstaltungen auf der Piste des ausgetrockneten Sees von Verneuk- Pan. Der Club ist seit 27 Jahren in regeni Kontakt mit dem Königlichen Automobilclub von Grossbritannien. Der Touringclub von Syrien und Libanon wurde im Jahre 1919 auf die persönliche Intervention von General Gouraud, damaliger französischer Oberkommissionär in Syrien und Libanon, offiziell anerkannt. Im Jahre 1930 wurde das Beiwort «Automobil» zum Titel des Clubs hinzugefügt, der seit mehreren Jahren Verbindungen mit den ägyptischen, englischen, deutschen und schwedischen Automobilclubs besitzt. Die Zahl der gegenwärtigen Mitglieder beläuft sich auf 471. S|> •41 i«fa«: Kein Kilometerrennen anlässlich des Genfer Salons. Di© Sportkommission der Sektion Genf des A.C.S. beschloss in ihrer Sitzung vom 28. Oktober, vorläufig als einzige sportliche Veranstaltung für den Salon die Sternfahrt nach Genf zu organisieren. Von einem Km lance muss sehr wahrscheinlich abgesehen werden, da gegenwärtig keine Strasse in entsprechendem Zustande sich befindet. Die Strecke von Eaux-Mortes AUTOMOBIL-REVUE bo- könnte nur nach dem von der Sektion Genf des A. C. S. erfolgten Ausbau benutzt werden, bo. Lorraine in der nächsten Sportsaison aktiv ? Wie in französischen Fachkreisen bekannt wird, soll sich die Firma Lorraine sehr stark mit dem Gedanken tragen, die nächste Sportsaison aktiv mitzumachen. Als erstes Rennen für die geplanten drei' neuen Rennwagen ist der Grosse Preis von Le Mans über 2A Stunden ausersehen worden. bo. 10,000 Kilometer-Fahrt. Der Arbeitsausschuss der Sportkommission des Automobilclubs von Deutschland beschloss in seiner letzten Sitzung, die von der Internationalen Sportkommission bewilligte 10,000 Kilometerfahrt durch Europa auf alle Fälle im nächsten Jahr abzuhalten. Die interessante sportliche Konkurrenz wird international ausgetragen, ihr Hauptzweck ist Feststellung und Erprobung der Zuverlässigkeit der Automobile und der Ausdauer der Fahrer. An der Fahrt sollen, wie wir bereits orientierten, Personenwagen der Touren- und Sportkategorien sowie Nutzfahrzeuge vom leichten Schnellastwagen bis zum schwersten Omnibus teilnehmen. Schon jetzt zeigt sich von Seiten sowohl der deutschen wie der internationalen Industrie lebhaftes Interesse für das Zustandekommen der Fahrt. In einer der nächsten Sitzungen der Sportkommission wird über die Ausschreibung endgültig Beschluss gefasst werden. Durchfahren werden nach dem bis jetzt festgestellten Plan die Länder Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, die Schweiz, Jugoslawien und Ungarn. bo. Bergrennen von Griffoulet. Der talentierte Bugattifahrer Dreyfus schlug am Sonntag den bestehenden Rekord der Bergstrecke von Griffoulet in Frankreich mit dem neuen Stundendurchschnitt von 119 km. , Resultate: Sportwagen 1500 ccm : 1. Palos (Bugatti), 1' 3000 ccm : 1. Besatcelle (Ballot). 45". , Rennwagen 1100 ccm: 1. Dourel (Amilcar), 38" %. 1500 ccm: 1. Billoin (Bugatti), 42" %. 2000 ccm : 1. Rey (Bugatti), 34" %. 3000 ccm : 1. DTeyfus (Bugatti). 30" Ü „(Stundenmittel 119,205 km). 5000 ccm : 1. Albarede (Ford). 57" %. Das Bergrennen Gometz-Ie-Chätel, das am letzten Sonntag als letzte Veranstaltung der Pariser Autosaison durchgeführt wurde, endete mit dem Sieg Zanellis auf Bugatti, der einen Stundendurchschnitt von 113 km erreichte. Die Resultate: Sportwagen 750 ccm: 1. Gauthier (RosengaTt), •59"%. 1100 ccm : 1. Lepicard (Bonnet), 40"%. 1500 ccm : 1. Gondoin (Independant), 48" %. 2000 ccm: 1. Mary (Bailot), 47" %. 3000 ccm : 1. Brunet (Bugatti). 35" %. 5000 ccm : 1. Senechal (Delage). 49" %. 8000 ccm: 1. Brisson (Stutz), 46" Vk.. Rennwagen 1100 ccm: 1. Giraud-Cabantons (Salmson), 35". 1500 ccm : 1. Senechal (Delage), 33". 3000 ccm : 1. Zanelli (Busratti), 30" % (Stundenmittel 113,421 km, neuer Rekord). Bergrennen Vermicino-Rocca di Papa. In der Nähe von Rom fand am letzten Sonntag zum 11. Male das Bergrennen von Vermicino-Rocca di Papa statt. Das letztjährige Rennen wurde von Hans Stuck mit neuer Rekordzeit gewonnen. Erster der 11 Startenden wurde dieses Jahr der Maseratifahrer Fagioli, der Stucks Rekord um rund 12 Sekunden zu verkleinern vermochte. Der Schweizer Caflisch auf Mercedes wurde in der Klasse über 2000 ccm Dritter. Im Zusammenhang mit diesem Rennen um die Coppa Leonardi fand die Fahrt um die Coppa dei Castelli Romani statt, eine 270 km lange Prüfungsfahrt auf nicht abgesperrten Strassen ohne Geschwindigkeitsvorschriften. Erster wurde die Equipe Fagioli-Furmani auf Maserati. Der Schweizer Caflisch errang den Speziaipreis für die schnellste Fahrt innert 20 km, indem er mit seinem Mercedes den Stundendurchschnitt von 165 km erreichte. Die Resultate: Coppa Leonardt: Klasse über 1500 ccm: 1. Renzi Cesare (Bugatti), 9' 16" % (Stundenmittel 93,200 km, neuer Rekord). Klasse 2000 ccm : 1. Biondetti Clemente (Bugatti), 8' 55" Vs (Stundenmittel 96,860 km.) Klasse über 2000 ccm : 1. Fagioli Luigi (Maserati), 8' 28" % (Stundenmittel 102.006 km, neuer absoluter Rekord) ; 3. Caflisch Federico (Mercedes), 10'45" %. Coppa dei Castelli Romani: Klasse bis 1500 ccm : 1. Lurani (Alfa Romeo), 2 Std. 48' 22" Klasse über 1500 ccm : 1. Furmani-Fagioli (Maserati), 2 Std. 41'48" (Stundenmittel 100,125 km, absolute Erste) ; 4. Gaflisch (Mercedes), 3 Std. 17' 34" Ausstellungen Anmeldungen für den Genfer Salon. Der achte internationale Automobilsalon in Genf, der vom 6.—15. März stattfinden wird, hat bereits zahlreiche Anmeldungen zu verzeichnen. Nicht nur bei den inländischen, sondern auch bei den ausländischen Ausstellern herrscht grosses Interesse. Aeusserster Anmeldetermin ist der 15. November. lt. Der Autosalon in Prag. Unter den Automobilausstellungen Europas, die nach dem Salon in Paris im Oktober, November und Dezember stattfinden, nimmt der tschechische Automobilsalon eine Sonderstellung ein. Er ist weniger eine Schau von neuen Konstruktionen als eine Schau von Wagenmodellen, die auf dem Markt einen guten Ruf besitzen. Der Prager Salon bietet daher am meisten, Interesse für die Händlerschaft. Für die Schweiz kommt die tschechische Automobilproduktion, die durch die Marken Praga, Skoda, Tatra, Walter, Wikov,' Aero, tschechische Wäffenwerke repräsentiert wird, als Lieferant sozusagen kaum in Betracht- Die Tschechoslowakei führt jährlich 1400 bis 1600 Wagen aus, die zur Hauptsache auf die Nachbarstaaten Oesterreich, Polen, Jugoslawien und Ungarn verteilt werden. Die tschechische Produktion steht noch nicht auf der Höhe der Leistungen anderer automobilbauenden Staaten, verdient aber immerhin das Prädikat sorgfältiger Arbeit. Die Preise der tschechischen Wagen sind im allgemeinen niedrig; die eine der Fabriken konnte, dank einer Verfünffachung der Produktion seit 1925, ihre Preise um mehr als 50 Prozent erniedrigen. Die beiden grössten tschechischen Fabriken weisen ein ähnliches Programm auf: ein Achtzylinder über drei Liter, ein mittlerer Sechszylinder und ein kleiner Vierzylinder. Als Neuheit 1931 zeigte Tatra einen Zwölfzylinder. Bekannt sind ferner die Zweitaktmotoren der tschechoslowakischen Waffenwerke, ein Einliter-Zweizylinder- Dreikanaltyp und ein Zweizylinder-Drehschiebermotor, ebenfalls zur Einliterklasse gehörend. Zwei unter den Automobilwerken bauen zugleich Flugzeugmotoren und können dabei ihre Erfahrungen vorzüglich im Automobilbau verwerten. Bei zwei Modellen verschiedener Fabriken erkennt man fest eingebaute Radio-Empfangsanlagen. Sdiwe Die Schweizerische Strassenverkehrs-Liga zu den Expertenberatungen. Die Schweizerische Strassenverkehrsliga hat in einer In Bern stattgefundenen Sitzung beschlossen, zu denjenigen Punkten des Vorentwurfes zu einem Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr, die auch jetzt nach den Verhandlungen der Expertenkommission nach ihrer Ansicht noch einer bessern Abklärung oder einer klareren Redaktion des Textes bedürfen, eine Eingabe mit eingehender Begründung an das Departement einzureichen. -1. lt.