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E_1930_Zeitung_Nr.096

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der amerikanischen

der amerikanischen Konkurrenz bereits höhere Einfuhrzölle eingeführt. Auch in Frankreich betrachtet man die Automobilindustrie als denjenigen Industriezweig, der sich für die Zukunft zu einer der wichtigsten industriellen Landesgruppen entwickeln soll. Ein bedeutendes Gewicht wird zudem auf die Automobilindustrie als integrierender Faktor der Landesverteidigung gelegt, da namentlich der französische Generalstab sich die Devise der Motorisierung der Armee zu eigen gemacht hat. Neben grosszügigen Strassenbauplänen scheut man keine Anstrengungen, um diese Industrie aufs äusserste in ihrer Produktionsfähigkeit zu stärken. Den Inlandmarkt will man, neben der Abschaffung der Luxussteuer auf Autos, durch zunehmende Senkung der Verkaufspreise und Unterhaltkosten erweitern. Das reiche Frankreich ist bestrebt, dem Automobil diejenige Verbreitung zu verschaffen, wie dies auch in Amerika möglich war. Während 1913 noch 45 000 Wagen erstellt wurden, erhöhte sich diese Ziffer im Vorjahre auf 260 000, was 866 Wagen pro Tag entspricht. Der Umsatzwert (ohne Zubehör) erhöhte sich von 5,6 Milliarden Franken für das Jahr 1927 auf "über 6,5 Milliarden im Vorjahr. Ende 1928 standen 77 Automobilwerke im Betrieb, die ein Drittel der franrösischen Gesamtstahlproduktion verarbeiteten, ca. 220 000 Mann beschäftigten mit einer Lohnsumme von rund 2% Milliarden. An der Gesamtproduktion partizipieren die drei Grossfinnen Citroen, Renault und Peugeot mit rund 75 Prozent. Berliet, Donnet, Mathys und Chenard vereinigen weitere 14 Prozent auf sich, so dass allein auf diese sieben Betriebe 89 Prozent der Gesamtproduktion entfallen. In Anbetracht der expansiven Durchsetzung des französischen Marktes durch amerikanische Automobile ist es verständlich, dass die drei Grossproduzenten, CitroSn, Renault und Peugeot sich in irgendeiner Form zu verständigen suchen, um den drohenden Gefahren gemeinsam besser begegnen zu können. Unlängst haben zwischen diesen drei Firmen Besprechungen stattgefunden, um in erster Linie dem gegenseitigen Konkurrenzkampf ein Ende zu setzen. Den Anstoss zu diesen Sondierungsrerhandlungen gab die sich immer schwieriger gestaltende Lage des französischen Automobilgeschäftes, das im laufenden Jahr einen besonders empfindlichen Rückschlag zn verzeichnen hat Von allen Auto produzierenden Ländern hat Frankreich den stärksten Exportrückgang aufzuweisen. In den Monaten Januar bis Mai hat sich die Ausfuhr von Tourenwagen von 18328 auf 12292 gesenkt, wogegen jedoch der Exportwert von 600 Millionen Franken auf 800 Millionen gestiegen ist. Die eingetretene Absatzstockung hat in erster Linie die grossen Serienfabrikanten getroffen, die sich an eine tegenüber Wirtschaftskrisen empfindlichere Kundschaft wendet, als die Fabrikanten von Luxuswagen. Zwischen obigen drei Fabriken soll ein Vertrag zustande gekommen sein, wonach unter denselben die Exportmärkte gleichmässig zur Bearbeitung aufreteilt werden. Später wird diese Vereinbarung auch auf den Inlandsmarkt ausredehnt. Ferner ist beabsichtigt, in Zukunft einen gegenseitigen Austausch der technischen Erfahrungen' durchzuführen, woregen eine finanzielle Verständigung als unwahrscheinlich angesehen wird. Bezeichnend für den Verständigungswillen ist der Beitritt Andrg Citroens zum Syndikat der Automobilkonstrukteure, welchem bis dato nur Peugeot und Renault angehörten. Da Citroen aber gleichzeitig das Präsidium der Automobilfabrikanten weiter behält, dürfte es zu einer Fusion der bisher konkurrierenden Syndikate kommen, b) Italien. Aehnlich wie die französische leidet auch iie italienische Automobilindustrie unter würde eines Tages um sie werben. Und ich glaube, Hass und Furcht hätten mich ihm gegenüber erfüllt, wer immer der Betreffende auch gewesen wäre. In dieser Nacht warf ich mich, durch die neue Vorstellung in ein förmliches Fieber versetzt, schlaflos auf meinem Lager herum. Ich machte mir klar, dass der Schicksalsweg meines eigenen Kindes bald an einem Wendepunkt angelangt sein musste. Und in tiefster, unbeschreiblicher Qual kam es mir zum Bewusstsein, dass ich ihr meine leitende Hand nicht bieten durfte. Mich dürstete nach der väterlichen Verantwortung. Ich schrie es laut hinaus, dass ich hier, bei ihrer Gattenwahl, von Gottes und Rechts wegen ein Wort mitzureden haben sollte. Ich wand und krümmte mich vor Schmerz bei dem Gedanken, dass es mir, eben dadurch, dass ich sie allzu sehr liebte, verwehrt sein sollte, meine Liebespflichten auszuüben. Die Tränen, die mir schon einmal gekommen waren, kamen jetzt wieder, und ich weinte länge Stunden hindurch. dem einschneidenden Exportausfall. Der Rückgang der Ausfuhr macht sich in Italien deshalb besonders nachteilig bemerkbar, weil die italienische Automobilindustrie in starkem Masse auf das Auslandgeschäft aufgebaut ist. Aus diesem Grunde ist es verständlich, dass dieser Industriezweig eifrig alle Bestrebungen unterstützt, die auf noch schärfere Einführung von Vergeltungszöllen hin tendieren. In der neuen italienischen Positionserhöhung auf Automobilen liegt in der Tat eine deutliche Verstärkung der Abwehr gegenüber der drohenden Marktüberfremdung. Die Automobilexporte sind in der letzten Zeit rapid zurückgegangen, namentlich wenn man die Zunahme der Produktionskapazität der italienischen Autoindustrie berücksichtigt. Jahr Exportziffer • 1926 , , , , 28 389 1927 « . . . 29480 1928 . , -. , 22 539 1929 . . . . ca. 13 500 Mit dem Vordrängen der amerikanischen Konkurrenz hat Italien überall an Auslandsterritorium verloren. So sind z.B. die Exporte nach der Schweiz von 1926 bis 1929 um rund 50 Prozent zurückgegangen, diejenigen nach Grossbritannien von 3800 auf 100 Wagen. An der Spitze der ausländischen Kundschaft stand im Vorjahr Deutschland mit 3200 und Frankreich mit 3100 importierten Autos. Um die Exportlage dennoch einigermassen beherrschen zu können, sieht sich die italienische Autoindustrie, ähnlich wie ihre amerikanischen und französischen Konkurrenten, gezwungen, im Ausland immer mehr und mehr Fuss zu fassen, wie dies z.B. seitens der Fiatwerke in Deutschland über die Neckarsulmer erfolgte. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, wenn der Existenzkampf der italienischen Autoindustrie zu einem besonders harten wird und die meisten Unternehmen mit Verlust abschliessen müssen. Zusehends macht sich innerhalb dieses Industriezweiges auch die Konzentrationsbewegung bemerkbar. Was die Fiatwerke anbetrifft, so dürften diese von der Krise auch deshalb weniger berührt worden sein, weil sie in Nebenbetrieben, hauptsächlich im Grossmötorenbau, noch relativ gut beschäftigt sind. Resultate, Am Welt-Strassenbau-Kongress in - r Wa« shington, der kürzlich stattfand und an dem als Vertreter der Schweiz die Herren Marc Ich fing von neuem an, aufzupassen und nachzuspüren.' Der junge Mann erschien mir höchstbedrohlich. Ich folgte ihm, wenn er mit Julianna ging, und dass dabei ein Ausdruck in ihren Augen war, den ich vorher nie gesehen hatte, machte ihn mir nicht sympathischer. Ich hätte ihm am liebsten verboten, ihr den Hof zu machen, hätte ich es gedurft. «Grosser Gott,» sagte ich leise vor mich hin, «ich bin ja nur ein Gespenst!» Da gab mir, wie mir schien, der Zufall Gelegenheit, seinen Mut auf die Probe zu stellen. Mr. Estabrook ist ja hier. Er kann Ihnen von der Mitteilung erzählen, die der Automat ihm auf ein Stück Papier hinkritzelte. Aber von den Stunden voller Angst kann er Ihnen nicht erzählen, den wahnsinnigen Stunden, die ein armer Ausgestossener zubrachte, ehe jene Mitteilung niedergeschrieben wurde. Mit Augen, die von Schlaflosigkeit gerötet waren, hatte er vor des Richters Haus auf jede Kleinigkeit, die AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N» 06 (Schtass folgt.) Der Welt-Strassenbau-Kongress Peter, schweizerischer Gesandter in Washington, Alexander von Steiger, Chefingenieur für die öffentlichen Bauten, Bern, und Dr. Guglielminetti teilnahmen, stand im Vordergrund der zahlreichen Beratungen die Frage «Automobil und Eisenbahn». Der Kongress betonte in seinen Entschliessungen die unbedingte Wahrung des Charakters der Kraftfahrzeugsteuer und der Treibstoffabgaben als Zwecksteuern, die nur für Zwecke des Strassenbaues verwendet werdet dürfen. Verwischungstendenzen müssen streng abgewiesen werden. Die Verbrauchsteuer als Sonderbelastung des Automobilismus zugunsten konkurrierender Verkehrsmittel auszunützen wurde als Missbrauch abgelehnt. Grundsätzlich sollen sämtliche öffentliche Wege benutzenden Fahrzeuge — durchaus nicht nur Motorfahrzeuge — zu den Kosten des Strassenbaues beitragen. Die Steuersätze dürfen jedoch sich nicht in willkürlicher Höhe bewegen, um eventuell die Benutzung der Strasse unmittelbar zu hemmen. Der private und der gewerbliche Pftrsonenund Güterfrachtverkehr schufen nach internationaler Auffassung einen Neuverkehr, den zu wecken die Schienenbahn nicht imstande war. Es handelt sich hier vor allem um Güterbeförderung durch Motorfahrzeuge, deren Menge für den Transport in einem Eisenbahnwagen nicht genügend ist. Der Güterkraftverkehr auf guten Strassen löst einen Anreiz zur Versendung von Frachtgut aus, wodurch die Wirtschaftskraft nicht zuletzt auch der ländlichen Gebiete stark gefördert wird, und dabei werden die Eisenbahnen von den auf kurze Entfernungen zu befördernden Güter entlastet, die ihnen in allen Ländern der Erde doch nur geringe Ueberschüsse oder gar Verluste erbringen. Die positive Zusammenarbeit zwischen Eisenbahn und Automobil zu fördern ist eine der grossen Aufgaben des zwanzigsten Jahrhunderts; in zahlreichen Ländern sind bereits Ansätze für dieses Zusammenwirken vorhanden. bo. Ein Spiel mit Worten. In der < Neuen Bündner Zeitung > nimmt ein Einsender zum Leitartikel «Das Volk hat das letzte Wort» in Nummer 91 der Auto-Revue» Stellung. Er stösst sich daran, dass wir in der Art und Weise, wie in der Presse an den einzelnen Bestimmungen des Departementsentwurfes zum kommenden Bundesverkehrsgesetz Kritik geübt wurde^ eine Drohung an die Adresse des Gesetzgebers erblicken. Es sei keine Drohung, wenn geschrieben werde, dass man nichts unterlasse, um ein Gesetz mit der und der Bestimmung bachab schicken zu lassen; es sei lediglich eine ernste Mahnung aus dem Volke an diejenigen Instanzen, die den vorliegenden Entwurf endgültig durchberaten. Nun, uns scheint, dass zwischen einer solchen ernsten Mahnung und einer Drohung bloss in der Zusammensetzung der Buchstaben ein Unterschied bestehe, zumal der Einsender an seine ernste Mahnung die Worte knüpft: «Diese (die Instanzen, die den vorliegenden Entwurf endgültig durchberaten) werden im Interesse der Sache gut beraten sein, wenn sie diese Mahnung beherzigen.» Der Einsender ist ausserdem der Meinung, dass der Entwurf sich nur deshalb auf die Festlegung der grossen Richtlinien beschränkt und die Regelung aller Einzelheiten den Ausführungsbestimmungen und Vollziehungsverordnungen unterlässt, um das gutgläubige Volk vertrösten zu können. Die Schöpfer des Gesetzentwurfes haben aber in der sehr richtigen Erkenntnis gehandelt, dass es, ganz abgesehen von allen referendumspolitischen Erwägungen, viel zweckmässiger sei, sich im Gesetz selbst nur die Hauptprinzipien festzulegen und die Lösung sämtlicher Fragen, die mit dem jeweiligen ^Stande der Technik in engem Zusammenhange stehen und stets wieder durch die sich rasch verändernden Verhältnisse ein anderes Gesicht erhalten, den viel leichter revidierbaren und deshalb anpassungsfähigen Ausführungsbestimmungen und Vollziehungsverordnungen überlassen wird. -W. Glarner Verkehrspolizei. Anlässlich der Herbstsession des Glarner Landrates wurde der bereits früher aufgetauchte Wunsch nach einer Departementsänderung wieder neu vorgelegt. Die Verkehrspolizei soll demnach von nun an der Militär- und Polizeidirektion unterstellt werden, und nicht mehr wie bisher der Baudirektion. Baudirektor Hefti gab auf das Verlangen hin Auskunft, nach seinen Ausführungen wirkte seinerzeit die Ueberlastung des Militär- und Polizeidepartementes ausschlaggebend. Unzukömmlichkeiten aus der Doppelsipurigkeit, die für die Initiative zur Departementsänderung führte, seien übrigens nicht vorgekommen und die Baudirektion hätte es sich angelegen sein lassen, die Polizisten auch über ihre Funktionen zur Kontrolle und Regelung des Verkehrs zu instruieren. Die meisten Polizisten des Kantons genossen die Gelegenheit, selber fahren zu lernen und sich damit in die Mentalität des Fahr- dort vorging, gelauert. Noch kann er Ihnen das Entsetzen schildern, das die Seele des Einsamen an jenem Abend gepackt hatte, als der Richter die Stufen seines Hauses herabkam und sich plötzlich einem Schatten aus der Vergangenheit Auge in Auge gegenübersah. Ich bin ja der einzige, der Ihnen das Furchtbare jener Begegnung zu schildern vermag. Wie mich zuerst der Hund erkannte, indem er winselte und sich zu meinen Füssen niederduckte, und gleich darauf der Mann, dem der Atem pfeifend durch die Kehle kam und der dann leichenblass wurde, das sind Dinge, die ausser mir kein menschliches Wesen weiss. Ich sehe noch des Richters Gesicht vor mir. Es sah mich an mit dem anklagenden Ausdruck, den ich so gut kannte; und ich schlich mich davon in dem Gefühl, dass jetzt endlich das Schlimmste eingetroffen sei. Er hatte hinter die Maske meiner Jahre, meines körperlichen Zusammenbruchs und meiner seelischen Qualen gesehen. Mit einem einzigen Blick hatte er, ehe er sich schwankend Erzlehungsmassnahmen der Verkehrsverbande. Unsere Diskussion. zeuglenkers einzufühlen. Periodisch würden in Konferenzen die aktuellen Fragen des Strassenverkehrs besprochen. Die Baudirek- Es sind uns in letzter Zeit eine Anzahl Korrespondenzen von Automobilisten zugegangen, welche fast tagtäglich unterwegs sind und die aus ihrer eigenen Praxis bei anderen, hauptsächlich jüngeren Fahrern vielfach ein bedenkliches Manko an Verkehrsdisziplin feststellen mussten. Ein Einsender macht nun neuerdings die Anregung, dass die Verkehrsverbände, denen doch die Aufklärung und Erziehung ihrer Mitglieder naheliegt, in der Bekämpfung der schlechten Strassengewohnheiten führend vorangehen. Zu diesem Zwecke sollten es sich einmal alle Automobilisten zur Pflicht machen, unanständige Fahrer mittels der Wagennummer zu eruieren und deren Namen je nach der Kantonszugehörigkeit den dort wirkenden Sektionen de« A. C. S. und T. C. S. bekanntzugeben. Wenn die Leitung der Sektionen in dem Fehlbaren ein Mitglied erkennt, so wäre der Betreffende vorerst schriftlich zn verwarnen und im Wiederholungsfalle müsste mit Ausschluss gedroht werden. Die den Sektionen damit gestellte Aufgabe wäre zweifelsohne recht heikel, würde aber sicher ihre Wirkung nicht verfehlen. Die Verbände, welche je und je für korrekte Fahrweise eingetreten sind, könnten selbst bei eventuellem geringen Mitgliederverlast ihr Ansehen nur festigen, wenn auch nach aussen hin mit der Mitgliedschaft in eirnem Club eine ganz bestimmte Gewähr für tadellose Führung des Wagens geboten werden kann. Vielleicht melden sich Vertreter von Clubs zum Wort oder sind in der Lage, anderweitige, erfolgversprechende Vorschläge zu machen. e. tion des Kantons Glarus sei prinzipiell nicht gegen eine Departements-Aenderung, indessen müsse darauf aufmerksam gemacht werden, dass die ATbeitsverteilung weitgehende Umstellungen nach sich ziehen werde. Die kantonale Baudirektion sei — so wurde gleichzeitig mitgeteilt — in ihrer Eigenschaft als Vorgesetzte der Verkehrspolizei mit einer Verschärfung der Fahrprüfung durchaus einverstanden. Von anderer Seite wurde während den Verhandlungen nicht nur deT Verschärfung von Fahrprüfungen das Wort geredet, sondern man schlug sogar Nachprüfungen vor, um die Qualitäten der Inhaber von Fahrbewilligungen neu zu prüfen. So gut wie die Führer der «Weidlige» auf unsern Seen nachgeprüft würden, wäre auch eine ähnliche Massnahme für die Motorfahrzeugfahrer zu empfehlen... bo. Entlastung der Staatsstrasse Bern—Thun dringlich! Wir erhalten aus Thun die nachstehend« Zuschrift: Eine am letzten Samstag in Wichtrach stattgefundene Versammlung fasste nach eingehender Diskussion folgende Resolution: «Die auf Samstag, den 8. November von Freunden der Autostrasse nach Wichtrach einberufene Versammlung zur Besprechung des heutigen Standes der Autostrasse Bera- Thun war von Interessenten und Grossräten von Rubisren bis Thun zahlreich besucht. Sie wurde präsidiert von Herrn Lehmann-Kuoni in Münsinsjen. Die zahlreichen Votanten aus allen Gemeinden des Aaretals wiesen einhellig auf das dringende Bedürfnis der Entlastung der heutigen Staatsstrasse hin und ersuchen die Behörden und namentlich die kantonale Regierung, die dringend nötige Autostrasse zn fördern. Die Versammlung spricht auch den Wunsch ans. man möchte bei den allfälligen Landentschädisrungen eine möglichst entgegenkommende Haltung einnehmen. > K. wieder ins Haus zurückwandte, mir mein Geheimnis entrissen. Er hatte mich wiedererkannt. Da packte mich die Tollheit der Verzweiflung. Sie trieb mich dazu, durch die Hand des Automaten jene Botschaft niederzuschreiben; und sie führte mich zu dem törichten Entschluss, den Richter, der ja nun wusste, dass ich noch lebte, aus meinem eigenen Munde wissen zu lassen, dass ich ihn und die Seinen, aus Liebe zu meinem Kinde, nie belästigen würde. Ich hatte ertragen, was ein Mensch nur ertragen kann. Zum zweitenmal betrat ich in meiner Verzweiflung den Garten. Ich erstieg den Balkon. Der Richter war in seinem Zimmer mit Estabrook. Sie sahen mich alle beide. Ich ergriff die Flucht, und ihre entsetzten Blicke verfolgten mich. Was könnte ich Ihnen nun noch erzählen? Sie haben alles gehört. Ich bin ein elender, armer Kerl. (Fortsetzung lotet.)

N°96 - ÄUTOMOBIL-REVUE Im Oktober 1930 MTnderwert der Einfuhr Fr. 523,000. — Abnahme der Ausfuhr Fr. 85,000. Die rückläufige Bewegung im AussenhandeJ hält, wie nach den vorangehenden Mona- Oktober 1929 a 111 202.58 197.814 b 1 6.41 3.206 c 43 294.26 137.269 ten nicht anders zu erwarten war, weiter an. d 338 3756.12 1.C06.663 Zwar nahm der Monat Oktober schon in den e 180 2563.68 1.396.341 vorangehenden Jahren eine Sonderstellung f 87 2281.10 1.449.839 g 19.77 8.582 ein, indem er stets im Vergleich zum Durchschnitt der neun vorangehenden Monate des 123.84 51.942 4.751.786 h 60 130 Jahres kleinere Ziffern aufwies. Der Monat 767 9248.36 Abnahme der Einfuhr 523.409 Oktober 1930 macht von dieser Regel keine Ausnahme. Der monatliche Durchschnitt bis zum September beträgt Fr. 6,516,037 und das Total des Monats Oktober Fr. 4,288,377. Im Jahre 1929 betrug der Durchschnitt der ersten neun Monate 7,10 Millionen, im Jahre 1928 6,6 Millionen gegenüber dem Monatstotal von 4,75 Millionen im Oktober 1929 und 5,31 Millionen im Oktober 1928. Es muss jedoch festgestellt werden, dass die Ziffer für den Monat Oktober eine leichte Zunahme gegenüber dem Monat September aufweist, wie das auch 1929 der Fall war. Zusammenfassend stellen sich die Totalziffern für die Einfuhr wie folgt: 660 Einheiten (767 im Oktober 1929) mit einem Gewicht von 822,091 kg (924,836 kg) und einem Wert von Fr. 4,228,377 (4,751,786). Der Minderwert beläuft sich aiff Fr. 523,409. Die entsprechenden Ziffern für die Ausfuhr lauten: 15 Einheiten (32), 159,761 kg (203,543) mit einem Wert von Fr. 1,448,801 (1,534,192). Der Minderwert beziffert sich somit auf Fr. 85,391. In Wirklichkeit muss man den Minderwert mit Fr. 225,489 in die Rechnung setzen, wenn man berücksichtigt, dass das Total vom Oktober 1930 einen Betrag von Fr. 141,098 für elektrische Anlasser und Dynamos in sich fasst Diese Zollpositionen standen im Monat Oktober, wie bereits früher erwähnt, 1929 noch nicht unter den obigen Ziffern. Indem wir zu den genauen Ziffern für alle Länder übergehen, erinnern wir an die neun bekannten Zollkategorien: «) Mo«oTTwd- und -dreiräder ohne Lederüberzujr: b) andere (also solche mit Lederüberzue); e) Automobile und Chassis im Stückgewicht Ton weniger aU 800 kg; elektrischer Anlasser und Dynamos. D Automobil« mtd Chassia Im Stückjccwicht TOH 800 bis und mit 1200 k*; e) Automobile nnd Chassis Im Stückgewicht Ton 1200 bis and mit 1600 kg; O Automobile nnd Chaesia im Stück**wicht von mehr als 1000 kjr; f) Karosserien aller Ali für Automobil«; h) Elektrokarren; 0 Traktoren ohne Ätif die rehn Yerschledenen Bezugsländer Verteilt, ergibt sich für die einzelnen Kategorien das nachstehende Bild: Dautaoblsiid i,mTr?' Belgien steck m 47 b 1 « 8 d 8 a 18 i 1 e 2 f a 9 b 1 o 8 d «1 e 24 f 7 a 4 0 3 d 50 e f g abedef 23 4 4 11211 KSederland* a f Großbritannien a 35 b e 4 d 1 f 2 Iriacher Freista»t o 1 i 4 ^Tschechoslowakei f Ver. Stuten a 3 b e 3 d 159 e 75 f 67 Oktober 1930 Unser Motorfahrzeug-Aussenhandel Die Oktober-Einfuhr. l ! e Y', 4 te Wert In FT. 82.69 74.026 8.33 6.359 67.82 45.194 98.26 65.050 261.74 170.952 465.10 391.554 9.12 6.302 11.94 4.790 17.97 6.350 28.47 25.000 2.96 2.5S3 15.53 13.120 68 1.000 49.02 27.696 680.64 249.500 363.25 188.789 239.92 182.694 86 489 1.37 2.140 6.6t 6.765 27.30 17.007 467.25 168.480 394.07 194.036 165.85 126.754 49 283 8.16 8.754 1.20 600 7.07 4.200 25.25 10.000 15.20 7.250 29.84 25.990 6 80 3 80 21 446 81.47 83.618 6.65 3.876 19.78 13.500 11.77 6.500 73.20 138.314 1.39 770 9.10 8.450 51.03 20.364 40 6.625 1.200 13.491 653.880 504.630 727.790 9.00 4.611 35.82 13.806 8 6.79 2.94 29.33 1854.59 1116.82 1367.03 a 102 201.19 191.888 b 6 19.80 12.934 e 26 209.47 124.438 d 281 3137.66 1.152.410 e 148 2179.55 1.090.657 f 88 2334.19 1.596.165 g 2 20.92 12.435 h 1 11.94 4.790 i 7 106.19 42.660 660 8220.91 Tot«! 770.577 87.583 805.328 513.325 66.774 626 245.577 23.814 40 1.924.833 4.228.377 Fünf von diesen zehn Lieferanten-Staaten führen Motorfahrzeuge und Zubehör im Betrage von mehr als 100,000 Fr. in die Schweiz ein. Diese allein stellen rund 97,5 Prozent der Gesamteinfuhr dar. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika behaupten mit Fr. 1,924,833 oder 45,54 Prozent die Spitze. In den zweiten Rang klassierte sich unser nördlicher Nachbar Deutschland mit Fr. 770,577 oder 18,22 Prozent, dicht gefolgt von unserm Nachbar im Westen, Frankreich mit 665,328 oder 35,73 Prozent. Die nächsten Ränge der Reihenfolge belegen Italien mit Fr. 513,325 (12,13 Prozent), und Grossbritannien mit Fr. 245,577 (5,87 Prozent). Unsere inländische Industrie belieferte im Monat Oktober nicht weniger als 38 Länder mit schweizerischen Erzeugnissen. Die einzelnen Kontingente sind wie folgt aufgeteilt: Deutschland Oesterreioh Frankreich Italien Belgien Niederlands Grossbritannien Die Oktober-Ausfuhr. a c f a c f acfgacfacfac f Stück 1 « kg 34.63 67 291.68 51 28 75 S6.40 4.49 32.78 36.51 30 61 211.13 31 74 49.17 32.28 2.26 43 6.55 38 3.83 298.87 Wert in Fr. 36.006 1.180 101.464 70 50 795 1.553 34.116 5.882 27.763 50.269 312 588 172.855 600 739 45.801 44.183 3.253 1.217 7.114 890 3.834 181.492 Total 138.770 36.464 83.914 174.255 90.723 11.584 186.216 Wiederum ist Russland unser bester Abnehmer, und zwar speziell für Automobile and Chassis mit mehr als 1600 kg Gewicht. Die gleiche Zollkategorie ist in den Lieferun- Gewinner der meisten grossen Strassenrennen pro 1930. (Targa Florio, 24 Stunden SPA, etc. etc.) Fragen Sie solche, die ihn fahren I NOCH NIE hat es einen bessern Reifen, ej n wirksameres Profil gegeben. Generalvertretung: 32 2035.43 Abnahme der Ausfuhr 85.391 Ein bemerkenswerter neuer Reifen! „STELLA BIANCA" Versuchen Sie gerade im Winter diesen europäischen SUPERPNEU SERVA-DEFAG A.-G. ZÜRICH Spanien 82 606 Neuseeland und 25 224 e 13 253 f 37.84 26.302 27.160 Portugal ffafacf 15 15 Dänemark «.23 6.935 6.935 Norwegen O 50 1.89 1.856 1.906 Schweden 14 327 3.83 4.017 6.90 8.951 13.295 Finnland f 56 597 597 Lettland, Estland a 90 f 210 300 Litauen a 9 130 130 Polen a 16 220 of 2.63 2.367 89.70 61.031 63.618 Tschechoslowakei a 6 44 cfcfaefaf 45.38 49.383 94.16 119.771 169.198 Ungarn 11 122 2.32 2.939 3.061 Jugoslawien 661 857 29 49 1.132 2.018 Rumänien 18 139 12.65 6.803 6.942 Russland, ükrainef 119.55 351.085 351.085 Aegypten 58.21 35.448 35.448 Algerien, Tunis, 1.53 1.532 Libyen 3.49 5.532 7.064 Marokko 1.81 1.323 17 315 83 1.554 3.192 Südafrika 36 200 200 Ostafrika 64 950 950 Persien, Mesopotamien, Afghan. f 47 488 488 Syrien 115 27 27 Britisch Indien 10 10 Niederl. Indien 30 30 Japan 2.81 2.385 2.66 5.428 7.813 Ver. Staaten 3.44 7.370 7.370 Columbien 2 33 33 Brasilien 22.78 12.120 12.120 Argentinien 6.15 3.702 3.702 Chile 1.67 1.800 1.800 Peru 52 67 40 107 Südseeinseln f 37 261 Oktober 1930 ä 4 60.83 66.174 e 143.61 141.098 f 11 1402.80 1.250.909 g 36 670 h 1 50 1.448.801 15 1597.61 t 21 1871.69 1.371.739 i 11 382 1.334.192 Oktober 1920 • 11 163.54 b 20 161.566 535 ST. GALLEN Telephon 32.962, Pelikanstr. 9 Tel. 52.91. Unterer Graben 11 gen nach Großbritannien, Italien, der Tschechoslowakei und nach Deutschland, wie die Reihenfolge angibt, mit Beträgen über 100,000 Franken beteiligt. Die Totalausfuhr nach diesen Ländern erreicht 70,36 Prozent unserer Gesamtausfuhr. Der Rest, d. h. 25,86 Prozent, gelangt in die nachstehenden Länder Belgien, Frankreich, Polen, Oesterreich, Aegypten, Spanien, Schweden, Brasilien und Holland, wobei sämtliche der vorgenannten Staaten Kontingente zwischen 10,000 und 100,000 Franken beziehen. La.-R. $n Tendenzen in der Entwicklung der Mille Miglia. Die Mille Miglia, das klassische Strassenrennen Italiens, spielt nicht nur in ihrem Heimatlande selbst, sondern auch in ganz Europa, in der Reihe der internationalen autosportlichen Wettbewerbe eine führende Rclle. Das Rennen beschränkte sich ursprünglich vor allem auf Serienwagen. In der Entwicklung der Mille Miglia ist nun unterdessen eine gewisse Stagnation eingetreten, von der zu hoffen ist, dass sie die Kräfte zu neuem Aufschwünge heranbilde. Man erhob im Lauf« der Jahre sorgfältige Beobachtungen, man achtete auf das Echo, das aus dem Lager der industriellen Kreise drang, und man konnte konstatieren, dass sich im Laufe der Zeit für die Mille Miglia eine besondere Wagenart herausbildete, der sogenannte «Typus Millo Miglia», der sich bereits mehr den Rennwagen näherte und sich vom Serienwagen entfernt hatte, mit andern Worten, ein ausgezeichneter Sportwagen. Die erkennbare Tendenz bei der Mille Mi* glia, die auf den Sportwagen hindeutet, wird noch gefördert durch ein internationales Reglement, das nur sehr weitgespannte Bedingungen enthält und in der Klassifizierung der Kategorie Sportwagen vor allem Unsicherheit aufweist. Die Conpa ddle Mille Miglia, die wenigstens für den italienischen Autosport ein eigentliches erinaseimento» der grossen Rennen bedeutete und auch in den übrisren Staaten grosses Echo erweckte, nähert sich langsam aber deutlich bemerkbar der Formel der reinen Geschwindigkeit. Und hier entsteht nun die Frage nach der 1 "Bedeutung dieser für die Entwicklung der Mille Misdia entscheidenden Tendenz. Jedenfalls darf bei diesem Rennen der bis heute aufrecht erhaltene Hauotcharakter nicht ver-* wischt werden, die Mille Miglia soll eine ge-M wältige industr^le und propagandistischen Manifestation bleiben, die auf einer riesigen 1 > 'Strecke ausgetragen wird und alljährlich die* besten Fahrer trnrt d!e bedeutendsten Fabriken, die vitales Interesse am Autosport ha-* ben, auf den Plan ruft. Durch die Annäherung an die Formel der reinen Geschwindigkeit scheint in fachmännischen Kreisen nun die Mille Miglia eher ungünstig sich zu entwickeln: die neue Tendenz züchtet die Spezialkonstruktion, von der man sich doch heute mit allen zur Verfügung stehenden Kräften lösen will. Sie würde ziem-" lieh wahrscheinlich zu einem speziellen Interesse werden für die Rennfahrer, die sich immer wieder an den klassischen Strassenrennen Italiens beteiligen und für die Kon* struktionshäuser, die die speziellen Wasren herstellen, die allgemeine Aufmerksamkeit iedoch würde verringert werden. Anderseits vermag aber das alte Reglement auch nicht die in steter Entwicklung begriffene Durchschnittseeschwindisrkeit richtig zu erfassen. Man erhebt deshalb in italienischen Snortkreisen den Ruf nach deutlicheren Umsrhreibungen im Reglement, das der Mille Miglia' den Haunteharakter eines Strassenrennens für serienmässig hereestelite Wagen beibehält, keine ungünstigen Evolutionen mehr zuiSsst und d^s indessen den ständigen Fortschritt der Technik berücksichtigt und Veraltetes ausscha'tet. Auf diese Weise Weibt das TausendmeiW-Renn^n e?ne der führenden automobilistisdien Manifestationen, die man im Autosport kennt. bo. Der belgische Autokalender wurde fri einer Sitzung der Sportkommission des König*. Automobilclubs am 30. Oktober endgültig festgelegt. Bekanntlich wird bei Malchamps am 7. Juli für die europaische Bergmeisterschaft ein Bergrennen ausgetragen, auch der bekannte belgische Rekordtag soll anfangs Juni im Laufe einer Automobilwoche in Ostende stattfinden. Das 24-^tundenrennen um d#n Grossen Preis von Belgien kommt am 5. und 6. Juli zur Diirchfahranj, wlhrend ein Grosser Preis für Belgien für reine Geschwindigkeiten 8 Tage später über 24-Stunden auf dem Circuit von Spa-Francorchamps zum Anstrag srelansrt. x. (weitere Sportnotizen siehe Seite 7) Soeben erscheint die November-Nnmmer der «Illustrierten Automobil-Revue»; zu beziehen bei der Expedition.