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E_1930_Zeitung_Nr.097

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10 AUTOMOBIL-REVUE N n

10 AUTOMOBIL-REVUE N n 97 /' Der Staubsauger am Wagenende, die Verwirklichung eines Aprilscherzes (allerdings nur auf dem Papier) siert hat, « gelangt » er in einen engen Kanal, in welchem sich — ebenfalls durch ein paar Zahnräder angetrieben — eine Transportschnecke (siehe Fleischhackmaschine) dreht. Die Schnecke presst nun ganz einfach die Luft aus und neben dem Staub hinaus, so dass zulezt mir eine Staubwurst übrig bleibt, die aus dem Rohr p auf die Strasse fällt. at.. U. S. A. macht Europa für seine Autokrise verantwortlich. Die National Automobile Chamber of Commerce, -der alle grossen amerikanischen Automobilkonzerne als Mitglieder angehören, hat an die Tarifkommission eine Eingabe gerichtet, in der eine eingehende Untersuchung der indirekten Diskriminierungsmethoden verlangt wird, die seitens verschiedener europäischer und überseeischer Länder gegen die amerikanische Automobilindustrie angewandt werden. In dem Antrag wird behauptet, dass die Diskriminierung eine Verletzung der in den Handelsverträgen enthaltenen Meistbegünstigungsklausel darstelle und bereits verhängnisvolle Rückwirkungen auf den amerikanischen Kraftwagenexport und den Beschäftigungsgang in der amerikanischen Automobilindustrie ausübe. + Antwort 7705. Ungenügende Vakuumförderung. Zuschrift weitergeleitet. Red. Frat;e 7711. «Touring»-Zerstäuber. Könnte mir ein neutraler Sportkollege seine Erfahrungen mit dem «Touring»-Zerstäuber mitteilen, der in die Ansaugleitung eingebaut wird und eine Benzinersparnig ergeben soll? K. R. in B. Frage 7712. Morgan-Dreirad. Ich beabsichtige, ein Morgan-Dreirad zu kaufen, und. zwar das Mod. Spezial mit Wasserkühlung. Kann mir einer der Leser der A.-R. über dieses Fahrzeug Auskunft geben? Wie bewährt sich der Motor, wie sind die Fahreigenschaften, der Verbrauch, die Reparaturen, wie verhalten sich die zwei Gänge im Gebirge und im Verkehr? Da man nur sehr selten solchen Fahrzeugen begegnet und in der Zentralund Ostschweiz keine Vertretungen bestehen, wäre ich dankbar, wenn mir ein Besitzer eines Morgan in der Nähe von Zürich oder Bern durch die A.-R seine Adresse zukommen lassen würde und mir erlaubt, den Morgan bei ihm anzusehen. F F in B. Frage 7713. Betriebskosten eines Rugby- Wagens. Kann mir ein werter Mitabonnent genaue Angaben machen über die Höhe des Kilometer- Selbstkostenpreises eines Autos nach folgenden Angaben: Marke Rugby, Mod. 1925, 5plätzig, 8,63 Steuer-PS, in sehr gutem Zustand, teilweise frisch revidiert, mit Verdeck, Wert: Fr. 1000.— Die Kilometer pro Jahr sind mit 3500 anzunehmen. Die Sache verhält sich nun so: Mit diesem Wagen fahren unser zwei, mein Verwandter, der eine Bäckerei und Konditorei betreibt und nahezu täglich seine Kundschaft besucht, somit % — % obiger Kilometer fährt, die übrigen fallen auf mich. Was nun die Reparaturen anbelangen, kann ich einen Teil derselben in meiner Werkstätte ausführen. Für die geleistete Arbeit werde ich jedoch entsprechende Fahrkilometer einziehen, würde aber mein Pensum an gefahrenen Kilometern mein Guthaben übersteigen, werde ich die weitern Kilometer bezahlen. Aus diesem Grunde ist es für uns von Interesse, den Selbstkostenpreis eines Kilometers zu wissen. S«, H. F. in V Frage 7714. Frostgefahr für den Akkumulator. Kann ein Akkumulator bei zu grosser Kälte nicht platzen ? Durch was kann man ihn vor Einfrieren schützen ? A. M. in W. Ein neuer deutscher Omnibustyp mit c Voran »-Vorderradantrieb, rahmenlosem Wagenkasten und Schwingachsen. Der Vorderradantrieb eignet sich hier deshalb besonders gut, weil das ganze An-- triebsaggrega-t, bestehend aus Motor, Kupplung, Getriebe und Antriebsrädern eine Einheit bildet, die in kurzer Zeit ausgewechselt werden kann und weil durch die Verlegung des Führersitzes weit nach vorn bedeutend an nutzbarem Karosserieraum gewonnen werden kann. Die Karosserie besteht aus Metall und ist in sich selbst steif. Antwort: Gefahr des Gefrierens besteht für den Akkumulator nur dann, wenn der Akkumulator entla-den, das spezifische Gewicht der Füllsäure also nur etwa 1.1 ist. Füllsäure von diesem spezifischen Gewicht gefriert schon bei —5 Grad Celsius. Hat die Schwefelsäure dagegen ein Gewicht von 1,4, so gefriert sie erst bei —55 Grad Celsius und bei einem Gewicht von 1,14 ist auch erst eine Kälte von 28 Grad Celsius gefährlich. Beim Winterbetrieb haben Sie also nur darauf zu achten, dass die Batterie nie mehr als halb entladen wird. at. Frage 7715. Uebergrössen, Ballonpneus. Lohnt sich bei einem älteren Wagen die Auswechslung der Reifen durch solche, bei welchen Uebergrösse- oder Ballonpneus aufgezogen werden können? Sind die Annehmlichkeiten, die grössere Pneus bieten, gross genug, um die Umbaukosten zu rechtfertigen? F. U. in E. Antwort: Je grösser die Luftkissen, auf denen der Wagen rollt, desto geringer sind die Er- pen würden übrigens nicht stillstehen, wenn der Abfluss gehemmt wäre. Dagegen stehen gerade die modernen sog. «zwangsläufigen» Brennstoffpumpen in diesem Fall still, der Kolben geht hier solange nicht mehr in seine Ausgangsstellung zurück, bis das Benzin wieder abfliessen kann. Solange bleibt schütterungen und Stbsse, denen Fahrgestell, Karosserie und Insassen ausgesetzt sind, und desto- auch die Feder, die den Kolben in einer der beiden Richtungen bewegt, gespannt. Zwangsläufig geht weniger Reparaturen werden notwendig. Auch der nur die Bewegung in der andern Richtung vor s,ich. Verbrauch an Brennstoff, der infolge seines hohen Preises das Betriebskonto stark beeinflusst, lässt Automobilbremsen, die sich nicht erwärmen sich durch Verwendung von Uebergrössen herabdrücken, weil das starke Luftkissen der Ueber- dürfte auch kaum möglich sein, eine sich nicht er- und nicht abnützen, gibt es bis jetzt nicht. Es grössen die Unebenheiten auch schlechter Strassen wärmende Bremse zu schaffen. Noch leichter so wirkungsvoll in sich aufnimmt, dass derjenige Hesse sich dagegen die Abnützung vermeiden, at. Teil der Motorleistung, der bei kleineren Luftkissen zur Ueborwindung dieser Unebenheiten dienen muss Frage 7718. Lackieren einer Karosserie. An der und verbraucht wird, nunmehr dem Vorwärtstrieb Karosserie meines Wagens, bestehend teilweise aus des Fahrzeuges nutzbar gemacht wird. Die Ausstattung eines bisher mit normalen Reifengrössen versehenen Fahrzeuges mit Uebergrössen ist also eine Kapitalanlage, die sich in jedem Falle bezahlt macht. Frage 7716. Steuer-PS, effektive PS. Können Sie mir ferner noch beantworten, warum die Steuer PS nach der Formel 0,4 berechnet werden. Wie erhält man die eigentlichen PS, die ein Motor in Wirklichkeit leistet ? Wieviel Steuer PS ergeben sich bei 70 mm Bohrung und 100 mm Hub vier Zylinder ? H. F in V Antwort: Durch die Steuerformel 0,4 i d d s, worin i die Zahl der Zylinder, d die Bohrung in Zentimeter und s den Hub in Meter bedeuten, beabsichtigte man ursprünglich ein ungefähres Mass für die Leistung eines Motors zu erhalten. Heute können diese «Steuer-PS» oder «zu versteuernden PS», wie man besser sagen würde, nur noch als roher Vergleich für die Leistung verschiedener Motoren gewertet werden, mit der wirklichen oder

Bern, Dienstag, 18. November 1930 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 97 Zeit Efn S n che Von H.B.-B. Technische Geräusche zweiter Güte. « Siiisasoöääähh! > — Verdammt, da hat einer einen Stop gerissen; seine Bremstrommeln orgeln wie ein verstimmter Leierkasten! «Ratsch, Räzsch, Krach», — jammernd ist der «Gang» hinein «gerutscht». — Dissonanten, das kreischende Weinen eines misshandelten Getriebes, — oder — Mahnrufe der Revisionsnotwendigkeit? — — Der alte Göpel knackt und kracht, — ratsch, räzsch, — alle Mühe umsonst: Alterserscheinungen! — Aber auch aus dem metallenen Leibe der neuen eleganten Limousine der Madame X. dringt dieses ritzelnde Geräusch: — das zartbeschuhte niedliche Füsschen ist abgeglitten und hat — die Kupplung krachend fallen gelassen. — * Das ist der Sang vom « Gang »! Das Schwirren. Dreitausend Meter über Meer! Plötzlich ein Schwirren, Summen, ein Rattern und Knattern, — in majestätischer Pracht zieht ein metallener Vogel über die massigen Eiszinnen dahin, — man äugt, staunt das Wunder an, erdgelöst fliegt er weiter, windverweht, gedämpft klingt sein Echo in den "Wänden und Flühen, gleitet über Bänder und Planken: — der Siegesmarsch der Technik im zwanzigsten Jahrhundert! • Das « Bohrgeräusch ». Bohrmaschinen, — eine staunende Menge, «— surrend, pfeifend, spitz und stählern — treiben sie Kerbe in den harten Asphalt. — Man versteht kein Wort, nein, es ist gut so, die Stimme der Menschen hat zu schweigen. ~- hier spricht die Technik! — Stampfend, die Muskeln des Mineurs sind wie Drähte, gespannt, hart, — funkensprühend, pustend, pfauchend dringt die Spitze in den Boden, stossweisse bröckelt das Gestein, —• sssrrnmuiii, — elektrisch getrieben, —; Stück um Stück löst sich, spitzer und spitzer wird das Bohrgeräusch. l Das « Erinnerungsgeräusch ». Was ist denn los? — Alles bleibt stehen Ond schaut: — Pferde kommen, blutwarme Pferde, keine mechanischen PS, — ein Viergespann, — ein Holzfuhrwerk, das knarrend seine Strasse zieht. —- — Wie ein Bild aus alter Zejt, ein Stich eines Meisters der Nadel, — eine Erinnerung an eine vergangene Epoche: — Pferde, lebendige, ja, — es war einmal! — Man begreift jenen Knaben, der, als er ein Pferd misten sah, ängstlich seinem Vater zurief: «Papa, Papa, sieh' mal, dieses Ding da verliert ja ein — Kugellager! > New Yorker Wolkenkratzerwettrennen Viele Amerikaner, die vom Geiste des alten Europa mehr oder weniger angekränkelt sind, beklagen die stetige Zunahme der Zahl der Hochhäuser, die ihre Höhe und die Zahl ihrer Etagen zumeist nicht einem Bedürfnis, sondern der Sucht nach einem Rekord, nach dem Uebertrumpfen des letzten Rekordbrechers verdanken. Der angesehene Architekt Delano hat kürzlich bei einem Frühstück in London seine englischen Kollegen gewarnt, Hochhäuser zu bauen. Die Amerikaner, so erklärte er, werden langsam Wolkenschaber. Kaum hat Multimillionär Smith oder Backpulverfabrikant Rapple den Bau eines Hauses mit 100 Etagen, 300 Meter hoch, angekündigt, so setzt sich schon Autofabrikant McDussle oder Börsenfürst Vanderbull mit seinem Architekten an den Tisch, um die Pläne eines hochgestellten «Bügeleisens» zu besprechen, das noch 50 Meter höher ist, und 20 Stockwerke mehr aufweist. Gegenwärtig zählt New York 72 Häuser mit mehr als 30 Stockwerken, darunter sind 15 Gebäude, die die Höhe der Cheopszwischen diesen Ungeheuern zerdrückt, die das Leben öde und steril gestalten. Der Philosoph John Dewey — auch so was gibt es drüben — malt das Zukunftsbild einer Wolkenkratzerstadt, in der die oberen Zehntausend buchstäblich auf den Höhen des Daseins in Sonnenschein und freier Luft einherwandeln, während die Proletarier mit und ohne Stehkragen tief unten im Halbdunkel der Schluchten umherkrauchen. Drang nach oben. Trotz dieser pessimistischen Mahnworte moderner Propheten wächst die Zahl der twmm%j£ Pyramide, 170 Meter, überragen. Auch der Eiffelturm, bisher das höchste Werk von Menschenhand, ist seit diesem Jahre übertroffen, von dem Hochpalast des Automobilfabrikanten Chrysler, der auf der 42. Strasse mit seinen 77 Stockwerken über 310 Meter hoch in die Lüfte ragt. Kleinstadt: « Empire State Building». Die 66., 67. und 68. Etage ist bereits auf 21 Jahre gegen eine Qesamtmiete von nahezu dreieinhalb Millionen Dollar an den «Wolkenklub» vermietet, der hoch oben ein vornehmes Restaurant betreiben will. Mr. Chrysler wird sich aber nicht lange rühmen können, das «höchste Gebäude der Welt» sein Eigen zu nennen. In der berühmten Fünften Avenue wächst an Stelle des al> gerissenen Hotels Waldorf-Astoria ein neuer Koloss empor: das Empire State Building, in dem 85 Stockwerke in einer Höhe von 1300 Fuss (zirka 430 m) aufeinander gestapelt werden sollen. Wenn das Haus im kommenden Mai fertig sein wird, werden 2500 Menschen die Kontore in den 85 Etagön füllen. Mehr als 60 Aufzüge werden zur Beförderung dieser Menschenmasse, die der ge T samten Bevölkerung einer unserer . Klein;. städte gleichkommt, ständig im Betrieb sein. Auf dem geräumigen Dachgarten des Emr, pire State Buildung ist ein riesiger Anker?-' mast, fast 70 Meter hoch, geplant, an dem transkontinentale und transatlantische Zeppeline vertäut werden können. In einem beson-. deren Elevator, der durch das hohle Stahlrohr des Ankermastes läuft, werden die Fluggäste in wenigen Minuten auf die Strassen von New York gelangen können. Zukunftsmusik. Und fast jeder Tag bringt Kunde von neuen Plänen, die sich gegenseitig überbieten. Die Millionärspaläste an der .Fünften Avenue, die eben erst begannen, historische Patina anzusetzen, werden reihenweise niedergemäht, um den modernen Kasten Platz zu machen. Ein Architekt hat, um dem Bauherrn den Appetit zu schärfen, ausgerechnet, dass nach genauen theoretischen Berechnungen der Errichtung eines 7000. Fuss (!) hohen Gebäudes nichts entgegenstände! Höhe ist überhaupt kein Hindernis, nur die Anbringung der nötigen Aufzüge macht den Baumeistern Kopfzerbrechen. Je höher der Bau, desto mehr unvermietbaren Raum nehmen die Elevatoren ein. Und desto grösser wird die Armee der Liftboys, Reinmachefrauen, Fensterputzer usw. i All das schreckt aber die Unternehmer nicht ab. Schon zeigen die Herren Noyes, und David Schulte an, dass sie nördlich von der alten City Hall einen Bau erstehen lassen wollen, der mit 150 Etagen und 1600 Fuss Höhe (530 m) das berühmte Woolworths-Hochhaus um hundert Prozent übertiumpfen soll. Die Baukosten sind auf 75 Millionen Dollar veranschlagt, während die Kosten für das vorhin erwähnte Empire State Building nur die Kleinigkeit von fünfzig Millionen betragen soll. Und auch die Herren Noyes und Schulte rechnen mit der voraussichtlichen Entwicklung der Luftfahrt: Auf dem flachen Dache ihres Baues, das so gross sein wird wie ein kleines Bauerngut, F E U I L L E T O N Die blaue Wand Von Richard Washburn Child. Autorisierte Uebersetzung aus dem Amerikanischen »on Liße Landau. (Engelhorns Romanbibliothek.) CFortsetzune aus dem Hauptblatt.) «Ich hab' vergessen, die übrigen aufzuziehen!» flüsterte mir die Alte zu, als hätte sie meine Gedanken erraten. «Ich bin halbtoll davon geworden.» Ich nickte, um ihr zu zeigen, dass auch ich anfing, die Wirkung der sonderbaren Zustände hier zu spüren, die ich zuerst jenseits, in dem Zimmer mit der blauen Wand, empfunden hatte. «Lassen Sie mich hier,» sagte ich leise zu ihr. «Qehen Sie hinunter zu Mr. Estabrook; er ist im Hausflur. Er hat eine Botschaft für Sie aus früheren Zeiten.» Meine Worte hatten vielleicht besonders bedeutsam geklungen; oder vielleicht war Margaret Murchie in diesem Augenblick besonders feinhörig und erkannte aus den harmlosen Worten einen tieferen Sinn heraus. Wie dem auch sei — in ihrem Gesicht leuchtete es auf.. Jener eigentümlich leuchtend freudige Ausdruck erschien darin, den man nie auf einem Männerantlitz und nur sehr selten auf Frauengesichtern sieht. Einen Augenblick lang schien sie wieder jung zu sein. Ihr Körper, dessen Geschmeidigkeit mit den Jahren geschwunden war, wurde wieder elastisch. Sie hatte in diesem Augenblick nicht mehr die Haltung einer dienenden Schwester. Sie war völlig verwandelt. «Monty Cranch ist wieder da!» rief sie mit unterdrückter Stimme. «Er ist nicht tot! Das wusst' ich ja! schon!» Wusst' ich ja immer «Gehen Sie jetzt,» gebot ich. «Mr. Estabrook hat Ihnen mancherlei zu erzählen.» So ging sie hinunter und Hess mich allein vor der weissen Täfelung, der Tür. Ich stand buchstäblich und bildlich genommen an der Schwelle von Mac Mechems Geheimnis; und ich war überzeugt, dass seine Lösung auch den sonderbaren Einfluss erklären würde, der auf den Zustand meiner Patientin, die kleine Virginia Marbury, gewirkt hatte. Lauschend drückte ich mein Ohr an die Tür. Kein anderes Lebenszeichen war vernehmbar, als ein leises Atmen, und selbst das hörte ich vielleicht auch nur in meiner Einbildung, wie ich mir zugestehen musste. Ich zögerte, zu handeln — wie es unter solchen Umständen wohl begreiflich war —, zögerte, halb aus Furcht; war mir doch, als müsse der Himmel krachend zur Erde stürzen, sobald ich den Türknopf des verschlossenen, stillen Zimmers berührte, oder als müsse sich ein Dämon zeigen oder sonst irgend ein Anblick, grausig genug, um den Beobachter in Stein zu verwandeln. Ich war überzeugt von der Anwesenheit einer Person oder mehererer da drinnen in dem Zimmer; meine Augen versuchten, gewissermassen durch die getäfelte, hölzerne Wand hindurchzublicken. Mein Auge wanderte die Tür hinauf und hinab und wieder hinauf und hinab. In dem Hause war es, nachdem Margaret in das Vestibül hinuntergegangen war, so still, dass das Ohr den Flügelschlag von riesigen sammetnen schwarzen Schwingen zu vernehmen glaubte. Die Dämmerung, die infolge der geschlossenen Fenstervorhänge herrschte, brachte seltsame Schatten hervor, in denen das Auge Ungewisse, gesoenstlsche Wesen zu erkennen glaubte, die über Leben und Schicksal der Menschen wachten. (Fortsetzung folgt.) Abend- und Strassen- modisdie Einzelstücke sowie Stoff-Mäntel mit Pelzbesatz in hervorragend sdiöner Ausführung. Neueste Modelle. Massige Preise.