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E_1930_Zeitung_Nr.097

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ift AUTOMOBIL-REVUß

ift AUTOMOBIL-REVUß 1930 — 97 La donna e mobile. Das Wort Calderons: « Wer Weib sagt, sage zuerst Wandelbarkeit !» hat wieder einmal eine Bestätigung erhalten, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt, und zwar ist es Fräulein Olive Belle Hamon, die Tochter des inzwischen verstorbenen Oelkönigs von Oklahoma, über deren rasch sich wandelnde Launen die amerikanischen Zeitungen spaltenlange Berichte bringen. Die junge Dame, die sehr hübsch sein soll, hatte einen jungen Mann kennen gelernt, mit dem sie sich 8 Tage darauf verlobte und den sie auch sofort heiraten wollte. Die Lizenz war schon besorgt und alles war für die Trauung vorbereitet. Der glückliche Bräutigam fuhr mit Fräulein Olive bei dem Pastor vor, der die Trauung in seinem Hause vornehmen sollte. Aber noch hatte die holde Braut nicht den zweiten Fuss aus dem Auto auf das Strassenpflaster gesetzt, als ihr plötzlich einfiel, dass sie in einer halben Stunde eine Verabredung mit einem Schauspieler hatte. Um keinen Preis der Welt wollte sie in dieser Verabredung wortbrüchig werden, deshalb, Hess sie ihren Bräutigam stehen und fuhr zu dem Rendez-vous. Die Trauung Humor Beim Heiratsvermittler. -— *käi möchte eine ehrbare Frau beiraten!* — «Wünschen Sie mehr „Sir" oder mehr „bar*'?» Franenpünktlichkeit. — Dame: « Seit fünf sitze ich nun hier im Cafe und warte auf meinen Maim. Jetzt ist es bereits haslb sechs wnd er ist noch nicht da. > — Di-e ander© Dame : « Wann hatten Sie sicir denn verabredet ? » — Die andere : < Um vier.» In der Schale. — < Nun, Klaus, wer schlug die Philister ? > — < Ich weiss es nicht, Herr Lehrer — ich habe heute den Sportbericht noch nicht gelesen. > Grösstes Lob. — « Kannst du mir eigentlich deinen Schneider empfehlen ? » — «Ich wurde also auf den nächsten Tag festgesetzt. Abermals erschien der Bräutigam und abermals fuhr man zu dem Pastor. Auf Wunsch der Braut wurde ein kleiner Umweg gemacht, obwohl der Bräutigam dagegen Einspruch erhob. Es kam zu einem geringfügigen Wortwechsel, aber man versöhnte sich doch rasch wieder. Schon, glaubte der junge Mann, die reiche Braut sicher zu haben, schon wollte der Pastor mit der Traurede beginnen, als Fräulein Hamon kühl und sachlich erklärte, sie habe sich die Sache anders überlegt, sie wolle diesen Mann nicht heiraten. Alle Vorstellungen des Verlobten, des Pastors und der Trauzeugen nutzten nichts : die Dame beharrte auf ihrem Kopf. Das Beinahe-Ehepaar fuhr getrennt nach Hause. Aber eine Nacht ist eine lange Zeit. Am Morgen klingelte das Telephon bei dem jungen Mann. Olive meldete sich. Sie sei nun doch zur Heirat bereit, nur wünsche sie... Es muss ein netter Häufen Wünsche gewesen sein, der da dem Bräutigam unterbreitet wurde, denn es wird berichtet, Mass er der launischen Dame sehr energisch geantwortet haben soll. Und aus der Heirat ist bis auf den heutigen Tag nichts geworden. Radio Zoo bin sehr zufrieden — sieh mal, dieser Aßzug zum Beispiel hat Ms zur letzten Ratenzahlung gehalten.» Sie \reiss warum. « Meine Frau sorgt sehr für mich; sie-zieht mir jeden Abend die Schuhe aus. » — « Wenn du nach Hause kommst ? > — < Nein, wenn ich ausgehen will.» Aas dem Probeheft eines Hintertreppenromans : Der Mörder stiess seinem Opfer das Messer bis ans Heft in die Brust. (Fortsetzung folgt.) . (Das Heft wird In der nächsten Woche wieder abgeholt.) Paradox. « Mama, gib mir, bitte, ein Stück Kuchen, damit ich meinen Kaffee nicht so trocken trinken muss.» Der Tagesfilm Der Mann, der Barte sammelt. Jeder hat sein Steckenpferd. Der eine sammelt Briefmarken, der andere Autogramme von Filmgrössen. Ueber den Geschmack ist eben nicht zu streiten, weshalb man auch nicht lächeln darf, wenn man einmal mit Mr. E, V. Higgins aus Boston zusammenkommt und von ihm erfährt, welchen Gegenstand er des Sammeins am meisten wert hält — Männerbärte! Seit Jahren befindet sich dieser eigenartige Zeitgenosse auf Weltreisen, um seltene Exemplare für seine Sammlung zu erwerben. Jedes auffallend bärtige Gesicht, lerneueste auf diesem Gebiete ist nun, dass man seine Theorie beim Verhör von Angeklagten anwenden will, und zwar, auf folgende Weise : Dem Angeklagten wird eine Liste von Wörtern vorgelegt, von denen sich einige auf das ihm zur Last gelegte Verbrechen oder auf die Beweisgegenstände beziehen. Der Angeklagte muss nun diese Liste dem er im • afrikanischen Urwald, im indischen Dschungel oder auf der sibirischen kung machen, die ihm momentan einfallt. vorlesen und zu jedem Wort eine Bemer- Tundra begegnet, bereitet ihm Freude. Sind Die Schnelligkeit der Gedankenassoziation die Verhandlungen so weit gediehen, dass wird mit einer Stoppuhr kontrolliert. Sobald der Bärtige sich zum Verkauf seiner männlichen Zierde entschliesst, so packt Mr. Hig- was er sagen soll, entsteht, sagen diejenigen, der Angeklagte zögert und genau überlegt, gins seinen Rasierapparat aus, und der Wilde ist in kurzer Zeit glatt wie ein junges fehlen, die Vermutung, dass er schuldig ist; welche diese Untersuchungsmethode emp- Mädchen.. Der Amerikaner verstaut seine das Zaudern werde sich immer dann be- Trophäe sorgfältig, hängt eine Etikette mit Nummer, Datum und Ort daran und verzeichnet in seinem Notizbuch, wie lange das Abrasieren gedauert hat, ob es leicht war oder schwer, ob der Wilde dabei das Gesicht verzog usw. Mr. Higgins sammelt nämlich die Barte nicht aus reiner Begeisterung für den Sport, sondern es ist nebenbei auch sein Geschäft. Er teilt nämlich seine Erfahrungen von Zeit zu Zeit einer grossen Rasierklingenfabrik mit, und diese benutzt sie, um ihre Erzeugnisse den Erfordernissen der betreffenden Gegend anzupassen und letztere zu ihrem neuen Absazgebiet zu machen. Mr. Higgins hat Im Verlaufe .seiner Sammlertätigkeit verschiedene eigenartige Rasiermethoden, kennen) gelernt. So erfuhr er,, dass auf Java, die einzelnen Barthaare mit einer Zange, ausgezogen werden, an deren Stelle auf Nen-Guinea eine Schlinge . aus einem Kuhschwanzhaar tritt. In Hinterindien verwendet man geschliffene Feuersteine zum Rasieren, während Mr. Higgins in Ostafrika Zeug© war, wie Schlächtermesser diese Aufgabe za erfüllen hatten. Nahrungsaufnahme durch die Haut ? Vor einiger Zeit wurde die Ansicht geäussert, dass auch di© menschliche Haut einer künstlichen Ernährung dienstbar gemacht werden könne. Man glaubte, dem Körper gewisse Nährstoffe zuführen zn können, wenn man diese Nährmittel in die Haut eintreiben würde. Diese Vermutung hat sich als irrig erwiesen. Die beiden Forscher Winternitz und Naumann (Halle) haben in die Haut versuchsweise Fette, Jodverbindungen und Rohrzucker eingerieben. Eine Aufnahme dieser Stoffe durch denKörper Hess sich jedoch nicht feststellen. Die Fettstoffe, mit denen die Haut durchtränkt ist, verhindern das erforderliche tiefe Eindringen der Nährstoffe in den Organismus. « Die » oder «das » Automobil ? D Annunzio, der bekanntlich nicht nur Dichter, sondern auch ein begeisterter Automobilist ist, erklärte kürzlich-in einer Rede im italienischen Automobilclub, dass der italienische Sprachgebrauch, nach dem das Automobil ein Masculinuni ist, falsch sei. Ein guter moderner Wagen sei, durch die- absolut weiblichen Qualitäten der Lebhaftigkeit und Faszination, ausgezeichnet. Er könne sich daher auch wie eine Frau gewandt aus den schwierigsten Situationen ziehen. Allerdings neige das Automobil zum Ungehorsam, den D'Anntmzio seltsamerweise für eine unweibliche Eigenschaft hält. Psychoanalyse in der Strafuiitersuchuns;. In Amerika herrscht eine Psychoanalyse- Manie. Freud ist drüben sehr bekannt und seine Lehren versucht man auf die verschiedenste Art praktisch zu verwerten. Das Al- merkbar machen, wenn es sich um ein mit dem Verbrechen zusammenhängendes Wort handle. Eine Uhrenieindin. In London lebt eine Frau, die die Uhren durch ihr blosses Erscheinen zum Stillstand bringt. Sie braucht nur in ein Zimmer zu treten und die dort befindliche Uhr bleibt stehen. Diese Tatsache ist wiederholt konstatiert worden, und zwar in zwei verschiedenen Häusern, so dass man kaum eine Mystifikation zu befürchten hat. Ob diese Frau, eine gewöhnliche Arbeitersfrau, schön oderhässlich ist, wird nicht gemeldet, die Gesichtsbeschaffenheit ist also gleichgültig. Ein Arzt, den man um die Erklärung dieser merkwürdigen Erscheinung ersuchte, erklärte, es sei bekannt, dass die chemischen Eigenschaften der Haut bestimmter Personen Einfluss auf verschiedene Metalle und Steine ausüben. Er kenne, sagte er, eine Anzahl Frauen, die zum Perlentragen verwendet werden, weil die Perlen, wenn sie mit ihrer Haut in Berührung kommen, schöner werden- Es sei sehr gut möglich, dass die erwähnte 'Arbeiterfrau, sobald sie in ein Zimmer komme, in dem eine Uhr hänge, eine intensive elektrische Reaktion hervorrufe, aber noch wahrscheinlicher sei es, dass das Stillstehen der Uhren durch die chemische Wirkung ihrer Haut verursacht werde. Es gebe viele Personen, die darauf verzichten müssen, eine Uhr bei sich zn tragen, besonders aber eine 'Armbanduhr nicht benutzen können, weil •'diese nie richtig gehen will. Die Frau, die durch ihr blosses Erscheinen die Uhren zum Stehenbleiben zwingt, ist jedenfalls ein ganz eigenartiges Phänomen. Anekdote. Es gibt in Wales eine entzückende, im vorigen Jahrhundert wieder instandgesetzte Schlossruine, die von vielen Touristen besucht wird. In dem historischen Kerker, in dem zur Zeit der Königin Elisabeth politische Gefangene schmachteten, ist vor fünfzig Jahren ein grosses Fenster eingemauert worden, um die Besichtigung leichter zu machen. Zahlreiche Besucher haben mit ihren Brillanten ihre Namen auf die Scheibe gekratzt. Als der Schriftsteller K. Jerome dasSchloss einmal besichtigte, studierte er aufmerksam die bekritzelte Scheibe, dann schrieb er mit grossen Buchstaben, seinen Diamantring benutzend, darunter: «Alle oben angeführten Personen wurden wegen Pferdediebstahls zu Zuchthaus verurteilt.» Seit der Zeit ist kein neuer Name mehr dazugekommen. FRÄTELüCMi nou//Eux A/Tl NEBIoLo LACRIMAE-CHRl/Tl BARoLo BARBAREVTo FALERNo «APR1 Die Drei v o n d e r Tankstelle mit LILIAN HARVEY WILLY FRITSCH GSschenenSÜBS BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. 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N° 87 — 1930 Es war ein Portier, der uns wohlbehalten nach seinem Hotel lotste. Wir konnten zufrieden sein. Ueber die Sehenswürdigkeiten der einzelnen Städte ist schon viel geschrieben wor- vergesslich schöne Ferientage lagen damit hinter uns. /. L. •wn. Ich möchte mich daher lediglich auf die Schilderung der touristischen Verhältnisse beschränken. Im allgemeinen haben wir fast durchwegs sehr gute Strassen angetroffen. An den wenigen schlechten Strek- Joubm ken wird intensiv gearbeitet. Unvergesslich schön bleibt mir die Fahrt von Genua his Sestri Levante: ist die Strasse auch wenig asphaltiert, so ist sie doch gut und windet sich in zahlreichen Kurven, bald ansteigend Touren-Antworten und bald fallend, den mit Oliven bepflanzten Hängen und Buchten entlang. Zur Rechten das im südlichen Sonnenglanz glitzernde, blaugrüne Meer — ein Bild von erhebender Schönheit. - r Von Spezia ging die Fahrt dann ins Lan- Sesinnere hinein, in die Toscana. Es war eine Freude, mit den gesprächigen und freundlichen Chianti-Weinbauern etwas zu plaudern. Wir machten's wie der schwäbische Fiedelmann und tranken auf unserer Fahrt (kann man nicht auch Wanderfahrt sagen?) von einem jeden Wein. Geweint aber haben wir in Neapel nicht, es war dort unten denn doch zu schön. • In den Städten, auch in den grössten, herrscht sehr gute Ordnung. Ich konnte alle, die ich befahren musste, ohne die geringste Störung gut durchqueren. Hotel und Gara- Kenpreise sind überall normal. In kleineren Städten traf ich manchmal etwas enge Garagen; ich überliess dann den Wagen zum Einfahren dem Garage-Personal, das überhaupt gegen ein kleines «Mancia» sehr dienstfertig ist. Bei der Rückfahrt von Neapel fuhr ich über Benevent, Isernia, Sultnona nach der Adria: Von Isernia weg empfiehlt es sich, im Sommer über die Gebirgsstrecke etwas Wasser für den Kühler mitzuführen, da das Gelände sehr wasserarm und für den Motor auch etwas anstrengend ist. Ich hatte zufällig ein Chiantifläschchen mit Wasser mitgenommen und war dann herzlich froh darüber. Bei einem Halt wollte mir zwar auch ein Napoli- Sie bezweifeln, dass eine Armbanduhr Erschütterungen ertragen kann — dann kennen Sie die Omega Präzisionsuhr nicht. OLEUM BASILEUM Tourismus Ouvertüre zur neuen « Saison >. gerne nach der Rätselecke des «Autlertaner-Wagen mit Wasser aushelfen, was sehr Feierabends » greifen. Wir haben den Sommer hindurch unsere Neapelfahrt liebenswürdig von ihm war. Sonst ist die Unsere Leser werden sich — so hoffen Wir beginnen heute mit der Veröffentlichung Ueberquerung NeapeWPescara sehT lohnend, führt sie doch durch ein Gebiet mit fältig für die neue Wintersaison vorbereitetunseren Aufgaben beteiligen, um so mehr, als interessanten und verschiedenen Rätsel sorg- wir gerne — auch in Zukunft wieder rege an von Tourenbeschreibungen unserer Leser, die in letzter Zeit das Ausland besuchten. Nachstehend viel Abwechslung. Einsame Ortschaften mit und glauben nun, mit dem Fallen der Blätter wir die Rätselecke diesen Winter wieder sehr ein Bericht über eine prächtige Fahrt vom Aar-freundlichegäu nach Neapel und zurück, die im August und genügsamen Bewohnern unsere beliebte Rätselecke wieder eröffnen sorgfältig pflegen werden. Für die besten dieses Jahres ausgeführt wurde. Die Red. wechseln mit unbewohnten, kahlen Höhenzügen. Die Strasse ist ordentlich gut. Reihe von originellen und unterhaltendenaus, treffen mehr richtige Lösungen ein, so zu können. In der Folge werden wir eine fünf Lösungen schreiben wir Buchpreise Es war 5 Uhr morgens, als wir in E. wegfuhren. Via Qotthard ging's nach Chiasso; Plötzlich lag dann Pescara an der Adria Aufgaben und Rätseln unseren Lesern wie-entscheidederum vorlesen, die über den Winter immer Glücklichen. das objektive Los über die fünf der Zoll war bald erledigt und um 5 Uhrvor uns. In den salzigen Fluten seines schö^ abends schwang sich in Mailand ein Mann nen Strandbades befreiten wir uns vom auf das Trittbrett unseres Wagens der... Staub der Abruzzen. Dann aber konnte ich Erschrecken Sie nicht, es passierte uns nichts. losziehen, durch ebenes Gelände nach Ancona und Rimini. Hier noch ein letztes Bad, ein «a rivederci» und weiter ging's auf schönster Asphaltstrasse über Bologna und Mailand unsern heimischen Aipen zu. 20 un- T. A. 596. NOrbufgring. Eine weitere Antwort: Dar Nürburgring, die interessanteste Prüfstracke für Autos und für die Fahrer, ist eine 28 km lange Beigstrasse mit ca. 170 Kurven, etwa 700 m Steigung auf einer Runde und Gefälle bis 18%, auf einer Abkürzung sogar bis 30% Der Ring liegt in der Eifel, einem weiten, romantischen Bergland vulkanischen Ursprungs zwischen Maas und Mosel. Die kürzeste Strecke von Zürich führt über Schaffhausen, Donaueschingen, Horb, Pforzheim, Bruchsal, Mannheim, Worma, Mainz. Koblenz (linksrheinisch), von d» In die Eifel über Mafen- Adenau (ca. 550 km). Sie können auch einen Weg durch Frankreich fahren: über Basel Mülhausen, Col de Bussang, Epinal, Nancy, Metz. Thionville, Saarburg, Trier, Wittlich, Manderscheid, Daun- Auf dieser Strecke können Sie die berühmten Eifelmare, d. h. die hochgelegenen Kraterseen ansehen, die landschaftlich sehr eigenartig und reisvoll sind. Die Nürburgstrecke führt malerisch von einer Höhe zur andern, talauf, talab, rings um die tNürburg» herum. Pro Person kostet der Eintritt Mk. 9.—« ohne besondere Taxe für den Wagenr gültig für eine Bunde. Die Strecke stellt grosse Anforderungen an die Selbstbeherrschung des Fahrers und ist eine Strapaze für den Wagen, Es ist ein eigenes Gefühl, im Anfang kurvenreiche Strassen, steiler wie die Zürichbergstrasse, mit Tempo hinunter zu jagen. Aber trotzdem können keine Maximalgeachwindlgkeiten des Wagen*. erreicht werden, weil die einzige Gerade zu kurz ist. Wie rasqh Ihr Wagen in der Ebene ist und was für Steigungen er "in de» einzelnen Gangen macht,, probieren Sie.besier vorher in der••: Schweiz. Aber dann werden Sie »>S Fahrer einen einzigartigen Genuss haben. KB. In Z. T. A. 598. Cattaro. Bedenken brauchen Sie wirklich keine zu haben, denn es ist kein grösseres Risiko bei dieser Fahrt als z. B. bei einer Autotour nach Neapel. Die Strasgen des dalmatinischen Küstengebietes sind gut. Die Boute Triest. Fiume. SenJ, Otocac, Gospic, Obrovao, Bepkovac (Abzweigung nach Zara), Sibenik (Sehenieo), Split (Bpa- Jato), Duare, Kozike, Metkovio, Dubrovnik (Ra* gusa), GTuda, Rotor (Cattaro) ist durchgehend gut befahrbar. Triest-Cattaro 72t km,. Schlechte Strassen, die bei Regenwetter oft wirk» lieh unpassierbar sind, gibt es 1© Osten Jugoslaviens, den Sie mit Ihrer Route ja nicht berühren. Der Verlag der «Automobil-Revue» hat eine Auttfcmobilkarte mit Führer der Balkanländer (Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland und europäische Türkei) herausgegeben, die sowohl in kartographischer als auch in textlicher Hinsicht als zuver» lässig gelten darf. M. G. in B. Touren'Fragen T. F. 599. Portugal. Es hat mich schon linge gewundert, dass man zwar viel von Spanien ftl« Autotouristenziel spricht, selten oder nie aber von Portugal. Liegt das daran, dass Portugal schwer zu erreichen ist, oder daran, dass sich ein Besuch im Hinblick auf die gebotenen Sehenswürdigkeiten nicht lohnt? Wenn mich meine Kenntnisse von der Geographiestunde her nicht im Stich lassen. 60 ist uns Portugal als ein landschaftlich äusserst reiches Land geschildert worden. W.'H. in B. Die Drei von der Tanksteile. (Tonfilm in den Bubenberg-Lichtspielen, Bern.) Aus dem Operetten? j staat der Jahrhundertwende mit dem feschen Prinzen Nicky, der verbotenerweise nach dem « süssen, blonden Mädel» pirscht, mit den jovialen, reichen Onkels, den verkrachten alten Fürstentümern und ungarischen Gutshöfen, vor denen die Mlat»töcke ; dampften, ist eine jüngere und um etwelche« beschwingtere Operettenwelt entstanden, die beim Tango flirtet, über Cocktails diskutiert und beim Sport Hemmungen abreagiert, aber Liebe für die Operette ist geblieben, — und das begeisterte Publikum auch. Die Drei von der Tankstelle tollen durch einen neuen Operettenfilm der Ufa, in dem das Auto eine grosse Rolle spielt Pie Bewegungen in diesem Film haben etwas eigenartig Neues und Verbeissendes angenommen, von dem man singt und sagt: Der Weg zum guten Operettenfilm! Da gibt es kleine, aber trotzdem verheissende Szenen, in denen die Musik mit dem Bild verkoppelt ist und das Ganze in einem Rhythmus misiunmenschmilzt, aus dem die neue Film-Operette werden .könnte. (Allerdings könnte !) Das rea:le Bild ist aufgelockert und einem grösseren und allgemeinen Gesetz, dem Gesetz des Handlungsrhythmus unterordnet, die Gegenstände leben nicht : mehr eigengesetrikh, sondern tanzen lustig im Takt» mit. , Der Herr Gerichtsvollzieher wird von musikalischer Macht getrieben zum finster krähenden Geier, auf dessen heiseres Kreischen die Kommoden, Teppiche, Stühle BASLER- OEL W*grecht: i. Waschmittel. 5. Baum. 9. Europäitehe Hauptstadt. 11. Getränk. 12. Gefäss. 15. Schlachtort an der. Donau. 17. Sammelwerk für Karten. 19, Hausvorbau. 20. Peinlicher Zustand. 22, Form von: ergeben, 24. Gestalt aus den Nibelungen. 25. Stadt an der Donau. 26. Gewebe. 27, Feines Gebäck. 29. Fischeier. 30. Metallegierung, 32. Dünne Zweige. 24. Spanischer Feldherr. 38. Schweiz. Schriftsteller. 39. Griechischer Dichter. 40. MusikplattenmaTke. Senkrecht: 1. Chem. Zeichen. 2. Niederlassung. wirklich photographiert zum Fenster hinaus in die Verlorenheit des Pfändungs-Möbelwagens hineinschweben. Da gibt es weiter Szenen, in denen Arbeiter, Angestellte und Stenotypistinnen aufmarschieren und das Filmband beleben, ein Direktioriskomitee singt Opernparodien —• das sind wahrhafte Gewinne dieses neuen deutschen Tonfilmes, die in ihrem embryonalen Zustande noch die weitesten ynd berechtigsten Hoffnungen offen lassen. Und sonst? Einzelne Szenen bewegen sich auf dem Niveau des guten, unterhaltenden Operettenfilms, es wird ein wenig in unschuldiger Tonfilmliebe gemacht, der Fritsch mit dem blonden Lächeln in den Mundwinkeln und die kesse, schmaläugige Harvey bauqhen rieh gegenseitig «Liebling > zu, bis man es eben glauben muss. Gut, sehr gut die Drei von, der Tankstelle in den von einer leisen Berliner Schnoddrigkeit gepfefferten Szenen, wo sie sich gemeinsam durch dieses harte Jammertal der Welt geh lagen und an einer Tankstelle sich die ersten Erfahrungen hinter ihre grünen Ohren schreiben müssen. Geradezu herrlich Rühmann, der an Minderwertigkelten leidet. Autos flitzen vorbei, manchmal h8rt man nur ein leises Ziehen, manchmal stehen sie gross und nah vor dir. und man ist vom Polsterstuhl aus begeistert für dieses angenehmste aller Kulturgeschenke, diese langen, schönen Autos voll bebender Unruhe. Drei von der Tankstelle •— das flitzt, knattert, funkelt, sprüht und verzischt von lefseh, humoristischen Lichtern, die diesem wirk' lieh qualitativen Unterhaltungsfilm Glanz und Ton geben. Lumophon W30. Unsere Rätselecke bo Dieser S-Rähren-Schirmgitter-Empfänger «W 30» istBur für den Anschlusa an ein Wechselstromnetz von 110,125, 150 und 220 Volt Spannung, nicht aber für Gleichstromnetze geeignet. Eine Metallgrund» platte trügt sämtliche Baubestandteile. Die Vorderplatte trägt die Skala mit den beiden Kondensator» knöpfen (Grob- und Feineinstellung), den Knopf für die Loskoppelungseinrichtung und einen solchen für die Rückkoppelung. Links an der Grundplatte befindet sich der Röhreneinschalter, rechts gegenüber der Wellenumschalter für die Bereitstellung das Gerätes zum Empfang von Wellen einer Länge von 200^600,-bzw. 1000--2000 Meter, sowie für die Umschaltung auf Grammophonübertragung. Es gelangen folgende Telefunken-Röhren zur Verwendung; Zur Gleichrichtung des Wechselstromes eine Gleichrichterröhre Typ 4 G 30 (der TKD). Als Hochfrequenz verstärkerröhre in der Vorstufe die indirekt geheizte Schirmgitterröhre RENS, 1204, an den oberen Teil dieser Röhre ist das im Apparat befestigte Heine Kabel anzuschliessen. Als Audionröhre eine REN 804, Als Niederfrequenz Verstärker die Endröhre RE 134, oder die lautstärkere RES164 (mit Mittelstecker). Die Röhren sind örtlich nach Fig. 2 der Anweisung etnzusetzten. Eine besondere Vorbehandlung der Kontaktstifte ist nicht erforderlich, da die in diesem Gerät verwendeten Röhren- Bock*! einen unbedingt sicheren Kontakt gewährleisten. In den meisten Fällen genügt eine etwa 15 bis 20 m lange, gut isolierte Innenantenne, da die Hochfrequenzleistung des Gerätes eine überraschend hohe l»t, :Bei ungünstigen Empfangsverhältnissen empfiehlt sich die Anlegung eines einfachen Freiantennendratites von efwa 20 m Länge. Behr gro=se Antennea. setzen die. Trennschärfe des ^Empfängers herab, d« die Lautstärke in ganz übertriebenem Masse euniramt. Bei einem Veriueh Jn der Nähe von Born In ca. 7 km Luftlinie vom Sender war es mit'einer Rehelfsantenne möglieh, ca. 30 Sender einwandfrei im 8. Teil eines Hafens. A, Gestalt aus Peer Gynt. 5. Hirschart, ß, Chem, Element. 7. Kopfbedeckung. 8. Baum. 9. Himmelsrichtung. 10, Feines Gemüso. 13. Hilfsmittel bei Operationen. 14. Raumbegriff. 15. Dänische Insel. 16. Kaufmännischer Ausdruck. 17, Raubvogel. 18. Alte Münz«. 19. Note. 21. Männlicher Vorname. • 23. Gutschein. 2ßa. Weiblicher Vorname. 26b. Deutscher Strom. 28. Larve, 29. Papiermass. 29a. Alte Waffe. 31. Temoeraturbe- .zeichnung. 33. Gemeinschaft. 35. Spanischer Nationalheld. 37 Ein anderes Wort für Fluss. Lautsprecher zu empfangen, wobei mit Hilfe der Antennenloskopplung6einriehtung auch sehr nahe beisammen liegende Stationen, soweit sie noch nicht überlagert waren, einwandfrei getrennt werden konnten. Ein Vergleichsversuch mit dem bereits vielfach bekannten Empfänger e Lumophon i' W » (Gloria) ergab, dass derselbe in bezug auf Selektivität und. Klangreinheit noch-übertroffen wurde. Wie dfe meisten modernen Apparate ist auch das Lumophon W3Q für Schallplattenwiedergabe eingerichtet. Emil Didrlng, «Spekulanten». Roman. (Georg Westerroann, Braunsehweig). Der nordische Dichter Ernst Didring hat in seiner Romantrilogie cErz» die fremde und wilde Welt der schwedischen Eisenwerke inmitten djer,.$chneekaltan Natur in faszinierenden Bildern beschworen- In den beiden ersten Bänden «Hölle im Schnee» und «Der Krater» tritt der Kampf um die arme 3 kleine Existenz in allar unbarmherzigen Schärft hervor, der dritte Band der Trilogie spricht vom Blut des Unternehmens, vom Kapital! Die Bergwerk« Verschwinden im Hintergiunde, jetzt lösen sich die Umrisse der grossnn Geldmenschen. Zfrttlen, Aktien, Börsenberichte tan. zen ihren bösen Reigen, und Geld wird zum absoluten Mittelpunkt einer hysterischen Masse von Menschen. Nordische UnSentimentalität, tiefer Ernst und Allverbundenheit mit der Natur nach Hamsuns klassischem Vorbild leiten Didring, der die Tragödie eines Abenteurers des Gefühls schreibt, den das Schicksal I» die Mitte gewlssenloeer Spekulanten gewirbelt hat, und dessen romantischer Sinn sich atiflehnt, dessen Sensibilität alle die selbstverständlichen Grausamkeiten der Welt de* Geldes nicht begreifen kann. Eine Frau, deren bezwingende Durchschnittlichkeit zu den besten Fi* gurendes Dichters gehört, wird für den haltlosen Romantiker zum tiefsten Erlebnis, und gemeinsames Leid, gemeinsames Glück schweissen zwei Menschen In magischer Gewalt zusammen und heben sie über die Welt der Spekulanten, des Kapitals, des Erzes, das überall donnert, hinaus. Der Ernst, der in diesem-Buche WftTtet Und die zwingende Kraft dp" Darstellung vermitteln dem Leier eine wertvolle Lektüre. x GOLDSCHMIED NA/EIN PLATZ Büchertisch 7i"iair-u i Brillant- Gold- und Silberwaren Eigene Werkstätte Fachmännische Bedienung Kein Autofahrer ohne dieses Hellöl • Schützt vor Infektionen, Heilt ErKranKungen "er Atmyogsorgan 1 vortreffliches Einreibemittel öei Muskel-Rheumatismen, auch als Badezutatz gegen diesen zu verwenden •. i "'iu '!•. i' . IN ALLEN APOTHiKfNI n