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E_1930_Zeitung_Nr.099

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ussweg. Längs dem

ussweg. Längs dem "Silsersee , besteht am rechten Ufer und'unterhalb bis Samaden am rechten Rand- des Talbodens ein guter Fussweg, ebenso zwischen Ardez und Bemüz. In den übrigen Strecken wäre ein, solcher noch zu erstellen. Dieselbe Anforderung auf Ergänzung des Strassennetzes durch Fusswege hat Geltung beim Prätigäu, beim Schanfigg, über die Lenzerheide, im Oberland und im Bergeil. In vielen Fällen, besonders im Kanton Wallis, werden diese Wege auch eine land- und forstwirtschaftliche Aufgabe erfüllen. Die Verwirklichung meiner Vorschläge wird viel kosten. Aber die Wirtschaftlichkeit wird sich nachweisen lassen. Die Sympathie des grössten Teiles der einheimischen und fremden Wanderer, die Erholung suchen, ist gesichert und allgemein. Wenn für die Gesundheit des werktätigen Volkes etwas getan werden kann, soll nicht gespart werden. Die Ungerechtigkeit, die zwischen Automobilfahrern und Fussgängern besteht, muss ungesäumt beseitigt werden. Für die Ausführung dieser Vorschläge bedarf es mehrerer Jahre. Zuerst müssen genaue Bauprojekte aufgestellt werden, dann folgt die Kapitalbeschaffung und der Erwerb der Grundstücke. Im Gebirge betragen die Kosten per Kilometer Fussweg ca. 30,000 Fr. Dieser Einheitspreis ergibt folgende Belastungen : Kantone in Hill. Fr. Grauhünden für zirka 250 um Wege 7,5 TJri und Tessin für zirka 130 km Wege 3,9 Glarus und Seh-wyz für zirka 75 km Wege 2,2 St. Gallen u. Appenzell für zirka 50 km Wege 1,5 TJri und Wallis für zirka 160 km Wege 4,8 Bern und Wallis für zirka 130 km Wege 3,9 Total Baukosten in den Gebireskantonen 23,86 Im Mittelland betragen die Kosten per Kilometer Fussweg ca. 20,000 Fr., was zu folgenden Aufwendungen führen würde: Kantone Thurgau, Zürich, Schaffhausen, Aargau, Luzern, Bern, Freiburg und Waadt mit je einem Netz an Fusswegen von 500 km = zehn Millionen Franken. Im Jura betragen die Kosten per Kilometer Fussweg ca. 25,000 Fr., so dass die Kantone Aargau, Solothurn, Baselland, Bern, Neuenburg, Waadt und Genf mit einem Gesamtnetz an Fusswegen von 280 km total sieben Millionen Franken aufzubringen hätten. Es ergibt dies einen Gesamtkostenaufwand für Fusswege von. 40,8 Millionen Franken. Mit den Kosten für Verzinsungen, Verwaltungen und Unvorhergesehenes ergibt sich eine Gesamtbausumme von 42 Millionen Franken. Der jährliche Aufwand beträgt bei einer Bauzeit von fünf Jahren 8,4 Millionen Franken. In Anbetracht der in der Schweiz gemachten Ausgaben für neue Strasseri der Kantone mit 50 Millionen Fr. und des Bundes mit 12,5 Milionen Fr., gesamt gegen 65 Millionen Fr., erscheint eine ausserordentliche Erhöhung des Ausgabenetats um 8,4 Millionen Fr., der übrigens auf fünf. Jahre beschränkt, würde, als ertragbar für die Kantons- und Bundesausgaben. Zur raschen Verwirklichung des Projektes wäre eine Volksinitiative an die Bundesbehörden einzuleiten. Die verfassungsmässig notwendige Stimmenzahl würde sicher weit überschritten. Die Das Zebra ist gestreift und nicht gefleckt, weil seine Voreltern streifiges Fell hatten. So ist es mit dir. Du bist halb eine Mörderin und halb eine Strassendirne. Du. bist nach einem bestimmten Muster gewebt. Du bist in eine bestimmte Form gegossen. Du bist eine Sklavin der Vererbung. Täusche dich eine Zeitlang, wenn es dir gefällt, aber früher oder später wirst du, wie diejenigen, von denen du stammst, und von denen du ein Teil bist, ein Spielball der Zügellosigkeit und Schwäche und Leidenschaft werden. Das Schicksal hat dein Bild, das du da im Spiegel siehst, so fein und schön gestaltet, damit du um so deutlicher die Wirkung der Vererbung erkennen kannst,- wenn sie zutage treten wird.» Diese Stimme klang mir immer im Ohr, wie eine lebendige. Anfangs meinte ich, es sei die Stimme irgendeines andern. Allmählich aber kam ich zu der Einsicht, dass es mein eigenes Selbst war, das da sprach. Es war die Erbschaft des Bösen in mir. Was da mit verdammenden Worten mir zuflüsterte, meinen Mut verscheuchte und meine Willenskraft vernichtete, war mein eigenes Blut! Ich begann auf den Moment zu warten, in dem das Böse in mir hervorbrechen musste, auf den Augenblick, in dem sich bei mir die Macht der Vererbung dir und aller Welt kundtun musste. An jedem hgrandämmernden Morgen fragte ich mich, ob es, wohl Nacht werden, wrde, ohne dass eine der geheimen Türen meines Wesens sich öffnen würde, hinter denen, wie ich glaubte, so viele böse Instinkte nach Aeüsserungsmöglichkeiten verlangten. Ich lebte zwei Leben, In dem einen war ich deine Frau, die du einst als Mädchen gekannt hast, und die jetzt, nur noch wie ein Automat umherging und empfindungslos den Pflichten des täglichen Lebens nachkam. In dem andern war ich ein verurteiltes Opfer, Initiative fände sicher volles Verständnis bei den Hotelbesitzern und bei der am Hotelbetrieb interessierten Bevölkerung, bei allen Volksgenossen, deren Einkommen sie zwingt, die Berge zu Fuss zu besuchen, von allen Sport- und Wanderfreunden, welche die Berge und Landschaften mit Müsse begehen' wollen und von denen, die an der Land- und Forstwirtschaft interessiert sind. Dr. Ing. H. Bertschinger, Zeh. Anmerkung der Redaktion: Die Propagierung von besonderen Wegen für Fussgänger, der übrigens die Verkehrsinteressenten sehr sympatisch gegenüberstehen, ist nichts Neues. Bereits sind ja in diesem Sinne die kantonalen Parlamente von Zürich und Bern interpelliert worden und auch in der Fachpresse, wie im Schosse der Verbände, stand dieses Thema schon verschiedentlich zur Diskussion. Die weitgehende Trennung zwischen den verschiedenen Verkehrsarten auf den Strassen ist das ideale Ziel des Strassenbaues. Seine praktische Verwirklichung kann sich aber nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzen ergeben. Uns scheint, dass der Ausbau des nationalen Hauptstrassennetzes die dringlichste Forderung des Tages ist, da an dessen Zustandekommen die ganze nationale Wirtschaft und nicht nur einzelne Verkehrsgruppen interessiert sind. Die Anlage von Fussgänger- und Radfahrerstreifen wird zum Teil parallel mit dem Ausbau dieses Strassennetzes verwirklicht werden können. Die Erstellung eines besonderen Netzes von Fussgängerwegen muss aber auf eine zweite grosse Bauperiode zurückgestellt werden, dessen Inangriffnahme erst nach der Fertigstellung der Durchgangsrouten möglich ist. Eine Zersplitterung der Kräfte bereits im heutigen Stadium wird weder den Fussgängern noch den anderen Strassenbenützern frommen. Es ist schon bemühend, feststellen zu müssen, wie die einzelnen kantonalen Bauprogramme wegen ungenügender Mittel nur sehr langsam vorwärtsschreiten und wie der Bau von neuen Alpenstrassen überhaupt ganz im argen liegt, während das uns umgebende Ausland nichts unversucht lässt, um den internationalen Strassenverkehr auf seine Verbindungen abzuleiten. Wenn sich der Bund einmal dazu bequemen kann, dauernd grössere Mittel aus dem Benzinzoll für das Strassenwesen freizugeben, dann wird man auch mit grösserer Zuversicht an die Frage von besonderen Fussgängerwegen herantreten können. St. Morltzer AutomobHstatist%gS;- ::::: (lr.) Seit 1926, dem Jahre, das die Strassen Graubündens für den Automobilverkehr freigab, führt die Gemeindeverwaltung von St. Moritz Sommer für Sommer Erhebungen über den Autoverkehr in der Engadiner Metropole durch. Das statistische Material, das dabei zusammengetragen wird, gewährt interessante Einblicke in die Bedeutung, welche der Autotourismus heute für die Prosperität von St. Moritz erlangt hat, es wirft helle Schlaglichter auf die enge Verbundenheit die-, ses neuen Verkehrs mit den wirtschaftlichen Interessen des Kurortes St. Moritz und, in einem erweiterten Sinne, wohl des ganzen Bündnerlandes. Dass das Automobil, je län- 1 das angstvoll auf den Ruf einer verderbenbringenden höheren Macht wartete. Ein Zufall endlich gab meinen Phantasie-, gebilden lebendige Gestalt. Du erinnerst dich, dass ich vom Pferd'' stürzte, dass mir eine Nervenzerreissung tagelang unsägliche Schmerzen bereitete. Als ich wieder zur Besinnung gekommen war, nachdem der Arzt mir den Arm eingerenkt hatte,, da wollte ich ihm nicht gestatten, wie dir wohl erinnerlich ist, mir ein Beruhigungsmittel zu geben. Du erinnerst dich, dass ich mich gegen diese Form der Linderung sträubte? Ich hatte Furcht. Ich zitterte vor Angst. Ich glaubte mich einer Gefahr nahe. Ich fühlte, dass mir ein Unheil drohte. Obgleich ich niemals die Wirkung eines Betäubungsmittels erprobt hatte, war mir, als ob mein Körper schon danach verlangte. Ich fühlte, wie ich Stunde um Stunde mit der Versuchung kämpfte, mir vom Arzt das Rezept zu .erbitten. Bald glaubte ich, ich sei stark genug für die Probe, bald sagte mir mein. Instinkt, dass das Blut in meinen Adern wie ein wildes Tier nur darauf warte, sich zum erstenmal in diese eine Art zügelloser Genusssucht zu stürzen. Endlich gab ich nach. «Gegen den vernünftigen Gebrauch des Mittels ist nichts einzuwenden,» sagte der Doktor, dem ich mein Verlangen mitteilte.. «Besonders, wenn man es einer Frau Ihrer' Art anvertraut.» Ich lachte ihm ins Gesicht. Ich erkannte den Ton dieses Lachens nicht wieder; er klang mir fremd. Es war das Lachen einer ganz anderen Person. Es klang zugleich sorglos und verzweifelt. Es hat keinen Zweck, dass Sie bei jedem Verbandwechsel so furchtbar leiden,» sagte der Arzt einige Jage, später, , ..,...,. ...,,..,„_, ; AUTOMOBIL-REVUE 1930 N° 99 ger, in desto höherem Masse, befruchtend auf die, Hotellerie und mit ihr auf .alle Wirtschaftskreise Graubündens sich auswirkt, das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis, welche diese Statistik vermittelt. 3244 Privatwagen kamen während des vergangenen Sommers in den Hotels von St. Moritz an, was gegenüber dem Vorjahr eine Vermehrung um 127 Wagen bedeutet. Diese Wagen brachten 9536 Gäste mit, eine Zunahme von 360 im Vergleich zum Vorjahr. An der Gesamtzahl der Gäste im Sommer 1930 gemessen, entfällt somit auf'den Automobilverkehr allein eine Quote von 32,6%. Etwasanders präsentiert sich das Bild, zieht man — und darin liegt letzten Endes das entscheidende Kriterium — die Lögiernächte in Betracht, welche St. Moritz dem Auto verdankt. Aus den Erhebungen der Gemeinde erhellt, dass sich deren Zahl für den Sommer 1930 auf 51,469 stellt, 1098 mehr als im Vorjahr und 17,6% oder rund ein Sechstel des Totais der Logiernächte, welche für die ganze Sommersaison registriert würden. Kurz zusammengefasst: der Automobilverkehr in St. Moritz verzeichnet für den vergangenen Sommer ein weiteres Anwachsen, allerdings nicht in derselben Proportion wie von 1928 auf 1929. Der Grund dafür muss in Die Möglichkeit, die Bewegung der erteilten Verkehrsbewilligungen zu verfolgen, bietet insofern ein besonderes Interesse, weil diese noch genauem Aufschluss geben über 1030 Januar Februar Einfuhr Autos und Lastwagen Motorräder 1929 Einheiten Juli .. August September , Oktober Dezember Total 437^ Juli—Oktober ... 3138 April Mai ...... Juni; ....L Juli August September Oktober u anuar- Oktober.. Juli—Oktober ... 1087 339 1426 816 188 1004 587 109 696 648 112 760 592> -150 .«,*•*- -742 fvtfi I M. Rnn 855 794 1123' 1262 1081 902 847 645 544 543 1052 748 405 434 «03 521 492 299 258 184 104 107 5428 8886 1260 1228 1726 1783 1573 1201 1105 829 648 12003 3232 «Aber ich leide nachts .noch viel mehr,» : entgegnete ich. ' i «Ich will Ihnen gleich etwas' dalassen,» meinte er. «Aber nehmen'Sie es ,nicht öfter als nötig ist!» ":, Weshalb soll ich dir ausführlich schildern, wie ich Schritt um Schritt, vielleicht weil ich mich von vornherein dazu .verurteilt fühlte, ein 'abhängiger Sklave jenes'Betäubungsmittels wurde? Ich wjll dir nur erzählen, dass ich von Zeit zu Zeit, wenn die Schmerzen im Arme besonders stark waren, mir selbst falsche Versprechungen gab. «Sobald die Schmerzen vorüber sein werden,» sagte ich mir wohl tausendmal, «brauche ich dieses Hilfsmittel nicht mehr!» Als ich aber endlich von den Schmerzen gänzlich befreit war, da musste ich mir eingestehen, dass ich ohne den Genuss des Medikamentes, welches ich mir wieder und wieder heimlich hatte anfertigen lassen, nicht mehr leben konnte. «•Es soll wirklich das letzte Mal sein,» sagte ich oft. Da lachte etwas in mir. Es war mein Blut, das da lachte, das mich verhöhnte. Zeiten furchtbarster Gemütserregungen begannen nun für mich. Zuerst schämte ich mich vor mir selbst, empfand Demütigung und tiefsten Kummer. Dann folgten schwache Versuche,, mich aufzuraffen; dann kam die Furcht vor mir 'selbst,'''und' Hinterher die Empfindune. dass das. was geschehen muss, unbedingt eesrHeht. "nd es daher zwecklos ist, geeen die Schwache anzukämpfen, d'e ja mein Erbteil war Diese Annahme verführte mich wieder und wieder zum Nachgeben; aber mit dem Nachgeben kam die Angst, dass man hinter mein neues Geheimnis kommen könnte. t ^..Solange ich' mich'a. getraute, benutzte ich erster Linie darin gesucht werden, dass der Sommer 1930 im Zeichen andauernd schlechten Wetters stand, ein Umstand, der natürlich den Autotourismus ungünstig beeinflussen musste. Wenn dessen ungeachtet die verregnete Saison noch ein kleines Plus verzeichnete, so liegt der Schluss nahe genug, dass die nächsten Jahre eine weitere unaufhaltsame Steigerung der Autotouristik nach Graubünden bringen werden. Und das ist mit eine der wichtigsten Funktionen, welche die St. Moritzer Automobilstatistik erfüllt, nicht nur für den Ort selbst, sondern darüber hinaus für den ganzen Kanton: als Wegweiser für die Zukunft zu dienen. Sie deutet Richtung und Charakter der von den Behörden und Verkehrsinteressenten einzuschlagenden Wege, deren gemeinsames Ziel sich ungefähr in die Worte prägen lässt: weitere Förderung des Autoverkehrs durch zweckentsprechende Massnahmen, vor allem durch Ausbau und Modernisierung des Strassennetzes. Aus dieser Erkenntnis heraus hat denn auch der Bündnerische Hotelierverein, unterstützt von einer Reihe weiterer Verbände, durch eine Resolution ersucht, durch Aufnahme eines Anleihens die Verwirklichung ihres Strassenbauprogramms nach Möglichkeit zu be* schleunigen. 17.392 neue Verkehrsbewilligungen Vom Januar bis zum Oktober 1930. 8596 2579, 3407 Total die fortschreitende Motorisierung unseres Landes als die Ziffern der Eünfuhrstatästik für Motorfahrzeuge. Wenn wir auf der einen Seite vermittels der Statistik (wir stützen uns stets auf die Ermittlungen des Eidgenössischen Statistischen Amtes) der Motorfahrzeuge das Mass der Motorisierung unseres Landes ziffernmässig zu bestimmen in der Lage sind, so wissen wir anderseits doch, dass mit der Zählung der Motorfahrzeuge allein die Motorisierung unseres Verkehrs nur approximativ charakterisiert ist Ohne lange Ueberiegungen kann sich jeder Automobilist an den Fingern abzählen, dass mit der Vermehrung der Motorfahrzeuge ein© Zunahme der Motorfahrzeugführer Hand in Hand geht und diese Zunahme zweifelsohne grösser ist als die Zuwachsziffer für Motorfahrzeuge (Angehörige mit Fahrbewilligung). Leider besitzen wir heute noch keine zusammenfassende Statistik über die Führerbewilligungen, hingegen steht uns eine Statistik über die Erteilung von Verkehrsbewilligungen für Motorfahrzeuge zur Neue Fahrbewilligungen Autos Lastwagen Motorräder Tots 1248 840 556 598 345 334 3921 3242 1060 740 750 1234 901 741 1192 735 508 543 8404 2978 Zahl 256 192 134 167 94 916 749 196 152 163 152 186 136 21"? 137 121 133 1589 604 1305 711 422 350 * 137 3004 27

N°99 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Kantone Zürich Bern Luzern Uri Schwyz Obwalden Nidwaiden Glarus » reiburg Solothurn Basel-Stadt Basel -Land ischaffhausen Appenzell A.-Rh Appenzell I.-Rh St. Gallen Graubünden Aargau Thurgau Tessin Waadt... Wallis Neuenburg Genf Total Oktober 1939 144 45 64 253 80 5 62 147 28 4 9 41 3 — 3 6 3 1 2 6 7 — 2 9 6 5 6 17 19 6 17 42 43 21 15 79 14 6 14 34 7 4 1 12 4—1 5 15 2 6 23 4 1 4 9 21 5 19 45 13 7 13 33 28 11 34 73 61 17 43 121 4 5 6 15 23 7 11 41 71 15 18 104 598 167 350 1115 Verfügung, deren Ergebnisse, wir wir bereits früher feststellen konnten, stets von den Ergebnissen der Einfuhrstatistik abweichen. Nicht jeder Wagen, der von der ausländischen Fabrik über unsere Grenze kommt, oder von einer schweizerischen Fabrik dem Handel übergeben wird, erhält sofort eine Verkehrsbewilligung. Fassen wir die ersten zehn Monate zusammen, so erhalten wir eine Totalziffer von 17,392 Verkehrsbewilligungen. Die vier letzten dieser zehn Monate ergeben für 1930 6038 neue Verkehrbewilligungen gegenüber 6779 in den vier entsprechenden Monaten des Jahres 1929. Ein Vergleich aller zehn Monate ist nicht möglich, da die Statistik der Verkehrsbewilligungen erst im Juli 1929 etabliert wurde. Der Monat Oktober 1930 verzeichnet 942 neue Verkehrsbewilligungen gegenüber 1115 im Monat Oktober 1929. Es ist somit für den Monat Oktober allein, wie auch für die ersten 10 Monate dieses Jahres ein Rückgang in der Erteilung der Verkehrsbewilligungen festzustellen. In der Einfuhrstatistik spiegelt sich dieser Rückgang nicht so auffällig wieder, wie in der obenstehenden Statistik. Aus der Tabelle ersehen wir für die Monate Juli—Oktober eine Ziffer von 3232 (3886) eingeführten Fahrzeugen im Vergleich zu 6038 (6779) erteilten Verkehrsbewiilligungen. Die Totalzahl von 6038 neuen Verkehrsbewilligungen verteilt sich wie folgt: 2978 Personen- (und Lieferungswagen), 604 Lastwagen und 2456 Motorräder. Die letztern machen rund 2/5 der neuen Verkehrsbewilligungen aus, was nicht sehr viel ist. Immerhin notieren wir als erfreuliche Tatsache, dass während den ersten zehn Monaten von allen in den Verkehr tretenden Motorrädern rund 48 Prozent aus schweizerischen Fabriken stammten (im Jahre 1929 nur 46 Proz.). Aus unsern Tabellen, die über die Verteilung der neuen Verkehrsbewilligungen auf die einzelnen Kantone Aufschluss geben, entnehmen wir die Feststellung, dass bei' der Mehrzahl der Kantone ein beträchtlicher Rückgang für den Monat Oktober zu erkennen ist. Einzig in den nachstehenden neun Kantonen können wir ein höheres Oktober- Ergebnis notieren: Appenzell A.-Rh., Freiburg, Luzern, Nidwaiden, Obwalden, St. Gallen, Schwyz, Uri und Wallis. Graubünden weist als einziger Kanton die gleiche Ziffer auf wie im Oktober 1929. Rang Personen- Lastwagen Motorrader automobile 1. Zürich Zürich Bern 2. Genf Bern Zürich 3. Bern Waadt Genf 4. Waadt Genf Aargau 5. Baselstadt Baselstadt Waadt 6. Aargau Aargau Tessin 7. Neuenburg Tessin • Solothurn. 8. St. Gallen Neuenburg Thurgau 9. Luzern Luzern Luzern 10. Tessin Wallis Baselstadt 11. Solothurn St. Gallen Neuenburg 12. Thurgau Baselland Freiburg 13. Baselland Solothurn Wallis 14. Graubünden Thurgau Baselland 15. Wallis Schaffhausen St. Gallen 16. Freiburg Schwyz Schaffhausen 17. Schaffhausen Freiburg Graubünden 18. Zug Zug Schwyz 19. Glarus Glams Zug 20. Appenz. A.-Rh. Graubünden Appenz. A.-Rh 21. Schwyz Uri Glarus 22. Obwalden Obwalden Uri 23. Uri Appenz. A.-Rh. Obwaldeü 24. Nidwaiden Nidwaiden Nidwaiden 25. Appenz. I.-Rh. Appenz. I.-Rh. Appenz. I.-Rh. Ziehen Wir nun die Ziffern für Auto-Verkehrsbewilligungen in Betracht, so lassen sich bei folgendein neun Kantonen Vermehrungen feststellen: Baselland, Freiburg, Genf, Graubünden, Luzern, St. Gallen, Schwyz, Uri und Wallis. Zum Schlüsse veröffentlichen wir noch eine Tabelle, die Aufschluss erteilt über die Reihenfolge in der Rangordnung für erteilte Verkehrsbewilligungen. La.-R. Oktober 1 9 3 Q J a n u a r — Oktober 1930 i |! !j 3§ ^| s! i| i3 3 ä$ ;g% g j >3g N | |g würde eine besondere Klassierung der Fall rer erfolgen, die zusammen bei allen vic Rennen am meisten Kilometer zurücklegten Die vier Automobilclubs hinterlegten v 150,000 Fr. in einer gemeinsamen Kasse, urr von den 600,000 Fr. würde der absolute Sie ger der vier Rennen 500,000 Fr. erhalten. bo. Achille Varzi fährt 1931 auf Bugatti ! Der berühmte und gegenwärtig erfolgreichste italienische Autorennfahrer Achille Varzi hat vor einigen Tagen mit Ettore Bugatti einen Vertrag abgeschlossen, nach dem er während der Saison 1931 für die Molsheimer Firma fahren wird. Diese Nachricht kommt für die weitere Sportwelt sehr überraschend, in gut informierten Kreisen erwartete man jedoch schon lange diese neue Verbindung. da Bugatti schon vor längerer Zeit mit Varzi in näheren Kontakt getreten ist. Die Molsheimer Firma stellt für das nächste Jahr ein ausserordentlich aktives Programm zusammen, das Varzi mit seinen Kräften zweifellos erfolgreich mftzuverteidigen wissen wird. In italienischen Kreisen legt man sich die Fusion auch als eine Spekulation von Bugatti aus, der versuchen möchte, durch diesen Coup den verlorenen italienischen Automarkt wieder für sich zu gewinnen. Durch die Verteilung der besten Piloten auf die verschiedenen Konstruktionshäuser ergeben sich jedenfalls für 1931 sehr vielversprechende Perspektiven. bo.