Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.103

E_1930_Zeitung_Nr.103

12 AUTOMOBIL-REVUE 1939

12 AUTOMOBIL-REVUE 1939 — N° 103 B E R N A B E R N A B E R N A BERNA B E R N A BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA Modelle im Jahre 19 31 mit Benzin- und Roholmotoren Lastwagen von 3—6 t Tragkraft Dreiseitenkipper von 4—6 t Tragkraft Schnellastwagen von 3—4 t Tragkraft Car Alpin u.Omnibus bis zu 50 Plätzen MOTORWAGENFABRIK BERNAA.-G., ÖLTEN 3-Tonnen- LASTWAGEN in gutem, betriebsfähigem Zustand. Ebendaselbst eine 47735 Postomnibus-Karosserie mit Allwetterverdeck, sehr gut erhalten, sofort zu verkaufen BERCHTOLD, WANGEN a. A. Seltene Gelegenheit! STUDEBAKER Commander, 8 Zyl., Sport, 2/4pl., Modi 1930, fabrikneu, wird weg. vorgerückter Saison zum Preis von Fr. 9800.- abgegeben. Ein idealer Wagen für Sportsmann, Katalogpreis 17 000 Franken. — Offerten unt. Chiffre 47755III an die Automobil-Revue, Bern. Der Vergaser beim Antomobilmotor erfüllt seine Aufgabe, dem Motor ein völlig vergastes Gemisch von Brennstoff und Luft zuzuführen, in der Regel nur sehr unvollkommen, so dass das Brennstoffgemisch nicht selten 60—60 % an an vergasten Tröpfchen enthält, also als „feucht" angesprochen werden muss. Derartige feuchte Brennstoffgemische können bei der Explosion nur unvollkommen ausgenützt werden. Sie entwickeln daher eine bedeutend geringere Arbeitskraft, und es entweicht ein erheblicher Teil von ihnen unverarbeitet durch den Auspaff. Die schlechte Verbrennung hat schnelles Verrussen der Zündkerzen und des Motors und damit ein Nachlassen der Arbeitskraft und Betriebssicherheit der Maschine zur Folge. Das feuchte Brennstoffgemisch zündet schwer, so dass der Motor besonders bei der kälteten Jahreszeit schlecht anspringt. Alle diese üblen Nachteile werden durch den „T OURIN G"-Zerstäuber beseitigt. Es verbrauchte z. B. ein 16,50 PS Buick pro 100 km 22 Liter Benzin ä Fr. —.40, ergibt Fr. 8.80, bei 25 Arbeitstagen durchschnittlich pro Tag mit 100 km gereohnet: 25 mal 8.80, ist der monatliche Brennstoffverbrauch Fr. 220.— mal 12 pro Jahr Fr 2640.— Dagegen verbrauchte dasselbe Automobil mit dem „TOURING"-Zerstäuber pro 100 km nur 16 Lit. Benzin & Fr. —.40, ergibt Fr. 6.40, bei 25 Arbeitstagen durchschnittlich pro Tag mit 100 km gereohneti 25mal 6.40, ergibt im Monat Fr. 160.— mal 12 pro Jahr Fr. 1920.— Die Chrysler-Garage Basel schreibt: Ich bestätige Ihnen hiermit, dass ich mit dem von Ihnen konstruierten „TOURING"-Zerstäuber mit meinem Pontiac (17 PS), welcher ohne Ihren Apparat einen Brennstoffverbrauch von ca. 20 Litern pro 100 km hatte, einen Benzinverbrauch von nur ca. 12 Litern pro 100 km erzielen konnte. Trotz des bedeutend geringeren Benzinverbrauches entwickelte der Motor genau dieselbe Arbeitskraft* wie bei dem vorherigen enormen Verbrauch. Nach den von mir gemachten Feststellungen und and Erfahrungen mit Ihrem Apparat, mit welobem die von Ihnen garantierten Brennstoffersparnisse effektiv erzielt wurden, kann ich ihn jedem Automobilisten aufs beste empfehlen. Mit vorzügl. Hochachtung Chrysler-Garage Basel sig. V. Birbaum Weitere Referenzen stehen auf Wunsch zur SERVICE RAPIDE DES PIECES DE RECHANGE Expedition sous24 heures Latil Liberty Mathis Peugeot Renault Tal bot Amilcar Berliet Citroen De Dion Oelage Oonnet Fiat Hotchkiss Prix defiant toute coneurrence. Lei commandes recues te matin sont expediee* le soir meme. S.O. NEUWIRTH, PARIS 17« 157, Boulevard Pereire LEICHTMETALL DAß. System enorme Vorteile leicht, solid u. geräumig KurSel^erded D.RP Clelouvert SEITZ & Co.. Karosseriewerkt, Kreuzungen | Achenbach-Garagen ab Laser Wellblech-, Stahl- und Betonbauten jed, Art. Angeb. u. Prospekte kostenlos Gebr.Achenbach G.m.b.H.,Weldenau/Sieg Eisen- u. Wellblechweike. Fostf. Nr.194. Vertretet E. Joet, Buel, Domacheratrasse 117, Tel. Biraig 29.36 SAURER-Lastwagen 5—6 Tonnen Typ 5A, mit neuen Pneus 40 X 8", elektr. Beleuchtung, revidiert, mit Garantie, au günstigen Bedingungen sofort abzugeben. 8952 Anfragen unter Chiffre Z 1768 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Verlangen Sie die -Schneekette in Ihrer Garage! In der Schweiz in allen Garagen erhältlich. R. M. ROTH GENERAL-AGENTUR FÜR WEED Zürich Bern Kreuzbühlstrasse 1 Monbijoustrasse 30 Telephon 28.862 Tel. Bollw. 40.80 Automobilbesitzer für nur Fr. 27.50 können Sie Ihre Benzinrechnung um ca. 25% REDUZIEREN, wenn Sie sich den neuen patentierten „TOURING-ZERSTÄUBER" zulegen Einmalige Anschaffung so dass sich der Apparat in ca. 10 Tagen amortisiert hat. Unic Voisin In 2 Minuten montiert Der „TOTJRING"-Zerstänber wird «wischen Vergaser und Ansangrohr montiert, so dass nun das BrennstoHgemiseh zunächst durch den „TOURING"-Zerstäuber gehen mnss, wo dasselbe restlos zerstäubt und ert dann dem Moior zur Explosion zugeführt wird. Durch diese eingehende Zerstäubung werden sämtliche Bestandteile des Brenn- Stoffes restlos vergast und ein fast Trockengas erzeugt, wodurch der Motor bedeutend weniger Brennstoff zur Explosion benötigt, nnd in manchen Fällen der Brennstoff, verbrauch sogar bis zn 40% dem vorherigen Verbranch gegenüber herabgesetzt wird. Im Durchschnitt wird der bisherige Brennstoffverbrauch durch den ,,TOURINQ"-Zer8täuber garantiert um ca. 25% herabgesetzt. Ferner wird die Arbeitskraft des Motors erhöht, das Anspringen des Motors bedeutend verbessert und das Verrussen des Motors oder Zündkerzen ist gänzlich ausgeschlossen. Im Verhältnis zn den enormen Ersparnissen und Vorteilen sind die Anschaffungskosten versobwindend gering. Montage-Anweisung liegt Jedem Apparat bei, irgendweche Veränderungen am Motor oder Vergaser brauchen nicht vorgenommen zu werden. Falls Sie mit dem Erfolg, ffir den wir garantieren, nicht zufrieden sind, nehmen wir den Apparat innerhalb 14 Tagen anstandslos zurück. Beachten Sie gefl. untenstehenden Bestellschein und den Auszug der Referenzliste. Beweise et\xet der 3E»jra,3c: Garage Banseher, Sohn, Basel, Güterstrasse 98, schreibt: Webers Pneuhaus, Niederlage der Continental Pneumatie Auf Wunsch bestätige ich Ihnen gerne, dass ioh mit dem von Ihnen gelieferten „TOURING".Zerstäuber sehr zufrieden bin und den von Ihnen garantierten Erfolg an meiner Citroen 10 HP erzielt habe. loh konstatierte ferner, dass mein Wagen eine höhere Arbeitskraft leistete, trotz des geringeren Benzinverbrauches, so dasa ich den „TOURENG"-Zerstaaber jedem Auto- und Motorradbentzer empfehlen kann. Comp., Basel, Güterslrasse 97, schreibt: Mit dem in meinem Ford-Auto, 10 HP eingebauten „TOURING"- Zerstäuber habe ich gute Erfahrungen gemacht. Ich habe damit den Benzinverbrauch von 13 Liter auf 10 Liter pro 100 km heruntergebracht. Meine Kundschaft, die ich mit diesem Apparat beliefert habe, hat damit durchwegs Ersparnisse gemacht, soviel mir bekannt ist, durchschnittlich ca. 25%. Hochachtend S. Banscher, Sohn, sig. Banseher. Hochachtend H. Weber's Pneuhaus sig. Weber Verfügung. — In den Original-Gutachten kann zu Jeder Zelt In unserm Bureau Einsicht genommen werden. „TOURING" ZERSTÄUBERFABRIK Ingenieur Fr. Wagner Wallstrasse 5 Kantonsvertreter gesucht Senden Sie mir gefl. ....„ BESTELLSCHEIN: ,Touring"-Zerstauber lant Iwerat zum Preise von Fr. 27.50 (franko) für Automobil i Markei Baujahrs , PSi Vergasertyp: Der Betrag von Ft. 27.60 ist per Genaue Adresse: Vor- und Zunamet _ StrasBei _ NOÜ Wohnorts Datum: „.. überwiesen, wollen Sie denselben per Nachnahme erheben. Unterschrift! An unbekannte Besteller erfolgt der Versand nur gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages, jedoch nehmen wir innerhalb 14 Tagen den Apparat gegen Rückerstattung des bezahlten Betrages zurück, falls Sie mit dem Erfolg, tür den wir garantieren, nicht zufrieden sind. 1 Verlag, Administration, Druck und Cliche'rie: HALLWAG A.-6. Hallerscho Buchdruckerei und Waznercche Verlagsanstalt, Bern.

Bern, Dienstag, 9. Dezember 1930 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 103 Albert kauft sich einen Weihnachtsbaum Ich lachte, als ich plötzlich Albert beim Stand der Weihnachtsbäume traf. Dieser alte, vertrocknete Junggeselle und ein Weihnachtsbaum! «Was willst du denn damit?» fragte ich, immer noch ungläubig lachend. «Weihnachten feiern», knurrte er vergnügt. « Allein? » « Allein.» Etwas später sass ich ihm schon in seiner 'Junggesellenwohnung gegenüber. Der heisse Grog dampfte vor mir und Albert richtete seinen Weihnachtsbaum. «Siehst du», bröselte er endlich zwischen seinen Zähnen und dem Stumpen hervor, »siehst du, ich feiere immer wieder Weihnachten. Und wenn es nicht anders ist — allein. Es ist ja nicht nur ein kleiner Baum und ein paar Kerzen, worauf es ankommt — es ist eben viel mehr.» Hier stockte er, ein widerspenstiger Kerzenhalter wollte sich nicht auf den Zweig klemmen lassen, den Albert ihm bestimmt hatte. Keuchend drückte er an dem Ding herum und setzte sich dann zu mir. «Es ist mehr,» sagte ich, «wie meinst du das?» «Ach, nur so. Sieh, es ist das letzte Fensterchen, das uns noch bleibt, wenn wir wieder zurücksehen wollen, in die Zeit, da wir noch glücklich waren. Wenn ich dieses Bäumchen hier brennen sehe, so taucht diese ganze schöne Zeit wieder vor mir auf. Ich sehe unser Vaterhaus am Wald, in dem mein Vater Förster war. Und dann sehe ich vor mir meine Mutter, wie sie uns Kindern Geschichten erzählte, wie sie uns betreute... Ich sehe alles das so greifbar nahe vor mir, und doch in den wehmütigen Rauch dieser Kerzen gehüllt... Sieh, darum kaufe ich mir dieses Bäumchen, darum schmücke ich es immer wieder mit Liebe, dieses letzte Türchen zu meiner seligen Kindheit.» K. Wir feiern das Fest der Freude, Der Erlösung aus alter Schuld Durch' göttliche Gnade und Huld, An Weihnachten Weihnachten In einem Winkel der kleinen Konditorei wartete ich immer auf sie. Wir konnten uns nirgends sonst treffen, wir waren beide allein in dieser grossen Stadt. Die allgemeine Moral erlaubte uns gemeinsame Stunden bei Im ewig jungen^Kleide •*.. Der Erlösurig" durch, pottes Sohn Aus Menschenschuld und Fron. Ko. Jahrtausendaltem Leide Begegnet so altes Glück Und fährt die Menschen zurück. einem guten Buche oder einem schönen Gedichte nicht. Unter den leisen Tönen des Grammophons, das jeweils neben uns die neuesten Schlager spielte, vergossen wir das kalte Zimmer zu Hause, unsere Bureaus und den Schnurrbart des Chefs. Als sie diesmal kam, Sßh ich, dass sie ein kleines Päckchen unter dem Arm trug. Sie blickte mir scheu in die Augen. Wir plauderten leise. Ich erzählte ihr von meinen Plänen, mein Chef hatte mich wegen meiner sauberen Schrift gelobt, das machte den Tag so schön. Von zu Hause hatte ich einen Brief erhalten: «Mein Lieber! Du musst unbedingt nach Hause kommen, Vater ist traurig an Weihnachten, er hat sich noch nicht in unserm neuen Heim eingelebt. Deine kleinen Geschwister warten auf Dich, sie sagen immer, Du würdest ihnen etwas mitbringen. Du brauchst das aber nicht, es ist uns lieber, wenn es Dir sonst gut geht; ist Dein Hals wieder gesund? Denke auch daran, dass Du noch sehr jung bist und hüte Dich vor schlechter Gesellschaft und vor den Mädchen, sie wollen nur Dein Unglück. Vater geht an den Nachtzug morgen, um zu sehen, ob Du wirklich kommst. Eigentlich alles andere mündlich. Deine Mutter.» Wir sassen lange über dem kleinen ungeschickten Briefe. Morgen war Weihnachtsabend; wo waren wir dann? « Wollen wir nicht noch ein wenig hinaus ins Freie? Wenn wir ein bisschen rasch gehen, frieren wir sicher nicht.» Sie fragte mich dies. Wir gingen. Mit der Strassenbahn fuhren wir bis ausserhalb der Stadt. Ein kalter Wind zog. Es lag Schnee. Der Himmel war hell, der Mond schien. Wir gingen schweigend nebeneinander, zuerst auf der Landstrasse, dann bogen wir ab und erklommen einen kleineren Hügel, der im Westen der Stadt lag. Unten im Tale rauschte leise der Fluss. Der Schnee knarrte unter unseren Schuhen. Als wir an eine Biegung des Weges kamen und eine schneebedeckte Tanne den Weg verdunkelte, spürte ich plötzlich ihren warmen, feuchten Atem über meine Wangen streifen, ihr Kopf lehnte sich an meine Schulter, sie. weinte. Ich sah im blassen Lichte die Tränen über die dünnen Wangen rinnen. Sie drückte mir das kleine Päckchen in die Hand: «Hier hast du mein Geschenk. Du, ich habe Öa$ feinen HJcti behalt und feine große Öefltuhmg etweifen föfcö, fß tint polfjt tmfetee 3nßolt. Her Qalti, 8m faß Wohlergehen feinet Jomtfie om fjttjen lieg*, tonn föne toetföottete