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E_1930_Zeitung_Nr.104

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N°104 Schaltmuffe n, wobei nach Schnitt A-B der Bremsring p mit seinen schrägen Innenflächen auf die schrägen Aussenflächeu r der Schaltmuffe n aufläuft und hierdurch seine Bremswirkung in der Bremsglocke m verstärkt, bis die gegenseitige Verdrehung zum Stillstand gekommen ist. Durch die zwangsläufige Bremsung der Teile m und n wird einer weiteren achsialen Bewegung der Schaltmuffe n ein vermehrter Widerstand entgegengesetzt, solange diese Teile eine ungleiche Umlaufgeschwindigkeit aufweisen. Ist die gegenseitige Verdrehung der Teile m und n zum Stillstand gekommen, so löst sich automatisch der Bremsring p in der Bremsglocke m, weii die Keilflächen r so angeordnet sind, dass keine Selbsthemmung stattfindet. In diesem Zustand kann die Schaltmuffe n sehr leicht in achsialer Richtung weiter bewegt werden und bei der nun absolut gleichen Umlaufgeschwindigkeit erfolgt der Eingriff der Klauenverzahnung Vollkommen geräuschlos. Die Resultate, welche bei der praktischen Erprobung dieser neuen Getriebekonstruktion erzielt worden sind, sind geradezu verblüffend. Die verschiedenen Kniffe, welche bisher für ein ruhiges Schalten mit vieler Mühe erlernt werden müssen, können vollkommen ausser acht gelassen werden. Drehzahl des Motors und Geschwindigkeit des Wagens sind beim Aufwärts- und Abwärtsschalten absolut belanglos. Man drückt auf die Kupplung und schaltet in aller Seelenruhe den Gang ein, den man wünscht, sei er nun höher oder niedriger wie der bis dahin benutzte. Ein Manipulieren mit dem Gaspedal ist nur insofern notwendig, dass der Motor beim langsamen Umschalten nicht durchbrennt; beim Fahren mit Halbgas kann ohne jede Betätigung des Gaspedals auf- und abwärts geschaltet werden. Abwärtsschalten im Gefälle, ein Kunststück, das bisher nur ganz geübten Fahrern mit Sicherheit geräuschlos gelingt, ist bei der neuen Getriebeanordnung ein Kinderspiel. Beim Fahren im langen, massigen Gefälle, die einzige Gelegenheit, wo ein «Freilauf» zweckmässig ist, wird einfach das Getriebe auf Leerlauf gerückt, wenn es gewünscht muffe n kommt der Bremsring p mit der bergab. Will man wieder den Motor zu Bremsglocke m in Berührung. Haben die Hilfe nehmen, sei es für vermehrte Bremsung, sei es für den Antrieb des Wagens, beiden letztgenannten Teile eine ungleiche Umlaufgeschwindigkeit, so verdreht die sofort kann der Gang wieder eingeschaltet Bremsglocke m den Bremsring p auf derwerden, lautlos und sicher, und vom rollenden Wagen wird auch der Motor wieder in Tätigkeit gesetzt. Im Gegensatz zum bisherigen nervösen und schwer zu erlernenden Schalten des Getriebes wird bei der neuen Getriebekonstruktion das Schalten geradezu zum Vergnügen und gibt dem Fahrer und besonders der Fahrerin erst die Sicherheit, welche das Lenken eines Fahrzeuges zu einem hohen Genuss gestaltet. Fah Gegen Zugluft durch die Windschutzscheibe. Bei altern Wagen mit geteilter Windschutzscheibe werden die beiden Scheibenhälften manchmal durch kleine runde Gummipuffer am Zusammenschlagen und Klappern gehindert. Zwischen den beiden Scheibenhälften bleibt dann aber ein mehr oder weniger breiter Spalt bestehen, der besonders im Winter zu unangenehmer Zugluftbildung Anlass geben kann. Besser als runde Gummipuffer sind deshalb für solche Scheiben Gummi-Wulste oder -Falze, die über die ganze Länge der Scheibenkante gelegt werden. Sie sind in jedem Zubehörgeschäft oder Garage erhältlich. at. Improvisierte Türschloss-Sicherung. Bei geschlossenen Wagen, deren Türen sich nach vorn öffnen, laufen die Passagiere manchmal Gefahr, aus dem Wagen zu fallen, wenn dte Türklinke durch eine unachtsame Bewegung niedergedrückt wird. Befindet sich die Türklinke im Ellbogenbereich eines der Insassen, so sollte auf alle Fälle eine Vorrichtung vor- •wird, auch der Motor abgestellt, und derUaachtsamos Niederdrücken der Türklinke kann verhindert werden, indem man unter der Türklinke Wagen rollt lautlos und brennstoffsparend die skizzierte Sicherung anbringt. - handen sein, die eine Verriegelung des Schlosses gestattet. Nötigenfalls kann man eine solche Vorrichtung, wie dte beistehende Skizze zeigt, auch nachträglich noch ohne grosse Schwierigkeiten anbringen. at. Verstopfte Schmierkanäle In Federbolzen. Wenn die Schmierkanäle in den Federbolzen oder andern mit Fett geschmierten Wagenteilen verstopft sind, sucht man den Fremdkörper, meist gestocktes Fett, erfahrungsgemäss zuerst mit einem Draht herauszubekommen. Viel rascher kommt man jedoch mit der Anwendung eines Bohrers ans Ziel. Fast immer genügen einige wenige Umdrehungen, um das Hindernis vollständig zu entfernen. Den Bohrer wähle man dabei im Durchmesser etwas kleiner als die Lichtweite der Bohrung, damit er die Wandungen des Kanals möglichst wenig angreifen kann. • at. Praktischere Gaspedale. Die meisten Wagen sind heute noch mit einem Gaspedal ausgerüstet, das man keineswegs besonders praktisch nennen kann. Es sind dies meist kleine Fussauflagen aus womöglich noch glattem Eisen, die — weil ohne Ueberzug — im Sommer unangenehm heiss werden, sich oft schwer und ausserdem nicht in Richtung der normalen Fussbewegung niedertreten lassen und schliesslich noch den Nachteil besitzen, dass sie den Fuss zwingen, dauernd und womöglich in verkanteter Lage ein und dieselbe Stellung einzunehmen. Es gibt eine ganze Reihe zum Teil sehr schöner und teurer Wagen, die trotz aller Schikanen, immer noch den Nachteil besitzen, dass sich der rechte Fuss erst nach Hunderten von Kilometern an so eiti unpraktisches Gaspedal zu gewöhnen beginnt. Und dabei ist eine zweckmässige Ausbildung dieses doch recht wichtigen Details keineswegs schwierig. Die beste Lösung ist folgende : eine Klappe, überzogen mit geriffeltem Gummi, in der Grosse dem Fuss angepasst und genau in Richtung des normal ausgestreckten Fusses — und zwar ohne merkbaren Widerstand — niederzutreten. Ein Gaspedal dieser Ausführung hat den Vorteil, dass der rechte Fuss nicht dauernd in einer Art Wippstellung mit mehr oder weniger Muskelanspannung zu verharren braucht, sondern in normaler Ruhelage voll aufliegt, ferner durch die Gummiisolierung weder abrutschen kann noch unnötig erhitzt wird und schliesslich seine Lage von Zeit zu Zeit auch maJ ändern kann. Einige Firmen sind zu derartigen Gasklappen statt Gaspedalen bereits überaresranaren. Es ist zu wünschen, dass auch di© übrigen recht bald folgen. + Wie erwirbt man einen guten Fahrstil? Die nachfolgenden Zeilen sind dem im Drd- Masken-Verlag, München, erschienenen Büchlein « Achtung Kurve 1 » entnommen, in welchem Dr. W. v. Gutmann über die Finessen des Autofahrens und eigene Erlebnisse am Lenkrad plaudert. Wir können unsern Lesern, besonders den ausgereiften Fahrern und Fahrern aus Passion, dieses Büchlein warm empfehlen ; es ist eine Art Hochschule der Fahrtechnik, eine Art Lehrgant zur Virtuosität Die moderne Autotechnik ermöglicht es, dass die technische Beherrschung der Handgriffe beim Autolenken gar keine Schwierigkeiten bietet und von jedermann in kurzer Zeit vollkommen erlernt werden kann. Die vollkommene Beherrschung der Technik bedingt jedoch keineswegs einen guten Fahrstil. Die Dinge liegen hier wie beim Schreiben: Unzählige schreiben orthographisch richtig und verfügen über einen genügenden Wortschatz, aber noch lange nicht über einen guten Stil. Wenn wir eine Definition des guten Stils beim Autofahren versuchen' wollen, so 'inden wir etwa folgende Merkmale: Flottes und fleissiges Vorwärtskommen bei Wahrung grösster Sicherheit der Insassen und Passanten, bei Rücksichtnahme auf das Sicherheitsgefühl beider und bei grösster Schonung der Wagenbestandteile. Flottes Vorwärtskommen und Grade des Sicherheitsgefühles der Insassen lassen sich unmittelbar feststellen. Zur Wahrung der Sicherheit, welche mit dem Sicherheitsgefühl nicht zusammenfallen muss — denn es gibt grausliche aber dennoch sichere Fahrer — gehören unbedingt Intelligenz und Vorstellungsvermögen. Es gibt viele Lenker, die sich nicht vorstellen können, dass die Strasse hinter einer unübersichtlichen Kurve trotz ihres Signals nicht nur durch ein Fuhrwerk verengt, sondern durch mehrere Fuhrwerke blockiert sein könnte; welche nicht daran denken, dass das Nehmen einer nicht gänzlich übersichtlichen Kurve in einem Tempo, in dem man gerade noch um die Biegung herumkommt, das aber keine Lenkfreiheit zum Ausweichen mehr lässt, zu einem Unglück führen muss, wenn ein ebenso denkender Fahrer von der anderen Seite ebenso herankommt. Alle führenden Auto-Reparatur-Werkstätten bevorzugen immer Kugellager das gute Schwelzerfabrikat, weil betriebssicher, preiswert und sofort erhältlich durch ZURICH1 LIMM ATQU AI 34 TEL.MOTT.87.17 Sie nicht einfach Sohneeketten, sondern verlangen Sie Zürich mit den geh&rteten, verstärkten Quergliedern AfGGd bedeutet Qualität und Sicherheit. Alle Garagen fuhren lÄfCiCCl" ketten. R. M. ROTH Kreuzbühlstrasse 1 Monbijoustrasse 30 Telephon 28.862 Tel. 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N°104 - 1930 AlfTOM ORTL-REVUE tl kritik. Wenn man mit verschiedenen Fahrern fährt und beobachtet, wird man oft Einzelheiten wahrnehmen, aus denen man im Quten wie im Schlechten lernen kann. Beim Selbstfahren muss man auch Selbstkritik üben, wozu allerdings erst der fortgeschrittene Fahrer befähigt ist. Wer nicht imstande ist, selbst als Meister dann und wann festzustellen, dass dies oder jenes besser zu machen gewesen wäre, wird nie zur ersten Klasse gehören; besonders wichtig ist die nachträgliche theoretische Feststellung, wie gross der eigene Anteil des Verschuldens war, wenn sich sichtlich eine Gefährdung (oder gar ein Unfall) ereignet hat. In den allerseltensten Fällen trifft die Schuld nur einen Teil allein, wenn es sich um eine Gefährdung durch ein Motorfahrzeug handelt. Und in den seltensten Fällen sind wirklich Materialfehler schuld, wenn ohne Beteiligung eines anderen beweglichen Hindernisses ein Unfall geschieht. Wer nun unfähig zur Selbstkritik ist und nie die Einsicht aufbringt: «hier hättest du vorsichtiger fahren sollen», wer vielmehr immer dem anderen die alleinige Schuld beimisst, der kann zwar ein guter, er wird aber nie ein völlig verlässlicher Fahrer werden. Unter «Gefährdung» verstehe ich natürlich solche Situationen, wo ein Unfall vermieden wurde, aber möglich schien. Wie der gute Reiter spüren muss, was sein Pferd mit den Beinen und Gelenken macht, so muss der Autolenker ein Gefühl nicht nur für den Motor, sondern auch für die Hinterräder seines Wagens bekommen. Er muss fühlen, ob er noch genügend «Lenkreserve» zur Verfügung hat, und was für Seitendruck beim Kurvenfahren seine Hinterräder belastet. Auch ohne Gefährdung muss der Fahrer, der bereits weiss, worauf es ankommt, Selbstkritik üben, muss sich sagen, diese Kurve hättest du besser befahren können, du 1 hättest etwas früher umschalten sollen, du bist jetzt zu schnell gefahren, denn wenn ein Pneumatik geplatzt wäre, wärest du in eine ungemütliche Situation geraten, du hättest Signal geben sollen usw. usw. Das Aufpolieren von verchromten Teilen geschieht ganz einfach mi1 einem in kaltem Wasser getränkten Hirschlederlappen. at. Gegen das Durchrosten der Kotflügel grbt es ein einfaches, aber trotzdem fast noch nie angewandtes Heilmittel : Den sofort nach Uebernahme des neuen Wagens vorgenommenen zusätzlichen Anstrich der Kotflüzel- Unterseite mit mehreren Lagen einer guten Oelfarbe. Der von der Fabrik vielfach etwas sparsam aufgetragene Rostschutz wird dadurch vielfach verbessert, so dass das Blech nicht schon nach einigen Monaten zu rosten beginnt. Gleichzeitig wird man die angenehme Beobachtung machen, dass ein guter Anstrich den Schmutz viel weniger leicht an der Kotflügel-Unterseite haften lässt. Auch die Wagenreinigung wird also erleichtert. at. B ««3» s» Frage 7750. Imprägnieren eines Leinwandverdeckes. Weif her Leser kann mir Adressen von Firmen mitteilen r'io ein Mittel zum Imprägnieren eines Leinwandverdeckes herstellen? G. S. in B. Antwort Wir verweisen Sie auf unseren Inseratenteil Red. Frage 7751. Moiorseilwinde. In Nr. 99 Ihres Blattes wird über eine Motorseilwinde für Rebberge berichtet Da ich mich für eine solche Winde sehr interessiere, möchte ich höfl anfraßen, wer in der Schwoiz solche erstellt und zu welchem Preis und wo diese Winden zu beziehen sind Für Adressangaben von Schweizer Firmen wäre ich sehr dankbar W S. in K. Frage 7752. Reinigung des Kurbelgehäuses. Bei meinem Wagen ist das Kurbelgehäuse nach unten vollständig •injesehiitzt nn'l wird deshalb bei schlechtem Wetter mit einer starken Schmutzkruste iiborzuguii. IM ÜS notwendig, dass dieser Schmutz jedesmal entfernt wird? Könnte der Schmutz auf das Aluminium einen ungünstigen Einfluss ausüben? F F in S. Antwort- Das Kurbelgehäuse spielt eine nicht unbedeutende Rolle in der Kühlung des Motors, da von seiner Temperatur diejenige des Oeles abhängt Man reinige deshalb seine Oberfläche häufig denn Schmutz und Stra.«senkot wirken als Wärmeisolator und vermindern die Kühlwirkung dep Fahrtwindes. Ein schädlicher Einfluss des Kotes auf das Aluminium wäre allerdings nicht zu befürchten, at. Fraoe 7753. Störendes Renenwasser Bai meinem Wagen zeigt sich der Debelstand, dass bei starkem Regen immer Wasser durch die Scharniere der Motorhaube durchdringt und auf die Zündkerzen hinunterlropft, so dass diese kurzgeschlossen worden. Wie kann ich dem am einfachsten abhelfen? M. S. in F. Antwort. Gegen dieses Vorkommnis kann man sich schützen, indem man den Zündkerzenisolator mit einem Schirm in der Gestalt eines halbierten Gummiballes versieht, den maa einfach über die mittlere Elektrode spiesst und durch das Kabel und die Schraube sichert. Die obige Abbildung zeigt die Vorrichtung, wie sie in Wirklichkeit aussieht Eine andere Lösung ist die, dass unter dem Scharnier eine Blechrinne an der Motorhaube befestigt wird, welche die eindringenden Regentropfen sammelt und- an einer Stelle ableitet, wo sie keinen Schaden anrichten können. at., Frage 7754. Feuergefährlichkeit katalytischer Heizapparate. Ich habe mir einen katalytischen Kühlerwärmer gekauft, um meine Motorradgarage bei Kälte zu temperieren. Darf man einen solchen Ofen ohne Bedenken in eine Garage, die doch immer Benzindünste enthält, stellen? Dem Geruch nach scheint nicht alles verdunstende Benzin zu verbrennen Könnte der glühende Asbest-Platin-Katalysator eventuelle Benzindämpfe nicht zum explodieren bringen? Ist eventuell die Katalysatoroberfläche gegenüber dem verdunstenden Benzin zu klein? Auch das Gefäss mit der Benzinwatte wird sehr heissl E. K. in L. Antwort: In gutem Zustand befindliche und richtig betriebene katalytische Heizöfen dürfen als vollkommen feuersicher betrachtet werden Es ist auch nicht zu befürchten, dass die glühende Asbestmatte Benzindämpfe entzündet, die sich etwa in der Garage aufhalten. Man kann bei diesen Heizkörpern sogar flüssiges Benzin auf die glühende Asbestmatte schütten, ohne dass es sich entzündet (Das soll natürlich nicht eine Empfehlung Bein, den Heizkörper immer und planmässig unter einen tropfenden Vergaser zu stellen.) Die Verbrennung geht bei diesen Heizkörpern praktisch vollkommen geruchfrei von sich. Wenn Sie trotzdem einen Benzingeruch wahrgenommen haben, so rührt dieser wahrscheinlich von geringen Benzindampfmengen her, die durch die Erhitzung des Benzins im Behälter des Heizkörpers frei geworden sind. Es wäre aber auch möglich, dass im Raum unter der Asbestmatte in dem das Benzin verdampft wird, eine Undichtigkeit besteht. Lassen Sie den Heizkörper zur Sicherheil beim Verkäufer nachprüfen. at Frage 7755. Krackbenzin. Was versteht man unter Krackbenzia? Wo wird dieses Benzin gewonnen? H. K. in L. Antwort: ursprünglich ist im Erdöl nur eine begrenzte Menge Benzin oder • Gasolin> wie es in Amerika heisst. vorhanden, die beispielsweise mit 20 Prozent des Rohöls angenommen werden soll. Diesa Menge genügte vor etwa 25 Jahren dem Bedarf der Industrie Als sich dieser steigerte und auch die Ergiebigkeit der Erdölquellen grösser wurde, lernte man, etwas schwereres Benzin in den Motoren zu verbrennen; man konnte damit etwa 30 Prozent des Rohöls verwerten. Als aber auch das nicht genügte, kam ein neues Verfahren auf. der sogenannte Krarkprozess. «Kracken t heisst Zerlegung schwerer Erdölbestandteile mittels Hitze und Druck Ln leichtere, oder chemisch gesprochen Spaltung der Kohlenwasserstoffe des Erdöls in die schwereres des Gasöls und Heizöls einerseits und die !eicb:en des Benzins anderseits DieBer Krackprozess ist in den letzten 16 Jahren zu einem unentbehrlicnen Hilfsmittel in der Erdölverarbeitung geworden, und mit seiner Hilfe gelingt es, aus geeigneten Erdölen 60—70 Prozent Benzin zu gewinnen. Es eignen sich aber nicht alle Oele zu einer ergiebigen Krackung. Manche Oele sind so reich an asphaltartigen Stoffen, die beim Kracken in Koks übergehen, dass sich das Verfahren bei ihnen nicht lohnt. Aber au".h bei besseren Rohölen ist das Kracken mit Verlusten verknüpft, denn es geht fast immer ein Teil des wertvollen Rohmaterials als Koks oder in Gasfcrm verloren, weil sich die Spaltung der Kohlenwasserstoffe nicht so scharf regulieren lässt + Mitteilung 7756. Abblenden oder nicht Abbienden. Mit dem Einsender in Nr. 98 gehe ich vollkommen einig. Auch ich blende beim Entgegenkommen von Radfahrern, die kein Licht führen, nicht ab, wohl aber auch bei bespannten Fuhrwerken zum Schutz der Tiere. Ich kann überhaupt nicht verstehen, wieso immer so viele Radfahrer ohne Licht fahren, da sie sich doch immer in grosse Gefahren begeben. Erst vor einigen Tagen bin ich abends von Solothurn nach Bern gefahren und habe mich bis Fraubrunnen mit dein Zählen der ohne Licht fahrenden Radfahrer beschäftigt, es waren volle 381 Ein nettes Sümmchen auf dieser kurzen Strecke. Nachher konnte ich nicht mehr mitzählen, da ich nicht mehr die Zeit dazu fand, aber ganze Gruppen sind erschienen. Wie wäre es, wenn die Polizei diesbezüglich auch ein wachsameres Auge führen würde und etwas mehr Art. 62 der Abänderung troinäss Dekret vom 24. November 1927 in Anwendung bringen würde? Es heisst doch darin. Vom umritt der Dämmerung an darf nur mit gut leuchtender, an der Vorderseite des Fahrrades angebrachter Laterne mit weissein Licht und einer von hinten sichtbaren roten Reflexlinse gefahren werden. Wie wäre es, wenn diese Sorte Radfahrer auch alle gebüsst würden wie die Motorfahrzeuglenker? Ich bin überzeugt, dass diese Art Verkehrsgefährder sicher nach und nach verschwinden würden, wenn etwas schärfer eingeschritten würde; denn das Nicht-Lichtführen ist nichts als Bequemlichkeitl Es sollte überhaupt kein Fahrrad zur Zirkulation zugelassen werden, ohne dass es mit einer richtig und gut angebrachten Lichtanlage versehen ist E. H. in K. Fahrkunde von Dr. Albert Sachs. (Autotechnische Bibliothek, Band 3.) 210 Seiten mit 95 Abbildungen nach Photographien, Zeichnungen von R. Reinhard, Vignetten von M. Schaberschul und 10 fahrtechnischen Tabellen sowie 1 Tafel. Berlin W. 62. Richard Carl Schmidt &. Co. 1930 Es handelt sich bei diesem neuen, reich illustrierten Buche der autotechnischen Bibliothek um ein in jeder Beziehung interessantes, lesenswertes Buch. d