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E_1931_Zeitung_Nr.002

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Ozeanflug im Jahre 1911!

Ozeanflug im Jahre 1911! (Nachdruck verboten.) Die Ozeanflüge der letzten Jahre wecken die Erinnerung an ein ebenso kühnes wie phantastisches Unternehmen, lange vor dem Krieg den Ozean mit einem lenkbaren Luftschiff zu überfliegen. Am 7. März 1909 erschien in der «New Yorker Staatszeitung» ein Artikel: «Im lenkbaren Luftschiff über den Atlantischen Ozean», aus der Feder eines deutsch-amerikanischen Journalisten Joseph Brucker. Diese Veröffentlichung erregte ausserordentliches Aufsehen und hatte monatelang heftige Pressepolemiken diesseits und jenseits des Ozeans zur Folge. Mit den Augen der heutigen Zeit gesehen, musste das Projekt wegen der Unzulänglichkeit der damals vorhandenen technischen Mittel von vorneherein zum Scheitern verurteilt sei#i, und in der Tat sind schon die Probeflüge des für den beabsichtigten Zweck gebauten Luftschiffes überaus ungünstig ausgefallen, ganz zu schweigen von der Durchführung des transatlantischen Fluges selbst» Brucker, als Vater, des Gedazikens, den Ozean zu überfliegen, gründete 'die «Europe- America Aero-Navigation Society», welche Gesellschaft die Mittel beschaffen sollte zur Vorbereitung und Durchführung des Projektes. Er fand anlässlich der «Internationalen Luftschiffahrtausstellung» (Ila) in Frankfurt a. Main in der Person eines Dr. Paul F. Gans einen Mann, der ausgedehnte äronautische und technische Kenntnisse besass und bereit war, die Bruckersche Idee zu unterstützen. Es fanden sich weitere Wissenschaftler von Ruf, die die Möglichkeit eines Ozeanfluges bejahten und insbesondere die meteorologischen Untersuchungen für die beste Flugroute über den Ozean trafen. Immerhin war der Glaube an den Ernst der transatlantischen Flugexpedition in Deutschland noch nicht tief genug gewurzelt, so dass die Werbungen der gleichnamigen Gesellschaft kein Gehör fanden oder auf unannehmbare Bedingungen seitens der verschiedenen, um Unterstützung angegangenen Firmen stiessen. Endlich fand sich in dem Chef der weltbekannten Schokolade- und Kakaofabrik Suchard in Neuenburg, Kommerzienrat Russ, ein Mäzen, der der Sache mit grossem Interesse entgegenkam und der Gesellschaft den Bau des Expeditions-Lüftschiffes »Suchard» ermöglichte. Dieses Zubehör VON Luftfah»* Das Luftschiff 'Suchard», von elliptischer Grundform, hatte eine Länge von etwa 60 m, einen grössten Durchmesser von 17,2 m und ein Fassungsvermögen von rund 10 000 m 3 . Zur Füllung diente Wasserstoffgas. Die Höhensteuerung sollte durch ein Laufgewicht vorgenommen werden, bestehend aus einem mit Bleischrot gefüllten Sack, der je nach Bedürfnis von Hand durch eine unter dem Ballonkörper befindliche Leine eingestellt werden sollte. Der unstarre Ballonkörper sollte mittelst eines motorisch betriebenen Ventilators durch inneren Ueberdruck so versteift werden, dass die Hülle ohne jegliche Zuhilfenahme eines festen Gerippes auch unter dem Einfluss von Temperatarschwankungen ihre Form behielt. Die Maschinenanlage, bestehend aus zwei Sechszylinder NAG-Motoren, die je 110 PS bei 1100 Umdrehungen in der Minute leisteten, wurde in einen seetüchtigen Motorbootskörper eingebaut. Jeder Motor war mit einer Kupplung versehen und arbeitete auf einem gemeinsamen Kegelradgetriebe, von dem durch schrägstehende Kardanwellen die Kraft nach den beiden Luftpropellern abgeführt wurde. Das Getriebe war ferner so eingerichtet, dass in wenigen Minuten der Antrieb von den Luftpropellern auf den Wasserpropeller umgeschaltet werden konnte. Die als Motorboot gebaute Lüftschiffgondel sollte Verwendung finden, wenn es nicht möglich war, die ganze, etwa 4000 km lange Strecke durch die Luft zurückzulegen. Im äussersten Notfalle wollte man dann auf das Wasser heruntergehen, wobei die zwecklose Ballonhülle von der Gondel abgelöst werden sollte. Gegen Ende des Jahres 1910 war der Bau des Ballons und des Motorbootes so weit vorgeschritten, dass an eine Montage des Luftschiffes und unter günstigen Umständen an einen Probeflug gedacht werden konnte. Bei der Wahl des Flughafens entschied man sich für Kiel, weil in dieser Stadt der «Verein zur Förderung der Motor-Luftschiffahrt in der Nordmark» dem Unternehmen jede erdenkliche Förderung erwies, sowie auch die kaiserliche Marine und die Germaniawerft AUTOMOBIL-REVUE 1951 - N»2 auf den Kap Verdischen Inseln erfolgen, das Ziel war Süd-Amerika, bzw. die vorgelagerte Insel Barbados. Die Flugstrecke über den Ozean betrug rund 4000 km. Bei der angenommenen Geschwindigkeit des „ Luftschiffes von rund 50 km in der Stunde konnte man das Ziel in etwa 80 Stunden erreichen, wobei noch damit gerechnet wurde, dass durch Ausnutzung der in jenen Breiten herrschenden Nord-Ost-Passat-Luftströmungen eine Verkürzung der Flugzeit angenommen werden konnte. Für den April 1911 war der Start von den Kap Verden in Aussicht genommen worden. Vorher wollte man selbstverständlich durch eingehende Probeflüge die Lufttüchtigkeit und Zuverlässigkeit der «Suchard» feststellen, um nach eingehender Vorbereitung die Gewähr für eine erfolgsichere Durchführung des ersten Ozeanfluges zu erlangen. Leider erwies es sich, dass alle schönen Pläne und Voraussetzungen für den angesetzten Start dadurch zunichte wurden, dass die ganze maschinelle Anlage technisch völlig unzulänglich war und den Erwartungen nicht entsprach. Es zeigte sich bei den Proben, dass, so wie sie war, ein Flug von längerer Dauer nicht ausgeführt werden konnte. Das völlige Versagen eines der beiden Motoren machte die Lieferung eines Ersatzmotors erforderlich, wofür eine Frist von vier bis sechs Monaten beansprucht wurde. Es war aus diesem Grunde an eine Ausreise im April nicht zu denken. Dazu kam, wie schon gesagt, der sich als notwendig herausgestellte Umbau der maschinellen Einrichtung, vor allem die Aenderung des Antriebes der Luftpropeller, Verbesserung der Kühlanlagen der Motoren, des Ventilators, der Dynamo u.a.m. Inzwischen war die Zeit für eine günstige Ausnutzung der meteorologischen Verhältnisse soweit vorgeschritten, dass in diesem Jahr an den Abflug nicht mehr gedacht werden konnte, so dass man sich, wohl oder übel, mit einem Aufschub abfinden musste. Durch diese Umstände ist der Welt das mit Sicherheit zu erwartende Scheitern der ersten Flugexpedition über den Ozean erspart geblieben. Wir wissen heute, welche ein grosses Interesse entgegenbrachten. Am 15. Februar 1911, mittags 12 Uhr, unendlichen Schwierigkeiten für Luftschiff wurde unter zahlreicher Beteiligung der oder Flugzeug bei einer Ozeanüberquerung Militär- und Zivilbehörden der feierliche bestehen und welche grosse Kunst und die Taufakt des Luftschiffes vorgenommen. Beherrschung der hoch entwickelten Flugtechnik dazu gehören, den Ozean zu über- Allerdings waren Luftschiff und Motorboot noch sehr unfertig und teilweise nur provisorisch montiert. Der vorgesehene Start sollte Experten darüber anders. Der damalige queren. Damals, im Jahre 1911, dachten die Lei- Das Hellcoptero-Flugzeus. In Barcelona worden kürzEch FUngrepsnc!» srit dem neuen Heücoptero-Flugzeug ausgeführt. Do* Bild zeigt das Helicoptero-Flugzeujr beim Aufstieg auf dem Flugplatz in Barcelona. ter der Seewarte Hamburg, der als einer der besten Kenner der Meteorologie des Atlantiks galt, gab dem Bruckerschen Projekt die folgenden wissenschaftlichen Auslassungen mit auf den Weg: «Für den ersten Versuch einer mehrtägigen ununterbrochenen Luftschiffreise ist wohl, mit Ausnahme Polynesiens, kein anderer so geeigneter Raum auf der Erde zu finden (als die Ozeanflugroute); denn die anderen Passatstrecken, die ron Land z* Land führen, sind weit länger, und au! dem Festländern ist der Passat nicht entfernt so stetig und ist jeder Wind weit weniger frei von Wirbeln und Wellen als auf dem Ozean. Auch wenn die Motoren unbrauchbar werden sollten, ist die Wahrscheinlichkeit, in die Nähe bewohnten Landes zu kommen, gross; und auch ein vorzeitiges Niedergehen wird, so unerwünscht es ist, zu keiner Katastrophe führen, da alle Vorbereitungen dafür so sorgfältig getroffen sind, und es sich um ein leicht befahrbares Meer handelt.» (!) An einer anderen Stelle seiner Auslassungen sagt der gleiche Fachmann folgendes: «Das Unternehmen wird, wenn es gelingt, eine wichtige Etappe sein in der Entwicklung des Luftschiffes zu einem regelrechten Beförderungsmittel, es lässt sich noch durchaus nicht sagen, wie weit diese Entwicklung führen wird; wenn zu keinem praktisch verwendbaren, so dürfte sie mindestens zu etaer höchst anregenden und genussreichen Reisegelegenheit führen, die dazu mitwirkt, unfür Ihren Wagen entspricht der neuen bernischen Verkehrs- Ordnung. Von städt. und kantonalen Behörden glänzend begutachtet. 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N° 2 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE sere Vorstellungen wesentlich zu erweitern und £U vertiefen.» Ändere Wissenschaftler und Fachleute der Meteorologie und der Aeronautik kamen ebenfalls zu so günstigen Ausblicken auf die Durchführung des Projektes, dass es nicht verwunderlich ist, wenn alle Welt damals mit Sicherheit den Ozeanflug der «Suchard» schön im voraus als geglückt bezeichnete. Keine Stimme erhob sich gegen die Wahnwitzigkeit des Unternehmens, kein wahrer Fachmann konnte aus eigener Sachkenntnis heraus auf die Unzulänglichkeit des technischen Materials, das zur Verfügung stand, odejr auf die Unsicherheit der vielen vorgenommenen meteorologischen Berechnungen hinweisen'. -•Erst als die verantwortlichen Leiter des Unternehmens trotz verzweifelter Anstrengungen nicht in der Lage waren, die «Suchard» zu einem erfolgversprechenden Probeflug zu bringen, liess man das ganze, mit so viel Geschrei in die Welt gesetzte Projekt der transatlantischen Flugexpedition sang- und klanglos einschlafen! ij)ie- Menschheit hat noch über eineinhalb Jahrzehnt auf den ersten vollendeten Ozeanflug warten müssen! A.N. Das ; italienische Flugzeuggeschwader In Südamerika gelandet. Am Mittwoch Abend trafen Li Port Natal die sechs ersten Flugboote der italienischen Luftflotte, die den Atlantik überquert hatten, unter Führung von General Balbo in Port Natal ein. Vier weitere Luftboote folgten, zwei Apparate gingen infolge Motordefektes auf dem Meere nieder lindkannten an die Küste gebracht werden. In" der brasilianischen Hauptstadt herrscht speziell bei der italienischen Kolonie grosser Jubel, lt. T. C. S. -_,; Autosektion Aargau Wlntertätickeil im Monat Januar: 1. Wie bereits „angekündigt, findet die diesjährige Jahresfeier nächsten Samstag, den 10. Januar, im Hotel Störchen (Kasinosaal) in Sohönenwerd statt. Die Mitglieder Sind durch besonderes Zirkular zu diesem Anlasse eingeladen worden. Wie das glänzend zuaainmengestellte Programm verrät, stehen Genüsse besonderer Art bevor Wer sollte da zu Hatise bleiben! Wir erwarten zu unserem Familienfeste nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch alle Freunde und Freundinnen unseres Clubs und insbesondere auch die Mitglieder der Nachbarsektion Ölten. ^Ö.; Ani :?4.. und 81. Januar, jeweils von 2—5 Uhr, fnnri die ^SeTttion einen Motorenluirs bei unserem Glubkameraden P. Kaufmann in Schön enwerd durch. IJas Hauptgewicht in diesem Kurse wird nicht auf theoretische Belehrungen, sondern auf die praktische Durchführung gelost. Der Instriiktor (Hr. Kaufmann) ist im Besitze von Lchrmodellen, die in Betrieb gesetzt und an Hand derer die Funktionen der verschiedenen Maschinenteile am Auto praktisch und anschaulich vorgezeigt werden können. Die Durchführung der Kurse und die Boschaffung des Instruktionsmaterials erfordern einen erheblichen Kostenaufwand, weshalb von den Teilnehmern noch ein besonderes Kursgeld von 5 Franken erhoben werden muss. Anmeldungen für den Kurs sind bis 17. Januar an Herrn P Kaufmann in Schönenwerd zu richten. Es wäre zu wünschen, wenn sich recht violo Clubkamoraden zum Kurse melden würden. Sektion Graubunden Jahresbericht. Es seien hiermit die wichtigsten Vorgänge dos Jahres 1930 wiedergegeben: Der Kanton Graubünden hat in letzter Stundt seine Stra.ssen dem Automobilverkehr geöffnet. Wie nötig dieser Schritt war, zeigt uns der heutige Automobilverkehr in Graubünden. Im Herbst 1930 verkehrten auf unseren Strassen bereits 961 Personenwagen, rund 1000 Motorräder und 64 Lastwagen mit Bündner Nummern. Der Kanton Grauibünden hatte aus dem Automobilverkehr im letzten Berichtsjahre 1929 nachfolgende Einnahmen: Bundesbeitrag aus dem Benzinzoll Fr. 498 811.55 aus Steuer und Taxen auf Motorfahrzeuge » 249 347.60 aus Kontraventionen > 16 347.65 Das kantonale Budget pro 1931 sieht aus dem Automobilwesen im Kanton Graubünden, den Anteil am Benzinzoll inbegriffen, Einnahmen im Totalbetrago von Fr. 838 000 vor. Das Baudepartement des Kantons Graubünden hat in Erkennung der Verkehrsbodürfnisse mit aller Energie versucht, mit der Entwicklung Schritt zu hallen und die Strassen den modernen Verhältnissen entsprechend umzubauen und zu unterhalten. Doch ist das Tempo beim Strassenausbau an die zur Verfügung stehenden Mittel gebunden. Um das grosse StraesenneU des Kantons Graubünden mit seinen vielen Passstrassen den modernen Bedürfnissen anzupassen, müsste der Kanton mit einem Kostenaufwand von 20 und mehr Millionen rechnen. Für die Durchführung des ersten Programm« zum Ausbau und Unterhalt der wichtigsten Durchprangsstrassen hat aber der Kanton vorläufig nur 4 500 000 Fr. bewilligt. Diese rapide Entwicklung im Neuland Graubünden stellte die Regierung natürlicherweise in finanzieller, technischer und rechtlicher Hinsicht vor grosse Aufgaben. Bei allen diesen Fragen und Problemen haben die Organe unserer Sektion in engster Fühlung mit den Organen der Sektion Graubünden des A.C.S. mitgearbeittet. Die letzte Generalversammlung hat am 6. Oktober 1929 in Davos stattgefunden. Sie hat neben den ordentlichen Geschäften vor allem die neuen Statuten der Sektion beraten und angenommen. In der Folge wurde der Vorstand erweitert und die GTÜHdunK von Talschaftsgrupperi vorgesehen. In der Hauptsache musste sich die Sektion mit dem wichtigsten Problem befassen, die die rapide Entwicklung an Volk und Regierung des Kantons Graubünden stellte, wovon wir bereits gesprochen haben. In gesellschaftlicher Hinsicht sei nur erwähnt, dass im Februar eine Abendunterhaltung zur vollen Zufriedenheit der Mitglieder abgehalten werden konnte, und während des Sommers hatten die Mitglieder nebe« der offiziellen Tour mehrmals Gelegenheit, gemeinsam auszufahren. Während des Jahres wurden an die Mitglieder 297 Triptyks ausgestellt. Neben den Eingaben an die Behörden weist die Korrespondenz im ganzen 453 Ausgänge auf. Es erfolgten 49 Neuaufnahmen, und die Miigliedcrzahl stieg auf 249 Mitglieder. Das Vereinsjahr 1931 soll dem innern. Ausbau der Sektion gewidmet werden. Möge die Sektion erstarken und die Aufgabe erfüllen, die ihr zufällt! Aufgehobene Strassenspcrre. Die seit Wochen gesperrte Durchgangsstrasse Richterswil-Bäch wird morgen Samstag bis auf weiteres dem Verkehr wieder geöffnet. Der erfolgte Strassenumbau ist allerdings noch nicht gänzlich beendet, weshalb es eich empfiehlt, die Strecke sorgfältig eu befahren. Besondere Vorsicht ist bei der Weinburg Bach anzuwenden, wo der Verkehr noch teüweise umgeleitet wird. Strasien Spezialitäten der bernischen Verkehrsordnung. Wie muss ein Auto nach der neuen bernischen Verkehrsordnung ausgerüstet sein ? Am 1. Januar ist die neue bernische Verkehrsordnung in Kraft getreten. Neben ihr bleiben selbstverständlich die internationalen Konventionen, das Konkordat, das revidierte Konkordat und das Gesetz über die Strassenpolizei bestehen. Man hat sich vielfach darüber gewundert, dass eine neue kantonale Verkehrsordnung zur Zeit erlassen wird, wo eine eidgenössische Regelung in Vorbereitung steht. Da man aber schon 1927 im Hinblick auf das Bundesgesetz, das dann nicht zustande kam, darauf verzichtete, den vorliegenden Entwurf der kantonalen Polizeidirektion zum Gesetz zu erheben, hielt man es für ratsamer, sich diesmal nicht allzusehr auf eine baldige einheitliche Regelung zu verlassen. Uebrigens wird die bernische Verkehrsordnung von den gleichen Richtlinien wie die Entwürfe zum Bundesgesetz geleitet, so dass sie, wenn das eidgenössische Gesetz über den Auto- und Fahrradverkehr zustande kommt, nützliche Vorarbeit geleistet haben wird. Es Ksst sich nicht aus der Welt schaffen, dass auch der zweitgrösste Kanton der Schweiz für eine Verkehrsordnung, speziell für Vorschriften für Motorfahrzeuge, ein sehr Weines Herrschaftseebiet darstellt. Soweit es sich um Fahrvorschriften handelt, wird es ja den ausländischen oder ausserkantonajen Autofahrern nicht schwer fallen, sich anzupassen. Weniger leicht werden die Reibungen zu vermeiden sein, wo bestimmte Forderungen an den Zustand der Wagen gestellt werden. Gerade in dieser Hinsicht aber gehen die Ansprüche der neuen bernischen Verkehrsordnung ziemlich weit. Sie versucht» durch eine Reihe von Vorschriften über Lichter, Bremsen usw, die Gefahren des Strassenverkehrs soweit wie möglich herabzusetzen. . Eine Bestimmung, die zum Teil aber als übermässige Vorsichtsmassregel gewertet worden ist, in Wirklichkeit aber, wie aus den Unfallstatistiken hervorgeht, geboten erscheint, ist das Verbot spitzer Kühlerfiguren. Allerdings wird man in diesem Punkt bei ausserkantonalen und namentlich bei ausländischen Automobilen eine gewisse Toleranz üben müssen. Da eine Unzahl Modelle solcher Figuren bestehen, wird sich erst mit der Zeit eine gewisse Praxis herausbilden, welche Formen* noch gebilligt werden. Im modernen Karosserienbau ist man ja überhaupt von den Kühlerfiguren wieder abgekommen. Die neue bernische Verkehrsordnung verlangt, dass alle zweispurigen Motorfahrzeuge mit einem Rückblickspiegel und einem zweckmässigen Scheibenwischer versehen sein müssen. Ferner schreibt sie vor, dass Motorwagen, bei denen die Zeichengabe mit der Hand nach rückwärts bei bevorstehendem Linksabbiegen nicht möglich ist (Fahrzeuge mit Rechtssteuerung, geschlossenen Fenstern oder Seitenteilen) mit einem Richtungsanzeiger versehen sein müssen. Ob alle diese Vorrichtungen in gleichem Masse zwecktnässig sind, ist man freilich geteilter Meinung. Man weiss auch nicht, wie die Polizei diese Vorschriften handhaben wird, welche Systeme sie zulassen wird, ob sie einreisenden Fahrzeugen gewisse Zubilligungen machen werde usw. Stopplichter verlangt die Verkehrsordnung ausdrücklich nur von neu in den Verkehr gelangenden Motorwagen. Zweispurige Motorfahrzeuge müssen vorn mit zwei weissen Lichtern, hinten mit einem roten Lichte versehen sein. Die Vorschrift entspricht den neuen Ansichten, die sich über kurz oder lang auch in den umliegenden Ländern durchsetzen werden. Während der Uebergangszeit wird man sich bei ausserkantonalen und ausländischen Automobilisten darauf beschränken müssen, von ihnen zu verlangen, dass sie lediglich zwei Lichter benützen. W. Neue Wagen mit Mixtrol einfahren. Dauernde Obenschmierung sichert bleibende Höchst* leistungen und grösste Schonung Ihres Motors. itiieh llt 7» bis 3 Tonnen Nutzlast Preis für 3-Tonnen-Chassis Modernster schweizerischer Lastwagen. Starkes Tiefrahmen-Chassis. Kraftvoller 6-Zylinder-Motor. Zover lässige, starke Vierradbremsen. Tietgelagerte. grosse Ladefläche, daher hohe Wirtschaftlichkeit. Fr.15.800.- Extra-Ausführungen mit Kippvorrichtung, Kastenwagen etc., nach besonderem Kostenvoransohlag. 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