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E_1930_Zeitung_Nr.102

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30 AUTOMOBIL-REVUE

30 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N°102 Strassen und Verkehr Konkordatswidrige Beleuchtung Nun die kurzen Tage wieder angerückt sind und der Automobilist schon frühzeitig am Abend mit Licht fahren muss, machen sich die verschiedenen Unsitten, die sich punkto Beleuchtung der Autos ergeben haben, wieder doppelt unangenehm bemerkbar. Ueber die Gefahr und die Unzulänglichkeiten des zu frühzeitigen Einschalten9 des vollen Lichtes beim Kreuzen war in unserem Blatt erst kürzlich die Rede. Diesmal rücken wir einer anderen Unsitte auf den Leib und das ist die einseitige Abblendung. Man begegnet auf den Landstrassen immer wieder Fahrzeugen, bei denen sich die Abwendung einfach so auswirkt, dass der eine der Scheinwerfer vollständig erlischt, während der andere entweder mit voller oder reduzierter Stärke weiterbrennt. Für den entgegenkommenden Fahrer wird dadurch eine doppelt unangenehme Situation geschaffen. Einmal erreicht diese Abblendung ihr Ziel schon deshalb nicht, weil der verbleibende Scheinwerfer mit seinem Licht dennoch stark belästigt und blendet. Man hat nun einfach die Wirkung einer nichtabgeblendeten Motorradbeleuchtung, der das Auge schutzlos ausgesetzt ist. Weiterhin ist dieses Beleuchtungssystem irreführend. Bei schlechter Witterung, starkem Regen und Nebel oder Schneetreiben, wird man die Umrisse des entgegenkommenden Wagens erst auf kürzeste Distanz erkennen. Brennt nur ein Licht, so sind die Konturen eines Wagens keineswegs gekennzeichnet, und vielfach wird man den Schluss ziehen, es handle sich um einen Motorradfahrer. Dieser Fehlschluss resp. die optische Täuschung kann aber in manchen Fällen zur Ursache einer Kollision werden. Prinzipiell ist zu sagen, dass diese Art von Scheinwerfern nach den Bestimmungen des Konkordates überhaupt nicht erlaubt ist. Es werden ausdrücklich zwei weisse Lichter an der Vorderseite verlangt. Zahlreiche bei Verbänden und Polizei eingelaufene Beschwerden wegen der vorschriftswidrigen Einlampen-Beleuchtung haben in Zürich die Kantonspolizei veranlasst, ihre Verkehrskontrollen entsprechend zu instruieren. Wie man uns von gut informierter Seite berichtet hat, sollen Fahrzeugführer mit konkordatswidriger Beleuchtung unnachsichllich gebüsst werden. Diese Mitteilung möge also den Betreffenden als Warnung dienen. Diejenigen, welche sich den Äerger einer Busse ersparen und die Beleuchtung ohne staatliche Mehrkosten abändern lassen wollen, werden wohl hiervon gebührend Kenntnis nehmen. Den Unbelehrbaren wird es die Polizei ins Stammbuch schreiben! s. Förderung des Basler Autobusbetriebes. Wir haben in Nr. 98 der A.-R. darauf hingewiesen, dass die, Verwaltung der Basler Strassenbahnen dem Grossen Rat des Kantons Baselstadt eine Vorlage von 200000 Fr. zur Erweiterung des Autobusparkes und zur Vergrösserüng der bestehenden Garage unterbreitete. Der Basler Autobusbetrieb arbeitet seit seiner Einführung im Frühjahr mit Defiziten; eine Besserung schien erst von dem Moment an einzutreten, da die Linie von Kleinhüningen über Kleinbasel bis nach Bettingen auf der noch zu erstellenden Strasse ausgedehnt würde. Der Grosse Rat scheint nun indessen von den Zahlen des Defizites, die ihm die Strassenbahnverwaltung vorlegte, so scheu geworden zu sein, dass er weitere Versuche überhaupt nicht mehr wagte. In einer der letzten Sitzungen, in der der Autobusbetrieb zur Diskussion kam, wurde beschlossen, entgegen den dringenden Hinweisen der Anhänger der direkten Verbindung über den HtJrnli-Gottesacker hinaus bis nach Bettingen, es dem Regierungsrat zu überlassen, die Entscheidung über einen eventuellen Pendelverkehr von Riehen nach Bettingen zu treffen, was allerdings nur einem Kompromiss gleichkommen würde. Die Anschaffung von Autobusanhängewagen wurde abgelehnt. Der Grosse Rat glaubt damit, das Defizit noch vor grösseren und gefährlicheren Evolutionen zn retten. Der Kernpunkt dieser Sache bleibt aber auch weiterhin der Bau der Strasse von Basel nach Bettingen, der durch den Omnibus beschleunigt werden sollte; allerdings wird sich das Verhalten des Grossen Rates auf das Baudepartement nicht sehr ermunternd auswirken. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Ersteh lung dieser Strasse, ob der Omnibus sie : nun bedarf oder nicht, trotzdem in absehbarer Zeit eintritt; jedenfalls entspricht der Bau einem dringenden Bedürfnis, ho. Das Wailiser Strassennetz. 2 neue Millionen iür den Ausbau. Das Strassennetz des Kantons Wallis besteht im Grunde genommen aus einer überaus wichtigen Talstrasse von St. Oingolph bis Brlg und von da über den Simplon oder das Goms hinauf bis an die Furka bezw. die Grimsel. Das dringendste Problem ist offenbar der Ausbau der Talstrasse St. Gingolph- Brig, einer ausserordentlich stark benützten Durchgangsroute. Während noch vor wenigen Jahren sich diese Strasse in einem durchaus ungenügenden Zustand befand, sind heute die meisten Teilstrecken den modernsten Anforderungen angepasst worden. Der Kanton Wallis wird zweifellos aus dem Kapital, das er für die Verbesserung der Hauptstrasse angelegt hat, in den nächsten Jahren den Nutzen ziehen. Der Fremdenverkehr ins Wallis erfährt durch die Verbesserung der Talstrasse einen neuen Aufschwung. In zweiter Linie ist für den Kanton Wallis die Ausbesserung von Verbindungsstrassen zwischen der Talstrasse und den vielen Ortschaften, die auf den beiden Talhängen liegen, sowie die Verbesserung der Strassen in die Seitentäler von eminenter Bedeutung. Im Jahre 1927 gab der Kanton das Versprechen, eine weitere Anleihe von maximal 2 Millionen dem Strassennetz zu den bereits entliehenen 1,5 Millionen zugute zukommen lassen, sofern sich eben die erste Anleihe als ungenügend erweisen werde. Es stellte sich nun heraus, dass die erwähnten 1,5 Millionen auf Ende 1930 aufgebraucht sein werden. Die Strassenkommission sah aber noch eine ganze Anzahl Bauten im Programm von 1927 derartige Vergehen dienen muss, ist umso vor, worunter nicht weniger als 33 Projekte für Bergstrassen. Wenn nun auch damals mehr zu bedauern, als es immer noch Kreise das Strassenprommm und die notwendigen gibt, denen jede Gelegenheit gut genug ist, Kredite dem Volke vorgelegt wurden, so um über dieses neue Verkehrsmittel Wehe hielt es der Grosse Rat doch für angezeigt, zu schreien. Wir stehen zweifellos nicht an, vorläufig nur jene Projekte zur Ausführung diese Art der Benutzung des Autos als gelangen zu lassen.- die den betreffenden Gebieten wirklich einen hohen Nutzen garantie- keinen Automobilisten, der über diese Ge- schändlich zu bezeichnen, und es gibt wohl ren. Die Regierung will bei einer Anzahl von meinheit, Wild mit grösster Absichtlichkeit Proie^ten noch die Frasre des zu erwartenden Nutzens untersuchen und dann nach ei- abwenden wird. Es liegt jedenfalls kein Grund unter die Räder zu jagen, sich nicht empört ner Sonderunsc rüstig ins Zeug eehen. La. vor, das Auto überhaupt zu verurteilen, wenn unsaubere Köpfe alles versuchen, um Seltsame Jagd-Sitten. dem Gesetze ein Schnippchen schlagen zu können. bo. Aus dem Kanton Zürich kommen seit einiger Zeit eigenartige Nachrichten, die in * * * weitesten Kreisen mit Empörung aufgenommen werden. In verschiedenen Jagdrevieren des Kantons deckte man Jagdzustände auf, die auf gewisse Jäger kein sehr günstiges Licht zu werfen im stände sind. Man machte die erhebende Feststellung, dass nächlicherweile Wild von Autos über Landstrassen verfolgt, überfahren oder vom Wagen aus angeschossen wird. Die besonders starken Scheinwerfer, die durch die dunkle Nacht eifrig Hasen und Rehe aufstöbern, jagen das aufgescheute und völlig verwirrte Wild in den blendenden Schein, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Erleiden die Tiere nicht durch Ueberfahren einen raschen Tod, so wird auf sie geknallt, allerdings mit nur geringer Treffsicherheit, so dass sie meist qualvoll verenden. Ein Metzger und ein Weinhändler aus dem Bezirke Winterthur, beides ehemalige Patentjäger, denen die Einführung der Revierjagd die Erlaubnis zum Jagen nahm, machten sich zum Zwecke einer fidelen Nachtjagd abends spät mit einem Auto ins Weraland auf, mit Spezialscheinwerfern strichen sie den Waldrändern entlang, und es gelang den beiden unsaubern, unheimlichen Nimroden, in tiefer Nacht einen Hasen und eine äsende Rehgeis in den Lichtkegel zu bringen. Die beiden Tiere wurden geschossen und nach Hause mitgenommen. Die Jagdpolizei bekam jedoch die beiden Helden in die Hand, sie haben jedenfalls eine saubere Strafe zu erwarten. Der Kanton Zürich setzt für die Ermittlung von solchen Freveltaten hohe Prämien aus. Man geht schon aus rein natürlichen Erwägungen mit dem Staate voll und ganz in der Verurteilung einig. Dass aber das Auto in diesem Falle wieder als Vorschub für Durchschreibe- Apparat (System «EGRY») Preis nur Fr. 20.—, zu verkaufen bei W. Keller, Bienenstr. Nr. 13, Seebach. 47718 Je cherche un RADIATEUR ANSALDO, de Ire et 2e serie, d'oecasion. Adressez les offres ä Fritz Stucky, ?arage, ä Fribourg. Telephone 715. 47720 Wir nehmen Ihren gebrauchten Wagen gegen einen neuen FIAT gunstig in Zahlung. Sehreiben Sie unt. Chiffre 47723 an die Automobil-Revue, Bern. Kaufe M Qbel wenn an Zahlung AUTO, neu oder Occasion, genommen wird. — Offert, unt. Chiffre 477251 an die Aulomobil-Revue. Bern. 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N° 102 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Scfawe» Die Gandriastrasse vor dem Ständerat. In seiner Sitzung vom 2. Dezember nahm der Ständerat den Bundesbeschluss bezüglich der Bewilligung eines Bundesbeitrages an den Bau einer Strasse von Castagnola über Gapdria zur italienischen Grenze an. Gründung der parlamentarischen Touristikgruppe. Am Dienstag hat sich auf Ein-zweijährigen Probezeit. bedingt erlassen unter Auferlegung einer ladung von Nationalrat Dr. Meuli das Initiativkomitee für die Gründung einer parlamentarischen Gruppe für Touristik, Verkehr und $P Hotellerie in den eidgenössischen Räten zu einer ersten Sitzung versammelt. Es wurden vorerst die bisher geleisteten Vorarbeiten überprüft. In einer zweiten Sitzung wurde das Programm aufgestellt und beraten und die Richtlinien für die ersten Aktionen festgelegt. Die erste konstituierende Sitzung wird wahrscheinlich noch diese Woche stattfinden. Wetterschaden an der Brünigstrasse. Der Ende der vorletzten Woche das Land heimsuchende Föhnsturm wütete am Lungernsee sehr stark. Der hochgestaute See warf mächtige Wellen und verursachte zahlreiche Rutschungen. Die Brünigstrasse musste bei Kaiserstubl auf der Seeseite bis zur Strassenmitte gesperrt werden, da starke Senkungen erfolgt waren. Es sollen sofort Schutzbauten in Angriff genommen werden. x. Der tödliche Unfall auf der Tlefenaustrasse, 'der sich in der Nacht des 5. Novembers ereignete und bei dem der in Worblaufen •walinende Bäcker Fellmann getötet wurde, kam gestern vor dem Amtsgericht in Bern zur Beurteilung. Die Untersuchung ergab, flass der Verunglückte wahrscheinlich nicht direkt vom Auto überfahren, sondern bloss gestreift und zu Boden geschleudert wurde, wobei er so heftig aufschlug, dass er sich die tödlichen Verletzungen zuzog. Der Vorgang des Unfalles konnte nicht mit Sicherheit rekonstruiert werden. Zeugen behaupteten, dass Fellmann auf der linken Strassenseite gegangen sei. Es ist möglich, dass er, als das Auto sich näherte, die Strasse überqueren wollte. Es steht fest, dass der Führer des Wagens von dem Unfall nichts merkte. Hingegen kann ihm vorgeworfen werden, dass seine Lampen nicht in Ordnung waren und dass er bei dem ungünstigen Wetter eine etwas hohe Geschwindigkeit innehielt. Das Gericht zog in Berücksichtigung, dass die Beleuchtung der Strasse wegen der seitlichen Anordnung der Lampen eine ganz ungenügende ist, wie an Ort und Stelle abgehaltene Untersuchungen einwandfrei erwiesen. Das Amtsgericht Bern verurteilte den italienischen Chauffeur zu 70 Tagen Korrektionshaus, nach Abzug von 25 Tagen Untersuchungshaft zu 45 Tagen Gefängnis, Turin-Moskau mit einem Autobus. Die russische Presse berichtet von der hervorragenden Leistung eines Lancia-Omnibusses, der von Turin nach Moskau fuhr. Er legte die 3700 km lange Strecke über Oesterreich und Polen ohne jede Schwierigkeit zurück. Der Autobus ist für den Dienst in Moskau bestimmt, x. 8000 km in 6 Tagen. Der amerikanische Sportsmann Cecil Hawley fuhr die Strecke New-York—Los Angeles und zurück in der hervorragenden Zeit von 5 Tagen und 21 Stunden. Für die Fahrt New-York—Los Angeles benötigte er nur 67 Stunden und 38 Minuten, er schlug damit den bekannten Rekord der « Kanonenkugel » Baker, der 69 Stunden 31 Minuten brauchte. Cecil Hawley verliess seinen Achtzylinder Buick während der ganzen Fahrt nie, auch die kurzen Schlafzeiten verbrachte er im Wagen, bo. Das Autodrom von Linas-MontlheYy stiftete einen wertvollen Wanderbecher als Auszeichnung für die absolut beste Zeit, die im Laufe eines Jahres auf der Rennbahn von Montlhery gefahren wurde. Für dieses Jähr erhalten die vier Fahrer Marchand freres, Leroy de Presale und Van Doorninck, die auf Voisin über 25,000 und 50,000 km eine ganze Reihe neuer Rekorde aufstellen, die ehrende Auszeichnung. bo. AUSLAND Notstandsarbeiten in Amerika. Präsident Hoover forderte vom amerikanischen Kongress die Bewilligung eines Kredites von 750 Millionen Dollar. Der Betrag soll für Notstandsarbeiten, zur Ausbesserung und zum Ausbau von Nationalstrassen verwendet werden. Durch diese Arbeiten soll grossen Kreisen von Arbeitslosen willkommene Beschäftigung geboten werden. - x. Vom französischen Tourlngclub. Der Touringclub von Frankreich eröffnete letzten Dienstag in der Avenue de la Grande Armee sein neues Heim. Das neue Touristikhaus besitzt alle für Touristik-Fragen irgendwie interessierenden Bücher in einer Bibliothek von über 10,000 Bänden. In einem riesigen Ausstellungssaal befinden sich über 200,000 Photographien aus allen Teilen Frankreichs. Der Auskunftsdienst ist vorzüglich arrangiert. Fast 100 Angestellte sind in dem musterhaften Betriebe angestellt. Bekanntlich zählt der französische Touring-Club insgesamt 240,000 Mitglieder. bo. Vereinfachung des Führerscheines in England. Vom 1. Dezember an wird in England ein neuer vereinfachter Typ von Führerschein herausgegeben. Er wird von riunan aus einem kleinen, nicht mehr als 4 Seiten enthaltenden Büchlein bestehen. Das Format wird demjenigen der Führerscheine entsprechen, die bis jetzt in Middlesex und London verwendet wurden. Die Einbanddecke ist aus Karton, ist rot und mit dem königlichen Wappen in schwarz verziert. -1. Dreitagewoche in der amerikanischen Autoindustrie. Die Wirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrisis drücken sich am drastischsten in der Automobilindustrie der Vereinigten Staaten aus. Der amerikanische Automobilexport ist in den ersten 9 Monaten dieses Jahres im Vergleiche zum Vorjahre um über 50 Prozent zurückgegangen. Infolge der zunehmenden Absatzschwierigkeiten wird demnächst die Ford Motor Comp. zur dreitägigen Arbeitswoche übergehen. Vermutlich werden noch vor Jahresende andere bekannte Firmen, diesem Beispiel folgen müssen. $*»»«»«§• Anfrage 954. Ungerechtfertigte Bereicherung. Umständehalber verkaufte ich meinen Wagen X laut vorheriger 'Vereinbarung einer hiesigen Grossgara-ge. Zu erwähnen habe ich, dass diese Firma jnir früher den Wagen neu lieferte. Ich kenne diese Firma sonst als sehr loyal handelnd und aus blosser Sympathie und da ich mit dem Wagen sehr zufrieden war. konnte ich noch beitragen, dass diese Firma 2 weitere Geschäfte machen konnte. Dies nur nebenbei bemerkt. Wie gesagt, der Verkauf wurde getätigt, der Wagen wurdfl probiert und vom Prüfenden als in sehr gutem Zustande befunden. Der Verkaufspreis stellte sich auf Fr. 4600, Fr. 2600 wurden mir sofqrts,auabezahlt, den Rest Hess ich stehen. Sei es aus , Unachtsamkeit meinerseits, enthält nun der Veffcaufsvertrag die Klausel, dass der Bet»ast bei Kauf eines neuen Wagens, der im Laufe 1930 zu beziehen sei; als Zahlung angerechnet werde. Ein Kauf kommt jedoch Familienverhältnisse halber dermalen nicht mehr in Frage und ich habe mich mit der betr. Garage diesbezüglich in Verbindung gesetzt, indem ich derselben einen grössern Einschlag der restlichen Summe bot. Die. Firma lehnt jedoch mein Ansuchen ab mit dem Vermerk, sie hätte mit dem Wagen viel Umstände, Spesen und Provisionen gehabt. Auch Reparaturen seien notwendig gewesen. Entgegengesetzt kann ich beweisen, dass der Wagen in sehr gutem Zusta-nde war und auch durch den Käufer sofort wieder abgesetzt werden konnte. Mit dem spätem Käufer habe ich mich extra noch in Verbindung gesetzt und solchem Instruktionen erteilt, auch noch die Police mit grossein Einschlag verkauft. Nun Frage • « Kann diese Firma mir kurzerhand die Auszahlung des restlichen Betrages verweigern ; solche drängt, ohne dass ein Kaufvertrag besteht, auf Kauf eines neuen Wagens, oder bin ich berechtigt, diesen Restbetrag bedingt einzufordern? Muss ich diesen Betrag bei Nichtkauf eines neuen Wagens verlieren ? Erwähnen möchte ich, dass ich das Vorgehen dieser Garage als sehr unmoralisch empfinde, um so mehr ich in der Hitze des Gefechtes erst zu Hause diese Klausel des Vertrages bemerkte. Ich habe dieser Firma mein grösstes Entgegenkommen gezeigt, doch bleibt solche, wie gesagt, dabei. Kann mir die Firma den Kauf eines Wagens auf etliche Jahre hina-usstellen. in Berücksichtigung dieser Tatsachen. Wie kann ich hier zu meinem Rechte kommen. B. in B. Antwort.* Gestützt auf den zwischen Ihnen und der in Betracht fallenden Grand Garage abgeschlossenen Vertrag sind Sie offenbar verpflichtet worden, die Kaufpreisrestamz stehen zu lassen, um diese im Laufe des Jahres 1930 an einen neuen Wagen in Anrechnung zu bringen. Wenn nun heute feststeht, dass ein Kauf für Sie nicht in Frage kommen kann, und wenn Sie die Gründe für die Unmöglichkeit nachweisen können, so muss die Garage den Restbetrag an Sie auszahlen, ansonst sie sich in ungerechtfertigter Weise bereichern würde. Speziell liege dann ungerechtfertigte Bereicherung vor, wenn jemand aus einem nicht verwirklichten oder nachträglich weggefallenen Grunde eine Zuwendung erhalten bat. Wir sind also der Auffassung, dasa Sie zweifelsohne die stehen gelassene Kaoifrestanz zurückfordern können, vorausgesetzt, dass. Gründe vorliegen, die den Ankauf eines neuen Wagens Ihrerseits unmöglich machen, oder dass Ihnen wenigstens ein Ankauf nicht zugemutet werden kann. Internationaler Lultlahrt-Slcherhests-Kongress. Dieser Kongress, der vom 10.-23. Dezember in Paris unter dem Protektorat des französischen Luftfahrtministeriums stattfindet, verspricht sehr interessant zu werden. Es haben sich bisher 40 Nationen angemeldet, deren Delegierte durch ihre Vorträge darauf hinweisen werden, wie die einzelnen Länder bestimmte Fragenkomplexe behandelt wissen möchten. Die meisten Delegierten bekleiden in ihrem Lande hohe Stellen in der Luftfahrt. und emsamsfetv Waler unserer lande* brinqfc der Briefträger die In 1084 Städten, Dörfern und vereinzelten Weilern lernen strebtmme Menschen fremde Spraohen naoh der Methode von Prof. Grand. Ea gibt kaum eine Berufsklasse, in weloher seine Sprach werke, die einzigen schweizerischen Selbstnnterriohtswerke ihrer Art, nicht vertreten sind • Diese Tatsachen sind schuld, daß der Arzt, der Kaufmann, die Bürotoohter, der Bauernsohn, der Handwerker und der Chauffeur die Selbetunterriohtswerke von Prof. Grand gleich hoch einschätzen • Sie haben bestimmt einen Bekannten, der mit Prof. Grand Französisch, Englisch, Italienisch oder Spanisch gelernt hat. Fragen Sie ihn, was er von der Methode Grand hält • Wenn Sie Interesse haben für das Studium fremder Sprachen, so lassen Sie sich von uns einen neuen Weg zeigen. Ein kostenloses Probeheft verpflichtet Sie zo gar nicht«. 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