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E_1931_Zeitung_Nr.003

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N°3 II. Blatt BERN, 13.

N°3 II. Blatt BERN, 13. Januar 1931 II. Blatt BERN. 13. Januar 1931 T««!»•». Rundsdh« Die mageren Siedeschwänze. Eine Winterbetrachtung. Der Motor, dessen Kraftgewinnung ja auf einem thermo-dynamischen Prozess beruht, also einem Prozess, bei dem Wärme in Bewegung umgesetzt wird, ist gegenüber den Temperaturen der Umgebung genau so empfindlich oder noch empfindlicher als ein lebender Organismus. Uebrigens nicht nur gegenüber der Temperatur der Umgebung, sondern auch gegenüber dem Luftdruck, weshalb ja bekanntlich Flugzeugmotoren in grösserer Höhe mit immer geringerem Wirkungsgrad arbeiten und unter Umständen ganz versagen können. Die Unterschiede im Luftdruck sind an der Erdoberfläche, soweit sie für den Autofahrer in Betracht kommt, nicht so wesentlich wie die Temperaturunterschiede. Darüber kann nach den Erfahrungen des letzten kalten Winters mancher Fahrer vielerlei erzählen. Ein kalter Motor springt viel schwerer an als ein warmer und kommt langsamer auf Leistung. Voraussetzung dafür, dass er überhaupt arbeitet, ist natürlich, dass das Kühlwasser nicht eingefroren ist und Frostschäden verursacht hat. Das ist eine Betriebsgefahr, die jeder vorsichtige Fahrer immer vermeiden wird, sei es durch den Gefrierpunkt herabsetzende Zusatzmittel zum Kühlwasser, sei es durch Anheizen der Garage, das immer das Anspringen erleichtert, sei es durch Auslaufenlassen und Erneuern des Kühlwassers, wodurch allerdings die Bildung von Abscheidungen begünstigt wird. Praktisch sind ohne weiteres Unterschiede der Aussentemperatur, in einer kalten Winternacht und in der glühenden Sommer- Sonnenhitze, von etwa 100 Grad, also etwa zwischen —30 und +70 Grad, denkbar. Das mag an sich ein nicht so wesentlicher Temperaturunterschied sein gegenüber der hohen Verbrennungstemperatur im Motorfahrzeu' / -- 7 ---~J g - 5 t '^pillllzlzzzzlzzzil &y so w —. so : 10 „ I '—— — 1— * — — I I IW. ^_ , I _ 55 2Q J9 40 S 607$ $0 $O 100 Y* verschiedene Typen von Siedekurven. Kurv« 3 verläuft normal und günstig, während z. B. Kurve 4 ausgesprochenen mageren vorderen und hinteren Siedeschwanz bat. Siedekurve 2 verläuft zu «füllig» im Vergleich mit Kurve 3 und ungünstiger als diese, während Kurve 5 wegen des scharfen Knickes in der Mitte einen noch schlechteren Siedeverlauf bezeichnet abgesehen davon, dass eine, durch kältere Aussenluft bedingte, niedrigere Betriebstemperatur ja an sich schon den Anteil an nicht vergasenden Brennstoffbestandteilen vergrössern kann. Wenn auch die demnach im Winter besonders ungünstig sich auswirkenden, vordem und hintern mageren Siedeschwänze mancher Benzine erfahrungsgemäss am besten durch Vermischung des Benzins mit Benzol ausgeglichen werden, weil gerade der Beginn und das Ende der Siedekurve beim Benzol im Hinblick auf die motorische Verbrennung und die geschilderten Gefahren besonders günstig ausgebildet sind, so ist es doch immer zweckmässig, nur fertige, maschinell erzeugte Benzin-Benzol-Gemische zur Vermeidung der geschilderten Wintergefahren zu verwenden und nicht etwa selber zu mischen; denn die Selbstherstellung eines guten Gemisches ist im Winter schwerer als im Sommer, weil Entmischungen im Winter leichter auftreten A. L. Schutz des Autokühlers gegen Kesselstein und Korrosion. Trotzdem die Bedeutung des Kühlers für das betriebssichere Arbeiten des Automobilmotors allgemein bekannt ist, wird in der Regel die Pflege dieses wichtigen Teils des Autos ausserordentlich vernachlässigt. Selbst wenn einmal durch einen Fehler im Kühler der Wagen betriebsunfähig ist, kommt man selten auf den Gedanken, dass man sich gegen diesen Fehler durch sachgemässes Vorgehen hätte schützen können, vielmehr glaubt man in erster Linie an einen unverschuldeten äussern Einfluss. Man vergisst hierbei, dass das Kühlwasser leicht der Urheber solcher Fehler sein kann, da es zwei Feinde des ordnungsgemässen Kühlerbetriebes mit sich bringt: den Kesselstein und die Korrosion. Bekanntlich enthält jedes Wasser verschiedene Salze, die durch Erhitzung und Verdunstung des Wassers ausgefällt werden und dann in Form von Kesselstein an den Kühlerwänden feste, unlösliche Ansätze bilden. Da die Wärmeleitfähigkeit des Kesselsteins, der insbesondere aus den kohlensauren Salzen des Kalziums und Magnesiums, Gips und Silikaten besteht, überaus gering ist, bedeutet der Ansatz von Kesselstein im Kühler eine erhebliche Verringerung der Kühlwirkung. Dies kann ein Kochen des Kühlers, eine Ueberhitzung von Motor und Oel usw. zur Folge haben. Ein weiterer Schaden, den das Wasser am Kühler hervorrufen kann, besteht m seiner schliesslichen Zerstörung durch Korrosion, die auf elektrolytische Vorgänge sowie auf die Einwirkung der in jedem Wasser (auch destil- Marke Buctisiaüaiien) UNION-GARAGE Telephon 116 A. Sulser, Mitglied A.C. S. St. Gallen PASSAGE-GARAGE Bep.-Werkstätte - Abschleppdienst Tag- und Nacht-Betrieb Telephon 5105 Hrcli. Schaeppi Schaff hausen Nähe «atinbof Telephon 23 GRAHAM, 6 Zyl„ 15 PS, Sedan, 4/5plätzig, neu bereift u. Zustand wie neu, ganz vorzügl. Occasion für Fr. 580O. A. ßöhler, Ziirich- Altstetten, Badenerstr. Nr. 65. Teleph. 55.016. Ann*l»«llfl Empfehlenswerte Garagen Gossau(St.Gall.) TAXI-GARAGE Chauffeur-Schule Tel. 66. P. Eiser Garage Tivoli Uo ReparatU' -Werkstätte IlUrlimann * Gnvan Zu verkaufen: BUICK Torpedo, 6 Zyl. in prima Zustand, für Fr. 2800.—. 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