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E_1931_Zeitung_Nr.007

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macht haben will,

macht haben will, entschliesst er sich, zu handeln. Er wird etwas lächerlich Unmodernes tun, aber mit dem dicken Manne dort anbinden, erscheint ihm unratsam. Man wird besser tun, die Entscheidung über die Tochter in dessen Hände zu legen, dann wird er zufrieden sein, dass seine Macht anerkannt ist, und sich sanfter betragen, der Gewaltmensch ... Wilm erhebt sich also, verneigt sich ehrerbietig und fragt, wie es vor einem Jahr- 1631 brachte einen heftigen Ausbruch des Vesuv, der viele Opfer forderte. Damals galt der Vulkan, so wie früher im Altertum, als erloschen. 500 Jahre lang war er ein friedlicher und ungefährlicher Berg gewesen. Umso grösser musste die Verwüstung sein, die er dann anrichtete. 1731 war ein Katastrophenjahr. Hunderttausend Tote hat.es allein bei einem grossen Erdbeben in Peking gegeben. Am 26. April dieses Jahres ist Daniel Defoe in London gestorben, der zuerst Handlungsreisender in Strumpfwaren war, der sich dann der Literatur und der Politik zugewendet hat. rler 1704 d'w pr

KT0 9 _ 1O«H AUTOMOBIL-REVUE Zehn EDIEEJQ Gebote Die Newyorker Zeitschrift «Liberty» hat ihre Leserinnen aufgefordert, die zehn Gebote einer glücklichen Ehe aufzustellen und hat für die beste Lösung einen Preis ausgesetzt, den Frau Ella May Wheeler gewonnen hat. Sie hat den Preis ehrlich verdient. Ihre zehn Gebote sind wirklich vernünftig, und sie können auch von jeder Frau, die sich eine glückliche Ehe sichern will, befolgt werden. Wir lassen die Thesen hier folgen: 1. Du sollst dich auch nach deiner Hochzeit nicht schlechter kleiden als vorher! Bedenke, dass die «Jagd» zwar beendet ist, aber du jetzt die Beute festhalten musst. 2. Bedenke, dass das Glück vor allem eine gute Gesundheit bedingt, die gute Gesundheit aber ohne gute Verdauung undenkbar ist, und daher von der guten Küche abhängt. Sorge daher für eine gute Küche — das kostet nicht viel mehr, und du kannst bald sehen, wie dankbar er sein wird. 3. Freue dich, wenn er ein paar Tage lang von seinen Geschäften Ruhe hat und benutze ihn dann nicht als Aushilfe für die grosse Reinigung, sondern rede ihm ein, dass er eine Erholung brauche... Schicke ihn auf ein paar Tage fort. Er wird körperlich und geistig erfrischt zurückkehren und wird dir von ganzem Herzen dankbar sein. 4. Mache niemals spöttische Bemerkungen über seine Verwandten und Freunde. Bedenke stets, was du für ihn bist, und du wirst dein Ansehen in seinen Augen nie verlieren. 5. Falle nicht in Krämpfe, wenn er eine Krawatte trägt, die dir nicht gefällt, oder wenn er eine Zigarre raucht, deren Duft du nicht ausstehen kannst. Bedenke, dass er zumindest so viel Recht auf einen eigenen Geschmack hat wie du. 6. Folge ihm in seinen Enthusiasmen, — selbst wenn er einer hübschen Frau gelten soll. Sehr selten sind die Frauen, die die Vorteile einer anderen Frau anerkennen können, — aber du sollst eben eine seltene Frau sein. Bedenke, je schöner deine Denkart ist, desto grösser wird dein Ansehen in seinen Augen sein. 7. Sei nicht herrisch, denke daran, dass du eine Frau bist. 8. Sollte ihm etwas Unangenehmes zu« stossen, was immer vorkommen kann, so tue alles, um die Sache ins Humoristische zu ziehen. Manche Tragödie wurde schon durch einen Witz abgewendet, und gar manchesmal haben Dinge, die leichter wiegen als Luft, eine Ehe zugrunde gerichtet. 9. Grabe keine Leichen aus. Lasse die Vergangenheit vergangen sein. 10. Denke stets an die Worte des Priesters, der euch getraut hat: «...liebe, ehre und pflege ihn, sollte er gesund oder krank sein, alles andere vergessend und nur an ihm hängend ...» Und wenn es mit ihm abwärts gehen sollte, dann halte erst recht an seiner der nichtlegitimen Ehen sowie der Kinder HD BSE geschiedener Eheleute, ebenso der Kampf gegen die Heiratsschwindler. Nach den in DQ/OSXID Bukarest gemachten Erfahrungen sollen auch in vielen Fällen geschiedene Ehemänner die Hilfe der # # r"»I /• Organisation in Anspruch fii-tß £>1T%£> 1111% CtO nn£>Tiffl11 genommen haben. (Die Gedanken von Ma- Tur eine junge nnerrau ^ame Pepenarju sind gar nicht übel Sie Seite aus. Denn aus jedem Manne kann noch ein Held werden, — einer Frau zuliebe ... Und so wie die zehn Gebote der Bibel und alle Gesetze der Propheten in den einfachen Satz zusammengefasst werden können: «Liebe Gott und deine Mitmenschen...», so kann man die zehn Gebote des häuslichen Lebens in vier Worte zusammenfassen: «Sei liebevoll und geduldig!» Die geschiedenen Frauen reichen sich die Hände ! Geschiedene Frauen aller Lander — vereinigt euch! Wehe, ein Strafgericht über die Männer? Vorläufig nur der Schlachtruf einer noch nicht in allen Grundfesten stehenden Organisation in allen europäischen Hauptstädten für Recht und Schutz der Geschiedenen. Die «B. Z.» berichtet im weiteren über diese Gründung 1 Madame Pepenariu, eine Dame der Bukarester Gesellschaft, hat umfassende Massnahmen getroffen, in allen europäischen Hauptstädten Vereine geschiedener Fraueu zu gründen. Die erste Organisation wurde bereits in der rumänischen Hauptstadt geschaffen. Präsidentin des Verbandes soll die ehemalige Gattin des Königs Carol von Rumänien werden ... Von Bukarest aus hat sich Madame Pepenariu nach Budapest begeben, wo sie nach Rücksprache mit den namhaften Scheidungsanwälten und den grossen Frauenorganisationen die Gründung einer Organisation der geschiedenen Frauen Ungarns vorbereitet hat. Die Statuten des zu bildenden Vereins sind dem ungarischen Ministerium des Innern zur Genehmigung vorgelegt worden. Da kein Grund vorhanden ist, die Genehmigung zu verweigern, soll der Verein in diesen Tagen seine Tätigkeit aufnehmen. Vor ihrer Abreise empfing Madame Pepenariu die Vertreter der Presse, denen sie erklärte, dass sie im Begriffe stehe, ähnliche Vereine auch in den übrigen europäischen Grossstädten ins Leben zu rufen. In Paris, wo" die meisten'geschiedenen Frauen leben, soll die Zentrale der Organisation sein. Zweck der Vereinigung ist, den geschiedenen Frauen unentgeltlich Rechtsschutz zu sichern, ihnen Arbeitsmöglichkeiten zu beschaffen, unbemittelten Frauen Heimstätten zu geben, strittige Fragen mit den ehemaligen Gatten zu regeln und den Lebenskampf der geschiedenen Frauen zu erleichtern. Die Pariser Zentrale soll die Errichtung einer internationalen Liga zur Erschwerung und Verhinderung von Ehescheidungen zum Zweck haben. Zu den Programm- Punkten der Liga gehört auch der Schutz versuchen, dort helfend einzugreifen, wo sehr viel verborgene Not ist!) Sein Prinzip Von M. H. Am Morgen, wenn sie die Fenster öffnete, stand er drüben auf dem Balkon und schaute zu ihr hinüber. Wann hätte ein junger Mann dies nicht getan, sobald ein junges, schönes Mädchen ihm gegenüber am Fenster stehen bleibt? Er denkt: Ich muss ihr nahkommen. Muss sie sprechen. Natürlich kam er ihr nah! Konnte sie demzufolge auch sprechen. Wann wäre das nicht so gekommen, wenn zwei junge Menschen nur mehr von diesem einen Fühlen und Denken beherrscht sind? Und zwar war es eine etwas ungewöhnliche Zeit zu einem Stelldichein. Morgens etwas vor sechs Uhr rannte er auf langen Beinen, den Schlapphut auf dem gepflegten Blondhaar, den Stock und die Handschuhe in den Händen, zum alten Stadttor hinaus gegen die Einsiedelei. Sein schmales Gesicht war wohl so geschnitten, um den Frauen zu gefallen. Die schmalrückige Nase sprang zwar etwas höckrig weit vor, aber das gab seinem Gesicht etwas Kühnes. Die Augen waren tief dunkelblau, und in ihnen brannte das Feuer der Liebe mit dem des Künstlers um die Wette. Lucie stand schon im Morgendunst am Eingang der Allee, die er ihr gestern als Treffpunkt bezeichnet hatte. Was für eine schlanke Figur er hat! Ganz anders sieht er aus als die gewöhnlichen, jungen Männer der Stadt. Keinem der andern fiel es ein, sich solche Kravatten kommen zu lassen aus der Grossstadt! Und die feinen Schuhe! Denn dass er die kommen Hess und allerhand Feines für seine Garderobe, das hatte die Hausfrau als interessante Neuigkeit längst erzählt bei Lucies Mutter. Und dass er einen ganzen Schrank voll Kunstblätter mitgebracht, aber ganz unmögliche Sachen seien dabei. Davon dürfe man schon K|r nicht sprechen — geschweige sie ansehen. Grad so wie Gott den Menschen erschaffen seien sie abgezeichnet. Lucie war sehr rot geworden, als sie das so nebenbei hörte. Sie wusste nur: jetzt noch drei Schritte — jetzt noch einen dann. Gewiss war er jetzt an ihrer Seite. Und zwar lüftete er äusserst höflich den Hut. Er fragte etwas Dummes: «Sie haben kommen können? » Lucie hörte auf den heimlichen Jubel in seiner Stimme, darob vergass sie die Antwort. Um sich ihrer Gegenwart noch besser zu Frauen von heute 15 Elli Beinhorn. eine kühne, junge Sportfliegerin, die aus Deutschland über Südfrankreich. Spanien und Marokko nach Westafrika fliest. vergewissern, nahm er ganz sachte ihre Hand und legte sie auf seinen Arm. «Es ist eine etwas frühe Stunde, aber ist sie nicht die passendste für uns?» Ein glückseliges Nidken ihrerseits. Welche Stunde wäre ihr nicht passend erschienen? « Alles ist noch so rein, so frisch in der Natur. — Keine schwatzenden Menschen, keine neugierigen Augen, die uns die Freude nehmen können am Beisammensein. Oder sind Sie nicht auch glücklich darüber, dass wir den Morgen im Walde so Seite an Seite geniessen können?» Ihr « Ja» hätte ganz laut und frisch sein dürfen, statt so zaghaft.. Sie waren jetzt in der Schlucht. Rechts murmelte ein alter Bach nnter hängendem Blättergewirr allerhand vorlautes Zeug: Geht's schon wieder los? Gestern beim Vollmond dauerte es doch lange genug, bis es Ruhe gab, da oben am Weg. Alle Augenblicke bummelten zwei junge Menschen vorüber. Das war schon immer so. Was ich alles anhören muss, so einen lieben, langen Tag! Karl und Lucie sahen in das sprudelnde Wasser. So lustig fanden sie das, so lebendig, dass sie sich fröhlich in die Augen lachten. Der Weg schien jetzt weit unten zu liegen. überlegen es ZWEIMAL bevor Sie sieh einen echten PERSERTEPPICH zulegen. Meine guten Beziehungen zum Orient ermöglichen mir. Ihnen ausii gesucht präohtige Stüoke mit jeder Garantie abzugeben. 205x300 295.— Direkter Import, viel billiger. 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