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E_1931_Zeitung_Nr.009

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macht werden, während es sich bei alleil übrigen Standen um den Bestand der tatsächlich zum Verkehr zugelassenen Fahrzeuge handelt. Diese Bemerkungen vorausgeschickt, unterziehen wir im Nachfolgenden die Zahlen noch einer kurzen Analyse. Die Gesamtzunahme an Motorfahrzeugen von Ende 1929 auf 1930 beziffert sich auf 9301 Einheiten oder 7,9 Prozent. Der Zuwachs hat sich gegenüber dem Vorjahre also etwas verlangsamt, belief er sich doch von 1928 auf 1929 auf 11,470 Einheiten oder 9,8 Prozent. Die mit Beginn des Jahres 1930 sich allmählich kennzeichnende Krise hat demnach auch im Motorfahrzeughandel ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Wenn man weiss, dass gerade dieser Zweig der Wirtschaft mit am empfindlichsten gegen Konjunkturschwankungen reagiert, so müssen die beteiligten Kreise mit dem Ergebnis für 1930 noch wohl zufrieden sein. Bei den einzelnen Fahrzeugkategorien hat sich das Bestandeswachstum etwas verschoben. Mit 5320 Wagen, die einer prozentualen Zunahme von 9,3 entsprechen, stehen die Personenautos an erster Stelle. Sie haben gegenüber dem Vorjahre ihre Position von der letzten Stelle an den vordersten Rang verlegt. Obwohl das Jahr 1929 als ein nor- Uli lieber-Au-dessus de ISO 90-150 ggj 50-60 70-90 60-70 gga -

No 9 - 1931 Frage erschöpfend behandelnde Broschüre an sämtliche kantonalen Departemente sowie die zuständigen Behörden versandt. Die Erfolge sind denn auch nicht ausgeblieben, wenn schon gesagt werden muss, dass es sich um bescheidene Anfänge handelt. So hat der Kanton Zürich auf der im Umbau begriffenen grossen Strasse Zürich-Winterthur auf einer 4 km langen Strecke Radfahrwege gebaut; auch sollen dem Zürichsee entlang Radfahrweg-Markierungen vorgenommen werden. Die Stadt Zürich hat in dem Projekte ihrer grossen Ausfallstrassen, das in den nächsten zwei Jahren verwirklicht werden soll, überall Radfahrwege vorgesehen. In Basel hat der Grosse Rat soeben den Kredit für die Schaffung von Radfahrwegen im Jahre 1931 von 60 000 auf 100 000 Fr. erhöht, und es steht eine durchgreifende Radfahrweganlage in Aussicht, wo dies technisch möglich ist. Auch auf der neuen Strasse Bützberg- Langenthal sind eigentliche Radfahrstreifen vorgesehen. Wenn man weiss, was diese Radfahrstreifen für die Entlastung des allgemeinen Verkehrs bedeuten, so ist es zu begrüssen, dass die Liga nun auch mit dem «Schweizerischen Autostrassenverein» Fühlung genommen und dass auch diese Vereinigung die Forderung für den Bau von Radfahrwegen in ihr Arbeitsprogramm aufgenommen hat. Vor der Vornahme der Vorstandswahlen konnte der Präsident die erfreuliche Mitteilung machen, dass der Leiter der Geschäftsstelle, Herr Marzohl, sich hatte bewegen lassen, sein Demissionsgesuch zurückzuziehen und wenigstens so lange weiter zu amten, bis das neue Verkehrsgesetz unter Dach gebracht ist. Der Vorstand für 1931 besteht nun aus folgenden Herren: J. Migevet (Genf) als Präsident; Dr. Th. Gubler (Basel), E. Iseli (Bern), Dr. Mende Bern und W. Wichmann (Zürich) als Vizepräsidenten; F. X. Marzohl (Zürich), Sekretär und Leiter der Geschäftsstelle; E. Primatdt (Genf) Aktuar und Protokollführer; Ing. E. Montett (Bern), Kassier; H. Hasler (Zürich), Dir. Fr. Meyer (Basel) und H. Saurer (Arbon), Beisitzer. Bei der Bereinigung der Mitgliederliste wurde festgestellt, dass die der Liga angehörenden Verbände rund 160,000 Strassenbenützer vertreten. Wenn im Jahresbericht gesagt würde, dass im bundesrätlichen Entwurf die Anregungen der Liga zum grossen Teil Berücksichtigung gefunden haben und wenn die Liga der Meinung ist, dass am Entwurf des Justiz- und Polizeidepartementes, den die aus allen Kreisen zusammengesetzte Expertenkommission gebilligt habe, nicht mehr viel geändert werden sollte, so sieht sich die Liga gleichzeitig veranlasst, mit allem Nachdruck zu betonen, dass dies das Minimum dessen ist, was die Liga fordern muss, wenn nicht abermals die Gefahr eines Referendums heraufbeschworen werden soll. Die Liga hat denn auch beschlossen, Ihre Minimalforderungen nochmals zusammenzustellen und zuhanden der Kommissionen der eidgenössischen Räte, die mit der Vorberatung betraut sind, als Memorandum einzureichen. 0 Stefflsburg-Thun-Interlaken. Korrektion der Hofstettenstrasse und Traktionsänderung der Rechtsufrigen. Das Gutachten von Dr. R. Zehnder und Sektionschef der schweizerischen Oberpostdirektion O. Zipfel über die Möglichkeit und die finanziellen Folgen einer Traktionsänderung bei der rechtsufrigen Thunerseebahn ist nun In einer Versammlung der Vertreter der Gemeinden Interlaken, Unterseen, Beatenberg, Sigriswil, Oberhofen, Hilterfingen und Thun zur Behandlung gekommen. Der Vorsitzende, Amstutz, Stadtpräsident von Thun, teilte mit, dass sich die Gemeinde Thun unmittelbar vor der Inangriffnahme der Korrektion der Hofstettenstrasse befinde. Die Verhandlungen mit dem Staate seien zu Ende und wenn die Volksabstimmung, die in kürzester Zeit durchgeführt werden soll, zustimmend ausfällt, so wird sogleich mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Mit der Direktion der Strassenbahn Steffisburg-Thun-Interlaken ist im Juli 1930 ein Abkommen über die Verstärkung des Geleiseumbaues getroffen worden. Der Stadtrat hat zu einem Darlehen an die Bahn von Fr. 76 000 für die Neuanschaffung von Schienen seine Bewilligung erteilt. Die Gemeinde Thun sieht sich nun gezwungen, von den andern rechtsufrigen Gemeinden, die eine Traktionsänderung für die Bahn anstreben, bestimmte Mitteilungen darüber zu fordern, ob sie eine Systemänderung für wünschenswert und möglich halten, ob sie an der Finanzierung mitzuwirken bereit sind und ob sie glauben, dass der ganze Fragenkomplex innert nützlicher Frist abgeklärt werden kann. Die Behörden von Thun erklären, es nicht verantworten zu können, die Hofstettenstrasse im bisherigen schlechten Zustande bestehen zu lassen, wenn die rechtlichen, finanziellen und technischen Schwierigkeiten eine rasche Durchführung des Projektes verunmöglichen sollten. Der Gemeinderat von Thun hegte eher Zweifel, dass eine Traktionsänderung in absehbarer Zeit durchgeführt werden könne. Herr Kreisoberingenieur Walther äusserte sich dahin, dass der notwendige Geleiseumbau auf der ganzen Strecke mindestens W* Millionen Franken erfordern werde. So sehr die Traktionsänderung im Interesse des Verkehrs liege, so müsse man doch für das Studium der Frage und die Vorverhandlungen auf alle Fälle mit zwei bis drei Jahren rechnen. Er In München traten am letzten Freitag die Delegierten der nationalen Automobil-Clubs zusammen, die in diesem Jahre erneut die internationale Alpenfahrt organisieren. Die vom Präsident des bayrischen Automobil- Clubs, Major Czermak, begrüssten Mitglieder: Fritsch (Deutschland), Haubourddn (Frankreich), Mercanti (Italien), Köchert und Kunschner (Oesterreich) und Decrauzat (Schweiz) behandelten als erstes Traktandum den von der N. S. K. des A. C. S. ausgearbeiteten Reglementsentwurf, der denn auch den allgemeinen Beifall der übrigen Delegierten fand und mit einigen Aenderungen angenommen werden konnte. Bekanntlich basieren sich das Reglement und die Bestimmung der Fahrstrecke auf die Verhandlungen der nationalen Sportkommission des A. C. S. vom 7. Dezember 1930. Die internationale Alpenfahrt wird demnach als eine reine Regelmässigkeitsund Ausdauerprüfung ausgetragen werden, sie entbehrt ganz des Charakters eines Geschwindigkeitswettbewerbes. Die Abfahrt von der fünften Etappe Nizza-Genf, die um Mitternacht erfolgt, sieht eine Wagenbeleuchtungs-Prüfung vor. Die Klassifizierung wird durch die Anzahl der Strafpunkte automatisch geregelt. Bei der Abfahrt von jeder Etappe wird jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung gestellt, um mittels Anlasser den Motor in Gang zu bringen; für 20 Sekunden oder Bruchteil davon mehr wird je ein Strafpunkt verabfolgt. Bei der Ankunft in Bern werden die Wagen einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden, bei der jeder Bestandteil, wenn er nicht mehr den Vorschriften entspricht, einen Strafpunkt nach sich zieht. Die Verteilung zwischen Teams und Einzelfahrer wird in der Weise geregelt, dass die Teams-Sieger die Alpentrophäe und die AUTOMOBIL-REVUE ist auch der Ansicht, dass man nicht so lange mit der Korrektion der Hofstettenstrasse zuwarten dürfe. Er sieht allerdings die Möglichkeit, die Strassenkorrektion mit Ausnahme der Geleisebahn durchzuführen, die man ruhig eingeschottert lassen würde, während der übrige Strassenteil einen Belag erhielte. Im Prinzip ist er ganz für die Idee der Traktionsänderung eingenommen. Jedoch hält er es für günstiger, nicht den Trolleybus, den die Experten am meisten empfehlen, zu wählen, sondern den Diesel-Omnibusbetrieb. Er geht sogar weiter als das Gutachten und tritt für den Diesel-Omnibusverkehr auch auf der Strecke Thun-Steffisburg ein. Die Vertreter der Gemeinden Hilterfingen, Oberhofen, Sigriswil, Unterseen und Interlaken waren fast durchwegs der Meinung, dass die Gemeinden die ihnen zugemuteten Geldmittel für den Geleiseumbau des Trams nicht aufzubringen vermögen. Es sei jedoch dringend erwünscht, dass Thun nicht durch den voreiligen Bau der Hofstettenstrasse die Durchführung des vorliegenden Planes, der im ganzen einen recht glücklichen Gedanken vertrete, verunmögliche. - y. - Die Unterführung in der Hard bei Pratteln eröffnet. Samstag den 1. Februar wurde der alte Niveauübergang bei Pratteln, an dem sich am 29. Dezember der bekannte Zusanv menstoss ereignete, endgültig für den Fahrverkehr geschlossen und die neue Unterführung sowohl für den Fahr- wie für den Personenverkehr dem Betriebe übergeben. Damit ist eine weitere Gefahrenquelle für den Auto- wie für den Bahnverkehr beseitigt, it. Sportnachrichten Internat. Alpenfahrt 1931. >&us den Kantonen Einzelfahrer den Gletscherpokal erhalten, der hiefür neu geschaffen wurde. Der Gletscherpreis wird seinen Namen nicht zu Unrecht tragen, wenn man bedenkt, dass die Strecke oft in greifbarer Nähe der grössten Alpengletscher vorbeiführt. Die zeitliche Verteilung auf die einzelnen Routen wird folgendermassen gelöst: * 1. Tag: München, Kesselberg, Flexenpass. Arlberg, Innsbruck. 2. Tag: Innsbruck, Brenner, Jaufenpass, Stilfser- Joch, Davos, Albulapass, St. Moritz. 3 Tag: St. Moritz, Julia, Splügen. Turin. 4. Tag: Turin, Col di Tenda, Monte Carlo. Nizza. 5. Tag: Nizza, Col du Vars, Col du Galibier, Col du Taumier, Genf. 6 Tag: Genf, Col de Geta. Col du Morgin, Aigle, Col du Jaun, Bern. Winterfahrt nach Garmisch-Partenkirchen. Die diesjährige Winterfahrt-des A.D.A.C. nach Garmisch-Partenkirchen, die Ende letzter Woche stattfand, wies deutliche Merkmale der gegenwärtigen deutschen Wirtschaftsdepression auf, die sich in geringer Teilnehmerzahl kundgab. Von den Konkurrenten in der 72-Stundenkategorie mit einem Mindestwege von 1500 km Luftlinie trafen von nur 6 gemeldeten Fahrern 5 am Ziele ein, während sich für die 36-Stunden-Zielfahrt 17 Teilnehmer eingeschrieben hatten, von denen 14 am Ziel anlangten. Bekanntlich kam man entsprechend der Wirtschaftslage den Fahrern mit einer Reglementserleichterung entgegen, indem man den Start durch Zwischenlegung eines Scheitelpunktes auf den eigenen Wohnsitz der Konkurrenten verlegte. So starteten von den sechs Gemeldeten für die grössere Fahrt einer in Münster mit Scheitelpunkt Stolp in Pommern, einer in Oberhof mit Umweg über Lauenburg, zwei Fahrer in Berlin mit Scheitelpunkt Paris, und der bekannte Journalist Siegfried Dörrschlag in San Remo mit Zwischenstation Barcelona. Die Fahrer trafen zumeist zum richtigen Zeitpunkte ein. Allerdings ist dies kein Zeichen für eventuelle 'gute Fahrbedingungen. Die Langstreckenfahrer vor allem trafen, da Schnee, Eis, aufgetaute Stellen, somit alle Schikanen einer richtigen Winterfahrt sie an einer richtigen Ruhepause verhinderten, nach ununterbrochenen Tag- und Nachtfahrten um so früher ein, allerdings mit grosser Ermüdung. Am Samstag fand das Eibsee-Rennen statt, das auf der 2,8 km langen Strecke zwischen Bader- und Eibsee ausgetragen wurde. Trotzdem während des Rennens ein schweres Schneetreiben herrschte, wurden sehr gute Resultate aufgestellt. Bei den Rennwagen verbesserte von Morgen auf Bugatti den von Stuck gehaltenen Rekord mit neuer absoluter Bestzeit. Resultate der Sternfahrt: 72-Stunden-Zielfahrt: Bäumer (B. M. W.), Startort: Münster i. W., 1560 km Luftlinie; Frau Bahr (Steyr), Berlin, 1528 km; Bernet-Birnholz (Wf»- derer), Berlin, 1528 km; Siegfr. Dörrschlag (Mercedes-Benz), San Remo, 1504 km; Stark (Steyr), Oberhof, 1548 km. 36-Standen-Zielfahri: Franz v. Aretia (Lancia), Hof, 768 km; Dr Bobbert (Simson-Supra), Aslau, 770 km; Erbach (Mercedes-Benz), Berlin, 752 km; Herran (Austro-Daimler), Pardubitz, 758 km; Laier (Dodge), Heidelberg, 835 km; von Lindenau (Mercedes-Benz), Berlin, 750 km; Fritz von Michel (Bugatti), Hof, 768 km; Murken (D. K. W.), Lilienthal bei Breirien, 795 km; Nathusius (Wanderer), Berlin, 837 km; Ollenhof (Chrysler), Berlin, 764 km; Pickel (Brennabor), Asch, 750 km; Dir. Reinhard (Roehr), Würzburg, 792 km; Graf Sandizell (Horch), Sandizell, 766 km; Frau Wimmelmann (Mercedes- Benz), Recklinghausen, 750 km. Resultate des Eibsee-Rennens: Sportwagen: bis 750 ccm : 1. Simon-Berlin (D. K.W.), 3:33,3. 1100—1500 ccm : 1. Ollendorf-München (Bugatti-Kompressor), 2:53,0 (58.27). 2000 bis 8000 ccm: 1. Gontard-Leipzig (Austro-Daimler), 3:22,1 (49,9). 5000 ccm: 1. Freiherr von Michel (Austro-Daimler), 3:27,4. Ueber 5000 ccm : 1. Freiherr von Michel - Raulino - München (Mercedes- Benz), 3:11,2 (52.77). Rennwagen: bis 1100 ccm: 1. Steiuweg-Munchen (Amilcar), 2:56,3 (57,28); 2. Graf Arco-Zinneberg-Wien (Amilcar 3:05,3). TJeber 1500 ccm: 1. von Morgen-Berlin (Bugatti), 2:47,4 (60,37), neuer absoluter Streckenrekord. Campbells Feuerprobe. Nachdem Capt. Campbell in Daytona mit seinem « Blauen Vogel > einige Tage bessere Witterungsverhältnisse abwarten musste, die für seinen Weltrekordversuch günstig sind, startete er am letzten Samstag mit dem Rennwagen auf dem Strande von Daytona Beach zu seiner ersten Probefahrt ohne offizielle Zeitkontrolle. Campbell erreichte dabei ein Stundenmittel von 200. Meilen (322 km); mit dieser Schnelligkeit blieb er noch um rund 50 km hinter dem Weltrekord von Segrave zurück. mb. Die Alfa Romeo-Equipe wird, wie nun bekannt wird, an den wichtigsten internationalen Autorennen teilnehmen. So gilt die Nachricht als offiziell, dass Nuvolari, Arcangeli und Borzacchini an den 24-Stunden von Le Mans, der Tourist-Trophy und den Grands Prix von Frankreich, Italien, Belgien und Spanien fahren werden. Internationale Schönheits-Konkurrenz in Monte-Carlo. Die Organisatoren der grossen Sternfahrt nach Monte Carlo schreiben soeben ihren 23. internationalen Schönheitswettbewerb für Automobile in Monte Carlo aus, der dieses Jahr am 21. März zur Durchführung kommt. Alle Wagen, deren Ankaufspreis 100,000 französische Franken überschreitet, sind zur Teilnahme zugelassen. Es werden für die ersten Wagen jeder einzelnen Klasse wertvolle Preise verabreicht. Meldeschluss ist am 15. März; alle Auskünfte erteilt der «International Sporting-Club Monte Carlo».