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E_1931_Zeitung_Nr.010

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N»10 Neue Wagen mit Mixtrol einfahren. Dauernde Obensohmlerung sichert bleibende Höchstleistungen und grösste Schonung Ihres Motors. Auto-Reparatur-Werke Bern Tel. Bollwerk 13.34 J. RIEDTMANN & CIE. Holligenstrasse 25 SAURER.ERSATZTEIUAQER SPEZIALWERKSTÄTTE FÜR LASTWAGEN, REPARATUREN, UMÄNDERUNGEN. KOSTEN- BERECHNUNGEN. - GUTGESCHULTES PER- SONAL FÜR SAURER-LASTWAGEN. - STOCK- ROYAL,CONTI-HOHLRAUMREIFEN, HYDRAU- LISCHE PRESSE. Fahrbare and stationäre Lade-Einrichtungen. für Akkumulatoren-Batterien liefern als Spezialität Langbein-Pfanhauser-Werke Aktiengesellschaft Oerlikon. S« Autostrasse Genf-Lausanne. Mit der beschleunigten Ausführung der Erweiterungsbauten der Automobilstrasse Genf-Lausanne bei Chambösy zur Verminderung der Arbeitslosigkeit soll bereits am 1. Februar dieses Jahres begonnen werden. Der Strassenausbau wird 80—100 Arbeitslosen gute Verdienstgelegenheit verschaffen. x. Ausbau der Frauenlelderstrasse. Der Stadtrat von Winterthur sieht in einer Vorlage an den Grossen Gemeinderat den Ausbau der Frauenfelderstrasse in Oberwinterthur zu einer Hauptverkehrs- und Trambahnstrasse mit einer Strassenbreite von 18 Metern vor, von denen 11 Meter Breite auf die Fahrbahn, 3 Meter auf die beiden Trottoirs und 50 Zentimeter für beidseitige Radfahrerstreifen entfallen. Von dem südlichen Ende des Bahnhofes Oberwinterthur hinweg soll als direkte Fortsetzung der vom Stadtrain herkommenden Frauenfelderstrasse in gerader Richtung ein 500 Meter langes neues Stassenstüek erstellt werden, das ausserhalb der Ortschaft wieder in die alte Frauenfelderstrasse einmündet, die in schnurgerader Linie nach Wiesendangen führt. Durch dieses neue Zwischenstück werden für den Verkehr Zürich-Bodensee zwei gefährliche, scharfe Kurven abgeschnitten. x. Strassenbau im Kanton Luzern. Dem Grossen Rate wurde vom luzemischen Regierungsrat eine Strassenbauvorlage unterbreitet. An erster Stelle steht die Korrektion der Seetalstrasse auf dem Gebiete des Kantons Luzern, von der Gemeinde Emmen bis zur Kantonsgrenze in Mosen. Das Bahntrac6 wird vollständig von der Strasse getrennt. Zwischen der Geleiseachse und der der Bahn zugelegenen Strassenseite wird ein Abstand von 2,35 m innegehalten werden. Einzig auf diese Weise wird man die nötige Sicherheit des Strassen- und Bahnverkehrs erreichen. Die Strasse wird eine Breite von 6 m aufweisen und mit einem Bitumenbelag oder einer Kleinsteinbogenpflästerung versehen. Für die Durchführung des Projektes Ist Im ganzen die Summe von 2,652,000 Franken in Voranschlag gebracht. Davon entfallen 948,000 allein auf den Strassenbelag. Für die Erstellungskosten der Trottoiranlagen haben die Gemeinden Emmen und Hochdorf aufzu- .kofrimen. Ferner steht der Regierung ein Fonds von 671,633 Franken zur Verfügung, der im Jahre 1922 beim Rückkauf der Bahn durch den Bund als Ablösung der Strassenunterhaltspflicht dem Kanton vergütet wurde. In der luzernischen Presse wurde verschiedentlich dem Bedauern Ausdruck verliehen, dass in die Strassenbauvorlage nicht auch die unbedingt nötig gewordene Korrektion der Seestrasse Greppen-Weggis-Vitznau miteinbezogen wurde. Dieser Strassenzug, der die Verbindung Nord-Süd herstellt und füglich als internationale Durchgangsstrasse angesprochen werden kann, befindet sich immer noch in einem Zustande, der den modernen Verkehrsverhältnissen nicht mehr entspricht. 4. 1T «e >> nM^ Touren-Antworten: T. A. 623. La Säule. Ich empfehle Ihnen folgen*» Route: St. Gallen, Zürich, Basel, Beifort. Lure. Ve- FOUI, Langres, Chairaiont, Bar s. Anbe, Troyes, Vulaines, Sens, Montargis, Chäteauneuf, Orleans, Beaugency, Blois, Tours, Saumur. Ansrers. Ancenia, Nantes, Savenay, St. Nazaire, La Baule, 1068 km. Als Etappen kämen in Betracht: Beifort (228 km), Troyes (265 km). Blois (242 km). Nantes (256 km), La Baule (77 km). In 4/4 Tagen wäre also die Reise ohne Anstrengung zu fahren. P. A. in B. Touren-Fraqeni T. F. 624. Nizza. Ich gedenke, im Februar nach Nizza zu fahren. Mein Auto steht in Domodossola, währenddem ich mich gegenwärtig in Montreux aufhalte. Ist es nun besser, den Wagen nach Montreux kommen zu lassen und von dort über die Route des Alpes d'hiver nach Nizza zu fahren, orter soll ich von ünmodossola aus ütifr Turin Nizza zu erreichen suchen? E. B. In V, Wichtige Strassensperren im Ausland. (Mitgeteilt vom Bureau Europa Tonring.) Grenzgebiete. Italien. MaJojastrasse von Chiavenna bis rar Schweizerjrrenze im Dmban. Comersee- t.nd Splügenstratse bei Monea and auf der ganzen Strecke Leoco-Colico-Chiavenna im Umbao. Stilfserjochstra?se von Collco bis Bormio Im Umbau (Velllin) Bofxhren nicht zu empfehlen. Wichtige Durchganasstrassen. Belgien. Strasse Arlon-Reooene-Namnr im Umhau. OmeehirnB über Bastogne-Marche. Strecke Brujtelles-Nederbrakcl der Strasse Bruxelles- Rpnaix-Tournai im umbau, Umgehung über Hai, Ath. Leuze. Deutschland. Strecke Stuttgart-Nürnberg. Sektor Mainhardt-Hall-Feuchtwangen: Umbauten. Vorsicht beim Befahren Strecke Hamburg - Lndwigslust - Berlin: nach Hamburg, zwischen Geesthacht und Lauenburg fesperrt. Umleitung von Bergedorf über Schwarzenbek nach Lauenburg Bergstrasse beä Heppenheim auf kurze Distanz, gesperrt. Umleitung. Strecke Merseburg-Leipzig bei Güntheredorf *•- sperrt. Umleitung. Hallen. Strecken Brennerpasshöh^-Fortezza- Bozen und Bozen-Ora-Trento-Rovereto durchgehend im ümhau Küstenstrasse Nizza-Genua im Umbaa. Reschenscheideckstras.se von Spondigna bis Sltlderno in schlechtem Zustande. Strecke Venedig-Fiume nach Mestre gesperrt (Umleitung über Favero - S. Michele-Roncade-Valic- Mprln-Efepnhriickp über den Po«spttR-Kan«n und zwischen dem Tagliamento und Triest im Umbau. Ungarn: Strasse Budapost-Szolnok-Debrecen. Umbau zwischen Cegled und Äbony. Umleitung über TörteL Kontrollierte Strassen. «»I Kanton Strecke (lemerknncra rteitxug UemMeoaeh Kontrolle in On Prelbon FUunatt Kontrolle (Rlebtoc Frei borg) Neosbitd fioadariUien Verececwa KoatroU« Gesperrte Strassen. Bekanntschaft Zu kaufen gesucht wünscht symp. Blondine, 30 Jahre alt, mit gutsituiertem, ßeriös. Herrn. Alter 40—45 Jahre. Spät. Heirat erwünscht. Diskretion'. Offerten unter Chiffre 48430 an die Automobil-Revue, Bern. «ine geräumige 6/7plätz Limousine, wenn möglich mit Ciel ouvert. Prima Marke,. 14 bis 16 HP, 6 Zyl., 6fache Bereifung, zirka 10—15,000 km gef., Mod. 1929/30. Beschreibung mit Preisangabe trat. Chiffre 48419 an die Automobil-Revue, Bern. Car Alpin 14 Plätze offen, mit zurüokklappbaremVercleck, aut Chassis Dodge, nur eine Saison e- brauoht und wenig gefahren, daher in voraus»!ich. Zustand, Lederpolsterung, billig abzugeben. Offerten unter Chiffre 1844 Z an die Automobil- Revue, Zürich. Unter dem Protektorat der BQrgerpartel derStadt Bern hält Montag, den 9. Februar 1931, abends 8 Uhr, ; im Grossratssaal Regierungsrat W. Bösiger einen öffentlichen Film-Vortrag: Strassenkonoress in Washington und Reisebilder aus Nord HmeriRa Traktor-Anhänger Auto-Anhänger für jeden Bedarf, in jeder Ausführung, kurzfristig und preiswert. • Offerte und Beratung zu Diensten. KARL MULLER (Spezlal-Fabrikatlon für Anhänger) THUN Autostrasse Antwerpen-Lüttich. In Belgien befasst man sich, wie in den c Mitteilungen des Schweizerischen Autostrassen-Vereins > berichtet wird, intensiv mit dem Gedanken des Baues einer reinen Autostrasse Antwerpen-LÜttich. Die Strasse wird als dringend notwendig gewünscht, da sie den Verkehr zwischen dem flämischen Antwerpen und dem wallonischen Lüttich intensivieren würde. Bei der jetzigen Linienführung über Mecheln-Löwen benötigt man 3—4 Stunden Fahrt, während auf der geplanten Autostrasse nur anderthalb Stunden gefahren werden müsste. Man beabsichtigt, die Strasse auf Staatskosten zu unterhalten, eventuell mit Unterstützung der Automobilverbände. x. Autostrassen in Spanien. In Spanien wurden in den letzten 5 Jahren ausserordentliche Anstrengungen zur Verbesserung des bestehenden Strassennetzes unternommen. In einer Ausdehnung von 7000 km sind breite, den modernen Anforderungen des Verkehrs entsprechend© Ueberlandstrassen entstanden, die für den Handel und Verkehr sich bereits günstig ausgewirkt haben. Die unsichere politische Lage Spaniens hat auch den Bau der Autostrassen in Spanien ins Stocken gebracht. Der Staat hat offiziell die Autobahnproiekte.Madrid-Irün, Madrid-Valencia, Oviedo-Gijon genehmigt. Dem Plan Madrid-lrün allein wurde eine Subvention von 75 Millionen Pesetas bewilligt. Da Spanien sich für eigentliche Autostrassen ausgesprochen gut eignet, sind auch noch von privaten Unternehmen besondere Pläne in Angriff genommen worden. Die bestehenden Strassen werden ständig weiter ausgebaut und modernisiert, so dass die künftigen Autostrassen auch über ein vorzügliches Zubringernetz verfügen, das die Frequenz sofort günsti? zu beeinflussen imstande ist bo.

N° 10 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr lieber dieses Thema sprach aul Einladung der Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S. vor über 200 Personen Herr Dr. Rothmund, Chef der Polizeiabteilung im Eidg. Justiz- und Polizeidepartement Bern. In einem formvollendeten, äusserst klaren Vortrag wurde nach Schilderung der rechtlichen und tatsächlichen Lage, in der sich das mit der Aufstellung des Entwurfes betraute eidg. Justin- und Polizeidepartement bei der Inangriffnahme der Vorarbeiten befand, ein interessanter Oeberblick über die wesentlichsten Bestimmungen des Gesetzes geboten Ein erstes Automobilgesetz, das der Bundesrat schon im Jahre 1922 den eidg. Räten vorgelegt hatte, zu Beginn des Jahres 1926 verabschiedet worden war, wurde in der Volksabstimmung vom 15. Mai 1927 mit ansehnlichem Mehr verworfen. Die Verkehrskreise, die es bekämpft hatten, lancierten noch im gleichen Jahre ein Volksbegehren auf Abänderung der Verfassungsgrundlage im Sinne ihrer Erweiterung auf die bundesrechthche Regelung des ganzen Strassenwesens und -Verkehrs. Vor der Volksabstimmung über diese Initiative luden die eidg. Räte den Bundesrat ein, gestützt auf den Artikel 37 bis der Bundesverfassung einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der die Verkehrsregelung auf alle Strassenbenützer erstreckt, in dem Umfange, als ein Zusammenhang mit der Strassenbenützung durch Motorfahrzeuge und Fahrräder besteht Angesichts dieser Motion wurde die Strassenverkehrs-Initiative als zu weitgehender Eingriff in die Strassenhoheit der Kantone vom Volke verworfen. Dem Gesetzgeber blieb aber in der Motion der Bundesversammlung eine nicht unbedeutend erweiterte Auslegung des in Art. 37 bis der Verfassung enthaltenen Gesetzgebungsauftrages, die seine Aufgabe erleichterte. Auch die tatsächlichen Verhältnisse haben sich seit der Verabschiedung des ersten Entwurfes durch den Bundesrat wesentlich geändert. Der Gesetzgeber stand also vor der Inangriffnahme seiner Aufgabe vor einer durch die eidg. Räte verlangten Auslegung des Verfassungsartikels, die eine Erweiterung des Qesetzgebungsauftrages gebracht hat, und zugleich vor einem Souverän, der sich nicht mehr in Autofanatiker und Autogegner teilt, sondern sich mit dem neuen Verkehrsmittel abgefunden und die Notwendigkeit der einheitlichen Regelung des Verkehrs mit diesen I allgemein eingesehen hat. Es musste nicht I Vortrag von Dr. Rothmund. mehr riskiert werden, als Revolutionär verschrien zu werden, wenn eine Gesetzesvorlage aufgestellt wurde, die, trotz sorgfältig abgewogener Berücksichtigung der In- gehört auch die Vorschrift, die dem Bunde die Kompetenz zum Erlass einer einheitlichen 1 teressen aller Strassenbenützer, dem Automobil die Bewegungsfreiheit und Entwick- der dies regelt, überbindet den Kantonen die Signalordnung überträgt. Der gleiche Art. 4, lungsmöglichkeit einräumt, die diesem modernen Verkehrsmittel gebührt bieten, soweit dadurch die Sicherheit des Pflicht, das Anbringen von Reklamen zu ver- In einem Strassenverkehrs gefährdet wird, und schützt Signalformen und- färben aus dem gleichen Ueberblick über den Inhalt der Gesetzesvorlage Nachdem diese Vorschriften der einleiten- Beweggrund. wird gezeigt, dass dies geschehen ist Vorneweg nimmt der Entwurf die sachliche Gelden Artikel des Automobilgesetzes, das die tung: Das Gesetz stellt Bestimmungen auf über die Verwendung von Motorfahrzeugen und Fahrrädern im öffentlichen Verkehr sowie Verkehrsvorschriften für alle Benutzer aller diesen Fahrzeugen geöffneten Strassen. Sodann, in den sehr wichtigen Artikeln 2 und 3, die Umgrenzung der Kompetenzen von Bund und Kantonen. Auf den Durchgangsstrassen regelt der Bund den ganzen Verkehr. Er hat es nach der Bundesverfassung in der Hand, solche für den allgemeinen Durchgangsverkehr notwendige Strassen für Motorfahrzeuge und Fahrräder als geöffnet zu erklären. Die andern Strassen können die Kantone für diese Fahrzeuge ganz sperren oder sie nur zeitlich beschränkt offen erklären. Bevor sie aber dauernde oder periodisch wiederkehrende zeitliche Beschränkungen verfügen, müssen sie den Bundesrat anhören, damit dieser nötigenfalls für eine im Interesse des Verkehrs liegende Einheitlichkeit in den verschiedenen Kantonen sorgen kann. Zeitliche Beschränkungen durch die Kantone auf Nichtdurchgangsstrassen sind also noch möglich. Die iunktionellen Beschränkungen und Vorschriften — z. B über Geschwindigkeit, Belastung, Beleuchtung wird, den vorbildlichen Bestrebungen des Schweiz. Städteverbandes auf dem Gebiets der Vereinheitlichung des Verkehrswesens in den Städten im Interesse des Automobilisten den notwendigen Rückhalt zu geben. In dieses Kapitel der allgemeinen Bestimmungen Garantie für die Verkehrsireiheit in der ganzen Schweiz und über die Kantonsgrenzen hinaus enthält, klargelegt worden sind, geht das Referat über zu den übrigen Vorschriften des Gesetzes, die unter dem Leitmotiv: Verkehrssicherheit stehen. Der Automobilist muss sich stets bewusst sein, dass das Motorfahrzeug ein gegenüber vorautomobilistißcben Zeiten in hohean Masse den Ver- Kehr gefährdendes Element auf die Strasse gebracht hat. Die Aufgabe des Gesetzgebers besteht in erster Linie darin. Vorschriften aufzustellen, die das Maximum an Verkehrssicherheit gewährleisten, das überhaupt mit Vorschriftten erreicht werden kann. Sehr umstritten ist aber die Frage nach der durch Vorschriften erreichbaren Verkehrssicherheit. Viele sehen das Heil der Verkehrssicherheit in möglichst engen, ja schikanösen Vorschriften. Diese sind sich aber nicht darüber klar, dass damit das Gegen'.eil vom Gewollten erreicht wird: Auch der anständige und vorsichtige Fahrer wird sich nicht mehr um die Vorschriften kümmern, sobald sie zu eng sind. Sie werden zu einer Quelle der Unsicherheit und dann: Die Bedürfnisse des Verkehrs sind stärker als zu weitgehende Vorschriften und Polizeischikanen. Folglich beschränke sich der Gesetzgeber auf die zur Regelung des Verkehrs unbedingt notwendigen Vorschriften, fasse sie aber so. dass sie wirksam durchgeführt werden können. Bei den grundsätzlichen Ueberlegungen mussten uls Notwendigkeiten erkannt werden: Prüfung des Fahrzeuges vor der Inverkehrsetzung auf technisch einwandfreie Einrichtungen durch eine sachverständige Amtsperson. Die Vorschriften über die technischen Eigenschaften der Fahrzeuge sowie über Art und Umfang der Prüfung sollen auf dem Ver- usw. — gehören aber in die Kompetenz des Bundes, denn Abs. 1 des Art. 37 bis gibt die Befugnis, Vorschriften über Automobile und Fahrräder aufzustellen, ganz allgemein dem Bund. Dass für besondere Strassenverhält- ordnungswege aufgestellt Stande der Technik angepasst werden können. Der Führer muss sich darüber ausweisen, dass er ohne nisse die örtliche Regelung durch polizeiliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit tu fahren Verkehrsvorschriften vorbehalten bleiben versteht und die Verkehrsvorschriften kennt Für gewerbliche Personentransporte wird aber der Bundesrat für Fahrzeug und Führer besondere Anfor- muss, Ist selbstverständlich, muss aber Im iesetz der Vollständigkeit halber gesagt derungen stellen. Die Expertenkommission forderte werden. Zudem kann der Bund für den für solche Ftihier ein ArztzeugnU und das Alkoholverbot während des Dienstes. Die Altersgrenze, die Lokalverkehr einheitliche Vorschriften aufstellen; eine Bestimmung, die es ermöglichen eesetzf i«t. ist hier auf das 22 fix'prt Wip ßonst auf das zurückgelegte 18. Altersjahr fest- Hör Führerausweig im Interesse der Verkehrssicherheit obligatorisch ist, soll er auch durch die Administrativbehörde entzogen worden können, wenn es die Verkehrssicherheit als notwendig erscheinen lässt. Der Ausweis muss für mindestens einen Monat entzogen werden, wenn der Führer in betruakenem Zustand ein Fahrzeug geführt hat; wenn ©r dabei einen erheblichen Unfall verursacht hat. für mindestens ein Jahr. Der Führerausweis kann auch als Nebenstrafe durch den Richter entzogen werden. Die eigentlichen Verkehrsvorschriften finden sich im zweiten Abschnitt des zweiten Teils der Vorlage. Sie sind für alle Strassenbenützer aufgestellt Zunächst für die Motorfahrzeuge: Das Fahrzeug muss in betriebssicherem Zustand sein; der Führer darf nicht übermüdet sein oder In einem andern Zustand, der ihn an der Beherrschung des Fahrzeuges behindert. Weitere Vorschriften betreffen die Beleuchtung, die Warnvorrichtung, die Verhütung belästigenden Lärms, Rauchs oder Geruchs und die Schalldämpfer. Ueber Art und Handhabung der Beleuchtung und der Warnvorrichtung hat der Bundesrat gemäss Ausführungsartikel 65 auf dem Verordnungswege Vorschriften zu erlassen. Er wird das Abblenden regeln und beim Gebrauch der Warnvorrichtung den Bestrebungen auf die Lärmbekämpfung Rechnung tragen müssen. Für ajle Motorfahrzeuge ist Luftbereifung vorgeschrieben. Der Bundesrat kann Ausnahmen zulassen; er wird auch Uebergangsbestimmungen aufstellen müssen. Das Gesamthöchstgewicht des beladenen Motorwagens ist auf 12 Tonnen festgesetzt. Die Höchst- *breite der Motorwagen beträgt 2,35 m. Neue Wege gehen die Vorschriften über die Geschwindigkeit Das Gesetz beauftragt den Bundesrat Höchstgeschwindigkeiten für schwere Motorwagen aufzustellen. Für andere Motorfahrzeuge ist es dem Bunderat anheimgegeben, ebenfalls Vorschriften über die Höchstgeschwindigkeit zu erlassen. Dies soll aber nur dann geschehen, wenn ohne solche Vorschriften nicht auszukommen ist. Es soll werden, damit sie dem also auf die Auswirkungen der Aufhebung der Höchstgeschwindigkeiten abgestellt werden. Es ist kaum daran zu zweifeln, dass sich diese Massnahme bewähren wird, wie sie sich in Basel bewährt hat, wo seit ungefähr einem Jahr die Höchstgeschwindigkeiten fallen gelassen worden sind. Uebrigens können Vorschriften über die Höchstgeschwindigkeit nie so angesetzt werden, dass sie allen Verhältnissen gerecht werden. Essenceä30cts.,voirpage15-Benzinzu sie Ein kluger Automobilist braucht Vollkommene Ober-Zylinderschmierung Pizol trotzt einer Explosionshitze von 1800". 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