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E_1931_Zeitung_Nr.010

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AUTOMOBIL-REVUE u -

AUTOMOBIL-REVUE u - N»10 Das Gesetz entbehrt aber nicht einer Vorschrift über die Geschwindigkeit. Art 25, Strasaenstrockaa nnd wenn Motorfahrzeuge heran- D*r FuMKanfw BIUI «ich »of anäbereicnlltehm nach den Bestimmungen des ObligaUoncnrechts. betreffen ausser dem neuen Straftatbestand Die Strafbestimmungen nahen, an die Strassenseite halten: Er hat daa Abs. 1, lautet: «Der Führer tnuss sein Fahrzeug ständig beherrschen und die Geschwin- Strosse vorsichtig ro überschreiten Auch er hat Halter .nach den Grundsätzen des Obliga- die ebenfalls erwähnte Aufstellung von ver- Trottoir in benützen, wo ein solches besteht, und die Für verursachten Sachschaden haftet der des Fahrens in betrunkenem Zustande und digkeit den gegebenen Strassen- und Ver-dikehrsverhältnissen anpassen. Er hat namentchen der Pahrzeugführer zu beachten. Anordnungen der Verkehrspolizei und die Zeitionenrechts, also nur für Verschulden. kehrsgefährdenden Reklamen, den Schutz Die Haftpflichtversicherung der Strassensignale. Von den andern Strassenbenützern als Motorfahrzeug- und Radlich in Ortschaften, bei Bahnübergängen und Ein letzter Artikel der Verkehrsvorschriften enthält Bestimmungen über das Verhal- auch sonst überall da, wo dass Fahrzeug Anlass zu Verkehrsstörung, Belästigung des besteht für alle Folgen eines Unfalles, für die der Halter nach den Bestimmungen des Gesetzes haftbar ist. Personenschaden ist voll mit Tierbespannung, gleich dem Radfahrer, fahrern ist nur der Führer eines Fahrzeuges ten der Führer von Motorfahrzeugen, Fahrrädern und bespannten Fuhrwerken bei Publikums oder Unfall bieten könnte, den Lauf zu massigen oder nötigenfalls anzuhalten. «Der Referent hält diese Vorschrift als Unfall. Versicherte — nicht die Versicherungsgesell- Verkehrsvorschriften verletzt Für die andern zu versichern. Für Sachschaden kann der unter Strafandrohung gestellt, wenn er die bestehen keine Strafbestimmungen. Wenn zweckrnässiger und auch wirksamer als Niemand wird glauben wollen, dass Ver- jene über Höchstgeschwindigkeit. Sie ist auch strengeT. Die als schikanös empfundenen Kontrollen der Polizei werden nicht mehr in bisheriger Form ausgeführt werden können. Die Polizei muss sich eben umsteilen und ihre Kontrollen an die gefährlichen Stellen verlegen; noch besser, sog. fliegende Kontrollen einrichten, die den Automobilisten schon durch ihr Erscheinen auf der Strasse zur Vorsicht mahnen. Ebenfalls im Interesse der Verkehrssicherhelt ist die Vorschrift, dass der Bundesrat die Arbeitszeit der Motorfahrzeugführer der gewerbsmässigen Personen- und Gütertransportunternehmungen zu regeln haben wird und allen andern berufsmässigen Motorfahrzeugführern eine angemessene Rahezeit sichern soll. Der Führer ist gehalten, den Weisungen der Verkehrspolizei Folge zu leisten. Der Bundesrat wird Vorschriften erlassen über die Zeichengebung der Verkehrspolizei und der Fahrzeugführer. An die Vorschrift, dass der Führer rechts zu fahren, nach rechts' auszuweichen und links zn überholen hat, sind Weisungen geknüpft über das Verhalten beim Ueberholen und beim Ueberholtwerden, bei Strassenbiegungen, Kreuzungen und Strassengabelungen, sowie über den Vortritt des auf der Hauptstrasse Fahrenden, soweit diese als solche gekennzeichnet ist Die Fahrräder müssen mit einer rasch wirkenden Bremse sowie mit einer Warnvorrichtung und mit Licht versehen «ein. Ob als hintere BeleuchtungsTorricbhing das Katrenauge genügt oder ob ein eigenes Licht vorgeschrieben werden muss, wird in der VolUugsrerordnun; tu regeln sein. Das numerierte Kontrollschild soll fallen. Die Vorschriften für Motorfahr- «eugführer über Verkehrspolizei nnd Zeichengebung, Geschwindigkeit (Art 25), Recbtafahren, Ueberholen nsw. gelten auch für den Radfahrer. Fahrzeuge mit Tierbcspannttng müssen ebenfalls vom Beginn der Dämmerung an mit Licht versehen sein. Für aia gelten, wie auch für Handkarren and Zifvigta •inngetnöM die Vorschriften über Rechtafahrm «aw., sowie über Verkehrspolizei and Zeicheneebunr. kehrsvorschnften Unfälle ganz verhüten können. Die Frage, ob der Automobilist nur dann haften soll, wenn ihm ein Verschulden nachgewiesen werden kann. — nach den im Obligationenrechl niedergelegten Bestimmungen oder ob die Kausalhaftung ins Automobilgesetz eingeführt werden müsse, ist zugunsten der letzteren entschieden. Die Rechtsprechung unseres obersten Gerichtshofes erst 14 Tage nach Eingang dieser Meldung geht schon heute darauf hinaus, und dierechtswirksam. Damit soll der Behörde die Automobilisten haben sich mit der Verwirklichung dieses sozialen Erfordernisses grundausweis zurückzuziehen, bevor die Versiche- Möglichkeit gegeben werden, den Fahrzeugsätzlich abgefunden. Es handelt sich nur rung hinfälli« wird. noch um das «wieweit». Dazu hat sich die Die Versicherungssummen betragen: Expertenkommission, voran die Vertreter der Automobilisten, eindeutig ausgesprochen: Nachdem die Kausalhaftung kommen muss, soll die durch eine langjährige,Gerichtspraxis in ihren Auswirkungen bekannte Eisenbahnhaftpflicht in das Automobilgesetz übernommen werden. Der Bundesrat hat diesem Wunsche stattgegeben. Demgemäss haftet der Halter für den Schaden, wenn durch den Betrieb eines Motorfahrzeuges ein Mensch getötet oder körperlich verletzt wird. Er wird von der Ersatzpflicht befreit, wenn der Unfall ausschliesslich herbeigeführt worden ist, durch höhere Gewalt, durch Verschulden des Getöteten oder Verletzten oder durch Verschulden eines Dritten. Der Richter kann die Ersatzpflicht ermässigen, wenn neben dem Verschulden des Getöteten oder Verletzten ein Verschulden des Halters oder der Personen, fflr die er verantwortlich ist (z. B. sein Chauffeur) am Unfall mitgewirkt hat. Eine Ermässigung der Entschädigung Ist auch dann möglich, wenn der Getötete oder Verletzte unentgeltlich im Motorfahrzeug mitgeführt wurde. Desgleichen wenn die besondere Betriebsgefahr des Motorfahrzeuges mitgewirkt hat. Bei Konkurrenz des Verschuldens des Halters mit dem Verschulden eines Dritten, haftet der Halter. Er hat aber das Rücktrittsrecht gegenüber dem Dritten schaft — einen sog. Selbstbehalt bis zu 100 Fr. von der Versicherung ausnehmen, der aber dem Dritten nicht entgegengehalten werden darf. Damit keine Lücke entsteht, muss die Versicherung bei der Uebertragung des Fahrzeugausweises an einen neuen Halter von Rechtwegen auf diesen übergehen. Das Aussetzen oder Aufhören der Versicherung muss durch den Versicherer der kantonalen Behörde gemeldet werden und wird für ein Motorrad mindewtena Fr 30000.—; für einen Motorwagen mindestens Fr. 50 000.—; für das UnfaJiereignis, d. h. wenn mehrere Personen verletzt werden. Fr. 60000 bzw. Fr 100 000; bei schweren Motorwagen zum Personentransport für ein Unfallemgois bei einem Fassungsvermögen bjs zu 10 Personen.Fr. 150 000.—, 11—20 Personen FT. 300 000.—, über 20 Personen Fr. 500000.— Für Sachschaden sind die Minimakunimen auf Fr. 3000.— für ein Motorrad und Fr. 5000.— für einen Motorwagen festgesetzt. Die Regelung der Haftpflicht und deren Versicherung geht also darauf hinaus, dem Geschädigten einen solventen Schuldner zu sichern. Den Endpunkt dieseT konsequent durchgeführten Regelung bildet das direkte Klagerecht, das dem Geschädigten gegen den Versicherer eingeräumt ist, und zwar kann er den Versicherer direkt einklagen für die ganze laut Vertrag versicherte Summe, auch wenn diese über den im Gesetz vorgesehenen Minimalbetrag hinausgeht. Für ausländische Motorfahrzeugführer wird der Bundesrat die erforderlichen Vorschriften noch aufzustellen haben. Die Frage kann, wie von Versicherungsfachleuten erklärt wird, sehr einfach gelöst werden durch Abgabe eines Versicherungsscheines bei der Grenze. Wo die obligatorische, ungefähr gleichwertige Haftpflichtversicherung im Ausland besteht, wird eine Erklärung auf Gegenseitigkeit von Staat zu Staat genügen. sie diese Verkehrsvorschriften verletzen, haben sie zivilrechtliche Nachteile zu tragen. Wenn sie durch Uebertreten einer Verkehrsvorschrift einen Verkehrsunfall herbeiführen, können sie aber selbstverständlich nach den Bestimmungen des allgemeinen Strafrechtes bestraft werden, z. B. wegen fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung. Uebrigens stellt der Entwurf zum Schweiz. Strafgesetzbuch die Störung und Gefährdung des öffentlichen Verkehrs allgemein unter Strafe. Im Schlusstitel führt das Gesetz im Ausführungsartikel 65 die hauptsächlichsten Gegenstände an, die der Bundesrat noch zu regeln haben wird, darunter auch den — horribile dictu — registrierenden Geschwindigkeitsmesser, der für alle oder nur für bestimmte Kategorien von Motorfahrzeugen vorgeschrieben werden kann, sofern der Stand der Technik es ermöglicht! Ferner ist der Bundesrat ermächtigt, bei neuen technischen Erscheinungen auf dem Gebiete des Motorfahrzeugwesens, «owie zur Durchführung internationaler Verständigungen bis zur gesetzlichen Regelung, vorläufige Massnahmen zu treffen. Als freundliche Note konnte der Referent zum Sehluss unter Hinweis auf Art. 67 die ausdrückliche Bestimmung znr Verhütung der Doppelbesteuerung bei Verlegung des Standorte« eines Motorfahrzeuges in einen andern Kanton erwähnen. Der Bundesrat hat den Entwurf zum Automobilpesetz in der Dezembersession den eidg. Räten vorgelegt und ihn damit aus seiner Machtsphäre aushin gegeben. Die Kommission des Nationalrates wird schon am 16. Februar zusammentreten. Diskussion. Der Vorsitzende, Herr Traugott Walser, betonte in seinem herzlichen Dankeswort die grosse Bedeutung, an der Spitze der Polizeiabteilung eine Persönlichkeit zu wissen, die mit Weitblick und voüem Verständnis für den modernen Verkehr arbeitet. Den Reigen der Diskussion eröffnete Herr Erwin Bucher, der auch in der Eigenschaft als Präsident der st. gallisch-appenzellischen Strassenverkehrsliga dem Referenten für sein vortreffliches Referat dankte. Herrn Dr. Rothmund wurde der Wunsch mit auf den Weg gegeben, für eine Vereinfachung der Ausweispapiere im Auslandsverjtehr eintreten zu wollen. Der nationale Fahrausweis sollte wenigstens von den Nachbarstaaten anerkannt werden. Auch wurde die Frage gestellt, ob nach Entfernung der Strassensignalisierungsund Numerierungstafeln ein prompter, reklamefreier Ersatz erwartet werden dürfte. VIER VERNICKEIN CHRO MEN Bind9r&Richi.St.GallQn für „Kleine Anzeigen" nachstehenden Coupon ausfüllen! Hier abtrennen! An die Administration der .Automobil-Revue*. Bern Nehmen Sie nachstehenden Text ei»-, zwei-, dreimal (Nichtzutreftendet biite streichen) in Ihrem Blaue aut. Betrag lolgt anbei • per Postcheck 111/414. - ist per Nachnahme zn erheben (Nichtzutreffendes bitte streichen). (Ort und Datum) (Adresse) tu *•*«* Mod.19* 4 ' 1 un&€/Les~l ng 7-8 Der Inserenta Haben Sie einen Occasionswagen zu verkaufen oder wollen Sie einen solchen kaufen, dann • . benachrichtigen Sie, daß sohon nach 3 Tagen nach Erscheinen des Inserates das Auto •erkauft war. Der Inserent i ««Meine beiden Inserate hatten guten Erfolg, zu Ihrer gefl. Kenntnisnahme''. Der Inserenti ,.Teile Ihnen mit, daß mein Citroen vertauscht habe und daß ein Inserat in der Revue den besten Erfolg hat. machen Sie eine „Kleine Anzeige" in der .Automobil-Revue*. Hudson Modell 1929/30, fast neu, Net». prell Fr. 16,500. 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N°1O-19S1 Vom Referenten wird daraufhin mitgeteilt, dass in bezug auf den Fahrausweis bereit» eine Vereinfachung auf die kommende Fahrsaison im Verkehr mit Italien zu erwarten ist. Weitere Unterhandlungen werden folgen. Nach der Entfernung der Signalisierungstäfeln wird der Bund die Kantone zur Anbringung neuer Tafeln anhalten. Dieso werden nach einheitlichem System und nach Vorschlägen einer demnächst in Genf tagenden internationalen Konferenz zu erstellen sein. Ein weiterer Votant hofft, dass die Kausalhaftung nicht eine Erhöhung der Versicherungsprämie zur Folge haben werde. In der Praxis des Bundesgerichtes besteht diese eigentlich seit 1926, obschon ein Recht dazu nirgends abzuleiten ist Es wird auch einer largeren Handhabung der Bestimmungen über den Motorlastwagenverkehr das Wort gesprochen. Herr Landammann Riegg bemerkt dazu, dass es nicht gleichgültig sei, welche Lasten den Kantonen zugemutet werden, und dass die Belastung der Lastwagen schlechterdings nicht über das zulässige Höchstgewicht der Gütertransportwagen der S. B. B. hinausgehen sollte. (Etwa mit Rücksicht auf die S. B. B.? Die Red.) Die schweren Transporte sind stets eine Gefahr für den Strassonverkehr. Die Zulassung von zwei Anhängewagen sollte das Maximum bedeuten. Dag Verschwinden der Veloschilder ist eine referendumspolitische Massnabme. Diese ist zu bedauern. Es wird nicht leicht sein, die Identität des Fahrers festzustellen. Der Herr Referent weist auf die guten Erfahrungen hin, welche in Ländern mit hohen Radfahrerziffern, Ländern mit ebener Topographie ohne Nummernschilder gemacht worden sind und glaubt nicht, dass die Zahl der Radfahrer, die einen Unfall verursacht haben, nur wegen dieser Schilder identifiziert werden konnte. Der Vorsitzende konnte sehlieeslich die anregend verlaufene Diskussion mit nochmaligem Dank an den verehrten Herrn Referenten schliessen. E. B. Der Kampf um die schweren Autobusse Im Kanton Wallis. Die Pressemeldungen, die dahin gingen, dass man im Kanton Wallis ein allgemeines Verbot für Gesellschaftswagen über 22 Plätze einzuführen beabsichtigte, gaben, wie sich nachträglich herausstellt, ein etwas zu ungünstiges Bild der Lage. Es handelte sich gar nicht darum, den Autocars mit über 22 Sitzplätzen den Eintritt in den Kanton Wallis prinzipiell zu verbieten, sondern lediglich für sie einige der Strassen zu sperren, die in ihrer Anläse für den Verkehr grösserer Wagen nicht geeignet sind. Die einen, weil sie zu schmal sind, wie z. B. die Strasse des Grossen St. Bernhard, diejenige von Martigny nach La Forclaz und nach dem Chätelard, die Strecke von Monthey nach Chamb6ry und von Leuk-Dorf nach Leukerbad, sowie auch diejenige von Brig nach Gletsch, für welche sogar nur Wagen zu 17 Plätzen zugelassen werden sollten. Die andern sind ihrer Konstruktion nach nicht gerade geeignet, dauernd von Gewichten über 7 K Tonnen befahren zu werden. Es ist dies der Fall bei der Furka, wie eine Expertise ausser-kantonaler Ingenieure festgestellt hat. Wagen über 24 Plätze kann die Regierung, ohne eine zu grosse Verantwortung zu übernehmen, auf dieser Strasse nicht wohl zulassen. Beizufügen ist, dass diese Beschränkung natürlich nur solange beibehalten werden soll, als es der Zustand dieser Strassen erfordert. Es ist z. B. schon jetzt vorgesehen, dass die Strasse des Grossen St. Bernhard im nächsten Jahre verbreitert werden soll, ebenfalls besteht das Projekt, die Strasse nach La Forclaz und zum Chätelard auf eine Breite von 5 m zu bringen. Sobald diese Arbeiten beendet sein werden, werden auch wieder die grossen Gesellschaftswagen zugelassen. Seltsamerweise wird das Verbot auf andöre Strassen, die keine grössere Breite aufweisen, nicht ausgedehnt. Wir erwähnen nur die Strasse von Sitten nach Montana. Der Verdacht liegt deshalb immer noch sehr nahe, dass bei der erwähnten Strassenkonferenz die Beteiligung der Eisenbahnen sich für die Interessen des Automobils sehr ungünstig ausgewirkt hat. Das Verbot würde in erster Linie die Gesellschaften treffen, die von den Hauptorten der umliegenden Kantone, von Lausanne, Montreux, selbst von Luzern aus Gesellschaftsreisen in den Wallis organisiert hatten. Den Nutzen daraus würden die eidgenössischen Posten ziehen, die sich über die kantonalen Vorschriften hinwegsetzen und ohnehin über gewisse Vergünstigungen — man denke bloss an das Bergwärtsausweichen — verfügen. So erfreulich es ist, dass die Situation nicht in dem Masse kritisch ist, wie sie die Meldungen in der Tagespresse darstellten, so verdienen die vorgesehenen Massnahmen doch die ungeteilte Aufmerksamkeit aller am Automobil wesen interessierten Kreise. Eine unbefriedigende Antwort. Die Bettinger Autobusfrage, die hier bereits mehrmals erwähnt wurde, und nun in Form einer Petition auch vor den Basler Grossen Rat gelangt ist, in der auf die Fahrplan verschlechterung hingewiesen wurde, ist mit dem Entscheid von seiten des Regierungsrates vorläufig auf einem toten Punkte angelangt. Regierungsrat Dr. Niederhauser, der die Petition beantwortete, wies darauf hin, dass AUTOMOBIL-REVUE Bettingen zu Idein sei, als dass man von Basel aus jeden Wunsch seiner Bewohner respektieren könne. Die Einschränkung an Kursen würde sich nicht sehr stark auf die Einwohner von Betti-ngen auswirken, die sich nach den noch bestehenden Omnibuskursen richten könnten. Der Interpellant konnte sich über die Beantwortung nicht befriedigt erklären, x. s» «i Winterfahrt Garmisch-Partenkirchen. Die traditionelle Winterfahrt Garmisch- Partenkirchen, über deren Verlauf in der ersten Hälfte wir in letzter Nummer bereits berichteten, nahm am Sonntag mit den Flugveranstaltungen, dem Vergleichsrennen zwischen Flugzeug, Auto und Motorrad, den Eisrennen, und am Montag mit den wiederholten Eisrennen und dem Winterfahrbarkeitswettbewerb ihren weiteren Verlauf. Der grosse Erfolg der Veranstaltung, auf den man, trotz den gedrückten Verhältnissen in Deutschland, hoffte, ist im zweiten Teil noch viel mehr ausgeblieben, — was vom drohenden Fiasko noch zu retten gewesen wäre, wurde schliesslich ein Opfer von ungünstigen Witterungsverhältnissen. Nach den fliegerischen Konkurrenzen am Sonntag, fand zur Eröffnung der Rennen auf dem Eibsee das Vergleichsrennen zwischen Flugzeug, Auto und Motorrad statt, aus dem das mit Nachteil startende Flugzeug als Sieger hervorging. Die beiden Automobilisten Ollendorff und von Morgen, auf Bugatti, kamen wegen den starken Kurven neben den wendigeren Motorrädern ins Hintertreffen. Die Eisrennen fielen buchstäblich ins Wasser! Auf der abgesteckten Rennstrecke hatte sich teilweise 30 cm hoch Wasser angesammelt, durch das die Konkurrenten mit ihren Maschinen brausten, bis sie das Wasser durch Zündungs- und Vergaserstörungen zum Aufgeben zwang. Nach den Motorrädern konnten nur noch die Sportwagen bis zu 750 cem starten, dann mussten die Rennen auf den ^Montag verschoben werden. Der folgende Tag empfing die Teilnehmer mit grimmiger Kälte. Die aufgeweicht gewesenen Stellen waren nun überfroren und bildeten in der Form von buckligen Flächen neue Hindemisse. Trotzdem gestaltete sich nun das Rennen der Sport- und Rennwagen sehr interessant. Bei den Sportwagen lieferten sich vor allem Ollendorff (Bugatti) und Graf Max Arco (Triumph) harte Kämpfe. Die Tagessensation war das Rennen der Rennwagen bis zu! 1500 cem, bei dem wieder Ollendorff mit einem Kompressor-Bugatti und ein neuer unbekannter Fahrer mit einem D. K. W.-Vorderantriebswagen starteten. Der in den Kurven unheimlich rasche Kleinwagen focht zäh gegen den schweren Bugatti an, der knapp Erster wurde. Bei dem wiederholten Rennen der kleinen Sportwagen vom Vortage ging wieder der Berliner Freiherr von Morgen, auf Bugatti, mit einem Durchschnitt von 77 km als Sieger hervor. Das nochmals, folgende Vergleichsrenneh zwischen Flugzeug, Auto und Motorrad konnte vom Motorrad, gewonnen werden, nachdem von Morgen, aus führender Stelle wegen Brennstofimangel abgedrängt wurde. Die nach neuartigen Gesichtspunkten organisierten Fahrtprüfungen, die in mehrere Einzelprüfungen zerfielen, so in eine 1000 km- Fahrt in 48 Stunden, und eine Startprüfung nach Parkierung der Wagen während der Nacht auf dem Eise, brachten wegen der eingetretenen scharfen Kälte ein katastrophales Fiasko.' Alles gefror ein, selbst Abdeckungen mit zahlreichen dicken Decken und Erwärmungen durch aufgestellte Oefen nützten nichts. Von allen Teilnehmern brachten zwei den Wagen in Lauf, aber auch diese nicht innert vorgeschriebener Zeit. Auch die Winterfahrmittel-Prüfung endete ohne grossen Erfolg. Neben der traditionellen Schneekette war fast nichts anderes zu sehen. Ein schweizerischer Konkurrent allein hatte eine Greiferrichtnng gewählt, die allgemeine Aufmerksamkeit erregte, nachdem sie allerdings zu spät per Post eingetroffen war. bo. Die Resultate: Rennen der kleinen Sportwagen vom Sonntag (bis zu 750 cem: 1. Kohlrausch, Eisenach (B.M.W.), 7-42,6 (58.3 km); 2. Bäumer (B.M.W ),' 8:11,4 (55,0 km); 3. Hilpoltsteiner, München (D.K.W.), 8:15,2 (54,5 km). Rundstreckenrennen vom Montag über 7,5 km Sportwagen bis 1500 cem: 1. Ollendorf. München (Bupratti), 6:22 (70 St./km); 2. Graf ATCO, Wien (Steyr). 6:32.5. Bis 3000 cem: 1. Gontard. Leipzig (Austro-Daimler), 5:59,5 (75 St./km). Bis 5000 cem] 1. Frhr. Raulino, München (Austro-T)aimler1 5:56,8 (76 St/km), lieber 5000 cem: 1. Frhr. v Raulino, Münehen (Mcrcedest-Benz), 6:18,1 (71.3 St./km). Rennwagen bis 1500 cem: 1. OHendorf, München' (Busratti-Kömpr:), 6:36,2 (68 St,/km); 2. Rasmussen, Zschopau (D.K.W.-Vorderradantriob), 6:42,2 (64,22 , St./km). lieber 1500 cem: 1. v. Morjten ; Berlin (Bu>gatti), 5:52,4 (77 St./km), beste Zeit des Tases. L'ESSENCE ä 30 cts avec l'Atomiseur M. P. G. zu 30 Cts. mittelst dem Benzinsparer M.P.G. 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