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E_1931_Zeitung_Nr.010

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Das Projekt der

Das Projekt der Piorastrasse. (Schluss von Seite 1) Wir haben vor kurzem in einem Artikel «Gut angelegtes Geld » uns über die Wichtigkeit eines homogenen Strassenbaues in der Schweiz ausgesprochen. Wir glauben tatsächlich, dass es nicht mehr verfrüht wäre, wenn in dieser Beziehung von Seite der Kantons- und Bundesregierungen mehr Initiative gezeigt würde. Man hat ja schon unendlich viel über die sogenannte Hilie für die Gebirgsbevölkerung debattiert und diskutiert. Die letzte eidgenössische Volkszählung hat den deutlichen Beweis erbracht, in welchem Masse unsere Gebirgsbevölkerung abnimmt und wie es höchste Zeit wäre, alle die guten Meinungen und Vorschläge in die Tat überzuleiten. Leider hat man bis heute in dieser Beziehung den Alpenstrassen zu wenig Bedeutung beigemessen. Hierin sind uns andere Länder weit voraus. Oute Strassen und Wege sind die Grundlage unserer gesamten Wirtschaft. Ganz besonders aber dem Gewerbe in unserer Bergwelt. Wo die Strasse sich hinzieht, stellt sich der Mensch ein, wo die Verbindung keine Rolle mehr spielt, verflacht der Drang nach der Stadt. So kämen wir der Lösung unseres grössten Problems näher, die Erhaltung unserer Gebirgsbevölkerung und die Eindämmung der Entleerung unserer Gebirgstäler. Der Blick unserer Gebirgsbevölkerung richtet sich nach Bern. Nicht mit Unrecht schreibt ein Einsender in einem bündnerischen Blatte: «Wir hoffen und harren, wir blicken nach den politischen Grossen, die unbekümmert einer ersten Abweisung solange pochen, klopfen and bitten müssen, bis der erste Schuss im Granitfelsen der Piorastrasse das Signal gibt zur bessern Verkehrserschliessung bei ans im Bleniotale und in der Leventina.» Möge der erste Schuss nicht allzu lange auf sich warten lassen. D Internationaler Auto-Tourismus (Schluss von Seite 1) hing auch im Jahre 1931 an, so wird wohl mit Ende dieses Jahres das zweite Hunderttausend vollendet werden. Und was bedeutet nun diese Zahl von 163,57 fremden Automobilen, die die Schweiz 1930 als Reiseziel aufgesucht haben ? Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, dass jedes dieser Autos mit mindestens drei Personen besetzt war, so dass sich einmal eine Reisendenzahl aus diesem Verkehrszustrom von rund 500,000 Personen ergibt. Bei einem durchschnittlichen Aufenthalt von fünf Tagen entspricht dies rund zweieinhalb Millionen Aufenthaltstagen. Rechnet man Verpflegung, Unterkunft, Garage, Reparaturen zusammen, so ist eine Tagesausgabe von 25 Fr. pro Person keinekwegs zu hoch gegriffen, besonders wenn man auch die Ausgäben an Betriebsstoffen, wie Benzin, Oel usw. mit einbezieht. Auf die 2,500,000 Aufenthaltstage umgerechnet, ergibt sich somit ein Umsatz aus diesem .von Auslandsfahrern stammenden Automobilreiseverkehr von nicht weniger als 62,5 Millionen Fr. für das Jahr 1930. Eine Ziffer, die einer eventuellen zweiten Ausgabe der Schrift c Caveant Consules » der S.B.B. sehr zur Berücksichtigung anempfohlen werden kann. 62,5 Millionen Umsatz. Dieser Umsatz im internationalen Automobilreiseverkehr unseres Landes von rund 62,5 ; Millionen Fr. — darin ist der nationale Automobilreiseverkehr noch gar nicht berücksichtigt — zeigt so recht deutlich, wie sehr das Automobil in der gesamten Hotellerie und in allen damit verwandten Kreisen, wie Garage- und Reparaturwerkstättenwesen, Gewerbe und Handel usw., eine ganz bedeutsame und von Jahr zu Jahr stets gewichtigere Rolle spielt. Es geht heute nicht mehr an, dies vom grünen Konferenztisch aus zu bestreiten, und gerade unsere Saisonbahnen dürfen dem Automobil dafür dankbar sein, dass es ihnen Tausende und Tausende von Passagieren aus dem Ausland zugeführt hat. Es ist dies ein Punkt, der gerade von den Bergbahnen eher verkannt wird. Die Hauptreisemonate. Die Statistik der Eidg. Zollverwaltung pro 1930 zeigt, dass die Monate. Juni bis und mit September als die Hauptreisemonate für den Automobilisten angesprochen werden dürfen, da auf diese vier Monate allein 114,000 Wagen, d. h. rund 70 Prozent aller eingereisten Wagen entfallen. Hinter dem Monat August mit 41,982 Wagen steht der Juli mit 26,683 an zweiter Stelle; aber auch der September weist noch das ganz beträchtliche Kontingent mit 26,483 Autos auf. Gerade diese letztere Feststellung beweist, wie sehr der Autotourismus in utiserm Lande saisonverlängernd wirkt. Zu einer Zeit (anfangs September), wo sonst die meisten höher gelegenen Hotels schliessen würden* befahren noch Tausende von fremden Wagen die Alpenstrassen und bringen gern gesehenen Verdienst ins Land, Ja selbst der Oktober verzeigt immer noch eine Frequenzziffer von 9685 Wagen. Die Fünftagekarte. Man konnte in den Jahren 1927 bis 1929 konstatieren, dass das Hauptkontingent der eingereisten Autos mit den sich sehr vorteilhaft ausgewirkten Fünftage-Einreisekarten eingefahren ist, dass aber deren Benutzung verhältnismässig doch etwas zurückgegangen ist, nämlich von 58 Prozent im Jahre 1927 auf 50 Prozent im Jahre 1929. Dazu dürfte vornehmlich die Erleichterung und Verbilligung der Abgabe der Triptyks und Grenzpassierscheinhefte für die Schweiz durch die Auslandsautomobil-Clubs beigetragen haben. Im Jahre 1930 haben 49,7 Prozent der eingereisten Auslandsfahrer die obgenannte Fünftagekarte benutzt. 45 Prozent sind mit Triptyks und Grenzpassierscheinheften eingefahren, und nur 5 Prozent haben den Freipass mit Hinterlegung des Zonbetrages benutzt. Die grosse Zahl (73,803) der mit Triptyks und Grenzpassierscheinheften eingefahrenen Reisenden lässt ersehen, dass der Aufenthalt in der Schweiz nicht ein allzu kurzer war, wie dies die Bahnverwaltungen dem Autotourismus stets mit Vorliebe ankreiden möchten. Dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Autotouristen inskünftig noch zunehmen wird, scheint um so wahrscheinlicher, als eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer der provisorischen Einreisekarte von 5 auf 8 Tage beabsichigt ist. Internationaler Autotourismus in Nachbarländern. Und nun wird man sich, angesichts der schweizerischen Ziffern über den internationalen Automobiltourismus gerne fragen, wie es damit eigentlich in den andern Ländern der wichtigen europäischen Touristikgebiete steht. Leider ist das hierüber vorliegende Zahlenmaterial kein allzu umfangreiches. Für Deutschland belief sich im Jahre 1928/29 (die Statistik schliesst jeweils per 30. Juni ab) die Zahl der fremden, zu vorübergehendem Aufenthalt eingereisten Autos, auf 69,530. Sie hat nun im Jahre 1929/30 einen ganz merklichen Ruck nach oben gemacht, indem sie auf 97,368 angestiegen ist. Für Italien wurde s. Z. mitgeteilt, dass sich die bezüglichen Ziffern auf 77,000 im Jahre 1928, und 95,000 Wagen im Jahre 1929 stellten. Hinsichtlich der andern europäischen Länder fehlen jegliche Angaben, aber es steht wohl ausser Zweifel, dass kein anderes Land des Kontinents diese Rekordziffern des internationalen Automobiltourismus aufzuweisen vermag, wie sie die Schweiz pro 1930 mit Genugtuung für sich in Anspruch nehmen darf. Es wäre zu wünschen, dass diese Ergebnisse eine möglichst weite Veröffentlichung erfahren. Man ist sonst gerne mit Agenturmeldungen über die Automobilunfälle zur Hand, vielleicht entschliessen sich diese betreffenden Stellen nun auch einmal, über die Bedeutung des Automobils für unsern Fremdenverkehr einige Zahlen zu lancieren. Ueber die Entwicklung des internationalen Autotourismus in der Schweiz orientiert die nachstehende Zusammenstellung betreff, die Mauersims erschienen war. Das kupferfarbene Gesicht! Die brennenden Augen... Aussehen. Die Figur bestand aus irgend- Raubtierklauen ein wildes, herausforderndes Die Tüchhülle erwies sich als nur lose geknüpft. Unter ihr raschelte Papier. Ein ara- Alter entfärbt schien und an einzelnen Steleinem stumpfen gelben Metall, das vom bisches Zeitungsblatt wurde sichtbar. Vorsichtig riss Joan ein Eckchen ab und erblickte Vorderseite des rechteckigen Sockels ^eiglen mit brauner Erde bedeckt war. Auf der etwas gelblich Schimmerndes, das sich kühl ten sich lange Reihen eingravierter Hieroglyphen. Joan befeuchtete ein Handtuch anfühlte. Entschlossen riss sie das Papier herunter und fand eine kleine Metallfigur und rieb behutsam den Staub vom Rücken von herrlichster Arbeit. des Hundes. Hell erglänzte das Metall. Ob Sie stellte ein kauerndes Tier dar, ein es Gold war? Auf alle Fälle ein reizendes Tier mit langer Schnauze und grossen aufgerichteten Ohren, ähnlich einem deutschen Genauigkeit ausgeführt. Die Muskeln auf kleines Bildwerk — mit aussergewöhnlicher Schäferhund. Die Augen — aus Glas oder dem langen Rücken schienen sich zu spannen und man meinte, das Tier könne jeden einer ähnlichen Substanz — waren weit geöffnet, starr und von schwarzen Ovalen umrandet; sie verliehen dem Wesen mit den (Fortsetzung Augenlick zum Sprung ansetzen. folgt.) AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 10 Zahl der Jährlich zu vorübergehendem Aufenthalt eingereisten ausländischen Automobile : Jahr Zahl Zunahme Jahr Zahl Zunahme der Autos der Autos 1909 6742 — 1920 3.389 2.460 1910 7003 261 1921 5.116 1.727 1911 7910 907 1922 7.284 2.168 1912 8768 856 1923 10.131 2.847 1913 10542 1776 1924 21.916 11.7.85 1914 5711 —4831 1925 38.380 14.464 1915 272 —5439 1926 50.047 13.667 1916 149 — 123 1927 78.904 28.857 1917 118 — 31 1928 103.630 24.726 1918 69 — 49 1929 131.213 27 583 1919 929 860 1930 163.577 32.364 Ueber die Bewegung pro Monat und die Benützung der verschiedenen Arten von Einreisepapieren gibt die folgende Zusammenstellung Aufschluss: Vorübergehende Einfuhr von Motorfahrzeugen in die Schweiz im Jahre 1930. 3 S3 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 1730 1620 2 280 4 732 4 38* 9 P/S 12 328 21547 13 366 4 686 2 897 2 293 455 295 393 803 877 918 878 950 t366 543 558 475. Total 1930 81263 8511 in Prozent 899 1055 1633 4 306 4 676. 8 475 13 477 19 485 11751 4 456 1988 1 602 73 803 45% 3084 2 970 4 306 9 841 9 941 18,789 26 683 41982 26 483 9 685 5 443 4 370 163 577 100% 1746 1675 3 493 6 887 11 675 11491 21874 85 009 21 \m 7 618 4 396 3 360 131 213 Das über Erwarten günstige Ergebnis des ausländischen Autoreiseverkehrs in der Schweiz bringt aber auch für die Behörden mancherlei Verpflichtungen, wenn ihnen wirklich daran gelegen ist, der schweizerischen Volkswirtschaft die sich daraus ergebenden Einnahmen auch in Zukunft zu erhalten oder gar zu mehren. Einmal muss für möglichst weitgehende Vereinfachung des Grenzverkehrs gesorgt werden. Die vorgesehene Einführung einer internationalen Verkehrsbewilligung neben dem bereits bestehenden internationalen Fahrausweis (siehe unsere Ausführungen in No 7 der « A.-R.») und ähnliche Vermehrungen des dem Automobilisten zugemuteten Krames an Ausweispapieren ist aber kaum dazu angetan, die Reiselust zu fördern. Eine viel wichtigere Forderung ist aber die, den weitern Ausbau unseres Strassennetzes tunlichst zu fördern und endlich auch die Verwirklichung von interessanten, seit 'angem diskutierten Alpenstrassenprojekten ins Auge zu fassen. Es ist geradezu erstaunlich, wie man sich trotz der gewaltigen Anstrengungen des Auslandes bezüglich Strassenbau und Fremdenwerbung, bei uns in Ruhe wiegt und sich der bedauerlichen Utopie hingibt, dass die Schweiz, weil sie nun seit einer Reihe von Jahren ein Dorado für fremde Touristen war, es auch fürderhin und ohne unser besonderes Zutun bleiben werde. Die steigenden Ziffern der ausländischen Fremdenverkehrsstatistiken sollten unsern massgebenden kantonalen und eidgenössischen Instanzen doch endlich die Augen öffnen! Bilanz des Motorfahrzeug-Aussenhastdeis 1930 Passiv-Saldo 49,8 Millionen Fr. — Abnahme der Einfuhr 6,0 Millionen Fr. Zunahme der Ausfuhr 3,4 Millionen Fr. 1930, das Jahr mit bedeutenden Schwankungen in den Monatsergebnissen. Allgemeines. Der schweizerische Aussenhandel in Motorfahrzeugen stellt mit seinem Gesamtumsatz von rund 98 Millionen Franken nur einen bescheidenen Teil unseres gesamten Aussenhandels dar, dessen Totalumsatz nicht weniger als 4327 Millionen Franken beträgt. Währenddem der schweizerische Aussenhandel einen starken Exportrückschlag bei wenig geschwächter Einfuhr verzeichnet, notierte der Aussenhandel in Motorfahrzeugen ejne Verminderung der Einfuhr um rund acht Prozent und eine Vermehrung def "Ausfuhr 'vorTrund 15 Prozent. Bei der Einfuhr macht sich selbstverständlich auch eine Baisse der Preise bemerkbar. Die passive Bilanz im Aussenhandel der Motorfahrzeuge ist — wir sagen: erfreulicherweise — von 59,3 Millionen Franken im Jahre 1929 auf 49,8 Millionen Franken für das Jahr 1930 gesunken. Wenn wir auch uns nicht der trügerischen Hoffnung hingeben können, je einmal im Aussenhandel der Motorfahrzeuge eine für unsere Schweiz aktive Handelsbilanz zu erreichen, so verhehlen wir keineswegs unsere Genugtuung über die ständige, wenn auch langsame Zunahme der Ausfuhr bei gleichbleibender oder verminderter Einfuhr, was die Höhe der passiven Handelsbilanz herabsetzt. Die Zollkategorien. Zur Erläuterung der nachstehenden Tabelle erinnern wir an die verschiedenen Zollkategorien. Die Statistik der schweizerischen Oberzolldirektion, auf der unsere Veröffentlichung fusst, umfasst folgende neun Kategorien: a) Motorzwei- und -dreiräder ohne Lederüberzujr; b) andere (also solche mit Lederüberzue): c) Automobile und Chassis ün Stückgewicht von weniger als 800 kg: d) Automobile und Chassis Im Stückeewicht von 800 bis und mit 1200 kg; e) Automobile und Chassis im Stückgewicht von 1200 bu> und mit 1600 kz; f) Automobile und Chassis im Stücksewicht von mehr als 1600 ks; (f) Karosserien aller Axt für Automobile: h) Elektrokarren; i) Traktoren ohne Karosserie. Die Einfuhr 1930. Im Jahre 1929 hielt sich das Total der Einfuhr für die Monate Januar, Februar, März, April und Juli über dem Total der entsprechenden Monate des Jahres 1928. In graphischer Darstellung würden sich die beiden Kurven für diese Monate ziemlich regelmässig übereinander hinziehen. Ganz andere Verhältnisse brachte das Jahr 1930 mit seinen verschieden gearteten Schwankungen. Während den Monaten Januar, Februar und März machte sich im Vergleich zum Jahre 1929 eine leichte Hausse geltend, deren Spitze aber im Monat März plötzlich abgebrochen wurde. Für alle andern Monate, mit Ausnahme des Monats Dezember, lässt sich eine gesteigerte Baisse erkennen, die Ende November ihren Tiefpunkt erreichte. Einerseits mag daran die Krise in unserem eigenen Lande und die damit verbundene Schwächung der Kaufkraft schuld sein, anderseits wird man den Rückgang als Ausdruck einer Unzufriedenheit, speziell gegenüber Amerika, werten dürfen, das verschiedene Zollpositionen schroff in die Höhe setzte und damit auch unsern Industrien und dem Gewerbe die Prosperität erschwerte. Die leichte Hebung der Einfuhr für den Monat Dezember besprachen wir in Nr. 8 unseres Blattes. Sie kann mit einer Ergänzung der geschwächten Lagerbestände des Automobilhandels in Zusammenhang gebracht werden. Einfuhr nach Ländern und Stückzahl. Es gelangten im Jahre 1930 insgesamt 13.692 Motorfahrzeuge, gegenüber 15,373 Stück im Jahre 1929, zur Einfuhr. Auf die verschiedenen Kategorien verteilt, erhalten wir nachstehende Ziffern: 3706 Motorräder (4523) im Werte von 5,6 Millionen Franken (6,3), 9823 Automobile und Chassis (10.750) im Werte von 64,9 Millionen Fr. (71,0). Unsere Bezugsländer sind an diesen Ergebnissen wie folgt beteiligt: Vereinigte Staaten von Amerika 5397 (6994), Frankreich 1851 (1649), Italien 1675 (1245), Deutschland 721 (665), Grossbritannien 72 (49), Belgien 66 (94), Oesterreich 38 (54), Irland 2 (0) und die Tschechoslowakei 1 (0). Im weitern wurden 79 Karosserien verschiedener Art für Automobile, gegenüber 2 im Vorjahre, eingeführt, 7 Elektrokarren, gegenüber 12, und 77 Traktoren ohne Karosserie, gegenüber 86. Bedeutung der einzelnen Zollkategorien. Es wäre müssig, nach den obenstehenden Zahlen einen Durchschnittswert eines Wagens zu errechnen, da doch die Ersatzteile innerhalb der Einfuhr eine bedeutende Rolle spielen und diesen Durchschnittspreis stark verfälschen würden. Wir stellen fest, dass die 16 Lieferantenstaaten sich in allen Zollr kategorien beteiligen. In der untenstehenden Tabelle führen wir die Anteile der einzelnen Zollpositionen an: Relative EinfuhrziSfern nach Zolikategorlen. 1930 1929 a) Motorräder, zwei- und dreirädrig, ohne Ledorsitz 7,61 % 7.80% b) Motorrader mit Ledersitz 0) Automobile und Chassis unter 0,23% 0,25% 800 ks d) Automobile und Chassis zwischen 800 und 1200 kj? 2,84% 2.71% e) dito, von 1200—1600 kg 30,89% 34.23% f) dito, über 1600 kg 31.20% 32.54% g) Autokarosserien verschied. Art 26,09 % 21.31% h) Elektrokarren 0,36% 0.17% 1) Traktoren ohne Karosserie 0.05% 0.07% 0,73% 0.83% Die Ausfuhr 1930. Das Vorjahr 1929 war um fünf Monatsergebnisse höher als die entsprechenden des Jahres 1928, das Jahr 1930 hingegen zeitigte in sieben Monaten höhere Ziffern. Nach einem hoffnungsvollen Beginn vom Monat Januar bis zum Monat Mai, die in ihren Ergebnissen über den entsprechenden Ziffern des Vorjahres stehen, begannen die monatlichen Ausfuhrziffern auf und ab zu schwanken. Die ersten fünf Monate brachten eine Gesamtzunahme der Ausfuhr, die über dem Jahresergebnis 1930 steht. Am schlechtesten schnitt die Ausfuhr in den Monaten Juni, August und November ab. Das Total der Ausfuhr des Jahres 1930 stellt sich auf 850 Motorfahrzeuge im Wert«

N» 10 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE von 21,4 Millionen Tranken, gcgenfltwr 743 StQcfc Im Werte von 18 Millionen Fr. Im Jahre 1929. Einen recht bedeutenden Anteil an der Gesamtzunahme der Ausfuhr im Betrage von 3,3 Millionen Fr. hat die Zollposition der elektrischen Anlasser und der Dynamos für die Beleuchtung zu verzeichnen. Auch die Automobile und Chassis über 1600 Kilogramm, wozu vor allem die Lastwagen •gehören, befinden sich in Zunahme, währenddem bei den Motorrädern eine deutliche Abnahme des Ausfuhrkontingentes zu ersehen ist. Da seit dem 1. Januar 1930 eine andere Kategorienzutdlung für Anlasser und Dynamos erfolgte, können wir uns einen Vergleich der einzelnen Zollkategorien mit denen des 'Jahres 1929 ersparen. Ueber die relative Ausfuhr erteilt die untenstehende Tabelle Auskunft: flolntlvo Ausfuhr noch Zoilkateoorlen: 1930 1929 a) Motorräder, ewei- und dreirädrig, ohne Ledersitze 90% b) Motorrader mit Ledersiuen c) Elektrische Anlasser und Dynamos für die elektr Beleuchtung 12.59» d) Automobile und Chassis twischen 800 und 1200 kg e) dito, zwischen 1200 und 1600 kf f) dito, über 1600 kg 67,27% g) Karosserien verschiedener Art für Automobile 0,07» h) Elektrokarren i) Traktoren ohne Karosserien 0.07» 25,04% 09% 0.22» 73.76» 0.82» 0.53% 0.04% y-sw Graphisch« Darstellunr dar Gcaamt-Einfuhr and der Gea&mt-Ausfubr an Motorfahrzeugen [in Millionen Franken für jeden Mona! der Jahre 1029 (gestrichelt) und 1930 (ausgezogen)]. Einfuhr: obere Kurven. Unsere Lieferantenstaaten. Die untenstehende Tabelle rtbt dl« genauen EinfuhrzlHern nach Ländern und nach ZoJlkategorien an: Stack « kg WerttaP». Total Deutschland a 628 991.73 1.048.146 b 16 60.67 39.862 0 173 1284.87 742.963 d 186 1321.38 1.223.862 e 191 2717.20 1.734.579 f 171 6391.92 4.627.314 73 298.68 156.706 5 0 64.08 80.900 1 2 64.44 22.637 9.623.969 Oesterreioh a 136 164.72 113.180 b S 8.77 1.150 d 14 200 e 83 486.87 828.240 f 8 121.36 120.645 g 29 878 i 18 60 665.853 Frankreich a 299 463.61 868.356 b 11 24.69 20.333 0 116 725.66 435.412 d 887 9430.70 4.157.243 e 762 10704.00 6.257.446 f 96 3140.69 2.254.420 g 83.93 16.233 b 2 13.94 6.205 1 10 216.01 96.00212.610.249 Italien a Sl 66.47 67.672 b 1.47 947 0 64 448.37 408.092 d 979 9404.80 3.360.901 e 682 8030.74 3.436.963 f 60 2083.69 1.608.046 g 1 8.10 6.782 8.778.302 Belgien a 396 638.32 463.694 b 1 2.34 1.692 o 2 16.63 12.109 d 38 445.75 210.010 e 14 208.96 108.760 £ 12 417.35 375.708 g 2.22 1.400 F 1.38 500 1.173.663 Niederlande a 73 956 { 4.53 6.656 6.61J Gros»- a 2012 3524.12 3.117.032 britansien b 6 124.89 83.067 0 27 137.44 90.341 d 12 127.38 99.285 e 17 250.52 160.900 f 16 470.56 847.793 g 9.23 8.905 1 S 34.29 15.557 4.422.870 Irischer • 1 9.10 3.450 IMitaa» Spulm Dänemark Schweden Polen Tschechoslowakei Ungarn Vereinigt« Staaten Zentralamerika Jahr 1930 Jahr 1929 I k* W»n»fi. 6.000 60 121.969 130 1.613 260 380 2.960 430 i 21 314.44 130.469 ttafif 8 130 1.69 1.613 20 82 11.48 8.690 46 430 o 7.86 6.300 f 1.98 1.960 8.260 1.14 350 83 1.175 1.525 165 325.49 252.276 2 34.38 12.900 119 958.19 332.363 d 3106 36003.00 12.963.664 e 1643 22387.55 11.204.818 f 630 14813.52 8.855.274 g 6 171.91 71.520 i 40 688.68 257.384 33.950.199 38 105 106 a 3668 6047.52 6.421.722 b 38 242.11 161.841 0 493 3508.12 2.028.030 d 6207 67733.15 22.015.165 e 3133 44766.4122.236.695 f 990 26449.3018.600.598 g 79 524.26 259.924 h 7 68.02 36.105 1 77 1329.90 517.649 71.277.729 13692 140668.79 a 4480 6750.79 6.101.486 b 43 300.73 191.944 0 668 4857.78 2.100.877 d 6884 66541.59 26.470.074 e 3296 47111.76 25.159.954 f 802 23875.53 16.474.905 2 220.63 127.524 S 12 111.76 53.256 1 86 1493.95 644.459 77.324.479 16373 161264.51 Abnahme der Einfuhr 1.048.760 Frankreich berficksichtigt, du mochten wir hier festhalten, bei »einen Aufträgen In vermehrtem Masse die schweizerische Industrie. Die französische Einfuhr ist von 14,99% auf 17,69% gestiegen. Hinter Frankreich folgen: Deutschland mit 13,52% (9,49) des Totais, Italien mit 12,31% (9,92), Grossbritannien mit 6,20% (6,19), Belgien mit 1,64% (2,29), um nur jene Länder zu zitieren, deren Einfuhrkontingent einen Minimal-wert von einer Million Franken aufweist. Die genannten Länder liefern zusammen 98,9% unserer Einfuhr. JO.O i 1 1 1 1 j 1 1 1 1 1 1 l.l ;r (>e i-V ... ± ^ ... -7*--\ \ •- z t mit dem bewährten Gleitschutzprofil, erhöhter Zugkraft u. Spezial-Gummi- Zwischenlager^ die jeden Anprall und jede Unebenheit der Strasse ausgleichen, erhöhen den Begriff uon Komfort und Sicherheit. ßusser der ausgleichenden Wirkung auf Wagenführer und Insassen erfährt der Mechanismus grösste Schonung. • Erproben Sie den neuen Firestone Balloon-Reifen mit Goldstreifen I erhältlich bei allen guten Garagen und Pneu-Häusern. Capt. Campbeils Weltrekordversuche in Daytona. 386 Stundenkilometer erreicht: aber Inoftizieil! Am letzten Dienstag durchlief die gesamte Weltpresse die sensationelle Kunde von dem neu erzielten Weltrekord Capt. Campbeils, der mit seinem «Blauen Vogel» am Montag in Daytona mit 386 Stundenkilometer den alten Rekord von Segrave um 15 Stundenkilometer überholt hätte! Der Freude auf diese Nachricht folgte sogleich die erste leichte Dusche — Capt. Campbell fuhr diese hervorragende Zeit in Abwesenheit der offiziellen Chronometreure, so dass sie nur Inoffiziell bewertet werden kann. Dem englischen Rekordfahrer war es am Montag in erster Linie um die Prüfung seines. Wagens bei einer höheren Beanspruchung zu tun; er konstatierte dabei eine ungefähre Tourenzahl von 3500 Umdrehungen, musste dabei aber gleichzeitig beim Motor kleine Unregelmässigkeiten feststellen, die nochmals Verzögerungen im Gefolge haben dürften. Der erste Versuch vom letzten Samstag ergab eine Geschwindigkeit von 200 Stundenmeilen. Der zweite Versuch am Montag endete mit einem Resultat von 240 Stundenmeilen, und die dritte Versuchsfahrt endlich ergab die Höchstleistung von 260 Stundenmeilen. Die Witterungsverhältnisse waren sehr günstig und scheinen auf den Versuch fördernd eingewirkt zu haben; ein ziemlich starker Wind lag im Rücken des Fahrers, ohne jedoch den Sand aufzuwühlen. Beim Abstoppen nach dem dritten Lauf sprangen aus dem Motor plötzlich hohe Flammen. Nur dank der raschen Hilfe von herbeieilenden Polizisten, die die Strecke abgespert hielten, konnte weiterer Schaden verhindert werden. Der «Blaue Vogel» hatte mit der höchsten inoffiziellen Geschwindigkeit eine Sekundenschnelligkeit von 107 m und ein Minuten- Tempo von über sechs km erreicht! In der Nacht vom Montag auf den Dienstag setzten starke Regengüsse ein und weichten den Strand auf, dazu wechselte der Wind ungünstig. Capt. Campbell konzentrierte sich während des ganzen Dienstag und Mittwoch auf eine rasche Ueberholung des Wagens und Untersuchung der ergebenen leichten Die Zahl der Herkunftsländer unserer Einfuhr beträgt Im Jährt 1930 16, genau gleich wie im Jahre 1929. Mit einem imposanten Anteil der Gesamteinfuhr marschieren die Vereinigten Staaten von Amerika an der Graphische Darstellung der Einfuhr und Ausfuhr Spitze dieser 16 Länder. Ihf Kontingent repräsentiert einen Betrag ven 33,9 Millionen karren und Traktoren ohne Karosserie (in Mil- an: Automobilen, Chassis, Karosserien, Elektro- Franken gegenüber 43,7 Millionen Franken lionen Franken pro Monat). Gestrichelte Kurve für 1929, ausgezogene Kurve für 1930. Einfuhr: im Vorjahre. Mit 47,63% ist Amerika unser bedeutendster Lieferant. Immerhin be- Obere Kurve. trug im Jahre 1929 der amerikanische Anteil Unsere Abnehmerstaaten. 56,53%. Der Rückgang macht sich bereits deutlich fühlbar. An zweiter Stelle steht Die Erzeugnisse unserer schweizerischen Frankreich mit einem Drittel des amerikanischen Kontingentes (früher sogar nur ein Ländern aus (50 Im Jahre 1929). Aufschluss Industrie wridern nach 51 verschiedenen Viertel). Unser westlicher Nachbar Ist der über die genauen Ergebnisse, geordnet nach beste Lieferant unter den europäischen Staaten. Der Wert seiner Einfuhr erreichte 1930 folgende Tabelle: Unregelmässigkeiten des Motors. Ländern und Zollkategorien, bietet die nach- 126 Millionen Fr. gegenüber 11.5 Millionen. ' ; (Schluss siehe Seite 5) Vi „ ^ — •- ^fsr »S ±f— |. o l.t t. o _ i» — —~-*-\ — — 7^~ T7 1.0 T^-_ -^f —X —"- '•*" Z- '• 0.8 1 0. 6 I II I I II I II I Cfi. i tj tu i» T ri vzi rra rx x n m Reifen Spovf Der britische Fahrer ist anhaltend guter Dinge, und Berichte aus Daytona besagen, dass er voll sprühenden Humors sei, der nicht zuletzt aus der festen Ueberzeugung herstammt, dass sein «Blauer Vogel» den neuen Weltrekord bestimmt auch offiziell erjagen werde. Die Umgegend des Strandes, auf dem der Rekordversuch stattfindet, ist jeden Tag von reisigen Massen belagert, die weither aus dem Lande auf allen Beförderungsmitteln herbeigeströmt kommen. Grosse Polizeiabteilungen halten das Publikum in Schach, Während des erfolgreichen Versuches vom letzten Montag kreisten zahlreich Flugzeuge über der Rennpiste. Auch In England ist das Interesse für den Versuch fieberhaft gestiegen; das englische Prestige meldet sich! Die Zeitungen veröffentlichen ausführliche Berichte und bringen in Bildern den kühnen Fahrer, der seiner Nation neue Ehren verschaffen will. Die nächsten Fahrten Campbells werden ebenfalls noch nicht offiziell gemessen werden. Der Rekordbrecher beabsichtigt zuerst eine nochmalige Prüfung seines Wagens bei einer Höchstgeschwindigkeit. Erst nach genauer Prüfung werden die offiziellen Fahrten beginnen. bo. Internationale Alpenfahrt 1931. Bekanntlich ist anlässlich der vor einer Woche in München stattgefundenen Tagung der Vertreter der organisierenden AutQmobilclubs für die internationale Alpenfahrt 1931 das schweizerische Projekt, das von Herrn Decrauzat vorgelegt wurde, mit allgemeinem Beifall aufgenommen und nach wenigen Detailänderungen ratifiziert worden. Wir sind in der Lage, in der nächsten Nummer In einem ausführlicheren Expose unsern Lesern die nähern Umrisse des Reglementes vor seinem offiziellen Erscheinen zu vermitteln, Die englische Tonrist Trophy auf der Insel Man ? Wie In den letzten Tagen bekannt wurde, scheint es nicht ausgeschlossen, dass das nächste automobilistische Tourist Trophy- Rennen nicht mehr auf der Bahn In der Nähe von Belfast ausgetragen wird. Die lokalen Behörden der Insel Man bemühten sich beim Königl. Englischen Automobilclub um eine objektive Prufun.tr der bestehenden Motorradrundstrecke auf der Insel. Die Sportsbehorde des R.A.C. von England bewilligte die Entsendung von Fachleuten zum Studium der Rennstrecke, so dass es möglich ist, dass die aus sportlichen und touristischen Gründen entsprungenen Bemühungen der Behörden der Insel Man von Erfolg gekrönt sein werden, bo.