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E_1931_Zeitung_Nr.014

E_1931_Zeitung_Nr.014

AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1931 — 14 PEUGEOT, 8 PS, Allwetter, kl. 4/6-P1., in ganz prima Zustand, neues Ledorpolster und Motor revidiert. Wird geg. Kassa zu Fr. 20GO äusserst preiswert verkauft. 48613 Offerten unter Chiffre Z. 1858 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. CHIION ROC ET SCH1E!OER 21 CV, modele recent, 3 tonnes, pont de 4 m sur 2 m, bäche avee cerceaux, eabine ferm

N« 14 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Lufifahvt Was unser Luftverkehr 1930 leistete. Auf dem Hauptnetz der Schweiz betrug die Reflelmätsigkell 95% i m Durchschnitt aller Linien für die Zeit vom 1. Mai bis 31. Oktober. Damit ist 6ie gegenüber 1929 leicht gesunken, waa auf das abnormal schlechte Sommerwetter zurückzufühiun ist. Die besten Resultate erzielten die Linien Basel— Zürich—Prag mit 09,5%, Zürich—Stuttgart mit 96,5%. Genf—Zürich—Wien mit 96.1%, Genf— Basel—Amsterdam mit 95,6% etc. Die Pünktlichlichkeit, gemessen an SO Minuten Toleranz, ist aus der gleichen Ursache mit rund 78% ebenfalls etwas hinter dem letztjährigen Ergebnis. Infolge der vermehrten Verwendung dreimoloriger Flugzeuge hat die Zahl der Notlandungen abgenommen, der Sicherheftsgrad somit eine Verbesserung erfahren. Während auf 1929 noch eine Notlandung wegen Maschinenstörung und wegen des Wetters auf 137.533 Flugkilometer entfiel, trat 1930 eine solche erst bei 202.050 km infolge der Maschine und bei 230.910 km infolge des Wetters ein. Auf dem Hauptnetz ist wiederum kein Passagier ernstlich verletzt oder gar getötet worden. Auch kam. weder Fracht noch Post irgendwie zu Schaden. Die mittlere Fluggeschwindigkeit konnte 1030 in bemerkenswerter Weise gesteigert werden. Auf den HauptHnien, an denen schweizerische Unternehmen beteiligt sind, wurde der hohe Durchschnitt von 152 km-Sid. erreicht. Am schnellsten war Genf—Basel—Amsterdam mit 155 km. es folgen Genf—Zürich—Wien mit 153 km, Zürich—Berlin mit 151 km. Am langsamsten ist. wie im Vorjahre, die englische Linie Zürich—Basel—Pari«—London mit nur 131 km-Std. Die Güte der Passagierfrequenz ist aus der Ausnutzung der vorhandenen Plätze durch zahlende Passagiere ersichtlich. Hier steht die Stammünie Genf—Zürich—Wien mit 40,4% an der Spitze, gefolgt von Genf—Lyon mit 34.9%. Zürich—Berlin mit 34,4% und Genf—Basel—Amsterdam mit 81,8% etc. Gut frequentiert war auch Zürich— Stuttgart mit 28,7% und Basel—Prae mit 24,3% Auf dem Hauptnetz ist im Personenverkehr eine durchschnittliche Zunahme von 8% festzustellen Den weitaus grössten Postverkehr hatte naturgemäss die neue Postspeziallinie Basel—Cherbourg mit rund 490 kg Post pro Flug, das heisst runrl 43 Tonnen während der ganzen Saison Von den übrigen Gemischtlinien haben Zürich—Berlin und Genf—Basel—Amsterdam die höchste Postfrequenz Im Fracht-, und Gepäckverkehr hält nun die Bheintalünie Base!—Amsterdam den Rekord, indem auf ihren einzelnen Etappen bis zu 157 kg Fracht pro Kurs befördert wurde. Damit schlug sie die bisher beste Frachtlinie Basel—Paris mit 125 X? pro Flug, sowie auch Stuttgart—Genf—Barceloru Fortschritte in der Güterbeförderung zeisen fernur Zürich—Prag und Gonf—Lyon, während 6ich auf anderen Linien die Wirtschaftskrise durch einen schwächeren Warenverkehr bemerkbar macht. Aus nachfolgender Zusammenstellung ist die Totaileistunz des Gesamtnetze« der Schweiz (inkl interner Linien und Versuehssfrecken) in den le'zten 3 Jahren ersichtlich und damit auch die wachsenden Fortschritte, die der junge Luftverkehr in dif'sor kurzen Enorhp przip'en konnte: Flugkilometer j Zahlende Passagiere Post in kg Fracht in kg Uebergepäck in kg Geleistete Tonnen-km 1930 1.616.400 18.213 161.646 323.224 52.428 401.924 1929 1.S27.871 15.581 94.359 282.706 45.664 357.599 Dr. W. Dollfus. 1928 1.307.161 15.047 82.953 253.084 42.493 342.425 Starke Zunahme des Luftpostverkehrs. Nach einer Zusammenstellung der Oberpostdirektion betrug die schweizerische Gesamtluftpost im Jahre 1930 total 4,521,133 Briefe, was gegenüber dem Vorjahre eine Vermehrung von 91% bedeutet. Die zuschlafsfreie Post erfuhr eine Zunahme von 101%, was besonders auf die erstmalige Führung der Spezialpostlinie Basel—Cherbourg und —Le Havre Im Anschlüsse an und von den «rossen transatlantischen Schiffskursen zurückzuführen ist. wo allein rund 1,6 Millionen Briefe auf dem Luftwege befördert wurden. Aber auch die Briefpost mit Zuschlag erfuhr eine erfreuliche Zunahme von 22 %, während der Verkehr mit Poststücken eine, Abnahme von 1% erlitt Das Ergebnis des Jahres 1930 zeigt deutlich, dass die schweizerische Geschäftswelt den Voiteil der Luftpost in wachsendem Masse zu schätzen weiss SLU. Der schweizerische Flucelsenbahnverkehr. Seit 1928 besteht ein Uebereinkommen zwischen den Schweiz. Eisenbahnen und den Luftverkehrsunternehmungen, nach welchem Güter vom Absender an jeder Expressabfeitigungsstelle mit dem gewöhnlichen Luftfrachtbrief aufgegeben werden können, zum nächsten schweizerischen Zollflughafen. Umgekehrt werden Güter, die vom Ausland nach der Schweiz mit dem Flugzeug kommmen. automatisch der Bahn übergeben, die sie ohne weitere Formalitäten dem Empfänger an einem beliebigen Orte innerhalb der Schweiz zustellt. Dieser sogenannte « Fleiverkehr», der alle Vorteile des Luft- and Bahnverkehrs ausnützt, hat sich in der Schweiz gut eingeführt. Im Jahre 1929 sind von den Bahnstationen nach den Flughäfen in diesem Verkehr 30 Sendungen von 935 kg Gewicht und umgekehrt 147 Sendungen von 1923 kg befördert worden. Im Jahre 1930 gelangten von den Bahnstationen nach den Flughäfen bereits 97 Sendungen von 2468 kg und umgekehrt S99 Sendungen von 4302 kg zur Spedition. SLU. Tanken in der Luft. Für eine zukünftige Versorgung von Verkehrsflugzeugen mit Betriebsstoffen, Lebens- Flugzeuges in einen entsprechenden Kontakt neben dem Einlauftrichter gesteckt wird. mitteln, Ersatzteilen usw. im Fluge sind Hierdurch soll die Bildung von Reibungselektrizität im Schlauch beim Fliessen des sorgfältige Vorbereitungen und Versuche unerlässlich. Die Deutsche Luft Hansa hat sich Brennstoffes verhindert und gefahrbringender Funkenbildung vorgebeugt werden. seit einiger Zeit auch mit dieser Aufgabe vertraut gemacht und Lufttankversuche mit Ein in die Schlauchtrommel eingebautes Erfolg durchgeführt. Für das oben fliegende Oummikabel soll das Einziehen und Auslassen des Schlauches erleichtern. Das Kabel Flugzeug wurde eine besondere Tankschlauchtrommel gebaut. Diese Trommel wickelt sich beim Herablassen des Schlauches auf eine Schnecke an der Trommelachse hat einen Durchmesser von etwa einem Meter. An ihrer rohrförmigen benzinführenden auf und wird dadurch entsprechend dem Achse befindet sich auf der einen Seite der grösser werdenden Gewicht des weiter herabgelassenen Schlauches stärker gespannt. Anschluss an den Betriebsstoifbehälter für das Tanken, in der Mitte der Anschlussstutzen für den Schlauch lauftrichter, in den das Ende des herabhän- Für das untere Flugzeug wurde ein Eingenden Schlauches eingeführt wird, eingebaut. Durch Herabdrücken des am Trich- Der Tankschlauch, ein umsponnener Qutnmischlauch mit Aluminium-Innenspirale, hat eine lichte Weite von 40 mm, eine Länge von Eine neue Art, Segelflugzeuge zu starten, praktizieren kanadische Sportsleute in Soda-Springs. Sie lassen den am Gummiseil befestigten Apparat durch Poiarhunde in die Luft schleudern. 20 m, ein Leergewicht von 1,3 kg/m; gefüllt etwa 2,2 kg/m und eine Zerreissfestigkejt von 575 kg. Er kann durch einen Ausschnitt im Kabinenfussboden herabgelassen werden. An seinem unteren Ende befindet sich ein selbstschliessendes Ventil. Eine daran angebrachte Drahtlitze von etwa 1 m Länge steht mit der inneren Metallspirale des Schlauches in Verbindung. Den Abschluss dieses Drahtes bildet ein Stift, der nach Fangen des Schlauches durch den Begleiter des unteren ter angebrachten Hebels wird das am Schlauchende befindliche Ventil in den Trichter hineingezogen und geöffnet Die Verbindung zwischen den für das Tanken bestimmten Betriebsstoffvorratsbehältern beider Flugzeuge ist damit hergestellt. Sobald der Hebel losgelassen wird, löst sich das Ventil vom Einlauftrichter und schliesst sich. Vom Einlauftrichter fliesst der Brennstoff über einen Durchflussanzeiger zum Vorratstank in der Kabine. Von hier wird er in die Gebrauchsbehälter weiterReleitet. Die Besatzungen beider FIugzeu.ee sind mit Fallschirmen ausgerüstet. In der Kabine der oben fließenden Maschine ist ausserdem eine Schiebetür eingebaut, um im Notfalle einen einwandfreien Absprung zu gewährleisten. Am offenen Führersitz der unten fliesenden Maschine sind zwei Rohrbügel zum Schütze des Führers bei etwaigem Schlagen des Schlauchendes angebracht worden. Zur Verminderung der Brandgefahr ist der lange Auspufftopf durch einen kurzen Topf ersetzt worden, so dass der Austritt der Gase möglichst weit entfernt von der Tankstelle erfolgt. An der Kielflosse der unteren Maschine befindet sich ein Rohrbügel, der verhindert, der Prh'aticii «ich zwischen Seiten- SraManBBHUUnBBHnHBfflBBBBflBOffllinEI egen Sturm und hat in dk, Ab «Ebi Unerreicht bis heute sind die NASH-Typen 8-Zylinder «00», «80» utfti «70» durch den Motor in Linie mit neunmal gelagerter Kurbelwelle, die automatischen, kräftigen Bremsen und die feine mechanische Konstruktion mit erstklassigem Material. Diese Wagen bieten Ihnen die grösste Sicherheit beim Befahren der Strassen aller Länder. - Die leichte Lenkung, besonders geschätzt auf unseren Gebirgsstrassen, die Weichheit und zugleich grosse Rasse der Motoren sowie die Schönheit der Karosserlen befriedigen auch den die höchsten Ansprüche stellenden Automobilisten. Überzeugt von Erfolg, laden wir Sie zu einer Probefahrt ein. a a im Vergasenvesen den ersten Platz errungen und ihn auch beibehalten. Die Ideen von Solex wurden heftig angefochten, aber dennoch nachgeahmt. »emontiernnjy. Einfacher Zerstäuber. Anlass-Liiftdrossel. Kein Korrektor. Benzinzufluss von oben. Solex arbeitet unermüdlich an einer vervollkommneten Lösung dieses schwierigen Problems der besten Vergasung. Er wird nie von seinen Richtlinien, die seinen Erfolg gesichert haben, abkommen. Dienen... und einfach bleiben, indem man sich fortwährend verbessert! Gancralaqantur für die Schweiz: Henri Bacnniann tUR.UH. hebmotu & Oie. GENF: 8.A. Perrot, Dnval & Cle, Grand Gainuc de l'Athgnee, 8JL IAUSJLN.NK: Gniatre \Vlrth*Cle. LA CUAUX-DE-FONDS: C. Fctei & Cie., S.A. FREI BÜRO: Qarase de Pfcollea. KJUENS CLuz.): W. Lienbard. BAShL. Kj-thenoahi