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E_1931_Zeitung_Nr.015

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Cf^_i _f •*««_, «*J_._>_ _*_m^V_i _«*«aA^ 4_?^h V AII^AltHA 10 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — 15 Der Rennwagen, mit dem cWizard» Smith den sreffenwärtiffen Weltrekord von Malcolm Campbell schlagen will Der Wagen zeigt ähnliche Formen wie der «Goldene Pfeil» des seitdem verunglückten Weltrekordmannes Seerave. Den. Auch die zum Royal Dütch Konzern gehörenden Shell Petroleum Corp. und Shell Co. of Canada haben in jüngster Zeit Lizenzen der Ethyl erworben. Wy. II. Antwort 7813. Wann soll man Schneeketten brauchen? Sobald Schnee und Eis liegt, werden schematisch Ketten angelegt,-und da das mühsam ist, bleiben sie auch auf schneefreien Strecken. Der Antwort auf Frage 7813 können wir nur zustimmen, möchten aber noch einiges ausführen. Sicher sind Ketten auf Eis nur von Nachteil. Wir fuhren neulich die gleiche Strecke hin ohne, zurück mit Ketten. Kaltes Frostwetter, flache, etwas eisige Fahrrinnen. Der Unterschied war gewaltig, das Schleudern mit Ketten ungleich stärker. Je nach dem Schnee, seiner Beschaffenheit und der Temperatur, ändern sich die Bedingungen von Grund ans. Ebenso wie beim Skifahren das gleiche Skiwachs nicht für alle Schneesorten taugt. event. zu mieten gesucht nachweisbar gutgehende Garage in Stadt oder in verkehrsreicher Ortschaft Offerten mit näheren Angaben unter Chiffre 48642 an die an grosser Verkehrsstrasse im Berner Oberland, ein 48647 Für jüngere Leute Rute Existenz. — Offerten an Postf. 20983, Rörschach. Zu verkaufen in grossem Verkehrsort u. Nähe Stadt, alles aneinmit Reparatur-Werkstatt Ausstellungslokal, zwei 4-Zimmerwohnungen, Zentralheizung, Auto- und Moto-Vertretungen. Off. an Ad. Läuppi, Oerlfkon, Schwamendingerstr. 98. F* Zu vermieten per sofort oder späfer in B1EL, in günstigster und Automobil-Revue. Bern. zentralster Geschäftslage, alteingeführte kleine Werkstatt günstig für Auto-Repar.- Werkstätte ten des Motors herausfällt, dürfte die erstangeführte Ursache wahrscheinlicher sein. Anstatt einer Verdrehung der Welle könnte auch eine schräge Abnützung der Nuten auf der Welle in Frage kommen. Lassen Sie also das Getriebe auf diesen Punkt hin untersuchen. Dass die Schaltgabeln an der Störung schuld sind, trifft wohl kaum zu. at. Reparatur- Werkstatt Auto- Transnort mit Restaurant Reparatur- Werkstätte verkaufs- Magazin Für energischen, strebsamen Mann bietet das Geschäft sicheres Auskommen. — Interessenten wollen sich geil, wenden an J. Barquet, Wein-Import, Biel. Tel. 45.71. in. Doppelwohnhaus, in bester Lage, seit mehreren Jahren mit Erfolg in Betrieb, zu verkaufen. Preis ohne Masch. u. Werkzeug 59 000 Fr., Anzahl. 8—10 Mille. — Nur seriöse Interessenten wollen sich bitte wenden unter Chiffre 48610 an die Au'omobil-Revue. Bern mit grossem Schopf und Umgelände, an der Hauptstrasse Basel—Liestal. — Anfragen erbeten an •^ • •• _._*_„_____ o^l»l.~-,-,-,-_ E n__ii_i_ /tifj \ Wir möchten folgendes Vorgehen empfehlen: Man schaue sich Schnee und Strassenbeschaffenheit an und frage sich, ob mati wohl bequemer und sicherer als Fussgänger die Gummischuhe oder die genagelten Bergschube benützen würde. Jeder weiss, dass man auf eisigen Strassen mit Nagelschuhen schlecht gehen kann, dagegen gut mit Gummischuhen. Andererseits gibt es Neuschnee, der etwa bei 0 Grad oder wenig darüber für Gummi keine Adhäsion bietet, besonders wenn durch Schlittengeleise die Oberfläche geglättet ist. Hier sind Nagelschuhe bezw. Schneeketten sehr wertvoll. Bei Temperaturen von etwa ö Grad unter Null und tiefer ist die Adhäsion des Gummi am Schnee meist eine ausgezeichnete (knirschender Schnee). Ketten sind hier meist unnötig, wenn es sich nicht um starke Steigungen handelt. Um 0 Grad herum und etwas darüber ist die Adhäsion des Gummi dagegen sehr schlecht und Ketten greifen gut. Ein gutes griffiges, modernes Profil — in dieser Richtung sind ja grosse Fortschritte gemacht worden •— ist allerdings bei kettenlosem Fahren Vorbedingung. Also Bücksichtnehmen auf die momentane Schnee- und Eisbeschaffenheit, nur kein; Schematismus. Und noch ein sehr wichtiger Rat: man mache bei Schnee und Eis sehr oft bei massigem Tempo und an harmlosen Stellen kurze Bremsversuche, dann sieht man am besten, wie die Adhäsion ist, und was man wagen darf. Noch viel mehr wie beim gewöhnlichen Verkehr heisst es Anpassung an die momentanen Verhältnisse. Greifen bei einem kurzen Stopp die Pneus gut, BO kann man auch im Schnee flott fahren, merkt man dagegen ein Gleiten oder gar durch ungleich© Bremswirkung ein.Schleudern, dann darf man nichts riskieren. Durch Aenderung der Schneebeschaffenheit, Schatten oder Sohne usw., können die Schneeverhältnisse von einer Minute zur andern ändern. Ratsam ist beim Fahren mit Ketten, wenn man die Vorderradbrerosen löst. Sonst werden beim Bremsen die Vorderräder blockiert, weil die Adhäsion geringer ist als bei den kettenbewehrten Hinterrädern; der Wagen schüttelt und kann nicht gelenkt werden. Wenn man nach diesen Regeln verfährt, kommt man oft ohne Ketten sicherer und schneller vorwärts. Man kann bei günstigen Schnee- und Temperaturverhältnissen ohne Ketten auf gerader Strecke viel rascher fahren als mit Ketten. Velo- und Uhrmacher-Werkstatt und Verkaufsladen Fläche gleichmässig tragen zu machen. Viel sicherer und mechanisch korrekter erreicht man das aber durch sorgfältiges Eintouchieren des Lagers. Allerdings erfordert ein genaues Eintouchieren wieder grosse Kunstfertigkeit und Geduld. Trotzdem erfordert auch bei korrekt eintouchierten und angespannten Lagern das Durchdrehen eines revidierten Motors einen ziemlich grossen Kraftaufwand. Der Widerstand soll aber auch bei einem mittelgrossen Motor noch nicht so gross sein, dass er nicht von ejnem Mann überwunden werden kann. Frage 7820. Verlegung eines Brennstofftanks. Ich beabsichtige, den Benzintank meines Sportwagens, welcher hinten »angebracht ist, vorn auf das Chassis, direkt hinter dem Sitz, anzubringen. Es wäre wir deshalb sehr gedient, wenn Sie mir mitteilen würden; ob der Tank auf einer gewissen Höhe sein muss. Kann die Leitung der Benzin- und Luftzufuhr so belassen werden, wie sie ist, oder muss auch hier eine Abänderung getroffen Werden, dumit die 'Benzinzufuhr am Berg wie auf der Ebene genügend nachkommt? Ein Exhaustor ist vorhanden. R. G. in S. Antwort- Wenn Sie die Brennstofförderung einem Vakuumförderer (Exhaustor) übertragen, spielt die Höhe, in der der Tank angeordnet wird, keine grosse Rolle. Der Vakuumförderer wird je- Man darf nicht vergessen, dass bei zu grossen Geschwindigkeiten, und diese beginnen denfalls genügend Saugkraft aufbringen, um das wagen bestimmten, «Aca» beträgt er 150 Watt, beim gering zu bezeichnen. Beim kleineren, für Personen- schon bei 50 bis 60 km, die Ketten sich Gefälle zwischen dem unter dem Sitz angeordneten grösseren Lastwagen-Heizkörper 250 Watt lösen und schwere Unfälle die Folge sein können, Tank L und sich selbst zu überwinden. wenn die Kette sich verwickelt. Ohne Ketten kann Die Saugleitung ist gleich anzuordnen wie beim Rationelle Betriebsstoffe. Durch Beigabe geeigneter Chemikalien zu den gebräuchlichen leichten man auch die schneefreien Zwischenstücke viel besser ausnutzen. Wenn man dann auch auf kurzen Der Tank selbst muss selbstverständlich zum Druck- und mittßlschweren flüssigen Brennstoffen wie Ben- gegenwärtigen, hinten am Wagen befestigten Tank. Schnee- und Eisstrecken bei gerade schlechter Adhäsion etwas vorsichtiger fahren muss, gewinnt man ausgleich auch eine Luftöffnung haben. zin, Benzol, Petroleum, Spiritus etc. für Explosions- kann eine spezifische das Verlorene auf der schneefreien Strecke rasch. Fraglich wäre die Durchführbarkeit des Um-motoren Leistungserhöhung Frage 7819. hatte kürzlich Gelegenheit, zwei Mechaniker über das Einpassen von Pleuel- und Kurbelwellenlagefn diskutieren zu hören. Der eine behauptete, die Lager müssten so fest angezogen werden, dass nach fertiger Arbeit der Motor nur noch schwer von Hand angedreht werden könne. Der andere aber ist der Meinung (und er hat das Technikum besucht), die Lager seien nur so stark anzuspannen, dass die schräg gestellte Pleuelstange mit daran befestigtem Kolben nach beendeter Arbeit noch gerade von selbst heruntersinke. In den Fabriken werde das immer so gemacht. Der erste Mechaniker hält das für falsch und behauptet, das Bewegen der Pleuelstange müsse dann immer noch einige Kraft erfordern, sonst sei die Abnützung zu rasch. Was ist jetzt richtig? E. F. in B. Antwort: Normalerweise werden Pleuellager nach dem Eintouchieren nur gerade so stark angespannt, dass die wagrecht gestellte Pleuelstange noch nicht heruntersinkt, dass sie sich mit einigem Schwung aber noch 1—2mal um den Kurbelzapfen herumwerfen lässt. Sicher ist es falsch, das Lager so stark anzuspannen, dass die Pleuelstange nur noch mit Gewalt bewegt werden kann. Das überschüssige Material wird ja dann doch in wenigen Betriebsstunden abgerieben, wenn der Motor überhaupt so lange läuft. Bei zu stark gespannten Lagern kann aber auch leicht ein Anfressen eintreten. Der häufig anzutreffenden Praxis des zu starken Anziehens neuer Lager liegt allerdings oft die gute Absicht zugrunde, das Lager auf "der ganzen Liegenschafts-Markt - Marche d'immeubles Zu kaufen mit Zu verkaufen Geschäftshaus mit erosser An Zahlung würde ein AUTO genomm. Preis billig. — Näheres zu vernehmen durch R. Gottier, Handig., b. Kaserne. Thun. Zu verkaufen altershalber 485Q9 GARAGE AUTOGARAGE AUTO-GARAGE Zu verkaufen ev. ?n vermieten modern eingerichtete mit und 48675 ^öl:< baues nur dann, wenn Sie ohne Vakuumförderer Einpassen von Pleuellagern. Ichauskommen wollten. Der Tank inüsste dann eben höher gelagert werden als die Schwimmerkammer des Vergasers, damit auch dann die Brennstoffleitung noch ein genügendes Gefälle hätte, wenn sich der Wagen am Berg befindet. ' at. 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Ferner verlangt die Dosierung beim Tanken den Leerlauf zurückgedrückt, bis der Gang dann noch spezielle Messgofässe. nach zirka 300 bis 400 Metern vollständig heraus- Eine Ausnahme davon machen nun die Aut-o- . fällt. — Beim Abwä,rtsfahren dagegen bleibt der Pep-Tabletten, welche in sauberer, trockener Pastillenform während des Tankvorganges abgezählt Gang in seiner richtigen Lage. — Mein erster Gedanke war, dass die Schaltstange resp. deren Einschnitte und die Kugeln ausgelaufen sein könnten. augenblicklich ohne Spuren von Rückstand auflösen. dem Benzinbehälter beigegeben werden, wo sie sich Ich Iiess sofort eine neue Stange sowie neue Kugeln einsetzen, aber alles ohne den geringsten Er- Liter Benzin bei Tourenwagen und Motorrädern Durch den Zusatz von einer Tablette auf je_ vier folg. — Könnte die Geschichte etwa an den Schaltgabeln zu suchen sein? E. K. in B. Traktoren wird eine bedeutende Ersparnis an und auf je zwei Liter bei grossen Lastwagen und Antwort: Ihre Angabe, dass der Gang nur Brennstoff bewirkt. Gleichzeitig wird aber das spezifische Anzugsmoment erheblich gesteigert, was beim Aufwärts- und nicht auch beim Abwärtsfahren herausfällt, lässt uns vermuten, dass die sich insbesondere bei Steigungen bemerkbar macht. Welle, auf der sich das verschiebbare Zahnrad befindet, etwas verdreht ist. Gewöhnlich liegt aller- Ein weiterer Vorteil von Aut-o-Pep besteht darin, dings das Herausfallen eines Ganges nur an der Abnützung der betreffenden Zahnräder oder der Arretiervorricbtüng. Da Sie aber diese Teile bereits ersetzt oder - kontrolliert haben und da auf- .faHBnderweisa der..Gang:nur beim; stärkeren Arbei- Günstige Einkaufsgelegenheiten bietet jedermann ein Besuch der Wiener Frühjahrsmesse 8.—15. März 1931. 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Durch eine Schnur mit Stecker wird die Platte an die elektrische Lichtleitung angeschlossen und entwickelt dann genügend Wärme, um den Motor auch bei Aussentemperaturen von —30 Grad dauernd auf 15—30 Grad Celsius zu halten. Der Stromverbrauch ist dabei als erzielt werden. Es kann sich hiebei entweder um eine rein katalytische Wirkung handeln, bei welcher der Brennstoff für die Vergasung gewissermassen besser aufgespalten wird oder abor um- den Zusatz eines Materials, welches selbst eine gewisse Anzahl Wärmeeeinheiten abgibt. Da aber fast alle diese Präparate in flüssiger Form auf den Markt kommen, so ist mit deren Be- dass Zylinder und Kerzen stets frei von Russansätzen, sind, was darauf schüesson lässt, dass der Brennstoff restlos verbrennt, also vollständig ausgenützt wird, wogegen Russansätze stets auf eine unvollständige Verbrennung und daher schlechten Nutfcpffpfct scblipsRpn lassen. in armiertem Beton, feuersicher, doppelwandig, zerlegbar Typ A) ß m X 3 m Fr. 825.— Typ B) 6 m X 6 m Fr. 1600.— Typ C) Für 3oder mehr Wagen, pro Abteilung Fr. 750.— Typ D) 7,60 X6X 3.75 m Höhe für Camion . Fr. 2000.— Türen Fr. 100.—, 176 Prospekte und Preise tür tertig montierte Garagen stehen zu Diensten Cementworenfabrik Ins CITROEN MATHIS MATHIS MATHIS NASH MARTINI CHEVROLET CHFVROLET MAXIMAG Camion FIAT AUTOS! 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Bern, Dienstag, 24. Februar 1931 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 15 Einer aus dem Millionenheer Die ganze Welt wird zurzeit von einer schweren Krise heimgesucht. Das Gespenst der Arbeitslosigkeit taucht überall auf. Es gibt nur eines: Verbissenen Optimismus und Mut auf eine bessere Zukunft. Unser Land ist glücklicherweise von der Not, wie sie Deutschland beispielsweise heute heimsucht, verschont geblieben. Vier Millionen sind im Reiche heute arbeitslos. Die Not dieser Menschen ist erschütternd. Einer aus dem Millionenheer schreibt der «Kölnischen Zeitung» folgenden Brief, der die seelische Lage eines Arbeitslosen treffend widerspiegelt. — Ob der Schreiber nun in Deutschland oder in der Schweiz wohnt, sein seelischer Zustand bleibt der gleiche, und Erkenntnis der Lage dieser Menschen ist nur von; Nutzen. , «Ich war früher Bankbeamter. Als der Rausch der Inflation verflog und die Entlassungen begannen, wurde ich Buchhalter in einem miülern Baugeschäft. Das ging gut, bis der Winter 1929/30 begann. Die Kälte war nicht streng, aber die Aufträge gingen zu Ende. Es musste gefeiert werden. Im Frühjahr blieben die neuen Bauvorhaben aus. Gemeinden und Staat hatten kein Geld mehr. Das Geschäft ging mehr und mehr zurück. Eines Tages stand ich auf der Strasse. Entlassen! Zunächst war ich einmal den Druck der ständigen Frage los: Wie lange hast du noch eine Stellung? Das war schlimm- Was aber jetzt kam, war noch bedeutend schlimmer. Du. bist arbeitslos, hast keine Aussicht. Niemand sucht heute einen Kaufmann. Was sollst du tun? Wie wird deine Frau das aufnehmen? Auch für dein Kind musst du sorgen. Ich ging stempeln. Das tun heute viele, Millionen. Du willst dich wehren, nicht stumpf werden, und wirst es doch. Dagegen gibt's kein Mittel. Jeden Tag musst du auf das Arbeitsamt, im Winter dreimal in der Woche. Du hast eine graue Karte mit einer Nummer. In diese Karte drückt ein Angestellter des Arbeitsamts jedesmal einen Kontrollstempel. Das ist schnell geschehen. Aber dieses Stempelngehen ist hart Vielleicht inuss es sein. Wegen der Ordnung, wegen der Statistik. Aber stempeln Zwang zum Abstumpfen. müssen ist Wie oft hatte ich doch früher gedacht, wenn ich nur einmal für mich Zeit hätte! Und Setzt habe ich Zeit, viel Zeit Aber alles hat 'keinen Sinn mehr. Die Wohltat der Zeit wird zur Plage. Gewiss, eine gute Lektüre odeT Radio hören kann über vieles hinweghelfen, aber nur für Augenblicke. Dahinter steckt immer das grosse Nichts, die blutlose Leere. Morgens schläft man lange, man spart dadurch ein Frühstück. Abends soll man aber zeitig zu Bett gehen, um Licht zu sparen. Dabei ist man von früher her langes Aufbleiben gewohnt, denn damals gehörten einem ja nur diese Stunden. Umstellen? Das will schwer gelingen. Jetzt, da die Willenskraft unter der Zermürbung des Feiernmüssens bestimmt nicht grösser geworden ist Für jeden Erwerbslosen ist das Los zuerst seelische Not. Er hat keine Aufgabe im Leben mehr zu erfüllen. Die Alten gehen spazieren. Sie haben ihr Schicksal heute nicht leicht zu tragen, aber sie haben das Spazierengehen schliesslich verdient. Sie haben einmal gearbeitet. Aber wir Jungen dürfen nicht arbeiten. Für uns ist kein Platz mehr da. 0 ja, wir bekommen freilich Geld. Aus unsern frühern Beiträgen und aus den Beiträgen, die die jetzt noch Arbeitenden und die Arbeitgeber zahlen, und aus den Staatszuschüssen- bekommen wir Unterstützung. Das heisst Arbeitslosenversicherung. Ich erhalte ein halbes Jahr lang — über die Hälfte ist schon herum — in der Woche 28,35 Mark, einschliesslich der Zulage für Frau und Kind. Bei der Auszahlung muss man Schlangenstehen wie im Krieg bei der Ausgabe von Lebensmittelmarken. Eine lange Reihe steht heraus bis über die Strasse. Man wartet. Ab und zu geht die Reihe einen Schritt vor. Endlich steht man selbst an den Stufen des Arbeitsamts- Ueberall ernste Gesichter. An der schwarzen Tafel, an der die Kontrollzeiten angeschrieben sind, geht man vorüber. Schritt um Schritt. Alte Männer sind dabei, die schon Jahre hindurch arbeitslos sind. Junge Leute unter ihnen, die eben ausgelernt haben. Einer der Fortgehenden sagt zu Er hatte sich so auf dieses Diner gefreut, dass er den ganzen Tag nicht dazu kam, etwas zu essen. In der «Mittagspause», die ihm sein Bureau, in dem er eine untergeordnete Stellung einnimmt, gewährt, ist er herumgelaufen, zum Schneider und zum Friseur. Er will einmal wieder «menscSlich» aussehen, glattrasiert und das Haar gestutzt. Er hat der Putzfrau, die sein© unbehagliche Bude aufräumt, seinen Frack in die Hand gedrückt zum Aufbügeln,.. Ein Diner im Frack, wie lange ist das her? Der Schnitt seines Fracks ist zwar nicht mehr modern, die seidenen Aufschläge schon abgewetzt — aber er ist vom ersten Petersburger Schneider aus seinen Glanztagen; das sieht man ihm sicher noch an. Eine grosse weisse Nelke hat er dem Blumenmädchen an der Ecke abgekauft und unterwegs einer alten, daherhumpelnden Frau ein Geldstück in die Hand gedrückt, wie einst... als man das Geld wegwarf und es nicht achtete. Wie peinlich ist es, auf Geld achten zu müssen ... Er kommt sich oft wie ein Geizhals vor, wenn er seine letzten Groschen vor dem Ersten zusammenkratzt in Westen und Taschen, um bei Aschinger zu Der Besuch Von Lisbeth Bill. einem Bekannten: Aus. Er ist ausgesteuert. Am Schalter steht ein Beamter, der wie alle, die hier angestellt sind, kein leichtes Amt hat. « Welche Nummer? » « 4733. » Du quittierst auf einer Kartothekkarte, die an den nächsten Schalter weitergegeben wird. Dort kriegst du das Geld hingezählt. Weiter. So geht das jede Woche. Immer wieder anstehen. Immer denselben langsamen Weg. Nach der Auszahlung mache ich einen weiten Umweg nach Hause, vermeide mit Bekannten zu reden. Erst muss wieder das bittere Gefühl hinuntergewürgt werden: Ich will doch gar kein Geld geschenkt haben, ich will Arbeit. Und es gibt keine Arbeit für mich. Für Kaufkute ist keine Stelle offen. Du liest die Zeitungen, immer die letzten Seiten mit den Anzeigen. Aber da stehen fast keine offenen Stellen mehr drin. Finde ich mal ein Angebot, das für mich passt, dann beginnt das mühselige Geschäft des Bewerbungsschreibens. Nach Tagen oder Wochen kommen die Unterlagen zurück; manchmal auch nicht- Früher lag wenigstens ein Begleitschreiben dabei. Heute gibt sich keine Firma zu erkennen, die Unterlagen stecken in einem Umschlag ohne Kennzeichnung. Ich habe es mit Beziehungen versucht. Ohne grosse Hoffnung. Man lässt eben nichts unversucht in dieser Lage. Alle Beziehungen nützen heute nichts mehr. Ueberall dieselbe Auskunft: «Wir möchten gerne etwas für Sie tun, aber... Bei Gelegenheit wollen wir an Sie denken •.. > Nirgends ein Lichtblick. H. H. essen. Und es ist sicher töricht, dass man sich immer noch nicht daran gewöhnt hat, an gescheuerte Holztische und Aluminiumbestecke. Er muss dann immer an die festlich geschmückte Tafel denken mit den Blumen aus eigenen Treibhäusern, an das schimmernde Tischzeug und — ach, an seinen alten Diener, der auf der Flucht umkam, der ihn dreissig Jahre lang bediente, der bei Tisch hinter ihm stand wie sein Schatten... An diesen guten, alten Mann, der so diskret und so schweigsam war und so vernünftig vund treu, muss er oft denken, denn er hat später selten mehr Gelegenheitt gehabt, solch einem Menschen zu begegnen. Ach ja — er sucht im Schreibtisch nach den Orden. Es sind eine Menge da; aber viele kann man nicht mehr tragen, denn sie sind von denen geschenkt, die ihm alles genommen haben — «enteignet» steht in den Akten. Seine vier grossen Güter, das schöne Schloss mit dem Park, in dem man ritt, die Wälder, in denen man jagte, den Teich, auf dem man ruderte, badete und fischte... Er teilt die Orden ein in solche, die man noch tragen kann, und in solche, die man nicht mehr trägt. Da schiebt sich ein Papier heraus; darauf steht: Mein letzter Wille! Wie lange ist das her, dass er das da mit seinem Notar aufgesetzt hat! Jetzt hat er keinen «letzten Willen» mehr. Es ist nichts mehr da zum Verschenken. Nur einen Wunsch hat er hinzugefügt: er will in aller Stille begraben werden, ohne Blumen und ohne Nachreden; «statt besonderer Anzeige» wird drei Tage später in der Zeitung stehen, nichts wie sein Name und Er sah wirklich noch ganz gut aus,.« das Datum seines letzten Tages. Und darunter: «Letzter Fideikommissbesitzer der nach dem Kriege enteigneten Güter Ugaten, Anslo und Sarrikow in Kurland (Lettland).» Das kommt auf seinen Leichenstein, hat er bestimmt. Für diesen Stein liegt eine kleine Summe bei seinem Notar... Er schiebt das Testament wieder zu den Orden, die man nicht mehr anlegen kann... Nun steht er in seinem Frack vor dem Spiegel der Garderobe der reichen Verwandten. Er füllt diesen Frack aus. Er ist ihm etwas eng geworden; er hat keine Zeit mehr, zu trainieren. Er sitzt den ganzen Tag auf einem Drehschemel in^ einem dumpfen, kleinen Bureau... Die Orden strahlen am roten, breiten Band und die weisse Blume... Es ist ihm festlich zumute, fast feierlich. Wie hat man einst über diese «ewigen Diners» gestöhnt. Jeden Abend musste man sich in den Frack werfen, die Orden umhängen... Heute sind sie — ein Fest. Er atmet mit Genuss den feinen Duft der Treibhausblumen, die ihn schon in- der Garderobe vor den Spiegeln begrüssen; im Salon in allen Ecken leuchten frische Rosen. Und die Tafel ist blau von Hyazinthen. Es sind eine Menge Gäste versammelt; man geht zu Tisch. Er unterhält seine Damen liebenswürdig wie einst; seine Tischreden waren berühmt. Er wird eine Rede auf die Damen halten. Die Kusine mustert ihn mit der Lorgnette und nickt ihm zu. F E U I L E T O N Ramosi Von V. waiiams. Ans dem Englischen fibersetzt von Otto Element (Forteetznnsr ans dem Hauptblatt.) «Und Ihr Wahrsager, Hussein?» fragte Nadja. «Er befindet sich gegenwärtig bereits im Hause und brütet in der Einsamkeit — wie immer, bevor er in seinen Dämmerzustand verfällt» «Spielt er tatsächlich keine Komödie?» zweifelte Joan. «Auf keinen Fall! Scheich Abdullah nimmt seine Sache sogar sehr ernst Er wäre tödlich beleidigt, falls man ihn auslachen würde. Er besteht darauf, mit seinem Medium allein zu bleiben, und es war keine kleine Aufgabe, bis ich die Erlaubnis erhielt, dabei sein zu dürfen. Denn ich muss Ihnen doch seine Worte übersetzen, da er nicht Englisch spricht.» «Dann werde ich,» rief Nadja dazwischen, «auch zuhören, wenn er Ihnen wahrsagt, Said Hussein, und so alle Ihre Geheimnisse erfahren!» «Der Prinz will sich ja nicht wahrsagen lassen!» betonte Joan und sah ihn fragend an. «Mein Schicksal steht fest! Noch ist mein Haar nicht weiss, und so nehme ich an, dass mir noch einige Zeit zu leben vergönnt ist Was das Zeichen des Ram anbelangt, das mir verhängnisvoll werden soll nun, das gehört ins Gebiet der Astrologie, einer Wissenschaft, deren Geheimnisse mir leider unbekannt sind...» Makhmud, der hinter seinem Sessel erschien, flüsterte ihm etwas ins Ohr. «Der Scheich Abdullah kommt!» verkündete Said Hussein. «Wir müssen uns nach den Wünschen des heiligen Mannes richten. Meine Hebe Nadja, möchten Sie sich in das andere Zimmer bemühen?» Er geleitete sie zur Estrade im Hintergrund und hob den Türvorhang, um sie hindurchzulassen. Zwei Diener kamen mit Stangen und löschten stumm die beiden Deckenlampen. Das geräumige Zimmer war jetzt nur von den zuckenden Flammen der Glutpfannen erhellt. Der Prinz führte Joan zu einem der breiten Diwane an der Wand. Als sie aufblickte, gewahrte sie inmitten des Gemaches eine Gestalt in Eingeborenentracht. Sie hatte niemand eintreten hören und war daher einen Augenblick verwirrt. Said Hussein legte die Hand an den Turban und wandte sich zu ihr: «Scheich Abdullah!» Joan hatte sich unter einem Scheich stets einen würdigen Greis mit grauem Barte vorgestellt Aber hier stand ein junger Mann, beinahe noch ein Jüngling, schlank, von sehr dunkler Hautfarbe, mit einem Turban, der spiralenförmig um eine kleine weisse Kappe gewunden war, und in einen rosa Seiden« kaftan mit schwarzen Ornamenten gehüllt. Er verneigte sich tief, wobei er die leuchtenden, etwas vorstehenden Schwarzaugen auf Joans Gesicht heftete. Dann machte er lächelnd eine Bemerkung zu Said Hussein. Seine Stimme klang weich, sein Benehmen schien zurückhaltend, beinahe schüchtern. «Scheich Abdullah meint, er sei nicht in der Stimmung zum Wahrsagen,» übersetzte der Prinz. «Er mag keine fremde Umgebung. Haben Sie Silbergeld bei sich?» Joan öffnete ihre Börse. «Zwei von diesen Zehnpiasterstücken genügen. Nun binden Sie sie in Ihr Taschentuch, so!» Aus dem Schatten des Zimmers trat ein Diener mit einer flachen Schale auf einem Dreifussgestell und einem Stück Kohle, das zwischen einer Zange glühte. Der Scheich warf die Kohle in die Schale. Ein schwerer grauer Dunst stieg auf und tränkte die Luft mit scharfem Weihrauchduft Er murmelte dumpfe Worte vor sich hin, dann zog er die rauchende Schale zum Diwan heran, hockte sich nieder und begann schaukelnd den Rauch einzuatmen. Hussein warf Joans Taschentuch, in das sie das Silber geknüpft hatte, in seinen Schoss und winkte ihr, sich zu setzen. Der Diener war verschwunden. Die Glutpfannen warfen gespenstische Schatten über Möbel und Teppiche. Ein leiser Hauch wohlriechenden Rauchs lag über den flackernden Flammen. Plötzlich packte Abdullah Joans Taschentuch und presste es ans Gesicht. Seine Nasenflügel bebten ekstatisch; dann richtete er sich langsam auf, bis er mit dem Rücken an der Wand lehnte und die Beine unter seinem Körper eingezogen hatte. — Mit hoher Fistelstimme hob er zu reden an. Seine Augen stierten glasig, wie die eines Betrunkenen, und die Schüchternheit schien von ihm gewichen. Er sprach laut und grell, mit sonderbaren Gesten, indes er sich auf dem Diwan hin und her warf und bisweilen schallend auflachte. Bald war er wie ein ungebärdiges Kind, bald wie ein Schauspieler, der Leidenschaft darstellen will, und bald wie ein Prediger, der im Feuer seiner Beredsamkeit glüht — immer aber schien er für ein unsichtbares Publikum zu agieren... Wenigstens war er sich offenbar nicht der Anwesenheit des Mannes und der Frau an seiner Seite bewusst Jedes Wort unterstrich er durch Mienenspiel und Gebärden. Wenn er von Krankheit sprach, mimte er einen Leidenden von bedauernswertem, erschöpftem Aussehen. Er gebrauchte das Gleichnis eines verborgenen Schatzes, und siehe: er verwandelte sich in einen Geizhals, der den Geldsack an sich drückte, während er ängstliche Blicke um sich warf. Als er von Stolz redete, war er ein prunkvoller Orientale, in aufrechter Haltung, herrisch und hochmütig. Als er von Gefahr sprach, quollen ihm schier die Augen aus dem verzerrten Gesicht, Sehweiss perlte auf seiner Stirn, und die Worte stürzten wie ein Stöhnen von seinen Lippen. Nach einer Weile verging der Krampf, da er von dem Frieden zu erzählen begann, der den Pilger am Ende seiner Fahrt erwartet 8«fne Stimme wurde leise, sein Blick senkte sich nach innen, und einglückliches Lächeln umspielte seinen ausdrucksvollen Mund... (Fortsetzung folgt.)