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E_1931_Zeitung_Nr.022

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Neuorientierung

Neuorientierung gegenüber dem Auto-Tourismus (Schlüss von Seite 1) Schienen entlang Heien) verlassen. Unsere gelegene und gut unterhaltende Tennis- oder Verkehrs- und Propagandazentren,, unsere Golfplatz oder das Strandbad. Feste und Kurorte und Fremdenplätze müssen an diesportliche Veranstaltungen vermögen die gewaltige Rolle des Autotourismus denken Fremden länger am Orte zu fesseln. Einen und ihre Propaganda auch nach dieser Richtung hin orientieren. Propagandaschriften St. Moritz mit seinen verschiedensten Distrak- trefflichen Beweis für diese These liefert uns usw. dürfen nicht nur in den Verkehrsbureaus tionen und seiner automobilistischen Sportwoche. der Eisenbahnen und an ihren Schaltern aufliegen, sondern sie müssen in geschickter und Der moderne Fremdenort verlangt auch neuer Aufmachung auf dem Wege der Aiitomobilfaciizeitschriften und der nach modernen Strassen. Gerne lässt sich automobilistischen internationalen Reiseführer in die Hände derjenigen Leute fallen, die ihre Reise mit dem Automobil zu unternehmen gedenken. Der Strom der internationalen Automobilwelt, der dieses Jahr in die Schweiz geflutet ist, hat gegenüber dem Vorjahr bereits eine bedeutende Steigerung erfahren. Er ist von massgebender Bedeutung. Die Automobilreisenden wählen vielleicht 'kürzere Aufenthaltszeiten, aber sind sicher zur gut* zahlenden Kundschaft zu rechnen. Mit der Propaganda allein ist es Jedoch nicht getan. Wir wissen, dass die Anforderungen an den Hotelkomfort immer grösser werden. Grosse Kurorte und Hotels können der Badezimmer, des laufenden Wassers, des. Orchesters, des Dancings, ganz besonders aber der Garage nicht mehr entbehren. Wie wir eingangs schon betonten: Die heutige Welt will sehen und erleben. Sie' findet ihre Erholung im Spiel und Sport und in Wanderfahrten. Mit dem Hotelpark allein ist es nicht mehr getan. Viel wichtiger sind der schön deutung gelangen könnte. Wir meinen damit die Auswechselbarkeit des gesamten Antriebsaggregates. Baut man den Motor mit dem Getriebe und den angetrieben nen Vorderrädern zu einer Einheit zusammen, die vom übrigen Wagen in kurzer Zeit gelöst oder in den Wagen ebenso rasch wieder eingebaut werden kann, so entstellt ein Fahrzeug, das praktisch durch Defekte kaum mehr ZVL längerem Stillstand gezwungen werden dürfte. Im Bedürfnisfall würde dann eben einfach das betreffende Antriebsaggregat ausgewechselt. • Wohl bei weitem die grössteri Änstren* gungen konzentrierten sich im Laufe des letzten Jahres auf die Verbesserung der bestehenden Uebertragungsart. Das Schnellganggetriebe ., • hat überraschend schnell Schule gemacht und ist in dieser oder jener Form bei last Erwarten Sie keinen technisch fundierten und gelahrten Bericht eines systematisch die Stände absuchenden Kenners! In diesem Fall müssen: Sie sich ganz und gar auf die Ausführungen des technischen Sonderberichterstatters der «A.-R.» verlassen oder weitere Details in Katalogen erforschen. Aber es geht sicher manchem Automobilisten so: man freut sich des Salons und will unbeschwert von aller exakt wissenschaftlichen Ueberlegung einfach durch den Salon bummeln und da verweilen, Wo das Auge eben zufällig hinblickt oder wo irgend ein kleines Detail, das vielleicht diese Aufmerksamkeit gar-nicht verdient, zu näherem Hinsehen reizt. Ueber die Preisfrage orientiert der Salon auf den ersten Anhieb nur sehr bescheiden. Die Aussteller sind in dei* Mehrzahl von der alten Sitte, die Preise anzuschreiben, wie es hauptsächlich noch an der Londoner Olympia Show gepflegt wird,-abgekommen. Opel macht hier eine rühmliche Ausnahmt. Scheinbar mit besonderem Recht, denn der für einen Sechszylinder überraschend billige Preis verdient wohl besondere Publizität. Bei näherer Nachfrage wird man. feststellen,, dass die Verkaufsansätzq allgemein gesunken,- sind.... Amerika bat ja schon auf Ende des letztön Jahres- mit. Reduktionen der Automobilist für längere Zeit dort nieder, wo es ihm dank guter Strassen möglich ist, von den Zentralpunkten aus die verschiedensten, lohnendsten Touren per Auto und zu Fuss zu unternehmen. Nicht aus diesem Grunde zuletzt hat die «Automobil-Revue» nicht nur für die gute, staubfreie Durchgangsstrasse plädiert, sondern immer und immer wieder auf die hohe Bedeutung guterhaltener, richtig angelegter Berg- und Zufahrtsstrassen hingewiesen. Das Geld, das auf diese Weise angelegt wird, trägt Zins und Zinseszins. Hören zudem einmal noch die Plackereien auf der Strasse mit den verschiedenen Polizeiinstanzen auf, Verschwindet das ungerechte Bussenfällen mit fiskalischem Hintergrund, so dürfte gerade die Schweiz dasjenige gute automobilistische Leumundszeugnis erhalten, das für sie, sich von Mund zu Mund sprechend, die allerbeste und wirksamste Propaganda in der ganzen Welt bedeuten wird. Technische Bilanz Salonhummel eines Laien (Fortsetzung von Seite 1) allen teureren Wagen anzutreffen. Von verschiedenen Formen kann deshalb gesprochen werden, weil der Schnellgang oft nicht mehr -durch ein Vorgelege erzielt wird, sondern lediglich durch ein weiteres Zahnradpaar im normalen Getriebekasten. Die Uebersetzungsverhältnisse sind dabei meist so abgestuft, dass zur Fahrt in der Stadt der dritte Gang benützt werden kann, in welchem sich der Wagen auch sehr rasch beschleunigen lässt.- Der vierte direkte Gang ist mehr für die Fahrt auf offener Strecke mit Höchstgeschwindigkeiten «vorgesehen. Sowöh1"7fler direkte wie der benachbarte indirekte Gang arbeiten dann geräuschlos, und zwar durch Zuhilfenahme schrägverzahnter Chassis einea amerikanischen Achtzylindermotors. unseres obersten Magistraten verkörpert Diese Verbindung des nationalen Gedanvon 6—10 Prozent den Anfang gemacht, und nun haben wir deren erfreuliche Auswirkung auch am Salon. Massgebend dafür war wohl kaum eine zunehmende Konkurrenzierung des mittleren Wagens durch die stark verbilligten Volks- und Kleinwagen, wie dies in Deutschland der Fall sein dürfte, wo ja 4er Vorstoss den Kleinkaliber eine der besonderen Noten der Berliner Automobilwoche war. Als einziger Abglanz dieser Neurichtung ist uns der neue kleine Stoewer begegnet, der gleichzeitig als Wagen mit Vorderradantrieb ein Kuriosum auf dem Gebiete der Kleinwagen darstellt. Ob freilich die prononciert breite Form von Motorhaube und Kühlerfront hiesigen Geschmacksrichtungen durchwegs entgegenkommt, wird erst die Praxis zeigen. Am letzten Pariser Salon hat punkto Oberbau die fast futuristisch anmutende Linienführung an einzelnen Modellen von Voisin geradezu Sensation gemacht. Die Karosserie hat wegen der besonderen Tieflage des Wagens und dem Wegfallen des Trittbrettes ein ganz originelles Cachet. das weitherum viel Anklang fand. Amilcar scheint sich dieser Richtung angeschlosser! zu haben, zeigt die Firma doch in Genf ein AUTOMOBIL-REVUE J931 -. |jo 22 D Zahnräder bei den meisten europäischen Konstruktionen oder durch Anwendung innenverzahnter Zahnräder bei einigen amerikanischen Bauarten. Da sich diese Zahnräder gegen einander nicht verschieben lassen, mussten, um ein Schalten zu ermöglichen, neue Klauen - Kupplungen ausgebildet werden. Und diese Klauen- Kupplungen bieten nun gleichsam als angenehme Zugabe noch den grossen Vorteil,, dass sie das Schalten ausserordentlieh erleichtern. Das mehr als dreigängige Getriebe, das früher einzig wegen des komplizierteren Schaltmanövers von manchen Fah- Detailansicht zum Vorderradantrieb. rern und Fabrikanten abgelehnt wurde, hat dadurch seinen Schrecken •verloren und ist entsprechend stark wieder im Zunehmen begriffen. Bei einer besonders fortschrittlichen Konstruktion ist die Schaltung sogar durch einen kleinen Handhebel vom Lenkrad aus möglich. Die Uebertragung der Schaltbewegung auf das Getriebe geschieht hier durch Unterdruck und die Schaltklauen sind als eine Art Ueberholungs-Kupplungen derart ausgebildet, dass während der Fahrt sogaf eine Bedienung der Kupplung fiberflüssig wird. Da bei allem die Konstruktion wenig teurer und komplizierter als das Normalgetriebe ist, dürfen ihr wohl grösste Zukunftsaussichten beigemessen werden. Der Ventilator wird bei modernen Motoren von der Nockenwelle oder durch Zahnräder oder Kette an» getrieben. Ein weiteres Problem, das sieh gegenwärtig des grössten. Interesses der Techniker erfreut, stellt die Anwendung eines Freiläufes in der Uebertragung dar. Allein dadurch, dass der Wagen beim Loslassen des Gaspedals ohne Mitnahme des Motors frei ausrollen kann, lassen sich Brennstoffersparnisse bis zu 20 Prozent erzielen. Ein weiterer grösserer Vorteil des Freilaufes besteht aber noch darin, dass er ebenfalls alle Schaltschwierigkeiten behebt. Während man im europäischen Automobilbau noch eifrig auf der Suche nach einem technisch völlig einwandfreien Freilaufsystem ist, haben einzelne amerikanische Systeme den Freilauf bereits in ihren Serie-Produktionen aufgenommen. Bei einer der diesbezüglichen Konstruktionen wurde in chen, so sei auch das Coupe 1 Convertible von Cadillac erwähnt, das ob seiner Formgebung viel und anerkennend diskutiert wird. Dass es sich dabei um einen Sechzehnzylinder handelt, der zu den seltenen Exemplaren dieser Spezies am Salon zählt, erhöht natürlich nur den Respekt des Beschauers. Am Talbot-Stand scheint eine besonders verheerende Sucht der Besucher, die Wagentüren zu öffnen und zu schliessen, eingerissen zu haben. Näher betrachtet, findet sich des Rätsels Lösung in der dort an einer Gangloff-Karosserie angewandten Neuheit, indem die gewöhnliche Angaltüre durch eine Schiebetüre ersetzt ist. Mancherlei Bequemlichkeit und die durch die grosse Türfläche erreichte ästhetische Wirkung geben dieser Schiebetüre ein gutes Prognostikum. Die Mercedes-Benz-Farailie hat in den ersten Salontagen noch Zuwachs erhalten. Als «Jüngstes» ist der «Mannheim- Sport», ein Sechszylinder mit Schnellgang, eingetroffen; der durch seine se,hr schmissige Form und technischen Eigenschaften selbst die eigenen Brüder gelb vor Neid werden lässt. Der Ehrenpräsidentschaft durch Bundespräsident Häberlin gibt Martini auf seinem Hoheitsgebiet sichtbaren Ausdruck durch eine dort untergebrachte, übrigens sehr trefflich gelungene Terra- Cotta-Figur, welche das markante Gesicht vorbildlicher Weise die Anordnung so getroffen, dass sich der Freilauf sofort auch ausser Tätigkeit setzen lässt, so dass man nicht darauf zu verzichten braucht, den Motor in langen Gefällen als Zusatz* Bremse zu benützen. Auf dem Gebiet der Federung betrachtet man nach wie vor als ideale Lösung die unabhängige Aufhängung aller Lager. Da jedoch auch hier die Gestehungskosten berücksichtigt werden müssen, bleibt es im allgemeinen vorläufig bei Kompromissen. Bei leichteren Wagen sucht man wenigstens die unabgefederten Massen der Hinterachse zu vermindern, wobei sich die Schwingachse bisher als am geeignetsten erwiesen hat. Der Grossteil der Konstrukteure bedient sich aber immer noch der robusten halbelliptischen Federung. Daneben hat allerdings auch die Querfederung wieder etwas an Anhängern gewonnen. Einzelheit einer Hinterrad-Schwingachse. Stossdämpfer gehören heute zur Normalausrüstung und dürften viel daztt beigetragen haben, um die Strassenhaltung und den ruhigen Lauf des modernen Wagens zu verbessern. Neben den einfach wirkenden Stossdämpfern haben im Laufe des letzten Jahres die doppelt wirkenden Systeme immer mehr' überhand genommen. Der nächste Schritt wird den verstellbaren, je nach Fahrgeschwindigkeit und Wagenbelastung regelbaren Stossdämpfer bringen, der auch schon in einzelnen Ausführungen anzutreffen ist. Eine neue Art der Zentralchassis-Schmieranj», be} der'die einseinen Sehmierleitunsten getrennt Zu einer : «Zentrale» Geführt sind. In der Bereifungsfrage haben sich fast alle Fabrikanten zugunsten des Straighfc side-Pneus entschieden. Dieser Reifen, der im Gegensatz zum früheren Wulstrei- (Schluss Seite 5) Modell, das die gleichen künstlerischen Grundsätze mit viel Geschick übernommen hat; 'Weil wir gleich von Karosserien sprekens mit der einheimischen Unternehmung ist recht geschickt und originell. Es haben einige Marken mit gutem Recht die Gelegenheit der Ausstellung benützt, um dem Beschauer zu zeigen, dass ihre konstruktive Tätigkeit sich nicht auf den Automobilbau beschränkt, sondern einen Schritt weiter gegangen ist und sich gleichzeitig der noch anspruchsvolleren Flugzeugindustrie; verschrieben hat. Die sinnfälligste Art ist die Schaustellung eines Flugzeugmotors, von dem wahre Meisterwerke der Technik einige Stände zieren. So finden wir solche Kunsterzeugnisse des menschlichen : Geistes". und Arbeit bei Hispnno-Suiza. Ein 650-PS- Motor, wie ihn in gleicher Ausführung die Flieger Costes und Bellontes für ihre Ozeantraversierung Paris—New York verwendet haben und wie er auch von der schweizerischen Armee für die Ausrüstung unseres Flugzeugparkes angenommen wurde. B'ir-- kigt, der berühmte Konstrukteur und Vater dieser Motoren, war übrigens persönlichJn_ Genf anweserd und hat auch am ErÖffnungsbankett teilgenommen. Auch Fiat zeisrt'. uns einen 550-PS-Motor seiner. .Flugmotorenbau-Abteilung. Die glänzende Bestati-" gung seiner Leistungsfähigkeit bat die'ita-' lienisebe Luftescadrille erbracht, die von, Rom nach Brasilien flog und restlos solche Motoren als Kraftspender eingebaut hatte/' (Schfuss iolstj

N«22 - 1931 AUTOMOB1L-KEVUE Nachrichten vom Salon. Der Besuch am Montag. Der vierte Tag des Salons stand nach dem Massenandrang von Samstag und Sonntag unter dem Zeichen eines ruhigeren Besuches. Zwischen den Ständen pulsierte wieder reges Leben; trotz dem schlechten Wetter verzeichnete man 6405 ausgegebene Eintrittskarten, von denen ein grosser Teil von Deutschschweizern gelöst wurden. Gegen tausend Bahnbillete wurden abgestempelt. Man bemerkte die Anwesenheit von Herrn Mario Veronesi, kaufmännischer Direktor von Alfa Romeo. Auch die Anwesenheit des berühmten Rennfahrers Marchand für Voisin wurde gemeldet, ferner die von Herrn Jacobson, Generaldirektor von Hotchkiss in Paris. Der Stand Peugeot empfing den Besuch des kaufmännischen Direktors Wyler, begleitet von Herrn du Petit Thuards, Direktor des Exportdienstes dieser Firma. Der Besuch am Dienstag. Der grosse Schneefall wirkte sich natürlich vor allem auf den Besuch der Automobilisten aus der deutschen Schweiz hemmend aus. Trotzdem wurden am Dienstag wieder 9444 Eintrittskarten verabfolgt und 1148 Bahnbillete wurden für die Rückfahrt gültig gemacht. >ckw Das Verkehrsgesetz auf der Traktandenliste der Frühjahrssession 1931 der Bundesversammlung. Am nächsten Montag beginnt in Bern die Frühjahrssession 1931. Dieselbe wird um 18 Uhr eröffnet. Als eines der wichtigsten Traktanden im National rat figuriert die Behandlung des Bundesgesetzes über Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr, zu dem der Bundesrat am 12. Dezember den Departementsentwurf und eine Botschaft erscheinen Hess. Besonderes Interesse wird bei den Automobilfahrern auch die Diskussion über die Entvölkerung der Gebirgsgegenden (Bericht zur Motion Baumberger vom 14. November 1930) erwecken. lt. Der Bundesrat verteilt den Benzinzoll 1930. In seiner Sitzung vom 10. März nahm der Bundesrat die Verteilung des Benzinzollviertels 1930 vor und setzte auch die Anteilsummen einzelner Bergkantone am Ausgleichsfonds fest, der stets 250,000 Fr. beträgt. Zu verteilen sind 8,9 Millionen Fr. Die grössten Benzinzollanteile entfielen auf Bern mit 1,25 Millionen und Zürich mit 1,04 Millionen Fr. Wir werden in einem Leitartikel eingehender auf die Verteilung des Benzinizollviertels 1931 zu sprechen kommen. lt. Die schweizerischen Delegierten an der europäischen Konferenz des Strassenverkehrs. In Genf wird am 16. März eine europäische Konferenz für die Regelung des Strassenverkehrs zusammentreten. Dieselbe wird vom Völkerbund einberufen. Der Bundesrat bestimmte in seiner Sitzung vom 10. März nachfolgende Delegierte: Dr. H. Rotlunund, Chef der Polizeiabteilung des eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes, S. Häusermann, Oberzollinspektor und Stellvertreter des Oberzolldirektors, Dr. Ratzenberger, Adjunkt auf der Abteilung für Auswärtiges des eidgenössischen politischen Departementes. Den Delegierten werden die nachstehenden zwei Experten beigegeben: R. Plumez, juristischer Beamter der Polizeiabteilung des eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes und P. Chiratin, Experte der Oberzolldirektion, so. s» Der internationale Grosse Preis 1931 im Wanken? Der Grosse Preis von Italien faiMonza auf den 24. Mai vorgeschoben. Wie die internationale Sportkommission offiziell bestätigt, wurde dem Automobilclub von Italien die Bewilligung zur Verlegung des auf den 6. September 1931 festgelegten Grossen Preises von Italien auf den 24. Mai erteilt. In den Kreisen des internationalen Autosportes nimmt man diese Meldung mit einigem Erstaunen auf, da die Aenderung geeignet scheint, das grosse internationale Sportprogramm ins Wanken zu bringen. Bekanntlich gilt der Grand Prix von Italien mit in der Bewertung der vier Grand Prix (Italien, Frankreich, Belgien und Spanien) für den internationalen Grossen Preis von 1931. Die Vorbereitungen der internationalen Rennfahrer stützten sich ohne weiteres auf das im letzten Oktober in Paris durch die internationale Sportkommission aufgestellte Sportprogramm. Durch den neuen Entscheid, der zudem relativ spät bekannt wird, dürften verschiedene Fahrer ziemlich fassungslos einem radikal geänderten Programm gegenüberstehen. Die Verwicklung der Daten kann sich um so mehr auswirken, als verschiedene Fahrer bereits für den auf den 17. Mai verlegten Grossen Preis von Casablanca rüsteten, und nun mit dem Entscheid zwischen Drolliges vom Salon Vor dem Scchsrad-Geländcwagen. Praktischer Einfübrunprslmrs in dio Motorenkenntnis. Nein, Madame, die SchwercewiclÜe sind im Entschuldigen Sie, was kostet dieser Blumen- Anitau drüben! stock? •> dem marokkanischen und dem italienischen Grossen Preis schwanken. iAn Stelle des ausgefallenen italienischen Rennens soll am 6. September auf der Rennbahn von Monza ein Grosser Preis von .Mailand.ausgetragen werden. Absage Spaniens für den internationalen Grossen Preis. Kaum dass die Nachricht von der Verschiebung des Grossen Preises von Italien offiziell bestätigt wurde, kam aus Spanien die sensationelle Meldung von dem Verzicht Voyez ses modeles 5, 9, 11 et 14 CV. - 4 et 6 cylindres den Verzicht Spaniens wird nun auch diese Abmachung'nicht mehr gelten. Ueber die Stellungnahme der übrigen nationalen Organisatoren zu dieser neuen Sachlage ist noch nichts bekannt geworden. bo. Der Grosse Preis von Tunis, der am 29. März .die, internationale .Rennsaison eröffnet, verzeichnet bereits jetzt folgende vielversprechende Nennungen : 1. Maserati 'E.' (Maserati 16-Zylinder); 2. Droyfus (Maserati 2500 cem); 3. Blondetti (Maserati 2500 com); 4. Fagioli.L. (Maserati 2500 cem); 5. Vaizi (Bugatti 2300 cem); 6. Lehoux (Bugatti 2000 ecm); 7. Ganpiliät (Bugatti 2000 cem); 8. Czaikowski (Bu- Sjatti 3000 cem); 9. Töselli (Bugatti 2000 cem); 10. Hartaann (Bugatti 2000 cem); 11. Roux (Bugatti 2000, cem); 12, Frau Itier (Bugatti); 13. Etancelin (Bugatti 2000 cem);, 14. Giraud-Ca.baiiton (Salmson). Bergrennen von Chanteloup. Trotz des schlechten Wetters gestaltete sich das vom A.C. deTHe-de-France organisierte klassische Bergrennen von Chanteloup zu einem traditionellen grossen Erfolg. Die .Resultate: .i Touren wagen: .5000 cem: 1. Senechal (Ford). 1' 22", 2. Senechal (Delage), 1' 2-5" %. Sportwagen: 750 cem : 1. Gauthier (Rosengart). 1' 33" %. 1100 cem : 1. Lopieard (Donnet), 1' 17" %. 1500 cera : 1. Senechal (Bugatti), 1' 6" % (KB.)". .3000 cem • 1. Branet (Bugatti), 1' 7" % (R.B.). 5000 com : 1: Ivanowski (Chrysler), 1' 19" (R.E.). Rennwagen- 1500 cem: 1. Giraud-Cabantous (Caban), 1' 4" % , (R.B,), 66 km 666 (bestes Stundeninittel aller Automobile). '5000 cem • 1. Bonne. (Omesa-Six), 1' 15" H. - Campbell hat neue Pläne. Campbell erklärte,, er, werde sofort, nachdem sein neuer Weltrekord wieder, geschlagen würde, mit einem neuen Weltrekordversuch antworten. Für den- Moment bezeichnet er als den einzigen gefährlichen Aspiranten Wizard Smith, der einen Rennwagen besitzt, dessen Karosserie dem Wagen , Segraves sehr stark gleicht, während der Motor Aehnlichkeit mit dem-des «Blauen Vogels» aufweist. Smith wird in nächster Zeit seinen Rekordversucli durchführen. - mb. Spaniens an der Organisation des internationalen Grossen Preises von vier Rennen zu je zehn Stunden Dauer. Durch diesen Entscheid, Der Grosse Preis von Monte-Cario verzeichnet bereits eine Reihe von bedeutenden über dessen Gründe noch nichts Definitives bekannt geworden ist, dürfte der internationale Grosse Preis von 1931 einer Krise entsanten Rennen vom 19. April wird Bugatti, Nennungen. An dem ausserordentlich interesgegengehen, über deren Ausgang man sich wie schon gemeldet, durch Chiron vertreten kaum im klaren ist Nach dem Entscheid der sein; seine beiden Stallgenossen, Varzi und vier organisierenden Clubs wurde jedem Bouriat, werden ebenfalls am Starte sein, voraussichtlich auch der in Nizza wohnende Fe- Grossen Preis 100 000 Fr. an Preisen zur Verfügung gestellt, deren Verteilung dann derico Töselli. Alfa Romeo ordnet Borzzac- Nuvölari, Arcahgeli und Zehender ab, nach der Bestimmung des Siegers des in-chiniternationalen Grand Prix erfolgt wäre. Durch während Maserati durch Biondetti, Fagioli COWLEY - OXFORD SALON GENEIVE STAND Mo. 33 Distributeurs officiels: GILLABERT & Cie. Rue des Sources GENEVE Telephone 50.504 t: 4 •• i und den letztjährigen Sieger des Rennens, Dreyfus repräsentiert sein wird. bo. Sternfahrt nach Budapest. Die internationale Sternfahrt nach Budapest anlässlich der grossen Budapesten Autowoche über die Osterfeiertage verzeichnet bereits eine grosse Zahl von internationalen Nennungen. Der erste Preis der Sternfahrt nach Budapest beträgt 5000 Fr. Die Ankunft ist auf den 3. April festgesetzt. Bis zum heutigen Datum halben sich für die Sternfahrt gemeldet : Startort Gibraltar: D. Healy (Riley), (Sieger der Monte Carlo-Sternfahrt), Okoliosanyi (Daimler). Fr. Wiesengruiid (B.M.W.), A. Jaufer .(Steyr), Frau L. Bahr (Steyr). Amsterdam: E. Collignon (F.N.), Sprenger v Ejk (Graham P.), Br. Keutz (X...). Bukarest; J. Macri (Alfa Romeo), E. Ettinget (Daimler). G. Cäton (Fiat), Prinzessin Sturdza (Fiat), E. Butculescu (Chrysler), G. Nadu (Chrysler), E. Urd,ariano (Fiat), G. Gantacuzene (Buick), B. Poenaru (Chrysler). Brüssel: R. Colet (Fiat). John O'Groats: T. W. Loüghborongh (X...). Pi&g: A. Vero (Graham-Paige). I/wow: E. Grossmann ' (Praga), A. Nalhusiu« (X...). R, v.< Smidaich (Steyr). Warschau: G. \: • KoVer- (Do Soto). Hamburg: -Ä. Pongracz- (Maybach). Strassburg: C. L. Börne* (Mercedes). Stockholm: E. Rohner (N'.A.G.). Nach dem Kilometerrennen von Saconnex Neue Rekorde. • Tourenwagen. Klasse Fahrer Marke 750 cc. Marldewicz (Rosengart) 1100 cc. Rouviere (Fiat) 1500 cc. Keller (Alfa Romeo) 2000 cc. Bouvier (Ansaldo) 3000 cc. Urne Dold-Uster (Bugatti) 5000 cc. Muff (Chrysler) 8000 cc. Goy (Delage) Sportwagen. 350 cc. De Loys (Monet-Goyon) 1100 cc. Boisnier (Amilear) 1500 cc. Schneider (Derby) 2000 cc. Strittmatter (Bufatti) 3000 cc. Wehrli (Alfa Romeo) 5000 cc ""Muff (Chrysler) 8000 cc. Riach (CPackaxd) über 8000 «c Blaettler Jahr 1931 1928 1931 1927 1931 1931 1928 1926 1927 1931 1928 1931 1931 1928 Zeit l.ifi.6 1.03.8 49 8 1.04.2 52.8 45.0 49.0 2.22.0 MA 47 4 40.4 32.4 42.8 45.8 1928 35.6 Rennwagen. 1100 cc. Sarbach (Amilcar) 1923 S6.0 iVXJcc Witt wer (Buaatti) 1931 ---48.+ 2000 cc. Siuber CBugafii) 1931 30.6 3000 cc. .Meile Münz (Büeatti) 1931 52.2 5000 cc. Escher (Bujratti) 1928 34.4 Die Rekordhalter. 1925 Segärd (Pänharä) Classe 5000 cc. 48.8 1927 Dr. Karrer (BiigatU) Classe 2000 cc. 38,2 1928 Escher (Bugatti) Classe 5000 cc. 34,4 1931 Stufrer; (BuBälti) Glässe 2000 cc. 30,6