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E_1931_Zeitung_Nr.019

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - No 19 Aus dem Gerichtssaal Strafrechtliche Erfassung von Strolchenfahrern Im Kanton St. Gallen. Nachdem kürzlich die Rekurskommission des thurgauischen Obergerichtes sich grundsätzlich zur strafrechtlichen Erfassung von Autostrolchenfahrern ausgesprochen hat, folgt nun heute die Strafkammer des st. gallischen Kantonsgerichtes mit einer prinzipiellen Einstellung, die zeigt, dass dem Autostrolchentum zukünftig etwas schärfer zu Leibe gerückt werden soll und kann. Es geschah dies bei der Erledigung einer Autostrdlchenfahreraffäre, die bereits in der Oeffentlichkeit lebhaft erörtert wurde. Zwei vorbestrafte Subjekte entwendeten im gegenseitigen Einverständnis in St Gallen am letzten Pfingstsamstag ein Auto, mit dem sie eine Spritztour an den Bodensee machten, um dann den Wagen ohne Betriebsstoff in Rorschach stehenzulassen. Am gleichen Abend eigneten sie sich wieder auf einem öffentlichen Parkplatze in St. Gallen ein zweites Auto an, mit dem sie über die Pfingstfeiertage Kreuz- und Querfahrten im Appenzellerlande machten, um dann auf der Rückkehr das Vehikel ohne Benzin vor der Stadt beschädigt stehenzulassen. Das Bezirksgericht St. Gallen hatte nun den Wagenführer S. wegen Diebstahl von Benzin und Oel und mutwilliger Eigentumsbeschädigung zu drei Monaten Arbeitshaus verurteilt, den Mitbeteiligten G. aber nur wegen Diebstahl zu 14 Tagen Gefängnis. Vor der Strafkammer als Appellationsinstanz ging die Staatsanwaltschaft mit der ersten Gerichtsinstanz darin einig, dass in der vorübergehenden Aneignung eines Autos kein Diebstahl im Sinne des Strafgesetzbuches vorliege und dass der Verbrauch des vorhandenen Benzins und Oels als qualifizierter Diebstahl zu bestrafen sei, wie das auch in andern Kantonen Rechtsgrundsatz ist In der Beschädigung des Wagens aber dürfe nicht bloss mutwillige Eigentumsbeschädigung erblickt werden, sondern hier lägen vorsätzliche Begangenschaften, Bosheit, böser Wille und Eigennutz vor. Mit der Abnützung des Autos auf der 350 bis 400 Kilometer langen Pfingstfahrt sei auch eine gewisse Entwertung des Wagens Hand In Hand gegangen, die sich als Sachschädigung, auswirke und logischerweise ebenso strafbar sei wie der Verbrauch von Benzin und Oel. Was den mitfahrenden G. anbetreffe, so sei er grundsätzlich in gleichem Umfange strafbar zu erklären wie der am Steuer sitzende S.; die beiden hätten in beidseitigem Einvernehmen gehandelt, ohne Widerspruch von irgendeiner Seite und deshalb sei G. Mittäter für alle Begangenschaften, nicht nur für den Diebstahl von Benzin und Oel. Die Strafkammer des st gallischen Kantonsgerichtes hat nun in teilweiser Abänderung des erstinstanzlichen Urteils beide Angeklagte des qualifizierten Diebstahls und der böswilligen und eigensüchtigen Eigentumsbeschädigung schuldig erklärt und gemäss den Anträgen der Staatsanwaltschaft den einen zu drei Monaten, abzüglich ein Monat Sicherheitshaft, und den andern zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Ein unaufgeklärter Autounfall an der Axenstrasse. Vor dem Basler Strafgericht wurde jüngst das gerichtliche Nachspiel eines auch heute noch unabgeklärten Automobilunfalles ausgetragen. Ein 32jähriger Mechaniker und ein öljähriger Schreiner aus Basel waren in nicht ganz leicht begreiflicher Art (wir werden gleich sehen wie) auf der Axenstrasse verunglückt. Ihr Bericht war in manchen Punkten widerspruchsvoll und auch sonst unglaubwürdig, so dass die Versicherungsgesellschaft, bei der der Wagen versichert war, festigen. Als er aber das rechte Hinterrad Verdacht schöpfte, es könnte sich um einen Versicherungsbetrugsversuch han- befestigen wollte, hob er den Wagen unvordeln und Anklage erhob, der die Staatsanwaltschaft Folge leistete. Der Prozess endigte — nehmen wir es voraus — mit einem Freispruch der beiden Angeklagten. Der Eindruck, den die Verhandlungen zurückgelassen, ist jedenfalls ein recht peinlicher. Nimmt man an, es handle sich wirklich um einen Versicherungsbetrug, so bleibt die nicht sehr erfreuliche Feststellung, dass es trotz der energisch und gründlich durchgeführten Untersuchung nicht gelang, die Täter zu überführen, nimmt man dagegen an, das Unglück habe sich ohne «Nachhilfe» ereignet, so bleibt der auch nicht sehr angenehme Eindruck zurück, dass die Angeklagten sich nicht völlig vom Verdachte haben reinwaschen können. Die Sache trug sich folgendermassen zu: Die beiden Angeklagten fuhren in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni des letzten Jahres von Basel über Zürich, Eichtung Gotthard. Schon der Zweck der Fahrt ist nicht ganz offensichtlich. Angeblich wollte sich der Schreiner, der überdies arbeitslos war, den Tessin ansehauen und in Chiasso einen Gärtner, namens Meier besuchen, den man aber nicht ausfindig machen konnte. Auch scheint es nicht sehr glaubhaft, dass ein arbeitsloser Schreiner, der Frau und Kind hat und sich in Flüelen Fr. 15 ausborgen musste, um die Hotelrechnung begleichen zu können, ein so grosses Bedürfnis verspürt haben soll, den Tessin kennenzulernen. Auf der Axenstrasse ereignete sich sodann der Unfall. Unmittelbar vor einer Linkskurve, zwischen dem Hotel Tellsplatte und der Axengalerie, soll der Wagen den Kurs verloren haben, habe einen Randstein gestreift, sei hart an einer Baumgruppe vorbeigefahren, und dann, weil das linke Vorderrad über einen Schutthaufen fuhr, nach rechts abgerutscht und gegen einen Baum gefallen, der auf einem Felsvorsprung stand. In einer recht ungemütlichen Situation blieb der Wagen still: Die Vorderräder hingen über einen 80 Meter tiefen Abgrund. Die Insassen krochen sorgfältig aus dem Wagen hinaus. Während der eine Hilfe herbeiholte, versuchte der andere den Wagen mit Stricken an Bäumen zu be- sichtigerweise ein wenig, so dass dieser abrutschte und in die Tiefe fiel. Der angeklagte Mechaniker, der den Wagen führte, gab als Grund des Unfalles an, die Steuerung habe versagt. Tatsache ist, dass die Steuerung des Wagens schon vorher nicht gut funktioniert hat. Unter den Trümmern fehlte ausserdem der Steuerbolzen. In der Untersuchung wurde aber festgestellt, dass dieser erst auf dem Felsen abmontiert worden sei. Das Schraubengewinde war vollkommen sauber, und die Spurstangen passten genau aufeinander. Da kaum jemand anderes als die Angeklagten ein Interesse daran gehabt haben können, die Steuerbolcen wegzutragen, so dürfte dies der schwerste Verdachtsmoment sein. Gegen sie sprach auch der Umstand, dass sich beide in schlechten finanziellen Verhältnissen befanden, und dass vor einem hal* ben Jahr ein anderer Wagen des Mechanikers unter verdächtigen Umständen verbrannt ist und sehliesslich, dass dieser einem Ortspolizisten gegenüber erklärte, das abgestürzte Auto sei nicht versichert gewesen. Hingegen kann den Abweichungen, die die verschiedenen Berichte der beiden Angeklagten aufweisen, keine grosse Bedeutung beigemessen werden. Entgegen den Ausführungen des Staatsanwaltes scheint es uns eher ganz natürlich, dass sich beim raschen Ablauf des Unfalles und infolge der Schreckwirkung nicht jede einzelne Phase eingeprägt hat. Das Gericht konnte sich vor allem aus zwei Gründen nicht zu einer Verurteilung entschliessen: 1. hat ein Experte versucht, den Spuren am Unglücksorte zu folgen und hat festgestellt, dass es überaus schwierig sei, den Kurs absichtlich innezuhalten. Man kann sich also nicht gut erklären, wie es die Angeklagten angestellt hätten, um den Wagen in die Lage zu bringen, die er unmittelbar vor dem Abstürze innehatte. 2. brachte die Sache dem Angeklagten gar keinen finanziellen Vorteil. Er hatte nämlich bisher bloss hundert Franken an den auf Abzahlung und unter Eigentumsvorbehalt gekauften Wagen bezahlt. Da — trozdem die Versicherung auf Fr. 7500 abgeschlossen war — hätte die Gesellschaft bestimmt weniger als den Kaufpreis zurückerstatten müssen. Diese Praxis musste aber dem angeklagten Mechaniker, der Inhaber eines Taxigeschäftes ist, bekannt sein. Es ist also höchst unwahrscheinlich, dass er für ein so zweifelhaftes Geschäft sein Leben aufs Spiel gesetzt hätte. • • • Der Kongress der polnischen Automobil- Clubs. Dieser fand im Januar in Warschau statt. Aus dem abgelegten Rechenschaftsbericht 1930 ergibt sich, dass im Laufe des verflossenen Jahres 24 Rennen veranstaltet wurden. Als Champion Polens für das Jahr 1930 ist Graf M. Potocki erklärt worden. Unter den Veranstaltungen internationaler Natur im Jahre 1931 seien folgende aufgezählt : 7. Juni, Krummstreckenrennen, veranstaltet vom Automobilclub Lemberg; 21.-28. Juni, Internationaler Raid des Polnischen Automobilchrbs: 16. August, Tätrarennen. SPRITZEN SIE IHR AUTO SELBST „BROOKLAND" -Zelluloselacke, sofort trocken, schnell verarbeitet, äusserst haltbar, besonders schön glänzend, gibt dazu bei einfacher Bearbeitung eine Oberfläche von seltener Pracht, Glätte und Gleichmässigkeit als von der gewandtesten Malerhand, E.J.WALTER ZÜRICH 1 SUüsto. 65-69 Farbspritzpistole kompl. Fr. 17.50 DER STABILISATOR verhindert das so gefährHohe Shimmy oder Schlingern der Vorderräder; stabilisiert die Steuerung, wodurch Sie Ihren Wagen sioher in der Hand haben; gibt Ihrem Wagen einen angenehmen, ruhigen Gang; schützt Steuerung, Motor und Pneus ; ist an jedem Wagen ohne weiteres leioht anzubringen. 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N»l - 19S1 AÜTOMOBILJREVUB 1 ;; 15 Genfei Der Eröffnungstag. Genf, 6. März 1931. Auf die Fahrt zum Salon nach Genf hat man sich immer gefreut. Nicht ausschliess- Mch aus fachlichen Gründen der Ausstellung fcalber, sondern wegen der Fahrt selbst Es Dfar gewöhnlich nach überstandenem Winter die erste Frühlingsfahrt, die uns den Lac L&- man und Genf im Reize der wärmenden Märzsonne präsentierte. Diesmal freilich tnussten wir gründlich auf den landschaftlichen Qenuss verzichten und im Gegenteil unsere ganze Aufmerksamkeit darauf konzentrieren, dass der Wagen trotz Schnee und Regen seine Bahn nicht verliess. Wenn der regenverhängte Himmel keineswegs die rechte festliche Staffage abgab, so pulsiert doch in Genf seft Freitagmittag das echte, alte Salon-Leben und -Treiben. Schon am Bahnhof hatten sich ausser den Offiziellen «ine Menge Neugieriger eingefunden, um den Empfang der Ehrengäste aus Bern zu sehen. Denkbar einfachste Zeremonie: Herr Bundespräsident Häberlin in Begleitung von Dr. Rothmund sowie Herrn Dr. Mende, Zentralpräsident des A. C. S., wurden von Komittierten kurz begrüsst und schon hatten die Herren in der Suite der prächtigen Autos Platz genommen und entschwanden den Blicken der Neugierigen Richtung Hotel des Bergues. Auch dort wiederum die übliche glänzende Versammlung der Spitzen von Behörden, Handel, Industrie und Sport Das Bankett, das gegen 300 Gäste vereinist haben mag, bildete den Auftakt zu den drei mit Spannung erwarteten Reden. Herr R. Marchand, der nimmermüde Organisator des Salons, übernahm in der glänzenden welschen Beredsamkeit den Willkomm der Ausstejlungsinstanzen. Seine Ausführungen sind an anderer Stelle wiedergegeben. Herr Bundespräsident Häberlin, stürmisch applaudiert, folgte mit seinen trefflichen, von fei- VER VERNICKEIN CHRO Bindern Richi.StGallGn Grösstes Lager in amerikan. Auto-Ersatzteilen Prompte Bedienung Billigste Preise S. A. ACAR A.-G. Lausanne Zürich 4. Plaoedu tunnel Bleloherweg 5a T«l. 32.667 Tel. 31.261 HecHwenn&B Salon nem Humor imprägniertön Gedanken, die wir noch in der heutigen Freitag-Ausgabe veröffentlichen konnten. Der Genfer Staatspräsident beschloss den Reigen mit den Worten des Dankes an die Organisatoren der Ausstellung und hoher Anerkennung für den Besuch unseres obersten Magistraten. Die Geladenen. Die Herren Regierungsräte Lor6tan (Wallis), Bovet (Freiburg), Dr. A. Rudolf (Bern). Calaine (Neuenburg), Bujard (Waadt), Moriaud (Genf), Lachenal (Genf), Desbaillets (Genf), Turettini (Genf), Bron (Genf), F. Martin (Genf), ferner die Herren Nationalräte Steinmetz, Rochaix, Bonnet. Gottret. Adrien Lachenal. Im weitern: Sarrasin, Kommandant des 1. Armeekorps; Guisan, Oberstdivisionär; Dr. Rothmund, Chef des eidg. Polizeidepartementa, in Bern; Duchs, Rektor des Eidg. Polytechnikums, Zürich; Bolla, Bundesrichter; Alphonse Graz. Generalprokurator. Genf; Dr. Meile, Direktor der Basler Mustermesse; A. Faillettaz, Präsident des Comptoir Suisse; Muret, Direktor des Comptoir Suisse; Megevet, Präsident der Schweiz. Syndfkalkammer der Automobil- und Fahrradindustrie; Kündig, Präsident der ASPA und F.I.T.C.R.; Gaffner, Präsident d. Syndikates der Motorradimporteure; Dr. Henneberg, Zentralpräsident des T.C.S.; Dr. Mende. Zentralpräsident des A.C.S.; Primault, Geschäftsführer des A.C.S.; Decrauzat, Präsident der N.S.K. des A.C.S., Hoffer. Präsident der Syndikatskammer schweizerischer Garagen; Patterson, Generalkonsul von Grossbritannien in Genf; Amö-Leroy, französischer Generalkonsul in Genf; Hignette, Handelsattache der französischen Gesandtschaft in Bern; Albert Thomas, Präsident des Internationalen Arbeitsamtes in Genf; Viple, Kabinettschef des Internationalen Arbeitsamtes; Juillet, Präfekt von Obersavoyen; Quinclet. Generalsekretär des T.C.S.; J. B. Pons, Stadtrat von Genf; Dallensat, Stadtrat von Genf; Naine, Stadtrat von Genf; Uhler, Stadtrat von Genf; Ch. Burklin, Präsident des Genfer Grossen Rates, etc. Ein imposanter Zug von gegen hundert Wagen aller Marken brachte Offizielle und Gäste zum Salon, um die Eröffnung der Ausstellung mit einem Rundgang durch die Stände abzuschliessen. Der Bundespräsident zeigte reges Interesse an der prächtigen Schau, die sich bezüglich Beschickung und Ausstattung würdig an ihre Vorgänger anreiht. Es würde zu weit führen, wollten wir die Tournee des Ehrenvorsitzenden im Detail verfolgen. Es sei uns aber dennoch gestattet, darauf hinzuweisen, dass sich dieoffizielle Gruppe besonders eingehend mit den Ständen der beiden grossen Automobil-Landesverbände befasste. Gerade die offiziellen Führer und die Kartenwerke des T. C. S., der den Automobilisten wohlbekannte Ch Touring und Europa Touring schienen das besondere Interesse der hohen Gäste erweckt zu haben und Herr Quinquelet, der für den T. C. S. die Honneurs machte, orientierte über das Wesentlichste dieser bekannten touristischen Hilfsmittel. Mittlerweile drängte eine elegante Menge durch die der Oeffentlichkeit nunmehr freigegebenen Hallen und gab dem ersten Salontag das vornehme Gepräge, das im Genfer Milieu doppelt wirkungsvoll zur Geltung kommt. Ausstellerund Komitee hoffen freilich, dass nun auch der Wettergott ein Einsehen haben möge, um dem glänzend gelungenen Debüt eine Serie von Salontagen folgen zu lassen, die auch in geschäftlicher Hinsicht der Automobilwoche 1931 zu einem Erfolg Verhelfen. Zum Kilometer-Rennen In Genf. Definitive Startliste. Die beiden ersten Trainingstage waren nichts weniger als einladend. Unfreundlicher Eegen und Wind empfingen die unbeirrbaren Sportleute, die sich zu den ersten Uebungsläufen für den Eröffnungstag der diesjährigen Rennsaison einfanden. Am Donnerstag glich das Training, punkto Frequenz, mehr einem schüchternen Versuch, dem nur wenig Autos, dafür ein gutes Dutzend Motorräder oblagen. Am Freitag war das Interesse von seite der Fahrer schon wesentlich grösser. 31 Automobile und 25 Motorräder haben sich bis zum Ablauf der offiziellen Meldefrist eingeschrieben! Ein Resultat, das auch die Optimisten unter den Organisatoren, die sich bekanntlich aus der Mitte der Sektion Genf des A. C. S. rekrutieren, kaum erhofften. Es ist ein um so erfreulicherer Auftakt, als wir dies sicherlich als recht ermutigendes Omen für die noch folgenden Veranstaltungen der Saison deuten dürfen. Die nachfolgende Liste öie fuhr mit ihrem Stadt-Coup6 um Einkäufe zu machen jetzt schnell zum Blumenhänd- J ler und dann noch zur Modistin. Zahlreich und mannigfaltig sind die Pflichten, welche das heutige Leben der modernen Dame in Home und Gesellschaft auferlegt. Pünktlich zu sein, war einst die Höflichkeit der Monarchen. Heute ist es eine allgemeine Regel des guten Tones und,insbesondere für die Dame, Ehrensache. 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Auf alle Fälle wird es äusserste Anstrengung kosten, um die von W. Escher auf Bugatti aufgestellte Tagesbestzeit zu überrennen. Und nun die Startliste : Touren. Klasse 110»—1500 cem: Keller (Alfa-Romeo), Guntern Georges (Bugatti). Klasse 1500—2000 cem: Petley Ch. (Lagonda). Klasse 2000—3000 cem: Netlochs (Lancia), Mme. Dold-Uster (Bugatti), Brunner (O.M.). Klasse 3000—5000 cem: Muff (Chrysler), Zwimpfer (Chrysler), Dr. Karxer (Bugatti). R. Duval (Chrysler). Sport. Klasse 750—1100 cem: Harkiewicz (Rosengart). Klasse 1100—1500 cem: Kramer (Peugeot), Schneider (Derby). Klasse 1500—2000 cem: Comte Lurani (Alfa- Romeo). Klasse 2000—3000 cem: Wehrli (Alfa-Jlomeo). Dr. Karrer (Bugatti). Klasse 3000—5000 cem: R. Duval (Chrysler); Schiagenhaufen (Ford). Mme. Sclrwartz (Lorraine). Zwimpfer (Chrysler), Muff (Chrysler). Renn. Klasse 750—1100 cem: Stuber (Peugeot), Wittwer (Bugatti), Hrch. Kessler (Amilcar). Klasse 1500—2000 cem: Martinet (Imperia), Stuber (Bugatti), G. Avondet (Bugatti), Mlle. Munat (Bugatti), W. Obi (Mercedes). Klasse 2000—3000 cem: Mandkola (Alfa-Romeo). Klasse 3000—5000 cem: Bouriat (Bugatti). Chiron. der das Rennen ursprünglich bestreiten sollte, musste leider davon absehen, da er sich bei seinem Skisport, dem er zur Zeit in Gstaad obliegt, eine Muskel Verzerrung in der Schulter zugezogen hat. Die Verletzung gestattet ihm nicht, das Steuer mit der erwünschten Sicherheit und Präzision zu führen. Immerhin ist in Bouriat ein vollwertiger Ersatz vorhanden, der dem bestehenden Rekord hart zu Leibe rücken wird. 6ÄRAGES PIERRE ERNENS na at« m ie GEfMEVEl Wirklicht nu ni OCCASION ! Wegen Nichtgebrauch 6-Pläizer-Umousine MINERVA 6 Zylinder, mit allen modernen Schikanen ausgerüstet, sehr schöner Wagen, wie neu und tadellos im Stand, aus Privathand. Offerten sind zu richten an: Steuerungen u. Kupplungen A.'G., Oerlikon, woselbst der Wagen jederzeit besichtigt werden kann. 48796 * hi*i>* kiAiiA A vindrt CAMION CHEVROLET 6 cyl., mod. 1030, roule 3000 km. 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