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FMC DENKSTOFF N°2 Für

FMC DENKSTOFF N°2 Für Versicherer Für Kantone, Regionen und Gemeinden • Krankenversicherer schliessen mit Leistungserbringer- Organisationen Verträge ab, die auch die Patientenzentrierung bzw. den Einbezug der Patienten und deren Angehörige in die medizinische Entscheidfindung stärken. • Kantone oder Regionen initiieren zusammen mit Patienten-Organisationen und Gesundheitsligen Kompetenzzentren (Patientenuniversitäten), in denen sich Patienten und deren Angehörige unabhängig weiterbilden und beraten lassen können. • Krankenversicherer fördern das Einholen von Zweitmeinungen durch Patienten als wichtigen Baustein zu mehr Beteiligung der Patienten in der medizinischen Entscheidfindung. • Krankenversicherer initiieren zusammen mit Leistungserbringer-Organisationen Pilotprojekte zu neuen Vergütungsmodellen. Gleichzeitig modifizieren sie in Absprache mit ärztlichen Fachgesellschaften bestehende Vergütungsmodelle mit dem Ziel, mehr Anreize für eine stärkere Patientenzentrierung zu setzen. • Krankenversicherer verstärken ihre Social Media- Aktivitäten, damit sich zum Beispiel Patienten mit chronischen Krankheiten in entsprechenden Communities austauschen können. • Krankenversicherer setzen sich im Namen ihrer Versicherten für mehr Transparenz in der Leistungserbringung und insbesondere deren Qualität ein. • Krankenversicherer unterstützen Projekte, welche die Gesundheitskompetenzen der Patienten und Angehörigen oder die Patientenzentrierung der Leistungserbringer fördern. • Bund und Kantone fördern den Austausch von Erfahrungen und Best Practice zu Patientenzentrierung zwischen den Akteuren. • Bund und Kantone können Entwicklungsprojekte (finanziell) unterstützen, welche die Patientenkompetenz und Patientenzentrierung fördern. • Kantone formulieren eine eHealth-Strategie und schaffen die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für den Aufbau von Stammgemeinschaften bzw. das elektronische Patientendossier. • Kantone unterstützen Befragungen zu Patientenzufriedenheit und Patientenzentrierung als wichtige Qualitätsindikatoren und setzen sich für deren Veröffentlichung ein. • Kantone und Gemeinden beteiligen sich an Unterstützungsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund mit dem Ziel, deren Gesundheits- und Patientenkompetenz zu stärken. 30

PATIENTENBILDER Ausgewählte Literatur Für andere Anbieter • Unternehmen mit breiter Kundenbasis bieten Dienstleistungen für Versicherte und Patienten an mit dem Ziel, deren Handlungs- und Entscheidungskompetenz im Gesundheitswesen zu erhöhen. Bundesamt für Gesundheit (BAG 2013) Die gesundheitspolitischen Prioritäten des Bundesrats, www.bag.admin.ch/gesundheit2020/index. html?lang=de (Stand: 19.10.2015) • Medienunternehmen entwickeln zusammen mit Leistungserbringer- oder Patienten-Organisationen Gesundheitsmagazine, die in erster Linie die Sicht der Versicherten und Patienten einnehmen und sie darin unterstützen, eine aktive(re) Rolle im Gesundheitssystem einzunehmen. Bundesamt für Gesundheit (BAG, 2015) Patientenrechte und Patientenpartizipation in der Schweiz, http://www.bag.admin.ch/themen/ gesundheitspolitik/15437/index.html?lang=de (Stand: 19.10.2015) • Telekommunikationsunternehmen entwickeln (zertifizierte) Patientenportale, einerseits für den Zugang zum elektronischen Patientendossier, anderseits als Plattform für digitale Angebote zur Stärkung der Gesundheits- und Patientenkompetenz. • IT-Anbieter entwickeln Lösungen (Software, Apps), mit denen Versicherte und Patienten ihre eigene Behandlung und Betreuung koordinieren und unterstützen können (z.B. Arzt-/Therapie-Terminen verwalten, die korrekte Medikamenten-Einnahme gewährleisten, die körperliche Bewegung erfassen, mit Kostenträgern abrechnen, Fahr- und Mahlzeitendienste organisieren). Gerteis M. et al. (1993) Through the patient’s eyes: understanding and promoting patientcentered care. The Jossey Bass Health Series Gigerenzer G., Muir Gray JA. (2011) Better Doctors, Better Patients, Better Decisions: «Envisioning Health Care 2020». Strüngmann Forum Report, vol. 6. Cambridge, MA: MIT Press Nagel G. (2009) in: Klusen N, Fliessgarten A, Nebling T (Hrsg.): Informiert und selbstbestimmt. Der mündige Bürger als mündiger Patient. Nomos: 97–109. SAMW (2015) Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften. Gesundheitskompetenz in der Schweiz – Stand und Perspektiven http://www.samw.ch/de/Publikationen/ Positionspapiere.html (Stand 19.10.2015) 31

BOGESUND Ausgabe Nr. 2 / 2018
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BOGESUND Ausgabe Nr. 4 / 2017
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