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E_1931_Zeitung_Nr.024

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Brennenden Auges riss

Brennenden Auges riss der andere ihn wieder hoch, und sie rangen von neuem. Schneller, schneller, ihre Füssedort auf der Eisentreppe! Jetzt fielen beide eng umschlungen zu Boden. Mit tierischer Wildheit packte Biggs seines Feindes Kopf und schlug ihn mehrmals gegen das Eisen der Plattform. Erst als er. keine Bewegung in dem Körper unter dem seinen spürte, stand er schwer atmend auf. Drei uniformierte Männer keuchten die letzten Stufen herauf. «Er hat ihn!> rief der erste. «Gott sei Dank!» Nach ein paar Minuten wilden Durcheinanders, Fragen, Lachen und ein paar Schlückken aus einer Flasche, die einer der Männer Biggs bot, sagte der Führer der drei: «Was für ein schreckliches Erlebnis für Sie! Aber ein Trost: der Mann ist aus einer Irrenanstalt entflohen — fünfhundert Pfund sind als Preis für seine Festnahme ausgesetzt. Wollen Sie mit uns kommen, Herr?», entnehmen der originellen «Auto- Ton Otto Willi Gadl (Berjstadtverlag Wilh. GottL Korn in Breslau), da* nachstellende, auszugsweise widergegebene Kapitel. Der Kranke wurde gefesselt. Samuel begleitete sie. Am nächsten Morgen wartete er vor der Tür auf den Postboten und nahm ihm einen Brief ab, den er heimlich in die Tasche steckte. Der Brief trug seine eigene Handschrift und das Postdatum des vorigen Tages halb vier Uhr nachmittag. Verstohlen las er ihn, ehe er zu seiner Frau hineinging. «Ich habe genug von diesem Leben, und sobald ich diesen Brief aufgegeben habe, werde ich vom Turm in Whitelake hinunterspringen. Ich habe diesen herrlichen Tod gewählt: ein Tod ohne Schmerz, ohne Bewusstsein. Lebe wohl, Marta. Wenn Du diese Zeilen liest, bin ich nicht mehr.» Samuel Biggs setzte sich müde, tief aufatmend an den Frühstückstisch. «Man muss es nur erwarten können!» erklärte er stolz. «Nur nicht die Hoffnung aufgeben! Mit diesen fünfhundert Pfund, Marta —> Abenteuer der Landstrasse In Lebensgefahr! «Ja,» sagte einer meiner neu gewonnenen Freunde, «einmal da hätte es uns beinahe gepackt! » «Was hätte Sie gepackt?» «Es!» «Hm! Zusammenstoss?» «Etwas viel Schlimmeres!» Er nahm einen kräftigen Schluck und setzte dann das Bierglas mit hartem Ruck auf den Filz zurück. »Kennen Sie die Kesselbergstrasse?» «Von Kochel zum Walchensee hinauf? Und ob!» «Dann wissen Sie ja selber, was für Kurven die Strasse macht. Eine hinter der andern und eine enger als die andere.» «Die Steigung ist aber nicht übermässig», warf ich ein. « Starke Wagen nehmen sie Im dritten Gang.» «Schon, schon! Aber fahren Sie mal im Winter da runter, bei Schnee und — ohne Bremsen!» «Waaas? Ohne Bremsen? Sind sie denn —» Der andere nickte: — ohne Bremsen hertmtergeschlittert!» «Ja, wie ging denn das zu, Mann? Es kön. AlJTöMOBIE£REVUE nen doch nicht beide Bremsen zugleich versagen?» «Doch! Während der Fahrt ist der Bremsausgleich an der Fussbremse gebrochen. Die verdammte Kälte muss das Material spröde gemacht haben. Für vierzig Grad unter Nuil ist eben unser alter Kasten nicht gebautf» «Und die Handbremse?» «Hält den Wagen nicht, wenn er schon mal Tempo hat!» «Und hatten Sie denn nicht den zweiten Gang drin?» Der Chauffeur schüttelte trübe den Kopf. «Nein! Zwanzigmal schon bin ich da runtergefahren, immer im dritten Gang. So wild ist ja das Gefälle zumeist nicht. Aber man sollte doch lieber — na, hinterher ist leicht reden! Also ich fahre da über das erste Stück nach der Passhöhe mit gut vierzig; Tempo. Die Strasse fällt da auf einen halben Kilometer Länge ja nur wenig. An der ersten Linkskehre korrfmt mir der kleine Lastwagen vom Hotel Urfeld entgegen. Der Kerf hat kein Signal gegeben, denkt natürlich, im; Winter wäre er allein da! Ich seh ihn ersf im letzten Augenblick, trete auf die Bremse was das Zeug hält und — na, das Zeug hat eben nicht gehalten. Es gibt einen Krach, das Bremspedal pedelt leer und aus ist es! v f «Entsetzliche Lage!» L»^ «An dem Lastwagen bin ich eben nocri vorbeigewischt; aber nach der Kurve geht s sofort steiler hinunter. Ich reisse " atu . rI^ die Handbremse an, es nützt aber nichts mehr Der Wagen hat schon zuviel Schwung and saust ab. Nichts mehr zu wollen!» «Konnten Sie denn nicht noch schnell aul den ersten Gang umschalten?» . Der Chauffeur lächelte verzeihend. Bei fünfzig Tempo? Probieren Sie das mal! Auf so hohe Touren kommt auch ein moderner Motor nicht. Da können Sie Zwischengas geben, was da ist — Sie bringen den Gang nicht hinein. Und ausserdem hätte ich ja zu solchen Schaltmanövern gar keine Zeit gehabt. Zur nächsten Rechtskehre waren es nur noch hundertfünfzig Meter. Steht der Wagen nicht vorher, dann haut's mich hinaus über die Haarnadelkurve, das ist klar! Und dann kann man den Wagen irgendwo drunten im Tal zusammenklauben und mich und meine Herrschaft dazu!» «Furchtbar! Was haben Sie denn da gemacht? Da Sie doch offenbar noch am Leben sind, müssen Sie doch —» «Was ich gemacht habe? Auf jeden Fall nicht so lange überlegt wie Sie jetzt eben! Sonst tränke ich heute kein Bier mehr, das ist sicher. Also der Wagen kommt immer mehr in Fahrt. Ein gutes Stück geht es noch geradeaus. Links von der Strasse ist der Abgrund, rechts steigt der Berg steil an und ist am Fuss fast zwei Meter hoch senkrecht ausgemauert. Das war die Rettung.» «Sie fuhren auf die Mauer los?» «Natürlich!» «Aber Mensch, bei fünfzig Tempo geht doch alles in Trümmer!» «Freilich 1 Wenn Sie grad drauflosfahren ! Das darf man natürlich nicht, sonst ist's gleich aus. Ich habe mich einfach stark rechts gehalten, immer mehr, immeT dichter ran an die Mauer — bis die Kotflügel streifen. Dann heisst's aber, das Lenkrad fest in der Hand behalten, damit der Wagen nicht wieder abspringt von der Mauer.» «Und das Streifen hat ihn abgebremst?» «Auf zehn oder fünfzehn Meter stand er. Freilich — die Kotflügel waren hin und das Trittbrett war abgerissen und der rechte Scheinwerfer liegt vielleicht heute noch irgendwo am Kesselberg! Aber wir leben alle noch und niemand ist verletzt worden. Wir konnten togar noch ganz gut nach Hausse fahren mit dem verbeulten Wagen.» «Da haben Sie aber Glück gehabt, Mann!» /"""«Ein bisschen Glück muss freilich auch dabei sein! Das schon — aber —» «Was aber?» 193t Märzenschnee Schnee lastet Auf der Stadt. Wer Beine hat, Hüpft und hastet Hinaus. »Drinnen* taut es schon. Ein schmutziger Strom Trägt den Winter davon... « Draussen » aber ist eine verzauberte Welt: Sausende Fahrt durch sonnige Felder Schneebedeckte Tannenwälder — , Natur! die uns hoch über den Alltag hält! — al. «Na, ich meine nur, Sie sollten sich die Geschichte gut merken, Ich wünsche wahrhaftig nicht, dass auch Ihnen mal die Bremse reisst, und das kommt ja auch Gott sei Dank so selten vor wie ein fünfbeiniges Kalb! Aber wenn es Ihnen doch einmal passieren sollte, dann vergessen Sie nicht, dass die Kotflügel immer noch billiger sind als Ihre Knochen!» Beleidigung. Die dicke Dame verlangte die Bestrafung eines Omnibusschaffners, dessen Nummer sie sich gemerkt hatte. « Er hat mich beleidigt», schrie sie entrüstet. «Erst sagte er immer, der Wagen sei besetzt, aber als ich ausstieg, rief er: Innen noch Platz für drei! » Der überhörte Bindestrich. In diesen Tagen machten die Primaner der Berliner Gymnasien und Realschulen ihr mündliches Abitur, nachdem sie vorher ihre Reife auf schriftlichem Wege zu beweisen hatten. FÜT die Deutsch-Arbeit war in einer Mädchenschule das Thema «Das Leben — eine Lehrmeisterin» gestellt. Fünf Stunden hatten die Primanerinnen zur Verfügung. Als die Arbeiten abgegeben wurden, stellte sich heraus, dass eine Unglückliche ihre fünf Stunden für die Bearbeitung des Themas «Das Leben einer Lehrmeisterin» verwendet hatte. Wie gefällt Ihnen derA utler-Feierabend? ... «Der *Autler-Feierabend* ist unentbehrlich, ich kann ihn nicht vermissen; er bietet inhaltlich vorzüglichen Stoff zur Unterhaltung und Belehrung...» E. M., Gossaa, • RESTAURANT V „Oertli" ZUR GÜGGELISTUBE An der Seestrasse zwischen Meilen und Obermeilen, bei derLaokf abrik. Qualitätsweine - Butterküohe • ft. Hürlimann-Bier. Spezialität: Güggeli zu jeder Tageszeit (sep. Speisesäü). Autopark. Tel. 328. Mit höfl. Empfehlung H. OERTLI-BÄKTSCHL MEILEN. SAISON ERÖFFNUNG .FRUHUNG193I JUWELEN, SILBERWAREN, Grösste Auswahl bei FRITZ GUT Marktgasse 7 ST. GALLEN TeL 2067 Magenschmerzen sind äusserst unangenehm. Dieselb. verschwinden aber nach kurzer Zeit beim Gebrauch von Columba-Magenpulver Es ist ein unschädliches, richer wirkendes Mittel gegen Verdauungsstörungen jeder Art, gegen Appetitlosigkeit, Magenschmerzen. Magenkrampf, Dobelkeit, Erbrechen, Magendrücken. Sodbrennen. Blähungen, Aufstossen, fibelriechenden Atem. 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B31 H»24 • J& AUTOMOBIL-REVUE 17 EDIQMEQ CPEP/^im Querschnitt durch die neue Frühjahrs- und Sommermode (Von unserer Modekorrespondentin.) Für einen Mann ist es heute amüsant, im Bernstein leuchtet, modisches Raffinement Ballsaal den Don Juan zu spielen. Aus ir-ungendeinem Zeitalter kann er eine Frau wäh- Linien. Somit ist heute die charakterisierende individuelle Wahl der Stoffe, Farben und len; er kann mit Madame Pompadour plaudern, mit einem Biedermeierdämchen ro- jenen Typus, der früher aufschlussreich Frau übermächtig geworden und verdrängt mantisch verbrämt träumen, mit einer dekolltierten Empiredame kokettieren oder mit herrscht mehr die individualisierend« als die über Rasse und Nationalität war. Heute mondänen Damen mit sex appealen Reizen typenbildende Kraft Und so haben auch die flirten. Noch in keinem Zeitalter hat die Mode soviel Nährkräfte aus dem historischen Boden bezogen wie die jüngste Gegenwart, die bei allen grossen Epochen Anleihen macht und diese mehr oder weniger stilisiert. Alle diese Kostüme mit historischem Anklang verwandeln die Damen, genau wie Masken die Gebärden und das Antlitz der Menschen abzuändern vermögen. In diesem Sinn hat jede Frau nun die Wahl, sich in irgend ein Kostüm aus verklungener Zeit zu hüllen, jenen Stil und Geschmack zu wählen, der ihre Reize und ihre Individualität wirksamst und nachhaltigst betont, aus dem einfachen Grund, weil Individualität die grosse Mode von heute ist. Wir haben diese individuelle Eigenbrötelei zudem nicht nur im Bezirk der Mode; auch das allgemeine Schönheitsideal hat keine Gültigkeit mehr. Die objektiven Merkmale, auf Grund deren man ehemals eine Frauenschönheit wertete, sind entkräftet. Die Römerin musste zur Zeit der Renaissance eine grosse Nase haben, weil eine kleine Nase als hässlich empfunden wurde. Die Rokokodame musste unbedingt fleischig sein, wenn sie dem Ideal der Schönheit nahe kommen wollte. Heute gibt es keine unverrückbaren Massstäbe mehr. Es gibt so viele Schönheiten beinah, als es Männer gibt Jeder hat sein eigenes Wunsch- und Wahngebilde von irgend einer Frau, die er aus dem millionenfältigen unhomogenen Wirrwarr heraussucht: der eine sucht bei der Frau irgend eine bestrickende körperliche Linie, eine aparte Geste, das Lächeln einer Phryne, einen Blick, der wie flüssiger Männer ihren privaten Geschmack und ihre Urteile widersprechen sich eminent stark, wo immer die Frage nach Schön und Hässlich, wie nach Gut und Böse beim weiblichen Geschlecht auftaucht Nicht zufällig geschah es, dass in Paris 50 Maler eine Schauspielerin porträtierten, von denen keines die Frau, wie ein Photograph sie wiedergab, auf der Leinwand einiing. Alle diese Maler haben ihr eigenes Wunsch- und Wahnbild in dieses Modell hinein interpretiert und sich nicht an dessen äussere optisch wirkende Erscheinung gehalten. Soweit haben wir uns heute glücklich von dem allgemeinen Typusbegriff entfernt, wie er von jener spezifisch amerikanischen Sorte der Girls geprägt wurde, die einander alle glichen wie Säuglinge und unbemerkt ausgewechselt werden konnten. Nur in der sportlichen Mode sehen wir zuweilen noch den nivellierenden Stil, wenn bisweilen auch die ( Sportsmode Sinn für Entwicklung, frauliche' Extravaganz zeigt Die denkbar femininste und phantasiereichste Form zeigen die Abendkleider. Ihr sommerlich duftiger Effekt strömt einen herrlichen Reiz aus. Die Frtihlingskleider sind mit allerlei reizvollen Frivolitäten aufgeziert. Ein wesentliches Merkmal der neuen Mode liegt in dem Weichen, Kapriziösen, Feminimen. Nicht selten gefährdet man zwar durch den vielen Putz den Geschmack, indes die Menge köstlicher Einzelheiten weniger die fliessende und schmiegsame Linie befrachten. Doch vielleicht zeigt die kommende Mode zuviel Flatterhaftes und Kokett- Romantisches. Es gibt Kleider, deren Korsage auf jeder Seite des Bolero und deren Rock auf jeder Seite des Faltenfächers je eine grosse beschwingte Schleife zeigen. Andere haben eine Reihe von Schleifen im Rücken angebracht und last not least kokettiert der Aermel mit Schleifen. Oder wir sehen breite Plisseerüschen, die Aermelchen, Gürtelschleife und Reverskragen einfassen. Auffallend ist auch die reiche Verwendung von Smockarbeit: Mit verzwickten Faltenziehungen täuscht man Hüften- und Schulterpassen vor. Die kurzen Aermelchen, für die man zurzeit so eminent grosse Sympathie bezeigt, sind oft ganz gezogen. Damit die lange Rocklinie der neuen Kleider nicht monoton wirkt, wird sie unterbrochen. Damit ist ein neues Problem in die Kleidermode eingedrungen, womit sich die führenden Modehäuser einstweilen beschäf- Filmes wiedergeboren. Der erste Tonfilm tigen. In diesem Sinn haben wir es kom-Elisabetmende Saison unzweifelhaft mit einer Flut rollt — versuchte sich an dem lockenden Bergners — der nun in der Schweiz von Tuniken, Volants, Hüftenschösschen, Stoff. Ist Ariane nicht ganz Elisabeth Bergner, der gleiche Frauentypus von dieser see- Hüftenschleifen, Hüftenplissees, Hüftenpassen zu tun. — Nun gibt es immer noch eine lischen Leuchtkraft, dass die Augen blenden? kleine Anzahl von Damen, trotz unermüdlichem Training, die keine birkenschlanke Ge- Gipfelpunkte ihrer Kunst. Der Film ohne die «Ariane» zeigt die Bergner auf einem stalt aufweisen. Eine kleine untersetzte Silhouette will deshalb ihre eigene Form der Beschwingtheit Die seelischen Ausstrah- Bergner bliebe blutlos, lichtlos, ohne innere Hüftbetonung; hierbei sind im Modebild lange Tuniken, Kasaks, tiefangebrachte Volants, enganliegende Schösschen vertreten. Diese modische Garnitur hat die Fähigkeit, die Gestalt zu dehnen. Wie jedes Jahr, so spielen auch im nächsten Sommer die Lingeriekleider eine bedeutende Rolle. Ihre Formenwelt ist zwar weniger kompliziert und luxuriös. Die Lochstickerei findet an ihnen reichliche Verwendung. Sehr beliebt sind auch die Languettenverzierungen, feine Ajours- und Säumchenarbeiten. Allmählich beginnt nun auch die Siegeslaufbahn der Pyjamas: Pariser Couturiers führen sie nicht mehr unter dem Titel « Neglige-Wäsche», sondern haben besondere Abteilungen dafür eingerichtet. Man prophezeit, dass zu einer vollständigen Garderobe im Sommer ebenso viel Pyjamas wie Mäntel und Kleider gehören. Der neue Typ des Abendpyjamas mit seinem geteilten, weiten Hosenrock, findet in der Gesellschaft immer mehr Anhänger. Neuerdings trägt man dazu auch Schals mit meterhohen Fransen, die zur Verdeckung der Pyjama-Hosen dienen sollen, wo immer eine Dame noch sich dieser odalisken Bekleidung schämt. Auf der ganzen Linie, von St, Moritz bis zum Lido, feiert die Dame als Odaliske Triumphe. Zu den schnellsten Vorboten der Frühjahrsmode gehören auch die Hüte. Sie sind in kleinem Format gehalten, eng an' den Kopf gearbeitet und werden nicht so stark von der Strin zurückgetragen. Ariane — jeune fille russe. Der verstorbene schweizerische Dichter Claude Anet, der seit Jahrzehnten in Paris lebte, schrieb vor Jahren dieses Buch des jungen, fein organisierten, leicht morbiden russischen Mädchens Ariane. Ein grosser Erfolg bewies die liebenswürdige Durchschnittlichkeit dieses Buches, das jedem Leser in selbstzufriedener Genügsamkeit etwas zu geben verstand. Nun ist die liebenswerte Ariane aus dem Buche in der zweidimensionalen Welt des lungen der Bergner erfüllen den ganzen Film, ein einziges Neigen ihres sehnsüchtigleidenden Antlitzes weckt eine kleine Musik, die durch die Szenen verweht. Ihre' Differenziertheit bedingt während des ganzen Filmes eine krankhafte Spannung, die Furcht vor einem Zusammenbruch, einer Katastrophe ist. Sie flattert wie ein kleiner fremder Vogel durch ihr junges Leben. Zutiefst ist sie in sich verstrickt, und sie leidet unlbewusst an ihrer ungeheuren Verkrampfung allem Natürlichen gegenüber. Ihr herrlicher Geliebter, dessen Verhaltenheit unbedingtes Vertrauen erweckt, sagt einmal zu ihr: « Don Juan hat Pech. Er sucht das Vergnügen — und findet Liebe.» Die kleine Bergner lächelt verlegen und stimmt ihm bei, und weiss nicht, dass sie beide — Vergnügen suchend, dem furchtbaren, süssen Verhängnis der Liebe entgegengehen. Ariane ist der herrlichste Film der Frau. Ein Film der Frau — vielleicht zuerst für die Männer. Die liebende Frau wurde seelisch nie blossgelegter, als in diesem zuckenden Bündel Empfindungen : die Bergner. bo. HObsches Nachmittagskleid. to la Crepe de ehlne Kunstseide. In rot und bleu sowie marine und schwarz, reichet Palten, luoe. GröBe 40-44 selten billig Sehr hübsche» frOtilahrsIcleld, aus la Qualltat Crepe de chlne Kunstseide, mit hübscher Kragen» sarnltur. In bester Verarbeitung. tn marine u. schwarz. Grotte 40-49 I für den Magen, alkoholarm, ärztlich empfohlen Ein Halt vor Zürich! STADTGRENZE (Badenerstr.) im neuen, beimelisen Restaurant AUTOMARKT finden Sie jederzeit selbstgeführte Küche, ff.Bier der Aktienbrauerei BaseJ,erst klassige Weine etc. Stets lebende Fische und sämtl.Saisonspezialitäten. Parkplatz. Tramverbindung. Höflich empfiehlt sieb August Scheuble Institut Lemania, Lausanne Moderne Sprach- and Elandelsfachschnle mit abschliessendem Diplom. Grttndl. Erlernung det Französischen; rationelle Vorbereitung auf Universität (Matorität) und Polytechnikum. Sport. 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