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E_1931_Zeitung_Nr.029

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Osterfahrt —

Osterfahrt — Burgenfahrt Als aniangs März tiefer Schnee selbst die Gegenden des Mittellandes bedeckte, zu einer Zeit, wo sonst die ersten Vorboten des Frühlings eine sonnigere Zeit kündeten, wagte man kaum mehr, an Ostern, das eigentliche Frühlingsfest, zu denken. Pessimisten unkten weisse Ostern als Gegensatz zu grünen Weihnachten, als Zeichen einer Klimaverschiebung in unsern Breitengraden. Recht behalten haben aber wieder einmal die Optimisten, die, trotz Sturm und Schnee und Eis, aui einen österlichen Frühling bauten und trotz den zeitweilig trüben Aussichten, sich in ihrer Meinung nicht irrig machen Hessen. Und so ist denn auch mit wundervollen Sonnentagen der Frühling ins Land gezogen, um Ostern so recht vorzubereiten für die traditionellen Ausflugstage. Und so wird auch der letzte Autler seinen Wagen zur frohen Fahrt fix und fertig gestellt haben, zur Osterfahrt im Schweizerland- Kopfzerbrechen dürfte nur dem einen oder andern die Wahl der Route gemacht haben. Mancher wird heute noch nicht schlüssig sein und sein Reiseziel dem guten Glück und Zufall überlassen. Aus Mangel an Ausflugszielen hat sich kaum einer nicht entschliessen können. Eher ist es die viel zu grosse Auswahl, die manchen bis heute noch zu keinem Resultat hat kommen lassen. Für solche, die noch immer schwankend sind, mögen ein paar Winke genügen, die sie vielleicht doch rascher zu einem Entschluss bringen werden. Wie wär's zum Beispiel mit einer Burgentahrt? Allerdings ist es nicht möglich, an Ostern die sämtlichen Schweizerburgen zu besuchen. Aber wenigstens einige herauszulesen ist möglich. Und wenn man auch bei diesen alten Gemäuern heutzutage denkt, dass sie ganz und gar nicht mehr modern sind und mit ihrer Behäbigkeit auch nicht mehr in unsere raschlebige Zeit hineinpassen, so gehört doch sicherlich immer ein historischer Rückblick zu unsern Erholungspausen, der uns manchmal mehr gibt als die spannende Lektüre hypermodernen Schrifttums. Aus der Unzahl von Ruinen, Burgen und Schlössern der Schweiz seien nur ein paar ganz wenige herausgegriffen, um zu zeigen, wie diese Zeugen ältester Schweizergeschichte über das ganze Land hin verbreitet sind. Beschäftigt man sich mit dem Plan zum Besuch, einer Burg, so wird einem von selber hoch eine andere und vielleicht mehrere einfallen;' die man bei der Gelegenheit gleich auch noch sehen möchte. Denken wir einmal ans Wallis! Kann sich da jemand Sitten vorstellen ohne Tourbillon und Valere, die als getreue Hüter der Stadi zu ihren Füssen, als weithin schauende Zeugen der Gegend ihren Stempel aufdrücken ? Und am Genfersee ist es das altberühmte Schloss Chillon, das mit seiner reichen Geschichte immer wieder für viele ein Anziehungspunkt ist. .Sicherlich haben auch lange noch nicht alle das viertürmige Zähringerschloss in Morges gesehen. Am Neuenburgersee seien nurGrandson und Neuchätel selber Erwähnung getan, wobei auch Valangin nicht vergessen sei, das unweit von Neuenburg im idyllischen Tal der Seyon gelegen ist. Im Bernerland sei an die Burgen und Schlösser von Laupen, Schlosswil, Thun, Wimmis, Ruine Unspunnen bei Interlaken, das Schloss in Burgdorf usw. gedacht. Im Aargau ist es vor allem der alte Habsburgerstammsitz, dann die Burgen von Hallwyl und Brestenberg, Lenzburg usw., die ein Gutteil Schweizergeschichte miterlebt haben. Im Kanton Zürich erinnern wir nur an die Kyburg bei Winterthur, an das Schloss in Rapperswil und dasjenige von Greifensee, alle landschaftlich noch ausserordentlich schön gele- 'zen und besuchenswert. ich vorhin sprach. Er fuhr seinerzeit auch mit der ,Aquatic' hinaus. Ausserdem, glaube ich, kenne ich noch einen Engländer aus Aegypten, einen Herrn Cradock, der sich jetzt hier aufhält.» Sie warf einen nervösen Blick auf Lady Hanningtons" ruhiges Gesicht. «Kennst du ihn vielleicht auch, Rachel?» «Stammt er nicht aus dem Geschlecht der Barrasfbrd?» Das weiss ich nicht, er heisst mit Vornamen David.» «David Cradock? Hm. Ja — ich habe von ihm gehört, aber persönlich kenne ich ihn Eines wird klar, sobald man anfängt die Burgen aufzuzählen, so werden es deren immer mehr, die einem bei näherem Ansehen besuchenswert erscheinen. Machen wir einen Seitensprung ins Urnerland, so haben wir dort das Schlösschen Pro in der Reussebene zwischen Altdorf und Seedorf, die Ruine Attinghausen im gleichnamigen Dorf und die Ueberreste der einstmals so gefürchteten Zwing Uri bei Silenen. Reich ist dann vor allem das ganze Rheintal, vom Bodensee bis hinauf fast zu den Quellen des Flusses, an Burgen, Schlössern und Ruinen, die alle aus der Zeit erzählen können, wo beinahe der ganze Verkehr zwischen Nord und Süd, Deutschland und Italien, sich zu Füssen ihrer hochgelegenen Mauern hinzog, ein buntes und oft kriegerisches Bild jeweiliger Zeitgeschichte. Sargans, Freudenberg bei Ragaz, Maienfeld, Aspermont beiZizers, dann die prächtigen Schlösser im Domleschg, bei Fürstenau, Baldenstein bei Sils und Thusis; die- Ruinen Haselstein, Cagliatscha und Bärenburg im Rheinwald, sie alle gehören mit zu den lohnenden Ausflugszielen, die man sich an Ostern wählen kann. Nachdem wir in unseren Betrachtungen über den schweizerischen Aussenhandel in Motorfahrzeugen und übeT die Erteilung neuer Verkehrsbewilligungen verschiedentlich auf eine Weltkrise im Absatz der Motorfahrzeuge hingewiesen haben, mag es angebracht sein, dem Weltbestand der Automobile einige Betrachtungen zu widmen, um so mehr als die Wandlungen auf dem schweizerischen Motorfahrzeugmarkte innig mit den Vorgängen in den andern Staaten Europas und mit dem Markt in den Vereinigten Staaten in Zusammenhang stehen. Total 1930 Total 1929 Absolute Zunahme . . . Relative Zunahme in % . § Taxi und Autobusse inbegriffen. * Teilweise unvollständige Zahlen. a Inklusive 38,678 verschiedene Fahrzeuge. nicht Wohl aber kannte ich einen Herbert Cradock- Der stand bei der indischen Armee und ist bei einem Grenzgefecht gefallen. Sein jüngerer, Bruder soll in Aegypten leben. Man sagt, er beherrsche sämtliche Idiome dieses Landes. Auch heisst es, dass er ein Sonderling sei. Von seinem Hiersein wusste ich nichts. Hallo, da kommt ja mein Seeräuber!» Joan sah auf. Sie erblickte den Griechen nicht sogleich, dagegen einen andern Mann, der am Nebentisch allein sass und sie scharf anstarrte. Er sah sehr mager und ausgehungert aus und steckte in einem ziemlich schäbigen Smoking. Ueber seine hervortretenden Bachenknochen spannte sich die schlaffe Haut wie eine Zeltbahn über ihre Stützen. Mit den zottigen Augenbrauen über den schwarzen Stechaugen und mit seiner schmalen Geiernase erinnerte er an einen Raubvogel. Aber nun wackelte Rachel Hanningtons Partner durch das Gedränge des Bareingangs auf sie zu und rieb sich erwartungsvoll die Hände. Joan sah auf die Armbanduhr. Halb eins. Lady Rachel raffte ihre Sachen zusammen. «Ich werde morgen den ganzen Tag bei den Brockways in Gap d'Ail verbringen», sagte sie. «Aber vergiss nicht dass du Donnerstag abend zum Souper zu mir kommen sollst, Joanie! Es wird gut sein, wenn ich dir mein Auto schicke. Willst du mir jetzt nicht zuschauen, wie ich die Bank sprenge? Gehen wir, Themistokles!» Aber Joan entschuldigte sich, entschlüpfte zum Haupteingang und fuhr in einer Droschke nach ihrem HoteL (Forts, folgt) AUTOMOBTL-!?r!VUE 1931 ^.N" 29 Auch das untere Rheintal, von Sargans abwärts, zeigt Burg an Burg und auch im Thurgau und in Schaffhausen ist mancher Hügel von trotzigem Bergfried gekrönt. Und wer sich entschliesst, seinen Wagen durch den Gotthard zu verladen, um dem Tessin einen Besuch abzustatten, der verfehle nicht, in Bellinzona den drei Schlössern Uri, Schwyz und Unterwaiden ein paar Stunden zu widmen, sie, die^ einst als starkes Bollwerk gegen mächtige Gegner der Eidgenossen erbaut wurden. Und nicht vergessen sei, wenn wir doch gleich im sonnigen Süden sind, ein Abstecher'ins freundliche Misoxmit seiner besonders in den letzten Jahren zur Berühmtheit gewordenen Burgruine. Anspruch aufVollständigkeit erhebt unsre Zusammenstellung Schweiz. Burgen nicht. Es ist kein Zehntel, den wir hier mit Namen genannt haben. Auf ungezählten Hügeln, Bergrücken und Felsspornen unseres Mittellandes, Voralpen und Alpen und auf den Höhen zwischen den waldigen Tälern des Jura liegen sie zu Hunderten, die stolzen Schlösser und Burgen und die bescheideneren, der Zeit zum Opfer gefallenen, aber nicht minder interessanten Ruinen, aus Zeugen längst vergangenen Reichtums und vergänglicher Macht. Eine Burgenfahrt an Ostern, wer versucht's ? Ir. Weltbestand der Motorfahrzeuge:38,6 Millionen EUROPA Landet Zuhnähme der Autos im Jahre 1930 um 736,000 Einheiten. Azoren « • • Albanien . . . . . . . . Deutschland Oesterreich . . . . . . . Belgien . . . . . . . . . Bulgarien . . . . . . . •" Dänemark Dan zi g . . . . . . . . Spanien Estland Faroer-Inseln • Finnland Frankreich Gibraltar . . . . . . . . Grossbritannien . . . . • Griechen and . . . . . . Holland Ungarn . • . Irland (Freistaat) . . . . Nord-Irland....... Island « Italien . . . . . . . . . Lettland . Littauen . . . . . . . . Luxemburg . . . . . . Malta Monaco Norwegen Polen. . . •. Portugal Rumänien . . . . . . . • Rnssland Schweden . Schweiz Tschcchoslovakei. . . . . Jugoslavien . . . . . . . • 11 Auf allen fünf Erdteilen zirkulierten am 1. Januar 1931 38,6 Millionen Motorfahrzeuge, wovon 35,8 Millionen^ Automobile und 2,8 Millionen Motorräder. Wir haben somit mehr als zwolfmal soviele Automobile als Motorräder, erwähnen aber, dass die Motorräder gegenwärtig relativ stärker im Vordringen sind als die Automobile. Die Motorisierung der verschiedenen Erdteile schreitet unaufhaltsam vorwärts. Tagtäglich verlassen rund 2000 Automobile eine der zahlreichen Autpfabriken. Im vergangenen Jahre vermehrte sich die Zahl der Au- Tonrenwagen Lastwagen Autobusse ; Total der Wagen. Motor« räder 556 39 -, 62 647 69 — — — 450 — 488.838 157.432 " 12.416 658.686 731.237 22.800 17.600 =• .•"•--.-—•;,.-- 40.400 '•• 50.300 103.000°" * ^63.600 " -" ••••--- l.«Xf Ä ^*158;000 - - >•• - 5L314- 2.5S9—-^--WSe- - -—- 3.7*5- - - - 507- 78.541 30.620 1.163 110.324 23.349 1.200 700 52 1.952 1.050 133.305 56.345 — 189.650 37.500 1.650 1.100 160 2.910 480 18 32 17 - - 67 — 23.800 10.900 1.350 36.050 5.450 1.099.380 401.007 — 1.600.387 500.000 507 101 43 651 47 1.110.930 346.237a 100.865§ L558.032 702.878 — — — 18.500 1.300 73.500 43.600 3.600 120.700 32.300 13.970 5.342 707 20.019 11 400 38.876 7.558 764 47.198 7.039 20.284 6.392 L052 27.728 6.405 475 751 — ,1.226 100 200.000 61.000 8.500 269.500 87.500 2.115 1.460 340 3.915 1.700 1.444 519 381 2.344 733 5.743 2.456 114 8.313 2.264 11.500 230 650 2.280 360 1.400 150 50 1.690 250 27.910 17.433 2.095 47.438 6.457 27.500 7,000. 4.20Q 38.700 7.000 21.000 1Ö.Ö40 — 31.040 2.500 27.000 7.500 2.500 37.000 2.050 12.590 16.490 1.830 30.910 9.039 108.650 39.500 3.000 151.150 59.000 62.621 15.155 800 78.076 . 47.984 50.000 21.000 3.000 74.000 38.000 10.000 2.800 — } 2^® 4.300 3Tf73.782* 4.843.115* 150.601* £§86.448 2.43L862* 3.416.550* 1.226.575* 134.629» 4.815.050 8.158.222» 357.232* 116.540* 15.972* 471.398 273.640* 7,8 9,3 11,9 9,5 tomobile von 35,12 auf 36,86 Millionen Stück, d. h. um 736,406 Einheiten, wobei die Vereinigten Staaten von Amerika, die den Löwenanteil von 26,7 Millionen Automobilen ihr eigen nennen, nur eine Zunahme des Bestandes um rund 120,000 Einheiten zu verzeichnen hatten. Wir führen nachstehend die genauen Ziffern für den Weltbestand und den Bestand der Vereinigten Staaten von Amerika seit dem Jahre 1925 an : Am 1. Jan. Total der Wagen Total dir Wagen der Welt in den U.S. A 1925 21.374.506 17.740.234 1926 24.452.267 19.843.936 1927 27.527.238 22.059.910 1928 29.639.805 23.255.1S2 1929 82.712.872 24.fi29.921 1930 S5.128.668 26.623.857 1931 85.865.074 26.746.184 Die Weltbestandzunahme der Automobile im Jahre 1930 stellt sich, wie oben erwähnt, auf 736,406 Stück, währenddem für das Jahr 1929 die entsprechende Zunahme sich auf 2,414,796 Einheiten belief. Mit andern Worten: der Absatz an Automobilen betrug im Jahre 1930 nicht einmal ein Drittel des Absatzes im Jähre 1929. " In früheren Betrachtungen über den Aütötnobilhandel und die Automobilindustrie setzten wir die Zusammenhänge zwischen der allgemeinen internationalen • Krisenlage und der Absatzkrise im Automobilhandel des näheren auseinander. In den obigen Zahlen ist nun der Umfang dieser Absatzkrise genau zu erkennen. Die ungünstige Konjunktur verschuldete allein im Jahre 1930 eine Verminderung des Absatzes von zirka 1,700,000 Motorwagen, eine Zahl, die deutlich genug für die Schwierigkeiten des Autohandels im Jahre '1930 spricht Immerhin sei hier erneut festgehalten, dass sich die Absatzkrise im Autoimobilhandel auf dem absteigenden Kurventeil •befindet. Verfolgt man die Entwicklung der Motori-; sierung in den verschiedenen Erdteilen, so erhält man für 1930 die nachstehenden Ergebnisse: Total 35.865.074 35.128.668 736.406 • Europa verzeichnete im vergangenen Jahre die grösste relative Zunahme mit 9,5 Prozent. An zweiter Stelle steht Afrika mit einer Relativzunahme von .8,8 Prozent, Asien mit 5,6 Prozent, Australien mit 3,6 Prozent und Amerika mit (Nord- und Südamerika) der geringsten Zunahme von 2,7 Prozent. Wir ersehen daraus, dass Amerika selber die Absatzkrise am intensivsten erlebte und fügen bei, dass sich bei den amerikanischen Ziffern eine stärkere Verminderung des Bestandes an älteren Wagen zeitigt da ausgediente Fahrzeuge dort rücksichtslos zur Verschrotung, gelangen. Der relative Rückgang der amerikanischen Ziffern stammt übrigens nicht erst aus dem Jahre 1930, sondern schon aus früheren Jahren. Die ganze übrige Welt besass 1925, im Vergleich zu den Vereinigten Staaten van Amerika, nur einen Siebentel von ihrem Bestand an Motorfahrzeugen. Dieser siebente Teil ist nun zu einem Drittel angewachsen, so dass man zur Auffassung gedrängt wird, der amerikanische Markt sei nahe bei seinem höchsten Sättigungspunkte. Diese Auffassung wird durch die überaus scharfen Exportkämpfe um die Eroberung des Weltmarktes für die amerikanischen Motorfahrzeuge bestätigt . ••• : ; Wenn auch im Jahre 1931 eine weitere Vermehrung des Weltbestandes (die höher ist als die Zunahme 1930) zutreffen würde, so* vermuten wir doch, die Umstellung der internationalen .Automobilindustrie und die Verbesserung des Marktes seien noch nicht so ausgeprägt, dass sich in den Ergebnissen auf Ende 1931 eine wesentliche relative Zunahme des Weltbestandes ergeben wird. Wir lassen in dieser und in einer korri-' tnenden Nummer die detaillierten Bestände an Motorfahrzeugen verschiedener Länder «in den fünf Erdteilen folgen. Das grösste 'Interesse bieten für uns die Bestände in, •Europa und in Amerika. 1 Kontinent 1. Jan. 31 1. Jan. 30 Zunahme Europa 5.286.448 4,815.050 471.398 Amerika 28.843.563 28.664.929 178.634 Asien 551.472 522.419 29.053 Afrika 351.931 323.496 28.435 Australien 831.660 802.774 28.886 . Der europäische Bestand. Das Total der Automobile auf dem europäischen Festland ist vom Jahre 1922 bis Ende 1930 von 1,08 Millionen auf 5,28 Millio- •nen gestiegen, d. h. um 4,2 Millionen. Wir •lassen nachstehend die Tabelle der Auto- 'tnobilbestände für die letzten acht Jahre •folgen: 1. Januar von 1. Januar von 1922 1.083.790 1927 3.102.769 1923 1.228.480 1028 3.613.377 1924 1.664.090 1929 4.218.986 1925 2.161.189 1930 4.815.050 1926 2.688.558 1931 5.286.448 ' Die Verteilung dieser Motorwagen auf dio einzelnen Motorfahrzeuggattungen ergibt die Tatsache des starken Ueberwlegens der 'Tourenwagen, was durch die nachstehende- Aufzählung bewiesen sei: Tourenwagen 3.773.782 Lastwagen 1.343.115 Autobusse 150.601 Nicht zugeteilte Wagen 18.950 Total 5.286.448 ' Ein Vergleich der Bestände an Automobilen in den bedeutendsten Staaten Europas zeigt, dass England in der Motorisierung die Spitze hält. Es zählt 1,65 Millionen Persotien- und Lastwagen, wird aber dicht gefolgt von Frankreich mit seinen 1,5 Millionen Motorwagen. Im 3. Rang steht stark distanziert Deutschland mit 658,000 Automobilen. Diese drei Länder zusammengenommen, machen bereits drei Viertel des europäischen Bestandes aus. Italien zählt 269,000, Spanie* Die nächste Nummer erscheint Dienstag Abend den 7. April (mit Autler-Feierabend).

N° 29 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE AMERIKA Landet Alaska Argentinien . . . . . . . Bahäma Inseln . . . . . Barbados . . . . . . . . Bermuda Inseln . . . . . Bolivien Brasilien Kanada . Chie Kolumbien . . . . . . . Costa-Rioa . Kuba Dominique Dominique (Republik) . . Equador Vereinigte Staaten . . . Granada . . . . . . . . Guadeloupe . . . . . . . Guatemala Guayana (holländisch) . . Guayana (brit.) Guayana (franz.) . . . . Westindien (holländisch) . Haiti Honduras . Honduras (brit.). . . . . Ostindien (andere) . • • Jamaika Martinique . . . . . . . Mexiko . . . . . . . . . Nicaragua Panama Paraguay Peru Puertorico Sainte-Lucie Sainte Pierre und Miquelon Salvador . . . . . . . Terre-Neuve Inseln Trinidad und Tobayo Uruguay . . . . . . Venezuela • * Virginien (Inseln) . . . • Total 1930 Totti 1930 ohne Vereinigte Staaten Total 1929 Total 1929 ohne Vereinigte Staaten Absolntc Znnabme. . . . Zunahme ohne Vereinigte Staaten Zunahme in % Zunahme in % (ohne Vereinigte Staaten) . . . Teilweise unvollständige Zahlen. 1.800 306.331 777 1.350 1.000 107.095 1.053.632 26.500 8.750 1.166 29.441 32 3.165 1.243 23.251.050 308 1.150 65 2.244 755 165 189,000 und Belgien 158,000. Die Schweiz folgt mit rund 78,000 Automobilen an neunter Stelle. Zwischen der Schweiz und Belgien liegen noch Schweden und das kleine •Dänemark. Nachstehend seien die genauen •Ziffern der neun Länder mit dem grössten •Autobestande Europas angeführt: England 1.652958 Frankreich' 1.500.587 Deutschland 658.686 Italien 269.500 Spanien 189.650 Belgien 158.000 Schweden 151.150 Dänemark 110.324 Schweiz 78.076 Die Motorisierung Europas wird zweifellos in gleichem Masse fortschreiten, wie bisher. An eine Sättigung wird man noch auf 'Jahre hinaus nicht denken, denn eine Reihe Von Staaten ist weiterhin sehr aufnahmefähig. Amerikanischer Motorfahrzeugbestand*. * Von den 38,8 Millionen Motorwagen Atnetikas entfallen 24,9 Millionen Einheiten auf •die Tourenwagen und 3;7 Millionen auf die Lastwagen. Das Total der Motorwagen vermehrte sich um 0,6 Prozent, womit die sehr geringe Aufnahmefähigkeit des amerikanischen Automarktes hinreichend charakterisiert ist Bei den Autobussen wird sogar ein« Abnahme des Bestandes um 5,6 und fcei den Motorrädern eine solche von 2,4 Prozent gemeldet 1 Werfen wir einen kurzen Blick" auf die Autoproduktion der Vereinigten Staaten, deten Motoriahrzeugbestand mehr als n /i2 des gesamten amerikanischen Bestandes darstellt. Im Jahre 1929 produzierten die Vereinigten Staaten 4,58 Millionen Wagen, im Jahre 1930 nur deren 2,80 Millionen. Ein erheblicher Teil dieser Produktion blieb aber in den Lagern der Autohändler und Fabriken liegen. Die Bestandeszunahme der Personenwagen sank auf eine Ziffer, die sich amerikanische Statistiker kaum träumen Hessen (5555 Automobile). Von den 2,8 Millionen Wagen wurden 159,000 gegenüber 339,000 Wagen exportiert. Die Produktion der Montagewerke amerikanischer Automobilfabriken in andern Ländern und Erdteilen sank gleichzeitig von 451,000 auf 248,000 Wagen. Amerika besitzt eine Dichte von einem Motorfahrzeug abf 4,5 Einwohner (Vereinigte Staaten), womit, wenn nicht alle Anzeichen trügen, eine vorläufige Sättigung erreicht Worden ist La.-Ql. Tourenwagen Lastwagen Autobusse 800 78.383 232 183 2.000. 52.891 159.814 12.000 3.750 381 14.874 4 1.031 812 3.413.725 40 130 35 330 376 42 3.150 138 700 1.625 2.000 1.250 89 1.889 64 112 81.409 49 125 Total der Wagen 2.600 387.864 1.015 1.671 56 3.700 159.986 1.215.071 40.500 13.750 1.636 46.204 36 4.260 2.167 26.746.184 397 1.405 2.379 200 1.900 100 2.100 2.851 1.131 - 207 700 7.571 2.290 Motor« räder 3.086 9 116 1.568 9.369 500 280 97 495 10 65 49 111.784 60 140 226 90 400 10 25 5.833 1.738 572 1.750 460 80 120 59.500 16.500 4.800 80.800 675 850 150 1.004 105 8.750 400 2.160 22 8.400 5.355 400 14.155 300 10.501 2.858 385 13.744 64 135 340 175 20 49 73 122 5 1.829 309 110 2.248 85 2.506 510 3.027 97 4.750 1.500 6.250 900 37.017 7.509 1.071 45.597 839 15.000 750 475 125 600 10 24.981.614* 3.778.960*»9.744* S8.843.56S 133.397* 1.680.564* 365.235* ' 18.335* 2.097.379 21.613* 24.907.926* 3.649.771* 104.832* 28.664929 136.692* 1.662.431* 362.064* 14.177* 2.041.072 . 20.567* 123.688* 129.189* —5.088 178.634 —3.295* 277 18.133* 3.171* 4.158* 56.307 1.046* — 3,5 —6,6 0,6 —2,4 9,1 8,7 29,3 2,7 6,6 Die Ford-Produktion Im Februar 1931 stellt die grösste Zahl seit letzten September dar. Verglichen mit dem Januar beträgt die Zunahme rund 30,000 Wagen und Camions und 40,000 Wagen gegenüber den Zahlen im letzten Dezember. Dieses Anwachsen der Produktion ist die Folge der im letzten Januar angekündigten Preissenkungen. x. Der neue 29 Sportnachrichten Des» Grand Prix von Tunis Erdffnungsrennen der internationalen Saison. Auf dem Boden, auf dem einst die berühmte Stadt Karthago sich erhob, dehnt sich heute die neue, 13 km lange Renn-Rundstrecke aus, die am letzten Sonntag zum Schauplatz des ersten grossen internationalen Automobilsportereignisses dieses Jahres wurde: des Grossen Preises von Tunis. Ein herrliches Wetter, tadellose Organisation, eine riesige Menge begeisterter Zuschauer und eine grosse Zahl hervorragender Fahrer gestalteten das grosse Rennen zu einem eindrucksvollen Erfolg. Während am Samstag beim Sechsstundenrennen Castelbarco und Dreyfus zusammen mit ihrem Maserati 2500 com ohne grosse Mühe sich den Sieg sicherten, wurde der Sonntag zu einem Triumph für den gegenwärtig besten internationalen Fahrer Achille Varzi, der mit dem neuen stärkerer Unterbau Extra-Cordlagen kräftigere Lauffläche tieferes Gleitschutzprofil Achtzylinder-Bugatti-Rennwagen mit zwei obenliegenden Nockenwellen ein aüsserordentlich eindruckvolles Rennen fuhr. Der neue Bugatti-Rennwagen wurde denn am Sonntag auch zur eigentlichen Offenbarung, so dass das Rennen indirekt zu einem Erfolg des Konstrukteurs Ettore Bugatti wurde. Das Sechsstundenrennen vom Samstag. Die Spannung des Sechsstunden-Rennens vom Samstag sank von dem Momente an, da Castelbarco mit seinem Maserati das Feld mühelos beherrschte. Der schnelle Sportwagen liess während allen Runden keinen andern Gegner an sich herankommen; auch Dreyfus, der Castelbarco als Stallgenosse für einige Runden ablöste, hielt den Wagen sicher an der Spitze der Fahrer. Während '' •'t~&J f' Varzi aui Bugatti. der Sieger vom Grand Prix von Tunis. Der Sie?er des Seclis-Stunden-Reunens, Castelbarco auf Maserati. vier Stunden lag Graf Czaikowsky mit seinem 2300-ccm-Bugatti an zweiter Stelle. Es gelang jedoch den beiden Italienern Bellincioni und Corsini auf einem Alfa Romeo 1750 cem den Bugatti-Fahrer aus seiner Position abzudrängen. An die dritte Stelle vermochte sich Pietrangeli auf Alfa Romeo zu schwingen, so dass das Sechsstunden-Rennen von Tunis vom letzten Samstag zu einem eindeutigen italienischen Siege wurde. Grosser Preis von Tunis am Sonntag. Von den 33 Gemeldeten stellten sich am Sonntag vor rund 40,000 Zuschauern 28 Fahrer. Die riesigen Zuschauermassen waren aus nah und fern herbeigeströmt, um dem grossen Sportereignis beizuwohnen. Aus Tunis, aus Algerien, aus dem fernen Marokko, ja selbst aus Italien waren Zuschauer anwesend. Die Tribünen waren gedrängt voll;die elegante Damenwelt hatte sich zu einer eigentlichen Modeschau versammelt; mehrere Musikkapellen bliesen ^tapfer drauflos. Nach dem Start, um 13 Uhr, führte zuerst Fagioli auf Maserati, ihm folgte die Schar von hervorragenden Fahrern: Varzi, Lehoux, Von Morgen, Dreyfus, Biondetti, Maserati. In der zweiten Runde gelang es Varzi bereits, Fagioli die Führung abzuringen und schon von hier an dominierte der hervorragende italienische Fahrer mit dem neuen Bugatti-Wagen. Nach den ersten fünf Runden lag Varzi immer noch an erster Stelle, hinter ihm raste Fagioli, dann folgten nacheinander Dreyfus, Lehoux, Biondetti und das übrige Gros der Fahrer. * Langsam gewann Varzi Raum; bereits hatten mehrere Fahrer aufgegeben. Auch Dreyfus musste ausscheiden, da sein Wagen über die Strasse hinausgefahren war. Während der elften Runde musste Varzi wegen Reifenschaden anhalten. Lehoux vermochte sich aui diese Weise an die erste Stelle zu schwingen, doch Varzi setzte rasch wieder ein, so dass nach 20 Runden folgende Zeiten galten: Varzi: 1 Stunde, 47 Minuten, 25 Sekunden: Lehoux: 1 Stunde, 49 Minuten, 29 Sekunden; Fagioli: 1 Stunde, 50 Minuten, 29 Sekunden; Von Morgen: 1 Stunde,51 Minuten, 28Sekunden; Etancelin: 1 Stunde, 54 Minuten, 53 Sekunden. Zwischen Lehoux und Fagioli, die Neue Autokurse. Eine ausserkatitonale Gesellschaft soll die Einführung eines Autokurses planen, der von Flüelen aus die umliegenden urnerischen Gemeinden Bürglen, Schattdorf, Erstfeld und Silenen bedient, x. der elegante Reifen Touristische Auskünfte Tourlstikbulletin, Gesperrte Strassen im Inland und Ausland, Touren-Sprechsaal siehe Seite 12.