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E_1931_Zeitung_Nr.029

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c AUTOMOBIL-REVUE

c AUTOMOBIL-REVUE 1931- LuHfalirf Flugplatz Bern. Der Betrieb auf dem Flugplatze Bern ist wieder eröffnet Bei guter Witterung führt die «Alpar-Bern» mit Ihren bewährten Piloten und Flugzeugen täglich Rundflüge und Alpenfiüge aus. Die Gründung der «Swissair» vollzogen. Nachdem die Generalversammlung der Ad Astra (Zürich) am 17. März und diejenige der Baiair (Basel), am 26. März die Fusion einstimmig beschlossen hatten, ist die Gründung der Schweiz. Lufverkehrs A.-G. nunmehr perfekt geworden. Die Schweiz ist damit dem Beispiel von Deutschland, Holland, Belgien, Oesterreich, Spanien usw. gefolgt, indem sie den Betrieb ihres internationalen Luftverkehrsnetzea einer einzigen Gesellschaft überträgt. Die Swissair besitzt ein Toll einbezahltes Aktienkapital von 800,000 Fr. Der Rechtsitz der neuen Gesellschaft befindet sioh in Zürich. Präsident des Verwaltungsrates ist Bankier Dr. A. Ehinger, ehemaliger Präsident der Basler Baiair, als Vizepräsident amtet Herr Erwin Schwarzenbach (Zürich), ehemaliger Präsident der Ad Astra und Begründer der schweizerischen Zivilaviatik. Dem Verwaltungsrate gehören ferner an namhafte Persönlichkeiten aus Industrie und Handel von Genf, Basel und Zürich. Die Direktion liegt in den Händen ron Direktor B. Zimmermann (Linienverkehr), Direktor W. Mittelholzer (Touristik und Photobetrieb) und Ingenieur A. Weber (technischer Dienst). In der diesjährigen Luftverkehrssaison wird die Swissair ein regelmässiges Netz von 4775 Strecken-Kilometern betreiben, das sich aus folgenden nur internationalen Postlinien zusammengesetzt: Genf-Zürich-Wien, Genf-Basel-Amsterdam, Bern-Zürich-Berlin, Basel-Zürich-Prag, Zürich-Basel-Paris und Genf-Lyon-Paris. Dazu kommt noch die Spezialpostlinie Basel-Le Hävre-Gherbourg. Alpenflüge werden durch die Swissair ansgeführt ab Zürich und Genf. Die Direktion sowie der Luftphotobetrieb (der den Namen Ad Astra beibehält) sind in Zürich etabliert, während sich die drei Flugbetriebsleitungen auf die Flughäfen von Basel-Birsfelden, Zürich-Dübendorf und Geneve- Cointrin verteilen. Die Flugzeugflotte der Swissair setzt sich gegenwärtig aus 13 Verkehrsmaschinen zusammen, d. h. aus acht dreimotorigen Fokker F. VII b, zwei Dornier-Merkur (einmotorig) und je einem einmotorigen Fokker F Vlla, Messerschmitt M. 18 d und Comte A. C. 4 (Photoflugzeug), die über total 87 Passagierplätze verfügen. An fliegendem Personal hat dia neue GeseDechaft zehn Piloten, acht Bordmechaniker und sieben Bordfunker in ihren Diensten. Durch den sorgfältig vorbereiteten und nun auch glücklich durchgeführten Zusammenschluss von Ad Astra und Baiair zur Swissair ist eine bedeutungsvolle Stärkung der Stellung der Schweiz im internationalen Luftverkehr Europas zu erwarten. S. L. U. Die Fluoreuginteressen das General-Motors-Konzerns. In den Aufsichtsrat der Transcontinental & Western "Air Incorporated sind sieben Vertreter der General Aviation Corp. eingetreten. Letztere Gesell- Das Curüss-rJunior-Flugzeug, das in Amerika in den Handel gebracht wird, kostet nur 1490 Dollar. Dolli Es hat Stahlrohr-Rumpf und Holzflügel, einen 20 PS-Motor mit einem Brennstoffverbrauch von rund 7 Liter pro 100 km, Schuibpropeller und eine Landegeschwindigkeit von 40 Std.-km bei 130 Std.-km Maximalgeschwindigkeit und 112 Std.-km Reisegeschwindigkeit. schaft ist bekanntlich das Flugzeug-Holdmjrunternehmen des General-Motors-Autamobilkonzerns. Die Erweiterung des Aufsichtsratea erklärt sich aus einer massgeblichen Interessennahme der General- Motors-Flugzeugholding an der Western Air Express Corp., die gemeinsam mit der TranscontinentaJ Air Transport die wichtige Binnenlinie New York - Los Angeles kontrolliert. Flugzeuge für 2500 Passagiere? In der « Revue Hebdomadaire » glaubt der bekannte französische Flugzeugkonstrukteur Breguet prophezeien zu können, dass die Verkehrsflugzeuge wie die Schiffe Immer grössere Ausmasse annehmen würden, da sich damit die Wirtschaftlichkeit bedeutend steigern Hesse, und dass schon in nächster Zeit Flugzeuge mit einer Nutzlast von 250 Tonnen, oder dem Gewicht von 2500 Passagieren gebaut werden könnten. -s. Die schweizerische MiHtärfüegerei Im Jahre 1930. Die Statistik des schweizerischen Militärflugwesens nennt für das Jahr 1930 total 13,560 Flugstunden für Pilotentraining in insgesamt 38,009 Flügen. Die übenden Beobachter absolvierten ihr Pensum in rund 2870 Flugstunden. Interessant ist vor allem die Statistik über die letzte Piloteusehule unserer Fliegerwaffe. Von 30 Pilotenschü- 'ern konnten 23 Offiziere zu Militärfliegern ernannt werden. Am Doppelsteuer wurden 549 Stunden geflogen, ergibt also pro Pilotenschüler rund 20 Stunden Doppelsteuerflflge. Die Flugstundenzahl für Alleinflüge beträgt 2742. Die statistischen Zahlen über die Flugstunden der letztjährigen Pilotenschtile zeigen wiederum, dass die Schüler überaus sorgfältig ausgebildet wurden. Währenddem der reine Sportpilot lediglich durchschnittlich 8 Stunden für Doppelsteuerflüge benötigt, ist dem Militärpiloten die Möglichkeit geboten, sich während 20 Stunden am Doppelsteuer auszubilden. Bekanntlich sind die Doppelsteuerflüge für den Schüler am wertvollsten und die Tendenz, den Neuling möglichst lange am Doppelsteuer zu behalten, zeigt dann später ihre Früchte. Ohne Zweifel wird man auch im Sportflugwesen darauf hin tendieren müssen, den Schüler etwas länger am Doppelsteuer fliegen zu lassen, wenn wir nicht in den Fehler verfallen wollen, die rein quantitative Produktion an Fliegern der Qualität vorzuziehen. Auch Meldungen des Auslandes, dass man z. B. in Amerika in fünf Stunden den Fliegerberuf erlernen kann, mögen die verantwortlichen Organe der Schweiz nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass wir keine Luftchauffeure, sondern zuverlässiges FJiegercnaterial auszubilden haben. si. Zur frage des Ausbaues unserer Flugplatze. Bekanntlich geht auch bei uns die Frage der Modernisierung der Flugplätze nach und nach der Verwirklichung entgegen, bedingt durch den mächtigen Aufschwung unseres Flugwesens. Vorläufig handelt es sich darum, die Sicherheit unseres Flugwesens durch zweckmässige Installationen zu heben. Geplant ist vor allem eine Reorganisierung des Wetterdienstes durch den Ausbau der Sende- und Empfangsstationen. Die Verwirklichung dieses Planes ist vor allem für unsere internationalen Verkehrsflugplätze eine Notwendigkeit. Geplant ist eine zentrale Wettermeldungs-Empfangsstelle, die dann ihrerseits die Witterungsberichte an die verschiedenen Flugplätze weitergibt. Es ist klar, dass diese Instanz ununterbrochen in Betrieb sein muss. Zur vollen Durchorganisierung eines reibungslosen Wetterdienstes ist die Vergrößerung des Personalstabes auf. den Stationen notwendig. Eine weitere Aufgabe harrt den zuständigen Instanzen ferner bezüglich des Ausbaues unserer Flugplätze zu zweckmässigen Start- und Landungsstationen für den Nachtluftverkehr, der bereits auf dem europäischen Luftverkehrsnetz in erfreulichem Masse zugenommen hat Basel verfügt bereits über genügende Beleuchtungsanlagen, und den Verhältnissen entsprechend, auch Dübendorf. Die Flugplätze Bern, Genf und Altenrhein werden Im laufenden Jahre noch für die Installierung von Beleuchtungsanlagen besorgt sein. Ebenso wichtig wie der Ausbau der Flugplätze für den Nachtluftverkehr, ist die Schaffung einer zuverlässigen Streckenmarkierung bei Nacht durch Leuchtsignale. Bekanntlich wird im Sommer dieses Jahres der Versuch einer Nachtfluglinie Basel—St. Gallen aufgenommen werden. Nach Abschluss der Probeflüge wird man sich an die Hebung der Mängel heranmachen müssen, die ohne Zweifel überall noch vorhanden sind. Die Schweiz wird überhaupt in absehbarer Zeit dem Ausbau eines Nacht-Flugnetzes ihre Aufmerksamkeit schenken müssen, um mit einbezogen zu werden in den Nachtluftverkehr Europas. si. Luftverkehrssicherheit und Meteorologie. Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen deutlich erkennen, dass mit der fortschreitenden technischen Vervollkommnung, des Flugzeugbaues die Entwicklung des Luftverkehrs immer weniger eine Materialfrage und immer mehr eine Wetterfrage wird. Unfälle Eine neue Unterrichtsmethode im Blintiflieaen. In Amerika ist eino neue Unterrichtsmethode im Blindfliejjen eingeführt wordon, bei der ein Miniaturflugzeus; als Hilfsmittel verwendet wird. Dieses kleine Flugzeug hat die gleichen Steuervorrichtungen wie oin grosses Flugzeug, und wird durch Luftbälge in die flugähnlichen Bewegungen versetzt. Der Flugschüler, dem eine fensterlose Haube über den Kopf geklappt wird, muss nun das Flus;- zeue dauernd wieder in die horizontale Lage bringen. UNE VOITURE QUI VOUS EMERVEILLERA Fottrnitnres en gros pour Automobiles Maison gpfciale •onr Jolnti m&aHoplastiqnei E. KUPFERSCHMID BERNE Erlaohstrasse 7 Tötephon« Bollwerk 4064 Seit langem bekannte FRANZÖSISCHE AUTOMOBIL-

N° n - 1931 AUTOMOBIL-REVUE auf Grand von Materialschäden sind schon jetzt verschwindend selten gegenüber denen, die durch ungünstige Witterungsverhältnisse verursacht werden. Die entscheidenden Probleme drehen sich deshalb heute um die Ueberwindung des Schlechtwetters durch Verbesserung der Sicherheitsvorrichtungen, der Nävigationsinstrumente und vor allem des Wettermeldedienstes, der für einen gesicherten regelmässigen Luftverkehr eine elementar wichtige Rolle spielt. Welch grosse Sicherheit der Luftverkehr allerdings schon bietet, geht aus jeder Statistik hervor. In Deutschland wurde letztes Jahr festgestellt, dass erst auf rund 20,000 Starts ein Unfall entfällt. Im gesamten deutschen Luftverkehr wurden dabei täglich •nicht weniger als 66,000 km täglich zurückgelegt. Der schweizerische zivile Luftverkehr hattejseit seiner Gründung bekanntlich überhaupt noch keinen schwereren Unfall zu verzeichnen. + a.. c. s. SEKTION ZÜRICH. Autotechnischer Kurs. Bluestfahrt. Die Einladungen zum autotechnischen KUM "in Zürich sehen folgendes Programm vor: Einleitendes Referat von Herrn Ing. A. Brüder- Dn, Zürich, über