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E_1931_Zeitung_Nr.028

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ÄUTOMOBIL-REVUE

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N" 28 II. Blatt BERN. 31. März 1931 BERN, 31. März 1931 TedTi itfiScS^ Not Unarten des Motors. Wie man weiss oder jederzeit beim vielzitierten Knigge nachlesen kann, gibt es zweierlei Unarten: nämlich konstitutionelle, das sind solche, die man entweder als angebo- •en mit auf die Welt gebracht oder in so zarter Jugend erlernt hat, dass sie einem gewissermassen in Fleisch und Blut übergegangen sind, und solche, die man sich so schön langsam beim allmählichen Aelterwerden angewöhnte. Diese grundlegende Einteilung passt nun sonderbarerweise geradesogut auf die lieben Menschen, wie auf defen gehorsamsten und fleissigsten Diener, den Automobilmotor. Dass es Motoren mit angeborenen, richtiger gesagt «ankonstruierten und anfabrizierten > Unarten gibt, wird jeder bestätigen, der ein paar Motoren genauer kennengelernt hat. Der eine Motor springt nicht gerne an, der andere geht mit dem Betriebsstoff ein wenig liederlich um, der dritte braucht zu seinem völligen Wohlbefinden veritable .Oelbäder, im ganzen aber ist unser Automobilmotor heute ein so durchdachtes Ding, dass die «angeborenen Unarten», früher nie versagende Quellen schmählichster Pannen, heute wirklich nicht schlimmer werden als kleine Ungezogenheiten. Im folgenden sei deshalb einmal von den kleinen Unarten des Motors gesprochen, wie sie kürzlich launig und treffend zugleich in der Wiener «A.A. Z. > behandelt wurden. «Ein Motor, ein totes, anorganisches Machwerk aus Menschenhand, kann sich nichts angewöhnen», hören wir da die strenge Stimme des Sprachwissenschaftlers dozieren. Und er hat recht. Der Automobilmotor gewöhnt sich natürlich nichts an, sondern die im Laufe der Zeit hervortretenden Unarten sind die Folgeerscheinungen kleiner Schäden und unrichtigen Funktionierens, für die eigentlich immer der P. T. Automobilist selber verantwortlich zu machen ist. Beginnen wir mit dem häufigsten Fall. Bei einer bestimmten Tourenzahl hat sieb der bisnun vorbildlich lautlos arbeitende Motor ein Nebengeräusch zugelegt, das der gründliche Automobilist nicht schlechthin als üble Angewohnheit des Motors hinstellen darf. Es ist unter allen Umständen nach der Ursache zu forschen und eine richtige Diagnose zu stellen. Es kann ja nur eine der bekannten «nebensächlichen» Schrauben (obwohl es am Auto eigentlich nicht eine einzige nebensächliche gibt!) gelockert haben und klirren; aber geradesogut kann das Nebengeräusch das erste Anzeichen eines bösen Defektes, einer locker gewordenen Lagerschale, eines beschädigten Zahnrades usw. sein. Im ganzen aber bildet gerade das Thema Nebengeräusche ein sehr verzwicktes Kapitel der Motordiagnostik, so unscheinbar auch meist die Symptome sind. Zündung und Vergasung. Nun aber zu anderen unangenehmen Angewohnheiten. Sagen wir etwa, der Motor begänne beim Anspringen «Mucken» zu machen, es gäbe Rückschläge in den Vergaser oder starkes Knallen im Auspufftopf, solange die Maschine noch nicht gründlich durchwärmt ist In der kalten Jahreszeit wird man leicht geneigt sein, die ganze Angelegenheit als Folge der niederen Temperaturen hinzustellen. Was aber meistens nicht zutrifft. Denn schon das Herausschrauben einer Zündkerze und die Beobachtung des Funkens bei langsam durchgedrehtem Motor kann viel erzählen. Ist der Funken schwach und dünn (wie man so sagt: «mager»), so hapert's tatsächlich irgendwo bei der Zündung. Der Unterbrecher kann verschmutzt sein oder aber es haben die Permanentmagnete beim Hochspannungsmagnet ihre magnetische Kraft eingebüsst, wogegen bei Batteriezündung auf irgendeinen unvollkommenen Kontakt in der Primärleitung, einen Isolationsdefekt in der Zündspule usw. zu schliessen wäre. Allerdings: in den seltensten Fällen wird der Fehler bei der Zündung zu suchen sein. Gerade in der kalten Jahreszeit sind die genannten schlechten Angewohnheiten des Motors eher am Vergaser zu finden. .Man entleere fürs erste einmal das Schwimmergehäuse. Ein Tröpflein Wasser dort kann beim besten Motor die lästigsten Unarten hervorzüchten. Dann aber sehe man nach, ob die Leerlaufdflse nicht gar zu fern, oder teilweise verstopft ist. Aber derlei kommt häufig vor. Ueberhaupt: der Uebergang von der kalten zur warmen Jahreszeit wird von vielen Automobilisten noch immer ein wenig zu leicht genommen. Es geht ja bei unseren vorzüglichen Maschinen tatsächlich selbst dann noch, wenn man gar nichts macht. Aber einem aufmerksamen Beobachter, einem Fahrer, der die Stimmen und Launen seiner Maschine genau kennt, wird es wohl kaum entgehen, dass der Motor auf diese »chmähliche Vernachlässigung immer mit Unarten antwortet. Es ist also immer gut, zu Beginn oder während der warmen Jahreszeit ein wenig darauf zu achten, ob der Motor alles so hat, wie er es haben soll. Gerade die Vergaserpartie ist da recht empfindlich. Schmierung. Nicht weniger wesentlich für das Wohlbefinden des Motors und seine Artigkeit ist die Oelfrage. Trotzdem die grossen Firmen dieser Branche dem Automobilisten alles in einer geradezu vorbildlichen Weise mundgerecht machen und umfangreiche Empfehlungstafeln ausgearbeitet haben, die für jede Marke und jeden «Jahrgang» eines bestimmten Modells die geeignete Oelsorte angeben, wird in dieser Beziehung noch immer viel, recht viel gesündigt, weil man die Rolle und die Wichtigkeit des Schmiermittels ganz beträchtlich unterschätzt. An den Tankstellen kann man es immer und immer wieder hören, wie Automobilisten und Motorradler in einmütiger Entschlossenheit das teurere, in plombierten Kannen verpackte Markenöl ablehnen und kurzweg einen oder zwei Liter irgendeines «offenen» Oeles verlangen, zumeist dasjenige, mit dem dieser oder jener so gute Erfahrungen gemacht hat. Nun, das No 28 att dass schliesslich die Geduld des Automobilisten auf eine harte Probe gestellt wird. Oder: der Motor, dessen Kompression bisher keinen Grund zu klagen gegeben hat, beginnt plötzlich in der Leistung merklich nachzulassen, allerlei verdächtige Nebengeräusche treten auf, kurzum, der Motor, früher so artig, versagt zwar jetzt nicht seinen Dienst, gibt aber in nicht misszuverstehender Weise bekannt, dass ihm die Sache so gar nicht passe. Das Gegenexperiment glückt selbst bei alten, durch unpassendes Oel hinreichend «geschundenen» Motoren meistens glänzend: die Leistung steigt, alle Nebengeräusche verschwinden, elastisch und schmiegsam nimmt der Motor wie in erneuter Kraft seine Arbeit auf. Alle seine Unarten verschwinden, sobald er wieder gutes, passendes Oel erhält. VerständnlsIosJgkeit des Fahrers. Zum Schluss noch ein kleines Histörchen. Ein Automobilist kam zu seinem Autohändler und beklagte sich über den vor Jahresfrist gekauften Wagen. Mehr als zehn Monate lang sei sein Wagen über alles Lob erhaben gut gefahren, jetzt aber habe sich der Motor eine vertrackte Unart angewöhnt, gegegen die Mechaniker und Elektriker machtlos ankämpften; aus unerklärlichen Gründen begännen ganz unregelmässig — aber meistens natürlich auf der Steigung — zwei Zylinder auszusetzen, so dass Berge nur mit Mühe und Not bewältigt werden könnten. Seltsamerweise gäbe es dann aber wieder Tage, an denen der Wagen wie ein «geölter Blitz» gehe und man dem Motor die ärgsten Belastungsproben zumuten könne, kurzum, das Ganze sei eine mehr als geheimnisvolle Angelegenheit, die sich nur auf irgendeinen billige, sogenannte offene Oel muss ja keineswegs schlecht sein. In 95 von 100 Fällen fehler seitens der Fabrik zurückführen Hesse versteckten Konstruktions- oder Material- aber passt es nicht für den Motor. Und dieser rächt sich mit einer ganzen Schar von tomobilist, glaubte nicht recht an de wunder- usw. Der Autohändler, ein alterfahrener Au- Unarten, die er ziemlich überraschend zeigt. liche «Unart» des Motors. Und seinem kundigen Blick gelang es ziemlich rasch, festzu- Er beginnt zum Beispiel urplötzlich ein rücksichtsloser Oelverschwender zu werden. Ein stellen, wo die wahre Ursache zu dem ärgerlichen «Wunder» lag. Nämlich der P. T. Herr paar hundert Kilometer raucht und pafft er, gründlich überölt, dahin, dann auf einmal klageführende Automobilist hatte es sich angewöhnt, die Oelkanne unter der Motorhaube muss der Fahrer merken, dass die Schmierung ziemlich plötzlich aussetzt. Oder die mitzuführen. Genial und unbekümmert steckte .Kerzen verrussen in derartigem Ausmasse. er sie einfach zwischen die — Zündkabel. plus interessante devient aujourd'hui une voiture C4 cyi. — 4 vitesses — Impöt 3 CV.) du fait que gräce ä des.perfectionnements dans les methodes de fabrication, et ä une produetion intense, les prix sont des ce jour, comme suit: Torpedo Cond. int., 2 portes . . . . . . . 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