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E_1931_Zeitung_Nr.032

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10 ÄUTOMOBIL-REVUB

10 ÄUTOMOBIL-REVUB 1931 - N° 82 Autosektion Glarus. Generalversammlung vom 12. April In Glarus. Die «Automobil-Revue» als ausschliesshches offizielles Organ für 1931 und 1932 bestätigt. Di« Erledigung administrativer Clubfragen scheint nicht die starke Seite der Automobilisten zu sein. Durchwegs macht man die Erfahrung, dass Anlässe gesellschaftlicher oder sportlicher Natur weitaus besser besucht sind. Von dieser Regel macht auch, die sonst so rührige und lebensfrohe Sektion Glarus keine Ausnahme und so hatte der Vorstand mit einem kleineren Trupp besonders interessierter Mitglieder die Jahresgeschäfte zu erledigen. Dazu kam freilich noch die Verlockung eines wunderbaren Frühjahrs-Sonnentages, der «ine Anzahl Mitglieder scheinbar nicht widerstehen konnte. Das hindert aber nicht, dass die Generalversammlung trotz ihrer geschäftlichen Natur einen recht angeregten und angenehmen Verlauf nahm. Das vom Aktuar sorgfältig redigierte Protokoll der letzten Generalversammlung fand diskussiohsiose Genehmigung. Ebenso der Jahresbericht des Präsidenten, der sehr beifällig aufgenommen und wie die Arbeit des Aktuars bestens verdankt wurde. Der präsidiale Jahresbericht verdient auch weiteren Mitgliederkreisen bekannt gemacht zu werden, weshalb wir in einer nächsten Nummer nochmals eingehender darauf zurückkommen werden. Es sei an dieser Stelle nur daraus entnommen, dass die Sektion auf Ende des Jahres bereits 175 Mitglieder zählte. Der Kassabericht, der vom pflichteifrigen Sekretär und Office-Verwalter orgelegt wurde, wios neuerdings einen erfreulichen Vorschlag auf, •womit das Gesamtvermögen des Clubs eine weitere willkommene Erstarkung erfuhr (für genaue Zahlen •weiden aus steuertechnischen Gründen die Interessenten an den Kassier vorwiesen!). Der Sektionsbeitrag wird auf Fr. 8 belassen, da! der Verein Reinen vielseitigen Aufgaben bei aller Sparsamkeit nur dann gerecht werden kann, wenn ihm auch entsprechende Mittel zur Verfügung stehen. DieWahlgeschäfte wickelten sich über Erwarten glatt und schmerzlos ab, obwohl durch den Wechsel im Präsidium eine empfindliche Lücke entstanden war. Herr Landrat Jakober, der als Hauptinitiant und Gründer der Sektion bezeichnet werden darf und von Anbeginn an den Vorsitz innehatte, den er mit grossem Eifer und Erfolg versah, musste sich hautsächlieh aus Gesundheitsrücksichten entschliessen, das anspruchsvolle Amt niederzulegen. Der Entschluss fiel ihm um so leichter, als im Vizepräsidenten, Herr Dr. med. Büchi, ein geeigneter Ersatz zur Verfügung stand. Die Wahlen ergaben folgende Konstitution des Vorstandes: Präsident: DT. med. Büchi, Mollis; Vizepräsident: J. Jakober, Landrat, Niederurnen; Aktuar: A. Schmied, Geometer, Niederurnen; Sekretariat und Office: F. Jakober-Grieder, Glarus; Beisitzer: J Jenni-Kradolfer, Ennenda; R. Kubli, Konditor, Glarus, und Architekt Lampe, NäfeJs. Dein scheidenden Präsidenten wurde mit Recht seine vielseitige Arbeit verdankt und der neue Prä- T. C. S. sident stellte sich in einer humorvollen, kurzen Ansprache vor, wobei er erklärte, dass er sich zur Uebernahme des Amtes schon deshalb entschliessen konnte, als ihm der bisherige Vorsitzende als Vizepräsident mit seinen Erfahrungen hilfreich zur Seite stehen werde. Die Frage des Cluborganes wurde einstimmig und nach kurzer Diskussion im Sinne des Vorstandsantrages genehmigt und die Automobil-Revue für die Jahre 1931 und 1932 als offizielles und einziges Cluborgan bestimmt. Der Beitrag an die kantonale Verkehrskommission wurde, entgegen einem auf Abbau jeingestellten Antrag, auf der bisherigen Höhe von Fr. 100.— belassen. Die Diskussion, welche mehrere genaue Kenner der Materie auf den Plan rief, zeigte, welch grosse und für den Kanton wirtschaftlich bedeutende Aufgabe diese Kommisison übernommen hatte. Der Beitrag braucht keineswegs als eine ausschliessliche Subventionierung des Hotelgewerbes betrachtet zu werden, indem Herr Hauptmann Höhn als Vertreter dieser Gruppe zahlenmässig nachwies, dass das Hoteliergewerbe seinerseits für die Propaganda noch ganz beträchtliche Leistungen auf sich zu nehmen hat. Die Arbeit der Vereinsfunktionäre, vorab des Office-Halters und Aktuars, ist derart angewachsen, dass den betreffenden Herren nicht mehr eine weitere absolut entschädigungslose Mitwirkung zugemutet werden kann. Die Versammlung beschliesst deshalb, dem Sekretariat wenigstens Fr. 150. — und dem Aktuar Fr. 50. — zukommen zu lassen. Natürlich ist auch mit diesem « Honorar > der Zeitaufwand und die Mühewaltung dieser Herren noch keineswegs auch nur annähernd bezahlt. Mit grossem Interesse nahm die Versammlung hierauf Kenntnis vom Bericht des Vorsitzenden über einen von ihm im Schosse des Verwaltungsrates in Genf gestellten Antrag, laut welchem die Zentralkasse den Sektionen pro rata ihrer Mitglieder einen bestimmten Beitrag für Sektions-Office und Sekretariat zu leisten hätte. Der Vorschlag, welcher in Genf die Unterstützung sämtlicher deutschschweizerischen Sektionen fand, wird nächstens im Schosse des Zentralkomitees behandelt. Sollte er angenommen werden, so würde sich die Entschädigung an die Sektionsfunktionäre um etwas erhöhen. Das vom Vorstand vorgelegte Arbeitsprogramm für 1031 wird einstimmig gutgeheissen. Für die Zweitagetour spricht sich die grosse Mehrheit für eine Fahrt rund um den Bodensee aus. Der Clubabend soll diesen Winter wiederum durchgeführt werden. Zu diesem Beschluss ermunterte natürlich der glänzende Erfolg des vergangenen Jahresfestes. Einem Gesuch des kantonalen Verbandes für Naturalverpflegung um Bereitstellung einer Anzahl Wagen für einen halbtägigen Ausflug der Teilnehmer an der demnächst in Glarus stattfindenden interkantonalen Tagung wird entsprochen. Ebenso soll die Wohltätigkeitsfahrt mit den Krankenschwestern wiederum zur Durchführung gelangen. Nach Schluse der flott abgewickelten Traktamden überraschten die Herren Ryffel Vater und Sohn Glarus die Versammlung mit der Vorführung einer Reihe von äusserst gelungenen Filmaufnahmen, welche interessante Ausschnitte aus dem Club- und Volksleben im Kanton Glarus brachten. So defilierte auf der Leinwand ein Film über die Landseemeinde. die Fastnacht, das Klausenrennen und die Schwarzwaldfahrt der Sektion. Ein ungezwungener Hock vereinigte die Sesshaften noch für einige Stunden. b. Autosektion Aargau. Generalversammlung. Wir laden unsere Clubmitglieder freundlichst ein, an der Generalversammlung vom 18. April, abends 8 Uhr, im Glublokal zum Hotel «Löwen» in Aarau recht zahlreich teilzunehmen. Traktanden: 1. Verlesen des Protokolls der letzten Generalversammlung. 2. Jahresbericht des Präsidenten. 3. Abnahme der Jahresrechnung 1930. Bericht der Rechnungsrevisoren. 4. Bericht der Sportkommission. Arbeitsprogramm 1931. 5. Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren. 6. Festsetzung des Sektionsbeitrages. Anschliessend an die Versammlung gemütliches Beisammensein und Tanz. Eingeführte Gäste sind bestens willkommen. Der Vorstand. Autosektion St. Gallen-Appenzell Ausschuss-Sitzuna vom 8. April. Anwesend sind sämtliche Ausschussmitglieder. Nach Verlesung des Protokolls und dessen Genehmigung wird festgestellt, dass unsere Sektion seit 1928 der Vereinigung Schweizer. Strassenfachmänner angehört; es wird beschlossen, die Mitgliedschaft aufrechtzuerhalten. Der Mitgliederbestand hat sich seit der letzten Sitzung von 1147 auf 1165 Mitglieder erhöht. Zu einer gemeinsamen Sitzung mit der Gruppe Rorschach, welche beabsichtigt, in diesem Sommer eine sportliche Veranstaltung durchzuführen, wird die Sportkommission delegiert. Damit das Sektionssekretariat auf Anfragen seitens der Mitglieder über gesperrte oder im Bau beiiadliche Strossen richtige Auskunft geben kann, beschliesst man, für das Sekretariat die Stopkarte der Schweiz pro 1931 zu abonnieren. Mit Rücksicht auf den glänzenden Erfolg des Mitgliederwerbe-Wettbewerbes im letzten Jahre beschliesst man, auch dieses Jahr während den Monaten Mai, Juni und Juli einen Mitglieder-Anwerbungs-Wettbewerb nach gleichen Grundsätzen wie letztes Jahr durchzuführen. Einem Gesuche um Subvention für das kantonale Turnfest wird nicht entsprochen, da wir grundsätzlich nur Veranstaltungen, die dem Autotourismus dienen, zu unterstützen beabsichtigen. Einer Einladung zum Beitritt in den Schweizer. Autostrassenverein als Sektionsmitglied wird keine Folge gegeben, da der Touring-Club der Schweiz als Verbandsmitglied dieser Vereinigung bereits angehört. Fz. AUTOSEKTION SOLOTHURN. Komiteesitzung. In der Komiteesitzung zusammen mit der Sportkommission vom letzten Dienstag, den 7. April, im Hotel «Metropole-Schweizerhof» in Solothurn wurde an Stelle des demissionierenden Hrn. Paul Sallaz (Grenchen) als Vizepräsident einstimmig Hr. Fritz Laubscher, Fabrikant, Nennigkofen, gewählt. Die Sportkommission hat sich konstituiert und als Präsidenten Hrn Ad Remund fRiedholz) gewählt, der zugleich durch die Wahl des Vorstandes diesem als Beisitzer angehört. Der Vorstand setzt sich nun in Abänderung des bereits bekanntgegebenen zusammen wie folgt: Präsident: Karl Brenner. Kaufmann, Solothurn. Vizepräsident: Fritz Laubscher, Fabrikant, Nennigkofen. Sekretär und Kassier: Dr. Willy Gressly, Fürsprecher. Solothurn. Protokollführer: Traugott Erni, Kaufmann-, Solothurn. Beisitzer: A. Nyffeler-Seiler, Schreinermeister, Solothurn; Walter Amiet, Generalagent. Solothurn; Walter Gigandet, Fabrikant, Solothurn; Alois Bosshart. Fabrikant, Solothurn; Jakob Stelzer, Verwalter, Solothurn; Alb. Grossenbacher. Fabrikant, Grenchen; Ad. Remund, Kaufmann. Riedholz; W. Wyss, Notar, Ölten; Hans Born- Kohler, Kaufmann, Ölten. Die Sportkommission erweiterte sich in Anwendung der erteilten Kompetenz durch die Generalversammlung um zwei Mitglieder. Es gehören ihr an die Herren: Präsident: Ad. Remund, Kaufmann, Riedholz. Aktuar: D. Bernasconi, Kaufmann, Luterbach. Beisitzer: Otto Schmid, Architekt, Solothurn; Fritz Osthoff-Wanger, Tanzlehrer, Solothurn; Walter Kellerhals, Konditor, Solothurn; Oberlt. Max Karli, Zuchwil; Alois Bossart, Fabrikant, Solothurn; Max Hummel, Kaufmann, Solothurn. Die Sportkommission beschäftigt sich soeben mit der Ausarbeitung des Tourenprogramms pro 1931. Wir werden dieses baldmöglichst den verehrten Mitgliedern an dieser Stelle bekanntgeben. •. AUTO-SEKTION ZÜRICH. Marokko-Spanien- Reise. Tel. — Oran, 11. April 1931. Bei wundervollem Wetter und strahlender Sonne haben wir gestern Algier verlassen. Die Fahrt ging durch eine äusserst reizende Landschaft, vorbei an menschenhohen Kakteen und Agaven, Pinien, Feigen und Weinbergen. Die kurvenreiche Strasse längs der wilden Küste ist leider sehr schlecht. Selbstverständlich machten wir einen Aufenthalt in unserer zweiten Heimatstadt « Zürich •, ein kleines Dörfchen am Hachem, das vor vielen Jahren von Bewohnern unserer Stadt hier unten in der fruchtbaren Gegend am Fusse des Daharmassives gegründet wurde. Um 12 Uhr wurde auf dem Col de A. C. Tararenia das Picknick eingenommen. Aeusserst fruchtbare Landstrecken wechseln mit unfruchtbaren kleinen Sandwüsten ab. Die Fahrt war sehr anstrengend, trotzdem sind alle wohlbehalten und ohne Störung gegen 8 Uhr in Mostaganem eingstroffen. SCHWEIZ. DAMEN-AUTOMOBIL-CLUB. Sektion Zürich. Clubfahrt Wir laden unsere Mitglieder herzlich ein zu einer Clubfahrt zu unserem Mitglied Frau Disch in Othmarsingen mit Besichtigung der Fabrik auf Freitag, den 17. April 1931, nachmittags. Treffpunkt: nachmittags 1 Uhr Escher-Wyss- Platz - Hardturmstrasse. Wir erwarten zahlreiche Befeilisrune unserer Miteliedpr. WILLYS-KNIGHT Six, 20 CV., modhle 1930, äat de nmf « I Frs. 9,000.- LANCIA-LAMBDA 6 places, carrosserie Gangloff Frs. 8,000.- BUICK Torpedo, 6 places, parfaü äat ...... LIJ FALCON-KNIGHT Six,12CV.,4places,2portes .. .. M Frs. 3,500.- Frs. 3,200.- WILLYS-KNIGHT Six, 12 CV., 4 places, parfait äat „ « « Frs. 4,800.- CHANDLER Cond. int., 4 places, trts Ion äat •••••• ] M •• Frs. 2,800.- PONTIAC Six > tr & v m rou & äatde neu f OAKLAND WILLYS-SIX 8 eglindres, Sedan, 5 places WO, TOUU 2000 kilomttres AGENCE LANCIA - WILLYS KNIGHT - MATHIS m Q r i c a n • C o r o g c RUE DE L'ANCIEN PORT d GENEVE bis 3 Tonnen Nutzlast Preis für 3-Tonnen-Chassis Modernster schweizerischer Lastwagen. 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N"32 - 1931 AUTOMOBrL-REVUE 11 Slrassen Llnksufrlge Vlerwaldstätterseestrasse? Im vergangenen Jahre genehmigten verschiedene Gemeinden auf dem linken Ufer des Vierwaldstättersees ihre Anteile an den Projektkosten für eine linksufrige Strassse. Ueber den Winter hörte man wenig von diesem Projekt, bis kürzlich an einer Versammlung des Verkehrsvereines der Zentralschweiz durch den Vorstand eine Aeusserung laut wurde, an der nicht alle Verkehrsinteressenten Freude haben werden. Der Vorstand des Verkehrsvereines gab an jener Versammlung erneut seine Unterstützung zum hängigen Projekt bekannt, wobei aber die Bemerkung fiel, die Strasse werde in nächster Zelt noch nicht zur Ausführung kommen. Das eidgenössische Oberbauinspektorat habe schon bei der Forderung zur Subventionierung des Umbaues der Axenstrasse eine ablehnende Haltung angenommen. Die Kantone Schwyz und Uri seien daher genötigt, aus eigenen Mitteln die gesamte Entstäubung und Korrektion der Axenstrasse vorzunehmen. — Entsprechend dieser Haltung des Oberbauinspektorates sei zu erwarten, dass zur Subventionierung der llnksufrigen Strasse keine Bundessubvention in Rechnung gestellt werden dürfe. Wir halten diese Auffassung unsererseits nicht für zutreffend. Wenn auch der Bund sich in der Austeilung von Strassensubventionen eine bestimmte Reserve auferlegt hat, darf man daraus keineswegs schliessen, die eidgenössischen Behörden werden sich für den Neubau einer Verkehrsader am linken Ufer des Vierwaldstättersees völlig desinteressieren. Die neue Strasse würde eine Anzahl wichtige Gebiete dem Verkehr neu erschliessen, was für den Bund Qrund genug wäre, seinen Beitrag an die Kosten beizusteuern. Eine andere Sache ist die Korrektion der Axenstrasse. Zugegeben, dass die Modernisierung wegen ihrer besonderen Lage bedeutend höhere Kosten verschlingen wird, als der Umbau irgendeiner andern, vielleicht breitern Durchgangsstrasse. Unterhalt und Korrektion aller Strassen, die nicht Alpenstrassen sind und über Pässe führen, Ist Sache der einzelnen Kantone. Eine direkte Subvention des Bundes kann nicht erwartet werden. Hinffegen lässt sich möeficherweise eine Lösung finden, anlässlich der nächsten Verteilung des Benzinzollviertels, indem nachträglich für die Korrektion der Axenstrasse den beiden Kantonen der vermehrte Aufwand angerechnet wird oder aus dem Ausgleichsfond von Fr. 250 000, der zur Vermeidung und Reparierung von Härten und Ungerechtigkeiten dienen soll, eine erhöhte Entschädigung zugesprochen wird. Sowohl beim Projekt der Korrektion der Axenstrasse als auch beim Projekt der linksufrigen Vierwaldstätterseestrasse, steht aber die Initiative den betr. Kantonen der Urschweiz zu. Stecken hingegen die Regierungen dieser Kantone und die Verkehrskreise die Hände in den Sack und nehmen die Vorarbeiten nicht kräftig in Angriff, so wird auch der Bund in dieser Sache keinen Wank tun. lt. SEKTION BERN. Vortrag von Reglerunosrai Bösiger. Ein ausführlicher Bericht über den auischlussreicben Vortraft findet sich im allgemeinen Teil (Seite 7). SEKTION SOLOTHURN. Generalversammlung. Die Sektion Solothurn hielt kürzlich im Hotel zur «Krone» in Solothurn ihre Generalversammlung, die sehr gut besucht war, ab. Nach dem Jahresbericht zählte die Sektion am 1. Januar 1931 262 Mitglieder und am 31. Dezember 1930 deren 283 Die Sek- Üonsgeschäfte werden zur Hauptsache vom Präsidenten in enger Zusammenarbeit mit dem Sekretariat erledigt, so dass der Vorstand im Durchschnitt nur alle drei Monate zusammentreten musste. UnteT den wichtigsten Geschäften sind zu nennen. Frage der Sitzveriestuns* des A.G.S., Aufhebung der Sonntagsfabrbesohränkunjten sowie Vorbereitung der Clubanlässe. Die Sportkommission konnte nicht das gesamte Programm durchführen, da in mehreren Fällen das schlechte Wetter einen Streich spielte. Dem Picknick in den Freihergen und der Sternfahrt war ein guter Erfolg beschieden. Die Rechtsauskunftsstelle wurde in 11 Fällen in Anspruch genommen. Das Sekretariat »teilte 131 Carneta und 46 Triptyks aua, besorgte eine umfangreiche Korrespondenz und wurde dazu noch recht oft als touristische Auskunftsstelle in Anspruch genommen Kassabericht und Budget wurden 'genehmigt and dem Kassier Decharge erteilt. Der JahresbeitTua für das Jahr 1031 wurde auf Fr. 35.— festgesetzt Der Vorstand wurde in seiner heutigen Zusammensetzung mit den Herren 0. Kofmehl. Präsident WalteT Hirt, Vizepräsident. Dr M. Sauser. Aktuar. B. Monteil. Kassier. Dr. P Häfelin. Dr. P Reinert. Dr. W. Baumgartner. Walter Roth, Otto Rüfenacht. Gesar Schild und Adolf Weber als Beisitzern bestätigt. Auch wurden die Herren Dr. S. Ankersmith und Charles Leysinger auf eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren als Rechnungsrevisoren bestätigt. In den Kantonalvorstand wurden abgeordnet die Ffprren O Kofmphl DT M Mauser T)r P Rpinert und Dr. Robert Schild und in die Deleeiertenversammlung die Herren Walter Hirt, Gesar Schild und Dr. M. Sauser. Endlich wurde die Sportkommission bestellt aus den Herren Dr. P. Häfelin. Walter Pfister, Josef Käser. DT. O. Miller. Otto Wyss und Adolf Weber. Hr. Kofmehl erteilte Aufschluss über den Stand der Frage der Sitzverlegung der Zentralverwaltung und über die finanzielle Situation des Gesamtclubs. Sodann äusserte er sich auch über die vorläufige Stellungnahme des A.C.S. zum neuen Automobilgesetz. Er teilte auch mit, dasa für die Hilfakolonne, welche im Falle von Wassernot den Behörden zur Verfügung gestellt worden wäre. 70 Personenautos und 10 Lastwagen angemeldet worden waren. Endlich wurde auch noch beschlossen, anlässlich des vom Militärdepartement in Verbindung mit der kantonalen Offiziersgesellschaft geplanten Veteranentages der Teilnehmer an der Grenzbesetzung 1870/71 die Autos zur Verfügung zu stellen. Nach dem gemeinsamen, von der Sektion offerierten Nachtessen hielt Herr Honzatko von der Reichsbabnzentrale zur Förderung des deutscheu Fremdenverkehrs einen interessanten Filmvortragt über das Frankenland. Bei Musik und fröhlicher Unterhaltung blieb aber auch nachher dio A.C.S.- Gemeinde noch recht lange beisammen. f«»«n Geschäftsbericht der Auto-Kreditbank A.-G.. Zürich. Dem Geschäftsbericht dieser im Autokreditwesen führenden schweizerischen Unternehmung ist TM entnehmen, dass sich die wirtschaftliche Depression auch bei ihrer Geschäftstätigkeit ausgewirkt hat, wenngleich die Umsätze annähernd die nämlichen geblieben sind wie im Vorjahre. Es wurden pro 1930 rond 13000 Finanzierungen in der Autobranche mit einem Umsatz von beinahe 7.5 Millionen Franken getätigt Die Bank hat im Berichtsjahr ihren Tätigkeitsbereich auch über die Automobilbranche hinaus ausgedehnt und befasst sich seither auch mit der Finanzierung anderer wertbeständiger Objekte, wie Maschinen, Apparate etc., für welche Artikel bereits ein Umsatz von einer halben Million erreicht werden konnte. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass der Schadensverlauf auch im abgelaufenen Jähre befriedigend war und «ich die Krise auf den Eingang der Forderungen nicht besonders bemerkbar gemacht hat. Diese Erfahrungen decken sich mit der aus England und den Vereinigten Staaten gemeldeten Entwicklung des Kreditgeschäftes. Immerhin hat sich die Unternehmung durch entsprechend bemessene Rücklagen in die Schadenreserve gegen jede unliebsame Ueherraschung gesichelt. Das Aktienkapital ist im Herbst 1930 um 300 000 Fr. auf eine Million erhöbt worden. Der für das abgelaufene Geschäftsjahr erzielte Gewinn weist neuerdings eine kleine Aufwärtsbewegung auf und beziffert sich auf 52 900 Fr. Es wird deshalb den Aktionären die Ausschüttung einer Dividende von 7% wie im Vorjahre beantragt- Geschäftsbericht der A.-G. Adolf Saurer, Arbon. Die wirtschaftliche Depression ist natürlich nicht spurlos an dieser Unternehmung vorübergegangen. Vor allem haben sich die Erwartungen über die Entwirk'nne der (ipsehnfte \m Lastwaemihin nicht erfüllt, so dass so-wobi Beschäftlgwustrfcd vrta Umsatz hinter demjenigen des Vorjahres zurückbleiben mussten. Erfreulicherweise stellt sich aber der Bruttoertrag aus Fabrikationen und Lizenzen um nur 100 000 Franken niedriger als im Vorjahr. Grund zur Haltung dieses sich pro 1930 auf 5,8 Millionen Fr beziffernden Betrages gaben die erhöhten Lizenzeinnahmen aus der dem Unternehmen nahestehenden Saurer-Werke in Wien sowi« der S. A. Automobiles Industrielles Saurer in Frankreich. Dagegen sind die Generalunkosten beträchtlich gestiegen, was hauptsächlich aul die Ausgaben für das sorgfältige Studium und Prüfung des für den Lastwigenbau neuerdings verwendeten Dieselmotors zurückzuführen ist. Im weiteren galt es auch die Vorbereitungen für die Aufnahme der Fabrikation bei den neuen Lizenzfinnen in Polen und England zu fördern. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Saldo von 1,78 Millionen Franken auf und soll derselbe wie folgt Verwendung finden: Ausrichtung einer Dividende Ton 8%, Ueberweisung an den Roservefonds 100,000 Franken, Rückstellungkonto 420,000 Fr. sowie ein angemessener Uebertrag auf neue Rechnunf. Handel u. Indusfvte Walter P. Chrysler In Europa. Wie tra* mitgeteilt wird, hat sich WalteT P. Chrysler, der bekannte Autoproduzent, in der letzten März-Woche in New YoTk auf der «Bremen» für eine Europatournee eingeschifft. Chrysler will ungefähr einen Monat lang die hauptsächlichsten Zentren Europas besuchen, um die dabei gemachten Erfahrungen wieder seinen Produkten zugute kommen zu lassen. Es ist dies wiederum ein Zeichen, dass die amerikanischen Automobilfabrikanten den so verschieden gearteten Wünschen der Automobilinteressenten grösstes Interesse entgegenbringen. Das riesenhafte Chrysler-Gebäude ist übrigens inzwischen fertiggestellt worden und sämtliche in die Hunderte gehenden Räumlichkeiten sind bereit« fest vermittet. Bitte um Vorsicht Von der Zentrale für Handelsförderung wird uns folgendes mitgeteilt: cAus Nordamerika sucht ein W. G. CritscWow in Wheaton. 111., durch Inserate in Schweizer Zeitungen Generalvertreter für seineu Benzin«parapparat. Dabei verlangt er die Abnahme einer grösseren Zahl solcher Apparate im Betrage vom. zirka Fr. 3000.— und deren Vorauszahlung, ohne dass dabei Gewähr für die tatsächliche Uebertragung der Alleinvertretung für ein bestimmtes Gebiet oder Land auch wirklich geboten wäre. Vorsicht ist deshalb auch bei diesem VertretunR»- geschäft zu empfehlen.» Verantwortliche Redaktion: Dr. Arnold BOchl. Walter Mathys. — Hugo Labhart. Telephon der Redaktion: Bollwerk 39.84 (HaHwaf). Ausserbalb Geschäftszeit: Bollwerk 32.9S. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. Arnold BüehL — Sprechstunden nach Vereinbarung mit der Geschäftsstelle Zürich (Löwenstrasse 51). Knupp-Anhänger entsprechen allen Anforderungen! EIN- und ZWEIACHSER JOH. KNUPP, ST. GALLEN Spezialwerkstättc für Anhängewagen POLARSTRASSE 12 Ausstellung und Verkauf gebrauchter Automobile während der Basler Mustermesse im offiziellen Auto-Park vis-i-vis dem Haupteingang, Organisiert von Mitgliedern de« Auto - Generbeschutz • Verbandet. EXPOSITION ET VENTE {('Automobiles occasion pendant la toire d echantillona • Bäle, dans le parking offidel, orgamse par des membres du «Auto • Gewerbeschutz - Verband» Le couplage le plus sür et le plus pratique 0142237 O DRGM Voici les avantages: Type „AUTO" (löger) Type „CAMIONNETTE" (moyen) Type „CAM ION'i (lourd) 1. ATTELAGE FACILE sans notierI 2. Ajustement ä chaque longueur. 3. DECOUPLEMENT FACILE mSme apres la tenslon la plus forte. FERTIG e ' KUPPELUNG 4. Facile ä placer dans la voiture etant peu volumineux. Point d'auto sans ce cable de remorque brevete le plus pratique! Fabrication en Suisse seulement par la Corderie industrielle suisse «'"srttJiSES?"" zum Mandelbaum Schaffhouse Gelegenheit fluto-Oel, ersiklass. Marke aus Konkursmasse zu halbem Preise zu verkaufen! Entsprechende Flüssigkeitsgrade tür jeden Wagentyp. Garantien and genaue Indikationen über da* Oel stehen zur Verfügung. Anfragen befördert die Expedition unter Chiffre 49353.