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E_1931_Zeitung_Nr.032

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AUTOMOBIL-REVüE

AUTOMOBIL-REVüE 1931 - N" 32 Le poids voilä l'ennemi La voiture qui o/ etonnal'Amerique 17 CV 4, 6 et 8 cylindres la gamme des modeles MATHIS repond aux besoins de tous Voitures de Tourisme 7CV., 7 7 80 , 4 cylindres • *• * Chassis. . . Roadster . . Coach Standard, 4 places . Coach luxe Faux cabriolet Standard, 2 pl Faux cabriolet luxe Cond. int,4p.,4pl, Standard Cond. int., 4 p., 4 pl.. luxe 10CV., 7l /too, 4 cylindres Condulte Interieure, 5 places » » commerc. 13 CV., "/ 100 , 6 cyl., Boite Chassis, nu . . . . . Conduite inte>ieure, 5 pl.. Faux cabriolet Spyder. • 17 CV., 8 7ioo, 6cyUndres Chassis nu Conduite inte>ieure, 5 pl. » »7 pl. Faux cabriolet «Biarritz» Fr. 4.000.- » 4.800.- » 4.950.- » 5.400— » 4.950. » 5.3C0.- » 5.500.- » 5.850.- Fr. 6.950. » 6.950.- Biflex Fr. 6.900.- » 9.100.- » 9.750.- Fr. 9.000— » I1.50U.— » 12.400.— »12.50a.— Yoiti8E*es utilitaires üsr. 400 kg. Fourgon livralson . . V 1000 kg. Chassis nu, 4 cyl. 7J / 100 » avec cabine et ailes . 1260 kg. Chassis nu, 4 cyl. •%„„ » avec cabine et ailes . 2500 kg. Chassis nu, 4 cyl. 85 / U4 » avec cabine et ailes . Supp. p. chässis long 3000 kg. Chässis nu, 6 cyl. ^/j«, » avec cabine et ailes . Suppl. p. chässis long 4000 kg. Chässis nu, 6 cyl. **l m » avec cabine et ailes . Fr. 7.500.— » 6.000.— » 6.800.— » 6.800.— » 7.700.— » 10.650— » 11.750.— » 700.— » 11.450.— » 12.350.- » 1.200.— » 15.500 » 16.700.— Devis pour carrosserles spöciale» et modifications sur demande Stock complet de pieces detachees Catalogues - Prix - Renseignement Agence generale pour la Suisse: W. RAMIEYER, Rue Jean Jaquet 12-14 Tous les modeles en magasin disponibles de suite GENEVE DESPOND Ed., Hirschengraben, BERNE LINDIC, Grand Garage d'Yverdon, YVERDON EGGER N., Sempachstrasse 18, LUCERNE OBRIST W„ Auto-Garage, WINDISCH GARAGE DES TROIS ROIS S. A.; LE LOCLE STUCKY Freres, Avenue du Midi, FRIBOURG GUNTHARDT, Müllerstrasse 16, ZÜRICH 2 VON ARX, Garage Moderne, PESEUX HIRT E„ Rue du Nord, LAUSANNE ZWEIGART W., PL Chauderon 26, LAUSANNE AMERICAIN-GARAGE, Rue de Fanden Port 4, GENEVE

No 32 - 1931 Die Mille Miglia 1931 (Fortsetzung von Seite 3) zeigt an, wer — wo die Kontrollen passiert, ein Lautsprecher verkündet Einzelheiten — in den Pausen Militärmärsche. So kann man auf dem Marktplatz von Brescia das Tausend- Meilenrennen miterleben — angesteckt von dem tobenden Fieber emphatischer Enthusiasten. Eine Nacht — in der man sich nicht langweilt... Mit falscher Startnummer ! Das Komitee bekam Mitleid mit dem zusehenden Stuck. Drückte ihm eine Nummer auf den SS, eine Marke in die Hand, stempelte das Kabriolett als «Presswagen» und Hess es an Stelle eines nicht erschienenen Teilnehmers von Stapel. Und so fuhr ich zum erstenmal ein Rennen mit. Zwischen endlosen Menschenmauern, die eine 220 km lange Kette bildeten, ging es im 170-km-Tempo bis Bologna. Obwohl die Strassen nicht abgesperrt waren, wagte sich niemand auf die Strasse. Die Disziplin der Italiener ist in dieser Beziehung vorbildlich! Auch als uns im 130-km-Tempo ein Reifen platzte — der Wagen ins Schleudern kam, wir anhalten mussten — um das Rad zu wechseln — kamen 2 Soldaten zu Hilfe — aber kein Mensch betrat die Strasse. Nach IV* Stunden waren wir oben im Gebirge — auf dem « Passo della Futta » — wo wir 15 km der Strecke gut übersehen konnten. Bis auf die Felsabhänge und bis in die höchsten Baumwipfel nervengekitzelte Zuschauer. Mit der Stopuhr in der Hand und dem gezückten Photoapparat, erwarteten wir das sausende Feld... Der erste helle Kompressor kreischt auf — der weisse SSK Caracciola taucht auf. Seine Zeit ist unwahrscheinlich! Bis Bologna hat er einen Stundendurchschnitt von 148 km! 5 Minuten Vorsprung vor allen andern. Dann liegen die Favoriten beieinander: Campari, Nuvolari, Arcangeli, Morandi... Wird es den deutschen Farben gelingen? Einem Mercedes gegen 31 Alfa? Wird der letztjährige Rekord gebrochen werden können? Varzi und Strazza fallen aus wegen Motordefekt. Chiantiflaschen fliegen in den wolkenlosen Himmel. Giavonezzaklänge werden über die Höhen getragen. — Kann es der Deutsche schaffen? Ober bleibt Alfa die Losung? « Rot» oder « Weiss » das ist hier die Frage! Zwischen Radio und Telephon. Bei schwarzem Kaffee sitzt man von 12 Uhr an in den Clubräumen. Die Kontrollstellen melden: «Caracciola hat nach Rom 20 Minuten verloren! » «Nuvolari liegt an der Spitze! » In Terni umgekehrte Reihenfolge «Borzachini aufgerückt — Campari Zweiter — Caracciola Vierter». Die Wetten fallen und steigen. Die Telephone surren. Man wagt kaum zu atmen. Versucht Karten zu spielen oder ein Billardspiel zu entrieren. Lässt alles wieder sein. Da kommt schon Ancona. «Arcangeli Erster, Campari Zweiter — Caracciola Dritter — Novalari — Vierter!» Alle Viertelstunden ein anderes Bild. Schreibmaschinen klappern — Kommen und Gehen. Man hat die Programme zur Hand und vergleicht Zeiten. Die Stunden schleichen. Der erste Dämmerschein. Da — jetzt Bologna. Alles springt auf. Bolognas Meldung klärt den Entspurt. Kein Laut. Dann des Ansagers Stimme — ein wenig heiser — aber voll sportlicher Anerkennung «Caracciola allen voran — Vorsprung von 3 Minuten...» Wir wissen, was das bedeutet. Keinen vor sich — und jetzt die Geraden, die er schon im Vorjahr in Rekordzeit fuhr... Noch 200 Kilometer! Finale, Als die Autos vom Club zum Ziel hinausrollen, räumt sich der Marktplatz im Nu. Die Tausende strömen den Barrieren entgegen. Es ist kaum durchzukommen. Ein herrlich frischer Tag. Frau Caracciola lehnt blass und hilflos an einer Mauer. Sie glaubt es noch nicht. Man sieht nach der Uhr. Die 10 000 Köpfe blicken die lange Gerade hinaus jetzt — da — man sieht die Menschen zurückweichen — man hört die jubelnden Schreie, sieht winkende Tücher und da — da kommt der weisse Mercedes glokkenrein — blitzend im Sonnenlicht — von seiner 16-Stundenfahrt! Als man Rudi aus dem Wagen hebt und ihn beglückwünscht, st sein erster Satz «Macht doch keine Witze — ich hatte doch eine Panne!» Nur langsam sieht er, dass es Ernst ist — und für einen Augenblick schliesst er die AUTOMOBIL-REVUE neuen absoluten Streckenrekord der «Mille Miglia» aufgestellt!» Der grösste Erfolg seines Lebens und ein Meisterstück der Daimlerler-Benz. Erst 11 Minuten später wurde der brave Campari und der bald darauf einlaufende OM-Fahrer Morandi auf die Schultern gehoben. Für das Alfa-Team ein schwarzer Tag! Am Himmel kreiste das Flugzeug der « Gazetta dello Sport», dessen Besitzer Turati das Rennen in der Luft verfolgt hatte. Bewunderungswürdig die sportliche Grösse, mit der das -italienische Komitee, das bei diesem vorbildlich organisierten Rennen Publikum, Fahrer und Presse gleich gut behandelt und zufriedengestellt hat — den Sieg des Ausländers feierte! P. v. R. Zum Rennverlauf. Ueber den Verlauf des Rennens erhalten wir im weiteren noch folgende ergänzende Mitteilungen: Ueber die Zusammensetzung der eingeschriebenen Mercedes-Benz-Equipen gingen in den Vortagen noch die verschiedensten Gerüchte um. So wurde hartnäckig behauptet, die drei Wagen würden wie folgt bemannt: Caracciola und Stuck, Caflisch und Pintacuda und endlich drittens Strazza und Morino. Caflisch und Pintacuda melden Forfait, Stuck startet im Einvernehmen mit der Fabrik nicht und so bleiben einzig Strazza und Caracciola, dem mit seinem Mechaniker Sebastian allein die grosse Aufgabe zufällt, Deuschlands Industrie und Autosport als Einheimischer zu vertreten. Sicher war er dazu auch der berufenste Mann, hatte er doch neben seinen hundertfach bewährten länzenden Fahreigenschaften den Vorzug für sich, die Strecke bereits durch Beteiligung im letzten Jahr genau zu kennen. Damals placierte er sich als Sechster mit der Zeit von 17.20.17,4. Man darf bei aller Anrkennung für die bereits bekannte Qualität der Untertürckheimer-Wagen sagen, dass dieser glatte und saubere Sieg Caracciolas doch eine ungeheure Ueberraschung bedeutete, mit welcher auf alle Fälle die Italiener keinesfalls gerechnet haben. Für Mercedes- Benz und die Fahrer ist die Mille Miglia 1931 ein Ehrentag sondergleichen. Ungemein ympathisch hat überall die äusserst sportliche und chevalereske Haltung der italienischen Konkurrenten, sowie der gesamten Be- Augen. Caracciola hat um 7 Uhr 22 Min. 10 Sek. in einer Zeit von 16 Stunden 10 Minuten 10 Sekunden einen Stundendurchschnitt Sieg seine ungeschmälerte Bedeutung liesvölkerung berührt, welche dem ausländischen von 101,147 km gefahren und somit einen sen. Für die italienischen Sportsleute und hier wiederum vorab für den Rennstall Alfa. Romeo, gehörte das Rennen zu den schwärzesten Pechtagen Ihrer ganzen illustre« Renngeschichte. Die grössten Erwartungen setzte man allgemein in die beiden neuen Achtzylindei 2,3-Liter-Wagen, deren Führung dem letzt jährigen Sieger Nuvolari, sowie dem Stallgenossen Arcangeli anvertraut worden waren. Man begreift sehr wohl, dass die Fa> brik ganz besonderen Wert darauf legte, die neuen Modelle bei dieser Gelegenheit in.' Feuer führen zu können. Es scheint aber, dass die in grosser Eile erfolgte Bereitstellung doch auf Kosten einer maximalen Dauer leistung gegangen ist. Nuvolari hatte au: alle Fälle mit dem Wagen zusehends Mühe, Sein Kollege Arcangeli dagegen behauptete bis nach Bologna (nach 1204 km) die Führung und wies dort noch gute 6 Sekunden Vorsprung vor Caracciola auf und keine 50 km vor dem Ziele musste er vollständig aufgeben. Wenn das nicht schwärzestes Rennpech ist! G. Campari, welcher sich letztes Jahr als Dritter placiert hatte, absolvierte auf seinem Alfa-Romeo-Sechszylinder eine überaus ausgeglichene Fahrt, deren Regelmässigkeit ihm bei einem Durchschnittstempo von rund 100 km einen ehrenvollen zweiten Platz ein-» brachte. Er hat damit Alfa-Romeos Farben mit an der Spitze behauptet. Die Enttäuschung ob dem unerwarteten: Ausgang für Nuvolari und Arcangeli wurde übrigens weiterhin noch durch die weiteren Erfolge für Alfa-Romeo gemildert, indem Gazzabini sich mit einem geschlossenen Modell als Erster in jener Kategorie placierte' und Com. U. Klinger sich als bester Herrenfahrer auf seinem Zweiliter-Wagen erwies. Ueber den Verlauf des Rennens orientiert auch nachstehende Zusammenstellung einzelner Etappen-Resultate der Favoriten: Zeit in Fahrer Florenz Born Peruggia Macerata Bresoia Caracciola 3.30.00 6.05.27 8.18.00 10.06.00 16.10.10 Nuvolari 3.35.00 6.01.49 8.26.00 10.09.00 Campari 3.3700 6.06.01 8.07.00 9.57.00 16.21.1? Morandi 3.3800 6.06.12 10.10.00 16.28.35 BarzaccHni 3.41.00 6.06.09 8.06.00 10.06.34 Arcangeli 3.44.00 6.06.14,8 8.14.00 10.03.00 Es sei kurz noch an Achille Varzi, einen weiteren Favoriten erinnert, der bekanntlich für Bugatti verpflichtet war. Er hatte noch nicht 100 km nach dem Start zurückgelegt, Bandages semipneumatiques SCHWEIZ. MUSTERMESSE BASEL 11. bis 21. April 1931 LRELLL **5ä Examinez les comparaisons: Coupe longitudinale. Delormations des divers genrea de bandages franohissant un obstaolo* ZEIGT AM STAND Nr. 1555, HALLE IV: 1 CAR-ALPIN für 17 Sitzplätze (der Schweizerischen Oberpostäirektion) mit elektrisch betätigtem Rollverdeck Patent „Saurer" auf Niederchassis Type 3 BLP 1 Niederchassis 3 BNPS (Sechsrad) für Cars-Alpins und Omnibusse bis SO Plätze 1 Diesel-Rohöl-Motor Type RD, 4-Zylinder, von 55 PS für Lastwagen von 2—2V, Tonnen Coupe transversale« L» ddformation est la plus marquee chez le bandage orenx; ü se conforme mienx aux asperites de la ronte qne le pneu baüon gonflö tres dar et provoqne moins de secousses qae celai-d. AGENCE GENERALE POüR LA SUISSE; Max ZIGERLI, Zürich LiNDENBACHSTRASSE 6 T6lephonei 22.796 Aus einer Zeltungsnotiz Ober Salon Genf 1931: . . . Mit diesem Ausstellungsstand beweist Saurer neuerdings, dass die Firm* an der Spitze des internationalen Motorlastwagenbaues marschiert und nicht gewillt ist, sie abzugeben. Gleichzeitig aber stellen die Ausstellungs-Objekte von Saurer unserer einheimischen Qualitäts-Industrie, den schweizerischen Ingenieuren und nioht auch zuletzt dem grossen Stab hervorragend ausgebildeter Arbeiter ein glänzendes Zeugnis aus ... Aktiengesellschaft Adolph Saurer Arbon Basel Morges Zürich